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Seite 1 von 5 [Beitrag 1 bis 35 von 143]erste <12345>letzte 
Vergleich aktueller Luft-Wärmepumpen: Vaillant - StiebelEltron - IDM - Fujitsu - Novelan...
Verfasser:
baurat
Zeit: 03.08.2012 15:29:16
1745933
Liebes Forum,
ich hab ja schon mal nen anderen Thread eröffnet, weil ich für unseren Neubau (HLB unter Berücksichtigung der KWL knapp 10kW inkl. WW, ansonten 13kW; Kachelofen ist als "Zubrot" vorhanden, soll wurde aber nicht in die HLB einbezogen, kein Wasseranschluss etc) ne ordentliche Heizung suche.

Die Sache dreht sich etwas im Kreis: ausgehend von einer Sole-WP mit Tiefenbohrung kam dann, abgeschreckt von den hohen Kosten der Bohrung, der Schwenk auf eine Luft-WP, um dann wieder, abgeschreckt von den hohen Kosten bei Minusgraden, wieder zurück zur Tiefenbohrung zu kommen.

Jetzt habe ich mit dem zuständigen Herrn des Wasserwirtschaftsamtes ausführlich gesprochen, der mir aufgrund des geologischen Profils zur Vorsicht geraten hat (wir sind in unmittelbarer Nähe eines Sees, der sicherlich Ausläufer hat und die Bohrung in die Tiefe sehr wahrscheinlich frühzeitig zu Ende ist). Dann sollte man meinen, dass das viele Wasser eine Grundwasser-WP nahelegen - fällt aber auch aus, in direkter Nachbarschaft sind bereits 2 Leute auf die Idee gekommen und sitzen regelmäßig im Trockenen, weil der Grundwasserspiegel offenbar sehr schwankt.

So, war also wohl nichts. Normale Flächenverlegung scheidet aus wg. zu wenig Fläche, andere Spezialitäten wie DV (habe ein Angebot von K. Gergen - hat jemand damit schon Erfahrungen gemacht? Gerne per PN!) sind mir zu heikel wg. zu großer Entfernung zum Hersteller.

Somit bleibt für mich dann doch die (eigentlich verhasste) Luft-Wärmepumpe. Im kalten Allgäu muss ich darauf achten, dass die WP auch bei -10°C noch halbwegs effizient Wärme aus Strom macht, ohne per Heizstab zu laufen. UND leise soll sie sein!

Viele Tage und Nächte mit der Recherche nach Erfahrungsberichten verschiedener LWPs verbringend bin ich nun bei folgenden Produkten gelandet:
- Stiebel Eltron WPL 18 E
- Vaillant geoTHERM plus VWL S - dummerweise gibts die nicht in 12kW, ich müsste mich zwischen 10kW (1 Außeneinheit) oder 14kW (2 Außeneinheiten) entscheiden.. wobei 10kW bei einer Luft-WP wohl zu knapp wären.
- IDM Terra ML 12 und http://www.idm-energie.at/asp_service/upload/content/IDM_TerraML2011_WEB%281%29.pdf) - modulierend als Splitgerät, scheint tolle Werte zu haben. HGL-Technik interessant, aber effizient?)
- Fujitsu Waterstage High Power, http://www.fujitsu-general.de/tl_files/fujitsu/produktblaetter_download/2011_WSYA050DA-WPYA100LA/2011_Fujitsu_General_Airstage.pdf
- und schließlich noch ein Novelan Innengerät LI14 (Seite 26, 27, 28)

Meine Frage: wer hat konkrete Erfahrungen zu den Geräten oder hat gar einen Überblick und kann mir einen Tipp geben, welches von der Effizienz und Preis-Leistungsverhältnis am geeignetsten für eine kalte Klimaregion wie das Allgäu erscheint?

Danke!!
Verfasser:
baurat
Zeit: 03.08.2012 15:41:24
1745935
..und eine hab ich noch vergessen: die Rotex HPSU, die ist der Favorit eines HZB um die Ecke bei mir.

