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06.06.2012 23:48:29 |
Hallo liebe Experten, ich hoffe ihr könnt mir bei meinem Planungsproblem weiterhelfen. Ich habe mal eine Skizze meines Grudstücks beigefügt (hoffe das funzt...). Am Wochenende steht bei mir eine Gartenumgestaltung an, dabei wird das abschüssige Grundstück mit Erde aufgeschüttet. Am unteren Rand wird es wohl locker 1m höher werden. Da drängt sich doch das verbuddeln eines Erdkollektor förmlich auf. Der Heizungsraum ist dann ebenerdig (also kein weiterer Keller) und in der Skizze markiert. Laut Aussagen mehrerer Heizungsbauer und des Energieberaters werden 25kW benötigt (hierbei ist auch ein Schwimmbad berücksichtigt). Die gesamte Leistung wird sich wohl nicht über die WP generieren lassen, aber ich möchte doch das Maximum herausholen. Ich habe durch eifriges Lesen gelernt, dass die Leitungen gerne 300m lang sein dürfen und mindestens 1,5m Abstand haben sollen. Allerdings möchte ich euch doch um eure Meinung bitten, wie ich die Rohre optimal vergrabe und wie groß dann die WP sein darf. Gibt es hierzu Empfehlungen bezüglich des Herstellers? Der Rest der Heizleistung wird dann von einem Holzvergaser in Kombination mit einem Pufferspeicher erbracht. Auch hierzu nehme ich gerne Ratschläge zum Aufbau an. Vielen Dank schon mal. Gruß
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07.06.2012 00:05:20 |
Bevor noch Detailfragen kommen:
Erde normal bis lehmig, darunter Fels. Aufschüttung stammt aus Kelleraushub. Tiefe des Kollektors bei etwa 2m geplant. Grundstück liegt 560m über NN, südlich von Pforzheim, hier kanns im Winter schon mal ordentlich kalt werden.
Wohnfläche 260m², Bj. 1980, Aussendämmung nach damaligem Stand - Erneuerung allerdings unwirtschaftlich. FBH im Trockenbau (also geringe Trägheit), Solar geplant auf 20m², Bad 3x6m
Gruß
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07.06.2012 08:47:47 |
Hallo schweinemumps,
ich blick bei deiner Zeichnung nicht durch. Der untere Bereich muß wohl Grundstück sein. Wo ist das Haus? Ist das die schraffierte Fläche oberhalb der gestuften Linie?
25 kW??? Auch bei einem unsanierten Haus mit Schwimmbad aus 1980 halte ich das für fast undenkbar. Wie wird das Haus jetzt geheizt, und wie hoch ist der Verbrauch. Gibt es Aufzeichnungen über monatliche Verbräuche? Welche Maßnahmen sind am Haus geplant außer dem Tausch der Heizung?
Wir müßten ganz schnell noch sehr viele Infos abarbeiten, wenn du schon am Wochenende baggern willst. Die Frage nach der optimalen Verlegetiefe kann sich nämlich unter dem Aspekt Schwimmbad ganz anders stellen.
Woher willst du eigentlich das Rohr kriegen bis übermorgen?
Grüße Frank
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07.06.2012 10:07:26 |
Hi. Das Optimum aus Deinem Garten bekommst Du zweifellos - und das auch noch mit geringem Aufwand - beim Verlegen von Direktverdampfer-Kollektoren. So ergeben z.B. 300 qm Gartenfläche mit DV 15 kW Heizleistung!! Die Erde braucht dabei aber nur auf 80 cm bis 1,00 Meter Tiefe ausgebaggert werden!! Sicher eine interessante Möglichkeit. Gruß Kurt
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07.06.2012 11:37:47 |
Hallo,
also die 25kW wurden wie gesagt vom Energieberater und diversen Heizungsjogis (unabhängig voneinander) angegeben, teilweise sogar noch mehr. Bisher haben wir eine alte Ölheizung, die uns arm macht. Wir heizen nur das Wohn- und Schlafzimmer und hatten im letzten Jahr etwa 4500EUR Ölverbrauch und eine frierende Hausherrin...
Geplant sind FBH im Trockenbau für die gesamte Wohnfläche (daher die Frage nach der Speicherfähigkeit bzw. Trägheit und ob hier nicht Einzelraumregelungen mit Pufferspeicher besser sind).
