Mi, 30. Juli 2014 | 17:06:32 Uhr

Haustechnikforum
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Durchflussmenge, Solar-VLT und RLT bei 2 SolvisLuna Röhrenkollektor ca. 4qm mit SolvixMax 350
Verfasser:
hoppla01
Zeit: 29.09.2011 12:34:08
0
1586013
Wahrscheinlich habe ich in meinem 1. Betrag (Solare Energieausbeute an SolvisMax 350/2xSolvisLuna zu gering?) zuviel geschwafelt und dumme Fragen gestellt, denn KEIN Forennutzer hat bisher geantwortet.
Daher jetzt in Kurzfassung erneut ein Versuch:

Seit 8 Wochen habe ich eine SolvisMAX 350 mit 2 SolvisLuna Röhrenkollektor-Modulen ca. 4qm installiert (Südseite, 45°, nur noch ein 2-Personen-Haushalt, beide Vollzeit berufstätig). Zirkulation zeitgesteuert (2 x pro Tag 1h), sonst getaktet (2min). Die Heizung ist komplett „AUS“. Mit den Solvis-Standar-Einstellungen auch bei sehr sonnigem Wetter kaum Solarertrag.

Beispiel: 27.09.2011, 13.50 Uhr, PLZ 38116, bei 14 °C Außentemperatur-Fühler (Nordseite) mit wolkenlosem sonnigen Wetter 110 l/h bis 170 l/h Druckfluss, Speicher oben 67 °C, Speicher unten 38 °C, Solar VL 64,5 °C, Solar RL 59 °C, am Ende des Tages „Speiche oben bei 69 °C, Speicher Unten bei 43 °C.

Inzwischen herausgefunden: Durchflussmenge Solarpumpe im Schnitt bei 170l/h, daher
1. Taco-Regler von 3,7 auf 2 bei PumpenDrehzahl 100% gedreht, damit Durchfluss MAX nur noch max. 160l/h.
2. 2. Einen Drehzahlbereich von MIN 45 % und MAX 55 % eingestellt.
Resultat:
Heute, 28.09.2011, 11.50 Uhr, PLZ 38116, bei 13 °C Außentemperatur-Fühler (Nordseite) mit wolkenlosem sonnigen Wetter, 50l/h bis 90 l/h Druckfluss, Speicher oben 65 °C, Speicher unten 41 °C, Solar VL 76 °C, Solar RL 58 °C, alle Speichertemperaturen klettern aktuell.

Meine generellen Fragen: (Unabhängig von den verwendeten Solarsystemen)

Je größer die Temperaturdifferenz zwischen Vor- und Rücklauf Solar über einen Sonnentag ist, desto höher der Ertrag?
Wenn in diesem Fall die VLT sehr viel höher ist als z.B. die „Speicher oben-Temperatur“, desto mehr und schneller kann die Wärmemenge an das Speichermedium übergeben werden?
Sollte der Durchfluss in den Speicher (bei konstanter Sonneneinstrahlung) zu groß sein und sichdamit eine größere RLT ergeben, würde folglich die nicht abgenommene Wärmemenge zurück in das Solarsystem gelangen, damit müsste sich allerdings die VLT ebenfalls stetig erhöhen, denn es wird ja weiterhin die gleiche Solarwärme zugeführt?
Über das Schichtenlader-Prinzip wird – wenn die Speichertemperatur etwa gleich der VLT ist, der mittlere und untere Bereich des Speichers vom Solartauscher erwärmt?
Auch in diesem Fall ergibt sich aus einer sehr großen Differenztemperatur VL-RL Solar ein guter „Solar-Ertrag“?

Vielleicht kann mir irgendjemand diese Fragen beantworten.
Gruss Roland
Verfasser:
black_rabbit
Zeit: 29.09.2011 19:38:52
0
1586162
Hallo Roland,

nimm es mir nicht übel, aber Dir fehlt ein bischen das Basiswissen.

