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News 6546
Mini PV Anlagen jetzt in Europa vom EU Parlament unterstützt
Verfasser:
solarneuling
Zeit: 08.11.2013 20:58:23
4
1988401
Gedanken zum Thema Solarstrom Kleinstanlage für Jedermann:

1. EU-Parlament fordert alle europäischen Staaten auf, Kleinanlagen zuzulassen und zu fördern.

Das Europäische Parlament hat am 12. September 2013 einen Entschließungsantrag verabschiedet. Hierin wird gefordert, Maßnahmen zu ergreifen, um Lösungen im Bereich der Stromerzeugung im kleinen Maßstab zu fördern und die vorhandenen Verfahren besser bekannt zu machen. Hierin werden die Mitgliedstaaten unter anderem aufgefordert, die Stromerzeugung im kleinsten Maßstab ab 2014 förderungsfähig wird. Außerdem sollen Forschungs-, Entwicklungs- und Innovationsmittel bereitgestellt werden. Das Parlament stellt fest, das "die flächendeckende Einführung der Stromerzeugung in kleinstem Maßstab einen wichtigen Schritt beim Übergang vom althergebrachten zentralisierten Energiesystem zu einem stärker dezentralisierten und flexibleren System markiert, das erforderlich ist, um die Energie- und Klimaschutzziele der EU zu verwirklichen." Den vollständigen Antrag findet man auf den Seiten des Europäischen Parlaments.

2. Die Clearingstelle des deutschen Bundestages zum EEGesetz sagt ganz klar: PV Kleinanlagen sind in Deutschland genehmigungsfrei und anzeigenfrei wenn diese die Anforderungen der Niederspannungsrichtlinie VDE-AR-N von 2011 erfüllen. Die von mir eingesetzte und in meinem Thread von April angesprochene SelfPV Anlage verwendet einen Wechselrichter mit integrierter EMS und enspricht somit dieser VDE Norm.

3. Die meisten Stromanbieter (Stadtwerke usw.) haben gar keinen Plan von Klein Solaranlagen. Bei den Stadtwerken Bochum z.B. konnte uns gar niemand etwas zu diesem Thema sagen.

4. Eine Kleinst Solaranlage zwischen 200 und 400 Watt Peak hat eine Leistung die hinter dem Wechselrichter einem Nettostrom in der Praxis bei 230V von 1 bis 1,5 Ampere entspricht. Hierbei von gefärlichem Strom zu sprechen, der die Leitung zum Brennen bringt ist auch Unsinn.

Wer allerdings das Maximum einer Kleinanlage von 3,6 KW ausnutzt wird die Leitung zum Verteilerschrank seperat absichern und nicht noch mit zusätzlichen Verbrauchern belasten.

5. Der VDE (Verband deutscher Elektrotechnik) steht den Stromkonzernen sehr nahe und wird von diesen gesponsored. Es liegt der Verdacht nahe, das die durch die Presse geisternden Warnungen vor der Gefährlichkeit von Kleinst PV Anlagen sicher aus Richtung der Strom Lobbyisten kommen. Deshalb werden wir in Zukunft sicher noch mehr kreative Beiträge in den Medien finden, die den Bürgern Angst machen sollen, mit dem Tenor wie gefährlich Mini PV Anlagen seien.

6. Mit kleinen SelfPV Anlagen haben erstmals alle Bürger die Möglichkeit, selbst wenn sie kein Hauseigentum haben, den Stromkonzernen etwas entgegen zu setzen. Das sind zwar nur Nadelstiche aber einige Millionen davon werden den Strommarkt sicher beeinflussen. Zur Zeit machen sich die Investitionskosten für diese kleinen Anlagen nach ca. 6 bis 8 Jahren bezahlt. Mit steigendem Strompreis verkürzt sich dieser Zeitraum.
Verfasser:
00Meter
Zeit: 09.11.2013 01:00:59
1
1988480
Meine persönliche Überlegung geht auch Richtung Mini PV-Anlage. Ich will nicht mehr wie meine Grundlast decken. Mit etwas Verbrauchsumstellung zu ertragsreichen Zeiten sollte das doch relativ gut funzen. Und sollte doch mal was über sein, kann es auch per Heizstab in den Speicher gehen, ehe es im öffentlichen Netz verschwindet. Keine Bürokratie wegen irgendeiner Einspeisung.
Sicherlich ist das alles ein Rechenexempel, bei dem sich ständig die Ausgangswerte (durch den Markt, politisch gewollt oder beides) ändern können. Aber wo ist das nicht so!
Was spricht denn gegen diese Art der dezentralen Stromerzeugung Zwecks sofortigen Eigenverbrauch? Netze werden doch nicht zusätzlich belastet (eher entlastet).