So wie ich das bislang sehe...
.. sind Split-Geräte leiser UND effizienter als reine Innengeräte (reines Außengerät scheidet aus)
.. sind modulierende Geräte sinnvoller, aber auch teurer
.. muss man selbst innerhalb der Kategorie Luuft-WP genau hinschauen, da es wohl große Unterschiede bei COP und Temperaturbereichen gibt

.. was noch?
Verfasser:
rudi_voeller
Zeit: 03.08.2012 20:58:34
1746048
Wie groß ist deine Fläche? Es gibt auch Kompakt-Kollektoren um eine Sole-WP zu verwirklichen.
Mir wurde damals ein Flachkollektor mit 500m angeboten sowie ein Kompaktkollektor mit 150 qm. Aufgrund meiner Platzverhältnisse hab ich mich für den normalen entschieden. Bekannte haben einen Kompaktkollektor und die sind sehr zufrieden.
Verfasser:
Jürgen Kempf
Zeit: 03.08.2012 22:38:46
1746088
Immer wieder neue Threads,es wird langsam unübersichtlich.
Ich habe dir schon mal den Vorschlag mit der Doppelstockverlegung gemacht.
Funktioniert bei meinem Kunden prima.
Außerdem hatte ich dir schon einige Kollegen empfohlen.Haben die sich das mal angesehen?
Verfasser:
Jürgen Kempf
Zeit: 03.08.2012 22:41:33
1746089
Ach ja beinahe vergessen,wenn die HLB nach EN12831 gemacht wurde und es kommt 12kW raus,dann kannst du für Luft-WP nochmal 5kW draufpacken.
Die verliert nämöich ihre Leistung wenn es kälter wird.
Dann haste bei -15°C nämlich nur noch 7kW oder weniger zur Verfügung.
Verfasser:
flo79
Zeit: 03.08.2012 22:43:45
1746091
Ich würde im kälteren Allgäu auch erstmal versuchen ob Erdwärme mit Grabenkolli geht. Denke wenn ihr KWL bekommt dürfte das z.B. das 10,9 kw Modell von Vaillant genügen. Wäre halt ne Super-Lösung. Sollte das nicht gehn würde ich das Thema WP hinterfragen und evtl. zu Pellets gehn. Wird das nicht gewünscht bleibt wohl tatsächlich nur die LWP.

Als Alternative und preislich evtl. auch interessant könnte man auch dieses Modell nehmen:

http://www.klimashopping.com/Heizen/Waermepumpen/Panasonic/Aquarea/Split/Panasonic-Aquarea-T-CAP-WH-SXF12D9E8-Luft-Wasser-Waermepumpe-12kW-400V

Vorteil bis -15 Grad konstante Heizleistung.

Gruß Flo
Verfasser:
MaJen
Zeit: 04.08.2012 00:07:52
1746105
Zitat von flo79 Beitrag anzeigen
Ich würde im kälteren Allgäu auch erstmal versuchen ob Erdwärme mit Grabenkolli geht. [...]


sehe ich genauso. Soo schlecht war das bei Die mit der Fläche doch gar nicht. Da Du Flächen über, unter und links neben dem Haus hattest würde ich da nicht so schwarz sehen. Mach doch einfach nochmal einen neuen Thread auf, um Frank und Bernd anzufunken (Grundstückplan mit Maßen der Außenflächen wäre nicht schlecht). Übrigens: Schotterrasen statt Pflaser oder Kies ist wesentlich billiger und sieht nicht so übel aus.
Ein mieser Grabenkolli ist um Längen besser als die LWP, egal welches Modell. Nutze auch das Potenzial, noch besser zu dämmen. KWL ist faktisch Pflicht.

MaJen
Verfasser:
MaJen
Zeit: 04.08.2012 00:29:58
1746108
Vaillant VWL mit 14kw kostet schon mehr (13000) als Grabenkollektor mit Sole-Wasser-WP incl. WW-Speicher; auch die IDM und Novelan liegen in der Preisklasse.
die Stiebel wird nur wenig billiger als Gtrabenkolli-Variante (max 500-1000 EUR), ebenso wenn überhaupt die Fujitsu und die Rotex

Sole spart vom erstan Tag an ca 30% Heizstrom!
Verfasser:
DV-Gergen
Zeit: 04.08.2012 09:09:39
1746141
Hi Baurat.
Da Du mich namentlich genannt hast will ich Dir antworten. Die DV-Technik ist Dir 'zu heikel'. Wieso? CKS als Kältefachbetrieb gibt Dir alle Werksgarantien! Ferner sichert Dir CKS eine 'vor-Ort-Service-Firma zu - Du hast also keinerlei Probleme im Falle eines Falles.
Wie schon in einem anderen Beitrag gesagt: schau Dir das Preis-Leisetunsverhältnis an; dann entscheide.
Ich kann den Aussagen von J. Kempf bzgl. der abfallenden Heizleistung der Luft-WP bein tiefen Temperaturen nur zustimmen (findest Du aber auch auf den entsprechenden Seiten des Testinstituts arsenal, Wien - ait.at)
Kurt
Verfasser:
Howie
Zeit: 04.08.2012 12:57:19
1746196
@all

Es gibt schon seit mind. 1 Jahr WPen, die bei -7° die fast volle Heizleistung haben, und das bei COPs nahe 3. Siehe Wolf und panasonic.
ich gehe auch davon aus, daß auf diesem Gebiet die Luft-WP bei vielen Herstellern zulegen werden.
@TE
Laß Dir doch von der Wolf 10 KW mal ein Angebot machen; übrigens gibt es hier im Forum einen, der erzielt offensichtlich nahezu die JAZen, die der JAZ-Rechner auswirft (Sascha75).

