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Erfahrungen mit Künzel-Holzvergaser
Verfasser:
Hahneko
Zeit: 04.02.2005 15:24:23
0
143328
@Rakete,
mein Heizungs-Aufstellraum im Keller ist ca. 12 qm groß und hat volle Raumhöhe. Natürlich war das Kellerfenster (Glasscheibe vor dem Festergitter) bei Ofenbetrieb immer geöffnet. Ein Mangel an Verbrennungsluft lag somit sicher nicht vor, falls es darum geht.

Hahneko
Verfasser:
Joe
Zeit: 05.02.2005 16:48:04
0
143711
Die beschriebenen Themen kann ich ich nur bestätigen.
Unser Kessel ist auch bereits schon 13 Jahre alt, aber hatte auch bereits seit Anfang diese Macken.
Jetzt gibt leider auch die Wirbelbrennkammer den Geist auf. Keramik bröselt komplett ab. Jetzt mußte ich feststellen, dass Künzel sein komplettes Innenleben geändert hat.
Hat hierzu schon jemand Erfahrungen gemacht?
Wird es vielleicht noch schlechter?

Lohnt sich so ein Umbau noch.

Gruß
Joe
Verfasser:
Holzwurm
Zeit: 05.02.2005 19:32:51
0
143751
Hallo !

+ Joe

Ich habe ein Künzelkessel HV 35 seit letztes Jahr ich habe ein Kessel von Künzel gesehen der ist schon 7 Jahre Jahre alt und hab ihn verglichen Die Kesselstärke ist bei neuen 2 mm stärker als der vorgänger
Die Turboscheibe ist ganz anders als der Vorgänger die haben bestimmt dazugelernt.
Der ganze aufbau beim Innenleben ist besser geworden !


Verfasser:
Achim
Zeit: 05.02.2005 20:26:45
0
143773
Hallo zusammen,
Wir sind in der 2.Heizperiode mit dem Künzel Hv 24
Ich habe seidher nur Vorteile!
Ich brauch nicht wie Ihr neues Holz machen,da ich meinen Lagerholzbestand auf Dachlattenstärke runterspalten darf.Dadurch brauch ich mich auch nicht mehr so stark um die Kindererziehung kümmern,ich habe jetzt den Vorteil meine Zeit dem Holz widmen zu dürfen.Mit den Nachbarn brauch ich auch nicht mehr zu reden,weil sie mich meiden.Die Nachbarskinder spielen nicht mehr so dicht am Zaun, weil Sie ohnehin schon Pseudokrupp haben.Der Ofen steht im Nebengebäude,dadurch brauch ich nicht ins Fitnessstudio,ich lauf eben ständig hin und zurück.Da ich mich nicht extra dick anziehe,bin ich jetzt durch Eis,Wind und Wetter abgehärtet.Das spart Medikamentenkosten.Da der Ofen so viel Holz verbraucht mußte ich mehr Lagerplatz bereitstellen.Also flogen die Heumaschienen ins ungeschützte Freie,Dadurch sind meine Instandhaltungsfähigkeiten mehr gefragt,Das baut doch auf-oder!
Papa!komm schnell!! der Ofen Künzelt wieder und vor der Tür steht die Umweltpolizei.
Verfasser:
Matzi
Zeit: 05.02.2005 20:45:48
0
143782
Ich habe mir die ganzen Berichte über künzel hier durchgelesen. Ich kann das nicht bestätigen.Seit Dez
2001 heize ich mit einem BT 2050.mit 4000 liter Puffer. ca 40 bis 50 cbm Holz im Jahr. 1 bis 2 Jahre getrocknet mit viel Abfallholz auch mit Nägeln aus Zimmerei.Bisheriger Ersatzteilverbrauch. 1 Topfbrenner. Immer noch die erste Turboscheibe. Ist jetzt aber langsam auf.Meine Türdichtung ist immer noch einwandfrei.Sicher muß man ab und zu mal stochern wenn sich das Holz aufgehängt hat ,aber dann habe ich auch meißtens nicht ordentlich gepackt.
Mein Ofen brennt von Anfang Nov bis Ende März jeden Tag. Ich bin gerne bereit Auskunft zu erteilen. Und wer im Umkreis Rendsburg wohnt kann sich den Ofen gerne mal ansehen.
Gruß Matzi
Verfasser:
Donald
Zeit: 05.02.2005 21:02:53
0
143788
Hallo

@ Achim
womit hast du den vor dem Künzel geheitzt das der Holzverbrauch so gestiegen ist ???

Verfasser:
Achim
Zeit: 05.02.2005 21:54:28
0
143803
hallo Donald
Das mag ich kaum sagen,mit einem selbstgemauerten Ofen im Haus.Aus Feldsteinen teils Grabsteinbruch(schrift nach innen)5m Zug-1m Brennraumlänge.Wir hatten damals kein Geld aber 1 Fachbuch für 35 DM.16 Jahre hat er das Haus beheizt.ca 120qm.Fußbodenheizung über Cu.Wärmetauscher direkt im Brennraum(Rohre- der Ruß kam und ging)vor 5Jahren kamen 8qm Solarthermie dazu,welch Brauchwasser und auch Fußbodenheizung unterstützen.Über 20 Raummeter kamen wir nie.Jetzt sind wir bei 35.Der Ofen steht ca 15 Meter vom Haus weg.8 Meter freie Strecke unterm Hof durch.Jedes Rohr ist mit 100mm Isoliert.Beide sind nochmals im verschäumten Polyrohr.Die Temperatur ist im Vorlauf auf 50°C reduziert und kommt auch an.
Jetzt brauchen wir ca 35 Raummeter.
Verfasser:
Donald
Zeit: 05.02.2005 22:50:56
0
143822
Hallo Achim

das ist ja doch einiges an Holz was du mehr brauchst.
Wobei ich auch 20 rm für 120 qm als viel erachte.