Fenster werden durch Dreichfachglasfenster getauscht. Das Dach ist bereits ordentlich gedämmt, allerdings werde ich in ein, zwei Jahren die Aufsparrendämmung erneueren und dann das Dach mit Solarkollektoren pflastern (Südseite, ca. 20m²). Aussendämmund lohnt wirtschaftlich gesehen nicht, da ja bereits eine 12cm Dämmung von anno dazumal vorhanden ist.
Zur Skizze: Das Haus ist schraffiert, der Pfeil zum Heizungsraum zeigt auf den Tankraum, der umgebaut wird. Darüber befindet sich die Garage, die von oben her ebenerdig ist (im Hang gebautes Haus). Nach unten hin erstreckt sich der Garten, der am unteren Ende um mindestens einen Meter aufgeschüttet wird. Aussenherum wird das Ganze mit grossen Steinen befestigt.
Übers Wochenende werden erstmal gut 20 Bäume mit Wurzeln entfernt. Dann die Steine gesetzt und im Garten Erde abgetragen, damit eine ebene Fläche für die Kollektoren entsteht. Gegen Mitte der Woche wird die Erde dann wieder aufgeschüttet plus einige LKW-Ladungen Aushub von einer anderen Baustelle...
Vielen Dank schon mal für die angebotene Hilfe, was braucht ihr denn noch an Infos für die Auslegung?!
Gruß
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| | Zeit:
07.06.2012 17:06:18 |
Hallo schweinemumps,
Übers Wochenende werden erstmal gut 20 Bäume mit Wurzeln entfernt. Dann die Steine gesetzt und im Garten Erde abgetragen, damit eine ebene Fläche für die Kollektoren entsteht. Gegen Mitte der Woche wird die Erde dann wieder aufgeschüttet plus einige LKW-Ladungen Aushub von einer anderen Baustelle...
Naja, da kommen wir dann wohl mit allen Überlegungen zu spät, denn Du hast ja anscheinend schon das Rohr plus einen Verlegeplan, wenn der Kollektor bis Mitte der Woche abgeschlossen sein soll.
Oder nicht?
Gruß, Bernd
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07.06.2012 18:54:14 |
Hallo schweinemumps,
was du da machst ist furchtbar planlos, um es vorsichtig auszudrücken. Was wir noch für Infos brauchen? Einen ganzen Haufen davon. Du kannst nicht einfach einen Ölkessel abschalten und eine Wärmepumpe da hin stellen. Nehme doch an daß du nachher nicht 4.500 Euro für Wärmepumpenstrom ausgeben willst, sondern nach Möglichkeit < 1.500 bei gleichzeitig warmem Haus.
Geb dir mal nur ein Beispiel. Was hast du da für einen Wärmetauscher für das Schwimmbad? Bei Ölheizung ist der Tauscher vermutlich dauernd bei 70° gelaufen. Das geht so nicht mit einer Wärmepumpe, sonst kriegst du entweder das Schwimmbad nicht warm oder die Wärmepumpe läuft am Anschlag mit schlechtem Wirkungsgrad oder beides. Sowas muß ausgelegt und berechnet werden. Mit 90%iger Sicherheit muß der Tauscher ausgetauscht werden.
Die 25 kW, die dir genannt wurden, bedeuten für mich erst mal gar nichts. Wir hatten hier schon oft Kandidaten, denen von einem halben Dutzend "Experten" Heizlasten von 12-20 kW attestiert wurden und die jetzt den zweiten Winter mollig warm durch den Winter gekommen sind mit einer 6 kW Wärmepumpe.
Ist das ein zertifizierter Energieberater? Und hat der eine Heizlastberechnung gemacht? Hast du dieses Papier? Dann können wir uns das weiter anschauen. Ansonsten müssen wir ganz weit ausholen.
Die 4.500 Euro Ölkosten, war das mit der Schwimmbadheizung?
Die Bedingungen für Wärmepumpe sind eigentlich sehr günstig bei dir. Geringer Warmwasseranteil bei 2 Personen. Dafür ein Schwimmbad mit ganzjährigem Bedarf ( nehme ich an ). Lange Heizperiode in kaltem Klima mit einem mäßig gedämmten Haus mit neuer Fußbodenheizung. Das gibt sehr hohe Volllaststunden, bei guter Auslegung 3-4.000. Gute Auslegung setzt aber viel mehr Planung voraus.
