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Stromfresser Grundwasserpumpe
Verfasser:
MS_keh
Zeit: 11.07.2012 09:46:30
1736222
Hallo zusammen,

wir haben eine Wasser/Wasser WP mit einer Grundwasserpumpe von Grundfos SP3A-6.
Nun möchte ich gerne den Stromfresser SP3a-6 mit einer normalen Umwälzpumpe kombinieren um einiges an Strom zu sparen. Unser Grundwasser beginnt bei ca. 4m. Ich habe mir folgendes gedacht, weiß aber nicht ob dies so möglich ist.
Ich schalte die SP3a-6 und eine Umwälzpumpe in Reihe. Lasse die ersten 10 Sekunden die Pumpe mit der größeren Leistung laufen um evtl. Lufteinschlüsse zu beseitigen. Danach wird auf die Umwälzpumpe per Zeitrelais umgeschaltet. Ist es möglich mit der Umwälzpumpe das Wasser über die SP3a-6 anzusaugen? Oder wird hier evtl. ein Rückschlagventil parallel zur SP3a-6 benötigt? Der Plattenwärmetauscher hat einen Druckverlust von ca. 350 mBar.
Ich habe mir auch schon diverse Threads zu dem Thema durchgelesen, aber ganz schlau bin ich daraus nicht geworden. Was für einen Umwälzpumpe sollte bei mir denn funktionieren, falls es überhaupt funktioniert.
Bin für Ratschläge offen. Vielen Dank.

Gruß
MS
Verfasser:
NoVA
Zeit: 11.07.2012 11:14:45
1736259
Stromfresser? Die SP 3A6 hat eine Leistungsaufnahme von 370 Watt???
Verfasser:
MS_keh
Zeit: 11.07.2012 11:19:11
1736262
Hallo NoVA,

da hast du wohl P2 und P1 verwechselt. Denn tatsächlich braucht die Pumpe über 600W.

Gruß
Verfasser:
NoVA
Zeit: 11.07.2012 12:22:09
1736295
Sorry, ja hab ich verwechselt, aber trotzdem nicht so hoch,
ob das den Einsatz einer zusätzlichen Pumpe rechtfertigt?
Verfasser:
Astra612
Zeit: 11.07.2012 12:26:43
1736296
Hallo MS,

warum nicht einen Frequenzumsetzer einbauen?
Da ist mit 160W Leistungsaufnahme alles erledigt.
Paulix
Verfasser:
MS_keh
Zeit: 11.07.2012 12:52:55
1736306
Hallo Astra612,

hab ich mir auch schon überlegt, aber wenn man es richtig machen möchte, muss doch auch ein allstromsensitiver FI Schutzschalter montiert werden. Der kostet ca. 200€, dann noch der FU.
Von der Lösung mit dem FU bin ich eigentlich wieder abgekommen.
Ich hab eben hier im Forum gelesen, dass einige schon auf eine Umwälzpumpe umgerüstet haben.

@NoVA
aber wenn die WP nur 1,6kw aufnimmt, dann sind 600W doch ganz schön viel. Außerdem würden die zwei Pumpen ja nie gleichzeitig laufen.
Und die Umwälzpumpe bräuchte dann vielleicht nur 100W.

Gruß
MS
Verfasser:
bbackes
Zeit: 11.07.2012 20:07:09
1736556
Ehe Sie über Stromfresser philosophieren, nennen Sie doch bitte mal die Wassermenge, die benötigt wird, und welche Druckverluste außerhalb des Brunnens eine Rolle spielen.

Sie schreiben, das Grundwasser steht 4 m unter der Oberfläche an. Frage: Kann man das Ganze als ein abgeschlossenes System betrachten - das Wasser kommt ohne Berührung mit der Außenluft wieder in den Brunnen zurück - oder läuft es in die Natur?
Verfasser:
MS_keh
Zeit: 12.07.2012 06:17:45
1736729
Zitat von bbackes Beitrag anzeigen
Ehe Sie über Stromfresser philosophieren, nennen Sie doch bitte mal die Wassermenge, die benötigt wird, und welche Druckverluste außerhalb des Brunnens eine Rolle spielen.

Sie schreiben, das Grundwasser steht 4 m unter der Oberfläche an. Frage: Kann man das Ganze als ein[...]



