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Die Grünen - Heizen weg vom Öl
Verfasser:
Redaktion HTD
Zeit: 28.08.2013 00:00:00
0
1957526
Das Wahlprogramm der Grünen hat jetzt für Aufregung gesorgt: "Wir wollen, dass ab 2015 keine neuen Ölheizungen mehr installiert werden". Dieser Satz findet sich im Wahlprogramm zur Bundestagswahl 2013 in dem Kapitel "Bezahlbare Wärme und Strom für alle". BDH-Geschäftsführer Andreas Lücke hält dies für "völlig irrational". In ihrer Ausgabe vom 26.08.2013 hat die "Bild-Zeitung" das Thema jetzt in den Fokus gerückt. Doch das grüne Ziel die Wärmeversorgung möglichst bis 2040 vollständig auf erneuerbare Wärme umzustellen ist kein neues Thema.

Verfasser:
winni 2
Zeit: 28.08.2013 00:14:08
0
1957528
Das hört sich ja zunächst an, wie ein fleischloser
Tag in der Kantine, aber

"Diese gilt für Krischer natürlich nur dort, wo Alternativen wie Erdgas oder Fernwärme zur Verfügung stehen. Krischer fordert das energiepolitische Umsteuern, da der Zeitpunkt, an dem Öl zum Heizen kaum noch bezahlbar ist, bereits absehbar ist."

Sehe ich auch so.
Letzten Endes wird jeder Heizer, der bei Verstand ist, auch ohne
Zwang, versuchen weg vom Öl zu kommen.

Grüsse

winni
Verfasser:
sukram
Zeit: 28.08.2013 00:24:41
0
1957531
Ganz ausnahmsweise hat die Bande hier mal Recht, dem Beispiel Dänemarks folgen zu wollen (mal abgesehen von ihren wie immer auch hier dargestellten hirnrissigen Zielvorstellungen).

Das Fass Brent steht übrigens eben wieder auf 6-Monats-Hoch, von der Wirtschaftskrise unbeleckt; jeder € in eine neue Ölheizung ist volkswirtschaftlich schädlich.

Nordsee leer


China immer noch durstiger


aber ich seh' hier schon wieder & immer noch Threads von MitBürgerInnen, die immer noch ein totes Pferd reiten wollen ;-)
Verfasser:
sukram
Zeit: 28.08.2013 00:35:41
0
1957534
*grummel*

Nordsee leer


China immer noch durstiger
Verfasser:
Ivo-Heizer
Zeit: 28.08.2013 07:25:51
4
1957547
--Diese gilt für Krischer natürlich nur dort, wo Alternativen wie Erdgas oder Fernwärme zur Verfügung stehen.--

Aha! Und da wo die "Alternativen" wie Erdgas und Fernwärme (!!!!) nicht zur Verfügung stehen, darf weiterhin ein Ölvernichter sein Werk verrichten, oder wie?? Was für ein Schwachsinn! Es gibt immer Alternativen zu einem Ölvernichter. Sogar Sinnvolle.
Vom Grundgedanken her ein sehr guter Ansatz Ölheizungen künftig verbieten zu wollen, aber m.M.n. nicht konsequent genug. Der Entwurf hat zu viele Schlupflöcher.
Zudem ist es mehr als fraglich ob sich solch ein Verbot gegen die Übermacht der Öllobby überhaupt durchsetzen lässt.
Und selbst wenn, so werden anstatt Ölkesseln sicherlich noch mehr "umweltfreundliche" Strom- Wärmepumpen in Altbauten in den Keller gewürfelt. Selbst wenn also die Öllobby einen Dämpfer bekommt, so wird die "Wärmepumpen-Mafia" noch mehr Oberwasser bekommen. Also unterm Strich wird sich nichts für die Ökobilanz tun. Schade.
Also bleibts wohl dabei: Netter Versuch, aber in letzter Konsequenz nicht zu Ende gedacht.

Sonnige Grüsse

Ivo-Heizer
Verfasser:
russel
Zeit: 28.08.2013 08:09:05
1
1957563
....und immer mehr 25 Jahre Ölkessel bleiben dann doch drin und werden durch neue Brenner und Regelungen wieder zum Leben erweckt. Sehr Ökologisch.
Verfasser:
-lfx-
Zeit: 28.08.2013 09:02:21
22
1957580
Aber alle die jetzt so klatschen - wo bleibt euere Zustimmung zu einem Tempolimit ?

