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rechtzeitige Detektion von Wasserschäden
Verfasser:
wpibex
Zeit: 27.07.2012 07:09:37
1743315
Hallo,
Nach meiner Erfahrung gibt es verschiedene Ursachen von Wasserschäden:
1. Rohrpinkler
2. von außen eindringendes Wasser
Beide Fälle habe ich in den letzten Jahren erlebt.

Detektion über den minimalen Wasserfluß dürfte bei 1. schwierig sein
und bei 2. unmöglich. Da hilft nur eine genaue Kontrolle und Aufzeichnung der relativen Feuchte. Das ist ja mit billigen Feuchtesensoren und einem Laptop inzwischen ein Kinderspiel.

Wer hat denn da Erfahrung?

Lothar
Verfasser:
chappi73
Zeit: 27.07.2012 13:56:37
1743519
Zitat von wpibex Beitrag anzeigen
Detektion über den minimalen Wasserfluß dürfte bei 1. schwierig sein
haben die bekannten Hersteller alle im Programm. Z.B. Judo ...
Verfasser:
OldBo
Zeit: 27.07.2012 16:00:49
1743582
Zitat von wpibex Beitrag anzeigen
Detektion über den minimalen Wasserfluß dürfte bei 1. schwierig sein
und bei 2. unmöglich. Da hilft nur eine genaue Kontrolle und Aufzeichnung der relativen Feuchte. Das ist ja mit billigen Feuchtesensoren und einem Laptop inzwischen ein Kinderspiel.


Und wo willst Du die einsetzen? Bevor die r.F. im Raum zu hoch ist, ist der Keller schon voll. Da müsste man schon an bestimmten Stellen Dedektoren setzen. Meinst Du nicht, dass der Aufwand ein wenig hoch ist. Richtig installieren und betreiben und dann wird auch nichts undicht.

Gruß

Bruno
Verfasser:
juergenk
Zeit: 27.07.2012 17:17:29
1743614
Zitat von OldBo Beitrag anzeigen
Bevor die r.F. im Raum zu hoch ist, ist der Keller schon voll. Da müsste man schon an bestimmten Stellen Dedektoren setzen.

Ich hab für mehrere Kellerräume von Conrad gekauft
Conrad Wassermelder

Hatte um 1995 WW-Rohrbruch (Kupferrohr) im Wohnbereich im Estrich unter Fliesen, Verlegung war beim Bau 1977 "Stand der Technik" :-(
Als ich irgendwann mal ein KellerWC-Fenster aufmachte, war der Holzrahmen auf einer Seite aussen feucht, gestutzt, und dann gesehen, dass ein leichter Rinnsal von über dem Fenster aussen am Rahmen in den Lichtschacht lief.

Ortungsmensch mit Thermografie-Kamera hat cm-genau geortet, Trocknungsmensch hat 4 Fliesen aufgenommen, nur eine war gerissen. Später nach Einsetzen kaum was von zu sehen, gute Arbeit. Löti hat im Estrich die WW-Leitung gekappt / unterbrochen. Neue Leitung später per Kernbohrung vom Keller zum EG gelegt.

Ich hatte noch Wohngeb-Versich mit Rohrbruch. Sauerei wars trotzdem, während der Trocknungsphase (Lärm und Staub) musste ich allein im Haus "campieren". In einem angrenzenden EG-Raum war Teppichboden hin, ein Schrank (Seitenwände und Rückwand gequollen) und natürlich einige Wände und Fussböden / KG-Decken feucht.

Zitat:
Meinst Du nicht, dass der Aufwand ein wenig hoch[...]

Der Aufwand kann m.E. nicht hoch genug sein ;-)
Bei mir hätte kein Wasserstop an den Hähnen etwas bemerkt.
Warum merkt die Hauswasseruhr sowas nicht? Ich hab "noch" keine elektronische. Schön wäre der Anschluss an die 1611, aber ist wohl Wunschtraum.

Hab gerade gesehen, dass es welche gibt mit M-Bus
Multical elektronische Wasseruhr mit Leckagemeldung
aber was die als Leckage verstehen, hätte bei mir nix ausgelöst.
z.B. bei 2,5 m³/h-Wasseruhr und >0,5% als Leckage wären das immerhin 12,5 Liter/h, so viel wärs bei mir wohl nicht gewesen. Also auch nicht das "Wahre".

juergenk
Verfasser:
juergenk
Zeit: 27.07.2012 17:19:08
1743617
Zitat von wpibex Beitrag anzeigen
2. von außen eindringendes Wasser

Ich hab auf den Fensterbänken im Keller auch die Conrad-Wassermelder laut vorigem Beitrag.

juergenk
Verfasser:
OldBo
Zeit: 27.07.2012 18:53:50
1743641
Zitat von juergenk Beitrag anzeigen
Zitat von OldBo Beitrag anzeigen
[...]

