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Solarteure
Verfasser:
PSHM
Zeit: 16.07.2012 09:50:50
1738800
Hallo zusammen,
ich bin neu in diesem forum und auf der Suche nach seriösen Solarteuren. Mein Vater möchte sich als Heizungstunterstützung eine Solarthermie-Anlage aufs Dach installieren, er kommt zwar selbst aus dem Heizungsbereich, aber hat keine Erfahrung mit Solarthermie. Ausserdem hat er kein Internet und deswegen wäre ich für einen Tipp für einen seriösen Solarteur im Raum Chiemgau/München sehr dankbar. Sollte dies im forum nicht gerne gesehen sein, kann man mir gerne eine mail an pedro-72@web.de schreiben. Wir haben ein Angebot von ZWS aber ich habe nun auch kritische Beurteilungen im Netz gefunden und hätten gerne ein Alternativ Angebot.
Besten Dank und weiter hier viel Spaß
PSHM
Verfasser:
h.j.k.
Zeit: 16.07.2012 09:59:06
1738807
Das Beste ist, sich selber mal wissend zu machen, um mitreden zu können.
Nur so ist man vor schwarzen Schafen einigermaßen sicher.

Gruß

Heinz
Verfasser:
PSHM
Zeit: 16.07.2012 10:03:38
1738810
stimmt absolut, nur leider hat mein Vater nicht mehr die nötige Ausdauer und auch dadurch, dass er kein Internet hat auch nicht die besten Wissens-Quellen und mir fehlt leider die Zeit für sein Projekt... Wie gesagt, vielleicht gibt es ja doch jemanden, der positive Erfahrungen mit einem Anbieter gemacht hat.
Einen schönen Tag
PSHM
Verfasser:
Werner S
Zeit: 16.07.2012 10:09:13
1738812
Du wirst leider keinen "seriösen" "Solarteur" finden, der dir zu einer Heizungsunterstützung rät. Die beiden Worte passen zusammen wie "heiliger Teufel". Heizungsunterstützung rentiert sich höchstens, wenn du im Hochsommer den gigantischen Überschuss auch sinnvoll verwenden kannst oder das Ganze als Spielzeug betrachtest.

Gruss
Werner
Verfasser:
h.j.k.
Zeit: 16.07.2012 10:10:38
1738813
Mal off topic und ganz grundsätzlich:

Es wird immer wichtiger für ältere Menschen, sich mit den neuen Medien auseinander zu setzen und sich nicht dagegen zu sperren.
In wenigen Jahren (10 ? ) werden alle Behördengänge, Versicherungen usw nur noch online möglich sein.

Ich bin ehrenamtlicher Seniorentrainer und Multiplikator und weiß von was ich rede. Mal lesen: http://www.silversurfer-rlp.de/

Der Umgang mit PC und Internet mit allem Drum und Dran sollte frühzeitig erlernt werden. Wie alt ist dein Vater ?

Gruß

Heinz
Verfasser:
h.j.k.
Zeit: 16.07.2012 10:25:46
1738817
Zitat von Werner S Beitrag anzeigen
Du wirst leider keinen "seriösen" "Solarteur" finden, der dir zu einer Heizungsunterstützung rät. Die beiden Worte passen zusammen wie "heiliger Teufel". Heizungsunterstützung rentiert sich höchstens, wenn du im Hochsommer den gigantischen Überschuss auch sinnvoll verwenden kannst oder das Ganze[...]


Da widerspreche ich:

Wenn die Randbedingungen stimmen, dann ist eine STA durchaus eine empfehlenswerte Sache.

Also wichtig ist eine Heizung, die mit niedrigen Vorlauftemperaturen auskommt, z.B. FBH. Wichtig auch das Dach, Südausrichtung und passender Neigungswinkel. Ein vernünftiger Dämmstandard kommt auch hinzu. Außerdem kann ST undämmbare Bausünden vergangener Jahre kompensieren.

Das geht allerdings nur, wenn der Berater/Verkäufer nicht um jeden Preis verkaufen will.

"Gigantische Überschüsse" im Sommer müssen nicht entstehen...

Gruß

Heinz
Verfasser:
PSHM
Zeit: 16.07.2012 10:35:30
1738819
erstmal vielen Dank für die Antworten.
@h.j.k mein Vater ist 67 und es hat mich schon sehr viel Zeit und Geduld gekostet, dass er jetzt einen Brief mit Word schreiben kann, aber gegen Internet wehrt er sich vehement...