Hallo bbackes,

ich philosophiere nicht über Stromfresser, sondern möchte meine WP so effektiv wie möglich betreiben und das hat nichts mit Philosophie zu tun. Das sind ganz einfach Fakten und wenn es die Möglichkeit gibt Strom zu sparen, wieso denn nicht? Druckverlust steht in meinem ersten Beitrag --> Plattentauscher 350mbar bei 2500l/h.
An den Leitungen wird nicht mehr so viel abfallen. Wir haben einen Saug- und Schluckbrunnen, bei denen jeweils das Rohr bis zum Grundwasserspiegel gelegt wurde.

Gruß
MS
Verfasser:
ölbaldaus
Zeit: 12.07.2012 07:16:01
1736741
Einfach eine kleine Stichleitung vom geschlossenen Rohr-System Förder/Schluckbrunnen im Heizraum an die Decke führen.An der Decke eine kleine,billige Vakuumpumpe mit einstellbarem Unterdruck am Ende der Stichleitung installieren und die Wassersäule damit hochziehen,bis sie 1mtr unter Decke steht und damit noch 1mtr Luftsäule(teilevakuiert) stehen bleibt bis zur Vakuumpumpe.

Damit steht die knapp über Boden montierte Brunnen-UWP ständig unter Wasser,andere Pumpen sind nicht meht nötig.Verliert das Rohrsystem etwas Wasser,was durch winzige Undichtigkeiten sein könnte,zieht die Vakuumpumpe vollautomatisch die Säule wieder hoch,so daß sich innerhalb des UWP-Bereichs keinerlei Luft befindet.

Auf die teure Brunnenpumpe kann so vollständig verzichtet werden.

Wichtig:Die UWP in Bronze/Edelstahl/Rotgußausführung,da offenes System!

Jeder,der unter 8mtr Wasserspiegel hat,kann damit arbeiten.Vakuumpumpe bekommt man schon bei ebay für zweistellige Beträge.

MfG
Verfasser:
MS_keh
Zeit: 12.07.2012 07:43:53
1736747
Zitat von ölbaldaus Beitrag anzeigen
Einfach eine kleine Stichleitung vom geschlossenen Rohr-System Förder/Schluckbrunnen im Heizraum an die Decke führen.An der Decke eine kleine,billige Vakuumpumpe mit einstellbarem Unterdruck am Ende der Stichleitung installieren und die Wassersäule damit hochziehen,bis sie 1mtr unter Decke steht[...]



Hallo Ölbaldaus,

leider hab ich die SP3a-6 schon, die läuft schon seit 2 Jahren.
Von daher brauch/möchte ich mir keine Vakuumpumpe kaufen.
Könnte das mit den zwei Pumpen in Reihe funktionieren?
Was für eine Umwälzpumpe würde ich ca. benötigen? 4m Pumpe, 6m Pumpe????

Vielen Dank.

Gruß
MS
Verfasser:
slmax
Zeit: 12.07.2012 08:07:16
1736760
Zitat von MS_keh Beitrag anzeigen
Hallo zusammen,

wir haben eine Wasser/Wasser WP mit einer Grundwasserpumpe von Grundfos SP3A-6.
Nun möchte ich gerne den Stromfresser SP3a-6 mit einer normalen Umwälzpumpe kombinieren um einiges an Strom zu sparen. Unser Grundwasser beginnt bei ca. 4m. Ich habe mir folgendes[...]


Hallo,
Wenn Du an eine herkömmliche Umwälzpumpe wie sie auch in Heizungsanlagen eingesetzt werden denkst muss ich Dir abraten. Diese brauchen einen geschlossenen Kreislauf um fördern zu können. Du könntest aber abklären ob die Drehzehl der jetzt eingesetzten Pumpe gedrosselt werden kann um dann mit der minimal notwendigen Drehzahl die Wärmepumpe zu versorgen und so nicht mehr Strom zu verbrauchen als nötig. Pass aber auf, Wärmepumpen sind empfindlich was die Wassermengen angeht.
Verfasser:
ölbaldaus
Zeit: 12.07.2012 08:18:01
1736768
Zwei Pumpen in Reihe dürften nicht gut funktionieren.Die Brunnenpumpe füllt zwar die aufsteigende Leitung vom Förderbrunnen zur WP so,daß keine Luft mehr darin bleibt,aber ab dem abfallenden Beginn der Schluckleitung wird sich immer!! Luft befinden,sofern nicht vorher evakuiert und luftdicht verschlossen wurde.

