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Seite 4 von 4 [Beitrag 76 bis 97 von 97]erste <1234>letzte 
Wandhängend Öl Brennwert
Verfasser:
CCRider
Zeit: 30.09.2012 12:32:29
0
1769349
Hallo Helmi 73

Zum Abgasverlust liegen mir drei Messstreifen vor. Der Unterschied der ersten beiden zum Dritten liegt darin, dass am 16.09.11 (Inbetriebnahme mit 8kW) als Treibstoffbezugsgrösse der "historische" Heizwert, bei der Messung vom 10.02. (Nachregulierung Brennerleistung auf 10kW) der zeitgemässe Brennwert dient. Dies führt im ersten Fall zum Wirkungsrad (Eta) über 100%, diie zweite Mesung weist 98.5% aus.

Datum: 16.09.11 / 16.09.11 / 10.02.12
T-Aussen: ca. 18°C / ca. 18°C / unter -10°C
Leistung: 8kW / 8 kW / 10.5 kW
T-Raumluft: 19.4°C / 20.3°C / 17.0°C
T-Träger: 66°C / 70°C / 48°C - Heizkesseltemperatur
T-Abgas: 43°C / 43.1°C / 49.3°C
CO2: 11.83% / 12.17% / 12.40%
O2: 4.97% / 4.52% / 4.20%
Abgasverlust: -0.3% / -0.5% / 1.5%
Wirkungsgrad: 100.3% / 100.5% / 98.5%

Wieso Hoval beim CO2 nicht 14% anstrebt um damit den Abgastaupunkt möglichst bei 47°C zu halten wurde mir bis heute, trotz mehrfacher Nachfrage, nicht begründet.

Allerdings: Dem Abgasverlust wird m.E. zu hohes Gewicht beigemessen, da dieser Punkt nur während der Zeit, in der der Brenner läuft (bei mir letzte Heizperode während 2'200h), als Kriterium dient. Auch wird aus praktischen Gründen relativ nah beim Kesselaustritt gemessen. Würde das ganze System betrachtet. müsste die Brenneransaugluft (mit LAS beim Eintritt) und die Abgastemperatur am Kaminende gemessen werden.

Stärker, und hierihin zielt deine nächste Anfrage, nehmen die Abstrahlverluste Einfluss. Hier nennt Hoval bei Heizsystemtemperaturen von 80/60°C 1% der Kesselleistung (bei mir 20 kW), also rund 200W/h. Bei gleitendem Betrieb entsprechend tiefer. Meine Mittelwertbildung zeigt über die letzte Heizperiode in etwa 40/30°C, was linear betrachtet etwa 100W/h während den rund 5760 Stunden (24h x 240 Tage) zu rund 576 kWh Wärmeverlust oder 57.6 Liter Heizöl entspricht. Dieser relativiert sich noch etwas, da es sich beim MJ vor allem um Abstrahlveluste ins Gebäude handelt und diese daher nicht grundsätzlich verloren sind. Auf Grund der technischen Gegebenheiten kennt der MJ keine nennenswerte innere Auskühlung.

Sinn eines Mischers bei gleitendem Betrieb macht m.E. aus folgenden Gründen:

. Hohe Sytemtemperaturen während der WW-Bereitung und gleichzeitigem Heizbetrieb
.. lässt sich vermeiden, wenn der Boiler während der Nachtabschaltung geladen wird
.. wird in der Nacht nur abgesenkt (HZK-Pumpe läuft) verteilt sich die für die WW-Bereitung nötige, meist höhere (60°C) Vorlauftemperatur ohne Mischer auch in der Heizwasserverteilung.

. Der zweite Grund liegt darin, da es sich beim gleitenden Betrieb aus Sicht des Kessels in Bezug auf die Temperatur um eine Mittelwertbildung handelt. Die Kesseltemperatur kann systembedingt nicht konstant gehalten werden, denn der Wärmebezug führt bei ausgeschaltetem Brenner zur Abkühlung des Kessels bis zu der Temperatur, welche den Brennerstart auslöst. Da die Leistung des Brenners unterhalb der Auslegunstemperatur (-10/-12/-15°C) zu stark ist, heizt dieser den Kessel innert relativ kurzer Zeit wieder auf. Den Temperaturbereich zwischen Ein- und Ausschalttemperatur nennt man Brennerhysterese. Ohne genügend Wasservolumen führt dies zu kurzen Brennerlaufzeiten. Diese sollten jedoch mindestens einige Minuten dauern, da bis zu drei Minuten nötig sind, bis sich das Abgasverhalten stabilisiert hat. Der Brennerstart und die ersten drei Minuten sind in Bezug auf das Abgas- und Verbrauchsverhalten die ungünstigste und unwirtschaftlichste Brennerbetriebszeit. Aus diesem Grund habe ich eine Brennerhysterese von -3K + 6K, also 9K gewählt. Damit läuft der Brenner bei tiefster Last (Aussentemperatur +15°C) etwa 6 Minuten.
Das heisst, dass die Kesseltemperatur (trotz gleitendem Betrieb) immer gewissen Schwankungen ausgesetzt ist. Der Mischer wirkt diesen Schwankungen entgegen, indem er bei zu heissem Kessel den Durchlass schliesst und bei kühlem Kessel ganz öffnet.
Jetzt, nachdem die LWWP für die Temperaturen bis 0°C zuständig ist, kann ich eine kleinere Hysterese (versuche 6K = -2K +4K) wählen. Da meine Auslegungstemperaturen zwischen +15° uns -15°C liegt, startet der MJ künftig bei einer Ausstentemperatur von 0°C mit einer Grundlast von 50%, womit er nach Berechnung und Erfahrung etwa 10 Minuten benötigt, um die Hysterese von 6K zu erreichen. Die Heizkurve konnte ich gestern von 0.80 auf 0.75 etwas reduzieren. Trotz 1- und 2-RS mit Heizkörpern!

Also, ganz ohne Verluste geht es (leider) nicht, doch sind diese gegenüber früher schon fast marginal.