@Werner S, also vielleicht habe ich mich falsch ausgedrückt. Die Solaranlage soll einfach Energie für die Heizung (Heizkörper und ein Teil Bodenheizung) und den Warmwasserverbrauch unterstützen. Meine Eltern verbrauchen zu zweit 3.000 l Heizöl im Jahr und bei den steigenden Preisen von Öl, war ich mir eigtl. sicher, dass so eine Anlage Sinn macht, vor allem weil auch der alte Ölbrenner sowieso ausgetauscht werden muss nach 30 Jahren.

Platz auf Dach für Kollektoren und im Keller für Speicher ist vollkommen vorhanden. Ausserdem ist es ein Beitrag für die Umwelt und man ist etwas unabhängiger von nur einer Energiequelle...
Verfasser:
Jens42
Zeit: 16.07.2012 10:35:57
1738820
Es gibt doch auch gute Bücher zu dem Thema um sich ein Grundverständnis anzueignen und Märchenerzähler zu erkennen.
Verfasser:
Jens42
Zeit: 16.07.2012 10:37:39
1738821
Vielleicht wird das Geld der ST aber auch besser in Dämmung investiert, wenn Dein Vater nicht mehr selber schrauben will.
Verfasser:
PSHM
Zeit: 16.07.2012 10:43:08
1738823
habt Ihr natürlich Recht, aber warum sich auch nicht mal gegenseitig einen Tipp geben, wenn man einen kompetenten Mann kennt, zur Lösung eines Problems. Es wird sich wieder mal Zeiten geben, da müssen oder sollten sich die Menschen gegenseitig helfen, weil es nichts bringt, wenn jeder für sich Experte auf sämtlichen Gebieten ist..

Mein Vater kann bei der Installation schon helfen, er ist ein sehr guter Handwerker, aber er ist eben nicht der Theoretiker oder Planer...
Verfasser:
Werner S
Zeit: 16.07.2012 11:01:10
1738827
Ja, Heinz
deshalb habe ich ja geschrieben, dass sich Solarthermie und besonders Heizungsunterstützung nur rentiert wenn...
Durch den zusätzlichen technischen Aufwand und den damit verbundenen Kosten wird sich die Sache auch bei 1,5 €/l Heizölpreis nicht rechnen.
Das ist leider so, da kann auch Schönrechnen nicht helfen.
Wenn wir schon beim Thema Internet sind, die Frage: Wo sind denn die ganzen Reparaturen, Wartungen, Umbauten, Nachbesserungen und "Feinjustierungen" aufgelistet, welche all die Online-Anlagen so rentabel erscheinen lassen? Heinz, wenn du jedesmal eine Firma kommen lassen musst, bist du bald pleite.
Meine Anlage, eingebaut von einem Solarteur meines Vertrauens, nimmt sich zurzeit knapp 2kWh Strom pro 24 std.
Ich schreibe das auch nur, weil die Meinungen hier sonst zu einseitig sein werden, wie immer halt.

Gruss
Werner
Verfasser:
Monacofranze
Zeit: 16.07.2012 11:26:18
1738835
Zitat von PSHM Beitrag anzeigen
Hallo zusammen,
ich bin neu in diesem forum und auf der Suche nach seriösen Solarteuren. Mein Vater möchte sich als Heizungstunterstützung eine Solarthermie-Anlage aufs Dach installieren, er kommt zwar selbst aus dem Heizungsbereich, aber hat keine Erfahrung mit Solarthermie. Ausserdem hat er kein Internet und deswegen wäre ich für einen Tipp für einen seriösen Solarteur im Raum Chiemgau/München sehr dankbar [...]


Such mal hier im Forum nach bora33.
Den kann ich uneingeschränkt empfehlen. Hat auch kein Problem, vorhandene Komponenten mit in die Planung einzubeziehen.
War bei der 2008 durchgeführten energetischen Sanierung meines Hauses ein Lichtblick.

sonnige Grüße

Monacofranze
24 m² Solarroof von Wagner, 2750 Liter Puffer, Standort München

„There are no passengers on spaceship earth - only crew!“ ***Buckminster Fuller ***
Verfasser:
PSHM
Zeit: 16.07.2012 11:45:18
1738840
Vielen Dank für den Tipp!
Verfasser:
h.j.k.
Zeit: 16.07.2012 12:31:33
1738856
Durch den zusätzlichen technischen Aufwand und den damit verbundenen Kosten wird sich die Sache auch bei 1,5 €/l Heizölpreis nicht rechnen.

