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Seite 2 von 13 [Beitrag 26 bis 50 von 317]erste <12345>letzte 
Neue Studie belegt Gesundheitsgefährdung durch Holzofen-Feinstaub
Verfasser:
Kuno
Zeit: 06.02.2011 17:46:30
0
1487849
Ach ja,
und die ganzen Feinstauballergiger sollten mal gegen die Sahara demonstrieren, denn die die bläst mit einem einzigen Sandsturm mehr Feinstaub in die Luft als alle Holzöfen in Deutschland in einem Jahr.
Gibts eigentlich Filter für die Sahara???
Die Luft bleibt leider nicht an der Grenze stehen.

Klar ist Feinstaub möglichst zu vermeiden, weil schädlich. Aber so langsam wird es zur Hysterie, man sollte alles mal in Relation setzen, bevor man sich aufregt.
Und alle die sich trotzdem über ordentliche Holzheizer aufregen und Verbote fordern, sollten sofort ihr Auto abgeben und nie mehr in den Urlaub Fliegen.
Denn einmal im Jahr 4000KM Fliegen und 10000KM Autofahren, verursacht mehr Feinstaub als 1 ordentlicher Kaminofen oder Holzkessel.

Heinrich
Verfasser:
Andre1
Zeit: 06.02.2011 17:51:49
0
1487856
@ RoBIM



Eine gute Gelegenheit, von Deinen weißen Fensterbänken eine Probe zu nehmen...
Und dann mal feststellen, was für Rückstände da wirklich sind...

-Salz
-Bremsenabrieb
-Reifenabrieb
-Additive von Benzinmotoren
-Industriestäube
-Staub aus natürlichen Quellen wie Sahara, Vulkane
-Staub von Streusplit



usw


Übrigends, in Kanada ist ein CO² Speicher leck gegangen. Und in den Massenmedien wurds verschwiegen! Warum nur? War da nicht was mit Bundesdeutschen neuen SAUberen Kohlekraftwerken?




Andreas
Verfasser:
klausimausi
Zeit: 06.02.2011 18:27:17
0
1487893
>>Nach meiner bisherigen privaten wie beruflichen Erfahrung greifen insbesondere Besitzer von inefffizienten Gebäuden gerne auf diesen Energieträger zurück.

Da kann man dann mit vermeindlich ruhigem Gewissen der Energieverschwendung frönen. Ist ja so schön billich .<<

Hallo RoBIM,

da ist was dran! Auch nach meinen - rein priaten - Beobachtungen nimmt der Anteil an Kaminofenbetreibern in meiner unmittelbaren Umgebung in den letzten Jahren deutlich zu.

Die Argumente der Nachbarn / Bekannten pro Holzofen klingen überall ähnlich. In erster Linie wird der Preis als Grund genannt, an zweiter Stelle die Behaglichkeit.
Dämmassnahmen an den Gebäuden sind meist Fehlanzeige...

Ich gestehe, seit 2009 beheizen wir unser Gebäude (300qm Altbau) ebenfalls komplett mit Holz (Pelletheizung und an sehr kalten Tagen Kaminofen im WZ, vorher alles komplett Gas).

Warum? Weil uns ein Energieberater die Pelletheizung als preiswerte und ökologisch vertretbare Alternative zu Gas / Öl empfohlen hat!

Allerdings konnten wir unseren Energiebedarf aufgrund umfangreicher
Dämmassnahmen um knapp 50% gegenüber vorher senken, was wir ebenfalls dem Energieberater zu verdanken haben.

Energieeinsparung sollte meiner Meinung nach immer an erster Stelle stehen. Ganz egal womit die Menschen ihre Häuser heizen!

Ob ein Energieträger ökologisch sinnvoll ist oder nicht, ist nur bei Berücksichtigung aller Aspekte zu beurteilen.
Man darf das nicht einzig und allein auf das Thema CO2 und Feinstaub bei der Verbrennung reduzieren.