Das spart auch CO2 und vor allem Öl.

Aber auf die Tube will man weiter ordentlich treten - da hört dann das Umweltgewissen auf - wenn es um den Spaß und den Verkauf dicker Maschinen geht.

Was unsere Kriegsmaschinen saufen - die übrigens gerade wieder angeworfen werden - davon redet niemand.
Hab`mal gelesen daß der gesamte Verbrauch durch das Militär der Welt etwa 20 % pro Jahr der geförderten Erdölmenge ausmacht.

" ... China immer noch durstiger ..."

Daß sie noch durstiger werden dafür sorgen unsere " sparsamen" Premiumautos die wir gerne dazu verkaufen.


Aber der kleine Heizer - der soll sie retten - die Zukunft.

Wo bleibt denn hier der Marktwirtschaftsgedanke ?
Nein - hier wird gerne der Zwang begrüßt - vor allem wenn es um das eigene Geschäft geht.

So lange bei und Kaufhäuser im Sommer die Umwelt kühlen und im Winter heizen dürfen ist die Diskussion hier reiner Aktionismus und Heuchelei ...
Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit: 28.08.2013 09:06:09
0
1957586
Wer den deutschen Wärmemarkt schon länger beobachtet, erinnert sich sicherlich, dass auch der Einsatz von Wärmepumpen früher aus ökologische Sicht als Kritisch eingeschätzt wurde.

Heute hat sich die Elektrowärmepumpe am Markt durchgesetzt, die ökologischen Bedenken werden beim ständig steigenden Anteil von regenerativem Strom im Netz kaum mehr verwendet.

Beimischungen von Bioöl sind bei Heizöl ein ähnlicher Weg, um einen Energieträger umweltfreundlicher zu machen, der in einigen Gesetzen bereits als regenerativ anerkannt ist.

Von der Verbrennungsseite wird dies heute in Ölbrennwertgeräten bereits beherrscht, wie sich künftig die Technologien zur Herstellung von Bioölen aus beliebiger Biomasse entwickel werden, können nur wenige Fachleute beurteilen. Ansätze gibt es zur Genüge.
Technologieverbote sind daher immer kritisch zu bewerten, Technologieneutralität ist im Wärmemarkt die weitsichtigere Position.

Solche Einwände

Und selbst wenn, so werden anstatt Ölkesseln sicherlich noch mehr "umweltfreundliche" Strom- Wärmepumpen in Altbauten in den Keller gewürfelt. Selbst wenn also die Öllobby einen Dämpfer bekommt, so wird die "Wärmepumpen-Mafia" noch mehr Oberwasser bekommen. Also unterm Strich wird sich nichts für die Ökobilanz tun. Schade.
Also bleibts wohl dabei: Netter Versuch, aber in letzter Konsequenz nicht zu Ende gedacht.

Sonnige Grüsse

Ivo-Heizer


erinnern mich fatal an die frühere hier geführte Debatte „Wärmepumpen- Fluch oder Segen“, bei der die erkennbare Interessenlage der verursachenden Autoren sehr ähnlich war.

Dietmar Lange
Verfasser:
solarfreundchen Dieser Benutzer hat eine rote Karte erhalten
Zeit: 28.08.2013 09:16:23
10
1957593
Was bringt es einen Energieträger durch einen anderen Energieträger zu substituieren?

Energetisch einfach Nichts?

Für die Wirtschaft schon. Es werden neue Ressourcen verbraten, obwohl die alten ihren Dienst noch getan hätten.

Weniger ist mehr, wäre die Devise.

Dazu reicht es auch hier im Forum nicht und bei den Politikern noch weniger.

E.S.
Verfasser:
crax Dieser Benutzer hat eine rote Karte erhalten
Zeit: 28.08.2013 09:33:20
0
1957604
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
....Technologieverbote sind daher immer kritisch zu bewerten, Technologieneutralität ist im Wärmemarkt die weitsichtigere Position....
Ebenso sind Technologiebevorzugungen zu bewerten! Bsp STA im Referenzgebäude bei EnEV/KfW Nachweisen!!!

mfg
Verfasser:
stefans
Zeit: 28.08.2013 09:48:59
0
1957612
Hallo solarfreundchen,


soweit ich das mitbekommen habe, geht es nicht darum, funktionsfähige Öler aus den Kellern dieses Landes zu reissen ( --> Resourcenverschwendung) , sondern darum, bei vor Ort vorhandenen Alternativen ( Gasanschluss, Fernwärme...) eine längerfristige Fehlinvestition zu vermeiden.