Diese eingeschlossene Luft unterbricht die abfallende Wassersäule und schwächt damit deren Sogwirkung so stark ab, daß die wenige 100mbar der UWP nicht ausreichen werden,um den Kreislauf vom Förder- zum Schluckbrunnen zuverlässig aufrechtzuerhalten,wenn die Förderpumpe Danfoss abgeschaltet wird.

Beachte bitte:Sicherheit geht immer noch vor Effizienz.Denn mit einem Totalschaden ist bei Einfrieren jederzeit zu rechnen.Die Kosten holt man durch Effizienz dann nie mehr rein!


MfG
Verfasser:
MS_keh
Zeit: 12.07.2012 13:13:23
1736908
Zitat von ölbaldaus Beitrag anzeigen
Zwei Pumpen in Reihe dürften nicht gut funktionieren.Die Brunnenpumpe füllt zwar die aufsteigende Leitung vom Förderbrunnen zur WP so,daß keine Luft mehr darin bleibt,aber ab dem abfallenden Beginn der Schluckleitung wird sich immer!! Luft befinden,sofern nicht vorher evakuiert und luftdicht[...]



Hallo Ölbaldaus,

wäre es möglich das du mal ein paar Bilder online stellst, wie das ganze auszusehen hat? Denn wenn deine Lösung so funktioniert, dann könnte ich mir auch vorstellen, die Sp3a-6 komplett zu verbannen.

Gruß
MS
Verfasser:
crax
Zeit: 12.07.2012 13:24:13
1736915
Zitat von slmax Beitrag anzeigen
... Pass aber auf, Wärmepumpen sind empfindlich was die Wassermengen angeht.
Ich bin mir relativ sicher, dass er weder weiß wieviel benötigt wird, noch wie hoch der tatsächliche Massestrom ist! ;-)
Zudem, eine Reihenschlatung von Pumpen macht nur Sinn, wenn beide aktiv werden. Das macht man nur dann, wenn der Druck eines Partners nicht ausreichend ist. Andernfalls wirkt die nicht aktive Pumpe wie eine "Bremse", vernichtet Energie, genau das Gegenteil von dem, was erreicht werden soll ;-)

mfg
Verfasser:
MS_keh
Zeit: 12.07.2012 14:21:29
1736947
Zitat von crax Beitrag anzeigen
Zitat von slmax Beitrag anzeigen
[...]
Ich bin mir relativ sicher, dass er weder weiß wieviel benötigt wird, noch wie hoch der tatsächliche Massestrom ist! ;-)
Zudem, eine Reihenschlatung von Pumpen macht nur Sinn, wenn beide aktiv werden. Das macht man nur dann, wenn der Druck eines Partners nicht ausreichend ist. Andernfalls[...]




@crax

Ach, und woher möchtest du das wissen????
Laut Datenblatt werden 2000l/h auf der Quellenseite benötigt.
Aktuell sind es 3200l/h........

Noch etwas zu deinem tollen Kommentar am Anfang.
Ein Forum ist doch dafür da, um Erfahrungen auszutauschen, aber es gibt anscheinend in jedem Forum Besserwisser, die meinen alles zu wissen ;-)
Außerdem lasse ich mich gerne aufklären und bin auch bereit einen anderen Lösungsvorschlag umzusetzen.

Gruß
Verfasser:
crax
Zeit: 12.07.2012 14:31:10
1736955
Zitat von MS_keh Beitrag anzeigen
...Aktuell sind es 3200l/h...
Wie gemessen?

mfg
Verfasser:
MS_keh
Zeit: 12.07.2012 14:56:25
1736963
Zitat von crax Beitrag anzeigen
Zitat von MS_keh Beitrag anzeigen
[...]
Wie gemessen?

mfg



Mit einem Schwebekörper-Durchflussmesser und davor noch ganz banal mit der Eimer-Methode und einer Stoppuhr. Danach wurde dann mit einem Schwebekörper-Durchflussmesser gemessen. Und siehe da, die banale Messung passte ebenfalls, bis auf 100l/h.

