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16.04.2012 09:23:22 |
Hallo,
habe hier schon viel gelesen und denke, dass es hier einige Experten gibt, die den Heizungsbauern was vormachen.
Ich baue ein Einfamilienhaus, 170m² beheizte Wohnfläche, Poroton T8, keine zusätzliche Dämmung und will eine Erdwärmepumpe einbauen. Hab schon Stunden im Internet verbracht und hatte die Stiebel Eltron mit 7kW und integriertem Warmwasserspeicher im Visier. Es ist genug Grundstück vorhanden, so dass ich mich für einen Erdkollektor entschieden habe, zur Verfügung stehen allein für den Kollektor 20x40m Fläche. Der Boden ist die ersten 50cm lehmig, weiter unten wird’s felsig – steinig. Ich wollte 32er Rohr, vielleicht 6 Stränge a 80m bei 1m Abstand verlegen um eine turbulente Strömung zu erreichen, habe hier gelesen, dass das besser sein soll. Außerdem denke ich, dass die großzügige Dimensionierung des Kollektors Vorteile bringt. Ich wollte auf 1,40 ausbaggern, dann den Kollektor in eine Schicht lehmigen Boden einbetten, dann den felsigen Boden auffüllen und zum Schluß noch eine Schicht Lehm. Habe ich das alles richtig geplant, was muß ich noch beachten beim Sammler, Zuleitung zur WP im Haus…??? Ich will nichts falsch machen.
Stephan
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16.04.2012 09:52:00 |
Hallo Stephan,
6x80m gibt keine turbulente Strömung. Dafür verlegst du 2x300m 32er Rohr. Damit kannst du dir dann auch den Sammelschacht und Sammler sparen, kannst direkt von Heizungskeller zu Heizungskeller verlegen.
Einen Graben magst du nicht? Würde den Erdaushub verringern. Du müßtest allerdings tiefer als 1,40m graben können.
Grüße Frank
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17.04.2012 11:10:18 |
Hallo Frank,
danke für deine Antwort, habe schon viele deiner Beiträge gelesen. Hab das aber nicht verstanden, wenn das 2 Kreise werden brauch ich doch immer noch einen Sammler. Ich baue auf Bodenplatte ohne Keller. Gegen einen Graben hab ich nichts, wie krieg ich die denn 600m unter?Wollte eine Skizze hier reinstellen, weiß aber nicht wie. Kann ich dir die Skizze vom Grundstück mailen?
Stephan
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17.04.2012 11:58:03 |
Hallo Stephan, ja, auch zwei Kreise mußt du verbinden. Das geht mit einem T-Stück und Bogen oder mit einem kleinen preiswerten Sammler wie dem hier für 99 Euro + Versand: LinkFür den brauchst du auch keinen Sammelschacht, der kommt gleich im Heizungskeller an die Wand. Unter der Bodenplatte legst du je ein 100mm Kabuflex-Rohr ( ca. 2 Euro je Meter ) für VL und RL. Bei deinen 80m Kreisen würdest du ja jeweils 2x die Zuleitung und die Strecke zum Sammler verlieren, da wird der Kreis zu kurz. Bei 300m langen Kreisen fallen 10-20m Zuleitung nicht ins Gewicht. Die Skizze machst du am besten uns allen zugänglich. Gib bei google einfach die Worte "Bilder hochladen" ein, da gibt es unzählige Seiten. Da kannst du die Skizze hochladen und dann entweder verlinken oder noch besser direkt im Text als Bild einstellen mit der Funktion "Bild". Bei einer Kollektorfläche von 40x20m bietet es sich an, einmal herum zu gehen mit dem Graben, gibt dann ca. 90m, was für eine 7 kW Wärmepumpe sehr komfortabel ist. In welcher Gegend / Klimazone / Höhenlage liegt dein Haus? Hast du COP-Werte und einen Preis für die Kompakt-WP von Stiebel? Grüße Frank
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17.04.2012 15:19:08 |
Hallo Frank, verstehe, versuche mal die Skizze irgendwie hier rein zu kriegen da isses ja, kann man nicht ganz so gut sehen. Also das haus siehst du, ist 9,99 x 11.3m, das andere ist das Carport. Nach links unten habe ich noch 20x55m freie Fläche, hatte zuerst 20x40 geschrieben, weil ich das Grundstück noch teilen und verkaufen könnte, aber das lasse ich mal lieber. Rechts ist Strasse und Zufahrt, links Feldweg. Himmelsrichtung so wie du es siehst. Die schütten schon Lava auf für die Bodenplatte, dann gehe ich halt seitlich raus. Guck dir das mal an. Grüße Stephan
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17.04.2012 15:27:17 |
So lange die Bodenplatte noch nicht gegossen wurde, kannst du ja darüber nachdenken, dir KG-Leerrohre drunter legen zu lassen, analog dem Abwasser. So haben wir es vom Kellerbauer für einen kleinen Aufpreis machen lassen und müssen nun nur noch die Rohre durch schieben.