Ein Angebot vom Kältefachbetrieb für die dreiphasige 9KW-Maschine von panasonic wäre auch hilfreich.

Viele Grüße

Howie
Verfasser:
Joerg Lorenz
Zeit: 04.08.2012 13:56:58
1746209
Zitat von Howie Beitrag anzeigen
@all

Es gibt schon seit mind. 1 Jahr WPen, die bei -7° die fast volle Heizleistung haben, und das bei COPs nahe 3. Siehe Wolf und panasonic.


Dir ist klar, dass das physikalisch unmöglich ist? Nur bei Modulation kann man das so hinbiegen allerdings mit haarsträubenden Folgen für die Effizienz.

Ich habe mit vor einiger Zeit mal die COP-Werte von modulierenden WPs angeschaut, insbesondere diejenigen der Japaner: Schlecht bis grauslig, je nach Temperatur.

Der OP soll sich die WPs ansehen, die bei der Auslegungstemperatur seiner Region mindestens die geforderte Leistung im monovalenten Betrieb bringen: In seinem Beispiel also 11 kW bei -10°C AT. Wenn ich das richtig sehe, hat seine Region aber eine Auslegungstemperatur von entweder -14° oder -16° C.

Gruss, Jörg
Verfasser:
Howie
Zeit: 04.08.2012 15:31:06
1746240
@Jörg Lorenz

Wenn ich die Zahlan richtig in Erinnerung habe, gibt Wolf bei -7° einen COP von 3 an und pana von 2,81. Dies Bei EN 14511. Der österreichische hersteller Weider gibt m.W. noch höhere COPs an.

Ob COP bei -15° auch im tiefen Bayern für die JAZ ausschließlich relevant sind, wage ich zu bezweifeln. Ihc glaube, einer der Rotsterne hat mal eine Tabelle eingestellt, aui der sich die Heizlasten bei den verschiednene Temperaturen im jahr ergeben. Da wird deutlich, daß die agz teifen temperaturen sleten sind, und somit für die JAZ keine so große Rolle spielen. Allerdings dei COPs bei -7 beispielsweise sollten schon proper sein.

Ferner: Ob das, was die Hersteller mit Angabe der Bezugsnorm angeben, physikalisch unmöglich ist, weiß ich nicht. Jedenfalls ist das Argument alle Luft-WP gehen bei Minusgraden gewaltig in die Knie, was Leistung und/oder COP anbelangt, offensichtölich nicht mehr zutreffend. Dies, und nicht mehr wollte ich dem TE mitgeben.

Gruß

Howie
Verfasser:
flo79
Zeit: 04.08.2012 15:43:35
1746244
jörg.

Kunden haben die 3phasige 9kw Pana im Einsatz. Gebiet Mittelfranken und Unterfranken. Die Ergebnisse sind nicht haarsträubend schlecht. Im Gegenteil. Laufen besser als gedacht. Jedenfalls nicht schlechter als die vieler anderer LWP die am Markt eingesetzt werden. Da kommen dann andere Sünden wie Puffer, Mischer, hydraul. Weichen usw. zum tragen. Von der Leistungsfähigkeit des Gerätes bin ich eigentlich positiv überrascht auch wenn ich privat wohl immer auf Erdwärme setzen würde wo es möglich ist.

Gruß Flo
Verfasser:
baurat
Zeit: 04.08.2012 18:11:30
1746275
Danke für eure Meinungen.

Ich kann das nicht beurteilen, inwiefern die Herstellerangaben realistisch sind oder nicht.

Wäre ich etwas risikofreudiger, würde mir von Beglau eine DV-Luft-WP einbauen lassen - aber die Jungs sitzen in Schwerin und sind mir einfach zu weit weg.

Deswegen also lieber etwas "von der Stange".

@ Flo: Die Panasonic hab ich angesehen, Danke für den Tipp. Sieht toll aus, aber lt. Web gibts keinen HZB, der das verbaut (nur Richter+Frenzel als Großhändler gelistet) :-(

@ MaJen: ich hab schon nen Thread zum Grabenkollektor aufgemacht. Ich würd ja auch viel lieber die effizientere Lösung haben. Nur traue ich mir das mit dem Graben in Eigenregie nicht zu...