Gruß
Verfasser:
crax
Zeit: 13.07.2012 09:02:31
1737306
Zitat von MS_keh Beitrag anzeigen
...Danach wurde dann mit einem Schwebekörper-Durchflussmesser gemessen...
Ist der ständig im Kreislauf?

mfg
Verfasser:
Morpheus112
Zeit: 13.07.2012 11:19:39
1737380
naja, also mit den zwei pumpen in reihe hat er schon recht.
die grosse würde wie eine bremse beim auto sein.
ich glaub nicht das du beim autofahren während des gas gebens auch bremset.

und soviel ich weiss sind normale umwälzpumpen für unterdruck an saugseite nicht zulässig wegen kavitation. die luft im wasser würde dir das pumpenrad ziemlich schnell kaputt machen.

wie sieht es eigentlich mit dem kalk im grundwasser aus?
Verfasser:
MS_keh
Zeit: 13.07.2012 12:54:45
1737447
Zitat von MS_keh Beitrag anzeigen
[...]Oder wird hier evtl. ein Rückschlagventil parallel zur SP3a-6 benötigt?



Das hab ich mir schon gedacht, dass die Sp3a-6 evtl. wie eine Bremse wirkt. Deswegen habe ich auch oben geschrieben ob evtl. ein, parallel zu der SP3a-6, geschaltetes Rückschlagventil helfen könnte.
Einige haben es schon am Laufen mit einer normalen UWP.
Wie lange das funktioniert weiß ich auch nicht.
Ich mach mir eben gerade Gedanken wie ich die Förderpumpe am besten drossel, damit der Stromverbrauch nicht so hoch ist. So viele Möglichkeiten gibt es ja hier nicht. FU, normale UWP.

Gruß
MS
Verfasser:
ölbaldaus
Zeit: 13.07.2012 16:52:16
1737605
Mit einer 50 EURO Vakuumpumpe,einem Entlüfter am höchsten Punkt der Leitung läßt sich für Minimalaufwand die gesamte Leitung mit Wasser füllen.Bringt man das ganze an der Decke an,ist die UWP mindestens 1-1,5 mtr unter Wasser.Kavitation damit kein Thema.


Der Entlüfter ist solange offen und läßt der Vakuumpumpe Luft absaugen,bis die wassersäule an die Schwimmerkugel anstößt.Damit verschließt sich dann der Austritt,Wasser kann von der Vakuumpumpe nicht angesaugt werden.

Kommt Luft in das System,öffnet der Schwimmer,das abfallende Vakuum setzt die Vakkumpumpe ingang und das Spiel beginnt erneut.Sobald der Entlüfter über die anstehende Wassersäule wieder geschlossen und das Vakuum erreicht ist,schaltet die Vakuumpumpe selbständig wieder ab.Damit überwacht sie mit geringstem Aufwand und praktisch ohne Stromverbrauch ständig die Wassersäule und auch Luftausgasungen innerhalb oder Luft-Zutritte von außen in die Leitung sind problemlos zu bewältigen.

Kosten minimal,Effizienzerhöhung maximal,da mithilfe der UWP nur noch 10% Strom für die Brunnenumwälzung gebraucht wird,was die Grundfos schlucken würde.

MfG
Verfasser:
ölbaldaus
Zeit: 13.07.2012 17:51:16
1737627
Nachtrag:
Ohne Entlüfter mit Schwimmerkugel geht das ganze natürlich nicht,da die Vakuumpumpe letztendlich Wasser ansaugen würde und damit zerstört würde.Der Entlüfter schützt also die Pumpe vor dem Wasser der mit fortdauernder Evakuierung hochsteigenden Säule ,da er bei Erreichen des Füllstandes in der Stichleitung zumacht und nur noch Luft oberhalb des Entlüfters angesaugt werden kann,aber keinesfalls mehr Wasser.
Verfasser:
MS_keh
Zeit: 14.07.2012 11:18:37
1737854
Hallo Ölbaldaus,

das hört sich echt ganz gut an. Wieviel Watt genehmigt sich dann die UWP, wenn sie nur noch den Leitungs- und Wärmetauscherwiderstand überwinden muss? Gibt es passende Entlüfter für 40mm Kunststoffrohr?
Die Vakuumpumpe die ich gesehen habe, sind alle ziemlich groß. Was für eine Pumpe wäre denn hier geeignet? Ich mach mal eine Zeichnung, wie ich das ganze Verstanden habe und stell sie online, wär super wenn du dir das ganze mal anschauen könntest. Vielen Dank.

Gruß

MS
Verfasser:
MS_keh
Zeit: 14.07.2012 11:35:53
1737865
Hallo,

anbei eine Skizze der Verrohrung.