Ich beheitze ca 245 qm mit 20qm Holz und das mit einem
altem DDR Kessel (GK21) ich habe eigentlich darauf gehoft mit dem Künzel noch etwas evektiver zu verbrennen naja schaun wir mal was nach dem Einbau so passiert schätze mal so im März werde ich es geschafft
haben. Ich suche nur noch einen Passenden Pufferspeicher am besten 1000l recht Preiswert und nicht zu Hoch max etwas über 2m fals einer einen Tip hat ich währe dankbar (kann auch großhandel sein)

Mfg donald
Verfasser:
ritsch
Zeit: 06.02.2005 12:03:51
0
143927
Wenn ich die Beiträge mancher Leute so lese, muß ich sagen, die glauben wohl ein Holzvergaser ist so was wie eine Ölheizung, eimal einheizen und dann nichts mehr machen. Leute es wird wohl nicht so viel Arbeit sein wenn ich jede 2 h mal nachschaue wie die Verbrennung so läuft. Und wenn ein Holhlbrand entsteht ist halt mal nachzuschlagen. Und nicht jedesmal Aufregen weils mal nicht so funktioniert.
Verfasser:
Hahneko
Zeit: 07.02.2005 10:41:29
0
144277
@ritsch,

sorry, du hast nicht verstanden, wovon ich (und die anderen Künzel-Heizer) rede.
Es ist absolut klar, daß ein Scheitholzkessel nicht so komfortabel ist wie eine Ölheizung. Es macht mir auch nichts aus, morgens eine Viertelstunde früher aufzustehen, um den Holzkessel anzuheizen, aber wenn er nach einer halben Stunde immer noch nicht richtig läuft, dann ist das schon ärgerlich.
Wie viele andere Menschen auch verlasse ich dann das Haus, weil ich zu Arbeit gehe, die Kinder gehen zur Schule und meine Frau hat gelegentlich auch noch etwas anders vor, als den Rest des Vormittags den Kessel zu beobachten. Es ist ja nicht so, daß nach zwei Stunden ein Hohlbrand entsteht, der durch kurzes Nachstochern behoben wäre! Der Murkskessel läuft einfach nicht zuverlässig, ständig reißt die Flamme ab, und dann kann ich nur hoffen, daß jemand schnell genug die Anbrennklappe öffnet, bevor jemand der Anlieger aus gutem Grund die Feuerwehr alamiert!
Für meinen Kamin im Wohnzimmer brauche ich zum Anfeueren nicht länger als zwei Minuten, und dann brennt er zuverlässig ohne Qualm und Gestank aus, bis das Holz restlos alle ist. Ist das zu viel verlangt für einen Holzvergaserkessel?

Hahneko
Verfasser:
Achim
Zeit: 09.02.2005 20:19:35
0
145514
@ritsch
Mit deiner Bemerkung über Ölheizungskomfort liegst du teils gar nicht so schlecht.Die meisten haben viel Geld dafür ausgegeben.Mein HV 24 mit Microprozessorsteuerung hat fast soviel gekostet wie ein Windhager.Die teure Microprossorsteuerung soll den Feuerungsablauf nach dem erreichen von 70°C Wassertemperatur vollständig übernehmen und aussteuern.Hierzu gehören bedarfsgerechte Zuluftregelung,Puffersteuerung,Pumpenregelung und einiges mehr.Leider ist das einzige was die Steuerung wirklich kann-Die Betriebstunden zu zählen.Aber leider zählt sie nicht die Pumpen oder Gebläsestunden,nein sie Zählt die Stunden die der Hauptschalter `an ist `und das Gerät an Spannung liegt.Weiterhin sind Käufer einer Holzvergaserheizung dieser Preisklasse in der Regel sehr umweltbewußt und wollen gezielt CO2 senken.Mit dem Kauf meines Kessels wurde ich zum dorfbekannten Umweltschwein.Da nützt es dann auch nichts mehr,wenn man sein Wasser ansonsten zusätzlich mit Solarthermie erwärmt um damit auch zusätzlich zu heizen.Jedenfalls sind die Umwelt und ich jetzt Verlierer.
Übrigens sind zwischen den einzelnen HVs scheinbar unterschiede.Luftleitbleche hab ich auch nicht.
Schönen Gruß
Achim
Verfasser:
hahneko
Zeit: 28.02.2005 10:44:04
0
154089
@Marcus, @Achim und alle anderen,

das Innenleben des Künzel-Kessels wurde tatsächlich mehrfach geändert.

Marcus,
dein Kessel ist offensichtlich älter als mein HV 25 (Baujahr 97), denn Luftbleche gibt es bei mir nicht.
meiner hat drei Stahlplatten, auf die sich die Turbo-Düse aufsetzt.