Das sollte man aber im Parteiprogramm der Grünen genauer nachlesen, da bin ich nicht ausreichend sattelfest.


Im Übrigen: Bildzeitung zu Zellulosedämmung veredeln!
( so weit sind die Grünen aber noch nicht!)

:-)


Stefan
Verfasser:
Joerg_Schneider
Zeit: 28.08.2013 10:02:56
3
1957618
Zitat von stefans Beitrag anzeigen
Bildzeitung zu Zellulosedämmung veredeln!


Das würde ja noch etwas Sinnvolles aus dem Blatt entstehen ;-) . Im Übrigen werden sich die Grünen irgendwann mal sauber umschauen, wenn sie den Bundesbürger weiterhin derart bevormunden wollen.
Verfasser:
crax Dieser Benutzer hat eine rote Karte erhalten
Zeit: 28.08.2013 10:08:35
0
1957624
Zitat von solarfreundchen Beitrag anzeigen
...Was bringt es einen Energieträger durch einen anderen Energieträger zu substituieren? Energetisch einfach Nichts?
Grundsätzlich korrekt. Reine Substitution bringt Überhaupt Nichts. Aber, wenn man einen alten, überdimensionierten Öler, durch eine leistungsangepasste, modulierende GBW Therme ersetzt und gleichzeitig die Heizflächen/Hydraulik optimiert, lässt sich allein hierdurch erhebliche Energie einsparen. Aus wirtschaftlicher Sicht im Einzelfall durchaus günstiger, als übertriebene Dämmmaßnahmen.
In anderen Fällen stellt sich eine Bedarfssenkung für den Heizbetrieb (Dämmung) als sinnvoll heraus, ggf in notwendiger Kombination mit einer Anlagenoptimierung.
Auch ein Technologiewechsel, wo kostenlose Umweltenergie genutzt werden kann (Substitution fossiler Energie), kann zielführend und auf Dauer wirtschaftlich sein.
Eine Generallösung, wie Verkäufer gern offerieren, existiert jedoch nicht, es sind stets die spezifischen Randbedingungen des Einzelfalls ausschlaggebend.
Öl für Heizzwecke zu verbrennen, ist eine Todsünde, da unwiederbringlich verloren und durchaus Alternativen existieren! Die Bedarfskonkurrenz anderer Bereiche wie Verkehr, Pharma, Chemie etc. ist hierfür einfach zu hoch.
Ein Verbot für Neuanlagen bzw. Ersatz/Austausch von Altanlagen halte ich für dringend notwendig.
Eine "Abwrackprämie" für veraltete Öler wäre ein geeignetes Instrument als Anreiz für eine Umstellung!
Allein aus diesem Grund halte ich bivalente Ergänzungen zu vorhandenen Ölern für relativ sinnfrei. Das eigentliche Problem wird hiermit nur in die nahe Zukunft verschoben!

mfg
Verfasser:
sukram
Zeit: 28.08.2013 11:17:41
0
1957665
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
Beimischungen von Bioöl sind bei Heizöl ein ähnlicher Weg, um einen Energieträger umweltfreundlicher zu machen, der in einigen Gesetzen bereits als regenerativ anerkannt ist.

Von der Verbrennungsseite wird dies heute in Ölbrennwertgeräten bereits beherrscht, wie sich künftig die Technologien zur Herstellung von Bioölen aus beliebiger Biomasse entwickel werden, können nur wenige Fachleute beurteilen. Ansätze gibt es zur Genüge.
Technologieverbote sind daher immer kritisch zu bewerten, Technologieneutralität ist im Wärmemarkt die weitsichtigere Position.
[...]


Ist das so?

Es ist durchaus nachvollziehbar, daß das Schlupfloch "Bioheizöl" im Entwurf der Novelle des EWärmeG BaWü gestrichen ist.

Der regionale Mineralöhandel versucht den Schulterschluß mit den Verbrauchern ;-)
Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit: 28.08.2013 18:06:30
0
1957823
@sukram

Ist das so?