@ Jörg: Richtig, -16°. Aber ich verstehe das nicht so recht: wie kann eine Maschine einen hohen COP bei A-7 haben, und trotzdem ineffizient sein? Ist der COP nicht so etwas wie ein Indikator der Effizienz ("wie viel kW Wärme erhalte ich für ein kW Strom?").
Verfasser:
flo79
Zeit: 04.08.2012 19:28:07
1746288
Hihi,

nen HB brauchst du nicht für Panasonic. Bei meinen Kunden hat die auch ein Kältefachbetrieb eingebaut. War ka Problem und auch nicht teuer.

Aber wie gesagt Erdwärme wäre besser bei eurer Klimaregion und unserer auch. Den Grabenkolli kann natürlich auch der Tiefbauer mit machen. Baggern machen die ja sowieso und das Rohr reinwerfen nach Franks oder Bernds Plan gegen einen normalen Obulus auch. Den Rest macht ja sowieso der Heizungsbauer. Also keine Angst.

Wenn du ne Luft-WP mit Direktkond. haben willst und nicht so weit weg. Gibt noch den Hersteller Voß bei uns ins Franken. Die ham mit der Opti-Cop auch ein gutes Gerät und dieser Technik.

Gruß Flo
Verfasser:
sascha75
Zeit: 04.08.2012 21:16:11
1746308
@Jörg: das mit der Physik ist so nicht korrekt (dennoch wäre ich als Ingenieur an deinem Ansatz interessiert).

Die Wolf BWL-1-8A macht bei -7/W35 noch einen Cop von 3.3 und bringt noch 7.5 kW Wärme. Das bestätigt auch das WPZ in Buchs (und die BWL in meinem Keller).

Die Panasonic und andere inverter-WP's kommen da nicht ran. Die halten zwar die Leistung bei bis zu -15 Grad konstant... Das aber bei unterirdischen COP's <2. Ich habe vor einiger zeit Messwerte einer Zubadan gepostet.

@all: noch was ganz anderes: sind wir schon so weit, dass wir empfehlen LWP's monovalent auszulegen?!

Gruß,
Sascha
Verfasser:
Joerg Lorenz
Zeit: 05.08.2012 00:39:01
1746356
Zitat von sascha75 Beitrag anzeigen
Die Panasonic und andere inverter-WP's kommen da nicht ran. Die halten zwar die Leistung bei bis zu -15 Grad konstant... Das aber bei unterirdischen COP's <2. Ich habe vor einiger zeit Messwerte einer Zubadan gepostet.



Hallo Sascha

Genau auf diesen Sachverhalt wollte ich hinaus.

An die anderen Vorposter:

Ist ja schon richtig, dass tiefe Temperaturen um die Auslegungstemperatur ein recht seltenes Phänomen sind, doch muss man diese Tage noch mit der Heizlast gewichten, erst dann entsteht das korrekte Bild. Der Februar hat uns gezeigt, was das dann am Energieeinsatz ausmacht.

Gruss, Jörg
Verfasser:
Howie
Zeit: 05.08.2012 10:05:15
1746394
@sascha

Richtig, die Zubadan, hochgelobt, hält zwar die leistung bei Tieftemperaturen, der COP ist aber schlecht. Das ist aber bei der panasonic anders. Die 9KW-Maschine hat bei -7° noch einen COP von 2,81.
Die Wolf-Geräte sind aber noch einen Tick besser. ich habe in Erinnerung, daß Deine Werte die des JAZ-Rechners und auch der Werksangeben in etwa bestätigen; stimmt das?
Darf ich mal fragen, was Du für die WP bezahlt hast, insbesondere Montage und Inbetriebnahme? Kannst mir auch gerne eine e-mail schreiben.

@Jörg

Man muß natürlich die Heizlast mit gewichten. Allerdings bleibt es dabei, daß im Schnitt über die Jahre diese Tage großer Kälte recht selten sind. Daher würde ich auch keine Luft-WP nach der "Auslegungstemperatur" auslegen. Wenn eine WP bei dieser Temp. um die 70% bringt, ist das m.E. eine wirtschafliche Größe.


Viele Grüße

Howie
Verfasser:
Martin206
Zeit: 05.08.2012 12:51:57
1746443
Also wenn das Haus so gebaut wird wie geplant, dann liegt die Heizlast inkl. Einbegzug der WRG bei ca. 8,4kW + evtl. WW-Reserve (da bis zu 6 Personen). Wobei die Reserve an den kältesten Tagen auch die E-Patrone sein könnte (sinnvoll!).

Schlägt man noch pro Person 0,25kW Reserve drauf, sind es eben 9,9kW ...die aber wohl in 20 Jahren nur an ca. 5 Tagen benötigt werden.

Bei Sole-WP würde ich also zu 8,4-10kW raten ...alles darüber ist überdimensioniert.