Zum Thema Ertrag:

Ertrag wird in kWh gemessen.
Die Formel ist m*c*dT wobei m die Masse in kg, c die spezifische Wärmekapazität der Sole in kWh/(K*kg) und dT die Temperaturdifferenz zwischen Vor und Rücklauf in Kelvin ist.
In der Regel wird die spezifische Wärmekapazität in J/(K*g) angegeben. Bei reinem Wasser ist c=4,1826 J/(K*g) oder
1,16E-03 kWh/(K*kg). Bei einem Wasser- Frostschutzgemisch, auch Sole genannt, hat c einen kleineren Wert.

zum Thema Leistung:

Die Einstrahlung auf die Kollektoren gemessen in W/m2 oder kW/m2 ist maßgeblich für den solaren Ertrag. So kann man den Ertrag auch so bestimmen, dass entsprechend der Einstrahlung und der installierten Fläche sich eine Leistung ergibt und diese ist dann mit der Einstrahlungsdauer zu multiplizieren.

z.B.
4 m2 Kollektoren bei einer Einstrahlung von 0,5 kW/m2 ergibt erst einmal eine Leistung von 2kW. Herrscht die Einstrahlung über einen Zeitraum von 2h im Mittel vor, so ergibt das erst einemal einen Ertrag von 4kWh.
Ein Kollektor kann aber die Einstrahlung nicht zu 100% in nutzbare Wärmeenergie umsetzen. Hierzu gibt es den Wirkungsgrad eta0. Dieser ist ein Maß für die Ausbeute der vorherrschenden Einstrahlung. Der Wirkungsgrad ist jedoch keine absolute Zahl, sondern hängt von der Temperaturdifferenz zwischen der Außentemperatur und der Kollektorinnentemperatur sowie der Einstrahlung ab. Nehmen wir einen guten Kollektorwirkungsgrad von 65% an. Dann ergibt sich aus obigem Beispiel ein Ertrag von 2,6 kWh.

zum Thema hohes dT, sprich hohe Vorlauftemperatur

Je höher die Kollektorinnentemperatur ist, desto schlechter ist der Wirkungsgrad der Kollektoren desto geringer ist der Ertrag. Um eine höhere Kollketortemperatur zu erreichen muß zudem der Durchfluß im Kollektor gesenkt werden.

Somit ergibt sich folgende Schlußfolgerung für die Maximierung des Ertrages:

Das Temperaturniveau des Kollketors ist so gering wie möglich zu halten.

Es gibt viele weitere Einflußfaktoren. Das Thema will durchdrungen sein, was nicht heißen soll, dass mir dies bereits gelungen ist ;-).

Gruß Schorsch

HP Solarthermieanlage
Verfasser:
docali
Zeit: 30.09.2011 03:06:54
0
1586280
Hallo,

im Datenblatt des Luna steht etwas von 20-25 l/h Nenndurchfluss pro Modul. Ich gehe davon aus, dass zwei Module verbaut wurden. Bitte sprich Deine Einstellungen mit Solvis oder dem HB ab. Mir ist nicht bekannt, dass man den Tacco Setter runter regeln darf!

Lass Dir von Deinem HB bestätigen, wie die Kollektoren verschaltet wurden. Offenar sollen bis zu drei Module diese in Reihe verswchaltet werden. Wenn Deine zwie aber parallel verschaltet wurden, dann ist klar, warum die nicht auf Temp. kommen.

Gruß,
docali
Verfasser:
solar-fan
Zeit: 30.09.2011 11:09:22
0
1586354
Hallo Roland,
der Schorsch(Black_Rabbit) hat schon einiges über Temperaturen, Leistung und Wirkungsgrad geschrieben.
Dies war soweit o.k. in Bezug auf den Kollektor. Dann gibt es weiterhin den Wirkungsgrad des Wärmetauschers auf der Abnahmeseite.
Wenn Du nun den Kollektorwirkungsgrad erhöhst, indem die Temperatur dessen gesenkt wird, verringert sich gleichzeitig der Wirkungsgrad des Wärmetauschers im Speicher, Puffer oder sonstwo.
Dieses Mißverhältnis hast Du bemerkt, und mußt nun einen Kompromiss finden, der zu Deiner Anlage paßt. Erfahrungsgemäß sollte man nicht unter 6K Differenz gehen, und bei strahlendem Sonnenschein sind bei Deiner Anlage auch bis 15K möglich.
Irgendwo dazwischen liegt die technisch momentan mögliche optimale Dauereinstellung.

Grüße Enrico
Verfasser:
hoppla01
Zeit: 02.10.2011 16:39:41
0
1587005
Zunächst erst einmal Danke für die fachlichen Ausführungen (Black_Rabbit, Docali und Enrico). Ich merke schon, in diesem Forum bin ich richtg.

Zunächst einige ergänzende Details: 2 x Luna in REIHE geschaltet, Länge Solvis Vor- und Rücklauf-Leitung ca. 22m, die bei mir sinnvollen Einstellungen am Tacco-Setter habe ich per Telefon vom techn. Solvis-Kundendienst erhalten, nachdem ich ihm meine aktuellen Anlagen-Temperaturen und Daten der letzten Wochen per Mail zugeschickt und die gerade aktuellen Werte durchgegeben habe.