Bei 1,50 €/l werden sich viele Anlagen rechnen, die es jetzt noch nicht tun...


Wenn wir schon beim Thema Internet sind, die Frage: Wo sind denn die ganzen Reparaturen, Wartungen, Umbauten, Nachbesserungen und "Feinjustierungen" aufgelistet, welche all die Online-Anlagen so rentabel erscheinen lassen?

Bei vernünftig geplanten Anlagen sind Umbauten unnötig. Man kann mal modifizieren, aber das ist nicht umgebaut. Ich kenne nur einen hier im HTD, der seine Anlage ständig oder mehrmals schon umgebaut hat. Das ist allerdings kein Problem der Anlage...
Feinjustierungen sind Sache des Betreibers, ähnlich wie die Heizkurve...


Heinz, wenn du jedesmal eine Firma kommen lassen musst, bist du bald pleite.

Dazu gab es noch keinen Anlass...

Meine Anlage, eingebaut von einem Solarteur meines Vertrauens, nimmt sich zurzeit knapp 2kWh Strom pro 24 std.

Was bedeutet das, WP ?

Mein Heizungskeller braucht im Sommer ~ 10 kWh/monat.
Ich schreibe das auch nur, weil die Meinungen hier sonst zu einseitig sein werden, wie immer halt.

Genau, deshalb widerspreche ich dir auch. ;-))

Gruß

Heinz
Verfasser:
h.j.k.
Zeit: 16.07.2012 12:34:00
1738858
Zitat von PSHM Beitrag anzeigen
erstmal vielen Dank für die Antworten.
@h.j.k mein Vater ist 67 und es hat mich schon sehr viel Zeit und Geduld gekostet, dass er jetzt einen Brief mit Word schreiben kann, aber gegen Internet wehrt er sich vehement...

@Werner S, also vielleicht habe ich mich falsch ausgedrückt.[...]


Also, 67 ist ja noch kein Alter, da werden andre noch Vater ;-)))

Gehe mal auf meine HP, da siehst du wie wir unseren Ölverbrauch von 3500 l/a auf unter 1300 l/a gedrückt haben.

Gruß

Heinz
Verfasser:
Speckstein-fan
Zeit: 16.07.2012 13:13:35
1738878
Hallo PSHM,

also Deine Frage nach einen Solarteuren wird Dir wohl nicht beantwortet.

Leider wird hier immer schnell ein Glaubenskrieg ausgetragen, ob es sich lohnt oder welche Technik die bessere ist usw.

Mal an die "es Lohnt sich nicht Fraktion"

Vielleicht ist es auch für einige Mitmenschen mittlerweile eine Frage der Haltung geworden.
Ich gebe das Geld lieber in brauchbare Handwerkerhände als es den Ölsäcken weiter hinterher zu tragen und komischerweise sind es sehr oft Leute "die meinen das Lohnt nicht" die sich alle 2-4 Jahe ein neues Auto zulegen und die Kosten und Verluste die so ein Fahrzeug verursacht nicht in Frage stellen.


Gruß
Peter
Verfasser:
Jens42
Zeit: 16.07.2012 13:47:26
1738889
Zitat von Speckstein-fan Beitrag anzeigen
Leider wird hier immer schnell ein Glaubenskrieg ausgetragen, ob es sich lohnt oder welche Technik die bessere ist usw.

Mal an die "es Lohnt sich nicht Fraktion"[...]


Ich würde vor der ST trotzdem erstmal drüber nachdenken, ob man
nicht durch Dämmung fürs gleiche Geld deutlich mehr Energie
einsparen kann. Wobei die Rechnung natürlich anders aussehen kann,
wenn sich ein Heizungsbauer das überwiegend selber aufbaut und
nur eine Jungspund braucht, der aufs Dach klettert.

Anderes Beispiel:
Bevor man PV Module installiert, sollte man IHMO erstmal nachrechnen,
ob nicht der alte Kühlschrank im Keller ausgetauscht werden sollte.
Verfasser:
Werner S
Zeit: 16.07.2012 15:32:38
1738917
Heinz, leider nix WP, der Srtomverbrauch setzt sich zusammen aus:
Solarpumpe 10 Std x 55 W = 550 Wh
Kesselladepumpe zum vernichten des Überschusses im Hochsommer
24 Std. x 30 W = 720 Wh
Solarsteuerung 30 W x 24 Std. = 720 Wh (Original ELCO Thermomax von 1995, wurde damals mit dem blauen Umweltengel verkauft)
Peter, was sollen dies alten Kammellen, meine Karre ist jetzt 12 Jahre alt und läuft noch mindestens 8 Jahre.

