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Haustechnikforum
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Haustechnikforum<br/><span class="subtitle">&nbsp;&nbsp;- Lüftung</span>
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Seite 1 von 4 [Beitrag 1 bis 35 von 136]erste <1234>letzte 
dezentrale Lüftung
Verfasser:
Andreas
Zeit:
04.03.2003 17:06:00
10691
Hallo,

ich möchte mir eine dezentrale Lüftungsanlage in verschiedene Räume einbauen (Kinder-,Wohn-,Schlafzimmer). Eine zentrale Lüftungsanlage kommt aus verschiedensten Gründen nicht in Frage.
Bei meinen Recherchen im Internet bin ich auf folgende Firmen mit ihren Produkten (Wandlüfter) aufmerksam gewurden :
Sigenia-Frank (Aerolife), GF-SOL-AIR (CVS), FPL GmbH (Harzturbu),Meltem WRG GmbH&CoKG (M-WRG)
Wer hat bereits Erfahrungen mit diesen Geräten?
Danke.
Gruß Andreas
Verfasser:
Armin
Zeit:
06.03.2003 10:59:31
10692
Hallo Andreas,
welche PLZ haben Sie?
Gruß
Verfasser:
Volker Sauter
Zeit:
06.03.2003 11:35:27
10693
Guten Morgen

Wir stellen ebenfalls solche Geräte her und es sind schon sehr viele im Einsatz.

Bei Interesse folgende Adresse kontaktieren:

Benzing Lüftungssysteme GmbH
Daimlerstr. 5/1
78549 Spaichingen
Tel. 07424 958420
Fax 07424/9584220
E-mail Info@benzing-ls.de

Gruß Volker Sauter

Verfasser:
Andreas
Zeit:
06.03.2003 16:48:35
10694
PLZ 15326
Verfasser:
armin
Zeit:
06.03.2003 18:01:51
10695
ist PLZ 14959 zu weit, da hät ich jemand ......
Verfasser:
Tilly
Zeit:
06.03.2003 18:23:15
10696
Stiebel-Eltron hat auch so etwas im Programm.

Regelmäßige Reinigung ist, wie bei jeder Lüftungsanlage, wichtig.
Die Raumluft wird mit diesen Geräten deutlich verbessert, wenn die Zuluft nicht gerade von einer vielbefahrenen Straßenfront geholt wird.
Verfasser:
Lunos Lüftungstechnik
Zeit:
06.03.2003 21:10:01
10697
Nimm einfach den, der es schon seit langer Zeit im Programm hat.
Lunos Lüftungstechnik unter www.lunos.de
Verfasser:
C. Kern
Zeit:
07.03.2003 23:24:51
10698
Schau auf der ISH mal bei Buderus vorbei. Dort gibt es wohl einen Lüftungsheizkörper zusehen.
Verfasser:
Balzer Lüfter GmbH
Zeit:
10.03.2003 12:03:02
10699
Hallo Andreas,

wir haben ein neues preisgünstiges Gerät entwickelt, bei Interesse einfach Unterlagen anfordern:

Balzer Lüfter GmbH
von-Linde-Str. 2
82205 Gilching
Tel. 08105-7791-0
Fax. 08105-7791-79
Mail: info@balzer-luefter.de

Mit freundlichen Grüßen

J.Balzer
Verfasser:
m. motzke
Zeit:
10.03.2003 18:10:13
10700
zur entscheidung würde ich so vorgehen:

gibts eine dibt zulassung oder ist sie beantragt.
wenn nicht aussortieren

wie schauts mit filtern aus. filterklasse G4 sollte es schon sein und kein flusensieb das man in der spühlmaschine waschen kann. kann ein pollenfilter F7 ohne leistungsverlust eingesetzt werden?

ist das gerät überhaupt schon lieferbar

wie ist das eigengeräusch, gibt es dazu annerkannte messungen oder nur die aussage: unser gerät ist sehr leise

wie ist die schalldämmung s.o.

wie hoch ist der stromverbrauch

wie hoch ist die wärmerückgewinnung bei einer luftmenge,die dem geräteeinsatz entspricht

kann das gerät auch in problemräumen wie küche oder bad eingestzt werden?