Wenn du Mitte nächster Woche Rohr verlegen willst mußt du das morgen bestellen. Wir haben einen Lieferanten, der in der Regel innerhalb 3 Tagen liefert. Die Frage ist aber wieviel Rohr man bestellt. Habe eine grobe Vorstellung, daß eine 11 kW Wärmepumpe wie die Vaillant Geotherm 102/3 bei dir passen könnte. Zumindest wirst damit bis auf wenige Tage pro Jahr das Haus und Schwimmbad heizen können. Dafür würden wir 4x300m 32er Rohr verlegen. Die reichen notfalls auch für 16, 18 oder 20 kW.
Du hast 12cm Aussendämmung, tauschst die Fenster gegen Dreifachglas und auch das Dach ist schon gedämmt. Da würde ich annehmen, daß die Heizlast für das Haus ohne Schwimmbad bei 260 m2 unter 10 kW liegt.
Holzvergaser mit Pufferspeicher ist eine ziemlich ungeeignete Kombination mit einer Wärmepumpe. Man kombiniert nicht 2 teure Systeme, die mit völlig gegensätzlichen Temperaturen arbeiten. Wenn man eine erdgebundene Wärmepumpe einsetzt wird die den absoluten Löwenanteil an Wärme liefern. Wenn man einen Backup installiert dann sollte der preiswert sein, weil er nur selten zum Einsatz kommt. Das könnte der alte Ölkessel sein, oder auch ein Kaminofen im Wohnbereich. Solar kann angesichts Schwimmbad sehr sinnvoll sein. Auf jeden Fall mit einem Holzvergaser. Nur vielleicht mit einer Wärmepumpe - die könnte man auch mit PV kombinieren.
Uns fehlen hier jegliche Basisinformationen. Stelle hier erst mal nur ein paar grundlegende Fragen. Versuch die bitte alle zu beantworten.
1: Gibt es eine Berechnung eines zertifizierten Energieberaters und was ist das Ergebnis? "Berechnungen" vom Heizungsbauer sind nutzlos bis schädlich. Berechnung würde bedeuten, du hast ein mehrseitiges Papier bekommen mit einem ganzen Haufen Zahlen.
2: Was ist das für ein Schwimmbad? Aussenschwimmbad mit Sommernutzung oder Schwimmhalle mit ganzjähriger Nutzung? Welche Größe, Temperaturen, Technik ( insbesondere Beheizung )?
3: Zweipersonenhaushalt? Warmwasser soll mit bereitet werden oder habt ihr einen elektrischen Durchlauferhitzer? Gibt es eine Zirkulation? Wie weit ist der Heizungsraum vom Bad entfernt?
4: Du kriegst eine Fußbodenheizung. Hat die jemand geplant? Mit wie vielen Heizkreisen mit welchem Rohrdurchmesser? Welche Heizwassertemperaturen wurden veranschlagt?
5: Die Ölkosten helfen uns nur bedingt. Wie hoch war der Ölverbrauch in Litern im Mittel der letzten Jahre? War das Schwimmbad damit so geheizt, wie es auch in der Zukunft geheizt werden soll? Hast du Aufzeichnungen über Monatsverbräuche? Welches Baujahr und Leistung hat der Ölkessel?
So wie im Moment skizziert mit einer Wärmepumpe, Holzvergaser und Solaranlage wirst du geschätzte 40.000 Euro verbrennen nur im Heizungsraum ohne FBH und Fenster, und dafür ein eher bescheiden effizientes System bekommen. 15.000 Euro für ein hocheffizientes System könnten auch herauskommen, aber dafür braucht man wie gesagt Planung!
Grüße Frank
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07.06.2012 19:54:47 |
Hallo nochmal,
also ich glaub ich muß vorab noch was klarstellen: Die Arbeiten in meinem Garten waren so nicht geplant. Das Ganze resultiert aus notwendigen Baumfällungen, der Bauunternehmer hat entweder jetzt Zeit (und das auch noch für wenig Geld) oder erst wieder in einigen Monaten. Die Sache mit den Kollektoren bietet sich halt an, eigentlich hatte ich mich bereits für eine Pelletheizung entschieden. Hier wird nicht innerhalb der nächsten Tage was abgeschaltet und durch eine WP ersetzt. Es sollen zunächst nur die Kollektoren vorbereitet werden - und das nach Möglichkeit mit Verstand, deshalb frage ich ja euch...