Gruss
Werner
Verfasser:
Kombiheizung
Zeit: 16.07.2012 15:50:41
1738928
Grüß dich PSHM,

wenn dein Vater vom Heizungsbau kommt dürfte es für dich und für ihn nicht schwierig sein sich in die Materie Solarthermie einzuarbeiten.
Ich habe es in den letzten Monaten auch getan. Dann hat er bestimmt die Beziehungen sich je nach Bedarf und Gegebenheiten, Kollektoren, Leitungen, Solarstation, Speicher usw. zu besorgen. Auch die Montage dürfte von euch duchzuführen sein.
Das ist nun für dich nicht die konkrete Hilfe aber ein Rat von einem Selbstbauer!

mfg Ernst
Verfasser:
Kombiheizung
Zeit: 16.07.2012 16:21:37
1738939
Grüß dich Werner,

wenn ich deine Berichte so lese bist du kein Freund von Solarthermie.. du hast aber schon 12 Jahre Erfahrung, warum?
Ich habe ca. 9Tsd. € kpl. für Material, Solar, Speicher, Ofen mit Wasser usw. ausgegeben. Sollte ich "Glück" haben, dann bekomme ich von der Bafa wieder 1.490€ zurück.
Habe aber nun endlich WW ohne "Strom" und ohne Öl (Ölbrenner wurde entfernt) und wenns reicht auch für die Heizung. Meine Stromkosten für Solarstation sind ca. 20-30W/h x 10 Stunden. Wenn ich dann in kalten "Winter" Tagen noch den Holzofen anzünde sind das für die Rücklaufanhebung 34W/h x max. 5 Stunden.
Die Heizungspumpe habe ich gegen eine HE ausgetaucht, wurde vorher aber auch benötigt.
Die Regelung HZR65 mit max. 4W/h x 24 Stunden, die alte von Olymp nahm vorher nicht weniger.
Schon der Gedanke, daß ich kein Geld mehr für die Mineralögesellschaften ausgebe befriedigt mich ungemein. Mit dem Auto komme ich leider (noch) nicht vorbei!

mfg Ernst
Verfasser:
h.j.k.
Zeit: 16.07.2012 18:01:34
1738967
Zitat von Kombiheizung Beitrag anzeigen
Grüß dich PSHM,

wenn dein Vater vom Heizungsbau kommt dürfte es für dich und für ihn nicht schwierig sein sich in die Materie Solarthermie einzuarbeiten.
Ich habe es in den letzten Monaten auch getan. Dann hat er bestimmt die Beziehungen sich je nach Bedarf und Gegebenheiten,[...]


Da schließe ich mich voll an als Selberschrauber, der nicht vom Fach ist.

Gruß

Heinz
Verfasser:
Basti16
Zeit: 16.07.2012 18:12:11
1738975
Meine Meinung:

Sollte es wirklich möglich sein das:
1. dein Vater oder wer auch immer die ST-Anlage selbst draufbaut
2. du das Material günstig einkaufst
3. du einen Pool im Sommer bisher mit Ölbrenner beheizt

Dann aber nur dann könnte sich die ST-Anlage trotz steigender Heizölpreise in 20 Jahren zumindest Amortisiert haben.

Ansonsten ist es Geld und vor allem Energiesparender einen modernen Brenner einbauen zu lassen und nur noch wenig Energie nach Außen zu lassen (Dämmen).

Kannst dich auch mal durch die 4 Seiten des Themas Wie-hoch-ist-der-Ertrag-Euerer-Solaranlage lesen. Hier findest du Berechnungen zur Rentabilität von diesen Heizungen die im Winter nix bringen und im Sommer kochen.

Zur Deckung, ein Bild sagt mehr als Tausend Worte: Wieso nur kommt im Winter kein solarer Ertrag?

Grüße vor allem an h.j.k. vielleicht verät er dir ja was seine selbst gebaute STA gekostet hat ;-).
Verfasser:
clevertherm
Zeit: 16.07.2012 19:18:14
1738993
Moin!

Wenn dort ein 30jähriger Brenner im Einsatz ist, dann ist die restliche Anlagentechnik laut meiner Glaskugel auch nicht jünger.