Ich hab für mehrere Kellerräume von Conrad gekauft
Conrad Wassermelder

Hatte um 1995 WW-Rohrbruch (Kupferrohr) im[...]
Zitat:
[...]

Der Aufwand kann m.E. nicht hoch genug sein ;-)
Bei mir hätte kein Wasserstop an den Hähnen etwas bemerkt.
Warum merkt die Hauswasseruhr sowas nicht? Ich hab "noch" keine elektronische. Schön wäre der Anschluss an die 1611, aber ist wohl Wunschtraum.

Hab gerade[...]


Moin juergenk,

hat man denn die Ursache festgestellt? Und ist deswegen ein weiterer Schaden vorprogrammiert? Das Problem bei Kupferleitungen (vor allen Dingen hartgelötete) sind in den meisten Fällen veränderte pH-Werte. Deswegen wurde auch das Hartlöten bis einschließlich 28er Rohr verboten. Naja, es ist wie in anderen Bereichen, da wird man erst auch einem Schaden klug.

Es gibt Versorgungsgebiete in denen Kupferrohr nicht zulässig ist.

Gruß

Bruno
Verfasser:
juergenk
Zeit: 27.07.2012 21:04:34
1743676
Zitat von OldBo Beitrag anzeigen
hat man denn die Ursache festgestellt? Und ist deswegen ein weiterer Schaden vorprogrammiert? Das Problem bei Kupferleitungen (vor allen Dingen hartgelötete) sind in den meisten Fällen veränderte pH-Werte.

An richtige Ursachenforschung kann ich mich nicht erinnern, hat die Versicherung auch nicht nachgehakt, Leckageorter und Bautrockner waren von der Versicherung benannt, Löti war vom Ort.

Ich mein mich zu erinnern, dass es Richtung kalkhaltiges Wasser ging, 17°dH. Die Rohre von 1977 waren von der Rolle... Löt-Art weiss ich nicht. Die "Bruchstelle" war mitten in einer Strecke von ca. 5 m ohne jegliche Lötstelle zwischendrin, bei Blech würde man sagen "durchgerostet". Damals waren WICU-Rohre "in", etwas Plastik um die Rohre und ab in den Estrich. Sch... mit heutigem Wissen :-( Ob vor Inbetriebnahme kräftig durchgespült... keine Ahnung, war schlüsselfertig-massiv.

Alle Armaturen an diesen Rohren waren und sind aus Messing (Guss?). Nur die jetzige Wasseruhr (musste/sollte irgendwie wegen WW sein) hat ein silbrigfarbenes Gehäuse, Verbindungsstücke Messing.

Mit dem Einbau der neuen Heizung (2005) wurden im Heizungsraum alle Rohre bis auf ein paar "Stummel" zu der unveränderten Verteilung neu gemacht, Stangenware und alles verpresst. Ob Übergänge zu alten Rohren gelötet oder verpresst, kann ich nicht sagen. Alle neuen Armaturen (Druck, Absperrhähne usw) alle aus Messing. Und... sowohl von den alten wie auch von den neu eingebauten mussten mehrere nach ca. 3 bis 4 Jahren getauscht werden... Lochfrass. Der Kalk frisst sich durch die dicksten Stellen der Abperrventile und auch der Dichtungen. Teure deutsche Wertarbeit oder? :(

Demnächst muss wohl der hausseitige Wasserabsperrhahn getauscht werden, lässt sich nicht mehr bewegen. Der vesorgerseitige wurde vor einigen Jahren getauscht, geht wie Butter, der alte bewegte sich keinen Millimeter ;-)

juergenk
Verfasser:
wpibex
Zeit: 29.07.2012 16:44:04
1744205
Vielen Dank für die Beiträge.
Dann werde ich doch einige Feuchtesensoren an kritischen Stellen verbauen, auch wenn es viel Aufwand ist.
Unsere neuesten Wasserschäden legen das leider nahe:
1. In einem Kellerraum steht eine Pfütze weil Putz groflächig abgefallen ist bis zur GOK --> nur r.F. messen hilft.
2. Absperhahn leckte mit 1 Tropfen/Minute. Nach Drohen mit neuem Hahn wurde er wieder trocken. Wenn da aber ein Fitting in der Wand undicht wird, weil der Löti vor 20 Jahre gepfuscht hat (hatten wir vor 2 Jahren), dann hilft nur ein Feuchetsensor in der Decke zwischen Beton und Gipsdecke.