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Haustechnikforum
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Unterschied Fußbodenheizung und Fußbodenerwärmung
Verfasser:
Marion S.
Zeit: 07.12.2004 14:56:06
0
119179
Guten Tag,

ich hätte gerne mal gewußt, was der Unterschied zwischen einer Fußbodenheizung und einer Fußbodenerwärmung ist.

Des weiteren stellt sich mir die Frage, ob es Vorschriften (DIN oder ähnliches) gibt, die regeln, wie eine Fußbodenerwärmung zu regulieren sein muss.

Hintergrund meiner Frage ist die Tatsache, dass die Fußbodenerwärmung in meinem Bad, die zusätzlich zu einem Handtuchheizkörper installiert wurde, angeblich zwar einstellbar ist, allerdings nur über ein Ventil, das hinter der Revisionsklappe meiner Badewanne sitzt. Eine einfache Regulierung, wie an einem Heizkörper, ist in keinem Fall möglich.

Was sagt die Rechtsprechung?

Danke und Gruß
Marion S.
Verfasser:
sukram
Zeit: 07.12.2004 15:19:58
0
119187
FBH muss den Raum alleine erwärmen können (was im Bad oft nicht möglich ist wegen Flächenmangels), -Temperierung soll nur die Fliesen wärmen ;-)

Üblicherweise lässt man solches durchlaufen wegen der Trägheit.

Nehme an, das ist ein RTL-Ventil, das im gleichen Heizkreis wie der HK sitzt und die Durchlaufmenge anhand der Rücklauftempertur aus dem Fussboden reguliert. Deswegen muss es auch nicht die Lufttemperatur "fühlen".

Wenn's trotzdem öfters betätigt werden soll- warum nicht die Revisionsklappe mit Magnetverschlüssen versehen?

Bei uns sitzt das Ding übrigens unter'm Waschbecken hinter dem (rollbaren) Unterschrank. Dafür wird der HK über ein elektronisches Ventil mit Schaltuhr geregelt- ist viel effektiver.
Verfasser:
Andy
Zeit: 24.04.2005 22:10:32
0
175397
Hallo sukram,
wenn ich das richtig verstehe, ist eine Fußbodenerwärmung im Bad alleine nicht ausreichend. Überlege gerade ein Haus zu kaufen, mit Fußbodenerwärmung im Bad und scheinbar ohne Regelung. Kann das sein?

Andy
Verfasser:
Nick
Zeit: 24.04.2005 22:20:43
0
175398
In einer vermieteten Eigentumswohnung habe ich auch eine Fußbodentemperierung einbauen lassen.

Das ist halt einfach eine Rohrschlange, die den Rücklauf des Heizkörpers ("Handtuchwärmer") unter den Bodenfliesen entlang zurückführt.

Die Regelung erfolgt ausschließlich über das Thermostatventil des Heizkörpers, der auch ganz alleine schon die ausreichende Temperierung des Bades garantieren sollte.

Mir zwar wurde berichtet, dass der Fußboden manchmal wärmer als gewünscht würde, aber durch Drosselung des Ventils ließ sich das regulieren.

Inwiefern sollte es zu einem solchen Thema eine "Rechtsprechung" geben...?
Verfasser:
Andy
Zeit: 25.04.2005 07:40:10
0
175429
Hallo Nick,
kann es auch sein, dass die Fußbodenerwärmung als einzige Heizung im Bad (also kein Heizkörper) vorhanden ist? Nach den Beschreibungen, die ich hier gelesen habe, reicht die Fußbodenerwärmung kaum aus, um das Bad zu erwärmen.
Verfasser:
boegbo
Zeit: 25.04.2005 12:35:55
0
175540
Die Auslegung der Rohrschlangen hängt von der Heizlast des Raumes ab. Ältere und somit schlechter isolierte Bäder , mit unter Umständen großen Aussenflächen benötigen logischer Weise eine höhere Heizlast. Leider ist die Wärmeabgabe durch die nutzbare Fußboden-,bzw. Wandfläche begrenzt. Zu hohe Fußboden-Temparaturen werden unangenehm empfunden und irgendwo ist die Grenze der Fußboden-Heizleistung erreicht.
Durch Einbauten wie Dusch-, und Badewanne wird die Bodenfläche sehr schnell eingegrenzt. Es werden zusätzliche Heizkörper benötigt.
Deckt die Rohrschlange die Heizlast ab, ist somit eine Fußbodenheizung vorhanden.
Im umgekehrten Auslegungsgfall kann man den Heizkörper mit seiner Leistung als Grundlast annehmen und die fehlende Leistung durch die Fußbodentemperierung auffangen.
Da Fußboden-, und Wandheizungen optimaler Weise mit einer entsprechend, aufwendigen Regelung arbeiten sollten lohnt sich diese Regelung erst bei entsprechend großen Flächen bzw. mehreren Räumen.
Bei einzelnen Räumen wählt man also eine Einzelraumregelung. Mit Ventilen im Rücklauf der Rohrschlange, welche die Rücklauftemperatur und im optimalen (gesetzlich vorgeschriebenen) Fall auch die Raumtemperatur regeln.
Eine Abstimmung ist jeweils schwierig.
Handtuchwärmekörper sollen zumeist auch dann das Handtuch erwärmen, wenn die Raumtemperatur schon erreicht ist. Dieser hat aber unter Umständen schon geschlossen , da die Fußbodentemperierung die Heizlast schon abgedeckt hat oder umgekehrt. Der Heizkörper- Thermostat und der Thermostatkopf in der FB-Rohrschlange behackeln sich gegenseitig meist so, daß nur eine Möglichkeit läuft.
Problemloser funktionieren also Fußboden- Temperierungen nur mit einem Rücklauftemperatur- Begrenzer. Der Fußboden wird bei richtiger Einstellung schön warm. Der Handtuchwärmekörper deckt die Rest-Heizlast ab oder wird bei Bedarf durch hochsetzen aufgewärmt.
MfG
Ralf Böggering
Verfasser:
heiznix
Zeit: 25.04.2005 14:16:40
0
175588
Wir haben in unserem Bad keinen Heizkörper, sondern ausschließlich FBH. Überhaupt kein Problem. Es handelt sich jedoch um ein relativ gut gedämmtes (18cm) Haus.