Bei Luft-WP wohl nicht einfach pauschal 5kW mehr ansetzen, sondern die Leistungskurve der in Frage kommenden WP ansehen. Die Luft-WP sollte schon an den meisten Tagen die Arbeit alleine machen können ...und zwar nicht mit COP kleiner 2 !!!

Die -20°C sind wohl nur an wenigen Tagen, aber unter -10°C denke ich wird es schon einige Tage gehen. Dazu evtl. noch Wind kommen ?!?

So würde ich schon eine WP wählen die bis ca. -15°C die Heizlast alleine abdecken kann. Also wenigesten ca. 8,2kW noch bei -15°C.

Mal am Beispiel von Stiebel-Eltron:

Die WPL13 schafft bei -15°C nur noch ca. 5,2kW,
deckt die Heizlast wohl nur bis ca. -7°C (ca. 6,6kw) ab.

Die WPL18 bringt bei -15°C noch ca. 7,7kW,
deckt die Heizlast auch nur etwa bis -9°C (ca. 7kW) ab.
Der COP ist dann mit ca. 2,7 aber noch recht ordentlich ...aber ab -10°C dann wg. dem massiven Einsatz der E-Patrone dann ganz schnell im Keller :o(.

Bliebe noch die WPL23 ...die bringt bei -15°C noch ca. 9,4kW bei einem COP von ca. 2,7.

Quellen:
[Vereinfachte Heizlastberechnung; url=http://www.stiebel-eltron.de/imperia/md/content/STIEBELELTRON/de/Fachpartner/Fachinformationen/Downloads/Gebrauchs-und-Montageanweisungen/03_waermepumpen/11_luft_w_wp/282935-34392-8338_wpl_13-23_cool__de_.pdf]Installationsanleitung WPL[/url]

Man sieht das Problem der Luft-WP bei diesen Temperaturen deutlich.

Es gibt sicher LWPs welche bei kalten Temp. noch mehr Leistung bringen ...aber dabei dann auch den COP beachten ...der geht meist immens in den Keller.

Oder hat einer den Tipp für eine LWP die auch bei -15°C noch mit gutem COP heizt?

Eine Pelletsheizung in ein Haus mit so einer Heizlast ist denke ich übertrieben. (Ja, ich weiß es gibt toll modulierende Pelleter - aber der Aufwand drumherum ist auch nicht ohne.)

Also bleibe ich dabei:
Sole-WP wäre die beste Lösung ...der Boden schaut doch gar nicht so schlecht aus dafür ...muß man nur die Quelle noch um's Haus unterbringen und den passenden Fachmann dafür finden !? (was wohl das schwierigste sein dürfte dabei).

Gruß
-Martin-
Verfasser:
Martin206
Zeit: 05.08.2012 12:59:56
1746446
Die genannte Panasonic LWP klingt übrigens so schnelcht nicht von den Leistungsdaten.
Wenn die wirklich bei -15°C noch 12kW bringt mit einem COP von 2,4, dann alle Achtung.

Interessant wäre es hier etwas über Praxiswerte und vor allem die Zuverlässigkeit und Haltbarkeit zu erfahren ...eine Heizung sollte schon ca. 15 Jahre lang einigermaßen zuverlässig laufen ...nichts ärgerlicheres als eine im Winter ausfallende Heizung.

Und gut wäre man könnte sich die Anlage mal anhören ...nicht daß die Nachbarn am Ende wg. der Geräusche vor Gericht ziehen.
(Mir reicht schon das Ausblaßgeräusch der KWL ...bin froh daß noch Büsche und Bäume hin zum Nachbarn dazwischen sind, sonst wär's wohl aus mit guter Nachbarschaft.)

Gruß
-Martin-
Verfasser:
Martin206
Zeit: 05.08.2012 13:11:26
1746453
@Howie

> "Ob COP bei -15° auch im tiefen Bayern für die JAZ ausschließlich relevant sind, wage ich zu bezweifeln. Ihc glaube, einer der Rotsterne hat mal eine Tabelle eingestellt, aui der sich die Heizlasten bei den verschiednene Temperaturen im jahr ergeben. Da wird deutlich, daß die agz teifen temperaturen sleten sind, und somit für die JAZ keine so große Rolle spielen."

Howie, keine Ahnung wo Du wohnst, aber sicher nicht in einer der kälteren Gegenden Bayerns.
Ich wohne in Region mit gleicher Auslegung und ähnlichen Wintertemp. wie baurat. Die Auslegungstemp. -16°C wurde 2012 nahezu erreicht (es waren ca. -16,5°C im 48h-Mittel). Auch ist mal eine ganze Woche mit Höchsttemp. um -10°C dabei.
Bei Höhe von ca. 800m ü.NN kommt auch sicher noch Wind als Faktor hinzu ...mehr als bei uns (ca. 350m ü.NN).

