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Fertighaus Holz - welche Heizung macht aktuell sinn?
Verfasser:
David-KA
Zeit: 10.08.2012 10:39:27
1748494
Hallo zusammen,

wir stehen kurz vor dem Kauf eines Fertighauses aus Holz, hierzu würde ich gerne meinen laienhaften Plan vorstellen und Eure konstruktive Kritik dazu hören:

Bitte diskutiert nicht Leicht/Fertigbau gegen Massivbau, die Entscheidung steht ;)

Eckdaten:
* Region Karlsruhe (ich will mich bei ca 35 Grad max. im Sommer und -15 Grad min. im Winter wohlfühlen)
* vertraglich 10 Jahre an Fernwärme gebunden
* mind. KFW70 evtl 55
* KG und DG werden später ausgebaut und sollen dann auch beheizt werden
* Wohnfläche EG und 1. OG ca 150qm
* Wohnfläche KG und DG später ca nochmal 70qm dazu
* Anlage sollte für 220 qm dimensioniert sein

Der Plan:
* FBH in KG, EG, 1OG, raumweise regelbar
* nach ein paar Jahren Solartherme und PV aufs Dach (SO Ausrichtung)
* Lüftungsanlage mit WRG
* Auf Heizkörper wollen wir möglichst verzichten
* Schwedenofen ins EG, Kamin bis in den Keller
* Erdsonde in 1,5m Tiefe zum Kühlen im Sommer und anheizen im Winter (das nehme ich mit, wenn der Keller ausgehoben wird)


Wir wollen bevorzugt auf Holzböden setzen, daher bin ich mir mit der FHB nicht 100% sicher. Möglich wäre auch, Keramikheizelemente in die Lüftung in jedem Raum einzubauen, und das mit der PV Anlage zu refinanzieren. Ich weiss aber ehrlich gesagt nicht, was ich von Heizen mit Strom halten soll...

Eine weitere Überlegung ist, die FBH in jedem Fall mitzunehmen (kostet ca 8000 EUR ohne DG) um hier einfach alle Möglichkeiten zu haben. Nachträglich einbauen ist halt nicht.

Raumregelung: Wenn ich es hinbekomme, im Schlafraum 17Grad und im Wohnraum 21 Grad zu erreichen, wäre das echt toll.

Auch wichtig ist, dass wir nach 10 Jahren aus der Fernwärme aussteigen könnten, daher sollte sich das System auf möglichst viele künftige Energiequellen (Erdgas wird es jedoch nie, da nicht vorhanden) übertragen lassen.

Von der Philosophie sind wir Energiersparer und Ökos und leben nach der Devise, dass die man am besten spart, indem man den Verbrauch minimiert.

Bin mal gespannt, was jetzt kommt :)

Vielen Dank!

David
Verfasser:
egal1
Zeit: 10.08.2012 10:50:34
1748500
Im Schlafzimmer 17° im Wohnzimmer 21° geht bei einem gut gedämmten Haus überhaupt nicht, außer ihr dämmt auch die Innenwände entsprechend und/oder lasst im Schlafzimmer das Fenster offen stehen. Mehr als 1-2° Unterschied zwischen den Räumen ist kaum möglich.
Bei der rel. geringen Speichermasse eines Holzhauses würde ich auf alle Fälle eine FBH einbauen und natürlich jetzt auch das DG mit einbeziehen.
Schwedenofen und Solaranlage bei Fernwärmeanschluss? Ist das den sinnvoll?
Schwedenofen wahrscheinlich ohne Wassertaschen? Wie hoch ist den die Heizlast für den entsprechenden Raum?

Fernwärme ist ein Fertigprodukt und die reinen Energiepreise sind nur ein Teil der Gesamtrechnung.
Nach ... Jahren aus Fernwärme aussteigen: ist das den vertraglich überhaupt möglich? Was soll den die Alternative sein? Gas entfällt, auf Öl wollt ihr wohl kaum setzen dann bleibt doch fast nur Pellets und Wärmepumpe, was hohe Investitionskosten erfordert.
Verfasser:
loeti-new
Zeit: 10.08.2012 11:01:25
1748503
Wenn Du an Fernwärme gebunden bist, dann erst mal Fernwärme.