Verfasser:
Andreas
Zeit:
11.03.2003 10:49:47
10701
@m.motzke

die Auswahlkriterien die Sie beannt haben, verwende ich bei meiner Suche. Vielleicht nicht ganz in der Reihenfolge, so z.B. ist das Eigengeräusch sehr wichtig (Schlafraum), eher weniger wichtig Problemraum, da hierfür nicht vorgesehen. Eine weiteres Kriterium ist z.B. aber auch: wie reagiert das Gerät wenn stärkere Winde sind, oder nach welchen Parametern wird die Anlage gesteuert.
Leider gibt es noch keine Antwort auf meine Frage bzgl. der Erfahrungen mit den von mir benannten Geräten.

Andreas
Verfasser:
Andre
Zeit:
13.04.2003 10:24:52
10702
Kennt jemand das HARZTURBU® -Wandlüftungsgeräte?
Wie sind die Erfahrungen?
Verfasser:
armin
Zeit:
13.04.2003 20:57:56
10703
.....hat keine Zulassung...privat(selbst) dürfen Sie diesen aber schon einbauen!
Verfasser:
Micha Schmidt
Zeit:
18.04.2003 13:22:14
10704
Hallo,
habe mir auch alle diese Geräte angeschaut und v.a. angehört. ALLE hat man gehört. Obwohl ich nie eine zentrale Anlage wollte, habe ich dann doch eine eingebaut. Die ist absolut leise und problemlos. Bei uns im Neubaugebiet haben einige eine dezentrale Lösung, aber wenns richtig kalt ist, jammern alle, dass die dann aussetzt - und gerade da wird sie am dringendsten benötgt. Ausserdem hört man v.a. in den Schlafräumen den Lüftermotor (egal wie leise der auch sein mag).

Ich würde auf alle Fälle nach einer Referenz fragen und dort hingehen und auch bei Ruhe (Abends wenn alle schlafen) mir das anhören.

Meine Entscheidung für zentral habe ich noch nie bereut (Anlage läuft im 2. Jahr)

Hoffe, das hilft ein wenig.
Verfasser:
armin
Zeit:
18.04.2003 23:17:36
10705
tja die zeiten ändern sich...und die technik bleibt auch nicht stehen!
...und was gab´s vor 2 Jahren an dezentralen Lösungen?
Verfasser:
Arno
Zeit:
23.04.2003 15:01:33
10706
@Armin

Anbieter in PLZ 14959 ? Das interessiert mich, ich bitte um
Infomationen.
Danke
Verfasser:
armin
Zeit:
23.04.2003 21:55:56
10707
@Arno
bitte direkt an info@mwrg.de ne mail schreiben!
gruß
armin
Verfasser:
jochen
Zeit:
24.04.2003 08:07:53
10708
Hallo Andreas,

ich kann leider keine Ratschläge für ein dezentrales System geben, ich halte nicht viel davon. Mich würden aber mal Ihre "verschiedensten" Gründe interessieren, die gegen eine zentrale Lösung sprechen.

Gruß
Jochen
Verfasser:
Andreas
Zeit:
24.04.2003 12:32:58
10709
Hallo Jochen,

dafür gibt es folgende Gründe: Der Aufwand eine zentrale Lüftung nachzurüsten (vor allem die Leitungen) ist mir einfach zu groß und wenn ich so überlege, so richtig weiß ich auch nicht wo ich die notwendigen Leitungen in meinem Haus verlegen soll. Aufstellung nur im Keller möglich, Kernbohrungen (Fußbodenheizung!)durch 3 Geschosse, Verkleidung der Lüftungsleitungen, Aus/Einlässe plazieren, Anschluß an die Heizung, Regelung.
Dezentral: 1 0der 2 Kernbohrungen in der Aussenwand, Montage des Gerätes, elektr. Anschluß, fertig.