Was ich damit sagen will:
Wenn man nicht 15-20% direktelektrisch heizen will, sollte man die Heizung schon in etwa so wählen, daß bis knapp vor Erreichen der Auslegungstemp. die WP ohne Heizstab auskommt - zumind. für das Heizen an sich ...über WW-Erwärmung per Heizstab läßt sich reden, da quält sich die WP bei dicken Minustemp. sowieso ziemlich.

Gruß
-Martin-
Verfasser:
flo79
Zeit: 05.08.2012 16:00:25
1746513
Sascha und Jörg.

Das stimmt so aber nicht. Weder auf dem Papier noch in der Praxis.

Korrekt ist das die Wolf bei Buchs und Bafa mit 3,3 angegeben ist. Also ne gute Maschine.

Aber z.B. diese Panasonic:

http://www.klimashopping.com/Heizen/Waermepumpen/Panasonic/Aquarea/Split/Panasonic-Aquarea-LT-WH-SDF09C3E8-Luft-Wasser-Waermepumpe-9kW-400V

hat lt. Bafa bei -7 einen größeren Cop als die Herstellerangabe. Nicht 2,81 sondern 3,16. und eine Heizleistung dabei von 8,8 kw. Also kaum schlechter als Wolf und wesentlich besser als die Meisten. Mit einer noch besseren Heizungspumpe wäre sie wohl ziemlich gleichauf. Das mit Cop unter 2 stimmt auch nicht, Schon vom Datenblatt nicht und auch nicht in der Praxis. Dazu kommt noch der günstige Preis.

martin. Die Praxiswerte sind gut. Besser als gedacht bei mittlerweile 4 Kunden. Auch Geräusch ist ok. Allerdings gibt es keine Langzeiterfahrungen bezgl. Haltbarkeit usw. da es alles neue Geräte sind und max. den letzten Winter mitgemacht haben. Trotzdem ist die Install. dieser Geräte ohne Schnickschnack und in Kombi mit einem WP-WW von TWL (auch preisgünstig) eine Alternative wenn z.B. keine Erdwärme geht oder keine andere Heizanlage vom Platz, Bedingungen usw. geht.

Aber natürlich wäre Erdwärme oder was anderes erste Wahl in dieser und auch unserer Klimaregion. Ja ähnlich wie bei dir. Da möchte ich nicht unbedingt eine Luft-WP haben.

Gruß Flo
Verfasser:
baurat
Zeit: 05.08.2012 17:21:20
1746534
Hi Flo,

vielen Dank für die Praxisinformationen. Dann scheint mir die Panasonic ja wirklich mal ein brauchbares und bezahlbares Gerät zu sein - mit dem Haken, dass ich einen Klimatechniker finden muss, der mir das einbaut, und einen HZB, der den Rest übernimmt - mal sehen.
Zumindest kostet sie keine >10.000€ wie manch andere "gute" LuftWPs..

Morgen Großkampf-Telefontag, ich hoffe noch auf ein Wunder in Richtung Erdsonden, Grabenkollektor oder DV. Ich melde mich Ergebnissen :)
Verfasser:
sascha75
Zeit: 05.08.2012 18:15:54
1746554
@flo: mit den COP's kleiner 2 meinte ich die Zubadan.



Bei der BWL von Wolf sieht das so aus:



@Howie: Zu meiner Installation schreibe ich später was... Auf dem iPad macht das keine Laune...

/S.
Verfasser:
baurat
Zeit: 05.08.2012 18:49:58
1746568
@Sascha: hast du die Wolf? Ja, schreib doch mal bitte was zu deiner Installation.. Danke! :-)
Verfasser:
Husmann
Zeit: 05.08.2012 19:01:56
1746571
Wenn man glaubt mit den Herstellerdaten einen Vergleich anstellen zu können, welche Wärmepumpe am besten zu dem individuell gebauten Haus passt, der unterliegt einem gewaltigen Irrtum.

Die Angaben sind von den Herstellern unter Normbedingungen eines Referenzortes angegeben.

Wenn man wissen will welcher Hersteller am besten geeignet ist, so muss man die Wärmepumpe berechnen lassen.