@Bernd: Der Typ wird mir am Dienstag Rohre im Garten verlegen, wenn ich das will. Die würde er selber mitbringen und dazu noch seinen Haus und Hof Heizungsbauer. Natürlich habe ich keinen Verlegeplan, ausser seiner Aussage, er habe das schon öfters gemacht. Er würde je in 0,9m und in 1,5m Rohre verlegen, welche und wie - keine Ahnung. Deshalb frage ich euch, denn ihr habt bei allem Respekt wahrscheinlich mehr Ahnung: Bitte gebt mir was an die Hand, damit der nicht wahl- und planlos was im Garten verbuddelt.
@Frank: 1. Vom Energieberater habe ich einen ganzen Ordner voll mit Rechnungen bekommen. Wenn du mir sagst wie, dann lass ich dir gern den Bericht zukommen. 2. Das Schwimmbad ist seit Jahren stillgelegt und soll in einigen Jahren, wenn alle notwendigen Renovierungen gemacht sind, wieder in Betrieb genommen werden. Das Bad hat 3x6m, liegt unter dem Wohnzimmer (Hallenbad) und soll ganzjährig genutzt werden. Momentan ist es nur ein Loch im Keller. 3. Momentan drei, bald vier Personen im Haushalt. Weiteres zur WW-Versorgung ist noch nicht geplant, da ich ja vom Pelletkonzept abgerückt bin und jetzt einen neuen geeigneten Aufbau suche. 4. FBH mit 16er Rohr mit ca. 24 Kreisen auf drei Etagen. Genaue Planung erst bei Bestellung und gibt es erst in einem Monat, wenn die Bank ihr finales o.k. gibt. 5. Wir wohnen erst seit einem Jahr in dem Haus und haben wie schon erwähnt sehr spartanisch geheizt. Der Kessel hat 56kW und ist Bj 78. Brenner von Golling Bj. 94.
Theoretisch ermittelter Energiebedarf des Energieberaters ca. 98000kWh/a - Istzustand ohne Schwimmbad.
Danke nochmal für euer Interesse und eure Mühe. Dringlich ist im Moment nur die Sache mit den Erdkollektoren. Das soll halt nicht dummsinnig laufen, will ja eben kein Geld sinnlos verbrennen.
Die genaue Auslegung des Heizkonzepts, ob mit Spitzenlastkessel, Puffer oder ohne, welcher Wärmetauscher fürs Schwimmbad usw. das hat ja dann noch etwas Zeit (einen Monat :) )
Danke und Gruß
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07.06.2012 21:50:16 |
Mein Bruder hat vor ca. 10 Jahren ein sehr ähnliches Haus gekauft. Ehemalige Fabikantenvilla aus den 60er Jahren mit ca. 300 m2 Wohnfläche und einer angebauten Schwimmhalle, die man durch einen unterirdischen Tunnel erreicht. Und ein 56 kW Gaskessel, auch noch aus den 60er Jahren. Er hatte dort in den ersten Jahren einen Gasverbrauch von 70.000 kWh pro Jahr, über 400 Euro monatlicher Abschlag. Allein durch den Austausch des Monsterkessels gegen einen modulierenden 18 kW Gasbrennwertkessel und Stilllegung der Zirkulation ( nicht notwendig wegen kurzer Leitungswege ) ist der Verbrauch auf 40.000 kWh gesunken. Die Maßnahme hat sich binnen 4 Jahren amortisiert. In der Zwischenzeit hat er einige Fenster ausgetauscht und bei anderen das Glas getauscht. Hab vorhin noch mit ihm telefoniert. Er will jetzt das Obergeschoss komplett umbauen und in dem Zug gleich die Decke zum Spitzboden, Dachschrägen und Drempel dämmen sowie alle Fenster gegen Dreifachglas tauschen. Die Kellerdecke ist auch noch fällig. Danach sollte der Verbrauch Richtung 25.000 kWh sinken. Fassade wird er vielleicht mal dämmen, wenn sowieso ein neuer Anstrich fällig ist. Die Schwimmhalle hat er nicht in Betrieb genommen. Das technische Gelumpe aus den 60ern und die alte Fliesenoptik müßten komplett ausgetauscht werden, wenn es Freude machen soll. Der Aufwand für Erneuerung und Unterhaltung ist so hoch, daß es sich nicht rentiert - dafür kann man jedes Jahr einen schönen Urlaub machen.