Das wäre für die kein großer Aufwand. Evtl. je nach Grundwassersituation einfach innen entsprechend hoch rausragen lassen (bei uns enden die KG-Rohre einen Meter über dem Fußboden).
Ergebnis: keine Kernbohrung, keine erforderlichen Abdichtungsarbeiten, nur Rohr rein, fertisch.
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17.04.2012 16:03:58 |
Hallo Stephan,
seitlich raus geht auch. Wär aber jetzt kein Problem, eben ein paar Leerrohre reinzulegen. Für seitlichen Abgang brauchst du die ja auch. Oder ist das unterkellert?
Grundstück ist perfekt für Grabenkollektor - lang und schmal, so haben wir es am liebsten.
Rein logistisch wäre es sehr günstig gewesen, mit dem Bagger, der die Baugrube ausgehoben hat, gleich den Graben zu machen. Brauchst du später noch mal einen Bagger?
Grüße Frank
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| | Zeit:
18.04.2012 08:50:55 |
Der Bagger ist noch da, bleibt auch noch ne Weile. Die haben auch an der richtigen Stelle zwei 100er Leerrohre gelegt. Die gehen durch die Bodenplatte und dann seitlich raus, also kein Problem. Achso, wir liegen ca. 350m über NN, könnt euch ja mal bei Google Maps ansehen:
Hauptstrasse 7 57612 Eichelhardt
Den Graben kann er baggern, wenn die Bodenplatte trocknet, denke Anfang nächste Woche ist es soweit. Da müsste ich jetzt aber schon Rohr bestellen, und alles, was für den Kollektor gebraucht wird. Nehm ich jetzt 2x300m 32er oder 1x400m 40er. Kann man nicht 2x200m 40er nehmen und die verbinden? Wenn ich 2x300m 32er nehme, brauch ich wohl 2 Gräben, oder? Schaft das die integrierte Solepumpe der WP überhaupt?
Den COP der Stiebel WPC 7 kenne ich nicht, kostet ab 7000 Euro. Kann auch ne Vaillant werden, die tun sich ja alle nicht mehr viel.
Grüße Stephan
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19.04.2012 07:57:24 |
Hallo,
habe inzwischen in anderen Threads gefunden, wie die Rohre verlegt werden, das mache ich auch so. Ist ja wirklich günstig, den Kollektor so zu bauen. Denke, ich nehme 2x300m 32er Rohr, wie das mit der Tiefe wird, gucken wir mal bei dem steinigen Boden. Ein hydraulischer Abgleich scheint ja entbehrlich zu sein. Und ein Sandbett brauch ich bei dem RC Rohr auch nicht. Bin mal gespannt. Vielleicht reicht die 6kW Vaillant aus, ins Haus kommt Wandflächenheizung in allen Aussenwänden.
Grüße Stephan
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19.04.2012 08:12:37 |
Hallo Stephan, besseren COP als die Stiebel haben die Kompakt-WP von Vaillant, Viessmann, Wolf und Brötje. Die Vaillant mit 6 kW kriegst du hier für < 6.500 Euro. Das Material - 2 Kreise a 300m 32er RC-Rohr, Sole und Sammler - kostet zusammen rund 1.000 Euro. Kann ich dir zu gegebener Zeit alle verlinken. Ein wichtiger Punkt bei der Verlegung ist die Sicherheit. Wir haben das Rohr bisher immer im Graben ausgelegt. Arbeiten in ungesichterten Gräben von mehr als 1,25m Tiefe ist aber verboten und gefährlich. Hab mit deshalb kürzlich eine Methode ausgedacht, wie man das ganz leicht vom Grabenrand aus machen kann, ohne den Graben zu betreten. LinkWohnst nicht so weit von mir, gute 70km. Würde da eventuell zu dir hin kommen, um das zusammen auszuprobieren. Könnte da gleich ein paar Fotos machen. Nur wenn du magst. Grüße Frank
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19.04.2012 08:46:35 |
Zitat von swellerchen  ...Ich will nichts falsch machen... Für eine sichere und wirtschaftliche Lösung benötigt man eine exakte Planung: Heizlast, Raumheizlasten, Heizflächen, Hydraulik. Für die Quellenauslegung neben der erforderlichen Kälteleistung die erforderliche Entzugsenergie für Hzg u. WW. mfg
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19.04.2012 09:26:40 |
Zitat von crax  Zitat von swellerchen  [...] Für eine sichere und wirtschaftliche Lösung benötigt man eine exakte Planung: Heizlast, Raumheizlasten, Heizflächen, Hydraulik. Für die Quellenauslegung neben der erforderlichen Kälteleistung die erforderliche Entzugsenergie für Hzg u. WW. mfg Habe mal dazu eine Frage. Das Planung Geld kostet ist klar. Aber wie läuft das konkret im SHK Handwerk. Beim Architekten ist ja klar geregelt, da gibt es die "Honorarordnung für Architekten und Ingenieure" HOAI. Gibt es sowas auch für Heizung, Lüftung usw.? Oder wie berechnet ein Planer wie Crax seine Leistung, eventuell sogar nach Aufwand? In welcher Größenordnung bewegen wir uns da im EFH Bereich? Planung: Heizlast, Raumheizlasten, Heizflächen, Hydraulik, Wärmeerzeuger, Lüftung
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19.04.2012 13:15:46 |
Hallo,
@Frank:
natürlich kannst kommen wann du willst und Fotos machen, würde mich sehr freuen. Ihr macht ja hier eine klasse Arbeit.