Denken wir mal daran unter welch hohem Aufwand und mit welch verheerenden Opfern Öl bzw. Gasvorkommen erschlossen werden müssen. Wieviel CO2 und andere Schadstoffe bei der Gewinnung, dem Transport und der Aufbereitung von Öl oder Gas in die Umwelt entlassen werden, wie hoch das Risiko der langfristigen Schäden an Mensch und Natur bei evtl. Unfällen (Öltanker, Pipelines, Bohrinseln u.s.w.) sind.

Ich wiederhole mich: an erster Stelle muss unbedingt der sorgfältige und sparsame Umgang mit Energie stehen!

Ganz ohne Brennstoff werden wir hier in unseren Breiten jedoch nicht auskommen können.

Deshalb denke ich, daß Holz zur Verbrennung durchaus eine sinnvolle Ergänzung sein kann!

Gruß,
Klausimausi
Verfasser:
Robert Heyn
Zeit: 06.02.2011 18:38:41
0
1487902
Zitat von RoBIM Beitrag anzeigen
Gegen ein"paar" Holzheizer ist nichts zu sagen.
Holzheizen als Volkssport ist weder ökologisch, ökonomisch und ganz besonders gesundheitlich erstrebenswert.

Die angeblich ausgeglichene CO2-Bilanz ist eine Milchmädchenrechnung.
Bei dieser vereinfachten Sichtweise werden der Faktoren Zeit und Gleichzeitigkeit ausgeblendet.

Kannst Du das auch in Zahlen darstellen? Die Faktoren Zeit und Gleichzeitigkeit lassen sich doch bei Holz im Vergleich zu fossilen Brennstoffen recht gut an, oder?

Zitat RoBIM: Das Bäume zu "Höherem" berufen sind, als in Blechdosen von Obi und Co. wirkungsgradschwach verbrannt zu werden, sollte öfter kommuniziert werden.

Das war mir neu. Wenn Du weißt, wozu die Dinge berufen sind, solltest Du ´ne eigene Religionsgemeinschaft gründen.
Mit der Argumentation wirst Du kaum jemanden erreichen.

Zitat RoBIM:
Holz zu verbrennen sollte also die allerletzte Option darstellen.

Bravo! Spätestens jetzt hast Du alle Holzheizer gegen Dich und Dein Ansinnen aufgebracht. Also wenn einer seine zugige Bude komplett mit Heizlüftern warmhält, ist das Deiner Meinung nach immer noch besser, als einen guten Kaminofen zu betreiben. Die Milchmädchenrechnung würde ich auch gerne mal sehen.

Die Feinstaubdiskussion bezüglich Holzverbrennung ist berechtigt und nachvollziehbar. Auf kurz oder lang wird man das durch Filtertechnik in den Griff bekommen und dann hat sich das Thema erledigt.
Indem man die Holzheizer (ungerechtfertigterweise) in die Schmuddelecke stellt, bewirkt man nur gegenseitiges Unverständnis.

Gruß Robbi
Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit: 06.02.2011 18:46:09
0
1487909
@Interessenten

Um die nachwachsende Ressource Holz und die zukünftige Verfügbarkeit ist ein Interessenkonflikt entstanden.

Sachliche Diskussionen über

Pro und kontra Biomasseeinsatz für Heizung

geben Positionen und Interessen der Konfliktparteien wieder.
Das Schüren von Ängsten ist derzeit bei Anhängern der stofflichen Nutzung zu beobachten.

Floras Positionierung ist sehr gut erkennbar, die verwendete Methodik kann in die Schublade unseriös eingeordnet werden.

Diskussionen mit eifernden Glaubenskriegern (Kriegerinnen) sind sinnlos.