Gruß Meter
Verfasser:
Windsepp
Zeit: 09.11.2013 07:42:37
0
1988496
Hallo,

das Problem ist, dass der deutsche Michel es nicht gewohnt ist, etwas zu installieren, was auf lange Zeit Erträge gibt und nichts kostet...nämlich der Strom!
Die meisten können sich das nicht mal vorstellen. Viele von denen müssen etwas bezahlen, weil sie jahrelang von der Werbung und Poltik und Lobbyarbeit der Industrie nichts anderes reingetrichtert bekommen haben. Wenn ich daran denke, dass in den letzten Jahren viele Atomreaktoren abgeschaltet wurden - das ist für viele immer noch ein Schock, weil sie immer noch denken, dass die Welt deshalb untergeht. Nichts ist passiert und sind deshalb enttäuscht! Denken die jetzt anders? Nein, sie schalten wieder das Radio an und hören Gott sei Dank, dass im Winter der Strom knapp werden könnte! Na Gott sei Dank - ICh habs gewußt - juhu...wenigstens DAS! Das zweite Problem isst, dass zu viele Deutsche zu viel Geld haben und es denen nichts ausmacht, jedes Jahr höherer Rechnungen zu bezahlen!
Machen wir uns nichts vor - die Industrie gibt die Richtung vor und eines Tages müssen wir auch für die Mini-Anlagen Gebühren in Form von Geld bezahlen - Argumente werden die schon finden und...das ist das Tragische: Der Michel wird es gut finden! Und dabei geht es gar nicht darum, ob es wirklich notwendig ist - sondern es darf einfach nichts kostenlos sein! Das ist das Prinzip!

Gruß Windsepp
Verfasser:
kd-schrauber
Zeit: 09.11.2013 08:29:08
2
1988502
Zitat von Windsepp Beitrag anzeigen
...Das zweite Problem isst, dass zu viele Deutsche zu viel Geld haben und es denen nichts ausmacht, jedes Jahr höherer Rechnungen zu bezahlen!...
Beweis?
Verfasser:
heinbloed
Zeit: 09.11.2013 10:59:35
0
1988543
Diese Kleinanlagen werden das Stromsystem fuer Grossinvestoren in seiner jetzigen Form uninteressant machen, etwa so uninteressant wie es eigenstaendige Stadtwerke bereits bereits sind.

Die Profitaussichten schrumpfen.

Etwas allgemein Brauchbares das man erst gar nicht kauft sondern gar noch verschenkt (gratis Einspeisung durch netzgebundene Guerilla-Anlagen)
ist ein antikapitalistisches Werkzeug.

Zur 'uneigennuetzigen Wirtschaft' - fuer den Strommichel ein leider unbekanntes soziales Beduerfnis (danke, WindSepp) - Naomi Klein in der WOZ:

http://www.woz.ch/1345/aufruf-zur-revolte/die-welt-laesst-sich-retten-aber-nicht-innerhalb-des-systems
Verfasser:
solarneuling
Zeit: 07.12.2014 01:40:53
4
2156146
Seit jetzt über eine Jahr "spielen" wir mit einer kleinen PV Anlage und werden immer wieder von allen Seiten dazu befragt. Deshalb hier ein kleiner Update zu diesem Thema aus unserer Sicht:

1. Alle Zähler in Europa sind saldierend.

2. Somit ist es absolut egal auf welcher Phase die kleine PV Anlage einspeisst.

3. Ca. 80 % aller Zähler in Deutschland sind immer noch Ferrari Zähler (Analog mit drehender Scheibe) und haben keine Rücklaufsperre.

4. Kein Stromversorger hat die technische Möglichkeit festzustellen, oder nachzuweisen, ob und wer, wieviel selbst erzeugten Strom durch einen Zähler rückwärts ins Netz speisst oder gespeisst hat.

Somit wird in jedem Fall bei Überproduktion der Zähler rückwärts laufen und das Netz damit als Stromspeicher für sonnenlose Stunden genutzt.

Wenn das den Versorgern nicht passt, was sicher jeder nachvollziehen kann, müssen diese alle Zähler in Deutschland gegen neue Digitalzähler austauschen.