Es ist durchaus nachvollziehbar, daß das Schlupfloch "Bioheizöl" im Entwurf der Novelle des EWärmeG BaWü gestrichen ist.


Nach meinem Kenntnisstand ist das Landesgesetz von BaWü in der Fassung von Tanja Gönner noch gültig.
Die Zukunft ist noch in der Diskussion.

Im novellierten Bundesgesetz sind bei der Sanierung öffentlicher Gebäude Beimischungen als Ersatzmaßnahmen zulässig

Dietmar Lange
Verfasser:
mrtux
Zeit: 28.08.2013 21:32:32
2
1957897
Also ich sehe es als richtig an, den Heizölzweig einzustellen und das man per Gesetzt die Ölkessel so langsam Außer Betrieb nimmt. Die Vorlage für die HT Kessel könnte man ja erweitern das alle NT Öler bis 2000 bei Eigentümerwechsel erneuert werden müssen wenn Alternativen bereit stehen....

Manchmal muss man die Leute zu ihrem Glück zwingen.
Verfasser:
wpibex
Zeit: 28.08.2013 22:50:47
5
1957922
<Manchmal muss man die Leute zu ihrem Glück zwingen. >?
Sind wir schon in der DDR 2.0 ?
Ein freiheitlicher Staat läßt den Markt,
das ist die tägliche Demokratie mit dem Portemonaie entscheiden.
Jedes "zum Glück zwingen" ist Diktatur.
Aber die letzten liegen nun schon 24 Jahre zurück.
Da verblassen die Nachteile.
Verfasser:
Jojo_
Zeit: 29.08.2013 08:22:08
1
1957968
Warum wird Heizöl eigentlich anders besteuert als Diesel?

Für Diesel zahlt man die Energiesteuer und Mwst. Dazu kommt dann noch der eigentliche Warenwert und schwupps müsste man fürs nahezu identische Heizöl auch 1,30-1,50 EUR/L zahlen. Die Ölheizungen wären sehr schnell vom Markt verschwunden, wenn unsere Regierung endlich für Gleichheit sorgen würde, ohne Rücksicht auf spezielle Nutzergruppen zu nehmen.

Bei der Krankenversicherung hat die eigentliche Ungerechtigkeit und Unzufriedenheit endlich jemand erkannt. Sobald jeder oder keiner mehr die freie Wahl hat, hört auch das Genöle zum Thema auf, aber das ist eine andere Geschichte und nichts fürs HTD Forum.

Grüße,

Jojo_
Verfasser:
-lfx-
Zeit: 29.08.2013 08:53:01
2
1957979
" ... Bei der Krankenversicherung hat die eigentliche Ungerechtigkeit und Unzufriedenheit endlich jemand erkannt. ..."

Sehr schlicht gedacht - und das noch vor der Wahl.

" ... Die Ölheizungen wären sehr schnell vom Markt verschwunden, wenn unsere Regierung endlich für Gleichheit sorgen würde, ohne Rücksicht auf spezielle Nutzergruppen zu nehmen...."

Du pickst Dir auch nur raus was Dir gefällt.

Abgesehen von der Gleichmacherei gegen die Du bestimmt sonst auch wärst wenn es Dich mal dabei nachteilig erwischt - wie wäre es denn wenn dann z.B. das Dienstwagensteuerprivileg wegfallen würde.
da würden viele bei der Gerechtigkeit aufheulen.

" ... Sind wir schon in der DDR 2.0 ? ..."

Manchmal hat man den Eindruck - ja.
In der Spitzelei sind wir mittlerweile besser und auch sonst gäbe es manche Parallelen.

Läßt sich halt nicht leugnen daß viel Personal und Know How übernommen wurde.

Ist aber in der Deutschen Geschichte nichts Außergewöhnkliches ...
Verfasser:
pflanze 132
Zeit: 29.08.2013 09:38:12
1
1957997
Zitat von Jojo_ Beitrag anzeigen
Warum wird Heizöl eigentlich anders besteuert als Diesel?

Für Diesel zahlt man die Energiesteuer und Mwst. Dazu kommt dann noch der eigentliche Warenwert und schwupps müsste man fürs nahezu identische Heizöl auch 1,30-1,50 EUR/L zahlen. Die Ölheizungen wären sehr schnell vom Markt[...]