Wie bereits gesagt ist der Wärmebedarf im Altbestand meist so hoch dass die FBH als alleiniges System den Wärmebedarf nicht decken kann und ein zusätzlicher Heizkörper notwendig ist.

Es ist deshalb selbstverständlich eine Wärmebedarfsberechnung erforderlich, dann eine Auslegung der FBH und dann kann nach einem evtl. Restwärmebedarf ein Heizkörper ausgelegt werden.

Gruß heiznix
Verfasser:
Joachim Nöbauer
Zeit: 25.04.2005 16:24:33
0
175649
Hallo zusammen,

eine Fußbodenanwärmung sollte so eingeregelt werden das bei Vollbetrieb eine max. Oberflächentemperatur von 33°C nicht überschritten wird. Außerdem ist es
nicht sinnvoll den Rücklauf des Heizkörpers zu verwenden. Gerade in Übergangszeiten wo wenig Wärme benötigt wird, ist eine Anwärmung des Fußbodens ratsam. Eine Fußbodenheizung sollte immer separat über ein Ventil ( RLT-Ventil )gesteuert werden, um Übertemperaturen gleich welcher Art zu vermeiden.
Wenn die Oberflächentemperatur zu hoch wird können
gesundheitliche Probleme austreten. ( krampfadernbildung, schwere Füsse )

Liebe Grüße
Verfasser:
Gerd
Zeit: 26.04.2005 08:41:33
0
175879
Hallo zusammen,

wenn man solche Beiträge liest braucht man sich nicht zu wundern wenn die Fußbodenheizung so einen schlechten Ruf hat.
Dieses ganze Gemache mit Rücklauf und diversen Ventilen wird nie zu 100% richtig regelbar sein.

Sicher ist die Beheizung eines Bades immer etwas schwieriger (höherer Wärmebedarf, wenig Fläche,
ungünstige Lage - meist Norden)aber solche wie oben beschriebene Lösungen können es nicht sein.
Weiterhin sind natürlich auch noch die Oberflächen - Temperaturen zu bachten (max 29° in der Aufenthaltszone und max 35° in der Randzone)

Unsere Empfehlung wäre die Grundlast mit einer Fußbodenheizung decken und den Rest mit einer Wandheizung zu erwärmen.
Vorteil hierbei ist dass das System sehr schnell reagiert, beide Systeme an einem Regler hängen und somit kein Aufschaukeln der Regelgrößen möglich ist.

Der größte Vorteil einer solchen Lösung ist die Behaglichkeit, denn man wird von den kalten Umschließungsflächen warm angestrahlt
Dies sollte immer das Ziel einer guten Heizung sein.

Schöne Grüße
Gerd
Verfasser:
Martin Asrav
Zeit: 26.04.2005 09:22:22
0
175889
Hallo

@Gerd, verstehe ich nicht, keiner hat die FBH schlecht gemacht (schon gar nicht in diesem Forum ;-).

Der Rücklaufquatsch wurde nur besprochen weil der Fragesteller darauf hinaus zielte.

Und was soll jemand machen, ("von wegen ist nie 100% regelbar") wenn er sowas im Bestand hat?
Dann frägt er hier, und bekommt Antwort.

Oder soll man etwa nicht helfen, oder mit "ist nicht regelbar" antworten ?

Egal, wollte keine Unruhe stiften ;-), hab hauptsächlich wegen einem Fehler am Ende Deines Beitrages geschrieben.

Zitat"...Vorteil einer solchen Lösung ist die Behaglichkeit, denn man wird ....warm angestrahlt
Dies sollte immer das Ziel einer guten Heizung sein."

Das können wir natürlich nicht so stehen lassen ;-)

Ziel (insbesondere von Flächenheizungen) ist es NICHT warm angestrahlt zu werden.

So beim Zitat kopieren 2. Fehler entdeckt:

Zitat"Vorteil hierbei ist dass das System sehr schnell reagiert, beide Systeme an einem Regler hängen und somit kein Aufschaukeln der Regelgrößen möglich ist."