Aus der Erfahrung heraus, kann ich dir berichten, dass man einem alten Ölkessel auch das Sparen beibringen kann.
Ein / zwei kleinere Eingriffe in die Hydraulik und die "richtige" Regelungstechnik können Wunder bewirken. Das könnte sich in max. zwei Jahren amortisieren.

Gerade heute morgen hat ein Kunde angerufen und von den bisher niedrigsten Verbräuchen seines knapp 30 Jahre alten Ölers berichtet. Seit Jahren schreibt er sich fast täglich den Stand seines geeichten Ölzählers auf.
Vor zwei Monaten habe ich die dortige Regelung ausgetauscht.
Nur die Regelung.....
Aus 450 - 650 Liter im Juni wurden dieses Jahr 381.
Aus 380 - 560 Liter im Juli werden ca. 230.
Die Verbräuche erscheinen auf den ersten Blick recht hoch. An dem 120-kW-Kessel hängen jedoch drei Altbauten mit zusammen 1500 m² vermieteter (und beheizter) Fläche dran. Zudem steht die eigentliche Optimierung im nächsten Winter noch aus.
Zu Zeiten der o.g. historischen Verbräuche hingen an dem Kessel übrigens noch zwei anstelle der jetzt drei Altbauten. Wenn es beim Alten geblieben wäre, dann würde die Verbrauchsreduzierung noch drastischer ausfallen.
Zwei Heizis waren der Meinung, dass der Kessel nie und nimmer alle drei Altbauten beheizen kann und sich geweigert den dritten Altbau anzuschließen. Letztendlich hat der Kunde dann die Rohre selbst verlegt. Ein weiterer Heizi hat dann die sieben(!) nicht mehr benötigten Gasthermen außer Betrieb genommen. Aber das ist eine andere Geschichte.

Martin Havenith hat es auf seiner Homepage schön dargestellt.
Er hat sich sehr eingehend mit der Materie befasst. Das können weder Du noch dein Vater leisten.
.... aber ....
Ein wirklich guter Heizungsbauer oder ein ebenso fähiger Elektriker kann viel erreichen.

Kannst Du ein paar Fotos von der Anlage machen und hier einstellen?
Dann sieht man, was zu tun ist.

viele Grüße
Arnt
Verfasser:
Paula1970
Zeit: 16.07.2012 20:30:47
1739021
Statt 3000l sind es dann halt nur noch 2800l Verbrauch im Jahr.

Rechnet Euch selbst aus ob sich das für euch lohnt.

Ich würde bei diesem Verbrauch vermutlich woanders ansetzen.
Verfasser:
Kombiheizung
Zeit: 16.07.2012 20:49:51
1739028
Hallo PSHM,

nachdem du hier viele "gute" Ratschläge erhalten hast, mach doch folgendes: Stelle mal in Kurzform dein Ist-Zustand Heizung im Hause vor und nenne einfach mal was dir vorschwebt zu tun? Dann erhälst du bestimmt konkretere Vorschläge. Mir fällt auch ein, daß ich jemand "kenne" denke auch seriös, der Solaranlagen in Südostbayern mit dir plant und auch montiert. Ich gebe dem deine Mail-Adresse und er wird sich bei dir melden!

mfg Ernst
Verfasser:
PSHM
Zeit: 16.07.2012 22:00:03
1739060
Hallo zusammen,

erstmal vielen herzlichen Dank für die vielen guten Ratschläge.

Dann möchte ich dem Hinweis von Ernst nachkommen und mal die Ist-Situation näher beschreiben, wenn konkrete Daten fehlen bitte bei mir nachhaken, ich muss dann auch erst beim alten Herrn nachfragen.

Das EF-Haus ist 1978 gebaut und hat noch den ersten Ölbrenner und wohl sonst ist auch alles noch Originalzustand. Der Verbrauch bei 140 qm und 2 Personen sind ca. 3.000l Öl pro Jahr. Unten im Gang Bereich, Küche und Toilette gibt es eine Bodenheizung und oben im Bad auch. Ansonsten wird mit Heizkörpern geheizt, hauptsächlich Wohnzimmer, Küche und Bad. Das Haus hat ein reines Ost-/West-Dach. Ich vermute, dass der Warmwasserverbrauch durch Duschen und Baden sehr hoch ist.