Dietmar Lange
Verfasser:
nickname81010
Zeit: 06.02.2011 18:54:57
0
1487917
...ich finde ja toll, daß es für jeden dreck eine studie gibt!

die jugendlichen haben ihren ersten rausch so spät wie nie, und fachkräftemangel haben wir in deutschland sowieso auch keinen! haben studien ergeben!!! *totlach*
soviel zum thema "studien haben ergeben, daß....!"

willkommen in deutschland! :-)
Verfasser: Robert Heyn
Beitrag entfernt. Grund: Verletzung der Netiquette (siehe Forumsregeln)
Verfasser:
OldBo
Zeit: 06.02.2011 19:57:38
0
1487978
Naja, die Beiträge sind typisch für einen veregneten Sonntagnachmittag. Warum ist es unter normalen Menschen nicht möglich, einmal sachlich zu bleiben? Die BImSchV hat schon dafür gesorgt, dass der Feinstaub" target="_blank" rel="nofollow">Feinstaub und andere Emissionen reduziert werden. Man muss sich nur daran halten. Außerdem sprechen wir hier über ca. 12 % des gesamten Feinstaubaufkommens.

Gruß

Bruno Bosy
Verfasser:
Schaffner
Zeit: 06.02.2011 20:22:48
0
1488001
Eigentlich wollte ich ja nicht.......

Aber nach dem post von @oldBo, volle Zustimmung.

Danke Bruno. :>))


Gruß
Albert
Verfasser:
RoBIM
Zeit: 06.02.2011 20:58:30
0
1488025
Zitat von Andre1 Beitrag anzeigen
@ RoBIM

Eine gute Gelegenheit, von Deinen weißen Fensterbänken eine Probe zu nehmen...
Und dann mal feststellen, was für Rückstände da wirklich sind...

-Salz
-Bremsenabrieb
-Reifenabrieb
-Additive von[...]


Hallo Andreas,

eine Probenentnahme erübrigt sich. Weder hat sich der Standort des Gebäudes verändert und damit mögliche veränderte Immissionen, noch spielt Saharasand eine Rolle. Die geschwärzten Fensterbänke ergeben sich schön regelmäßig, wenn die umliegenden Nachbarn im Winter ihre Holzöfen einsetzen. Das Öffnen der Fenster macht dann auch keinen Spaß mehr :-(

Gruss
Frank F.
Verfasser:
KFZ Michel
Zeit: 06.02.2011 21:04:06
0
1488029
Zitat von OldBo Beitrag anzeigen
Tja Flora, das Thema gefällt Dir wieder :>))

Aber diese Tatsachen sind seit Jahrzehnten auch schon bei Kohle- und Ölfeuerungen bekannt. Die Rauchgasfilter (Beispiel) werden sicherlich bald überall vorgeschrieben. Die[...]



zitat ende

an old bo

ist die verarsche bei euch ( gesetzlich ) jetzt auch angekommen ???
hoffe ich nicht !!!!

bei uns -
hochzerstäubtes "brennmaterial" kommt in den brennraum
( hintergrund= FHZ soll bei gleichem gewicht-ja weniger verbrauchen )

- ergebnis

hochzerstäubte abgase - welche die menschliche lunge
wesentlich stärker belasten.( nicht von mir - laut
einem befreundetem artz - leuchtet aber irgendwie ein)

und wo wird der dreck entsorgt ?

bei uns im normalen fahrbetrieb -per steuergerät - ausbrenmodus

+ zusätzlich durch uns bei der inspektion
per tester - ebnfalls - ausbrennen.

sonst zieht die kiste nach ca, 20 TKM keine wurst mehr
vom brot - weil eben der "kamin" zu ist

hoffentlich ist man bei den heizern schlauer

und bekämpft die ursachen an den wurzel

womit keine nachträglichen filter überhaupt "nötig"
wären.

mfg. michl
Verfasser:
RoBIM
Zeit: 06.02.2011 21:21:54
0
1488044
Zitat von Robert Heyn Beitrag anzeigen
Zitat von RoBIM Beitrag anzeigen
[...]

Kannst Du das auch in Zahlen darstellen? Die Faktoren Zeit und Gleichzeitigkeit lassen sich doch bei Holz im Vergleich zu fossilen Brennstoffen recht gut an, oder?


Hier ist nicht der Vergleich mit fossilen Brennstoffen, sondern einzig und allein die vielgepriesene CO2-Neutralität der Holzverbrennung gemeint.