Zu den HK-Ventilen:
Ich folge der Empfehlung von D. Beitzke, nur soviel zu heizen wie, nötig, grundsätzlich aber so wenig wie möglich. Hierbei war ich überrascht, wie schnell externe Wärmeintragungen die Temperatur auf die erwünschten 22°C bringen.
Die HK-Ventile sollen, solange keine externe Wärmeleistungen (Sonne, elektrische und/oder elektronische Geräte, Personen) im Raum vorhanden sind, tatsächlich immer ganz offen sein.
Dies erreichte ich, indem ich die Heizkurve soweit absenkte, dass "nur" gut 20°C (z.Zt. 20.5°C) erreicht werden. Kommt nun zusätzliche Wärme in den Raum, sollen die HK-Ventile nur eines, nämlich schliessen. Da die LWWP Leistungsgeregelt ist, erkennt diese den vermindeten Wärmebedarf und regelt die Leistung runter. Heute Morgen beobachtete ich, dass sie mit nur 0.85kW Input (max. 1.75kW) 4.85kW abgegeben hat, was in etwa 50% bei der momentanen herrschenden Aussenlufttemperatur (13°C) entspricht. Trotzdem arbeitet auch die LWWP mit einer Hysterese, welche den Mischer arbeiten lässt. Dessen Ausschläge sind gegenüber Oel einfach etwas kleiner.

Die LWWP moduliert also in dem Moment, welcher eine geringe Heizleistung erfordert.

Gruss, CCRider
Verfasser:
CCRider
Zeit: 30.09.2012 12:40:22
0
1769355
Nachtrag:

Über die letzte Heizperiode habe ich, mittels der täglich gravimetrisch gemessenen, Kondensationsrate und in Bezug auf den Brennwert des Heizöls einen Gesamtwirkungsgrad von 96% erreicht. Also nicht nur während der Brennerlaufzeit.

Gruss, CCRider
Verfasser:
Helmi73
Zeit: 03.10.2012 13:06:23
0
1770764
Zitat von CCRider Beitrag anzeigen
Nachtrag:

Über die letzte Heizperiode habe ich, mittels der täglich gravimetrisch gemessenen, Kondensationsrate und in Bezug auf den Brennwert des Heizöls einen Gesamtwirkungsgrad von 96% erreicht. Also nicht nur während der Brennerlaufzeit.

Gruss, CCRider



Hallo CCRider

Besten Dank für die Abgasverlustwerte. Die sind ja top.

Ich werde entsprechend auch einen Mischer vorsehen. Der Nutzen von einem Mischer bei Heizungen ist sehr umstritten wie ich im Forum bisher gesehen habe.
Dennoch denke ich lieber von Anfang an einbauen lassen als später nachrüsten.

So wie der Stand der Dinge ist werde ich nächstes Jahr einen neuen Heizkessel einbauen lassen mit LAS und Mischer. Dann wie Du eine BW-WP einbauen (300l) mit 2 Wärmetauscher welche ich Serie schalten werde 1.5m2 und 0.6m2 und mit dem HK kople. (Winterbetrieb)
Die Anlage soll hydraulisch so aufgebaut werden dass Platz für späteren einbau von Ventilen etc für Hybrid LW-WP vorhanden ist.
Kann das mit Hilfe deines Hydraulikschaltplanes so vorsehen lassen.

Diesen Winter werde ich vor allem noch Daten loggen, aufzeichnen wegen Vor-Rücklauftemperaturen bei kalten Aussentemperaturen.
Evtl muss ich noch 2-3 Radiatoren mit grösseren ersetzen würde ja dann bei LW-WP wie auch im Brennwertbetrieb von grossem Nutzen sein.

Bin übrigens auf Deinen Heizbetreib gespannt. Ab wann der Multijet einspringen muss und wie viele Betriebsstunden er noch bekommt. Wäre ja witzig wenn er am Schluss gar nicht mehr gebraucht würde...

Lass mal wieder von deinen Optimierungen und Erfahrungen vom Hybridsystem hören.

Gruss Helmi1973
Verfasser:
CCRider
Zeit: 04.10.2012 12:31:13
0
1771255
Hallo Helmi

Nun, ich denke der Mischer ist sicher gut investiert. Sollte ich Lust verspüren, meine bestehende Anlage künftig solar und/oder mit einem wasserführenden Schwedenofen und dem dann nötigen Puffer zu unterstützen, komme ich beim 2-Rohrsystem nicht darum herum, auch einen Mischer nachzurüsten. Hatte damals den Aufpreis geschluckt, und die relativ teure Heizkreisstation von PAW beschaft. Hier lässt sich der Mischer einfach nachrüsten.

Bei reinen 2-Rohranlagen und ausschliesslichem Heizbetrieb könnte auf ein Mischer verzichtet werden, obwohl damit relativ grosse Schwankungen (Brennerhysterese im gleitenden Betrieb) verbunden sind.

Ein Mischer reagiert zwar auch etwas träge, doch im Vergleich zu Thermostatventilen viel direkter.

Im Moment arbeitet das System mit soweit abgesenkter Heizkurve (0.80) dass eine Reduktion um weitere 0.05 auf 0.75 die Temperatur um ein ganzes Grad im Hause senkt. Also habe ich da einen ersten Optimierungspunkt offensichtlich getroffen. Der Mischer regelt im Bereich zwischen 80% und 100%, also fast offen und somit fast ideal wie wenn keiner vorhanden wäre.

Als nächstes muss ich die beiden Regler über je einen potentialfreien Ausgang der UVR1611 so ansteuern, dass jeder Wärmeerzeuger nur in dem für ihn definierten Bereich, oberhalb Bivalenzpunkt (z.Zt. 0°C) die LWWP, darunter der MJ, anspringt. Seit Inbetriebnahme der LWWP kam es vereinzelt dazu, dass die Einschalttemperatur des Brenners im Kessel unterschritten wurde, worauf dieser kurz angesprungen ist. Von der, seit dem 26.09.12 ins Haus abgegebene Wärme (rund 500 kWh)stammen c.a. 10 kWh vom Brenner. Die Abgastemperaturen bewegten sich im Maximum bei 32°C, woraus sich 0.9 Liter Kondensat "ernten" liess.

Wie ich in einem anderen Thread entnehmen konnte, sind dir die Geräte der Firma Technische Alternative bekannt? ;-)

Frage:
Du beabsichtigst einen BWWP-Boiler mit zwei Register anzuschaffen?
Bei welchem Hersteller hast du einen solchen Boiler entdeckt? Alle die ich bis jetzt gesehen habe, verfügen lediglich über ein Register.