Da nun irgendwann der Brenner aufgrund des Alters getauscht werden muss, war die Überlegung sich etwas unabhängiger von Öl zu machen und die vielen Sonnenstunden im Chiemgau auszunutzen. Wärmepumpe würde wohl nur Sinn machen, wenn es alles Flächenheizung wäre. Dämmen kommt wohl auch nicht in Frage für meinen Vater (Begründung müsste ich nachfragen), das Haus hat halt auch Schwachstellen (alte Bauweise), dass zb das Treppenhaus vom Keller offen ist…

Ein wenig habe ich mich ja auch schon informiert und der Plan war, bei einem Investment von ca. 20k EUR (inkl. neuen kleineren Brenner), vielleicht noch etwas weniger mit Eigenleistung bei Montage und Förderung, dass man vielleicht 30-40% an Öl einsparen könnte. Ist diese Annahme total abwegig?

Platz ist wie gesagt mehr als genug vorhanden, sowohl auf dem Dach als auch im Keller.

Wir haben ein Angebot von ZWS, die uns einen Ertrag bzw. Ersparnis von 50% des bisherigen Verbrauchs vorhersagen, da muss ich sagen, bin ich eher skeptisch.

Einen schönen Abend
PSHM
Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit: 16.07.2012 23:53:26
1739100
Zitat von PSHM Beitrag anzeigen
Hallo zusammen,

erstmal vielen herzlichen Dank für die vielen guten Ratschläge.

Dann möchte ich dem Hinweis von Ernst nachkommen und mal die Ist-Situation näher beschreiben, wenn konkrete Daten fehlen bitte bei mir nachhaken, ich muss dann auch erst beim alten Herrn[...]


Das Haus liegt südlich von München.

Daher mein Rat, den Beitrag von Monacofranze noch einmal sehr aufmerksam lesen.

Bei Ersatz eines alten Ölkessels durch Ölbrennwerttechnik + Solarthermie sind 30 bis 40 % Öleinsparung bei fachgerechter Anlagenauslegung und Montage eine vernünftige Hausnummer.

Unabhängig vom Öl macht eine Systemkombination Pellet + Solarthermie.

Dietmar Lange
Verfasser:
h.j.k.
Zeit: 17.07.2012 08:12:36
1739136
Das EF-Haus ist 1978 gebaut und hat noch den ersten Ölbrenner und wohl sonst ist auch alles noch Originalzustand. Der Verbrauch bei 140 qm und 2 Personen sind ca. 3.000l Öl pro Jahr.

Alarm !!!

Der "erste" Ölbrenner hat wohl keine Luftklappe, die bei Stillstand automatisch zugeht. Da zieht der Kamin rund um die Uhr die Luft durch.

Mein Brennerwechsel plus den Kessel einpacken hat uns 1000 l Öl eingespart und das Jahr für Jahr bei einmalig 95 € (20 € für die GW und 75 € für den gebrauchten Brenner)

Also, unbedingt nachsehen, ob der Brenner eine Luftklappe hat...

Gruß

Heinz
Verfasser:
Jimmi57
Zeit: 17.07.2012 08:21:15
1739140
Hallo PSHM.

Du hast hier ja schon einige teils wertvolle Hinweise erhalten. Da ich seit Ende 2008 eigene Erfahrungen zum Thema Solarthermie sammeln durfte, hier einer meiner seltenen Kommentare:

Thema Dämmung:
Ein Haus in diesem Alter lässt sich nur mit sehr viel Aufwand richtig gut dämmen. Das Dach zu dämmen macht aus eigener Erfahrung mit am meisten Sinn und lässt sich u.U. auch halbwegs bezahlbar gestalten (Eigenleistung oder wenn ohnehin eine Dachsanierung ansteht) Das gilt auch für wirklich alte Fenster (Einfachverglasung). Wenn alledings bereits (auch eine ältere) Zweifachverglasung mit noch dichten Rahmen vorhanden ist, dann ist das Kosten-/Nutzenverhältnis bereits in Frage zu stellen. Zum Thema Fassadendämmung hört man in letzter Zeit recht viele kritische Stimmen (Brennbarkeit, Schimmel-/Feuchtigkeitsbildung zwischen der Dämmung und/oder im Haus). Ich kenne zwei Energieberater, die diesbezüglich ebenfalls negativ eingestellt sind (mein Schorni gehört dazu...). Wenn man das in Eigenleistung fachgerecht machen kann und auch eine Umluftanlage mit Energierückgewinnung installieren kann, kann sich das vielleicht rechnen. Meist ist das jedoch nicht der Fall bzw. erst nach 30-40 Jahren.