1. Frage (an Black Rabbit). „Das Temperaturniveau des Kollektors ist so gering wie möglich zu halten“. Was bedeutet das genau hinsichtlich Kollektor, Außen, Vorlauf, Rücklauf und Speichertemperatur?

2. Frage: Unabhängig von Solar-Kollektor, Vorlauf-, Rücklauf und Außentemperatur sollten Vakuum-Röhrenkollektoren doch einen wesentlich höheren Wirkungsgrad (bei niedriger Außentemperatur) haben als Flachkollektoren. Wenn in einer Vakuum-Röhre eine hohe Temperatur bezogen auf die Umgebung ist, so sollten die Verluste aufgrund des sehr hohen Wärmewiderstandes nahezu vernachlässigbar sein.

3. Frage: Es müsste doch von diesen Luna-Vakuumröhren-Kollektor ein Diagramm geben, welches bei normierter Sonneneinstrahlung und verschiedenen Vorlauf-, Rücklauf- und Außentemperaturen den jeweiligen Wirkungsgrad darstellt.

Enrico, ich glaube, Du hast exakt die richtige Einschätzung bezügl. des Systems:
Ich habe mit inzwischen mehrere andere vergleichbare Solvis-Anlagen angeschaut, die laufen alle nicht optimal, nur merkt es keiner (die WW-Bereitung funktioniert ja bestens). Ob da noch mehr rauszuholen ist, darum scheint sich niemand zu kümmern.

Ich habe aktuell (3 Tage richtig Sonnenschein ohne Wolken) nach der Reduzierung des max. Durchlaufs über den Tacco-Regler (Durchfluss von 45 bis 112 l/h) bereits eine durchgängig hohe Speichertemperatur, oben 84°C, unten 78 °C und jeden Tag wird es mehr. In den zurückliegenden 8 Wochen bin ich niemals über eine Temperatur „Speicher oben“ von 72 °C hinausgekommen, auch da waren sehr sonnige Tage dabei, der Durchfluss war aber immer am Anschlag (270 l/h, Solarpumpe auf 100%).

Gruss Roland
Verfasser:
solar-fan
Zeit: 02.10.2011 22:49:08
0
1587101
Hallo Roland,
es freut mich, daß Du einen Weg gefunden hast, der befriedigende Ergebnisse liefert.
Ich habe auch lange dazu gebraucht, um zu merken, daß der Wirkungsgrad auf der Abnahmeseite auch einen gewissen Einfluß hat. Diesen Einfluß habe ich an meiner Anlage auf Null gesetzt, indem ich meine Puffer direkt vom Solarwasser durchströmen lasse. Eine andere Möglichkeit besteht eigentlich nur in der gnadenlosen Überdimensionierung des Wärmetauschers, damit auch kleine Spreizungen effektiv ihre Wärme übertragen.

Grüße Enrico
Verfasser:
docali
Zeit: 04.10.2011 09:14:20
0
1587476
Hallo,

in der Solvis-Doku steht folgender Satz:
"Der Durchfluss im Solarkreis darf nicht eingedrosselt werden, der Taco-Setter muss voll geöffnet sein."

Wer bei Solvis hat Dir den Ratschlag mit dem Taco-Setter gegeben?

Gruß,
docali
Verfasser:
solar-fan
Zeit: 04.10.2011 10:04:46
0
1587491
Zitat von docali Beitrag anzeigen
Hallo,

in der Solvis-Doku steht folgender Satz:
"Der Durchfluss im Solarkreis darf nicht eingedrosselt werden, der Taco-Setter muss voll geöffnet sein."

Wer bei Solvis hat Dir den Ratschlag mit dem Taco-Setter gegeben?

Gruß,
docali

Hallo docali,
in der Doku steht z.B. 8-12 l/h pro m² Kollifläche.
Dies ist ein u-Pipe Kolli wo man diese Angaben verwenden kann.
Bei 4m²Netto (8m² Brutto) sin dies 64 -96 l/h.
Ich denke der Roland liegt mit seinen 45-112 l/h gar nicht mal schlecht. Und 3 Tage Sonne, und seinen Speicher auf 84°C oben zu bekommen, ist besser als ihn auf 70°C zu halten.

Grüße Enrico
Verfasser:
hoppla01
Zeit: 04.10.2011 17:48:52
0
1587631
Hallo Docali & Enrico

Zwei Experten sind sich uneins .. da bleibt immer nur der Laie auf der Stecke !