Solltest du tatsächlich eine bivalente Anlage anstreben, kostet dich die BWWP relativ viel Geld fürs künftige rumstehen. Meine BWWP erreicht im Haus einen COP zwischen 3 bis 4 (JAZ ca 3.3). Das schafft bei den momentanen Aussentemperaturen (12-15°C) auch das Splittgerät wenn ich damit WW bis 50°C bereiten würde. Im Sommer, bei höheren Temperaturen käme sie gemäss Interpolation der Leistungsdaten in der Grafik aus den Geräteunterlagen auf über 5.0.

Da du ohnehin für die Wintermonate das WW mit dem Brennwertgerät bereiten willst, kann damit die Legionellenthematik günstiger als mit Strom beim reinen BWWP-Boiler abgehandelt werden.

Viel Vergnügen beim Datenloggen... Vielleicht erkennst du daraus bereits heute schon die Möglichkeit, deine Vorlauftemperatur über die Heizkurve etwas abzusenken. Meine Beobachtungen zeigen, dass tendentiell eher zuviel als zuwenig geheizt wird und die überschüssige Wärme entweder durch den Mischer, spätestens aber beim Thermostatventil abgewürgt wird, bzw. die Raumtemperatur übers Kippfenster "geregelt" wird.

Good Luck & Gruss, CCRider
Verfasser:
Helmi73
Zeit: 04.10.2012 19:57:14
0
1771402
Zitat von CCRider Beitrag anzeigen
Hallo Helmi

Nun, ich denke der Mischer ist sicher gut investiert. Sollte ich Lust verspüren, meine bestehende Anlage künftig solar und/oder mit einem wasserführenden Schwedenofen und dem dann nötigen Puffer zu unterstützen, komme ich beim 2-Rohrsystem nicht darum herum, auch einen[...]


Hallo CCRider

Genau TA kenne ich auch. Steure damit meinen Mischer. Die UVR63-H hab ich verbaut, witterungsgeführte Regelung mit Raumeinfluss-fühler.

Vorher war nur ein Raumthermostat welcher den Mischer auf steuerte bis es genug warm war im Reverenzraum und dann schloss der Thermostat den Mischer wieder komplett (2Punkt Regelung). Die Temperaturen schwankten extrem und ich konnte nicht feststellen was für eine Vorlauftemp ich überhaupt benötige. Die Heizungsbauer auf Messebesuchen etc. fragten mich immer über die benötigten Vorlauftemp. ich konnte aber keine sinnvolle Antwort darauf geben.
Wenn ich weit geringere Vorlauftemperaturen benötige als bisher angenommen wäre eine LW-WP als alleinige Heizung natürlich wieder im Rennen. Dies möchte ich diesen Winter herausfinden mit Daten loggen.

Nun zB. Buderus hat eine BW-WP welche mit 1 oder 2 Wärmetauscher angeboten wird. Oder Swisstherm stwpb 300 typ vt 157 e. Evtl. finde ich auch noch ein Modell mit Chromstahl.

Wie machst Du das mit der Elektrik, Regelung? Ich nehme an Du brauchst nun für jedes Heizsystem einen Aussenfühler. Die beiden Regelungen lässt Du jeweils bestehen und die UVR dient als Master.
Wer steuert die HK-Pumpe? Hier wäre es evtl. sinnvoll die HK-Pumpe im WP-Betrieb auf höheren Volumendurchsatz anzusteuern. -> Tiefere Vorlauftemp. Oder noch besser Heizlastabhängig die Pumpe variabel anzusteuern mit deiner UVR. Meine UVR hat eine Wellenpaket Steuerung integriert. Wahrscheinlich eine PWM Steuerung habs aber nicht ausprobiert. Es gibt sicher noch viele Möglichkeiten zu optimieren.

LG Helmi
Verfasser:
CCRider
Zeit: 05.10.2012 07:54:40
0
1771542
Guten Morgen Helmi

Danke für die beiden genannten BWWP mit zwei Registern. Bist du sicher, dass das "erste" Register nicht für die BWWP gebraucht wird? Zumindest die technische Zeichnung des Swisstherm 167-2 enthält keine Hinweise, wie denn die Wärme von der WP in den Boiler gelangt.

Ja, jeder WE verfügt über einen eigenen AT-Fühler. Jener der WP ist im Splittgerät montiert. Zusätzlich habe ich in dessen Nähe noch jenen der UVR angebracht.

Die UVR1611 dient im Moment als Messzentrale und, sobald ich die potentialfreie WE-Anforderung darauf realisiert habe, als Koordinator. Natürlich bleibt die Option, die ganze Heizung darüber regeln. Dies braucht jedoch einiges an Zeit und Hirnschmalz und will daher gut überlegt sein. Ich denke, dass eine ähnlich ausgefeilte Regelstrategie wie die von EBV (Toptronic-Lieferant) mit der UVR1611 nicht, oder nur mit sehr grossem Aufwand zu erreichen sein wird.

Im Moment ist die Hoval Toptronic der Master, an dem die beiden HZK-Pumpen und der Mischer hängt. Die Brennerhysterese arbeitet im Bereich Heizkurve-soll -3K Brenner ein und Heizkurve soll +6K Brenner aus. Indem ich die Heizkurve der LWWP (Arbeitsbereich 4K) so gewählt habe, dass diese einschaltet bevor der MJ die Brenneranforderung erteilt, stelle ich sicher, dass der Mischer mit grosser Öffnung, und der Brenner möglichst nicht arbeitet.

Sobald die WE-Koordination durch die UVR realisiert ist, werde ich die Brennerhysterese auf -2K/+4K, (evtl. sogar auf -1K/+2K) reduzieren, damit die Schwankungen im Heizsystem kleiner werden. Da der MJ ab 0°C mit einer Grundlast von mindestens 50% arbeitet, soll damit auch Mindestlaufzeiten von 10' beibehalten werden.

Gruss, CCRider
Verfasser:
jjjjjj
Zeit: 05.10.2012 19:11:13
0
1771814
@me stefan

wieviel mehr bekommst Du mit einer Brauchwasserwärmepumpe gespart
Strom ist doch teuer?
Verfasser:
CCRider
Zeit: 07.10.2012 20:31:59
0
1772808
Hallo Helmi73

Bin heute auf beiliegende Dokumente gestossen, welche die neuen Mass- und Anschlusszeichnungen des Hoval MJ enthalten.







Beim Betrachten dieser Bilder bin ich darauf gestossen, dass die neueren Gerätegenerationen beidseitig anschliessbar sind.