Nochmal zur Absegnung von dir: 2x300m 32er Rohr, werde wohl 100m Graben zusammenkriegen, vielleicht 1.5m breit und 1.80 tief, wird ein komfortabler Kolli denke ich. Ein zusätzliches 3oom Rohr bringt nicht mehr viel, denke ich. Das Grundstück hat ca. 7% Gefälle nach Nordwest. Wie herum gehe ich mit der Verlegung?
Apropos Berechnungen: Bin auch der Meinung, daß sowas ordentlich geplant werden muß. Habe noch keine genaue Heizlastberechnung, meine aber, daß ich mit 6-8 kw sicher hinkomme. Sicher macht das einen Unterschied, die Wärmebedarfberechnung hab ich ja, stimmt aber nicht, weil ich wahrscheinlich den Poroton T8 statt T10 nehem werden, weil ca. 5m² Fensterflächen entfallen und die Bodenplatte noch von unten gedämmt wird. Mein Heizungskerl kommt mit dem Angebot nicht herbei, mir aber egal, Graben und Wandheizung mach ich sowieso selbst. Wenn ihr wollt, kann ich euch die Wärmebedarfsberechnung mailen oder zugänglich machen. Einzelraumberechnungen halte ich für entbehrlich. Ich habe mich ausgiebig mit Wandflächenheizungen beschäftigt, was besseres gibts es nicht. Bei mir kommt sie in alle Aussenwände bei Porotonziegel ohne Aussendämmung (WDVS saufen irgendwann ab). Natürlich hat man minimale Wärmeverluste in den Wänden, weil die aber durch die Heizung immer trocken sind, verbessert sich andererseits der Dämmwert. Thermostate und Stellmotoren sind überflüssig, wenn das einmal passt, ändert man nichts mehr.
Grüße Stephan
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19.04.2012 13:54:29 |
Hallo, In Eichelhardt habt Ihr doch nen sehr kompetenten Betrieb vor der Nase sitzen, Mathias Horn ist doch Dipl.Ing. und gibt bestimmt auch Auskunft was eine Planung kostet. HornGruß Altgeld
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19.04.2012 14:46:50 |
Hallo,
Fa. Horn will ich nicht gehört haben, und Dipl. Ing. heißt auch nicht viel. Den brauch ich wirklich für garnichts, dann lieber P+P Energietechnik, bei Wärmepumpen aber auch nicht. Dieses Forum hier ist mehr wert als 20 Heizungsheinos zusammen.
Hier mal ein paar Werte, die ich der Wärmebedarfsberechnung entnommen habe:
Haus:
Bodenplatte 112m² U wert 0.35 ( kommen noch 8cm Dämmung unter der Platte)
Außenwand 215 m² U Wert 0.26 bei Poroton T10 genommen wird min. T8 U-Wert 0.2
Dach 130m² U-Wert 0.23
Fenster N-O 5m² Fenster S-O 3,5m² Fenster S-W 22m² (5m² entfallen) Fenster N-W 2m² U-Wert 1
Haustüre 3.3m² U-Wert 1.5
Beheiztes Volumen 730m³
Energiebedarf: 55kWh / m²a
Primärenergie: 13000 kWh / a
Vielleicht kann man da entnehmen, ob man mit 6kW hinkommt. Sonst müßte ich nämlich 3x300m Rohr bestellen.
Grüße aus dem Westerwald
Stephan
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19.04.2012 15:14:55 |
Zitat von Chris_Bau  ..., da gibt es die "Honorarordnung für Architekten und Ingenieure" HOAI. Gibt es sowas auch für Heizung, Lüftung usw.? Grundsätzlich gilt die HOAI auch für die TGA. Auch hier wird der Aufwand über die Honorarzonen und deren Spannen vergütet. Inwieweit diese heute noch zeitgemäß ist, lässt sich sicherlich trefflich diskutieren. Zudem müssen, im EFH Bereich, ja nicht alle Leistungsphasen vereinbart werden. Auch kann man sich auf die neuralgischen Schwerpunkte innerhalb von Leistungsphasen konzentrieren. Grundsätzlich ist Planung ein aktives und kommunikatives Miteinander mit dem Bauherren und Architekten. Zitat von Chris_Bau  ....In welcher Größenordnung bewegen wir uns da im EFH Bereich? Je nach vereinbartem Leistungsumfang und Schwierigkeitsgrad. Pauschal ist die Frage ebenso wenig zu beantworten wie: Was kostet ein Auto? oder Was kostet eine Gebäudeplanung? Man kann allerdings Nachfragen ;-) mfg
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| | Zeit:
19.04.2012 15:19:09 |
Zitat von swellerchen  ...Energiebedarf: 55kWh / m²a Primärenergie: 13000 kWh / a Die Werte sind für eine Heizungsdimensionierung unbrauchbar, exakt sogar unzulässig. Einfach mal das Kleingedruckte im Nachweis genau lesen! mfg
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| | Zeit:
19.04.2012 18:34:15 |
Hi Stephan,
die Sache zum Kollektor ist ja schon großteils geklärt.