Möglicherweise liegt das Problem in der Solvis-Voreinstellung UND in der Dokumentation:

Die Solarpumpe läuft nach einschlägigen Forumsbeiträge (durch meinen Sovlis-Kontakt bestätigt) erst sicher ab 45 % an. Bei groß dimensionierten, hintereinandergeschalteten Röhrenflächen (hoher Druchfluss-Widerstand?)...

- könnte die max. Durchflussmenge ev. auch durch das System begrenzt werden und kommt daher auch bei 100% Pumpleistung erst garnicht auf Werte um 270l/h.
- ist die Solarfläche so groß ausgelegt, dass sich auch bei dieser hohen Durchflussmenge eine optimale Differenztemperatur dT zwischen Vor- und Rücklauf einpendelt.

Wenn aber bei einer "kleinen Anlage" wie bei mir ein Durchfluss von 60-100l/h (Zahlen von Enrico) erforderlich ist, kann das doch NUR mit dem TACCO-Regler eingestellt werden. Mit einem Durchfluss von 155l/h bei 45% und 270 l/h bei 100% habe ich ja in den zurückliegenden Wochen wärmetechnisch nix erreichen können. Zur Info: Nicht nur die "obere Speichertemperatur, auch die "Speicherreferenz-Temperatur" ist in den letzten Tagen gleichmäßig mit angestiegen.

Jetzt sind alle eingestellten Werte in das Solvis-Formular eingetragen, ich werde nix mehr rumfummeln, sondern die solaren Erträge regelmäßig verfolgen.

Zwar werde ich nie ein Heizungs- und Solarexperte werden, bin aber aber physikalisch-technisch vorbelastet und möchte darum schon mehr technisches Hintergrundwissen über mein SolarSystem erwerben.

Docali schrieb: "Ein Kollektor kann aber die Einstrahlung nicht zu 100% in nutzbare Wärmeenergie umsetzen (Wirkungsgrad eta0, Maß für die Ausbeute der vorherrschenden Einstrahlung). Der Wirkungsgrad ist jedoch keine absolute Zahl, sondern hängt von der Temperaturdifferenz zwischen der Außentemperatur und der Kollektorinnentemperatur sowie der Einstrahlung ab."

1. Unabhängig von Solar-Kollektor, Vorlauf-, Rücklauf und Außentemperatur sollten Vakuum-Röhrenkollektoren doch einen wesentlich höheren Wirkungsgrad (bei niedriger Außentemperatur) haben als Flachkollektoren. Wenn in einer Vakuum-Röhre eine hohe Temperatur bezogen auf die Umgebung durch Sonneneinstrahlung erzeugt wird, so sollten dere Verluste aufgrund des sehr hohen Wärmewiderstandes nahezu vernachlässigbar sein.

2. Alle heute verfügbaren Vakuumröhren weisen in ihrem spektralen Wirkungsbereich einen Absorptionsgrad von min. 90 % auf, damit typische Abstrahlungsverluste von max. 10%. Bei Ausfall der "Kühlung" (also kein Abtransport der Wärme durch das Wärmetransportmedium) laufen die Röhren in die Grenz-Temperaturbereiche von 160 bis 230 °, dabei gehen die Abstrahlungsverluste gegen 90%, nur ein kleiner Teil der erzeugten Wärme wird durch Wärmeleitung (das meiste über den "Kühlkopf" der Röhre") abgegeben. Dann ist der Wirkungsgrad höchstens noch 10%.

3. Wie kann und sollte sich also der Wirkungsgrad eines Röhrenkollektors bei beliebigen Betriebs-Temperatur-Plattformen von Vorlauf, Rücklauf und sich daraus ergebender Differenz bei zunächst konstanter Sonne, konstantem Durchfluss und konstanter Außentemperatur wesentlich ändern?

Gruss Roland
Verfasser:
docali
Zeit: 05.10.2011 12:46:42
0
1587916
@hoppla01

Du hast mich beim Zitieren verwechselt. Das habe ich nicht geschrieben.

und
1. Das MAX der Pumpe sollte immer auf 100% stehen.
2. Ich würde mir Sorgen um die Pumpe machen, wenn der Taco-Setter runtergeregelt wird.
3. Deine Spreizung zwischen Solar Vor- und Rücklauf ist nicht berauschend. Kannst Du Bilder der Logdaten hier reinstellen? Ich vermute eher, dass Du noch ein anderes Problem hast.