Da der MJ keine eigene Umwälzpumpe enthält, kann, wie im Bild dargestellt, die eine Seite für den Heizkreis und die andere für den WW-Kreis verwendet werden.

Oder, wenn du dir die Option einer bivalenten Anlage erhalten willst, platzierst du ein solches Gerät so, dass eine Heizkreisbatterie für zwei Kreise (siehe mein Anordnung, wobei bei dir jene für die WW-Bereitung ohne Mischer wäre) auf der einen Seite, die künftige LWWP auf der anderen Seite anschliesst. Gut geplant, wird die Wegstrecke zwischen dem Innengerät und dem MJ nicht zu lang. Die LWWP-Innengeräte beinhalten in der Regel eine Zirkulationspumpe. Indem der VL und RL zwischen beiden Wärmeerzeugern über ein Thermosiphon verfügen, sollte keine Wärme vom MJ zur WP zurückfliessen, wenn diese bei tiefen Aussentemperaturen nicht aktiv sein soll.

By the way:
Du erinnerst dich an meine Aussage, dass viele sanierte Heizungen (kleiner Kaminaustritt) offensichtlich nicht als Brennwertgeräte genutzt werden. Folgende drei Links zeigen wass ich meine:

Link_1: http://www.youtube.com/watch?v=CPaFt4GzyJU&feature=plcp
zeigt einen Bestandes- oder Niedertemperaturkessel im Einsatz bei -8°C.

Link_2: http://www.youtube.com/watch?v=w6Lj7hvDfZE&feature=plcp
zeigt einen Brennwertkessel als Kontantkessel im Einsatz bei -8°C.

Link_3: http://www.youtube.com/watch?v=DfR2Y9LkCaA&feature=plcp
zeigt meinen MJ im gleitenden Betrieb im Einsatz bei -8°C.

Alle Drei lassen sich unter:
http://www.youtube.com/user/Gioja0?feature=watch
in einer Übersicht aufrufen.

Gruss, CCRider
Verfasser:
Helmi73
Zeit: 10.10.2012 18:45:00
0
1774441
Zitat von CCRider Beitrag anzeigen
Hallo Helmi73

Bin heute auf beiliegende Dokumente gestossen, welche die neuen Mass- und Anschlusszeichnungen des Hoval MJ[...]


CCRider

Danke für die Anschlussmasse. Hab ich mir auch schon angesehen bei Hoval.
Die Videos der Brennwertvergleiche sind Spitze, da sieht man die Unterschiede.
Anbei noch zu den Brennereinstellungen. CO2 wird bei der Firma Scheer auf 13.5 bis 14% eingestellt. Andere Hersteller begnügen sich mit ca. 12% CO2. Scheer schafft es auch bei 14% CO2 seine Brenner zu zünden!
Aus diese Grunde hab ich mir auch die Wandbrennwertsysteme von Scheer genauer angesehen. Ich glaube rein von den Druckzerstäubern (Blaubrenner) her liefert Scheer die besten. Sie haben auch Blaubrenner mit kleinen Leistungen im Sortiment beginnend von 6 bis 8 kW. Nun müsste man den Multijet nur noch mit diesem kleinen 2 stufigen Brenner betreiben können.

Gruss
Helmi
Verfasser:
CCRider
Zeit: 11.10.2012 11:31:16
0
1774767
Hallo Helmi
Mit einem CO2-Wert möglichst nahe an 14%, stellt sich die Taupunkttemperatur im Abgas bei 47°C ein. Dies kann dann gemacht werden, wenn damit die Grenzwerte für die anderen Abgaskomponenten (NOx, Russ) nicht überschritten werden. Die von dir gestellte Frage habe ich schon mehrmals bei Hoval auch gestellt. Entweder die sind taub oder wissen, dass es damit eng mit den gesetzlichen Vorgaben werden könnte, bzw. Beanstandungen durch den Kaminfeger, oder vermehrt Störungen auftreten, was dem Image i.d.R. nicht förderlich ist. Eine Antwort blieb bis heute jedenfalls aus.

Der blautherm Duo als 2-Stufenbrenner ist eine feine Sache. Offenbar leistete das Engineering von Scheer hier sehr gute Arbeit, sodass CO2-Werte bis 14% auch in Praxis angestrebt werden können
.
Ursprünglich hatte ich diesen Brenner als möglichen Ersatz beim MJ ins Auge gefasst. Um den 2-Stufenbrenner managen zu können, muss das entsprechende Regelgerät TopTronic T (N223B..) eingebaut sein. Hoval setzt beim 1-Stufenbrenner die Version N23B ein. Für einen 2-Stufenbrenner wird die Version N223B.. oder N2233B.. benötigt. Für diese habe ich von Hoval eine Offerte über € 2‘375.- mit Einbau, Abgaskontrolle und Anwendereinführung.

Deshalb mein Hinweis, bei Giersch den baugleichen MJ anzufragen. Ich meine die liefern den MJ mit 2-Stufenbrenner und mit dem dafür nötigen Regler (hier EBV Theta N, baugleich zur TopTronic T, jedoch abweichende Software und Fühlerwiderstände) aus. Hoval setzt den 2-Stufenbrenner und den entsprechenden Regler beim Ultra Oil auch schon ein. Auf meine Nachfrage (2-Stufenbrenner kostet so um die € 2‘500.-) letzten Sommer erhielt ich die Antwort, dass dieser im Ersatzgeschäft zum MJ nicht vorgesehen ist (was wegen dem erforderlichen Regler logisch erscheint). Weiter informierten sie mich, dass bei Brennwertgeräten ein 2-Stufenbrenner immer sinnvoll wäre (habe ich schon mal geschrieben).

Da mir diese Abzocke dann doch etwas zu weit ging, überlegte ich mir eine andere Strategie und fokussierte eine bivalente Anlage mit einer LWWP. Diese (Occasion) kostet mich voraussichtlich (Arbeiten mit der UVR1611 sind noch im Gange) ca. € 4‘250.-, moduliert bis 3kW runter und spart bis 0°C erheblich mehr als ein 2-Stufenbrenner.

Heute Morgen habe ich einen, seit Inbetriebnahme, kummulierten Stromverbrauch von 108kWh und die, in dieser Zeit abgegebene Wärme von 480kWh abgelesen (Energetischer COP 4.4). In Geld bedeutet dies: Für etwa € 41.66 Wärme bezogen und hierzu für rund € 15.- Strom gekauft (Ökonomischer COP 2.8).

