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Wie Rigipsdecke gegen Dachbodenraum besser isolieren ?
Verfasser:
Geowi
Zeit: 18.06.2011 15:36:57
0
1543478
Hallo in die Runde.

Unser Haus ist ein Bungalow (Bj. 1978) mit Brettbinder-Dachstuhl und ungenutztem Bodenraum. Letzterer ist über eine Klappe in der Flur-Decke (lichtes Öffungsmaß 60 x 82 cm) zugänglich, die auch der Schornsteinfeger benutzt.



Das Satteldach hat ca. 25º Neigung, die gesamt zu isolierende Deckenfläche beträgt ca. 175 m². Die Decken-"Balken" sind 14 cm hoch und 4 cm breit, der Abstand dazwischen (90 cm) ist mit ca. 10 cm abgerollter Mineralwolle gedämmt, die von unten mit Alufolie kaschiert ist. Darunter ist die Rigips-Decke. Eine durchgeführte Energieberatung nennt mir als vorrangige Maßnahme die Verbesserung dieser Deckenisolierung. Der U-Wert der Deschossdecke beträgt lt. Beratungsbericht z.Zt. 0,41 W/m²K und ließe sich nachezu halbieren.

Der Energieberater hat für die Optimierung der Isolierung die Aufblasung einer 25 cm Isofloc-Dämmschicht empfohlen. Dafür habe ich jetzt einen KVA von fast 3.000 € vorliegen. Vorab müßte ich aber noch erhöhte Lufplanken für den Schonsteingfeger und eigenen Bedarf montieren.

Was würdet Ihr machen ?

Vielen Dank für hilfreiche Antworten!

Ich wünsche allen ein schönes Wochenende.

Gruß, Georg Wi.
Verfasser:
winni 2
Zeit: 18.06.2011 15:47:40
0
1543481
Hallo Georg,

der U-Wert würde auf sehr gute 0,11 runtergehen.
Das ist Passivhausniveau :-))

Das würde ich auf jeden Fall machen.
Neben der sehr guten Dämmung im Winter,
hättest Du auch einen guten Hitzeschutz im Sommer.

Gruss

winni
Verfasser:
winni 2
Zeit: 18.06.2011 15:57:59
0
1543482
Das ganze spart mit Anlagenverlusten
rund 25 kwh/m2/Jahr oder 2,5 Liter Öl.

2,5 mal 175 m2 mal 0,75 Euro/Liter/ Öl = 328,13 Euro Ersparnis Energiekosten

= mehr als 10 % der Kosten (Bei Öl)

= eine sehr wirtschaftliche Dämmmassnahme :-))))


winni
Verfasser:
Geowi
Zeit: 18.06.2011 17:24:02
0
1543504
Danke für die ersten Antworten,

daraus ersehe ich, daß ich meine Frage zum Thema falsch formuliert habe.
Die Entscheidung, die Decke entsprechend zu dämmen, ist klar!
Nur bin ich noch nicht sicher, ob Isofloc dafür die optimale Lösung ist.

Gibt es für mein Vorhaben andere epmfehlenswerte und ggf. preiswertere Isolierungs-Alternativen, die man auch selbst machen kann ?

Gruß, Georg Wi.
Verfasser:
winni 2
Zeit: 18.06.2011 19:17:17
0
1543542
Ich denke Zellulose ist schon der richtige Dämmstoff für Deinen Fall,
weil sie sich an die zahllosen Teile der Dachkonstruktion optimal
anlegt.
Mineral- oder Glaswolle wäre da wesentlich schwieriger ordentlich
zu verarbeiten.

Du könntest vielleicht so etwas selber ausbringen:

Fussbodenschüttung

Mit diesem Produkt habe ich keine Erfahrung.

Ich habe schon eine Fußbodendämmung mit gepressten Zelluloseflocken
in Eigenleistung gemacht. Das Auflockern war relativ nervig.

Irgendjemand aus dem Forum (muselmausmaik?) hat sich selber
eine Einblasmaschine aus einem alten Gebläse bebaut und einige
Bilder hier eingestellt. Ich finde das Thema aber nicht mehr.
Vielleicht meldet sich der Betreffende noch.