Willst Du das alles selbst machen? Einfach irgendwas von hier und was von da Zusammenbasteln? Oder: Wer hat die Heizlast berechnet? Nur eine grobe Schätzung? Noch nicht mal der Stein für die Wand ist klar? Wer plant die Heizung, also auch Flächenheizung, etc.? Einzelraumrechnung hältst Du für entbehrlich? Aber dann ohne ERR?
Sorry, da steck enormes Risiko drin - besser gesagt: soviel Glück kann keiner haben, daß das ordentliches Ergebnis gibt. Dazu kann man nicht raten.
Bitte alle die keinen Spaß an Risiko bei hohem Invest haben das nicht nachmachen! __
Ich bin auf was anderes gestoßen:
> "Poroton T8, keine zusätzliche Dämmung und will eine Erdwärmepumpe einbauen."
Oder eigentlich auch T10, oder was?
U-Wert 0,2 oder gar 0,26 ist "Historie" - sowas ist nix für die Zukunft. Ohne Wärmedämmung spricht nicht für ideal niedrige Vorlauftemp. der Heizung ...Wärmepumpe läuft aber genau dann sehr effektiv.
> "ins Haus kommt Wandflächenheizung in allen Aussenwänden"
Auf Außenwände ohne zusätzl. Dämmung Wandflächenheizung? Wo soll da der Vorteil ggü. einer FBH sein? Mehr Verluste und höhere Kosten? Klingt erst mal nicht nach Vorteilen... __
PS: Wenn Du hier nach "Heizlastberechnung" im Titel suchst, dann kommst Du auf ein Mögichkeit die Heizlast selbst relativ gut zu rechnen. Nur so mal schnell überlegt ...da kann die auch ordentlich höher sein und dann kannste statt der Rohre auch gleich Dein Geld verbuddeln. __
Nochmal: Auch wenn sich der Threaderöffner nicht so anhört wie wenn er sich eines anderen belehren lassen wolle,...
NICHT NACHMACHEN!
Gruß -Martin-
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| | Zeit:
19.04.2012 20:27:33 |
Hallo Martin,
mach dir mal keine Sorgen um mich. Ich finde es aber ok, daß du die Menschheit vor gröberen Fehlern bewahren willst. Vielleicht machst du dir aber mal die Mühe, einige nie hinterfragte Dinge und Theorien kritischer zu sehen, und nach Problemen des Dämmwahns zu suchen. Googelt mal nach abgesoffener Dämmung, was die Dämmung wirklich bringt, nach veralgten und verschimmelten Fassaden, was der Plastikmüll kostet, und wohin damit wenn er abgesoffen ist, denn das wird er unweigerlich. Das zur Dämmung, ich will mich da nicht ausbreiten hier, das haben andere schon getan, Konrad Fischer zum Beispiel.(googeln) Hab mich lange genug damit beschäftigt. Was diese Wandheizung ohne Rumrechnerei angeht, bin ich mir absolut sicher, da geht mal garnichts schief. Habe mir drei Häuser mit Wandheizung und 5 mit FBH in den Heizphasen von innen angesehen, keine Frage, welchem System ich den Vorzug gebe.
Ich war mit einigen Fertighausfirmen in Kontakt, U-werte von 0,15 - 0,2 waren das beste, da fühl ich mich aber mit meinen 0,2 im Massivhaus ziemlich wohl. Einer hatte 0,13 und faselte von Plusenergiehaus, Solarthermie, wasserführenden Kaminöfen, riesigen Speichern, KWL mit Turboaufladung, ... lass mal stecken.
Um dem Ganzen die Krone aufzusetzen, eine KWL kommt mir auch net in die Bude, ich lüfte von Hand und lasse sogar, wenn´s gefällt, Nachts das Fenster gekippt.
Mir sind 5 Euro im Monat egal, wohlfühlen will und werde ich mich.
Gruß Stephan
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| | Zeit:
19.04.2012 20:35:05 |
Nochmal an Martin,
richtig, mach ich selbst, vielleicht mit T10 oder T8, vielleicht mit 6kW oder 8kW Pumpe, mit 2 oder 3 Solekreisen , das entscheide ich noch. Ohne Einzelraumregelung, ohne Stellantriebe, ohne FBH, ohne alles, das habe ich entschieden. Natürlich gibts manuell einzustellende Heizkreise, einmal eingestellt, den Rest macht die WP und das gute Haus.