War am Wochenende bei einer Künzel-Vorführung in meinem Nachbardorf, dort wurde das Nachfolgermodell HV 24 in Betrieb gezeigt.
Ein Blick in die Ersatzteilleiste zeigte, daß dieser neue Kessel zusätzlich eine sog. Topfdüse zwischen den beiden Bodenplatten unterhalb der Turbodüse hat, diese gibt es bei dem älteren Kessel nicht, ist in die unter Platte eingeformt.
Der Vorführkessel funktioniere einwandfrei, wie ich es mir von meinem schon immer gewünscht habe, wobei der Aussteller aber auch gelegentliche Hohlbrände einräumte.
Die sehr schlechte Funktion meines Geräts führte der vorführende Heizungsbauer auf mangelhafte Belüftung zurück.
Ich habe daraufhin zur Überprüfung bei meinem Kessel das Gebläse abgebautund überprüft, normale Funktion, aber: Hinter der "Einblasöffnung" an der Kesel-Vorderseite sitzt eine Eisenklappe, die offensichtlich frei pendelnd aufgehängt sein muß und sich durch den Luftzug des Gebläses weiter öffnet. Diese Klappe war durch Verunreinigungen nicht frei beweglich!
In der umfangreichen Bedienungsanleitung ist von dieser Klappe nirgendwo die Rede.
Habe das also in Ordnung gebracht, den Kessel befüllt und angeheizt, und siehe da, gute Funktion! Es ist sicher noch zu früh, nach nur einem sauberen Abbrand schon Resume zu ziehen, habe bei der jetzigen Kälte noch ausgiebig Gelegenheit für weitere Tests, ein weiterer Erfahrungsbericht erfolgt in Kürze.

Hahneko





Verfasser:
Claus Bährend
Zeit: 02.03.2005 00:27:00
0
155028
Moin Leute,
habe ganz gespannt eure Erlebnisse mit den Künzeln gelesen und möchte gern ein wenig helfen. Ich habe mir 2002 einen Künzel BT2030 gekauft. Geheizt wird bei mir meist mit sehr trockenem Holz. Beschreibe mal kurz wie ich meinen Kessel beim Anheizen "hochjage". Direkt auf die Turboscheibe lege ich sehr kleine Holzstücken, drüber eine Lage mit dünnen Hölzchen, dann einige Zeitungen oder Pappe. Vor den elektrischen Anzünder lege ich eine "Fackel", diese besteht aus einem halben Teelicht in einer Zeitung.
Der Anheizvorgang dauert dann mit Zeitung etwa 15 Minuten, mit Pappe liegt mein Rekord bei etwa 7 Minuten, die Abgastemperatur ist dann über 220°C und aus dem Schornstein kommt tatsächlich nur feucht-warme "Luft" ohne Geruch. Das funktioniert jedoch nur mit absolut trockenem Holz.
Ich habe meinen Kessel im ersten Jahr auch fast völlig "zerheizt". Habe mit super trockenem Abrissholz und voll aufgedrehter Pufferladepumpe geheizt. Durch das Aufdrehen der Pufferladepumpe habe ich vom Kessel viel Leistung abgenommen und die Regelung hat voll aufgedreht, durch das sehr trockene Holz wurde die Leistung auch vom Kessel erbracht. Das teuflische bei der ganzen Geschichte ist nur, dass die Holzvergaserkessel keine Nennleistungsbegrenzung haben. So habe ich den 30kW- Kessel mit etwa 60kW bei Abgastemperaturen über 300°C zerheizt. Dabei habe eine Holzfüllung in weniger als zwei Stunden verbraucht.
Mit dieser gnadenlosen Überlastung habe ich folgende Teile zerstört: Turboscheibe, Brenneroberplatten, Brennertopf, Ascheschale und beide Lüfter.
Künzel hat folgende Teile in den Jahren 2003/04 konstruktiv verbessert:
Die Turboscheibe hat dickere Wirbelrippen und auch sonst etwas mehr Material.
Die Brenneroberplatten haben mehr Materialstärke.
Der neue Brenner-Ring hat jetzt nicht nur nach unten zum Brennertopf einen Bund, sondern auch nach oben zur Turboscheibe. Dadurch bildet sich eine dicke Ascheschicht auf den Brenneroberplatten. Sie sollte nicht entfernt werden, da sie die Brenneroberplatten sehr wirksam vor der direkten Hitze schützt und wie die Ascheschicht in der Brennkammerschale katalytisch wirkt.
Der alte zweiteilige Brennertopf aus Feuerkeramik wurde durch eine sehr dickwandige Edelstahl-Konstruktion abgelöst, das Ding ist jetzt richtig robust.
Die Ascheschale ist immer noch unverändert aus 1mm- "Büchsenblech". Ich experimentiere gerade mit einem Eigenbau aus 2mm V4A, ohne eine Tragestrebe.

Wie habe ich nun die beiden Lüfter geschafft? Der alte zweiteilige Brennertopf hatte sich oval verzogen, durch den entstandenen Spalt zwischen den beiden Hälften ging die schöne blaue Flamme entgegen dem Luftstrom durch den Sekundärlüfter. Das gute Stück ist dabei leider abgebrannt. Mit dem neuen Brennertopf kann so etwas nicht mehr geschehen.
Der Primärlüfter ist durch zu geringe Grund-Drehzahl auf fast die gleiche Weise gestorben.

Nach diesem Schaden habe ich an Künzel einen Brief mit dem "Künzel-Kundendienstanforderungsformular" und einem ausfühlichen Schadensbericht gesendet. Das war vor Ablauf der Garantiezeit.
Künzel hat mir etwa 14 Tage später einen Kundendienst-Mitarbeiter geschickt. Der Mann hatte alle defekten Teile gegen die neuen, verbesserten Konstruktionen ausgetauscht.
Seine zweite große Aktion war die Einstellung der elektronischen Regelung. So hat er im die Grunddrehzahl des Primärlüfters leicht angehoben und den O2-Wert der Lamda-Regelung auf 8% eingestellt. Den Lamda- Wert hat er erhöht, da in meinem sehr trockenen Abriß-Holz sehr wenig Sauerstoff drin ist.
Weiterhin hat er mit dem ECO-Modus meine Abgastemperatur auf 210°C begrenzt. Diese Einstellung war nach meiner Erfahrung falsch, da die Regelung zu zeitig die Anfachluft drosselt und die Abgaswerte schlecht werden. Ich fahre den Kessel mit 230°C, damit es auch mit sehr wenig Glut nicht aus dem Schornstein stinkt.
Es ist sehr interessant was man im Kundendienstmenü des Lambda-Prozessors alles einstellen kann.
Die ganze Kundendienst- Aktion hat mich nichts gekostet. Der Mann vom Künzel- Kundendienst meinte zu mir das sich Künzel grundsätzlich sehr kulant verhält. Ein Nachbar von mir hat mir das auch bestätigt, der hat seit etwa acht Jahren einen BT2030. Er hatte anfänglich hydraulische Probleme in seiner Anlage und der Kundendienst hat ihm auch dabei geholfen.

