| | Zeit:
02.07.2012 10:59:13 |
Hallo,
im Verlauf einer Praxisarbeit für die Uni möchte ich an einem rechnerischen Beispiel begründen, weshalb beim Einsatz einer Wärmepumpe Flächenheizungen den Kompaktheizflächen (Heizkörper) vorgezogen werden sollten. Mir ist bekannt, dass bei der FBH geringe und bei HK hohe Vorlauftemperaturen gefahren werden müssen. Gerade bei geringen Vorlauftemperaturen und somit einem kleinen delta T zwischen VL- und Quellentemperatur steigt die Leistungszahl und somit der Wirkungsgrad. Deshalb wird auch der Betrieb einer Wärmepumpe IMMER in Kombination mit FBH empfohlen.
Ich möchte jetzt in einer Rechnung beweisen, dass man FBH bevorzugen soll! Ich dachte, dies evtl. über die VL-Temperaturen zu versuchen. Mir ist nur nicht so richtig klar, wie ich den Ansatz dafür finden und welche realistrischen Werte zur Berechnung ich mir ausdenken soll.
Ist es besser über den Ansatz: Q̇=k⋅A⋅Δϑ_m oder über: Q̇=ṁ⋅c⋅Δϑ
Vielen Dank!
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| | Zeit:
02.07.2012 11:51:25 |
Soll das ein Witz sein?
Wissenschaftliches Arbeiten sollte ja wohl mal im Grundsatz ergebnisoffen sein. Fußbodenheizung ist nicht gleich Fußbodenheizung. Gebäude unterscheiden sich drastisch. Um mal ein paar Extreme zu nehmen:
1) Geschosswohnungsneubau mit Einzelraumregelung und FBH in "Bauträgerqualität" ohne Optimierung, unterschiedlichem Wärmebedarf in den einzelnen Wohneinheiten, "historische" Umwälzpumpe
2) Passiv-Einfamilienhausneubau mit Betonkernaktivierung (logischerweise ohne ERR), Hocheffizienzumwälzpumpe
3) Sanierungs-Einfamilienhaus mit Sanierungs-FBH u. schlechter Anbindung und Badezimmer bei 24°C Innentemperatur, unnötig hohe RL-Temperatur usw. usw.
4) Sanierungs-Geschosswohnungsbau .... (Details spare ich mir jetzt)
Ergo: erst mal über ein paar Praxiskonstellationen nachdenken. Sinnige Vergleiche sind dann nicht so schwer.
Zum nachdenken: vielleicht sollte man die Frage aufwerfen, unter welchen Voraussetzungen Flächenheizung der Kompaktheizfläche bei Wärmepumpeneinsatz überlegen ist. Claus
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| | Zeit:
02.07.2012 12:37:23 |
Nein, das soll kein Witz sein.
Es geht generell um die Tatsache, dass, wenn man die Möglichkeit einer Fußbodenheizung hat, diese auch einbaut. Ganz unabhängig von irgendwelchen baulichen, gebäudetechnischen Gegebenheiten.
Ich möchte rein thermodynamisch betrachtet die FBH dem HK gegenüberstellen. Bei gleichen Bedingungen wie bsp. Raumlufttemperatur von 20°C, Heizlast des Raumes von 800W...
Ganz allgemein, denn dass eine FBH mit geringen VL-Temperaturen als ein HK läuft und dass sich das wiederum positiv auf die Leistungszahl auswirkt ist unter allen Voraussetzungen gleich, und darum geht es!
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| | Zeit:
02.07.2012 13:06:23 |
Hallo Rohrschlange,
bei jeder Beweisführung muß haarklein die zu vergleichende Ausgangssituation definiert werden. Wegen der Äpfel und Birnen...
Die schwankende Heizlast während der Heizperiode und die Raumtemperaturen sind ja sicherlich als identisch anzusetzen.
mal unsortiert: - Welche Systemtemperaturen schweben Dir für die Heizkörper- bzw. FbH-Anlage vor? - Welche Volumenströme und Differenzdrücke sollen bei der Heizkörper- bzw. FbH-Anlage angesetzt werden? (Pumpstromkosten) - Wie ändern sich die COP/JAZ-Werte der Wärmepumpe bei den unterschiedlichen Systemtemperaturen? - Hat die Wärmepumpe immer die gleiche Quellentemperatur oder ändert sich diese mit der Außentemperatur (Luft-Wasser-WP)? - Soll der physiologische Vorteil der FbH (gleiches Wärmeempfinden bei niedrigerer Raumtemperatur?) einfließen? ....
Gruß Ratzeful
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| | Zeit:
02.07.2012 13:10:54 |
Der rein thermodynamische Ansatz reicht nicht. Fussboden/Flächenheizungen mit Konvektionsheizungen zu vergleichen geht nur bedingt. Bei Heizkörpern wird durch z.B. Stahlflächen die Luft erwärmt und durch die eintretende Konvektion der Raum temperiert, bei Flächenheizungen verhält es sich wie mit der Sonne, die infraroten Wellen der abstrahlenden Flächen erwärmen die Körper auf die diese treffen in Abhängigkeit des Absorbtionsgrades und des Reflexionsgrades. Da gelten andere Rechenwege. Am besten mal hier den Bericht als PDF inhalieren und dann noch mal über den Ansatz nachdenken. Steffen
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