Das Verbrennen des Holzes, eines z.B. 50-jährigen Baumes und der Freisetzung der in diesem sehr langen Zeitraum gespeicherten CO2 Menge, in einigen Wochen im Winter, kann nicht zu einer ausgeglichenen Bilanz führen.

Auf Deine im Weiteren polemischen Kommentare und freien Interpretationen meines Geschriebenen, erspare ich mir eine Erwiderung ...

Gruss
Frank F.
Verfasser:
RoBIM
Zeit: 06.02.2011 21:35:44
0
1488055
Zitat von KFZ Michel Beitrag anzeigen
hoffentlich ist man bei den heizern schlauer


Die Reduzierung der Partikelanzahl funktioniert z.B. so.
Es wird abgeschieden und gesammelt und dann entsorgt. Ein Ausbrennen o.ä. findet nicht statt.

Gruss
Frank F.
Verfasser:
Texlahoma
Zeit: 06.02.2011 21:39:39
0
1488057
@RoBIM

Summarisch bleibt es aber bei einer ausgeglichenen Bilanz ;-)

Aus meiner Sicht muß unterschieden werden zwischen a) Kaminofenbesitzern, denen es im wesentlichen um "Lustfeuer" und / oder um (kurzfristiges Geld sparen geht und die bevorzugt ofenfertiges Holz kaufen und vielfach vom ordnungsgemäßen Betreiben eines Holzofens wenig bis keine Ahnung haben, sowie b) von "professionellen" Holzheizern, die das Holz mit höchstmöglichen Wirkungsgrad in entsprechend modernen Kesseln verbrennen und ihr Holz selbst machen.

Natürlich sind die Übergänge da fließend. Es geht mir bei den beiden Extrembeispielen eher darum, gut diskutierbare Beispiele zu schaffen.

Aus meiner Sicht gibt es heute sicher zu viele vom Typ a), keine Frage.

Aus dem automobilen (Diesel-)motorenbau sind Lösungsmöglichkeiten zur Feinstaubproblematik hinlänglich bekannt, wobei die Filtertechnik nach heutigen Wissenstand zur Vermeidung lungengängiger und karzinogenen Feinststäuben eher kontraproduktiv ist.

Innermotorische Möglichkeiten erzielen -was diese Feinststäube betrifft- bereits bessere Ergebnisse. Erinnert man sich an die Einführung der Partikelfilter in Dt., ist festzustellen, dass dies eine recht geschickte Marketingstrategie des einstmals führenden Dieselmotorenherstellers der Welt war, um so den harten Einbruch seiner Verkaufszahlen nach Einführung der Direkteinspritzertechnologie zu kompensieren. Gleichsam wirkungsvolle innermotorische Möglichkeiten hatten nach der Partikelfilter-Kampagne keine Chance mehr...

Fazit:

Das Thema wird uns und muß uns weiter beschäftigen. Wer in Zukunft Holz oder Gas oder auch Öl verbrennt, muß dies mit höchstmöglichen Wirkungsgrad (Stichwort: KWK) und mit geringsmöglichen Emissionen tun.

Da werden Kaminöfen auf Dauer keine Chance haben. Wir erinnern uns: Der letzte Boom bei Holz als Brennstoff gab es nach der zweiten Ölkrise in den späten 70ern bzw. früen 80ern. Dann war es 20 Jahre lang ruhig. Auch diese Well wird vorrübergehen. Bleiben werden eher die professionellen Holzheizer.
Verfasser:
OldBo
Zeit: 06.02.2011 21:50:52
0
1488066
Zitat von Texlahoma Beitrag anzeigen
Da werden Kaminöfen auf Dauer keine Chance haben. Wir erinnern uns: Der letzte Boom bei Holz als Brennstoff gab es nach der zweiten Ölkrise in den späten 70ern bzw. früen 80ern. Dann war es 20 Jahre lang ruhig. Auch diese Well wird vorrübergehen. Bleiben werden eher die professionellen Holzheizer.