Im EG, falls Du da eine Betonplatte hast, FBH mit Fliesen im KG und OG einreihige Flachheizkörper der Höhe 300 oder 400 die im OG möglichst die ganze Außenwandseite überdecken, Auslegung 50/40/20.

Grüße Löti
Verfasser:
Stormy
Zeit: 10.08.2012 11:07:00
1748505
Wenn FBH, dann 100% FBH! Warum soll ich eine FBH planen die mit nierdigst möglichen Temperaturen läuft, wenn der Wärmeerzeuger mit 50°C VL Temp. läuft, weil die Heizkörper eine so hohe Temperatur benötigen?

Im Dachgeschoss könnte man die Schrägen eventuell mit einer Wandheizung ausrüsten. Nur so als Idee.

MfG

Stormy
Verfasser:
egal1
Zeit: 10.08.2012 11:11:18
1748506
*LOL* es dauert wohl lange, bis sich die Erkenntnis durchsetzt. In den 80-er Jahren baute man die FBH nur im EG ein. In den 90-er Jahren dann auch im Obergeschoss. 2012 dürfte sich die Erfahrung durchgesetzt haben, daß alle bewohnten Räume mit FBH ausgestattet werden.
Verfasser:
David-KA
Zeit: 10.08.2012 11:17:36
1748509
Zitat:
Schwedenofen wahrscheinlich ohne Wassertaschen? Wie hoch ist den die Heizlast für den entsprechenden Raum?


Ich weiss nicht, ob ich da ich mit Heizlasten kalkulieren kann, da es in etwa so im Fernwärmevertrag steht:

"Der Kunde verpflichtet sich, den gesamten Wärmebedarf für Heizzwecke und Brauchwassererwärmung ausschließlich aus den Wärmelieferungen der Betreibergesellschaft zu decken. Ausgenommen hiervon ist die Wärme, die aus regenerativen Energiequellen des Kunden gewonnen wird. Eine weitere Ausnahme bilden untergeordnete Einzelfeuerstätten in Form von Kachel- und Schwedenöfen."

Wassererwärmung mit Schwedenofen ist m.E. nach ausgeschlossen.

Nach 10 Jahren ist ein Ausstieg aus der Versorgung möglich.
Klar werde ich die Fernwärme nutzen, ich will bloss die Möglichkeit haben, unproblematisch davon wegzukommen, wenn es nötig werden sollte.
PV und Therme werden auch nicht sofort aufs Dach kommen, sondern später (das ist ja auch ne Philosophiefrage)
Verfasser:
J. Simon
Zeit: 10.08.2012 11:21:15
1748512
Stimmt. Warum sollte ich bei einem Neubau zwei verschieden temoerierte Heizkreise installieren. Macht keinen Sinn und macht teurer. FBH überall und kleinen Ofen ohne Schnickschnack für besonders kalte Tage :-)

VG J. Simon
Verfasser:
David-KA
Zeit: 10.08.2012 11:22:33
1748513
Zitat von Stormy;1748505[break
Im Dachgeschoss könnte man die Schrägen eventuell mit einer Wandheizung ausrüsten. Nur so als Idee


gute Idee, ist gemerkt!
Verfasser:
kd-schrauber
Zeit: 10.08.2012 11:33:40
1748517
Moin,
Zitat von David-KA Beitrag anzeigen
... Ausgenommen hiervon ist die Wärme, die aus regenerativen Energiequellen des Kunden gewonnen wird. Eine weitere Ausnahme bilden untergeordnete Einzelfeuerstätten in Form von Kachel- und Schwedenöfen....]
da würde ich doch (neben einem hervorraggendem Dämmstandard) auf ganz intensive solare Nutzung + kleinen wassergeführten Ofen setzen. Und schon bist Du die lästige Bindung an FW los ...