Nach dem der Kundendienst meinen Künzel "geheilt" hat, gibt es bei mir nur noch mit der Ascheschale Verschleiß- Probleme. Vielleicht kann auch ein dünner Schamotte- Stein im Angriffspunkt der Flamme helfen, vermute das die sehr hohen Temperaturen die Schale zerstören. Wenn ich gut gasendes Nadelholz verwende, kommt es manchmal vor, dass die Schale komplett rot glüht. Das Ergebnis ist dann auch das die Asche schmilzt und wie eine Art "Glasur" bildet.

Als Nichtfachmann behaupte ich hier einfach mal das ein Holzvergaserkessel nur gute Abgaswerte erreicht, wenn genug Glut unter dem Holz ist.
Ich empfehle den Leuten mit "Problemkesseln" mal einen Test mit super- trockenem Nadelholz zu machen, um die Turboscheibe schönes kleines Zeug und den Füllraum zur Hälfte mit dem ganz Trockenem gefüllt. Das Holz muß vom Anzünden an sehr schnell ausgasen und Glut bilden. Hat sich Glut gebildet, kann mit feuchterem Holz weiter geheizt werden.
In einem schönen Glutbett habe ich schon riesige Klumpen aus Eiche und Wurzeln ungespalten, ohne Gestank verheizt.
Selbst frischer Baumschnitt ist kein Problem mit der richtigen Höllenglut.

Beim Betrieb von Holzvergaserkesseln mit fest eingestellten Luftmengenverhältnissen, das heißt ohne Lambda-Regelung wie bei den HV- Typen von Künzel oder dem Atmos/Buderus sehe ich so einige Probleme.
Nur zum Verständnis: Bei meinem BT2030 liegen die Drehzahlen des Sekundärgebläses bei Nadelholz bei fast 100% und bei Buche bei 30%, die Drehzahlen der Primärgebläses können dabei bei Nadelholz 30% und bei Buche 100% sein.
Das zeigt das die Luftmengenverhältnisse von Primär und Sekundär, je nach der Holzart, sehr verschieden sein können. Ich würde einen Kessel mit festem Verhältnis (ein Lüfter) entsprechend dem tatsächlich verwendeten Holz einstellen und dies nicht mit einer Grundeinstellung ab Werk tun.
Weiterhin würde ich eine kosten- neutrale Kundendienst-Stunde für jeden neuen Kessel zur ersten Inbetriebnahme begrüßen. So könnte viel Schaden vermieden und für den Nutzer der Einstieg in die nicht so anspruchslose Technik erleichtert werden.


Kurz noch zum Thema Künzel ist Mist, die anderen Kessel sind besser. Ich behaupte einfach mal das es für eine objektive Beurteilung nur sehr wenige Fachleute gibt (ich bin auch keiner) und vieles von den Betreibern und den Anlagen abhängt.
So ist meine Meinung, dass der gut isolierte Pufferspeicher nicht groß genug sein kann.
Als Puffer habe ich einen alten Gastank mit 2700Liter installiert, werde demnächst noch einen zweiten mit 2700 Litern anbauen.
Mit einem großen Puffer kann der Kessel einen ganzen Tag durch, mit voller Leistung arbeiten z.B. am Sonntag, die Wärme reicht dann gut bis in die Woche. Es ist ganz einfach, je größer die Blase ist, je länger ist die Zeit bis zum nächsten Anheizen. Der große Puffer bringt guten Komfort. Bei einem großen Puffer treten natürlich auch größere Verluste auf, dafür hat man vielleicht auch eine warme Garage.....wenn der Puffer dort steht.

Warum habe ich mir nun den BT2030 von Künzel gekauft? Da ich das ganze Programm an Holz habe, was so ein Kessel überhaupt "fressen" kann, brauche ich eine sehr gute Regelung der Luftmengen. Der Lambda-Prozessor von Künzel packt das sehr gut. Der Kesselkörper selber ist nicht allzu teuer. Die Ersatzteilversorgung ist gut gesichert, der Kundendienst ist gut, die Firma ist kulant.
Mein weitere gute Kessel stellt die Firma Herlt her. Diese Kessel haben einen sehr schönen Füllraum, der nach unten breiter wird und Holbrand verhindern soll. Weiterhin haben diese Kessel einen "riesigen" und langen Brennraum und sind mit viel Schamotte gebaut, vermute die halten "ewig".
Denke ein Herlt-Kessel mit dem Lambda-Prozessor von Künzel wäre der absolute Primus.

Mich würden Erfahrungen von Herlt- Kessel- Betreibern zum Thema Hohlbrand und dem Verhalten bei sehr stark und sehr schwach gasenden Brennstoffen interessieren.

Gruß von Claus Bährend
Verfasser:
hahneko
Zeit: 02.03.2005 15:37:12
0
155237
@Claus,

daß der Kessel unter solch unsachgemäßen Extrembelastungen vorzeitig seinen Geist aufgibt, das ist doch nun wirklich nicht dem Hersteller anzulasten.