Auch wenn mir ein 2-Stufenbrenner viel Freude bereiten würde, dies würde er nie schaffen. Der Vollständigkeit halber führe ich noch den Ökologischen COP auf, die 480 kWh entsprechen bei einem tatsächlichen Kesselwirkungsgrad von 96% (empirisch ermittelt) 50 Liter Heizöl. Dessen Verbrennung produziert rund 150kg CO2 (300g/kWh). Unser Strommix enthält z. Zt. 110g/kWh CO2. Daraus resultiert der von mir so „getaufte“ Ökologische COP von (300*500/110*108) 12.6(!).

Wenn alles klappt wie geplant, werde ich meine Anlage unter meine.uvr.de online stellen und die JAZ differenziert (energetisch/ökonomisch/ökologisch) abbilden.

Mein Nachbar konnte, auf meinen Hinweis hin, eine Wandtherme Royal Condy I (http://www.laeuchliag.ch/index-Dateien/Duo_Condens.htm) mit Unterbauboiler für € 2‘375.- (NP ca. € 8'500.-) ersteigern. Da er fürs WW auch einen BWWP-Boiler mit Solarregister einsetzen will, planen wir den 150L Unterbauboiler als kleinen „Puffer“ so einzubinden, dass damit die Voraussetzung für die nötige Wärmeabfuhr der Wandtherme sichergestellt und während der Heizperiode das Brauchwasser über den Rücklauf vorgewärmt wird. Beides benötigt in etwa gleich viel Platz wie ein MJ. Verfügt aber über einen Scheer blautherm Duo 2-Stufenbrenner. Übrigens: Deine Hinweise zu den von dir „gefundenen„ BWWP-Boilern leisteten hier wertvolle Dienste. Herzlichen Dank hierfür. :-)

Wenn es gelingt, bei ihm in etwa die gleiche Effizienzsteigerung bei der Ölheizung zu erreichen, peilen wir einen künftigen Heizölbedarf von 1‘500 L (o.WW.) p.a. an. Gegenüber dem langjährigen Verbrauch von 4‘500 L (m.WW.) lässt sich dies sicher sehen.

Gruss, CCRider
Verfasser:
Brennerspezialist
Zeit: 11.10.2012 11:35:56
0
1774769
CO2 von über 13,7% würde ich versuchen zu vermeiden, da die Gefahr der Rußbildung dann zunimmt, wenn andere Luftbedingungen herrschen.
Ich fahre meinen Ölbrennwerter immer so zwischen 13,2 % und 13,4 % , das ist das Optimum von Verbrennungshygiene und Wirkungsgrad.

Der
Brennerspezialist
Verfasser:
CCRider
Zeit: 11.10.2012 12:17:42
0
1774788
Zitat von Brennerspezialist Beitrag anzeigen
CO2 von über 13,7% würde ich versuchen zu vermeiden, da die Gefahr der Rußbildung dann zunimmt, wenn andere Luftbedingungen herrschen.
Ich fahre meinen Ölbrennwerter immer so zwischen 13,2 % und 13,4 % , das ist das Optimum von Verbrennungshygiene und[...]


Danke für den Hinweis Brennerspezialist. :-)

Werde dies so in mein kleines Brennerlabel aufnehmen.
Da ich eine kleinere Düse als vom Hersteller vorgesehen, muss ich die Sevicetechniker onhehin darüber informieren.

Der Hinweis auf ein CO2-Gehalt in dem von dir genannten Range passt da ganz gut.

Bei Scheer scheinen die die Sache ja im Griff zu haben oder machst du andere Erfahrungen in der Praxis?

Gruss, CCRider
Verfasser:
Brennerspezialist
Zeit: 11.10.2012 13:21:19
0
1774816
Das hat mit Scheer nix zu tun und ist herstellerunabhängig, da solche Sachen auf Physik und Verbrennungschemie beruht. Ich bin an meinem icoVIT auch schon 14 % CO2 gefahren und sogar etwas drüber und hab mir die Emissionen genau angeschaut. Wichtig dabei sind auch die Anfahremissionen und die sind bei 14% CO2 ebend deutlich höher und damit ensteht in der ersten Sekunde nach Brennerstart mehr Ruß, der dann an den Kesselwänden hängenbleibt. Und das möchte ich auch auf jeden Fall vermeiden. In meinem Kessel habe ich bisher kein Gramm Ruß gefunden und das ist auch gut so und soll so bleiben.

Und wie gesagt die unterschiedlichen Luftbedingungen sollten beachtet werden. Wenn man im Winter bei kalten Luftbedingungen den Brenner auf 14% CO2 einstellt , kann es sein , das dann bei warmen Luftbedingungen das CO2 auf über 14,8 % ansteigt und dann sind wir an der Grenze zum umkippen und dann schmeißt der richtig Ruß. Das das CO2 bei warmen Bedingungen ansteigt liegt erstens an der Tatsache , das ich dann weniger Zug auf dem Kamin habe , aber noch wichtiger ist, das in warmer Brenneransaugluft durch die Ausdehnung weniger Sauerstoffmoleküle vorhanden sind , aber der Brenner trotzdem die gleiche Menge Heizöl einspritzt. Das führt dann unter umständen zu einem Mangel an Sauerstoff und zu einem höheren CO2 im Abgas. Der maximal mögliche CO2-Wert im Abgas wäre 15,3 % , der sogenannte CO2max-Wert , aber da entsehen schon tausende ppm CO, weil lokal in der Flamme zu wenig Luft ist. Das ist auch der sogenannte Umkipppunkt eines Brenners.

Also, sollte der Brenner in einem Bereich betrieben werden, das kleine Störungen in Luftdruck, Lufttemperatur, Luftfeuchte nicht zu einem Umkippen führen können. So ein Bereich nennt man dann auch betriebsstabil. Und dieser Bereich liegt bei Ölbrennern zwischen 13,0 und 13,7% CO2.

Und nicht vergessen, auch Abgas-Analysegeräte haben Toleranzen und Meßfehler. Und je nachdem wie weit die letzte Kalibrierung zurückliegt, ist da schnell mal 0,2...0,5 % CO2 Abweichung drinne und dann kann es ganz schnell ganz eng werden mit der Verbrennungsluft.

Der
Brennerspezialist
Verfasser:
CCRider
Zeit: 11.10.2012 17:40:19
0
1774939
Danke Brennerspezialst für deine Ausführungen...