Link:
http://s14.directupload.net/file/d/2951/d5zldn3d_jpg.htm

Gruß
MS
Verfasser:
ölbaldaus
Zeit: 14.07.2012 19:53:15
1738059
Ja,
genauso wie die Skizze es zeigt,gehört es aufgebaut.

Bei 3000 ltr und einem Druckverlust von einigen 100 mbar von Anfang bis Ende des Wasserkreislaufs reicht eine gewöhnliche Heizungs-UWP.Nimmt man Klasse A-Pumpen,kommt man auf extrem geringe Verbräuche.Ich würde mal sagen,das sind einstellige Prozentwerte im Verbrauch gegenüber den 550 Watt,die die Grundfoss durchjagt,also weit unter 50W!!

Selbst eine Frequenzumformerlösung ist Tineff dagegen.Ich verstehe nicht,warum bei über 50% aller Anwender,die die "Heberlösung" realisieren könnten,weil sie den Wasserspiegel weniger als 8mtr unter der WP haben,diese COP-vernichtenden Grundfos-Pumpen zum Einsatz kommen.Haben alle offenbar keine rechte Ahnung,denn bevor ich mir den ganzen Aufwand antue mit der Frequenzregelung,evakuiere ich mit links meine Leitung.Selbst wenn der Wasserspiegel durch Undichtigkeiten nicht ewig hält,die von mir beschriebene Lösung stellt in wieder her,ohne daß ich was davon merke.

Im Sommer,sollte ich die WP nicht brauchen,schalte ich die Vakuumpumpe ab,öffne einfach das Vakuumventil und der Wasserspiegel sinkt auf Grundwasserniveau,zum Herstellen des Betriebszustandes im Winter schließe ich das Ventil,schalte die Vakuumpumpe an und lehne mich entspannt zurück,weil alles vollautomatisch abläuft.

Entlüfter könnte man z.B. Spirotop,aber nicht die teurere Solarvariante,sondern die billige Heizungsvariante nehmen,Vakuumpumpe z.B. eine V115 bei ebay.

MfG
Verfasser:
fdl1409
Zeit: 15.07.2012 10:26:16
1738212
@MS_keh,

du hast einen Zwischenkreis? Das wurde bisher noch nicht erwähnt.

Grüße
Frank
Verfasser:
MS_keh
Zeit: 15.07.2012 10:41:20
1738218
Hallo,

ja ich habe einen Zwischenkreis, spielt das eine Rolle?
Außer das die Solepumpe zusätzlich Strom verbraucht. Da ist mir klar.
Aber unsere erste WP ging nach einem Jahr hops. Wir haben eine Stiebel Eltron. Die verbauen seit neuestem nur nur GW-WP mit Zwischenkreis.
Find ich persönlich nicht so toll, aber es wurde alles auf Garantie ausgetauscht, von daher ist es eben so.
Aktuell habe ich eine Spreizung von ca.2K bei der Quelle. Ich denke 3-4K sollte optimal sein. Vielen dank für die Ratschläge bis jetzt.
Ich werd mich mal auf die Suche nach dem Material machen.

Gruß
MS
Verfasser:
MS_keh
Zeit: 15.07.2012 10:47:50
1738223
Zitat von ölbaldaus Beitrag anzeigen
Ja,
genauso wie die Skizze es zeigt,gehört es aufgebaut.

Bei 3000 ltr und einem Druckverlust von einigen 100 mbar von Anfang bis Ende des Wasserkreislaufs reicht eine gewöhnliche Heizungs-UWP.Nimmt man Klasse A-Pumpen,kommt man auf extrem geringe Verbräuche.Ich würde mal[...]



Noch eine Frage, muss die Vakuumpumpe direkt an dem SpiroTop angeschlossen werden?

Die Vakuumpumpe startet automatisch, wenn Luft in das System gekommen ist, richtig? Ist das bei der V115 ebenfalls der Fall oder benötigt man hier eine besondere Vakuumpumpe.
Vielen Dank.



Gruß

MS
Verfasser:
bbackes
Zeit: 15.07.2012 10:49:22
1738226
Sehr geehrte(r) Herr/Frau ölbaldaus, Ihre Liebe zu Wärmepumpen, die letztendlich zu einem guten Drittel elektrisch heizen, in allen Ehren. Ich persönlich hätte nicht den Mut, jemandem eine solche Kamikaze-Konfiguration aufzuschwatzen, wenn ich finanziell dafür geradestehen müßte, daß sie auch reibungslos funktioniert. Übernehmen Sie die Verantwortung hierfür?