@alle anderen Künzel-Interessenten,

zurück zu meinen Erfahrungen mit dem HV 25:
Nachdem ich jetzt die Gebläseklappe gefunden und gangbar gemacht habe, ist der Kessel nicht mehr wiederzuerkennen!
Nach ca. 10 Minuten Anheizen mit kleinem Holz und anschließendem Vollschichten feuert er los, daß es nur so eine Freude ist. Bei frostigen -10 Grad heute morgen war draußen am Kamin nach wenigen Minuten nur noch eine weiße Kondenswolke zu sehen, eine halbe Stunde später noch nicht mal das.

Das kleinere Problem mit gelegendlichen Hohlbränden habe ich noch nicht vollständig gelöst, hier braucht es sicher noch etwas Erfahrung hinsichtlich optimaler Aufschichtung des Brennguts.

@Liebe Firma Künzel,

die Gebläseklappe ist in der Bedienungsanleitung auch erwähnt, aber wer soll damit verstehen, wo sie sitzt und wie sie zu erreichen ist? In der Schnittzeichung ist sie ja eingezeichnet, wenn auch sehr dünn, aber warum ist sie nicht beschriftet? Dieses unscheinbare Teil ist extrem wichtig für die einwandfreie Funktion, das weiß ich jetzt auch, leider zwei Jahre zu spät. Vielleicht klebt die Klappe auch nur sehr selten fest, denn niemand konnte mir den entscheidenden Tipp geben.

Hahneko



Verfasser:
Ovidius
Zeit: 03.03.2005 10:37:58
0
155570
Hallo,
Kann mir vielleicht jemand sagen wie man das
Kundendienstmenü des Lambda-Prozessors aufruft?
Hab einen HV-BT 31
Würde auch gerne wenn möglich die Automatische
Züdspiralenreinigung beim Ausbrandende abschalten.

Gruß
OVIDIUS
Verfasser:
Claus Bährend
Zeit: 03.03.2005 23:27:57
0
155932
Moin Leute,
habe ganz gespannt eure Erlebnisse mit den Künzeln gelesen und möchte gern ein wenig helfen. Ich habe mir 2002 einen Künzel BT2030 gekauft. Geheizt wird bei mir meist mit sehr trockenem Holz. Beschreibe mal kurz wie ich meinen Kessel beim Anheizen hochjage. Direkt auf die Turboscheibe lege ich sehr kleine Holzstücken, drüber eine Lage mit dünnen Hölzchen, dann einige Zeitungen oder Pappe. Vor den elektrischen Anzünder lege ich eine "Fackel", diese besteht aus einem halben Teelicht in einem Bogen Zeitungspapier.
Der Anheizvorgang dauert dann mit Zeitung etwa 15 Minuten, mit Pappe liegt mein Rekord bei etwa 7 Minuten, die Abgastemperatur ist dann über 230°C und aus dem Schornstein kommt tatsächlich nur feucht-warme "Luft" ohne Geruch.
Das funktioniert jedoch nur mit absolut staub-trockenem Holz.
Ich habe meinen Kessel im ersten Jahr auch fast völlig "zerheizt". Habe mit super trockenem Abrißholz und voll aufgedrehter Pufferladepumpe geheizt. Durch das Aufdrehen der Pufferladepumpe habe ich vom Kessel viel Leistung abgenommen und die Regelung hat die Lüfter voll aufgedreht. Durch das sehr trockene Holz wurde die abgenommene sehr hohe Leistung auch vom Kessel erbracht. Das teuflische bei der ganzen Geschichte ist nur, dass die Holzvergaserkessel keine Nennleistungsbegrenzung haben. So habe ich den 30kW- Kessel mit etwa 60kW bei Abgastemperaturen über 300°C zerheizt. Dabei habe eine Holzfüllung in weniger als zwei Stunden verbraucht.
Mit dieser gnadenlosen Überlastung habe ich folgende Teile zerstört: Turboscheibe, Brenneroberplatten, Brennertopf, Ascheschale und beide Lüfter.
Künzel hat folgende Teile in den Jahren 2003/04 konstruktiv verbessert:
-Die Turboscheibe hat dickere Wirbelrippen und auch
sonst etwas mehr Material.
-Die Brenneroberplatten haben mehr Materialstärke.
-Der neue Brenner-Ring hat jetzt nicht nur nach
unten zum Brennertopf einen Bund, sondern auch nach
oben zur Turboscheibe. Dadurch bildet sich eine
dicke Ascheschicht auf den Brenneroberplatten. Sie
sollte nicht entfernt werden, da sie die
Brenneroberplatten sehr wirksam vor der direkten
Hitze schützt und wie die Ascheschicht in der
Brennkammerschale katalytisch wirkt.
-Der alte zweiteilige Brennertopf aus Feuerkeramik
wurde durch eine sehr dickwandige Edelstahl-
Konstruktion abgelöst, das Ding ist jetzt richtig
robust.
-Die Ascheschale ist immer noch unverändert aus 1mm- "Büchsenblech". Ich experimentiere gerade mit einem
Eigenbau aus 2mm V4A, ohne eine Tragestrebe.

Wie habe ich nun die beiden Lüfter geschafft? Der alte zweiteilige Brennertopf hatte sich oval verzogen, durch den entstandenen Spalt zwischen den beiden Hälften ging die schöne blaue Flamme entgegen dem Luftstrom durch den Sekundärlüfter. Das gute Stück ist dabei leider abgebrannt. Mit dem neuen Brennertopf kann so etwas nicht mehr geschehen.
Der Primärlüfter ist durch zu geringe Grund-Drehzahl auf fast die gleiche Weise gestorben.