Dass Umwelteinflüsse da sind ist mir klar.

Nur, habe ich den Eindruck, an den Brennerherstellern sind:
. Mappsensoren
. Luftmengenmesser
. Luftmassenmesser
. O2-Sensoren

noch völlig unbekannt. Solche Bauteile werden seit Jahrzenten zuverlässig und in anspruchsvolleren Umgebungsbedingungen (Temperaturschwankungen, Vibrationen, transienter Betrieb, Beschleunigung) eingesetzt. Diese könnten sicherstellen, dass möglichst optimal gefahren würde und wenn ein Parameter wegdriftet, auf ein "Notprogramm" umschalten (z.B. deine Einstellwerte mit genügend Sicherheit) und den Betreiber durch ein Signal (Hupe, Licht, Alarm) dazu auffordern, den Kundendienst zu ordern.

Man könnte also wenn man wollte, nur kostet das natürlich was und solange keine "OnBoard-Diagnose" gefordert wird, wozu soll man auch...

Lieber lässt man sich Standardtechnik durch jedwelche Massnahmen vergolden, indem mögliche SW-Update's verneint oder bewusst verhindert werden. Kundenanbindung und Abzocke, dies so scheint mir, lautet(leider)die Devise...

Gruss, CCRider
Verfasser:
Helmi73
Zeit: 11.10.2012 17:56:49
0
1774941
Zitat von CCRider Beitrag anzeigen
Hallo Helmi
Mit einem CO2-Wert möglichst nahe an 14%, stellt sich die Taupunkttemperatur im Abgas bei 47°C ein. Dies kann dann gemacht werden, wenn damit die Grenzwerte für die anderen Abgaskomponenten (NOx, Russ) nicht überschritten werden. Die von dir gestellte Frage habe ich schon mehrmals[...]


Hallo CCRider
Deine Hinweise bezüglich Hoval und Giersch betreffend Regler sind Wertvoll. Von daher müsste ich dem Giersch Kessel den Vorzug geben.

So ein Scheer Brenner wäre schon eine nette Sache. Die Condy von Läuchli hab ich mir auch angeschaut. Von der Hydraulik der Geräte hab ich mal gesehen dass die den Rücklauf des Heizkörpers mit dem Rücklauf des Boilers verbinden und so zum Kessel zurückführen. Von daher bin ich mir gar nicht mehr so sicher dass nicht direkt eine BW-WP oder sonnstiger Boiler eingebunden werden könnte. Rein Schematisch, vereinfachtes Prinzipschaltbild war ein 4-Weg Mischer im Kessel dargestellt. Läuchli soll ja ein Vollbrennwertgerät sein. Von daher hoch interessant. Über den Wandkessel Läuchli oder Bruns suchte ich auch schon diverse Infos. Wie Montage und Betriebsanleitungen und Hydraulikschematas im Netz. Habe aber sehr wenig brauchbare Infos gefunden.
Die Geräte gleichen sich aber sehr.
Ich vermute dass Bruns die Kessel baut. Scheer die Brenner dazu liefert. Läuchli importiert die Geräte höchstwahrscheinlich.

Grüsse
Helmi
Verfasser:
Helmi73
Zeit: 11.10.2012 18:00:25
0
1774947
Zitat von CCRider Beitrag anzeigen
Danke Brennerspezialst für deine Ausführungen...

Dass Umwelteinflüsse da sind ist mir klar.

Nur, habe ich den Eindruck, an den Brennerherstellern sind:
. Mappsensoren
. Luftmengenmesser
. Luftmassenmesser
. O2-Sensoren

noch völlig[...]


Hei CCRider

Bist Du Motorenbauer? OBD etc... :)
Verfasser:
CCRider
Zeit: 11.10.2012 22:09:55
0
1775073
Zitat von Helmi73 Beitrag anzeigen
Zitat von CCRider Beitrag anzeigen
[...]


Hallo CCRider
Deine Hinweise bezüglich Hoval und Giersch betreffend Regler sind Wertvoll.

1) Von daher müsste ich dem Giersch Kessel den Vorzug geben.

2) Von der Hydraulik der Geräte hab ich mal gesehen dass die den Rücklauf des Heizkörpers mit dem Rücklauf des Boilers verbinden und so zum Kessel zurückführen...

3) Von daher bin ich mir gar nicht mehr so sicher dass nicht direkt eine BW-WP oder sonnstiger Boiler eingebunden werden könnte.

4) Rein Schematisch, vereinfachtes Prinzipschaltbild war ein 4-Weg Mischer im Kessel dargestellt.

5) Läuchli soll ja ein Vollbrennwertgerät sein. Von daher hoch interessant. Über den Wandkessel Läuchli oder Bruns suchte ich auch schon diverse Infos. Wie Montage und Betriebsanleitungen und Hydraulikschematas im Netz. Habe aber sehr wenig brauchbare Infos gefunden.

6) Die Geräte gleichen sich aber sehr. Ich vermute dass Bruns die Kessel baut. Scheer die Brenner dazu liefert. Läuchli importiert die Geräte höchstwahrscheinlich.

[...]


Hallo Helmi

Zu:

1) Bitte lass dir dies ggf. noch bestätigen, denn seit kurzem findet sich kein Hinweis mehr darauf. Wenn der 2-Stufenbrenner bestätigt wird, würde meine Wahl auf den MJ von Giersch fallen..

2) Das Zusammenführen der beiden Rückläufe ist eine gängige hydraulische Anbindung, denn... 4)

3) Habe mir mal von Läuchli ein Anschlussschema mit BWWP-Boiler offerieren lassen und da wars genauso, also möglich, denn ... 4)

4) Bist du sicher, dass da ein klassischer 4-Wegmischer dargestellt ist? Soweit ich mich erinnere, hatten die ein 3-Weg Ventil (Umschaltventil) welches entweder den Durchlass in die Heizverteilung oder eben zum Boiler freigab. Das Wasser auf der "geschlossenen" Seite bleibt stehen. - Deshalb können die Rückläufe zusammengeführt werden.