Stephan
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| | Zeit:
20.04.2012 08:03:52 |
Guten Morgen,
ich habe gestern eine korrigierte Wärmebedarfsberechnung bekommen. Es wurde statt des Poroton T10 der T7 eingesetzt. Macht eine Verbesserung des U-Wertes der Aussenwände von 0.26 auf 0,18 - das wiederum reduziert den Primärenergiebedarf des Hauses laut Dipl. Ing. um 600 kWh/a. Wenn ich das mal im Kopf ganz unprofessionell durchrechne, komme ich bei einer AZ der WP von 4 und einem Preis einer kWh von 20 Cent auf 30 €uro Ersparnis pro Jahr. Das sind natürlich ernstzunehmende Beträge, da amortisiert sich die Investition in eine Plastikverpackung der Fassade mal locker in 300 Jahren - oder in 500? Oder ist sie bis dahin schon 50 mal abgesoffen?? Aber wahrscheinlich kann man das alles so nicht rechnen, was sagen die Dämmspezialisten hier?
Gruß Stephan
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| | Zeit:
20.04.2012 08:24:05 |
Zitat von swellerchen  Nochmal an Martin,
richtig, mach ich selbst, vielleicht mit T10 oder T8, vielleicht mit 6kW oder 8kW Pumpe, mit 2 oder 3 Solekreisen , das entscheide ich noch. Ohne Einzelraumregelung, ohne Stellantriebe, ohne FBH, ohne alles, das habe ich entschieden. Natürlich gibts[...] Hallo Stephan, bin voll deiner Meinung!!!!! Aber hier musst mit solchen Aussagen aufpassen, da kannst ganz schnell in ein "Wespennest" (Planernest) stechen....:o) Viele verdienen hier mit "Planung" ihr Geld.... Im übrigen, ich habe es genauso gemacht wie du es vor hast....nur habe ich im ganzen Haus FBH und nur im Bad als Zusatzfläche ca. 8 qm Wandheizung....Als Wäremquelle habe ich auch eine WP mit Flächenkollektor....die läuft seit gut drei Monaten ohne ERR, ohne Stellmotoren usw. momentan habe ich noch eine provisorische Bautüre und außen noch nicht verputzt. Aber es ist schon absehbar, trotz Restfeuchte von Innenputz und Estrich, das mein Anlagenkonzept passt. Bei momentanen Außentemperaturen um 0 °C läuft meine FBH mit 25°C und ich habe im gesamten Haus ca. 21 °C Raumtemperatur... Habe mich damals auch lange mit dem Wandaufbau befasst, letztendlich bin ich bei einem POROTON T11 mit 42cm als Außenwand gelandet. Habe mir Alternativ mal einen gefüllten T7/T8/T9 anbieten lassen...Allein der Mehrpreis für die Krümelziegel hat mich fast aus den Socken gehauen..... Ich wollte auch einen soliden Kompromiss zwischen wirtschaftlichen Wandaufbau und gutem Dämmwert. Und da bin ich bei dem T11 mit 42cm ganz zufrieden....Also mach weiter so!!!
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| | Zeit:
20.04.2012 08:31:52 |
Zitat von swellerchen  ...den Primärenergiebedarf .. Welche Bedeutung hat der Primärenergiebedarf bei der Dimensionierung und Auslegung einer Heizungsanlage? Eine Schlußfolgerung ist allerdings richtig: Bei einer SWP als WE sind aus wirtschaftlicher Sicht die Anforderungen an die Gebäudehülle geringer im Vergleich z.B. zu Gas oder Pellets. mfg
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| | Zeit:
20.04.2012 09:07:19 |
Zitat von crax  Eine Schlußfolgerung ist allerdings richtig: Bei einer SWP als WE sind aus wirtschaftlicher Sicht die Anforderungen an die Gebäudehülle geringer im Vergleich z.B. zu Gas oder Pellets. [...]
Wieso? Nur weil die erzeugte kwh Wärme derzeit bei SWP günstig ist? Ich halte diese Schlussfolgerung für extrem kurzsichtig. Viele Amortisationsrechnungen, die Investoren in die eigenen vier Wände in den letzten 5-15 Jahren angestellt haben würden heute ganz anders aussehen und eine wesentlich kürzere Amortisationszeit ergeben. Ich denke da nur an die vielen 6-8 cm-WDVS-Sanierungen aus den 90ern. MaJen
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| | Zeit:
20.04.2012 10:14:54 |
Hallo Chris-Bau
das freut mich aber. Ich habe noch nicht die Preise für die Ziegel, mal sehen, ich entscheide aber auch nicht nur nach finanziellen Parametern, das Gefühl hinterher im Haus ist mir auch wichtig. Hab mir eine PV Anlage rechnen lassen, soll sich nach 11 Jahren amortisiert haben, die Herren haben aber keine Finanzierungskosten mit eingerechnet, mal sehen was ich mache. Vielleicht nehme ich sie wegen des Bewußtseins, daß die Sonneneinstrahlung auf diese Weise genutzt wird, und warte auf die Zeit, wo die Speicherung und dadurch viel bessere Nutzung der PV Anlage rentabel wird.