Der errechnete Wärmebedarf des Energieberaters von 98.000 kWh für 260 m2 Wohnfläche ist schockierend. Solche Ergebnisse kommen manchmal bei ENEV-Berechnungen heraus, speziell dann, wenn KG und Spitzboden allesamt in der gedämmten Hülle liegen. Das müßte man komplett überdenken und neu berechnen. Vielleicht kann man ein paar der Berechnungen als Grundlage gebrauchen. Kannst du das ganze Material hier einstellen? Würde dann erst mal die Grenzen der beheizten Hülle überdenken. Der Dachboden sollte da raus, wenn nicht bis in die Spitze ausgebaut. Man dämmt die Zwischendecke zwischen OG und Spitzboden. Dichte Bodenklappe nicht vergessen. Auch das KG nimmt man idealerweise raus aus der beheizten Zone, wenn dort nicht ein Büro oder sonstige Räume dauerhaft voll beheizt werden. Dann muß die Kellerdecke gedämmt werden.
Was den Kollektor draussen in der Erde angeht sehe ich ein Problem darin, dem Erdbauer eine Auslegung plausibel zu machen. Wenn der sich kompetent fühlt und seine eigene Auslegung und Material und HB mitbringt wird er das so und nicht anders machen wollen. Das muß nicht schlecht sein, kostet ungünstigenfalls Soletemperatur und kann unnötige Ausgaben für z.B. einen Sammelschacht mit sich bringen. Versuch mal herauszufinden, was genau er da einzubauen gedenkt. Vermutlich 100m lange Kreise 25x2,3mm PE-Rohr. Meine Frage dazu: - welcher Durchmesser, 25x2,3 oder 32x3 oder was? - wieviele Kreise von welcher Länge - welches Material, PE80 oder PE100 oder PE100 RC; gedenkt er die Rohre in ein Sandbett zu legen? - wie ist die Verteilung der Rohre auf der Fläche angedacht? Zwei Ebenen 90 und 150cm hast du schon gesagt. Habe dagegen keine prinzipiellen Einwände, Verlegung auf 2 Ebenen kann speziell bei Betrieb des Schwimmbades vorteilhaft sein. Es wäre günstig, wenn die beiden Ebenen jede für sich hydraulisch für den Betrieb der Wärmepumpe ausreichen.
Mehr Planungszeit ist prima, später kannst du nur mit hohem Aufwnad etwas ändern. Und es wäre doch ärgerlich, wenn man jetzt halbe Sachen macht.
Wo liegt der Heizungsraum in Relation zu den wichtigsten Zapfstellen - Bäder und Küche? Wäre schön wenn man eine Zirkulation unnötig macht.
24 Kreise für die FBH klingt gut.
KfW-Darlehen?
Grüße Frank
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| | Zeit:
07.06.2012 22:47:53 |
Hi Frank,
ja das mit dem Haus deines Bruders klingt für mich sehr vertraut. Eine wahrscheinlich noch mehrere Jahre dauernde Baustelle...
Deine Vermutung zum Energiebedarf ist vollkommen richtig. Unser Obergeschoss reicht allerdings tatsächlich bis unter den Spitz, ist ein Pultdach und wir haben dadurch Raumhöhen von mehr als 5m an der höchsten Stelle. Da das Haus in den Hang gebaut wurde ist das UG nach hinten heraus ebenerdig, also ein Gartengeschoss. Die beheizte Hülle umfasst also wirklich alle drei Stockwerke.
Dadurch, dass ich den Tankraum zum Heizungsraum umbaue, liegt er natürlich nicht mehr zentral im Haus, d.h. das obere Bad benötigt locker 25m Leitungslänge, das zweite etwa 15m. Küche ist nah dran mit 5m.
Ich versuch morgen ein paar Details zum Kollektor zu erfahren, vielleicht ist er ja nicht so beratungsresistent und lässt sich auf eine andere Verlegemethode ein.