Grüße Michael
Verfasser:
egal1
Zeit: 10.08.2012 11:35:48
1748520
Jetzt kommt das Stichwort Therme. Ich dachte es gibt keinen Gasanschluss? Oder ist damit ein Ölkessel gemeint? In 10 Jahren noch auf Öl sezten?
Mit Heizlast ist natürlich der (Wärme)energiebedarf des Hauses gemeint und nicht die Anschlussleistung, die der Fernwärmelieferant zur Verfügung stellt.
In einem gut gedämmten Haus ist der kleinste Schwedenofen schon zu groß und das ganze würde nur Sinn machen, wenn du das fertige Holz kostenlos bekommst.
Verfasser:
egal1
Zeit: 10.08.2012 11:39:21
1748521
kann kd-Schrauber nur recht geben, die gewünschte Kombination ist zu überdenken. Entweder Fernwärme ODER solar + PV + z.B. Wasser/Wasser-Wärmepumpe, meinetwegen noch mit dem Ofen mit Wassertaschen.
Verfasser:
David-KA
Zeit: 10.08.2012 11:41:37
1748524
Zitat von kd-schrauber Beitrag anzeigen
Moin,
Zitat von David-KA Beitrag anzeigen
[...]
da würde ich doch (neben einem hervorraggendem Dämmstandard) auf ganz intensive solare Nutzung + kleinen wassergeführten Ofen setzen. Und schon bist Du die lästige Bindung an FW los ...

Grüße Michael


Das Problem ist, dass es ne Grundgebühr von knapp 200 EUR gibt, die zahlst du immer.
Verfasser:
David-KA
Zeit: 10.08.2012 11:42:54
1748525
Zitat von egal1 Beitrag anzeigen
Jetzt kommt das Stichwort Therme. Ich dachte es gibt keinen Gasanschluss? Oder ist damit ein Ölkessel gemeint? In 10 Jahren noch auf Öl sezten?


Sorry für die Ausdrucksweise, ich meine Solarthermie...
Verfasser:
Texlahoma
Zeit: 10.08.2012 11:43:04
1748526
@David

"Ausgenommen hiervon ist die Wärme, die aus regenerativen Energiequellen des Kunden gewonnen wird. Eine weitere Ausnahme bilden untergeordnete Einzelfeuerstätten in Form von Kachel- und Schwedenöfen."


Da sehe ich grundsätzlich folgende Möglichkeiten:

1. Einen wasserführenden Pelletsofen (der vollautomatisch beschickt werden kann, aber auch manuell mit Sackware beladen werden kann)
2. Solarthermieanlage für Warmwasser und Heizungsunterstützung
3. Scheitholzofen im Wohnzimmer, ggf. wasserführend
4. Grund- oder Kachelofen, ggf auch wassergeführt
5. Scheitholzvergaserkessel
6. PV in Verbindung mit einer WP

Die Varianten 1-5 -auch die wasserführenden Öfen- erfordern entsprechende Speichermöglichkeiten. Die Fernwärme könnte man dann auch auf einen zentralen Speicher laufen lassen, um je nach Verfügbarkeit möglichst viel regenerative Energie zu nutzen und nur dann Fernwärme abzunehmen, wenn aus den anderen Wärmeerzeugern nichts zur Verfügung steht.

Wenn man die Anlage richtig konzipiert, ist die Fernwärme nur der Back-Up Wärmeerzeuger (Abwesenheit, Krankheit) und der Löwenanteil der Energie wird regenerativ gewonnen.

Und klar, wenn schon FBH, dann bitte richtig und das bedeutet in jeder Etage. Bitte keine heterogenes Wärmeverteilsystem bauen (Mischung aus FBH-Kreisen und Heizkörper-Kreisen). Eine Alternative zur FBH wären sogn. Wärmepumpenheizkörper, die auch mit niedrigen Vorlauftemperaturen klar kommen. In Eurer Konstellation würde ich die aber nur im Keller vorsehen, sofern der (teil-)beheizt werden soll.
Verfasser:
kd-schrauber
Zeit: 10.08.2012 11:51:02
1748528
DAS würde ich mal rechtlich auf Zulässigkeit (Anschlusszwang) prüfen lassen, wenn Du doch Deine benötigte W-E ausschließlich aus erneuerbaren Quellen erzeugst und demzufolge gar keinen Anschluss an's FW-Netz benötigst.