5) Wenn, dann eine Kombination, denn im Gegensatz zu den klassischen Vollbrennwertern, werden die Royal Condy's gleitend betrieben. Den Ansatz finde ich nicht schlecht, denn ich habe mir schon einige Gedanken in diese Richtung zu einem nachgeschalteten, grossen Luft/Abgas-Wärmetauscher beim MJ (mit grossem Chassis) gemacht. Leider wird dies ökonomisch immer uninteressanter, je weniger Öl ich verheize. Hätte ein einfaches und wirkungsvolles Konzept, denke aber, dass der Kaminfeger dies nicht akzeptieren würde. - Müsste halt jeweils für dessen Besuch zurückbauen... ;-) - Vielleicht erhalte ich hierzu noch Reaktionen von Schorni1? Wüsste gerne was da erlaubt ist. PPS wird ja in vielen Formen und Materialstärken gehandelt, sodass ein Eigenbau kein Problem wäre.

Vorschlag: Sobald mein Nachbar seinen Royal Condy beim Versteigerer abgeholt hat, frage ich ihn nach den Unterlagen und schau mal was da an Hydraulik-Schemen vorhanden ist. Wenns welche gibt, stelle ich sie dir rein. OK?

6) Das ist sehr gut möglich, die Läuchli AG ist vor allem ein kleiner Vertriebspartner mit langer Tradition und guter regionaler Verankerung. Auf Grund dieser Konstellation sind sie sehr flexibel und recht kompetent um kundenspezifische Lösungen zu suchen.


Zu: Hei CCRider - Bist Du Motorenbauer? OBD etc... :)

Nein, nicht ganz... Komme ursprünglich aus dem KFZ-Bereich und habe 20 Jahre Abgasanalytik auf dem Buckel... ;-) Habe daher einigen Bezug zur Mess- und Regeltechnik und zum motorischen Abgasverhalten. Daher vermutete ich, dass es kaum möglich sein wird, dass CO2 unendlich hoch einzustellen ohne dass eine anderweitige Reaktion eintreten wird. Dass Brenner ab 14.8% "kippen" und dann der Russ zum Problem wird wusste ich nicht. Hätte eher einen Anstieg der NOx vermutet. - Jedenfalls Danke Brennerspezialist für die Aufklärung... :-))

Gruss, CCRider
Verfasser:
Helmi73
Zeit: 14.10.2012 15:14:36
0
1776453
Zitat von CCRider Beitrag anzeigen
Zitat von Helmi73 Beitrag anzeigen
[...]


Hallo Helmi

Zu:

1) Bitte lass dir dies ggf. noch bestätigen, denn seit kurzem findet sich kein Hinweis mehr darauf. Wenn der 2-Stufenbrenner bestätigt wird, würde meine Wahl auf den MJ von Giersch fallen..

2) Das Zusammenführen der beiden[...]


Guten Tag CCRider
Mit dem 4-Weg Mischer bin ich mir nicht sicher. Das sehr vereinfachte Blockschaltbild beinhaltete so was. Die Verrohrung innerhalb des Geräts wurden nur angedeutet und nicht reel abgebildet. Daher kanns gut sein dass es auch ein 3-Weg Mischer ist.
Die Hydraulikschems würden daher sicherlich Klarheit schaffen.
Ich möchte damit andeuten dass evtl. gar kein Puffer- Boiler benötigt wird um die Wärme abzunehmen. Von dem Problem bin ich bei den wandhängenden Geräten bisher immer ausgegangen. Dies war evtl. ein Irrtum.
Für Deinen Nachbarn stellt sich dann die Frage ob er im Heizbetrieb 150l Wasser zusätzlich erwärmen möchte. Wenn die 150l helfen die Takterei zu verringern dann würde es einen Sinn ergeben. Sonnst sind halt wieder 150l Wasser mehr die auskühlen und damit die Verluste erhöhen.

Zu CO2: Die "blau weissen" zB. beim SB105 wird auch ein CO2 von bis zu 13.8% einreguliert. Mittlerweile scheinen einige Hersteller den Weg einzuschlagen und ihre neuen Brennerserien auf höhere CO2 Werte zu trimmen. Von einem Brennerservicetechniker hab ich erfahren dass viele ältere Brenner mit hohen CO2 Einstellungen erst gar nicht sauber zünden würden, grosse Startprobleme. Daher wird mit Luftüberschuss betrieben.

Gruss
Helmi
Verfasser:
schorni1
Zeit: 14.10.2012 16:00:46
0
1776477
Von einem Brennerservicetechniker hab ich erfahren dass viele ältere Brenner mit hohen CO2 Einstellungen erst gar nicht sauber zünden würden, grosse Startprobleme. Daher wird mit Luftüberschuss betrieben.

ganz OHNE Luftüberschuß gehts ja eh nicht.

ABER: Ich stell den Brenner IM DAUERbetrieb auf um die 14% CO2 ein, gut. So: wenn der dann KALT startet, dann ist aj auch die angesaugte Verbrennungsluft KALT, somit dichter und mit mehr Luftüberschuß/Sauerstoff. Also STARTE ich dann doch mit höherem Luftüberschuß schonmal. Im Betrieb erwärmt sich ja über das LAS die Zuluft auf 25-35 Grad und dann geht auch der Luftüberschuß zurück.

also ich komm bei 20K Differenz auf 7% weniger Luftmasse. Somit verringert sich der 20% Luftüberschuß (12,8% CO2) auf 18,6% = 13,0% CO2. Bei 14% CO2 auf 14,1% CO2.
Verfasser:
CCRider
Zeit: 16.10.2012 12:51:13
0
1777682
Zitat von Helmi73 Beitrag anzeigen
Zitat von CCRider Beitrag anzeigen
[...]


Für Deinen Nachbarn stellt sich dann die Frage ob er im Heizbetrieb 150l Wasser zusätzlich erwärmen möchte. Wenn die 150l helfen die Takterei zu verringern dann würde es einen Sinn ergeben. Sonnst sind halt wieder 150l Wasser mehr die auskühlen und damit die Verluste erhöhen. [...]