Worin liegt denn der Unterschied zwischen PE80 - PE100 RC und soll ich auf letzteres bestehen? Ich will ja schon jedes mögliche Grad rausziehen. Warum eigentlich Sole und kein DV?
Melde mich wieder sobald ich mehr weiß...
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| | Zeit:
07.06.2012 23:22:22 |
PE 100 RC ( RC = resistance to crack ) gibts erst ein paar Jahre. Es kostet pro Meter nur ein paar Cent mehr als die älteren Qualitäten - 32mm PE 100 RC kriegen wir von 2 Lieferanten für 73 bzw. 85 Cent pto Meter plus Steuer und Transport. Es erlaubt aber die Verlegung des Solerohrs ohne Sandbett - offiziell zugelassen selbst in steinigen Böden. Würde nichts anderes mehr einsetzen. Es setzt sich zunehmend auch bei Erdsonden durch, und sowieso im Wasserleitungsbau und anderen Anwendungen. In 10 Jahren wirst du nichts anderes mehr sehen im seriösen Tiefbau.
Gegen DV ist prinzipiell nichts einzuwenden. Das Kollektorrohr ist vielfach teurer. Der Vorteil einer nicht notwendigen Solepumpe wiegt nicht mehr schwer, weil wir mit den heutigen Hocheffzienzpumpen den Anteil des Stromverbrauchs der Solepumpe auf <2% begrenzen können. Bei DV entfällt ein Wärmeübergang. Das kompensieren bis überkompensieren wir aber durch den Einsatz einer viel größeren Tauscheroberfläche. Bei einer 12 kW Wärmepumpe würde man bei DV 600-800m Rohr mit 12mm Durchmesser einsetzen. Mit Sole verwenden wir 1.200m mit 32mm Durchmesser. Also viel mehr Tauscherfläche, um den Boden zu erschliessen. So kann man Jahresarbeitszahlen erreichen, die mindestens so gut sind wie die einer guten DV. Mein größter Einwand gegen DV ist der, daß dort Kollektor und Wärmepumpe meist aus einer Hand kommen. Es kann später schwierig werden, am gleichen Kollektor ein anderes Fabrikat einzusetzen. Bei Sole ist das völlig egal. An den Kollektor kann jede beliebige Wärmepumpe angeschlossen werden und in Grenzen auch die Leistung geändert werden. Wir legen redundant aus, z.B. verwenden wir für eine 6 kW WP 2 Kreise a 300m. Die WP kannst du aber dauerhaft auch mit nur einem Kreis betreiben. Bei DV kann das heikel werden. Kein DV-Erbauer übernimmt irgendeine Gewährleistung für einen fremden Kollektor, es kann unterschiedliche Kältemittel geben usw.
Mit "wir" meine ich übrigens Bernd_K und mich, die zusammen das optimierte Grabenkollektordesign entwickelt haben, von dem du hier im Forum viel lesen kannst. Einige Dutzend Anlagen im Betrieb, also im realen Betrieb erprobt. Wir sind eigentlich fachfremd - ich bin z.B. Mediziner - haben uns aber über Jahre sehr tief in die Materie eingearbeitet einschließlich der physikalischen Grundlagen. So sind wir weg gekommen von den alten VDI-Auslegungen und haben die ersetzt durch Auslegungen, die mit weniger Aufwand und geringeren Kosten zu gleichwertigen bis besseren Ergebnissen führen.