Ihr Billig-Vakuumpümpchen funktioniert nur, wenn der anfallende Lufteintrag minimal ist. Wie wollen Sie verhindern, daß das System leerläuft, wenn die eigentliche Umwälzpumpe außer Betrieb ist? Bei 3.000 l/h ist schon mal eine Zweizollverrohrung nötig. Im Bildchen sehe ich nichts von einem Hydraulikelement, das durch geringe Wassergeschwindigkeit dafür sorgt, daß die Luft sich nahe des Entlüfters sammeln kann. Wärmetauscher sind leider auf luftfreies Wasser angewiesen.

Angenommen, es werden 3.500 l Wasser pro Stunde benötigt bei einem Druckabfall von (gelinde gerechnet) 5 mWS, das sind 1 l/s; macht 5 kgm/s an mechanischer Arbeit, also 50 W. Bei einem angenommenen A++ - Wirkungsgrad von 50% sind wir schon bei 100 W Eingangsleistung der Pumpe - sofern Ihre Konstruktion überhaupt funktioniert.
Verfasser:
tegel
Zeit: 15.07.2012 13:55:54
1738386
Hallo MS,

was wäre, wenn Du die beiden Pumpen nicht hintereinander, sondern parallel schalten würdest.

Zu Beginn laufen beide Pumpen parallel an. Dann schaltet sich die große Pumpe ab und ihre Verrohrung wird mit einem einfachen Magnetventil verschlossen. Die kleine Pumpe läuft weiter.

Das wäre doch eine einfache und zuverlässige Konstruktion!? Oder unterliege ich da einem Denkfehler?
Zudem wäre die große Pumpe jederzeit für andere Zwecke nutzbar (Garten, bei mir Schwimmteich). Man müßte den Zeitschalter dann nur deaktivieren.

Grundsätzlich gilt:

Eine etwas geringere Durchflussmenge im WT ist nicht dramatisch. Die Spreizung wird zwar größer und dadurch der reine WP-COP kleiner. Nimmt man die Grundwasserpumpe aber mit in die Bilanz, so fällt der geringere Strom viel mehr ins Gewicht und am Ende verbessert sich die AZ daramatisch.

BBackes
Ein Drittel ist ein Wert aus dem Mittelalter.

Gruß
Verfasser:
ölbaldaus
Zeit: 15.07.2012 15:13:42
1738425
Der Spirotop hat ein halb Zoll Innengewinde für die Stichleitung und ein halb Zoll Außengewinde für die Entlüftungsleitung.Diese wird an die Vakuumpumpe angeschlossen.

Nun zur Fördermenge:Bei Wasser rechnet man mit 4° Spreizung im gegensatz zu Sole,die in der Regel mit 3° betrieben wird.Bei 2000ltr und 4° Spreizung habe ich 2x4x1,16 also eine Kälteleistung von 9,28 kW!
Das ermöglicht in der Regel eine Heizleistung von 12kW.Wird soviel überhaupt gebraucht? Ich glaube kaum.Trotzdem.laß uns mal von 2cbm/h ausgehen.Damit dürfte der Druckverlust bei etwa 300mbar liegen.Eine Wilo Stratos pico liefert bei 300mbar etwa 2100 ltr/Stunde und braucht dabei etwa 38 Watt.Da es sich bei dir um ein geschlossenes System handelt,braucht die Stratos pico keine potentielle Leistung zu erbringen,sie muß lediglich den Druckverlust überwinden,der nun mal bei gerade mal 300mbar liegt.

Voraussetzung dafür ist eine völlig luftfreie Schluck- und Saugleitung.Dies gelingt nur nach vorheriger Evakuierung.Würdest du die Grundfos anlaufen lassen,und die Wilo Stratos parallel dazuschalten,hast du in der Schluckleitung immer noch jede Menge Luft,was bedeutet,daß die Hebeleistung(potentielle Energie) nicht ausreicht,denn dir fehlt ein bedeutender Teil des Schluckleitungsunterdrucks und Sogs,da er sich nur unwesentlich aufbaut wegen der darin befindlichen Luft.