Thema Heizkessel:
Obwohl auch ich noch immer mit Öl heize, wäre mein Tipp, über eine Gasbrennwertheizung nachzudenken. Gas ist momentan erheblich günstiger als Öl, und Gasbrennwert funktioniert wegen des höheren Wasserdampfanteils besser als Ölbrennwert. Zudem fällt die Tankwartung weg. Sollte also ein Gasanschluss vorhanden oder günstig beziehbar sein, dann wäre das eine Überlegung wert (könnte Dein Vater ja selbst...).

Thema Solarthermie:
Bei einer reinen Ost-/Westausrichtung ist der Ertrag nicht überragend, trotz der günstigen geographischen Lage. Man kann da zwar etwas "basteln", optisch ist das aber eher eine Katastrophe. Wenn sich Solarthermie halbwegs rechnen soll, dann sollte eine Südausrichtung realisierbar sein.

Eigene Erfahrung:
Haus Baujahr 1968 mit Schwimmbad (vom Vater angebaut...) mit Gesamtwohnfläche und Schwimmhalle ca. 470m² beheizbarer Fläche, davon im Winter aktiv ca. 40% beheizt, der Rest nur passiv oder mit Temperaturen von 15-17°C. Mit neuen Fenstern (>15 Jahre her) und gedammten Dach wurde der Verbrauch von 10.000-15.000l/a auf ca. 7.000l/a gesenkt. Nach Austausch des Kessels (noch gar nicht mal so alt) mit 63KW gegen einen Ölbrennwertkessel mit 19/29KW und ca. 21,5m² Flachkollektoren mit Südausrichtung wurde der Verbrauch auf ca. 5.500l/a gesenkt. Daran kannst Du in etwa erkennen, was realistisch zu erwarten ist (Stagnation kenne ich nicht, da sorgen ca. 68m³ Wasser im Pool dafür...).

Mein Tipp wäre auch, in die sinnvollen Maßnahmen zu Dämmunmg und eine neue Heizung zu investieren (Puffer wäre dann wahrscheinlich ohnhin vorhanden). Erst danach kann man beurteilen, ob sich Solarthermie noch lohnt.

Viele Grüße
Verfasser:
clevertherm
Zeit: 17.07.2012 09:17:55
1739164
Moin!
Zitat von h.j.k. Beitrag anzeigen
Mein Brennerwechsel plus den Kessel einpacken hat uns 1000 l Öl eingespart und das Jahr für Jahr bei einmalig 95 € (20 € für die GW und 75 € für den gebrauchten Brenner)

Auch wenn es mir schwer fällt. In diesem Fall muss ich h.j.k zustimmen.
Auch mit dem alten Kessel kann man noch viel erreichen. Der Invest hält sich in Grenzen.
Brennertausch
"richtige" Regelung einbauen
dazu evtl. noch eine hocheffiziente Heizkreispumpe
(Nicht nur) wegen der vielen Sonnenstunden ist eine raumgeführte Heizkurve angesagt.

@Paula1970 hat bezüglich des Einsparpotentials völlig falsche Vorstellungen. Meine Erfahrungen gehen eher in die Richtung 25+ %.

viele Grüße
Arnt
Verfasser:
Basti16
Zeit: 17.07.2012 10:32:59
1739188
Zitat von Jimmi57 Beitrag anzeigen
auf ca. 7.000l/a gesenkt. Nach Austausch des Kessels (noch gar nicht mal so alt) mit 63KW gegen einen Ölbrennwertkessel mit 19/29KW und ca. 21,5m² Flachkollektoren mit Südausrichtung wurde der Verbrauch auf ca. 5.500l/a gesenkt.
[...]

Hier wird der Löwenanteil der eigesparten 22% auf den Kessel zurückzuführen sein. Die STA heizt zumindest deinen Pool im Sommer gut ein.
Zitat von Jimmi57 Beitrag anzeigen

Mein Tipp wäre auch, in die sinnvollen Maßnahmen zu Dämmunmg und eine neue Heizung zu investieren (Puffer wäre dann wahrscheinlich ohnhin vorhanden). Erst danach kann man beurteilen, ob sich Solarthermie noch lohnt.
[...]

Ich bin komplett deiner Meinung. Vermute aber die STA lohnt sich dann auch nicht.