... bei den Wärmepumpen war es genauso. Aber die Zeiten ändern sich :>))

Was spricht gegen einen gesunden Mix? Jeder heizt mit dem Brennstoff, der für ihn am besten zugänglich ist, ohne den Baumarkt zu bemühen. Außerdem sollte jeder die Heizung einbauen, die zu dem jeweiligen Haus oder der vorhanden Anlage passt.

Gruß

Bruno Bosy
Verfasser:
Robert Heyn
Zeit: 06.02.2011 22:15:06
0
1488085
Zitat von RoBIM Beitrag anzeigen
Zitat von Robert Heyn Beitrag anzeigen
[...]


Hier ist nicht der Vergleich mit fossilen Brennstoffen, sondern einzig und allein die vielgepriesene CO2-Neutralität der Holzverbrennung gemeint.

Das Verbrennen des Holzes, eines z.B. 50-jährigen Baumes und der Freisetzung der in diesem sehr langen Zeitraum gespeicherten CO2 Menge, in einigen Wochen im Winter, kann nicht zu einer ausgeglichenen Bilanz führen.

Laut meinen bescheidenen mathematischen Kenntnissen ist die Bilanz ausgeglichen und das in einem erdgeschichtlich ziemlich überschaubarem Zeitraum(50 Jahre sind nicht mal ein Wimpernschlag). Insbesondere in einer nachhaltigen Forstwirtschaft ist dieser Baum vor 50 Jahren zu diesem Zwecke gepflanzt worden. Es würde ihn also ohne menschliches Zutun (zumindest so) nicht geben.
Im Gegensatz zu einigen anderen Beiträgen von Dir, fand ich die in diesem Thread ziemlich schwach. Du teilst bei den Holzheizern auch ganz schön aus und wer austeilt, muss auch einstecken können.
Noch besser wäre es, meine (polemischen)Einwände sachlich zu widerlegen.

Gruß Robbi
Verfasser:
RoBIM
Zeit: 06.02.2011 22:19:03
0
1488088
Zitat von Texlahoma Beitrag anzeigen
@RoBIM

Summarisch bleibt es aber bei einer ausgeglichenen Bilanz ;-)

Aus meiner Sicht muß unterschieden werden zwischen a) Kaminofenbesitzern, denen es im wesentlichen um "Lustfeuer" und / oder um (kurzfristiges Geld sparen geht und die bevorzugt ofenfertiges Holz kaufen und vielfach vom ordnungsgemäßen Betreiben eines Holzofens wenig bis keine Ahnung haben, sowie b) von "professionellen" Holzheizern, die das Holz mit höchstmöglichen Wirkungsgrad in entsprechend modernen Kesseln verbrennen und ihr Holz selbst machen.

Natürlich sind die Übergänge da fließend. Es geht mir bei den beiden Extrembeispielen eher darum, gut diskutierbare Beispiele zu schaffen.

Aus meiner Sicht gibt es heute sicher zu viele vom Typ a), keine Frage.


Die Differenzierung treffe ich natürlich auch. Gegen eine moderne Pelletsheizung oder einen Holzvergaser ist nichts zu sagen. Gelegentlich für romantische Momente betriebene Einzelöfen stellen auch nicht das Problem dar ;-)

Ich habe ja auch schon bei dem einen oder anderen Projekt den Einsatz einer Holzheizung empfohlen. Aber nie nur um Geld zu sparen (was bei gekauftem Holz auch nicht so leicht zu erreichen ist).

Gruss
Frank F.
Verfasser:
Holzbock
Zeit: 06.02.2011 22:22:28
0
1488089
Ergänzung zu dem was Robbi schrieb:
Ach ein im Wald allmählich zergammelnder Baum gibt sein C in Form von CO2 an die Umwelt zurück: Die Pilze, Würmer und Bakterien ernähren sich vom deutschen Baum und furzen das Endergebnis ihres Stoffwechsels schamlos in die Umwelt. Nach 3 bis 10 Jahren (stark abhängig von der Baum-Art) ist vom Heizwert eines Baums nicht mehr viel übrig - wie jeder weis der schon versucht hat solcherart Gammel-Holz zu verheizen.
Verfasser:
RoBIM
Zeit: 06.02.2011 22:39:02
0
1488097
Zitat von Robert Heyn Beitrag anzeigen
Laut meinen bescheidenen mathematischen Kenntnissen ist die Bilanz ausgeglichen und das in einem erdgeschichtlich ziemlich überschaubarem Zeitraum (50 Jahre sind nicht mal ein Wimpernschlag). Insbesondere in einer nachhaltigen Forstwirtschaft ist dieser Baum vor 50 Jahren zu diesem Zwecke gepflanzt worden. ...