Wichtig ist die Jahresarbeitszahl aus der Berechnung und der Simulation bezogen auf das Projekt.

best regards
Verfasser:
sascha75
Zeit: 05.08.2012 21:01:15
1746643
Abend zusammen,

@Husmann: Die von mir genannten COP's sind nicht vom Hersteller, sonder n von der BAFA / WPZ Buchs gemessen. Natürlich gebe ich dir recht, dass die Anlage auch gut zum Haus passen muss (bzw. der Rest der Heiztechnik gut zur Wärempumpe).
Leider wurde ich und andere von der Branche mehr als enttäuscht. Mein Heizungsbauermeister (seines Zeichens Wärmepumpenspezialist) versteht bis heute nicht warum seine vermurkste Hydraulik meine JAZ limitiert...
Sicher gibt es auch Experten, nur leider ist dies für den (oft uninformierten) Laien nur schwer (oder zumindest zu spät) erkennbar.

Nun zu meiner Installation:

Ich habe eine Wolf BWL-1-12A im Garten stehen (Südwand, Unterfranken, 270müNN). Diese fördert in einen 300l WW-Speicher bzw. über einen 200l-Trennspeicher in die FBH.

Warmwasserbereitung fahre ich mit 42 Grad (Einschaltpunkt 37 Grad, Fühler Mitte Speicher). Die FBH ist auf etwa 35 Grad ausgelegt und schafft leider nicht ganz den Volumenstrom den die Wolf braucht um eine Spreizung von 7K zu realisieren (hier wurde leider ohne mein Wissen auf einen kleineren Rohrdurchmesser ausgewichen...).

Ich habe eine JAZ von 3.3 und komme komplett ohne elektrische Zuheizung aus (auch im Februar 2012)da die LWP recht großzügig ausgelegt wurde... (der Heizi hat eine Doppelgarage (unbeheizt) mit eingerechnet).

Optimierungspotenzial: Wie schon weiter oben angemerkt ist die LWP über einen Trennspeicher an die FBH angebunden... dies führt zu einigen K Verlust im Vorlauf (Verwirbelung). Leider kann ich nicht direkt in die FBH fördern, da diese den Volumenstrom in der Übergangszeit nicht schafft. Hier wird der Trennspeicher auf eine Stich-Anbindung umgebaut.

Dadurch sollte sich die JAZ noch geringfügig steigern lassen. Ich fahre im übrigen mittlerweile ohne Einzelraumregelung (ausser Schlafzimmer) und steuere die Temperatur komplett über die WP.

Gruss,
Sascha
Verfasser:
Martin206
Zeit: 05.08.2012 22:44:43
1746683
@flo79

Was meisnt Du mit WP-WW?
Eine extra Brauchwasser-WP?
Die würde sich bis zum Sanktnimmerleinstag nicht rechnen.

Was heißt Geräusch ist ok?
Wird auch ein sensibler Nachbar in 10m Entfernung nicht klagen?
Gute Nachbarschaft ist GOLD wert! Das weiß man spätestens dann, wenn man mit dem Nachbarn im Clinch ist.

@Husmann

Mal die Kirche im Dorf lassen.
Klar kann man hier Fehler machen ...aber damit das (z.B. durch Schätzungen des BU oder Heizi) nicht passiert, sind wir ja hier.
__

Denke die richtige Dimensionierung bringen wir hier schon hin.

Schwieriger wird es einen Installateur zu finden der die passende FBH u. Hydraulik dazu planen und bauen kann.
Und wenn baurat nun wohl doch auf Sole umschwenkt - es ist ja ein Grabenkolli im Gespräch - dann wäre es nicht verkehrt einer der schon mal so'nen Kolli gemacht hat wäre mal vor Ort.

-Martin-
Verfasser:
flo79
Zeit: 05.08.2012 23:28:16
1746694
Martin. Du weißt doch das ich kein Verfechter vom LWPs bin. Mit WP-WW meinte ich eigentlich nur einen WP Warmwasserspeicher mit größerem WT und keine extra WP.

Ich finde nur das man unter Bedinungen bei denen Erdwärme usw. nicht geht man nicht unbedingt eine teure LWP mit Zubehör und extrem teuren Speichern braucht. Die Installation bei den Kunden ist wirtschaftlich und funktioniert. Wenn manche für ne LWP mit Superschichtenspeicher plus Extras mehr ausgeben als für ne Soleanlage mit Bohrung komme ich da halt ins Grübeln bzgl. der Kosten.

Das mitm Geräusch haben fast alle LWP gleich. Mehr oder weniger. Was soll man dazu sagen. Bisher gabs keine Beschwerden. Kann natürlich auch anders werden.

Gruß Flo
Verfasser:
MaJen
Zeit: 05.08.2012 23:42:29
1746700
@ Sascha: Und was hat die Wolf-WP von Dir gekostet (incl Installation und WW-Speicher) ?
Verfasser:
Martin206
Zeit: 05.08.2012 23:58:46
1746701
@flo79

Da denken wir dann ähnlich:
"So einfach wie möglich, soviel wie unbedingt nötig."