Hallo Helmi

Grundsätzlich hast du recht. Jedes "vorrätig" gehaltene Volumen kostet Verluste. Die Überlegung mit dem vorgeschalteten Boiler sind folgende:
. Die Eintrittstemperatur des Kaltwassers liegt in etwa bei 10°C
. Das etwas grössere und kühlere Wasservolumen unterstützt die Bemühung, das Takten möglichst zu vermeiden, bzw. stellt sicher, dass die mit dem Wandgerät erzeugte Wärme auch abgeführt werden kann.
. Die Vorwärmung des BW mittels Rücklauf während der Heizperiode dient ausserdem:
.. dem geplanten BWWP-Boiler, sodass er "nur" die noch fehlende Wärme ergänzen muss. Dies wird gerade im Winter, bei erhöhtem WW-Bedarf von Vorteil sein.
.. der Brennwertnutzung, da der Rücklauf damit kühler gehalten wird
.. nach meiner Einschätzung kann dieser bei kaltem Boiler etwa 10K reduziert werden. Bei warmem Boiler noch etwa 5K
. DiVerluste sind wohl da. Da der "Vorboiler" voraussichtlich während max. 2 Monate im Jahr höchstens 35°C erreichen wird, sind diese relativ klein. Während den restlichen 6 Monate mit tiefer Teillast erwarte ich darin Temperaturen zwischen 20°C und 25°C, also in Bezug auf den Verlust eher vernachlässigbar.
. Natürlich "lohnt" sich diese Anlage nur, da der kleine Boiler schon vorhanden ist. Ansonsten müsste schon sehr spitz gerechnet werden, dass sich dies wirtschaftlich tatsächlich lohnt.

Übrigens, in einem 4-Familienhaus mit relativ hohen Vor- und Rücklauftemperaturen und hohem Warmwasserbedarf (via Oel) überlegen wir (ein Kollege und ich) den Einsatz eines, dem NT-Kessel, nachgeschalteten Abgaswärmetauschers auf einen WP-tauglichen Beistellboiler vorzusehen. Damit liesse sich die Bereitstellungstemperatur von heute 80°C auf etwa 60° reduzieren und den NT-Kessel nur einmal im Tag für die WW-Bereitung zu bemühen. Indem wir dies auf den Zeitpunkt nach der Nachtabsenkung/Schaltung vorsehen, kann die fürs WW erforderliche, höhere VL-Temperatur zur Heizkreisüberhöhung genutzt werden.

In Eigener Sache: Mein Feintuning an meiner Anlage bewirkte bisher, dass ich die Vor- und damit auch die Rücklauftemperatur um ganze 5K absenken konnte. Unterhalb 12°C moduliert die Altherma super und bei 5°C (gestern und heute Morten) arbeitete sie mit etwa 50%-Last und einem COP von über 4.5. So wie es sich momentan darstellt, kann der Bivalenzpunkt von ursprünglich vorgesehenen 2-3°C auf 0°C gesenkt werden. Darunter startet der Brenner mit einer Last von etwa 50%, was bei reduzierter Brennerhystese (9K --> 6K) trotzdem Laufzeiten von mindesten 10' erwarten lässt. Durch die tiefere RL-Temperatur wird die Kondensation begünstigt.

Gruss, CCRider
Verfasser:
Helmi73
Zeit: 21.10.2012 13:38:43
0
1780536
Zitat von CCRider Beitrag anzeigen
Zitat von Helmi73 Beitrag anzeigen
[...]


Hallo Helmi

Grundsätzlich hast du recht. Jedes "vorrätig" gehaltene Volumen kostet Verluste. Die Überlegung mit dem vorgeschalteten Boiler sind folgende:
. Die Eintrittstemperatur des Kaltwassers liegt in etwa bei 10°C
. Das etwas grössere und kühlere[...]


Hallo CCRider

Was für Vorlauftemperaturen hattest Du denn bei 5C Aussentemperatur?

Ich bin am optimieren meiner kleinen UVR Regelung. Hab jetzt die Heizgrenztemperatur absenken können. Den Mischer recht träge (viel I-Anteil) eingestellt. Habe kein Überschwingverhalten mehr bei der Vorlauftemperatur. Die Mischereinstellungen konnte ich dank dem Daten loggen recht gut einstellen. Sonnst hätte ich wohl kaum die korrekten Einstellungen vornehmen können.
Bin gespannt wie hoch die Vorlauftemp bei Minus -10C sein muss.

Erste Erkenntnisse:
*Bei meinen Radiatoren ist unterhalb von 33C Vorlauftemperatur kaum eine fühlbare Raumerwärmung wahrnehmbar.
*Durch die tiefere Vorlauftemp und langsames öffnen des Mischers muss der Heizbeginn früher gestartet werden am Morgen. (ca 1h)
*Der Mischer hat kein lineares Verhalten. Erst passiert lange nichts, dann umso mehr. (evtl. log Kennlinie)
*Heizgrenztemp liegt nun bei 14-15C
*Bei der Nachtabsenkung schaltet die Umwälzpumpe aus, wie auch bei überschreiten der Raumtemperatur über soll. (Zb. bei Sonnenschein Wärmeeintrag durch Fenster)

Gruss Helmi
Verfasser:
CCRider
Zeit: 21.10.2012 23:25:59
0
1780910
Hallo Helmi

Zwischen der Heizgrenze (bei uns 15°C) und voraussichtlich 0°C arbeitet die LWWP. Deren Heiz"kurve" (Gerade) ist im Moment so eingestellt, dass bei 15°C mit VL 28° gestartet wird und ab 0°C mit VL 40° die Oelheizung übernimmt. Bei 5°C Aussentemperatur liegt der VL bei ca. 36.5°C (+/- 0.5°). Dies allerdings ohne Nachtabsenkung oder -abschaltung.

Da die LWWP ab ca. 13°C schön moduliert, sind die Werte sehr konstant. Habe das Zusammenspiei so parametriert, dass der Mischer praktisch immer geöffnet ist. Dies, mit einer Heizkurve am Oelkessel von 0.8 (vorher mit Nachtabsenkung -abschaltung 1.0 und ab -10°C 1,2).

Die Aussenfühler sind SüdSüd-Ost verschattet platziert, sodass die Sonne frühzeitig erkannt wird (Tipp D. Beitzke, Heizungsbetrieb.de) Die grossen Fensterflächen sind Süd-West orienteirt. Die Heizung fährt also bereits etwa 1h runter bevor die Sonne auf die Fenster trifft. Der Pumpennachlauf und die Gebäudeträgheit sorgen dafür, dass dies im Gebäude nicht feststellbar ist. Stellen die beiden Heizkreispumpen ab, ist der Kessel (Puffer der LWWP) praktisch auf Umgebungstemperatur "leer" gekühlt. Geht die Sonne weg oder unter, kommt die Heizung, sobald die Aussentemperatur wieder die Heizgrenze von 15°C erreicht hat.

Die Brennerschaltdifferenz beabsichtige ich von heute 9K auf 6K zu reduzieren und so auch im Ölbetrieb weniger Mischerausschläge zu erreichen.

Gruss, CCRider
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