Grüße Michael

PS: Ich selbst würde mich persönlich nie einer solchen Situation aussetzen ;-)

PPS: @ Tex: Ich weiß nicht, ob man mit einer WP wg des Hilfs-E-Bedarfs da durchkäme...
Verfasser:
David-KA
Zeit: 10.08.2012 11:53:41
1748531
@Texlahoma Danke :)


Thema Fernwärme: die haben das schon intelligent gemacht, mit dem Grundstückskauf bindest Du dich 10 Jahre an die Fernwärme mit mindestens ca 200EUR Grundgebühr/Jahr.

Man kommt da nur gänzlich raus, wenn man ein Passivhaus nach Darmstadt-Standard baut (was m.E. keinen Sinn macht)


alles in allem bekräftigen Eure Aussagen meine Idee, FBH überall einzubauen bzw. vorzubereiten (DG) und die Lüftung für WRG und Kühlung im Sommer zu nutzen.

Dass ich stark unterschiedliche RaumTemperaturen (+-4Grad) wohl nicht so gut hinbekomme, hab ich mir schon gedacht, passt aber.

Vielen Dank Euch allen!
Verfasser:
OldBo
Zeit: 10.08.2012 12:00:02
1748536
Zitat von David-KA Beitrag anzeigen
Auch wichtig ist, dass wir nach 10 Jahren aus der Fernwärme aussteigen könnten, daher sollte sich das System auf möglichst viele künftige Energiequellen (Erdgas wird es jedoch nie, da nicht vorhanden) übertragen lassen.

Von der Philosophie sind wir Energiersparer und Ökos und leben nach der Devise, dass die man am besten spart, indem man den Verbrauch minimiert.


Moin David,

wenn ihr diese Einstellung habt, dann würde ich ein Grundstück in einem anderen Baugebiet suchen. Dann kann man es so machen, wie man es sich vorstellt.

Auf der anderen Seite ist es auch nicht unbedingt "Öko", wenn jeder seinen eigenen Kessel hat. Die Fernwärme ist oft zu Unrecht negativ belastet.

Gruß

Bruno
Verfasser:
David-KA
Zeit: 10.08.2012 12:09:35
1748544
Zitat von OldBo Beitrag anzeigen
Zitat von David-KA Beitrag anzeigen
[...]


Moin David,

wenn ihr diese Einstellung habt, dann würde ich ein Grundstück in einem anderen Baugebiet suchen. Dann kann man es so machen, wie man es sich vorstellt.


Bruno, da bin ich ganz bei Dir, gar keine Frage. Es ist nur so, dass wir in KA momentan keine Bauplätze haben und ich zu den Glücklichen gehöre, die einen ergattert haben. Man nimmt was man kriegt, erst recht als Familienvater mit der Chance auf einen Platz im Neubaugebiet (junge Familien, Spielkameraden für die Kinder, etc).

Ich verteufele die Fernwärme im Übrigen keinesfalls, will aber einfach für alles gerüstet sein. Keiner weiß, was in 10 Jahren ist...
Verfasser:
kd-schrauber
Zeit: 10.08.2012 12:10:59
1748545
Bezüglich Anschlusszwang:

Habe mich eben mal darüber schlau gemacht. Es ist leider tatsächlich zulässig, dass Kommunen (im Zusammenspiel mit E-Versorgern !!! :-( ) dies dürfen, und zwar mit dem Segen der EU. :-(((

Wie Bruno eben gesagt hat, gibt es natürlichauch eine zweite Seite der Medaille. Prinzipiell sollte das kein Problem sein, da der Bauherr den Nachweis der Umweltverträglichkeit (E-Ausweis) sowieso führen muss.

Grüße Michael
Verfasser:
OldBo
Zeit: 10.08.2012 12:18:53
1748549
Moin David,

dann geht es euch wie es uns seinerzeit ging. Ich musste mein Haus auch nach den Vorgaben bauen. Eigentlich wollte ich nie ein Flachdachhaus. Nun könnte ich es aufstocken, aber jetzt bin ich froh, dass mein Haus altersgerecht gebaut ist :>))

Gruß

Bruno
Verfasser:
Texlahoma
Zeit: 10.08.2012 12:20:07
1748550
Wenn die Grundgebühr für die Fernwärme ohnehin 10 Jahre lang als feste Größe das Familienbudget belastet, würde ich so wenig wie möglich auch tatsächlich abnehmen und deshalb konsequenterweise voll auf regenerative Energie setzen!