Vor 50 Jahren wußte noch kein Mensch, dass es einmal eine CO2-Probematik geben könnte. Daher wurde der Baum aus völlig anderen Gründen gepflanzt.

Die zukünftige Akkumulation von CO2 stellt das Problem dar. Die rasant freigesetzte Menge des in 50 Jahren gebundenen CO2 kann nicht gleichzeitig und in gleichem Maße wieder gebunden werden. Das meinte ich mit Gleichzeitigkeit.

Es wäre also im Sinne einer besseren CO2-Bilanz richtiger den Baum einen "alten Herren" werden zu lassen und nach seinem Exodus über einen langen Zeitraum wieder in den Stoffkreislauf zu entlassen (Stichwort natürliche Zersetzung durch Mikroorganismen).

Gruss
Frank F.
Verfasser:
stt 007
Zeit: 06.02.2011 23:46:23
0
1488119
Ich erinnere mich an eine Studie in NRW zur Schadstoffbelastung im menschlichen Fett (auch in Muttermilch).

Eine Gruppe hatte erhöhte Werte: Kaminofenbesitzer.

Will heissen: sicher, den Nachbarn "stinkts" - aber gesundheitlich am meisten sind die Heizer selbst betroffen.

Wenn's wichtig ist, suche ich das Zitat heraus. Ist aber schon > 10 Jahre alt.

stt
Verfasser:
OldBo
Zeit: 07.02.2011 09:24:43
0
1488201
Zitat von RoBIM Beitrag anzeigen
Es wäre also im Sinne einer besseren CO2-Bilanz richtiger den Baum einen "alten Herren" werden zu lassen und nach seinem Exodus über einen langen Zeitraum wieder in den Stoffkreislauf zu entlassen (Stichwort natürliche Zersetzung durch Mikroorganismen).

Moin Frank F.,

das CO2 ist eigentlich in diesem Zusammenhang als Klimagas nicht alles. Das Zersetzen setzt auch Gase frei, die um einiges schädlicher sind :>))

Gruß

Bruno
Verfasser:
Andy7171
Zeit: 07.02.2011 09:46:16
0
1488215
Kleiner Lesebeitrag der Sendung Odysso im SWR-Dritten zu CO2-Neutralität von Holz, hier speziell Pellets.
Odysso

Nicht viel zum Lesen, aber sehr gut beschrieben.
Verfasser:
klausimausi
Zeit: 07.02.2011 09:55:07
0
1488220
@Andy7171

Zitat"Die besten Pellets sind also die, die man gar nicht erst verfeuert. Aus diesem Grund will Peter Wohlleben sein Domizil jetzt in ein Niedrigenergie-Haus verwandeln."

Sag ich doch:-;

Klausimausi
Verfasser:
Biker431
Zeit: 07.02.2011 10:10:29
0
1488231
Zitat von RoBIM;1488097[break
Vor 50 Jahren wußte noch kein Mensch, dass es einmal eine CO2-Probematik geben könnte. Daher wurde der Baum aus völlig anderen Gründen gepflanzt.

Die zukünftige Akkumulation von CO2 stellt das Problem dar. Die rasant freigesetzte Menge des in 50 Jahren gebundenen CO2 kann nicht gleichzeitig und in gleichem Maße wieder gebunden werden. Das meinte ich mit Gleichzeitigkeit.

Es wäre also im Sinne einer besseren CO2-Bilanz richtiger den Baum einen "alten Herren" werden zu lassen und nach seinem Exodus über einen langen Zeitraum wieder in den Stoffkreislauf zu entlassen (Stichwort natürliche Zersetzung durch Mikroorganismen).