In der Regel sind Vakkumpumpen selbstabschaltend nach Erreichen des Unterdrucks.Erreicht also die Wassersäule den Spirotop,verschließt der sich anhebende Schwimmer die Luftaustrittsöffnung,die Vakkumpumpe evakuiert aber weiter,bis der Grenzunterdruck erreicht ist.Das macht aber nichts,denn der Spirotop verschließt auch gegen Vakuum zuverlässig.Schließlich hat er bis zu 10 bar in normalen Heizungen zu bewältigen,hier wären es selbst bei Feinvakuum immer weniger als 1 bar,bei 4mtr Förderhöhe also 600mbar Druckdifferenz zwischen Stichleitung und evakuierter Zone.

Laß dich von diversen Kommentaren nicht verunsichern,gebrauche deinen gesunden Menschenverstand und fühle dich denen gegenüber,die dich von der Seite anpinkeln wollen,überlegen.

MfG
Verfasser:
Energieerzeuger
Zeit: 15.07.2012 17:09:12
1738507
Ich betreibe seit dem letzen Winter meine WW.Wp.mit einer Grundfos Alpa 2 25-60 mit exakt 45 W Stromaufnahme.
Der Aufbau ist sehr einfach.
In meinem Brunnenschacht ca.1,5m über Wasseroberkante ist die Alpha 2 mittels Schwimmbad Kunststoffrohre d 50 mm montiert.In der Saugleitung befindet sich eine Schwimmbad Kunststoffrückschlagklappe d 50mm.
Nach der Alpha 2 wurde zwecks Kontrolle des Wasserdurchsatzes ein Durchflußmesser installiert.Wasserdurchsatz 2300l/h.
Sämtliche Verrohrung des Wasserkreislaufes ist mit PVC Rohre d 50 mm mit Klebebögen zwecks geringen Strömungswiderstandes durchgeführt worden.
Die Wasserleitung im Sickerschacht ragt ca.1m in den Grundwasserbereich des Brunnens hinein,dadurch ergibt sich ein geschlossenes System und die Wassersäule wird dadurch nicht unterbrochen.Mit dieser Baumaßnahme ist sichergestellt,daß die Grundfos Alpha 2 sofort und ohne Lufteinlagerungen mit voller Leistung in Betrieb geht.
Eien kleinen Haken hat auch diese Installationsart .Es müssen zu 100% die Verbindungen und Anschlüsse dicht verarbeitet sein,ansonsten seiht die Anlage langsam aus und es ist keine Zirkulation mehr vorhanden.
Meine Homepage;www.powerofsun.at
Verfasser:
fdl1409
Zeit: 15.07.2012 17:45:27
1738531
MS_keh,

gib uns doch mal etwas mehr Info.

Welche Leistung hat die Wärmepumpe?

Wie ist die Wassertemperatur um Mittel und minimal im Winter - wichtig zur Abschätzung der möglichen Spreizung.

Wie hoch ist das geodätische Gefälle? Gebraucht wird der tiefste auftretende Wasserstand im Brunnen bei Trockenheit und nach einem längeren Takt. Es zählt aber nicht nur der Wasserstand unter Gelände, dazu muß man die Höhe über Grund addieren, wenn die WP oberirdisch steht, und zwar die höchste Stelle des Wasserkreislaufs.

Welchen Durchmesser hat die Leitung und wie lang ist sie von Öffnung im Förderbrunnen bis Auslaß im Schluckbrunnen?

Gibt es ein Druckverlustdiagramm oder sonstiges Datenblatt zu dem WW-WT?

Die Konstruktion muß schon dicht sein. Die Funktionsfähigkeit der Förderpumpe ist gewährleistet, wenn diese nicht ganz oben im Kreislauf sitzt, sondern möglichst tief. Optimal wie von Energieerzeuger geschildert im Brunnenschacht. Wenn es knapp ist mit der Förderhöhe kann man das Problem auch dadurch lösen, daß man bei einer Anlage mit Zwischenkreis die Verbindung zwischen Förder- und Schluckbrunnen in einen Graben unter die Erde legt. So wäre eine Heberlösung prinzipiell selbst dann noch möglich, wenn der Wasserspiegel bis zu mehr als 10m unter Gelände liegt. Auch den Wärmetauscher kann ich ja in den Brunnenschacht verlegen, sodaß der höchste Punkt der Leitung unter der Erdoberfläche läge.

Ein Fußventil oder Rückschlagklappe muß sein, völlig klar.

Im Prinzip kann man die Leitung auch mit der Förderpumpe entlüften. Das wird aber bei den großen Durchmessern schwierig. Vakuumpumpe gefällt mir persönlich sehr gut.