Gruß,
docali
Verfasser:
WillMichNochNichtAnmelden
Zeit: 05.10.2011 13:14:37
0
1587922
@hoppla01

Habe eine SolvisMax Futur 650 Anlage mit 10 m² Solvis Cala (FK).

Prüfe mal, ob der untere Pumpenwert stimmt (oder lass es prüfen). Dazu die vordere graue Abdeckung abnehmen (Solarpumpe sollte rechts unten sein) und das Pumpenrad beobachten. Es sollte im Fachhandwerker Menü eine Möglichkeit geben, die Pumpe manuell zu testzwecken auf eine bestimmte Prozentzahl zu setzen. Dreht jetzt das Pumpenrad (schwarzes Rad unten an der Pumpe, bei mir zumindest) dann ist alles OK, ansonsten solange höher gehen, bis die Pumpe anläuft.

Vor dem Test darauf achten, dass die Anlage nicht in Stagnation ist!

Bei mir war der Wert am Anfang zu klein, dadurch tat die Anschubfunktion nicht richtig und der Kolli überhitzte zu schnell (=> Stagnation). Das Temperaturbild glich dem hier beschriebnen. Bei mir hats der Heizungsbauer gerichtet nachdem ich das mit den Temperaturen (ebenfalls oben max so um die 70 °C ) erzählt hatte.

Danach keine Probleme mehr.

PS: vielleicht melde ich mcih ja hier auch mal an, mitlesen tu ich schon lange

Gruß, inkognito
Verfasser:
hoppla01
Zeit: 06.10.2011 16:12:34
0
1588392
An Docali: Du hast natürlich recht, das Zitat stammte von black_rabbit ... SORRY!!!

Zu 1: „Das MAX der Pumpe sollte immer auf 100% stehen.

Wenn ich den MAX-Wert der Pumpe so einstelle, habe ich bei sehr starker Sonne UND bei leicht bewölktem Himmel einen Durchfluss von ca. 160 l/h und nur eine Vor-Rücklauf-Differenz von ca. 4 - 6°C.

Zu 2: „Ich würde mir Sorgen um die Pumpe machen, wenn der Taco-Setter runtergeregelt wird.

Dazu im Beitrag von WillMichNochNichtAnmelden:" … SolvisMax Futur 650 Anlage mit 10 m² Solvis Cala (FK), …. das Solar-Pumpenrad beobachten. Es sollte im Fachhandwerker Menü eine Möglichkeit geben, die Pumpe manuell zu Testzwecken auf eine bestimmte Prozentzahl zu setzen. Dreht jetzt das Pumpenrad (schwarzes Rad unten an der Pumpe, bei mir zumindest) dann ist alles OK, ansonsten solange höher gehen, bis die Pumpe anläuft."

Kann es sein, das es neben dem TACCO-Regler eine weitere Einstellmöglichkeit für die Durchflussmenge in Abhängigkeit von der prozentualen Lasteinstellung gibt?

Zu 3: „Deine Spreizung zwischen Solar Vor- und Rücklauf ist nicht berauschend. Kannst Du Bilder der Logdaten hier reinstellen? Ich vermute eher, dass Du noch ein anderes Problem hast.
Das vermute ich auch und würde auch gern ein Bild reinstellen, aber ich weiss absolut nicht, wie man ein Bild in das Forum stellen soll, das geht wohl nur über einen Dienst wie „ImageShark“ ?

Welche Messpunkte (S1 bis 18) sollten denn als Kurven dargestellt werden (wenn ich das Bild reinkriege)?

Gruss Roland
Verfasser:
docali
Zeit: 06.10.2011 18:11:50
0
1588431
Hallo,

ja, genau, verlinken von Bildern über externen Anbieter.

Nimm das Programm von Oliver Sörensen. Wir benötigen S01, S03, S04, S05, S06, S08 sowie die Pumpendrehzahl, Durchflussmenge, Momentanleistung.

Dein Solar-Rücklauf ist zu weit von S03 entfernt. Der SWT bringt die Wärem nicht richtig in den Speicher.

Am besten Du bringst Bilder mit hoher Sonneneinstrahlung.

Gruß,
docali
Verfasser:
black_rabbit
Zeit: 06.10.2011 20:07:44
0
1588465
Hallo Roland,

vorab, Enrico hat die Zusammenhänge hinsichtlich des WT im Pufferspeicher weiter ausgeführt.

Der von Enrico beschriebene Zusammenhang ist ebenso wichtig, wie die Zusammenhänge von Kollektor, Einstrahlung, Leistung und Ertrag.