Gruss

winni
Verfasser:
winni 2
Zeit: 18.06.2011 20:46:48
0
1543564
Habe Arnts Seite gefunden:

sonnenheizer.de

Einblassgerät im Eigenbau.

winni
Verfasser:
schick Josef
Zeit: 18.06.2011 21:58:52
0
1543580
Hallo wen ich ans isolieren denke stelle ich mir immer gleich die Frage ist so etwas auch für Mäuse ein angenehmes zu-hause ,schließlich ist man ja ein Tierfreund und man will auch keine Probleme mit den Tierschützern haben.
Was die Wirtschaftlichkeit angeht Kosten 3000€ Ersparnis momentan im Jahr 328 € .Immerhin amortisiert sich das ganze erst in 10 Jahren.

Eine Hornissen - Familie hat hat einmal unter der neuen Styropor Aussenfassade ein Nest errichtet und mit dem Aushub- Material den ganzen Garten in eine Winterlandschaft verwandelt.War schwierig den Tieren zu erklären dass man so etwas nicht machen darf! mfg sepp
Verfasser:
Nudge
Zeit: 18.06.2011 22:26:00
0
1543585
Hallo,
egal was machst, und wie viel Dämmstoff du aufbringst, die Dämmung sollte nach außen hin diffusionsoffener werden, also bitte nicht ausblasen und oben eine OSB-Platte drauf machen. Das Einbringen einer Dampfbremse unterhalb der Dämmung dürfte sehr schwierig werden, daher nach außen diffusionsoffener werden. Ich persönlich würde einfach mehr MiWo auf dem Dachboden ausbringen, und versuchen die Balken so gut wie möglich einarbeiten, da brauchst keine Experimente machen, und kannst Dich ganz auf das Einbringen konzertieren.

Viele Grüße
Jörg
Verfasser:
Georg Fiebig
Zeit: 18.06.2011 22:34:58
0
1543589
@Winni
Bitte mal um Hilfe wie kommst du auf dieses Ergebnis?

Das ganze spart mit Anlagenverlusten
rund 25 kwh/m2/Jahr oder 2,5 Liter Öl.
Verfasser:
Georg Fiebig
Zeit: 18.06.2011 22:38:55
0
1543591
Stop , hatte gerade einen Rechenfehler , Ergebnis stimmt .
Verfasser:
J.B.
Zeit: 19.06.2011 09:18:14
0
1543632
Moin

ICH wüde auch selber mit Mineralwolle nachisolieren....

Atemschutz nicht vergessen!
Und immer zwischen den Feldern mit Platten auslegen, damit man oben bleibt.

Irgendwo habe ich mal was von Tapeten mit Dampfsperrfunktion gehört.
Die könnte man ja nach und nach anbringen.


mfg
Verfasser:
Geowi
Zeit: 19.06.2011 11:22:15
0
1543665
@ winni 2

der Link auf Arndts Seiten ist wirklich interessant. Aber auch wenn ich es selbst machen würde, fürchte ich mich vor der ungewollten Folckenverteilung während der Arbeiten (wohin soll denn die auf den Dachboden geblasene Luft entweichen?)und vermutlich auch immer dann, wenn man die Bodenklappe oder gar gleichzeitig das Dachfenster öffnet.

@ Josef

Mäuse als Dachbodenmieter hatten wir dort auch schon. Seit dem suche ich den Dachkasten regelmäßig nach möglichen Zugängen und blockiere iese einfach mit Schnellzement. Auch Wespen wollten dort schon hausen, aber Hornissen bisher noch nicht.

@ Nudge

Den Diffusions-Hinweis werde ich gerne beachten.

@ J.B.

Ich tendiere nun auch mehr zur Nachdämmung mit Mineralwolle und habe zuvor auch schon damit angefangen. Seit dem habe ich auch eine bessere Staubschutzmaske, wie auf dem Bild zu sehen:



Bisher habe ich alte Zimmertüren auf Queerbretter gelegt und mich damit in "Vorschubtechnik" fast bis zum Dachkasten bewegt. Aber abrollbare MiWo kann ich so nicht von dort zur Bodenmitte verlegen.
deshalb habe ich bisher 6cm MiWo-Platten bevorzugt, die lassen sich genau einpassen. Nur kann ich deren Dämmwirkung nicht vergleichen. Ich könnte sie ja auch mehrlagig im Queerverbund verlegen und die Konstruktonsdurchgänge sowie den Dachkasten zusätzlich mit loser Miwo auffüllen.