Nach diesem Schaden habe ich an Künzel einen Brief mit dem "Künzel-Kundendienstanforderungsformular" und einem ausfühlichen Schadensbericht gesendet. Das war vor Ablauf der Garantiezeit.
Künzel hat mir etwa 14 Tage später einen Kundendienst-Mitarbeiter geschickt. Der Mann hatte alle defekten Teile gegen die neuen, verbesserten Konstruktionen ausgetauscht.
Seine zweite große Aktion war die Einstellung der elektronischen Regelung. So hat er im die Grunddrehzahl des Primärlüfters leicht angehoben und den O2-Wert der Lamda-Regelung auf 8% eingestellt. Den Lamda- Wert hat er erhöht, da in meinem sehr trockenen Abriß-Holz sehr wenig Sauerstoff drin ist.
Man sieht in der Ascheschale und den Rippen darunter, "wie gut es dem Kessel geht". Mein Kessel war zuerst schwarz (ich deute auf etwas Luftmangel), jetzt ist alles mit einer dünnen Schicht weißer Asche überzogen (deute auf genügend Luft und gute Verbrennung).
Weiterhin hat der Kundendienst mit dem ECO-Modus meine Abgastemperatur auf 210°C begrenzt. Diese Einstellung war nach meiner Erfahrung falsch, da die Regelung zu zeitig die Anfachluft drosselt und die Abgaswerte schlechter werden. Ich fahre den Kessel mit 230°C, damit es auch mit sehr wenig Glut nicht aus dem Schornstein stinkt.
Es ist sehr interessant was man im Kundendienstmenü des Lambda-Prozessors alles einstellen kann.
Die ganze Kundendienst- Aktion hat mich nichts gekostet. Der Mann vom Künzel- Kundendienst meinte zu mir das sich Künzel grundsätzlich sehr kulant verhält. Ein Nachbar von mir hat mir das auch bestätigt, der hat seit etwa acht Jahren einen BT2030. Er hatte anfänglich hydraulische Probleme in seiner Anlage und der Kundendienst hat ihm auch dabei geholfen.

Nach dem der Kundendienst meinen Künzel "geheilt" hat, gibt es bei mir nur noch mit der Ascheschale "echte" Verschleiß- Probleme. Vielleicht kann hier auch ein dünner Schamotte- Stein im Angriffspunkt der Flamme helfen, vermute das die sehr hohen Temperaturen die Schale zerstören. Wenn ich gut gasendes Nadelholz verwende, kommt es manchmal vor das die Schale komplett rot glüht. Ergebnis ist dann auch das die Asche auf der Schale schmilzt und wie eine Art Glasur bildet. Dabei heize nur mit naturbelassenem Holz ohne Imprägnierung und Farbe.

Als Nichtfachmann behaupte ich hier einfach mal das ein Holzvergaserkessel nur gute Abgaswerte erreicht, wenn genug Glut unter dem Holz ist.
Ich empfehle den Leuten mit "Problemkesseln" mal einen Test mit super- trockenem Nadelholz zu machen, um die Turboscheibe schönes kleines Zeug und den Füllraum zur Hälfte mit dem ganz Trockenem gefüllt. Das Holz muß vom Anzünden an sehr schnell ausgasen und möglichst viel Glut bilden. Hat sich Glut gebildet, kann mit feuchterem Holz weiter geheizt werden.
In einem schönen Glutbett habe ich schon riesige Klumpen aus Eiche und Wurzeln ungespalten, ohne Gestank verheizt. Selbst frischer Baumschnitt ist kein Problem mit der richtigen "Höllenglut" darunter.

Beim Betrieb von Holzvergaserkesseln mit fest eingestellten Luftmengenverhältnissen, meine die Typen ohne Lambda-Regelung wie die HV- Typen von Künzel oder dem Atmos/Buderus sehe ich so einige Probleme.
Zum Verständnis: Bei meinem BT2030 liegen die Drehzahlen des Sekundärgebläses bei Nadelholz bei fast 100% und bei Buche bei 30%, die Drehzahlen der Primärgebläses können dabei bei Nadelholz 30% und bei Buche 100% sein.
Das zeigt das die Luftmengenverhältnisse von Primär und Sekundär, je nach der Holzart, sehr verschieden sein können. Ich würde einen Kessel mit festem Verhältnis (ein Lüfter) entsprechend dem tatsächlich verwendeten Holz einstellen und dies nicht mit einer Grundeinstellung ab Werk tun.
Weiterhin würde ich eine kosten- neutrale Kundendienst-Stunde für jeden neuen Kessel zur ersten Inbetriebnahme begrüßen. So könnte viel Schaden vermieden und für den Nutzer der Einstieg in die nicht so anspruchslose Technik erleichtert werden.

Kurz noch zum Thema Künzel ist Mist, die anderen Kessel sind besser. Ich behaupte einfach mal das es für eine objektive Beurteilung weltweit nur sehr wenige Fachleute gibt und vieles von den Betreibern und dem Aufbau der Anlagen abhängt.
So ist meine Meinung, dass der gut isolierte Pufferspeicher nicht groß genug sein kann.
Als Puffer habe ich einen alten Gastank mit 2700Liter installiert, werde demnächst noch einen zweiten Tank mit 2700 Litern anbauen.
Mit einem großen Puffer kann der Kessel einen ganzen Tag durch, mit voller Leistung arbeiten z.B. am Sonntag, die Wärme reicht dann gut bis in die Woche. Es ist ganz einfach, je größer die Blase ist, je länger ist die Zeit bis zum nächsten Anheizen. Der große Puffer bringt dann guten Komfort. Bei einem großen Puffer treten natürlich auch größere Verluste auf, dafür hat man vielleicht auch eine warme Garage.....wenn der Puffer dort steht.