Andreas

Verfasser:
Roland
Zeit:
24.04.2003 13:10:28
10710
Ich habe in mein Eigenheim eine dezentrale Lüftungsanlage eingebaut und bin mit dieser sehr zufrieden. Bei der Fenster- und Rollo-Erneuerung hatte ich bauseitig in meinem zu DDR-Zeiten gebauten Haus
eine größere Aussparung für den Rollokasten der eigentlich verschlossen werden mußte. Bei einem Besuch einens Vertreters der Fa. Lüftomatic wurde ich auf ein schallgedämmtes dezentrale Lüftungsgerät vom Typ LSB10 aufmerksam. Dieses hat eine Bauhöhe von 100 mm und läst sich ab 800 mm Länge für jede Fensterbreite bestellen. Vorgesehen war das Gerät eigentlich für den Einbau in die Fensterbrüstung. Ich habe eine andere Einbaulage gewählt. Lüftungsgerät/Rollokasten/Fenster/Brüstung mit Heizkörper. Optisch ist das Gerät kaum zu sehen. Durch die 2 Schaltstufen sind 25 oder 50 m³/h an Luftmenge einstellbar. Für den Normalbetrieb reichen 25 m³/h völlig aus. Nur bei Familienfeiern wird die 2. Stufe benutzt.
Die einströmende ungeheizte Kaltluft vermischt sich mit der vom Heizkörper aufsteigenden Warmluft, so das Zugerscheinungen nicht spürbar sind. Die Luftverteilung und Luftmenge läßt sich bei der dezentralen Anlage der Nutzung wesentlich besser anpassen. Bei mir sind mehrere Gruppen geschaltet, welche gemeinsam einschaltbar sind. EG-Wohnzimmer-Zuluft + EG-Küche-Abluft, EG-Kinderzimmer-Zuluft + EG-WC-Abluft, OG-Schlafzimmer-Zuluft+OG-Bad-Abluft, OG-Kinderzimmer2+3-Zuluft+OG-Bad-Abluft. Durch eine Zeitsteuerung über EIB und ein Minitablou der Fa. Gira werden die Lüfter und Rollos geschalten.
Damit wird nur der Raum belüftet, der auch benutzt wird.
Die Stromkosten sind damit minimal. Ich glaube, dass bei zentralen Anlagen durch die erforderliche höhere Pressung mehr Elektroenergie verbracht wird. Durch die Zentrale Anlagen ist zwar die Wärmerück-gewinnung möglich, in der Regel wird diese Energie aber wieder verpufft durch die ständiger Lüftung auch ungenutzter Räume.
In der Regel spielt sich die Tagesnutzung im Erdgeschossab und die nächtliche Nutzung im Obergeschoss. Normalerweise muß immer nur eine Etage gelüftet werden. Die Bäder und WCs werden zusätzlich mit Bewegungsmedern zeitlichbegrenzt eingeschaltet. Zugegebener Maßen ist diese von mir gewählte dezentrale Lüftungsnalage auch nicht ganz billig aber ich glabe schon das die Idee richtig ist.


Verfasser:
armin
Zeit:
24.04.2003 16:13:45
10711
@jochen
was spricht denn "gegen" eine dezentrale Anlage? Ich meine wenn man(n) nicht´s davon hält muss man(n) ja auch eine Meinung haben?! :-)
Verfasser:
h.schmidt
Zeit:
24.04.2003 16:50:33
10712
Hallo Andreas unsd alle anderen,
bedigt durch die Forderungen der ENEV nach einer dichten Gebäudehülle wird die Wohnraumlüftung immer mehr zur Notwendigkeit. Ob nun zentral oder dezentral läßt sich wie immer nicht so pauschal sagen und ist von den baulichen Gegebenheiten abhängig.
Im Falle einer Sanierung (vor allem bei neuen Fenstern) oder Nachrüstung hat das dezentrale System sicherlich Vorteile und man muß auf eine Wärmerückgewinnung auch nicht verzichten.
Mir ist da ein interessantes Produkt der Fa. GebhardtVentilatoren über den Weg gelaufen; nennt sich "Bel Air - Thermo air" und ist für den Fenster- als auch Wandeinbau geeignet. der Wärmetauscher ist integriert und bringt ca. 60% WRG.
Mehr Infos unter www.belair.gebhardt.de
Verfasser:
Gerhard
Zeit:
22.06.2003 10:17:29
10713
Hallo, alle miteinander!