Hallo Jojo,

warum werden Diesel und Super eigentlich anders besteuert als Heizöl? Ist doch unsozial und sorgt dafür, dass diejenigen, die pendeln müssen, weil sie sich die teure Wohnung in der Stadt nicht leisten können, nach Fahrtkosten nix mehr in der Tasche haben.

Das wäre natürlich nicht besonders klug, die Spritkosten radikal abzusenken - gäbe das falsche Signal, wenn man es mit der Einsparung von Ressourcen ernst meint. Außerdem verursacht der Straßenverkehr höhere Kosten für die (von allen zu bezahlende) Infrastruktur als eine private Heizung.


Eines sollte man bei der Debatte aber nicht außer Acht lassen:
Ein schneller Wegfall von Ölheizungen und die Substitution durch Gas und Strom (WP) würde die Netze überfordern. Abschaltbare Gastarife für Großverbraucher mit "Heizöl-Backup" erhöhen die Versorgungssicherheit für alle Gasnutzer. Vielleicht benötigen wir in Zukunft eher mehr abschaltbare Tarife als weniger - soll ja Gaslieferanten mit der Neigung zu "Machtspielen" geben...


Das Verheizen von Öl kann und darf nicht so weitergehen wie bisher. Für "Gasheizer mit höherem Bedarf (nicht EFH, aber MFH)" ist es aber eine sehr preiswerte und m.M.n. auch sinnvolle Möglichkeit, bivalent zu heizen. Das sollte man pragmatisch und nicht dogmatisch sehen. Im Gegensatz zu früher ist das Heizen mit Öl finanziell im Vergleich zu Gas eh nicht mehr attraktiv. "Pellets für alle" wird auch keine Option sein...

Die Minimierung des Verbrauchs ist die wichtigste Maßnahme - die dafür notwendigen Investitionen (Dämmung und/oder Heizungsmodernisierung) sollten nicht zusätzlich durch Vorgaben für Energieträger in die Höhe getrieben werden.


Grüße
Stefan
Verfasser:
-lfx-
Zeit: 29.08.2013 10:12:27
0
1958011
" ... warum werden Diesel und Super eigentlich anders besteuert als Heizöl? Ist doch unsozial ... "

So ganz ist das nicht richtig. Diesel und Super werden auf Straßen verbrannt und die kosten auch Geld für Bau und Unterhaltung.

Die ganze Pendlerei ist eine politisch gewollte Fehlentwicklung der Vergangenheit für die wir jetzt zahlen müssen.

Wohnen auf der grünen Wiese ( Bauboom), jedem sein Auto dazu, die Einkommen waren damals noch höher, der Job sicher und der Sprit billig.
Also wurden und werden riesige Mengen Energie jeden Tag aud den Straßen verbrannt und das bei Staus noch unnütz.
Wie war das doch? Öl ist zum Verbrennen zu kostbar ?

Inzwischen ist die öffentliche Verkehrsinfrastruktur durch Gewinnstreben so heruntergeludert daß eine ökölogisch und umweltfreundliche Beförderung für viele nicht mehr möglich ist. Viele wollen es aus Bequemlichkeit auch gar nicht. So lange es irgendwie geht macht man weiter, schimpft und hat dafür doch Geld übrig.

Die andere Frage ist die hohe Anfälligkeit der Volkswirtschaft durch ihre Abhängigkeit von externer Energiezufuhr bei Krisen.Darum hat man früher die Eisenbahn als Grundgerüst für Mobilität und Transport in staatlicher Hand gehabt.
Aber das alles brauchen wir ja nicht mehr in unserem globalisierten Dorf in dem sich eh alle lieb haben ...
Verfasser:
sukram
Zeit: 29.08.2013 10:34:34
0
1958020
Zitat von -lfx- Beitrag anzeigen
Die ganze Pendlerei ist eine politisch gewollte Fehlentwicklung der Vergangenheit für die wir jetzt zahlen müssen.[...]


Als der Vorschlag aufkam, die Pendlerpauschale zu kürzen, ging ein derartiger Aufschrei durch's Volk, daß er ganz schnell wieder in der Versenkung verschwand: Alles nicht so einfach- in einer Demokratie...
Verfasser:
Jojo_
Zeit: 29.08.2013 10:36:34
0
1958023
Hallo,

es scheint derzeit unangezweifelt zu sein, dass die Erdölreserven knapper sind als die Vorräte anderer Energieträger und parallel dazu die Verwendung von Erdöl vielseitiger ist als es bei anderen Energieträgern der Fall ist.