Crax hat natürlich recht, bei einer Beheizung mit fossilen Energieträgern sieht die Rechnung etwas anders aus.
Trotzdem sollte man das nicht so eng sehen, darum meine ich auch, daß mit meinen Angaben zum Haus schon die Heizlast berechnet werden kann. Was macht denn eine Temperaturerhöhung im 12m² Bad auf 23° aus und eine Reduzierung im Schlafzimmer auf 17°.
Ich will hier nicht zu allgemeinen Schätzungen aufrufen, aber man sollte die Verhältnismäßigkeit im Auge behalten.
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| | Zeit:
20.04.2012 10:43:05 |
Hallo MaJen,
manche pappen sich sodar weit über 15 cm an die schöne Wand. Dann wird mit biozidhaltiger Farbe gestrichen um den Beginn der Veralgung herauszuschieben, mit dem Regen gelangt das Zeug in den Boden, irgendwann wird die Fassade rissig, Wasser dringt ein, unter anderem weil die Dämmung keine Speicherfähigkeit hat und in der Nacht auskühlt und sich Kondenswasser bildet, nur eine Frage der Zeit, bis sie vollends abgesoffen ist, triefende Dämmung dämmt natürlich klasse, Schimmel, abreissen, ... Dämmung ist ein Geschäft und eine große Sauerei, sonst nichts. Es ist mir unbegreiflich, daß das noch nicht um die Welt ist, und der Staat macht auch noch mit.
Stephan
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| | Zeit:
20.04.2012 11:53:43 |
Hallo Stephan,
etwas offtopic - aber zugehörig:
Glaub mir, ich beschäftige mich schon seit einigen Jahren mit dem Thema Dämmung, und auch intensiv mit den Argumenten der Leute die dies alles als "Dämmwahn" bezeichnen.
Auch wohne ich schon seit ein paar Jahren in einem Haus mit solchem "Dämmwahn" ...und ich finde es "Wahn"-sinnig geil mit den geringen Heizkosten, dem Klima, den sehr hohen Innenoberflächentemperaturen, etc. :o)
Und auch "Konrad Fischer" ist mir seit ein paar Jahren ein Begriff :o(.
Was soll ich die Fälle mit abgesoffener Dämmung googeln? Fehler werden überall gemacht. Und irgendwas zwischen 95% und 99% der gedämmten Gebäude sind ohne jegliche Probleme dahingehend ...also kann man es bei entspr. Planung und Erfahrung auch zuverlässig gut machen.
Wer sagt, daß man Plastik (PS) auf die Fasade machen soll? Mineralfaser und auch Naturstoffe (Holzweichfaser, Flachs, etc.) sind längst (Jahrzehnte!) im Einsatz. Und Veralgung vermeiden in dem ich mit Wandheizung auch die Außenflächen mit beheize? Das geht auch mit entspr. Dämmaufbau recht gut - ganz ohne stetiger Energieverschwendung.
In Google würde ich auch viele Fälle von hohen Verbräuchen in gering gedämmten Neubauten finden.
Aber Du hast Dir ja schon mal irgendwo irgendwelche Details in ein paar Häusern angeschaut, schon mal bei ein paar Fertighausfirmen angefragt, was wollen wir Dir hier noch erzählen können.
Nur noch kurz: Bei der Heizlast hast Du sicher daneben gegriffen, bei der Bauart, Hausgröße und wenn ohne KWL/WRG.
Ich hoffe Dein Wille und der Deiner Frau/Familie ist so stark, daß Ihr Euch tatsächlich wohl fühlt.
Gruß -Martin- ___
Hi Chris_Bau,
na dann, wenn Du schon 3 Monate Erfahrung in Deinem (einem) Haus hast ...das schlägt natürlich jahrelanges Befassen mit dem Thema oder gar eine einschlägige Ausbildung + jahrelange Praxis + stetiges am Ball bleiben bzgl. Neuerung (was einige Experten hier als Grundlage haben) um längen :o(. __
@all
Gerade eine WP reagiert auf niedrigere Vorlauftemperaturen mit einer überproportionalen Energieeinsparung.
Niedrige VL-Temp. erreicht man u.a. durch geringere Wärmeverluste (geringen spezif. Wärmebedarf) und durch eine optimierte Wärmeabgabe.
Die 6cm Styropor und die 3-Scheiben-Gläser meines Kollegen hätten sich nach Gesichtspunkten von 1981 auch nicht gerechnet, inszwischen sind sie "das beste was ihm passieren konnte!".