Hier kannst Du dir den Wirkungsgradverlauf und den Verlauf der Leistung von VRK anschauen. Je nach Fabrikat und Typ weicht dieser leicht ab.

Unser Steuerungsprinzip kanst Du in diesem Bereich auch ganz nachlesen.

Weitere Ausführungen bezüglich dem Wirkungsgrad von Kollektoren (VRK und FK) kannst Du hier nachlesen (Beitrag 1566540). Das gesamte Thema zu lesen schadet nicht :-).

Die Temperaturverluste entstehen nicht in der Röhre eines VRK, sondern zum Großteil in dem darüber angeordneten Sammler und den Übertragungsflächen zwischen Röhren, dessen Innenleben und dem Sammler.

Betrachtet man den Kollektor, so gilt dass was ich in meinem ersten Posting geachrieben habe. Neben dem von Enrico angefügten Sachverhalt bezüglich eines internen WT, kommt noch das Nutzungsverhalten hinzu. Das macht die Sache dann noch etwas komplizierter.

Wichtig war und ist mir die Zusammenhänge zu verdeutlichen. Da habe ich einfach mal am Kollektor angefangen.

Momentan hast Du mit den gewählten Einstellungen ein höheres Temperaturniveau im Speicher erzielt. Ein ganzes Jahr besteht allerdings nicht nur aus Sonnentagen mit hoher Einstrahlung.

Mit dieser "Spreizung" wirst Du ab heute keine Freude mehr haben.

Neues Thema, Low-Flow, High-Flow und Matched Flow:

Vorab:
Das Betreiben der Solarthermie mit einem Tempraturniveau unter der Rücklauftemperatur der Abnehmer (WW-Bereitung, Heizung usw.) kostet nur Strom und bringt dem Heizungssystem keine Vorteile!!!

Low-Flow heißt: geringer Durchfluß hohe Kollektortemperatur
High-Flow heißt: hoher Durchfluß geringe Kollektortemperatur
Matched-Flow heißt: variabler Durchfluß, angepasste Kollektortemp

Konsequenz Low-Flow:
- hohes Temperaturniveau und hohe Verluste,
- ist erforderlich bei hohem Temp.-Niveau des Rücklaufes der Abnehmer z.B. Rad-Heizung

Konsequenz High-Flow:
- niedriges Kollketortemperaturniveau und geringe Verluste
- ist nur sinnvoll, solange das Temperturniveau Solar VL über dem Tempniveau des Rücklaufes des Heizungssystems liegt.

Konsequenz Matched-Flow:
- angepasstes Kollketortemperaturniveau
- die Kollketortemperatur wird dem System und den Umwelteinflüssen angepasst

Das Betreiben einer Solarthermianlage nach dem Matched-Flow-Prinzip halte ich für die beste Lösung.
Ein Matched-Flow- System ist meist daran zu erkennen, dass die Pumpendrehzahl im Solarkreis gestellt werden kann. Wenn dies der Fall ist, sollte allein der Steurung überlassen werden, mit welcher Durchflußmenge der Solarkreis betrieben wird.

Das Einschränken der Durchflußmenge über Kugelhähne, Taco- Setter oder dergleichen, sollte unterbleiben oder ist nur ein Notnagel.

Gruß Schorsch

HP Solarthermieanlage
Verfasser:
docali
Zeit: 07.10.2011 09:19:45
0
1588615
@black_rabbit

Die Solvis Anlagen sind nach ihrem Prinzip ganz klar Low-Flow Anlagen mit gewissem Hang zu matched flow. Sie können aber die Kollektortemperatur nicht bei einer bestimmten Temperatur halten, weil dazu der Reglungsbereich der Pumpe einfach zu gering ist.

Was hier dem TO vorgeschlagen wurde, ist der verzweifelte Versuch, den verminderten Wärmeübergang am SWT zu kompensieren. Im nächsten Sommer wird der Kolli dann überhitzen und die Anlage in den Stillstand gehen, bevor der Speicher voll ist.

Vielleicht sollte der TO mal erzählen, wie die Anlage befüllt wurde - Stichwort VDI 2035 - Kalkgehalt, pH-Wert, Leitfähigkeit? Wurde der Max an ein altes Heizungssystem angeschlossen - Fubo oder Radiatoren? Wurden die Leitungen zuvor gespült? Gibt es einen Schlammabscheider im Rücklauf? All diese Sachen liegen in der Verantwortung des HB!

Gruß,
docali