...und da vor allem auf Solar, da die schiere Sonnenenergie nun mal nichts kostet (blöderweise sind die Erntemaschinen recht teuer). Und wenn der Standort Karlsruhe ist, dann würde ich mich in der Frage nicht lange bitten lassen:

Ein gut durchdachte Solarthermieanlage für Warmwasser und Heuzungunterstüzung ins Haus, mit der das Haus von Anfang März bis Ende Oktober geheizt werden kann und WW erzeugt werden kann, dazu einen wasserführenden Pelletsofen für die übrige Zeit ins Wohnzimmer, beide über einen zentralen Pufferspeicher verbunden, auf den auch die Fernwärme arbeitet und dann zeigste der Kommune 10 Jahre lang hinsichtlich FernwärmeBEZUG die lange Nase ;-)
Verfasser:
egal1
Zeit: 10.08.2012 12:31:08
1748553
Zu den Kosten Fernwärme:
Normalerweise liegen schon die Anschlusskosten bei ca. 3000,--, der Grundpreis bei ca. 350,-- (z.B. 15 kW Anschlussleistung)
Ergibt also über 10 Jahre einen "Grundpreis" von 650,-- €

Bei nur 2000,-- Grundkosten für 10 Jahre gerechnet, ist das ja das absolute Schnäppchen. Ist da wirklich der Anschlusspreis schon mitgerechnet?
Wie hoch ist den der Arbeitspreis?
Verfasser:
rainbow_demon
Zeit: 10.08.2012 12:51:00
1748559
Mit Blick auf die Zukunft > 10 Jahre:
Heizsystem nehmen, daß mit niedrigen VL-temperaturen auskommt (=Flächenheizung), dann kann man später auch WP benutzen. Platz im Keller für Pufferspeicher bereithalten, Kamin für kleinen Ofen anlegen lassen.
Wenn sich´s nach 10 Jahren mit der Fernwärme wirklich nicht rechnet, hat man mit den genannten Vorbereitungen alle Möglichkeiten, den Wärmeerzeuger auf das dann am besten passende Konzept auszulegen, egal ob Gas, Holz, WP, mit oder ohne solare Unterstützung
Verfasser:
merlinschmidt
Zeit: 10.08.2012 13:18:40
1748573
Zitat von Texlahoma Beitrag anzeigen
Ein gut durchdachte Solarthermieanlage für Warmwasser und Heuzungunterstüzung ins Haus, mit der das Haus von Anfang März bis Ende Oktober geheizt werden kann und WW erzeugt werden kann,[...]


Also ich schalte meine Heizung in der Regel März bis Oktober aus, es sei denn, es sind noch einige besonders kalte Wochen Anfang März, dann Ende März...
Verfasser:
Texlahoma
Zeit: 10.08.2012 13:42:13
1748584
Aha und wie machst Du das an kühlen Tagen in den Zeiten Anfang September bis Ende Oktober bzw. Mitte Februar bis Anfang März?

In diesem Jahr war insbesondere der Mai und Teile des Junis sehr verregnet und deshalb recht kühl, wie hast Du das Problem gelöst?

Und wie machst Du in der Zeit (März bis Oktober) WW?
Verfasser:
egal1
Zeit: 10.08.2012 13:48:14
1748588
Also von April bis September mussten wir die letzten 8 Jahre nicht heizen.
Es geht doch hier um einen gut gedämmten Neubau und nicht um ein Fachwerkhaus von 1820 :-)

Nicht heizen bedeutet ganz einfach: Heizkreispumpe ist aus, Mischer ist zu, elektrothermische Stellantriebe der FBH sind zu, FBH wird nicht durchströmt. Das hat doch nichts mit Warmwasserbereitung zu tun.
Verfasser:
Texlahoma
Zeit: 10.08.2012 14:00:09
1748595
o.k., dann hätten wir die Begriffe mal geklärt :-)