So ähnlich wird es bei den zu erwartenden Energiepreissteigerungen (oder gar Verknappungen) in deutlich kürzerer Phase auch in Zukunft kommen. Die welche es heute richtig machen, werden heute belächelt wie damals mein Kollege - und die lächeln später bei dem Gejammere wg. der Heizkosten einfach zurück :o).
lächelnder Gruß -Martin-
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| | Zeit:
20.04.2012 12:20:36 |
Swellerchen. Das mit Amortisierung der Zusatzdämmung ist Quatsch. Natürlich kostet die Dämmung was aber dafür ist der tragende Stein. z.B. KS viel billiger.
Aber natürlich spricht nichts dagegen massiv mit Ziegel zu bauen. Ist bei uns in Bayern sehr gängig. Allerdings würde ich schon mind. einen T8 in 36,5 cm nehmen. Ob sich der Aufpreis für einen T7 lohnt mußt du zusammen mit deinem Bauunternehmen klären. Ich würde aber auf jeden Fall einen perlitegefüllten Ziegel bevorzugen. (weiß nicht was du geplant hast) Aber die sind meiner Meinung nach einiges besser.
Hier sehe ich das auch anders als Chris_Bau. Der T11 ist für mich mehr Krümmelstein als ein gefüllter T9 oder 8. Denn auch ein T11 hat noch viele dünne Stege. Erst ein T16 wäre da besser.
Gegen Wandheizung hab ich auch nichts.
Verbessern solltest du auf jeden Fall noch das Dach, denn 0,23 find ich da wirklich nicht mehr gut. Und sollten natürlich auch gute Fenster werden.
Viel Erfolg!
Flo
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| | Zeit:
20.04.2012 12:35:38 |
Zitat von Chris_Bau  ..Aber hier musst mit solchen Aussagen aufpassen, da kannst ganz schnell in ein "Wespennest" (Planernest) stechen....:o) Viele verdienen hier mit "Planung" ihr Geld.... Wie schnell sich die Ansichten ändern ;-) Zitat von Chris_Bau  ..und die Haustechnik hat auch widerum ein unabhängiger Fachmann gemacht, kein Heizi der nur das verkaufen will was ihm gerade am meisten Kohle bringt.... Das war ein interaktiver Prozeß zwischen mir und dem TGA-Planer,... mfg
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| | Zeit:
20.04.2012 12:37:10 |
Hallo Martin,
klar fühlst du dich wohl, kennst es ja auch nichts anderes.
Rechne mir doch mal vor, was eine 36.5er Porotonwand bei Wandheizung durchlässt, und was das kostet. Aber bitte vergesse nicht die solare Einstrahlung, die dadurch ebenfalls erwärmte Massivwand, deren Speicherfähigkeit... Ich hatte schon erwähnt, daß mir 5 Euro im Monat völlig wurscht sind. Glücklicherweise wird niemand die Behaglichkeit dieser Bauweise anzweifeln. Es braucht auch niemand einen starken Willen um sich in einem solchen Haus wohlzufühlen.
Du hast absolut recht, es gibt bessere Dämmstoffe als Styrodur. Es ist auch keine Frage, daß diese beispielsweise in der Dachdämmung Verwendung finden müssen. Auch halten Fassadendämmungen bei fachgerechter Montage erheblich länger als doing yourself Beispiele ohne Fachwissen, wir werden sehen.
Heute brauch niemand mehr sowas in einem Neubau, und zum Wohlfühlen schon garnicht. Dein Verweis auf deine einschlägige Ausbildung erhöht den Wahrheitsgehalt deiner Thesen auch nicht.
Wie gesagt, benutze dein Wissen dochmal, um mir das vorzurechnen, und nicht um Chris-Bau abzustempeln. Seine Vorlauftemeratur ist 25° und er hat 21° in der Bude, was gibts daran zu nörgeln, das sind Fakten. Die solltest du zur Abwechslung auch mal bringen.
Wir warten
Stephan
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| | Zeit:
20.04.2012 13:14:33 |
Hallo Stephan, bei dem Schritt von gut gedämmt, zu sehr gut gedämmt wird es wirtschaftlich immer grenzwertig, wenn man bei gleichem Wandaufbau nur Dämmkosten zu Einsparung betrachtet. Man muss das ganze System Haus sehen, einschl. Heizung und, wie Flo schon sagte, alternative Wandaufbauten. Zu Dämmen oder Speichern: passivhaustagungGuss winni
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| | Zeit:
20.04.2012 13:29:43 |
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| | Zeit:
20.04.2012 14:04:37 |
Wie flo79 schreibt, kann man gedämmte Wand auch mit gutem Preis-Leistungsverhältnis mit KS+Dämmung machen.
Wenn man dann noch die richtige Kombination aus Dämmstoff und Putz (oder andere Fasadenart) macht, dann sind Algen und kleine Schäden in der Oberfläche kein Problem. Auch sollte man hier mal das Thema "konstruktiver Witterungsschutz" ansprechen - der kommt nämlich heute oft zu kurz.