Denke der WW-Speicher sollte sowieso gut für WP geeignet sein, also ordentlichen Wärmetausch haben. Schließlich geht's um eine WP-Heizung :o).

Im Web findet man schon Beschwerden über WP-Geräusche vom Nachbarn ...ob die gleich klagen ist was anderes.
Aber wenn mein Nachbar so ein Ding laufen hätte das man rüber hört (z.B. auch im Sommer während der WW-Bereitung), meine Frau würde da recht schnell "nervös u. unbequem" ...eine gute Nachbarschaft auf Dauer nicht mehr möglich.

Einer meiner meiner Grundprinzipien aus meinem Job heißt:
"Fehler vermeiden durch Fehlermöglichkeiten vermeiden."
Heißt ich würde da gleich überlegen die Luft-WP (oder zumind. eine mit Außeneinheit) zu meiden, dann gibt es keine Geräusche die evtl. einen stören könnten.

-M-
Verfasser:
Husmann
Zeit: 06.08.2012 00:24:20
1746705
Zitat von Martin206 Beitrag anzeigen
@flo79

Was meisnt Du mit WP-WW?
Eine extra Brauchwasser-WP?
Die würde sich bis zum Sanktnimmerleinstag nicht rechnen.

Was heißt Geräusch ist ok?
Wird auch ein sensibler Nachbar in 10m Entfernung nicht klagen?
Gute Nachbarschaft ist GOLD wert! Das[...]



Die Kirche finde ich im Dorf auch viel schöner als bei mir vor der Haustür, finde ich zu laut.

Hat aber auch was dann hört man vom Nachbar Sonntags zum Hochamt die Wärmepumpe nicht.

Wie gesagt und das wird sich auch nicht ändern:

Wenn man glaubt mit den Herstellerdaten einen Vergleich anstellen zu können, welche Wärmepumpe am besten zu dem individuell gebauten Haus passt, der unterliegt einem gewaltigen Irrtum.

Die Angaben sind von den Herstellern unter Normbedingungen eines Referenzortes angegeben.

Wenn man wissen will welcher Hersteller am besten geeignet ist, so muss man die Wärmepumpe berechnen lassen.

Wichtig ist die Jahresarbeitszahl aus der Berechnung und der Simulation bezogen auf das Projekt.

Das dem so ist, lese ich regelmäßig wenn ich mal hier bin oder sehe es in der Praxis.

Vergleichen kann man die Auslegung mit Lotto oder Fußballwetten, alles was nicht berechnet wird ist ein Glücksspiel. Nur die Wette kostet 10-100 € ein Haus glaube ich ein paar Euro mehr.


best regards
Verfasser:
Martin206
Zeit: 06.08.2012 01:40:16
1746710
Sorry, aber das ist wenig-sagendes Geschreibsel.

Sag doch konkret, was Du "besser" berechnen willst und warum.

So klingt das für mich sonst wie "Angst sells"...
Verfasser:
Husmann
Zeit: 06.08.2012 02:46:01
1746712
Zitat von Martin206 Beitrag anzeigen
Sorry, aber das ist wenig-sagendes Geschreibsel.

Sag doch konkret, was Du "besser" berechnen willst und warum.

So klingt das für mich sonst wie "Angst sells"...



Als interessierter Laie wie in deinem Profil steht, kannst du doch seit 2008 auf die Beiträge hier zurückgreifen.

Es geht doch schon in fast jedem Beitrag ,hier darum Heizlastberechnung und um Berechnung von Wärmepumpen in der anderen hälfte der Beiträge "hilfe funktioniert nicht".

Soll ich 12 kw oder 14 kw nehmen?

Ist der Stromverbrauch normal?

etc.

Ob meine Beiträge wie du sagst "wenig-sagendes Geschreibsel" sind kannst du besser beurteilen als ich und dafür bin ich auch dankbar.

best regards
Verfasser:
crax
Zeit: 06.08.2012 09:02:22
1746734
Zitat von Husmann Beitrag anzeigen
...Wenn man glaubt mit den Herstellerdaten einen Vergleich anstellen zu können, welche Wärmepumpe am besten zu dem individuell gebauten Haus passt, der unterliegt einem gewaltigen Irrtum......
Wichtig ist die Jahresarbeitszahl aus der Berechnung und der Simulation bezogen auf das Projekt.
Korrekt.
Allerdings machte eine belastbare Auswertung der regionalen Klimadaten, LWP Kennlinien sowie die Ermittlung des tatsächlichen Bedarfs (Leistung, Energie) für Hzg u. WW etwas Mühe.
Hier möchte man allerdings bequem das schnelle Ergebnis, ohne Nachhaltigkeit, meist begründet auf Halb- bzw. Nichtwissen :-)

mfg
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