Grüße Frank
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| | Zeit:
08.06.2012 08:34:11 |
@schweinemumps: Zu den teilw. irreführenden Äußerungen von Frank hier einige Korrekturen: Für Dich wird nicht von Bedeutung sein wieviel einzelne Bestandteile Deiner neuen Heizung kosten, sondern wieviel Du insgesamt für eine funktionierende Anlage zahlen mußt - richtig? Insofern spielt es keine Rolle daß Kupferrohre (Kältequalität!!) teurer sind als PE-Rohr. Frank vergißt (mangels detaillierter Informationen?) dass bei einer DV-Anlage nicht nur die Sole-UWP (die während der ganzen Heizperiode zu laufen hat!) sondern auch ein zweiter Wärmetauscher entfällt. Bei einer 12 kW-WP werden genau 660 lfdm CU-Rohr als 3/8" (bei DV-Sonden 1/2") als Verdampfer verlegt (hier irrt sich Freund Frank mal wieder was die Querschnitte angeht) Über die Funktionsunterschiede der DV gegenüber Sole ist schon genug geschrieben, nur soviel: der Wärmeübergang auf das Kältmeittel ist effektiver als bei Sole (was Frank bis heute nicht versteht) Schau einfach mal auf die Seiten von www.ait.at da findest Du die getesteten COP-Werte (und nicht wie bei Frank der von Annahmen ausgeht) Dort steht schwarz auf weiß dass die DV-WP durch die Bank um 0,3 - 0,5 Punkte besser sind als vergleichbare Sole-WP (Nochmal: die Zahlen stammen von ait) Dass Frank als größten Einwand die Tatsache ansieht dass alles aus einer Hand kommt ist erstaunlich. Meine Kunden sehen das genau anders: ein Ansprechpartner, ein Festpreis, ein Garantiegeber. Eine der häufig genutzten Formulierungen die ich lese ist: es kann, es könnte, ggf. etc. Wenn heute jemand einen Diesel kauft und der Motor ist eines Tages hin wird er sicher nicht das ganze Auto verschrotten und ein neues kaufen - er wird den Motor auswechseln. Wenn an einer DV-Anlage mal was passiert (in 15 - 20 Jahren?) wird lediglich der Kompressor gewechselt - sonst nix. Die Kompressoren kommen von Weltfirmen wie Copeland ode Danfoss. Wo ist da ein Problem? Was das Kältemnittel angeht so ist hier reine Panikmache am laufen. Millionen (!!) von Klimaanlagen laufen mit R 407 C. Wer - außer Frank - glaubt daran dass dieses Mittel einfach von heute auf morgen verboten wird? Wenn ich lese dass Frank und Partner ihr System selbst entwickelt haben und schon dutzende Anlagen laufen haben (Resultate dieser Lösung kann man ja hier im HTD lesen und bewerten) finde ich das toll. Dass aber die DV-Hersteller europaweit Forschungsabteilungen mit der Weiterentwicklung betreiben, hunderttausende Anlagen laufen haben und von neutralen Stellen testen lassen ist für mich eine andere Kategorie. Wer selbst viel machen will ist sicher mit anderen Systemen gut bedient (ob man unterm Strich was spart muß jeder selbst wissen) Wer aber auf alle Teile der Anlage Garantien haben will wird sich wohl anders entscheiden. Letztendlich ist es der Kunde selbst der entscheidet. Kurt
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| | Zeit:
08.06.2012 08:37:12 |
Zitat von fdl1409  ....zu gleichwertigen bis besseren Ergebnissen führen. Da kann man auch anderer Auffassung sein ;-) mfg
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| | Zeit:
09.06.2012 08:28:31 |
Hallo zusammen.
Ich fasse mal zusammen:
1. Mitte nächster Woche wird eine ungenannte Menge Rohr (Längen der Kreise, Querschnitt unbekannt) in nicht näher spezifizierter Geometrie verlegt. Die Fläche auf der das Rohr verlegt werden könnte ist auch noch unklar. Was ist z.B. in der Skizze rechts neben dem Haus?
2. Der WärmeEnergiebedarf liegt derzeit bei 98000 kWh/a. Das ist für meine Begriffe ein recht hoher Wert, mein Altbau mit 280 m² Fläche (alte Fenster, Dämmung nach Standard 1978, also schlecht) braucht gut 30000 kWh/a. Man sollte zumindest prüfen, wie sich der berechnete Energiebedarf auf Heizung und Schwimmbad im Jahresverlauf verteilt.
3. Es scheint demnach kein schlüssiges Konzept zu geben: a. Energiebedarf nach Sanierung ? b. Heizquellen ? c. Lastabschätzung und Design des Kollektors ?
Habe ich das so weit richtig verstanden?
Wenn ja: Als erstes müssten auf die schnelle 6 (!!) x 300 Meter PE RC 32x2.9 mm beschafft werden. Dann müssten wir übers WE einen optimalen Verlegeplan dafür erstellen. Dazu brauchen wir eine Skizze mit allen für den Kollektor verwendbaren Flächen (auch seitlich vom Haus), und Angaben über das Bodenniveau bei Verlegung und die Höhe der Aufschüttung nach Verlegung.
Gruß, Bernd
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