Es ist ja schon des öfteren die Frage aufgetaucht, was gegen eine zentrale Lüftung spricht.
Ich wollte ursprünglich auch eine, bin jetzt aber bei Lektüre eines Artikels in der Zeitschrift Ölkotest davon abgekommen.
Die schreiben, dass in den Wärmetauschern und Frischluftzuleitungen (ich schätze mal in Verbindung mit Feuchtigkeit) Pilze oder Keime entstehen können, die dann im Raum verteilt werden. Ausserdem kann der Staub aus Lüftungskanälen empfindliche Menschen beeinträchtigen.
Was mich persönlich bei einer zentralen Anlage stört, sind die nötigen Öffnungen in Wänden/Türen für die Luftzirkulation.
Verfasser:
Oleg Stolz
Zeit:
23.06.2003 15:02:09
10714
Hallo Andreas und Gerhard,
diese Probleme bei zentralen Anlagen sind bekannt und "normalerweise" passiert da nichts, wenn die Filterung einwandfrei funktioniert. Sollte jedoch ein einziges Mal die Filterung danebengehen, z.B. weil ein Filter nicht dicht eingesetzt worden ist, ist es vorbei, dann kann man nur noch neue Leitungen verlegen oder Reinigen, was preislich wahrscheinlich aufs gleiche hinausläuft. Ein weiteres Problem bei zentralen Anlagen ist der hohe Energieaufwand für Filterung und der Rohrleitungsdruckverlust samt Auslässen. Als nächstes kommen die erhöhten Baukosten hinzu, da die Leitungen ja nicht in der Landschaft herumhängen sollen und deshalb die Stockwerke wegen der Zwischendecke höher gemacht werden müssen. Das ganze kostet also weit mehr als die vielleicht 3000 € für das "Herz", die zentrale Anlagentechnik. Und was macht man, wenn man feststellt, der vorgesehene Luftwechsel reicht dauerhaft nicht aus? Da kann man nicht einfach den Volumenstrom erhöhen, weils dann laut wird und die eh schon hohen Stromkosten mit der 3.Potenz in die Höhe schnellen. Oder man lüftet wieder über die Fenster, was ja aber nicht der Sinn einer WRG ist.

Dezentrale Anlagen sind da prinzipiell im Vorteil, da hier notfalls bedarfsweise zugerüstet werden kann, außerdem besteht hier die Möglichkeit, wenn das Gerät gereinigt werden kann, ohne Filter auskommen zu können, also prinzipiell kann mit geringerem Energieverbrauch gerechnet werden. Man bedenke dabei, daß man bei der Fensterlüftung ja auch nicht die Luft filtert!
Desweiteren ist zu den Standzeiten der Filter zu bemerken, daß die Luft geruchsmässig immer schlechter wird, wenn sie durch den vorher eingespeicherten Dreck strömt.

Auf meiner HP habe ich bei etwa 80% einen Vergleich sowohl in ökologischer als auch ökonomischer Hinsicht für fünf verschiedene Lüftungssysteme gebracht, einschließlich der Fensterlüftung, wobei die Kosten für die Filterung nicht enthalten sind. Dies dürfte recht aufschlußreich sein (den Rest der HP bedarfsweise nicht lesen, da hier viel mitgedacht werden muß).

Damit niemand hereinfällt sei es hier gleich gesagt: Ich bin Hersteller!

Mit freundlichem Gruß
Oleg Stolz
www.oekoluefter.de



Verfasser:
2moose
Zeit:
23.06.2003 21:19:05
10715
Hallo Herr Stolz!

Ich glaub, ich mach die Ausbildung zum Lüftungstechniker. Ich bin dann derjenige, der die gesamte Lüftungsanlage rausreisst, wenn einer mal die Filter schief einsetzt.
... und danke für den Hinweis, dass Sie Hersteller sind - ich hätt es beinah nicht gemerkt.

Schön, dass Sie ein tolles Produkt vertreiben - aber versuchen Sie bitte nicht Ihren Umsatz durch Vernaderung anderer Systeme zu steigern.

Jedes System hat seine Berechtigung. Ebenso wie jeder Teilnehmer das Recht hat, objektiv informiert zu werden. Auch Sie dürften das schaffen. Danke.

Bernhard

P.S. Bei Ihrer HP muss amn tatsächlich viel mitdenken - das liegt aber hauptsächlich an an der Unübersichtlichkeit (zugegeben schwierig bei der Menge an Information).