Man kann so eine Leitung übrigens auch ganz ohne Pumpen evakulieren, fällt mir gerade ein ;-)
Dazu braucht man 3 Kugelhähne in der Leitung. Zwei davon möglichst weit in der Peripherie, z.B. an den Brunnenköpfen. Den dritten an der höchsten Stelle des Kreislaufes.
Man schließt die beiden Hähne an den Brunnenköpfen, öffnet den am höchsten Punkt. Dann füllt man Wasser ein und füllt die Leitung oberhalb der Brunnenköpfe. Danach wird der Befüllhahn geschlossen, die beiden anderen geöffnet. Das Wasser fällt in die Brunnen, die in den Leitungen befindliche Luft steigt nach oben. Es entsteht hier ein Unterdruck! Jetzt werden die Hähne an den Köpfen wieder geschlossen, der an der höchsten Stelle geöffnet. Es zischt, wenn man den öffnet. Man füllt wieder mit Wasser auf usw. Das wiederholt man so lange, bis die Leitung komplett evakuiert ist.

Mit einer Vakuumpumpe gehts natürlich leichter.

Die Pumpe darf kein Wasser saugen, vermute ich. Das kann man vermeiden, wenn man die Stichleitung an der Spitze aus transparentem Kunststoff macht. Dann sehe ich den Wasserspiegel steigen, bevor er die Pumpe erreicht. Dort herrscht dann schon starker Unterdruck, das letzte Millibar dürfte eine Weile dauern.
Ich würde die Vakuumpumpe übrigens nicht auf Standby laufen lassen wollen. Stelle ich mir regelungstechnisch nicht ganz unkompliziert vor, und es dürfte auch einen Standby-Stromverbrauch geben.
Ich würde in der transparenten Leitung einen weiteren Kugelhahn einbauen und diesen schließen, wenn das Wasser darüber steht. Dann ist die Leitung darunter tatsächlich auf Null evakuiert. Der Anschluß an die Leitung darunter bleibt offen. Dann würden Luftblasen sich hier sammeln. Man könnte sogar den Spirovent einsparen.
Bei einer Nachevakuierung bräuchte man nicht mal die Vakuumpumpe. Man schließt einfach die beiden Kugelhähne an den Brunnenköpfen und füllt oben Wasser nach, bis der Stand wieder über dem obersten Kugelhahn steht. Je mehr ich darüber nachdenke desto besser gefällt mir die Evakuierung ohne Hilfsmittel, nur mit Kugelhähnen.

Ich denke daß sich so schnell keine neuen Gasansammlungen bilden werden. Kleinste Luftblasen werden mit dem Wasserstrom fortgetragen. Nur in den Taktpausen würden die an die höchste Stelle steigen.

Grüße
Frank
Verfasser:
bbackes
Zeit: 15.07.2012 17:46:50
1738532
Sehr geehrte(r) Herr/Frau Tegel, zeigen Sie mir eine Luft-Wasser- oder Wasser-Wasserpumpe, die übers Jahr hinweg eine JAZ höher als 3 bringt, wenn WW jenseits der LegionellenwohlfühlT° von 50 °C geliefert werden soll. Das schaffen Sie nicht in 100 Jahren.

Folgt man den Schilderungen hier im HTD, dann laufen höchstens 20% der Anlagen mit dieser JAZ, alles andere kommt bestenfalls im Sommer dahin, im Winter wird elektrisch mit COP einskommanulletwas geheizt. Übrigens: Meine Heizung hat einen Elektrizitätsanteil von etwa 2%.

Herr ölbaldaus, Sie erwähnen nicht, ob Sie die umfassende Verantwortung dafür übernehmen, daß Ihre Konstruktion, die Sie vorschlagen, funktioniert. Merkwürdig. Ebenso Herr/Frau Energieerzeuger: Was bei A klappt, muß noch lange nicht bei B hinhauen.
Verfasser:
fdl1409
Zeit: 15.07.2012 17:50:26
1738535
PS: Die Evakuierung ohne Pumpe dürfte auch sehr schnell gehen. Wenn der Unterdruck erst mal groß genug ist, daß die Wassersäule oberhalb der Kugelhähne an den Brunnenköpfen stehen bleibt, geht der Rest ja in einem Rutsch. Man merkt das dann daran, daß im nächsten Umlauf nichts mehr nachzufüllen geht.

Grüße
Frank
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