Das wird dazu führen, dass der Ölpreis in Zukunft stärker steigt als der Preis anderer Energieträger.

Deutschlands Energievorräte sind beschränkt und Energieträger müssen für viel Geld zugekauft werden. Da ist es wirtschaftlich betrachtet durchaus sinnvoll, heute schon die Weichen in eine Richtugn zu stellen die dafür sorgt, dass zukünftig eher billige Energieträger zugekauft werden müssen als teure.

Soetwas über ein starres Verbot zu machen ist aber falsch. Die Regierung sollte stattdessen finanzielle Anreize schaffen, z.B. durch höhere Steuern oder Förderungen. Das hat bei der Photovoltaik auch geklappt, ganz ohne jedem Dachbesitzer per Gesetz vorzuschreiben, das Dach mit PV-Modulen zu belegen.

Grüße,

Jojo_
Verfasser:
-lfx-
Zeit: 29.08.2013 11:14:35
0
1958042
" ... Die Regierung sollte stattdessen finanzielle Anreize schaffen, z.B. durch höhere Steuern oder Förderungen. Das hat bei der Photovoltaik auch geklappt, ... "

Hat das wirklich so geklappt mit den Strompreisen die wir jetzt präsentiert bekommen - und schimpfen ?

Es läuft vieles schief im Lande.
Teure unnütze Prestigeobjekte bei der Bahn statt Ausbau des Schienennetzes.

Gerade war ich im Ort. Überall stehen Bagger und es wird Flickwerk beim Ausbessern der Schäden des letzten Winters produziert.
Die Straßen sehen zunehmend aus wie früher im Ostblock.
Verfasser:
pflanze 132
Zeit: 29.08.2013 11:14:55
0
1958043
Zitat von Jojo_ Beitrag anzeigen
Deutschlands Energievorräte sind beschränkt und Energieträger müssen für viel Geld zugekauft werden. Da ist es wirtschaftlich betrachtet durchaus sinnvoll, heute schon die Weichen in eine Richtugn zu stellen die dafür sorgt, dass zukünftig eher billige Energieträger zugekauft werden müssen als teure.

Zusätzlich sollten ausreichend Speicher vorhanden sein - am besten dezentral und netzunabhängig (bezieht sich auf große Netze, nicht auf den Nahbereich). Deswegen halte ich es bei größeren Abnehmern für sehr sinnvoll, einen "Plan B in Form von Öl" zu haben. Das erhöht die Unabhängigkeit für alle, sollte aber so selten wie möglich genutzt werden.

Grüße
Stefan



Aktuelle Forenbeiträge
Grünbeck schrieb: Guten Morgen Wolfi, bitte bei der Anlage den Netzstecker ziehen, um das Inbetriebnahme Programm abzubrechen. Dann den Stecker wieder einstecken und das Inbetriebnahme Programm noch einmal starten. Es...
Didi-MCR52 schrieb: Es gibt inzwischen einige Hersteller (Eaton z.B.), die dies so auch in das Datenblatt ihres RCDs schreiben. Damit ist das vom Hersteller vorgegeben und für diesen Typ dann auch in Deutschland so anzuwenden. Deswegen...
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Verfasser:
pflanze 132
Zeit: 29.08.2013 11:14:55
0
1958043
Zitat:
...
Deutschlands Energievorräte sind beschränkt und Energieträger müssen für viel Geld zugekauft werden. Da ist es wirtschaftlich betrachtet durchaus sinnvoll, heute schon die Weichen in eine Richtugn zu stellen die dafür sorgt, dass zukünftig eher billige Energieträger zugekauft werden müssen als teure.
Zusätzlich sollten ausreichend Speicher vorhanden sein - am besten dezentral und netzunabhängig (bezieht sich auf große Netze, nicht auf den Nahbereich). Deswegen halte ich es bei größeren Abnehmern für sehr sinnvoll, einen "Plan B in Form von Öl" zu haben. Das erhöht die Unabhängigkeit für alle, sollte aber so selten wie möglich genutzt werden.

Grüße
Stefan
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