Verfasser:
Oleg Stolz
Zeit:
23.06.2003 23:18:04
10716
Hallo Bernhard,

>Ich glaub, ich mach die Ausbildung zum Lüftungstechniker. Ich bin dann >derjenige, der die gesamte Lüftungsanlage rausreisst, wenn einer mal >die Filter schief einsetzt.

Der erste Gedanke ist ja gut, aber nicht in der Verbindung mit dem zweiten. Da würden Sie arbeitslos werden, weil dieses Problem mit dem "tollen Produkt", wie Sie sagen, auch gelöst werden kann.

>... und danke für den Hinweis, dass Sie Hersteller sind - ich hätt es >beinah nicht gemerkt.

Da bin ich aber froh, daß mein Warnhinweis nicht ganz umsonst war.

>Schön, dass Sie ein tolles Produkt vertreiben - aber versuchen Sie >bitte nicht Ihren Umsatz durch Vernaderung anderer Systeme zu >steigern.

Ich habe nur Vor- und Nachteile, insbesonders prinzipbedingte herausgestellt. So leid es mir tut, eine Rohrleitung ist ein Nachteil in vielfältiger Hinsicht. Dazu braucht man nur mal u.a. die vielen Brandschutzauflagen etc. in Betracht ziehen, oder die 6000 Pa Druckaufwand die man beim Aachener Klinikum für die bereits auf 24 Zentralanlagen dezentralisierte Lüftung braucht. Auch 200 Pa, wie es oft für häusliche Zentralanlagen notwendig ist, rechnet sich nicht, auch nicht mit WRG. Es geht ja letztendlich um Energieeisparung, aber nicht in der Art, daß man wie in der Politik gegenfinanziert (Stromaufwand, evtl. Gesundheit). Ich habe mir vorher bereits überlegt, welches System ich "vermarkten" werde, genauso wie andere Hersteller dezentraler Lüftungssysteme eben nicht zentrale Geräte anbieten. Aus der Historie heraus wurden natürlich erst mal zentrale Systeme aus welchen Gründen auch immer vertrieben. Die Weiterentwicklung waren dann eben dezentrale Anlagen, so, wie es seit Jahrtausenden mit der Fensterlüftung, allerdings energieverschwendend, praktiziert wurde.
Dezentrale Systeme haben natürlich auch Schwächen, z.B. ist es schwierig, bei vernünftigen Luftmengen ausreichend leise zu werden. Wenn jedoch dieses Problem ausreichend gelöst ist, neben anderen systembedingten, warum soll man dann einen Vergleich nicht auf der Ebene bringen, welche die prinzipiellen Vorteile eines Systems gegenüber einem anderen System aufzeigt?
Ich rede hier von Systemen, nicht von Einzelprodukten. Wenn Sie meine HP durchgelesen haben, werden Sie sicher bemerkt haben, wie Sie ja selbst sagen, daß dort sehr viel Information zu finden ist. Andererseits werden Sie mit Sicherheit nicht einen einzigen Werbespruch gefunden haben! Dies ist nämlich mein Prinzip: Ich kläre auf und der Kunde kann dann frei entscheiden (tut er ja sowieso), ich zähle auf den "mündigen" Kunden, nicht auf den angeworbenen (blauer Himmel mit ein paar weißen Wolken, und eine glückliche Frau). Das überlasse ich gerne anderen Herstellern.

>Jedes System hat seine Berechtigung. Ebenso wie jeder Teilnehmer das >Recht hat, objektiv informiert zu werden. Auch Sie dürften das >schaffen. Danke.

Zur Berechtigung der Systeme habe ich mich bereits geäußert. Zur objektiven Information teilweise. Daß Sie mir mit dem letzten Satz jedoch unterstellen, ich würde nicht objektiv informieren, ist mir nicht nur unverständlich, abgesehen davon, daß es nur Informationen gibt, welche nur mehr oder weniger an die Objektivität heranreichen.
Die Objektivität wird in jedem Fall begrenzt durch die Informationszeit oder den Platz. Deshalb kann nicht alles und jedes sondern nur das Wesentliche gesagt werden. Auf meiner ellenlangen HP werden Sie Informationen insbesonders technische Daten gefunden haben, welche kein anderer Hersteller in dieser Kombination preisgegeben hat. Vieles kann da natürlich noch kürzer in Form von Diagrammen gebracht werden, bin jedoch derzeitig noch zu doof dafür (habe altes HP-Rechnersystem, wo alles noch ganz einfach ist, mit Gates komme ich aber noch nicht klar).