Warum habe ich mir nun den BT2030 von Künzel gekauft? Da ich das ganze Programm an Holz habe, was so ein Kessel überhaupt "fressen" kann, brauche ich eine sehr gute Regelung der Luftmengen. Der Lambda-Prozessor von Künzel packt das sehr gut. Der Kesselkörper selber ist nicht allzu teuer. Die Ersatzteilversorgung ist gut gesichert, der Kundendienst ist gut, die Firma ist kulant.
Weitere gute Kessel stellt die Firma Herlt her. Diese Kessel haben einen sehr schönen Füllraum, der nach unten breiter wird und Holbrand verhindern soll. Weiterhin haben diese Kessel einen "riesigen" und langen Brennraum und sind mit viel Schamotte gebaut, vermute diese Kessel halten "ewig".
Denke ein Herlt-Kessel mit dem Lambda-Prozessor von Künzel wäre der absolute Primus.

Mich würden Erfahrungen von Herlt- Kessel- Betreibern zum Thema Hohlbrand und dem Verhalten bei sehr stark und sehr schwach gasenden Brennstoffen interessieren.

Gruß von Claus Bährend
Verfasser:
Claus Bährend
Zeit: 04.03.2005 00:04:51
0
155938
Hallo hahneko,
ich möchte keinesfalls Künzel für meinen zerheizten Kessel verantwortlich machen, mein Bericht sollte nur zeigen was in so einem Extremfall alles kaputt gehen kann. Die neuen Teile von Künzel sind auch deutlich robuster, damit wäre mein Schaden nicht in dieser Form eingetreten. Es sollte auch ein Beispiel für die Kulanz von Künzel sein, dies ist für mich auch ein Kaufargument gewesen.

Wer gern im Kundendienst- Menü seines Lambda-Prozessors etwas einstellen möchte kann mal die 197 versuchen. Vor irgend einem Test, würde ich mir unbedingt die originalen Werte notieren, das vermeidet garantiert unbeliebte Effekte.
Viel Spass wünscht Claus Bährend
Verfasser:
Ovidius
Zeit: 08.03.2005 12:36:34
0
157534
Hallo Claus
könntest Du mir nähere Infos geben
wie ich in das Kundendienst Menü gelange.
Nach 8 Jahren rumprobieren ist das vielleicht
noch eine Möglichkeit den Ofen zu optimieren.
Gruß Ovidius

Verfasser:
Claus Bährend
Zeit: 12.03.2005 19:57:44
0
159656
Hallo Ovidius,
es kann sein das dein älterer Lambda-Prozessor kein Kundendienst- Menü hat. Würde dann mal bei Künzel oder bei GO Systemelektronik in Kiel anfragen ob es ein neueres Betriebsprogramm gibt. Das Betriebsprogramm ist auf einem Speicherchip, den kann man ganz einfach tauschen(lassen).
Bei meinem Lambda- Prozessor 821 komme ich wie folgt ans Ziel: 1X Prog - Taste ; mit Cursor nach unten auf Servicemenü ; 1X Enter ; mit Cursor auf Kundendienst ; 1X Enter ; mit Cursor und Enter den Code eingeben ; Es kommt dann eine Frage "Code gültig" ; 1X Enter und das Menü ist offen.
Gruß von Claus

Verfasser:
Thomas Hube
Zeit: 08.06.2005 21:12:01
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Hallo,

wie haben unser Haus bisher ausschliesslich mittels zweier Holzöfen geheizt. Nun wollten wir uns eigentlich einen Künzel HV24 einbauen. Aber wenn wir die ganzen Negativerfahrungen hier lesen, kommen Zweifel auf, ob es nicht besser wäre, die vorhandene Ölheizung anzuschliessen,...

Wir sind es gewohnt, täglich ein- bis viermal anzufeuern, Ofen und Rohre regelmäßig zu Reinigen, Asche entfernen, Holz machen, etc. Alles kein Problem. Aber wir können nicht täglich stundenlang im HV24 rumstochern, um einen warme Bude zu bekommen,... Wir erwarten von der nicht ganz unerheblichen Investition in den HV24, dass wir ihn morgens innerhalb max. 10 Minuten mit Holz Beladen, Anheizen und dass die Sache damit erledigt ist und wir einen Tag lang ein warmes Haus haben.

Ist der HV24 nun ratsam für uns oder dieser Anspruch an einen Holzvergaserkessel unrealistisch? Bleiben wir besser bei unseren beiden Holzöfen bzw. nehmen die Ölheizung in Betrieb? Wir sind für jeden Tipp sehr dankbar.
Gruß Tom
Verfasser:
K. Adrion
Zeit: 09.06.2005 14:18:39
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Hallo zusammen, das ist ein sehr informativer Threat. Wir als Heizungsbauer sind natürlich sehr daran interessiert, daß die von uns verkauften und fachgerecht installierten Kessel gut laufen und ebenso gut gewartet und kundendienstmäßig betreut werden. Dafür bitte ich Euch Betreiber einmal um eine kurze Mitteilung per email an o.a. Adresse (wegen ev. offtopic) oder auch in diesen Thraet mit der Info, wie Ihr den Kessel erworben habt, ob beim Heizungsbauer, über einen Großhändler oder direkt vom Hersteller. Ist er vom Fachbetrieb installiert? Erfolgt die Werkskundendienst- Anforderung über den Fachinstallateur oder direkt über den Hersteller?Jetzige und zukünfige Holzheizungsbetreiber werden es Euch danken! mfg. Klaus Adrion
Verfasser:
K. Adrion
Zeit: 09.06.2005 19:24:05
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sorry, email- Adresse oben vergessen: adriongmh@cityweb.de
mfg. Klaus
Verfasser:
Hahneko
Zeit: 14.06.2005 14:33:57
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Hallo Tom,