Wieso wird hier immer der arme alte Baum als Beispiel herangezogen? Doch nur, um bestimmte Bilder in den Köpfen zu erzeugen.

Richtig wäre es ein entsprechendes Stück Wald zu betrachten. Sagen wir mal 1 Hektar. Auf diesem Hektar wächst Wald. Jedes Jahr hat dieser Hektar einen Zuwachs von 8-10 m³ Holz. Das heist wenn jedes Jahr 8 m³ Holz in Form von Bäumen entnommen und während des Winters verbrannt wird, ist dieses CO2 neutral mit tendenz zum leicht positiven. Entnehme ich 12m² ist dieses entsprechend negativ.

Somit ist Heizen mit Holz nicht perse Klimafreundlich/neutral/schädlich. Es kommt hierbei auf die Bewirtschaftung des Waldes an.

Zum Thema Feinstäube. Sie gehören vermieden wo es geht. Effiziente Holzvergaser auch im Wohnzimmer. Jeder der einen guten zukunftsicheren Holzvergaser stehen hat, braucht sich den Schuh nicht anziehen.

Zum Thema Fensterbänke. Hier Frage ich mich ob nicht ein guter Teil von Braunkohlebriketts kommt, der con manchen leuten in den Kaminöfen verbrannt wird. Sauzeug.

Gruß Bernd
*Überzeugter Holzheizer*
Verfasser:
RoBIM
Zeit: 07.02.2011 11:16:55
0
1488267
Zitat von OldBo Beitrag anzeigen
Zitat von RoBIM Beitrag anzeigen
[...]

Moin Frank F.,

das CO2 ist eigentlich in diesem Zusammenhang als Klimagas nicht alles. Das Zersetzen setzt auch Gase frei, die um einiges schädlicher sind[...]


Moin Bruno,

auf Deiner Seite konnte ich nichts über die Ausscheidungen von Mikroorganismen und deren Quantität nachlesen.

Bei meinen früheren Recherchen bin ich auf dies hier gestoßen (Stichwort MVOC):
1-Okten-3-ol, 3-Oktanon, 1-Penthanol, 2-Hexanon, 2-Heptanon, 2-Penthanol, 3-Methyl-2-butanol, 3-Methyl-1-butanol, 2-Heptanon

Welche Mengen allerdings davon abgegeben werden ist scheinbar nicht untersucht. Da aber auch diese Stoffe über einen langen Zeitraum abgegeben werden, stört das die Argumentationskette nicht. Zusätzlich ist folgendes wichtig:

Zitat:

"Negative Ökobilanz

Die harmlos wirkenden Pressholz-Patronen könnten sich auch – in größerem Umfang eingesetzt – negativ auf das Klima auswirken. Denn bei ihrer Verbrennung wird ein Stoff frei, der normalerweise besser im Wald gebunden bleibt. Vor allem Totholz bietet nicht nur den Waldorganismen eine Lebensgrundlage. Es ist auch ein sicheres Gefängnis für den Klimaschurken Kohlendioxid. „Bäume, auch tote Bäume, speichern sehr viel CO2. Und entgegen der landläufigen Meinung wird das eben im Wald nicht vollständig zersetzt, sondern rund fünfzig Prozent bleiben dauerhaft in diesem Ökosystem erhalten, werden sozusagen weggeschlossen. Am Boden zum Beispiel auch in Form von diesen vermoderten Stämmen. Und wenn ich diesen Stamm jetzt vollständig verbrenne, also raushole und zu Pellets verarbeite, dann setze ich zu hundert Prozent CO2 frei, so dass unterm Strich die CO2-Bilanz von Holz nicht besser ist als bei Erdgas ...".


Es ist wie immer im Leben: In Maßen schadet nichts, Übermaß hat immer schädliche Auswirkungen.

Gruss
Frank F.
Seite 2 von 13 [Beitrag 26 bis 50 von 317]erste <12345>letzte