>P.S. Bei Ihrer HP muss amn tatsächlich viel mitdenken - das liegt aber >hauptsächlich an an der Unübersichtlichkeit (zugegeben schwierig bei >der Menge an Information).

Daran arbeite (kämpfe) ich noch. Vielleicht kann ich es eines Tages auch auf einen "blauen Himmel" reduzieren.

Mit freundlichem Gruß
Oleg Stolz
Verfasser:
Andreas
Zeit:
24.06.2003 16:28:39
10717
Hallo Herr Stolz,

Ihr Gerät, der Ökolüfter, ist schon interresant. Für mich stellen sich allerdings 2 Probleme. Erstens, ich benötige für die Zimmer nur ca 40 m³/h Frischluft bei 1-fachem Luftwechsel. Ihr Gerät liefert mindestens 80 m³/h. Zweites Problem, nehmen Sie es mir bitte nicht übel, aber der Einbau im Fenster ist nicht gerade sehr ästhetisch. Die Vorteile die sich daraus ergeben sind nicht von der Hand zu weisen, aber schön sieht es für mich nicht aus.

Viele Grüße Andreas
Verfasser:
Dax
Zeit:
24.06.2003 16:35:51
10718
@Andreas
Ich stimme dir voll zu. Für den Zweckbau in grossen, feststehenden Glasscheiben mag das Teil interessant sein, aber für den Wohnbau ???
Verfasser:
Stefan Lieser
Zeit:
24.06.2003 17:03:08
10719
Hallo,

@Andreas:
1-facher Luftwechsel, 40m³ Raumvolumen, ich nehme mal 2,5m Raumhöhe an, macht 16m² Fläche. Schaden tun die 80m³/h da nicht, nur die Investitionskosten steigen evtl. wenn sie viele solcher kleinen Räume haben. Vielleicht können sie aber mehrere Räume zusammen belüften in dem sie die Türen offen lassen? (Berechnung zum Luftwechsel über offene Türen finden sie bei www.oekoluefter.de).

@Dax und Andreas:
Über Geschmack läßt sich nicht streiten. Aber ich möchte ihnen vorschlagen, sich das Gerät wenigstens im eingebauten Zustand mal anzuschauen. Wenn sie in der Nähe von Köln sind können sie gerne mal reinschauen (vorher Mail an slieser@t-online.de). Fotos gibt's ja ein paar unter www.oekoluefter.de/bilder/ aber ein wirkliches Bild davon kann man sich nur in natura machen.

Viele Grüße,
Stefan Lieser
Verfasser:
Andreas
Zeit:
25.06.2003 15:40:27
10720
Hallo Herr Lieser,

prinzipiell besteht diese Möglichkeit mehrere Räume über offenstehende Türen zu lüften. Hat nur den Nachteil ich halte meine Temperaturen in diesen Räumen nicht wie gewünscht (z.B. Flur 18°C, Bad 23°C, Schlafzimmer 17°C, Wohn-Arbeitszimmer 22°C).

Haben Sie da einen Vorschlag ?

MfG

Andreas
Verfasser:
Oleg Stolz
Zeit:
25.06.2003 16:58:42
10721
Hallo Andreas,
die Frage habe ich nicht ganz verstanden: Möchten Sie, daß die angegebenen Temperaturen in der Räumen gehalten werden sollen oder möchten Sie eine sehr gleichmäßige Temperaturverteilung in allen Räumen?

Für beides gibt es eine Lösung, Fall unterschiedliche Temperaturen sollen eingehalten werden können:
Dies läßt sich dadurch erreichen, daß hauptsächlich nur die warmen Räume "intensiv" beheizt werden, die anderen bei den anderen werden die Thermostate auf die gewünschte niedrige Temperatur eingestellt. Wahrscheinlich springt dann im Schlafzimmer der Heizkörper überhaupt nicht mehr an, und vielleicht werden dann die 17°C erreicht. Bei solchen Temperaturunterschieden werden sehr große Luftvolumina ausgetauscht, WZ-SZ direkt mit einer offenen Tür verbunden wären dies schon 850cbm/h, und es würden ins SZ ca. 1.4 kW Wärme transportiert. Die SZ-Tür dürfte da also nur einen Spalt weit offen stehen oder falls Tür zu sein sollte, könnte mit vernünftig dimensionierten Lüftungsschlitzen in der Tür der gewünschte Effekt erbracht werden, wollte man die 17°C halten (wenns draußen kalt ist). Andererseits hat man dann im SZ auch keinerlei Lärmlast mehr (außer dem Schnarchen).