bei dem HV 24 ist im Gegensatz zu meinem HV 25 einiges an der Technik geändert worden (Turbo-Düse, Gebläse). Nachdem ich die Fehlerursache (festhängende Gebläseklappe) bei meinem Kessel beseitigt hatte, lief er recht gut, aber dann war die Heizsaison auch schon zu Ende, deshalb sind meine Erfahrungen zu unvollständig. Das Hohlbrandproblem habe ich jedenfalls nicht gelöst.
Tendenziell bin ich mir nicht sicher, ob die Konstruktion mit der mittigen Turbodüse besser ist als die auf ganzer Bodenlänge angebrachten Schlitze des Atmos-Kessels. Auch die paar Watt Stromersparnis eines Druckgebläses gegenüber Saugzug werden mit entsprechendem Rauch im Aufstellraum teuer erkauft.

Nur eine dringende Empfehlung: Gehen Sie auf eine Messe oder zu einem privaten Betreiber, beobachten Sie den Anbrennvorgang und die Aufschichtung des Holzes sowie Rauch und Geruch, sobald der Kessel mit unterem Abbrand läuft. Dabei bleiben, bis der Kessel ausgebrannt ist und in die Gluthaltung übergeht. Zwischendurch ab und zu die Ascheklappe öffnen, um die Gasflamme zu kontrollieren. Und ganz wichtig: Während all dieser Zeit darf niemand die Fülltüre öffnen, weder zum Nachfüllen noch um durch Nachstochern einen möglichen Hohlbrand zu verhindern! Später werden Sie das ja auch nicht tun können! Und Sie müssen sicher sein, daß Sie den Kessel sich selbst überlassen können, bis er leer gebrannt ist!
Ja, ich weiß, daß der Abbrand je nach Holzart Stunden daueren kann, aber diese Zeit sollten Sie unbedingt investieren!
Ich bin kein Kesselverkäufer, verdiene also an keiner Marke etwas und kenne auch die Neupreise nicht, da ich ein Gebrauchtkessel eingebaut habe. Suchen Sie sich den richtigen Kessel aus, und schauen Sie nicht vorrangig auf den Anschaffungspreis, sondern auf eine funkionierende Technik. Wenn der Kessel später nicht ordentlich läuft, nützt Ihnen weder erspartes Geld noch ein nur auf dem Papier stehender Wirkungsgrad!
Mit weiteren Praxiserfahrungen kann ich erst im nächsten Winter dienen.

Viel Glück,

Hahneko
Verfasser:
Thomas Hube
Zeit: 14.06.2005 23:10:43
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Hallo Hahneko,

vielen Dank für die Tipps! Wir haben uns vergangenen Freitag einen Künzel HV 15-S angesehen und uns ausgiebig mit dem Betreiber unterhalten. Leider war die Anlage nicht in Betrieb. Der Betreiber hat gesagt, dass er den Künzen HV15-S anfangs oft verflucht hat, da es Probleme mit dem Anzünden gab. Mittlerweile ist er jedoch zufrieden, da er sich ein Anzündprozedere ausgearbeitet hat, bei welchem es nur noch ca. einmal im Monat Probleme (meist infolge Holhlbrand) gibt. Die Vrogehensweise sieht folgendermaßen aus: mit zwei um 180 Grad versetzten Anzündern und kleinem Anfeuerholz den HV anzünden, exakt 18 bis 19 Minuten warten, dann Ofen auffüllen.

Wie sieht denn bei Ihnen der Anfeuervorgang aus und wielange dauert es? Uns würde interessieren, ob es auch die Möglichkeit gibt, den Kessel sofort voll zu machen, also ohne extra 18 Minuten später nochmal in den Keller zu rennen,...???

Gruß,
Tom
Verfasser:
Hahneko
Zeit: 15.06.2005 11:25:00
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198983
Hallo Tom,

der HV 15 S hat nur 40 cm Füllraumtiefe, beim HV 25 sind es 55 cm. Vielleicht kommt es bei dem kleineren Kessel wirklich seltener zu Hohlbrandproblemen, da das äußere Holz nicht so weit von der Turbodüse entfernt liegt. Das Saugzugbebläse ist auf jeden Fall zu empfehlen.
Zum Anbrennen: Ich lege einfach ein paar zerkneulte Zeitungen über die Turbodüse, zünde sie an und fülle Anbrennholz darauf. Auch ein paar größere Hölzer können dabei sein. Den Kessel lasse ich dann ca. 10 Minuten anbrennen, sorge dann für eine gleichmäßige Verteilung der Glut am Kesselboden und fülle anschließend den Brennraum auf. Dann etwa eine weitere Minute anbrennen lassen, anschließend Gebläse an und Anbrennklappe schließen. Sicherheitshalber kontrolliere ich die Gasflamme noch kurze Zeit, denn wenn sie wirklich zu schwach ausgebildet ist und plötzlich erlischt, dann gibt es Qualm ohne Ende.
Den Kessel in einem Stück komplett befüllen? Habe ich nicht versucht, ist auch in der Bedienungsanleitung nicht so beschrieben. Bin nicht sicher, ob das funkioniert. Und selbst wenn, dann spart es doch auch kaum Zeit, denn auch dann muß der Kessel ein paar Minuten anbrennen, bis sich ausreichend Glut gebildet hat, und erst dann kann man von Normalbrand auf die Vergasung umschalten.
Wenn Sie sich morgens nicht ca. 15 Minuten Zeit für den Kessel nehmen wollen oder können, dann sind sie mit dem Künzel auf jeden Fall schlecht beraten. Ob das andere Kessel besser können, kann ich nicht beurteilen.

Hahneko
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