Warum soll Dein System schnell regelbar sein??
(Hier wäre wohl der einzige Vorteil gerade wenn man 55 Grad oder mehr durch quer durchs Bad jagt, und wenn`s an nem HK endet sowieso)

Die Flächenheizung ist ja als träge bekannt.
Was, wie ich finde auch nicht schlimm ist.

Ich vermute Du erhoffst diese "schnelle Reaktion" durch kombination Deiner erwähnten WH.

Nun, das wird sich nicht sooo viel geben, lediglich mit Fermacellplatten ist es etwas schneller.
Eingeputzt erhöht sich die Zeit wieder etwas.
Wenn dann in ne Außenwand, mit einem Haus gerade noch so nach ENEV, die WH ungedämmt arbeitet, gibt sich das fast nix mehr.
(auch wenn zusätzlich gedämmt, ist der Punkt kälter als die Decken im Wohnbereich)

Und selbst mit Fermacell ist die ""beschleunigte"" Aufheizzeit gerade für das Bad uninteressant, da auch dies zu lange dauert.
Warmduscher machen immer nen Badlüfter vorher an;-)

Mit Flächenheizung, egal ob in Wand, Boden, Decke oder unter`m Arm getragen machst Du keinen Raum mal schnell in 5min paar Grad wärmer zum Duschen.

Nich bös`sein, wollte nicht klugscheissen, aber denke nur an die vielen Laien, die das lesen und hinterher enttäuscht sind, wenn es nicht klappt. :-(

Gruß Martin



Verfasser:
Gerd
Zeit: 26.04.2005 12:47:43
0
175970
Servus Martin

ich habe ja auch nicht gesagt dass jemand hier im Forum die FBH schlecht macht. Es ist so die allgemeine Meinung macher Bauherren.(Biertisch, Krampfadern, dicke Füße, etc)

Natürlich kann man an einem Bestand nichts mehr ändern, du wirst mir aber Recht geben das zurück schlaufen des Rücklaufs oder RTL - Lösungen nicht das gelbe vom Ei sind.

Zu den Anregelzeiten der Wandheizung liegst du etwas falsch. Die Fußbodenheizung wird in der Regel 70-80 %
des Wärmebedarfs decken, den Rest übernimmt dann die WH. Hier sprechen wir von Zeiten so um die 15-20 min
(Putzüberdeckung ca, 0,5cm. Ob dann die FBH träger ist interessiert hier dann nicht mehr, sie soll ja nur die Grundlast tragen.

Und noch eins, es ist sehr wohl gewünscht dass man von der Flächenheizung angestrahlt wird (siehe auch Kachelofen)es erhöht sich dadurch auf jeden Fall die Behaglichkeit. Oberflächen Temperatur 25 °C statt 15°

Unzählige Kunden können ja doch nicht alle irren.
Unser Auftragsvolumen im Jahr: ca 7500 qm FBH, 2000 qm WH, 10000 qm Industriebodenheizung, etliches an Deckenkühlung bzw. Heizung

Aber nichts für ungut, schön wenn man sachlich diskutieren kann

Schöne Grüße

Gerd



Verfasser:
Martin Asrav
Zeit: 27.04.2005 23:34:54
0
176954
Hallo,

@Gerd, wollte ja nicht kritisieren;-).
Klar, können wir sachlich diskutieren.

Das die Wandheizung etwas Reaktionsschneller ist habe ich nicht bestritten, wobei ich 15-20 min Aufheizzeit aus dem Bauch heraus, ohne viel nachzudenken, für zu wenig halte.

Aber, selbst wenn die 20min realistisch sind, ist dies den meisten Leuten (für das Bad) zu viel.

Wenn einer spontan duschen (bzw "Warmduschen/r)will, hat er keine Lust oder Zeit sich das ne halbe Stunde früher zu überlegen.

Die meisten lösen das mit sep. Badheizern.
Da ist in 2-3min warm.

Deshalb finde ich das "schneller" im Bereich Bad nicht erwähnenswert (in anderen Räumen sowieso nicht).

Und zu "wir legen 7500m² FBH usw" -- Ohne jetzt was unterstellen zu wollen, vielleicht macht ihr ja Top Qualität, aber wir wollten ja sachlich diskutieren, und mir lag spontan auf der Zunge:

-> Wer viel macht, muß es noch lange nicht richtig machen...

(Nicht bös`gemeint, aber den mußte ich einfach raushauen... ;-)

Gruß Martin Asrav
Verfasser:
Conny
Zeit: 28.04.2006 10:31:42
0
393103
Hallo Leute,

Da ich mein Rohbau schon steht und mit Innenausbau anfange (Elektro, Sanitär, Heizung usw.) passt dass was ich vorhabe hier. Beim mir kommen HK und im Bad eine FBT mit Hantuchwärmer. Ich finde dass dies die besste lösung ist für die, die keine FBH haben wohlen. Natürlich muss ich in kauf nehmen dass nicht immer warme Fliesen haben werde. Oder was sagen die PROFIS????

Lg, Conny