Schau doch bei h.j.k. auf die HP, er hat das alles sehr anschaulich dokumentiert. Da gibt es diese schöne Statistik. Er erntet nach eigenen Angaben 7000kWh/Jahr Solare Wärme.
In der Statistik sieht man sehr schön das 50% der Solaren Ernte auf eine Zeit fallen wo eigentlich nicht geheizt wird (Mitte Mai - Mitte September). Der hohe Ertrag kommt nur zu Stande da er einen Pool damit beheizt.


Wie Jimmi schon sagt, investiere in eine sinnvolle Dämmung an sinnvollen Stellen. Danach dann den Heizkessel auswählen (lassen). Ev. kommst du um eine enrgetische Beratung nicht herum. Bei uns wird dies kostenlos von der Gemeinde (unabhängig) angeboten. Die Bafa hatte die Beratung auch mal bezuschußt.

MfG.
Verfasser:
h.j.k.
Zeit: 17.07.2012 10:38:37
1739190
In der Statistik sieht man sehr schön das 50% der Solaren Ernte auf eine Zeit fallen wo eigentlich nicht geheizt wird (Mitte Mai - Mitte September). Der hohe Ertrag kommt nur zu Stande da er einen Pool damit beheizt.

So langsam reicht es mir...

Ich beheize keinen Pool mit dem Ertrag, denn der Mini-Pool ist primärseitig angeschlossen, wie halbwegs einigermaßen technisch Versierte an den Bildern erkennen können.

Die 7000 kWh gehen in die Heizung, ins WW und in den Komfort im Haus.
Sowas ist mit PV natürlich nicht zu haben.
Verfasser:
Basti16
Zeit: 17.07.2012 11:44:45
1739219
Zitat von h.j.k. Beitrag anzeigen
Die 7000 kWh gehen in die Heizung, ins WW und in den Komfort im Haus.
Sowas ist mit PV natürlich nicht zu haben.
[...]


Na dann habe ich die Statistik nicht verstanden. Das ist mein voller Ernst.

Dort sind doch die 7000kWh solarer Ertrag mit gelben Balken eingezeichnet. 50% also 3500kWh erntest du von Mai - September. Da ist zumindest bei mir die Heizung aus. Heißt das jetzt das ist für Euer WW?

Ich möchte dich nicht provozieren aber ich verstehe das nicht so ganz. Kläre mich doch bitte mal auf.

PS: Ich könnte die 8500kWh PV Leistung/Jahr (von denen 50% ebenfalls auf die Heizfreie Zeit fallen) auch in irgendetwas wie Wärme umwandeln (direkt oder über WP). Bringt doch aber nix.
Verfasser:
B.Häbich
Zeit: 17.07.2012 12:04:46
1739230
an den TE: Versuch´s mal bei Solar-PArtner Süd in Kienberg. Das sind Pioniere im Bereich "Erneuerbare". Die machen auch Kolis selbst, wenn nötig auch Sondergrößen. Da werden Sie geholfen.

Und nein, ich arbeite da nicht, bekomme keine Provision etc.
Wollte nur die eigentliche Frage beantworten (und nicht in die bestehenden Grundsatzdiskussionen einsteigen).

Ich habe auch STA zur HÜ und bin voll überzeugt, Statistik hin oder her (Pool habe ich leider keinen).

Servus
B. Häbich
Verfasser:
h.j.k.
Zeit: 17.07.2012 12:37:57
1739246
Zitat von Basti16 Beitrag anzeigen
Zitat von h.j.k. Beitrag anzeigen
[...]


Na dann habe ich die Statistik nicht verstanden. Das ist mein voller Ernst.

Dort sind doch die 7000kWh solarer Ertrag mit gelben Balken eingezeichnet. 50% also 3500kWh erntest du von Mai - September. Da ist zumindest bei mir die Heizung aus. Heißt das jetzt das ist für[...]


Also es sind keine 50% des Ertrages, sondern 4800 kWh in der Heizperiode, demzufolge 2200 von Mai bis September. Immer kontra ST. Warum? Nicht glücklich mit PV?

An anderer Stelle habe ich geschrieben, dass bei uns aus bestimmten Gründen die Heizung immer auf 23° und Auto steht.

Wenn der Pool hinter dem WMZ hängen würde, also im Sekundärkreis, dann wäre der Ertrag wesentlich höher.

Außerdem würde die Statistik mit Pool als Heizlast dann ganz anders aussehen, weil es ein Unterschied ist, ob man 25° oder 40° zum Heizen braucht.
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