Ich rede hier von Heizkessel (oder ein anderer Hauptwärmeerzeuger) komplett aus, allenfalls auf WW-stand-by, wobei dann der WE üblicherweise auch für WW nicht anspringen muss.
Verfasser:
mrtux
Zeit: 10.08.2012 20:28:46
1748708
Um für die Zukunft gewappnet zu sein:
mit der Wämmung des Hauses nicht sparsam sein, hier ist es wirklich so viel hilft viel.
In jedem Raum eine Fußbodenheizung mit Einzelraumregelung.
Der Verlegeabstand sollte so gering wie möglich gewählt werden, damit werden die Systemtemperaturen niedrieger ausfallen, welches für ein späteres Heizsystem immer vorteilhaft ist.
Verfasser:
OldBo
Zeit: 10.08.2012 21:05:40
1748716
Zitat von mrtux Beitrag anzeigen
Der Verlegeabstand sollte so gering wie möglich gewählt werden, damit werden die Systemtemperaturen niedrieger ausfallen, welches für ein späteres Heizsystem immer vorteilhaft ist.


Besser wäre es, wenn der VA zur gewählten Systemtemperatur passt. Nur Pfuscher machen es "so gering wie möglich". Es sei denn, es bezieht sich auf die Heizflächenauslegung :>))

Gruß

Bruno Bosy
Verfasser:
JoRy
Zeit: 11.08.2012 13:16:45
1748860
Natürlich soll man Fernwärme nicht pauschal kritisieren.

Im Gegensatz zu z.B. DEN ist es in D aber meist rel teuer.

Beim Neubau auf jeden Fall berücksichtigen, dass der Anschluss
mit bis zu 80-100° in die Hütte kommt.
Dadurch wird der Anschlussraum allein zur Wärmequelle, was in der
Heizlastberechnung gut berücksicht werden sollte.

Nicht die Übergabestation, also den "Kessel" vom Versorger aufzwingen lassen, wenn man die Kosten nicht verglichen hat.

Auch den Anschlusszwang bezüglich der Preise prüfen !
Oft wird gegen die gesetzlich geregelte Unbilligkeit von Kostenkopplung
verstoßen.

Gruß JoRy
Verfasser:
merlinschmidt
Zeit: 11.08.2012 17:20:08
1748926
Zitat von Texlahoma Beitrag anzeigen
Aha und wie machst Du das an kühlen Tagen in den Zeiten Anfang September bis Ende Oktober bzw. Mitte Februar bis Anfang März?

In diesem Jahr war insbesondere der Mai und Teile des Junis sehr verregnet und deshalb recht kühl, wie hast Du das Problem gelöst?

Und wie machst[...]

Tatsächlich sitze ich in einem ungedämmten Gebäude mit dicken Mauern. Trotz Regen ist es im Mai/Juni mit abgeschalteter Heizung (nicht abgeschaltetem Warmwasser!) nicht unter 20° drinnen geworden. Außerdem deaktiviere ich die Heizanlage bis auf WW schon seit Jahren ca. das halbe Jahr, ohne einmal frieren zu müssen.

Es ging laut deinem Ausgangspost um die Zeit März bis Oktober, von Oktober bis März heizt man auch mit Solart. Anlage höchstens dazu.

Einzig sinnvoll wäre ST dann für Warmwasser, aber da möchte ich jetzt nicht rechnen, wieviele Jahrzehnte es dauert, bis sich das amorisiert.
Verfasser:
Texlahoma
Zeit: 12.08.2012 13:54:31
1749279
Wann amortisiert sich eigentlich Dein Auto?

Das ist doch ein riesen Zuschussgeschäft, weil son Auto schon innerhalb des ersten Jahres nach Anschaffung knapp die Hälfte seines Wertes verliert.

...und trotzdem gibts von den Dingern mittlerweile über 40 Mio. allein in Dt. ;-)

Schon komisch, dass sich eine Heizung bei velen Zeitgenossen unbedingt "rechnen" muss, während andere langlebige Gebrauchsgüter einfach so gekauft werden, obwohl sie in fast allen Fällen total unwirtschaftlich sind...
Verfasser:
OldBo
Zeit: 12.08.2012 17:51:38
1749391
Zitat von Texlahoma Beitrag anzeigen
Wann amortisiert sich eigentlich Dein Auto?