Fall gleiche Temperaturen sollen eingehalten werden:
Hier sei gesagt, dies ist nicht möglich, jedenfalls nie in dem Maße, daß eine Lüftung behindert werden könnte. Gründe:
Jeder Raum grenzt an benachbarte Flächen, z.B. Außenwände oder auch nicht. In jedem Fall werden in solch einem Raum, verglichen mit anderen Räumen, unterschiedliche Heizleistungen und unterschiedlich warme Wände vorzufinden sein. Auch dies entfacht wieder "Ausgleichsströme" in der Luft. Es kann bereits die Lüftung selbst solche Strömungen entfachen: Auch bei hohem Wirkungsgrad strömt die Frischluft kälter ein wie die umgebende Luft. Die "kalte" Luft "fällt" an der Wand (Fenster) entlang nach unten, wo dann die dortige Luft ebenfalls verdrängt wird, es entsteht sozusagen im Idealfall ein "Frischluftsee" am Boden, der entsprechend der weiteren Erwärmung langsam aufsteigen wird.
Letztendlich werden immer Höhenschichten zu finden sein, welche nicht im Gleichgewicht mit der Nachbarschaft stehen, weshalb auch dann Austauschvorgänge stattfinden werden. Allgemein ist die Gesetzmäßigkeit so, die ausgetauschten Volumenströme sind proportional der Wurzel aus den Temperaturdifferenzen, das bedeutet, bei 9 mal kleinerer Temperaturdifferenz sind die Volumenströme erst 3 mal kleiner geworden!
Oleg Stolz
Verfasser:
Oleg Stolz
Zeit:
25.06.2003 17:04:30
10722
Nachtrag:
Man braucht nur mal zu Messen, wie lange es dauert, bis man um zwei Ecken herum den Kaffee riecht, der in der Küche gerade gemacht wird. Dieser Vorgang wird nicht durch die Diffusion bestimmt sondern durch die Luftströmungen! Diffusion ist auch in Gasen noch viel zu langsam.
Oleg Stolz
Verfasser:
Andreas
Zeit:
25.06.2003 17:26:29
10723
Hallo Oleg,

die angegebenen Temperaturen sollen auch während des Lüftungsvorganges in den Räumen gehalten werden.
Wenn ich das verstanden habe müßte der Lüfter dann im WZ(-Fenster) eingebaut sein. Ist der Einbau eigentlich auch in der Wand möglich?