Wie dick sollte solche Dämmung in der Fläche möglichst sein ?

Viele Grüße, Georg Wi.
Verfasser:
Phil a.H.
Zeit: 19.06.2011 11:52:32
0
1543675
Hallo,

ich hätte hier wegen der etwas komplizierten Balkenhöhe und der ganzen Verbretterung auch ans Einblasen gedacht. Wo die Luft beim Einblasen hin kann, hast Du doch mit dem Hinweis auf ein Dachfenster schon selbst beantwortet ;-) Später ist das kein Problem. Man kann die Zellulose mit einer Art Wassernebel absprühen, so dass die Oberfläche feucht wird. Das Zeug klebt dann förmlich zusammen und wird nicht mehr aufgewirbelt.

Du hast Dich aber nun für MiWo entschieden? Dann wär ich das vermutlich etwas anders angegangen: Erst mal (noch) dünnere Platten so zwischen das Gebälk, dass es (wenn auch mit bisschen drücken) die gleiche Höhe wie dieses hat. Und dann hätte ich Rollware über alles geworfen. Also Hohlraum füllen + z. B. 20 cm komplett darüber. Auch mit sowas wie Deinen Zimmertüren immer "von hinten nach vorne", dabei immer wieder Holzstücke auf dem Gebälk befestigt. gleich irgendwelche Bretter drauf nageln. So kannst Du (später?) einfach und dauerhaft einen "Gang" machen, auch mit OSB-Platten - wenn diese mit etwas Abstand zur Dämmung und nicht über die ganze Fläche liegen.

Und die dickere Rollware in WLG035, das ist relativ billig, aber wenn der gleiche U-Wert mit etwas mehr von WLG040 günstiger erreicht wird, sollte es im ungenutzen Raum ok sein...

Phil

PS: Wenn die vorhandene Wolle von 1978 ist, könnte sie als krebsverdächtig gelten, also gut aufpassen :-)
Verfasser:
winni 2
Zeit: 19.06.2011 12:41:26
0
1543693
Hallo Georg,

wenn Dir die Mineralwolle sympathischer ist, kannst Du damit,
bei sorgfältiger Arbeit, sicher auch ein ordentliches Ergebnis
erreichen.

Die Wolle würde ich mindestens genau so dick, wie die Zellulose
ausbringen. Die Dämmwirkung gegen Kälte ist, bei gleichem U-Wert,
gleich, wenn Du die Wolle fugenlos einbaust.
Gegen Hitze ist Zellulose besser, aber ich denke, das spielt,
bei der geplanten Dicke der Dämmung, keine praktische Rolle mehr.

Wenn Du Mineralwolleplatten wählst, auf jeden Fall mit versetzten
Fugen einbringen.

Von der Zellulose hast Du eine falsche Vorstellung, die ist schwerer
als Du denkst. Damit sich da in der Fläche bei Durchzug etwas bewegt,
müsstest Du schon einen Sturm unter Deinem Dach entfachen.

Gruss

winni

(Der sich die Mineralwollearbeiten unter Deiner Dachkonstruktion
auf 175 m2 nicht antuen würde...)
Verfasser:
Geowi
Zeit: 19.06.2011 13:31:11
0
1543719
Was würdet Ihr denn mit dem Bereich der überdachten Terrasse machen ? = brutto 1,5 x 6,5 m

Verfasser:
winni 2
Zeit: 19.06.2011 16:07:46
0
1543803
Auf jeden Fall neben und über den "nackten" Mauerkronen
dämmen.

Vielleicht auch den gesamten Bereich überdämmen,
wenn diese Ecke im Winter gut Sonne bekommt.
Mit einer Verglasung der Ecke könntest Du dann eine
Art Luftkollektor aus Deiner Terrassenecke machen :-))

Gruss

winni
Verfasser:
RoBIM
Zeit: 19.06.2011 20:10:35
0
1543891
Da das Thema Mäuse u.ä. aufkam:

Isofloc z.B. ist sicher vor Mäuse- und Ungezieferfraß, kein Schimmelbefall und Hausschwammsicher.

Wir haben Isofloc schon in den 80ern verarbeiten lassen, als es noch sehr teuer war. Heute ist es teils günstiger, als Miwo und Co.

Gruss
Frank F.