Alternativ - wenn man sich das vorstellen kann - wäre noch eine Holzbau-Wand (ohne Styropor!). Super Uwerte möglich bei gleichzeitig eher dünnem Aufbau (z.B. 0,15 bei 30cm Gesamtstärke machbar). Und wenn man sich dann noch eine Lärchenholzfasade vorstellen kann (hinterlüftet), dann sind Feuchte und Algen, etc. überhaupt kein Thema mehr. __
Hallo swellerchen,
ich kenne wohl anderes ...habe in 6 Häusern mit Bj. zwischen 1949 und 1995 gewohnt, teils thermisch saniert, teils nicht.
Meine Schwester hat mit Proton gebaut (1999) und hat hohe Heizkosten. Mein Bruder hat mit KS+Dämmputz gebaut ...8 Jahre später dann ganz bewußt mit Ziegel+WDVS. Diese 3 Häuser kenne ich von zahllosen Besuchen und von deren Berichten.
Auch habe ich Kollegen, Nachbarn, Freunde, Verwandte mit Häusern die in den letzten 15 Jahren gebaut wurden. Kannst Dir vorstellen ich rede mit denen auch über deren Erfahrungen, Probleme, etc.
Wie ich mich in Deinem Haus fühlen würde kann ich nicht sagen ...Du aber auch noch nicht.
Entweder dämmt die Proton-Massivwand gut (läßt also wenig Wärme der Wandheizung raus) - oder sie läßt wärme doch recht gut durch und somit macht sich die solare Einstrahlung innen bemerkbar. Beides schließt sich in gewissem Sinne gegenseitig aus.
Solare Gewinne über einen 36,5er Proton (bei T7 oder T8 war man zuletzt meine ich?) sind denke ich im Bereich homöopathischer Mengen oder im Bereich der Märchen einzuordnen. Vor allem da man die Verluste ja gegenrechnen muß wenn man mit/ohne Dämmung vergleicht.
PS: Ich hab nicht von einer einschlägigen Ausbildung meinerseits gesprochen, ich hab die "echten Experten" gemeint (lies das besser nochmal).
25°C bei 21°C in der Bude - was soll das aussagen? Bei +10°C Tagesmitteltemperatur? Oder bei -10°C im Mittel? Alle Räume beheizt? An sonnigen oder schattigen Tagen?
21°C erreichen wir im Januar manchmal tagsüber kpl. ohne Heizung - aber das liegt nicht alleine an der Wand, sondern an der sonnigen Gegend, den Fensterflächen, etc.
Viel Spaß noch beim Haus-Basteln :o).
Und bitte nicht auf die hohen Betriebskosten der Wärmepumpe später schimpfen ...die kann dann nämlich wirklich nix dafür.
Gruß -Martin-
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| | Zeit:
20.04.2012 14:38:40 |
Aha, Dr. Feist, Leiter der Passivhausblabla. Was soll der auch anderes sagen. Diese Seite sagt mir ja mal garnichts, außer daß Herr Dr. Feist Passivhäuser toll findet.
Ich suche dir einen Professor soundso, der das anders sieht. Jeder findet seine Meinung unterstützende Internetseiten.
Ich habe eine Werkstatt, Heizung LWP, mein Heizi riet zu Deckenlüftern, weil ich blöd war hab ich die eingebaut. Nach 3 Jahren nervten die mich, hab mich informiert, dem Heizi die Deckenlüfter vor die Tür geschmissen, Geld zurückbekommen und mir diese langen Deckenheizungen eingebaut. Vorlauftemperatur um 6° gesenkt - schön warm. Das ist ein konventioneller Bau, 30er Wände, ungedämmt. 14x8m Grundfläche, 5m hoch, 6 grosse Fenster, ein grosses Tor, verschattet.
Habe jetzt 500 Euro Heizkosten im Jahr. Soll ich 15000 Euro in Dämmung investieren um nochmal 200 Euro zu sparen?? Vielleicht werden es auch nur 100 oder 60 Euro. Habe nur Konvektoren gegen Flächenheizung getauscht. Ich kann mir auch ein Magenband ums Hirn schnallen und Dämmung für immer gut finden, weils nun mal so ist, weil die Leute von der Regierung es gut finden und sowieso alle es gut finden.
Irdendwie fehlen mir hier Fakten. Ich hab ein paar Zahlen geliefert, bisher haben alle Gelehrten hier darauf nicht viel erwidert, geschweige denn sie widerlegt.
Bei meinem neuen Haus geht es doch darum, wieviel bringt Dämmung mir? Wieviel geht mir durch die Wandheizung in der ungedämmten Massivwand verloren???
Wir warten immer noch.
Grüße Stephan
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| | Zeit:
20.04.2012 14:48:28 |
Stephan, der Herr Feist hat gegenüber den "anderen Professoren" einen entscheidenden Vorteil: Gebaute und gemessene Häuser mit unter 15 kWh/m2-Wohnfläche/Jahr. PraxisergenisseAber machmal. Sind ja Deine Heizkosten :-) Gruss winni
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