MfG

Andreas
Verfasser:
Oleg Stolz
Zeit:
25.06.2003 19:01:21
10724
Hallo Andreas,
theoretisch ja, sowohl mit Vor- als auch mit Nachteilen. Allerdings hat das bis jetzt niemand gemacht, wobei bei einem Objekt dies momentan ausgeführt wird, Altbau der entkernt renoviert wird, und wo die Fenster einfach zu klein sind. Der Einbau entspricht aber mehr einem Fenstereinbau (Trommel ist also zu sehen). Bei einem richtigen Wandeinbau würde eine vom Fußboden bis zur Decke reichende Nische (ca. 60 cm breit, 15 cm tief) mit brusthohem Mittelteil, wo das Gerät eingebaut wäre, einen kurzen Kanal bilden, oben Abluft, unten Zuluftöffnung. Zumindest das Mittelteil, besser noch die ganze Nische, müßte mit einer Art Tür verschlossen sein (wegen Wartung/Reinigung). Weiter müßte das Gerät im Mittelteil irgendwie ausfahrbar/ausklappbar befestigt sein etc. Der Vorteil wäre der, daß die kurzen Kanäle (je ca 60-70cm) als einfache Schalldämpfer ausgebildet sein könnten, womit etwa 10 dB gewonnen werden könnten, womit die Einzelluftleistung um etwa 50 % angehoben werden könnte. Gegenüber meinen Ausführungen gegen Lüftungskanäle weiter oben kann dieser Kanal jedoch vollständig gereinigt werden. Weiterer Vorteil wäre die geringere Winddruckempfindlichkeit und vielleicht geringere Geräteanzahl (Hauszuschnitt). Nachteilig könnte sein, daß die Sonne mit UV nicht mehr so gut wirken kann, die "Ein-Blick"-Zustandskontrolle nicht mehr möglich wäre, Reinigung umständlicher ist, Bodenzug entstehen könnte (Frage des Auslasses), Möbel nicht davor stehen dürften, Isolierschichten sauber und wasserdicht durchdrungen werden müssen, der Statiker nicken muß und diese Einbaulösung einen Haufen Geld kosten wird (Wenn jemand im Forum sich damit beschäftigen möchte, soll er mich wegen Details kontaktieren, es wäre zu 100% sein Geschäft!). Der Kanal könnte auch ein Wandaufbau (Holz o.ä) sein (Vorteil: Auslaß am Boden könnte "radialisiert" werden).
Vielleicht verstehen Sie jetzt, warum ich mich da lieber durch die "normierte" Isolierverglasung zwänge und die Optik, soooo schlimm ist sie gar nicht, dafür in Kauf nehme. Die Optik ist sowieso nur eine Frage der Gewohnheit (wobei ich mich bis heute noch nicht an die Satellitenschüsseln gewöhnt habe) und zumindest von außen sieht es top aus. Ein Adventskranz am Fenster ist da nichts dagegen, wobei das Gerät, wenn der WT von innen beleuchtet wird, gar nicht soooo übel aussieht, das Fenster jedenfalls wäre ein "Schaufenster" und gibt Auskunft über seinen Besitzer. Raumseitig könnte das Gerät durchaus hinter einem halbhohen(tiefen?) durchlässigen Vorhang (>3mm Maschen) verschwinden, wenn der schreckliche Anblick zusehr schocken sollte.
Ideal wäre natürlich ein Oberlichteinbau, wobei hier eine Drehbarkeit des Oberlichtfensters um eine mittige vertikale Achse absolut super wäre.
Mit freundlichem Gruß Oleg Stolz
Verfasser:
2moose
Zeit:
25.06.2003 20:00:56
10725
Hallo Herr Stolz!

Zum 23.06. - war leider 2 Tage fern des PC's, deshalb die späte Antwort. Offenbar waren meine "Hinweise" nicht verständlich genug formuliert. Worum es mir ging: Nicht jeder hier im Forum ist Fachmann (auch ich nicht) und nicht jeder kann beurteilen, wann die "Fachmänner" gelinde gesagt die Wahrheit "verbiegen". Zu behaupten, mann kann gleich die Kanäle rausreissen, wenn der Filter nicht richtig sitzt, finde ich ein starkes Stück - und sie haben vermutlich keine Ahnung, wieviel Unsicherheit sie unter angehenden Häuslbauern damit verbreiten.

Ihr System in Ehren - es ist unbestritten eine geniales Ding - wenn man einen Altbau mit sehr hohen Räumen und sehr hohen Fenstern mit Oberlichte und ohnehin keine andere Möglichkeit hat.

Es gibt aber auch jene, die einen Neubau planen. Dazu gehöre auch ich. Ich für meinen Teil jedenfalls will eine Lüftung, die auch dann funktioniert, wenn z.B. die Rolläden unten sind oder ein Vorhang oder eine Innenalousie vorhanden ist. Ich will sicher nicht regelmässig auf der Leiter rumturmen und die Dinger reinigen. Ich kann auch auf Lüftungsgeräte verzichten, deren Geräuschentwicklung mit dem Verschmutzungsgrad zunimmt. Am wenigsten will ich sauteure Passivhausfenster mit Dreifachverglasung und einem U-Wert von 0,5 zur Kältebrücke machen.

Sie haben sicher erkannt: Für mich kommt der Ökolüfter nicht in Frage ;-) Für viele andere vermutlich auch nicht. Für viele kommt eben nur eine zentrale Anlage in Frage - und die brauchen alles - nur keine völlig überzogenen "Horrortheorien" von wegen Anlage rausreissen.

mfg
Bernhard
Seite 1 von 4 [Beitrag 1 bis 35 von 136]erste <1234>letzte