Das ist doch ein riesen Zuschussgeschäft, weil son Auto schon innerhalb des ersten Jahres nach Anschaffung knapp die Hälfte seines Wertes verliert.


Wer verkauft denn schon sein Auto nach einem Jahr? Eigentlich sollte ich meinen Diesel zur Stromerzeugung einsetzen. Gibt es dafür eine Einspeisevergütung? :>))

Ups, aber wohin mit der Wärme?
Verfasser:
B.L.
Zeit: 12.08.2012 18:01:28
1749395
Zitat von egal1 Beitrag anzeigen
Zu den Kosten Fernwärme:
Normalerweise liegen schon die Anschlusskosten bei ca. 3000,--, der Grundpreis bei ca. 350,-- (z.B. 15 kW Anschlussleistung)
Ergibt also über 10 Jahre einen "Grundpreis" von 650,-- €

Bei nur 2000,-- Grundkosten für 10 Jahre gerechnet, ist das ja[...]


Bei uns kostet die Grundgebühr über 1000€!
Was die kwh kostet kann ich nicht sagen...
Verfasser:
merlinschmidt
Zeit: 12.08.2012 18:18:29
1749403
Zitat von Texlahoma Beitrag anzeigen
Wann amortisiert sich eigentlich Dein Auto?

Das ist doch ein riesen Zuschussgeschäft, weil son Auto schon innerhalb des ersten Jahres nach Anschaffung knapp die Hälfte seines Wertes verliert.

...und trotzdem gibts von den Dingern mittlerweile über 40 Mio. allein in Dt. ;-)

Schon komisch, dass sich eine Heizung bei velen Zeitgenossen unbedingt "rechnen" muss, während andere langlebige Gebrauchsgüter einfach so gekauft werden, obwohl sie in fast allen Fällen total unwirtschaftlich sind...


Also Autovergleiche waren schon immer fehl am Platz, aber in allen Foren kommt bestimmt einer, sobald jemanden die sachlichen Argumente ausgehen. Davon ab:
Beim Kauf eines Autos steht bei mir auch die Überlegung an: Wie viel investiere ich für welches Auto. Dazu gehört auch ein Vergleich von Betriebs/Unterhaltskosten zu Kaufpreis... vom Komfort und Zeitgewinn gegenüber öffentlichen Verkehrsmitteln bei meiner Lage mal abgesehen.

Anders als beim Auto hat man eine Solaranlage zusätzlich zur normalen Heizungsanlage, und da bezahlt man dann natürlich auch zusätzlich Geld für. Einen Komfortgewinn kann ich ansonsten nicht sehen.
Es gibt also genau einen Grund für Solar: Man könnte damit Geld sparen.
Also muss man gegenrechnen: Was kostet so eine zusätzliche Anlage, wie teuer ist die Wartung über die Jahre, wie viel Energiekostenersparnis bringt es mir.
Im Falle der Solarthermie bringt so eine Anlage überwiegen Warmwasser-Ersparnis (Es sei denn man hat vielleicht ein Passivhaus und einen 100000l Wassertank, es gibt Gebäude in der Richtung) - in den typischen Heizmonaten scheint auch weniger Sonne und die Tage sind kurz. Schätzung von mir (am besten, man lässt sich das mal für sein persönliches Gebäude von einem Profi berechnen):
Man spart vom Warmwasser (bei gut gedämmtem Haus mit Glück ca. 20% der Energiekosten) noch 60-70% durch Solar, insgesamt kann man pro Jahr also im niedrigen 3-stelligen Bereich Energiekosten sparen. Kann sich das, abzüglich Wartung und Instandhaltung über viele Jahrzehnte, aufsummieren, so dass die Investitionskosten überschritten werden? Wenn man hier nun mit nein Antworten muss, warum soll man auf sein Gebäude eine Solarthermie-Anlange setzen?
Diese Frage/Berechnung sollte vor jedem Solarvorhaben stehen - und nur, wenn es sich lohnt, sollte es auch gemacht werden.
Seite 1 von 2 [Beitrag 1 bis 35 von 39]erste <12>letzte