Die Stromindustrie versucht aber seit einiger Zeit mangels anderer Möglichkeiten über eine gezielte Medienkampagne die Anwender ins Unrecht zu stellen bis hin zur Drohung mit Kriminalisierung. Die Tatsache, dass es aber trotz geschätzter mehr als 100.000 Mini Solar Anwender bis heute weder eine Verurteilung, noch eine gerichtliche Anklage gibt, spricht hier für sich selbst.

Mit Medien Beiträgen mit z.B.dem Titel "Verboten und riskant?" wird suggeriert dass diese Anlagen verboten seien, obwohl im Titel ein Fragezeichen steht.

Wer in Google nach "Solar direkt in die Steckdose" sucht wird dann sehen was damit gemeint ist. Angst vor der Installation einer Kleinstanlage einzujagen.

Der der Stromindustrie nahestehende VDE macht ähnliches und versucht im Rahmen einer Medienkampagne die Furcht vor brennenden Häusern, sich vor Zahlung weigernden Feuerversicherungen und Verstoß gegen VDE Normen zu schüren mit dem Ziel möglichst viele Bürger zu verunsichern. Das dabei auch etwas an den Haaren herbeigezoge Beispiel der Überbelastung einer 16 Ampere Standard Leitung beim gleichzeitigen Anschluß von weit mehr als 16 Ampere(3.500 Watt)Verbrauchern und Einspeisung durch Solar ist sicher hochtheoretisch möglich.

In der Praxis bringt die 200 Watt Mini Anlage aber sowiso nur knapp 1 Ampere Strom und wird meist wenn schon in eine Steckdose, so doch eher in die auf dem Dachpeicher vorhandene und meist nicht anders als mit dem Treppenhauslicht belasteten Stromkreis angeschlossen. Wer mehrere Minianlagen bis 3.6 kW/p baut, wird diese schon im eigenen Interesse an einen seperaten Stromkreis mit Absicherung und Meßzähler anschließen.

Das Europäische Parlament hat in einem Entschließungsantrag vom 13.9.2013 alle Mitgliedstaaten dediziert aufgefordert, alles zu tun, um die "Stromerzeugung in kleinstem Maßstab" nicht nur zu ermöglichen, sondern aktiv zu fördern. Die verantwortlichen Politiker sollten sich fragen lassen, was sie von diesen Entschließungsantrag bis heute in Deutschland schon realisiert haben.

Dieser Beitrag zu dem globalen Thema der dezentralen Erzeugung von Strom als zukünftige weltweite Schlüsseltechnologie ist sicher recht interessant.



Dezentral statt Zentral...Die Handys haben es vorgemacht


Noch interessanter ist das Angebot von kleineren Versorgern/Stadtwerken, die ihren Kunden eine kleine Self-PV Solaranlageanlage kostenlos liefern und anschließen lassen, wenn die Kunden einen mehrjährigen Liefervertrag unterschreiben.

Es wird weiter spannend bleiben.
Verfasser:
heinbloed
Zeit: 07.12.2014 02:10:35
0
2156148
Was ist denn aus dem Entschliessungsantrag geworden, gibt es bald eine Harmonisierung der nationalen Bestimmungen?
Verfasser:
mariob
Zeit: 07.12.2014 10:07:55
0
2156211
Hi,
mal von der technischen Seite:
wir reden hier von Grundlastreduktion durch Kleinst PV.
Was hier nicht diskutiert wird ist das zur Energieversorgung bei Nacht Kraftwerke gebraucht werden. Ansonsten bleibt die Glotze finster. Insofern sind Aussagen das wir keine Versorger brauchen ein Riesenbullshit.
Zweitens sind Grundlast KW meist Systeme die auf Lastwechsel nur sehr träge und teilweise nicht unproblematisch reagieren. Also auch technisch nicht ganz einfach.
Das Problem ist in meinen Augen die Politik die alles dafür tut oder halt nichts dagegen unternimmt (Zutreffendes bitte ankreuzen) die Vormachtstellung und damit die Preispolitik der Energiekonzerne zu kontrollieren.
Und genau das macht der Michel mit und und tut nichts dagegen, der PV Schrott ist da Augenwischerei und bringt uns technisch dahingehend in eine Sackgasse das die Grundlast KW immer weniger werden und damit die Netzstabilität massiv gefährdet wird. Und dann ist es nachts dunkel :-).
Weiter kann man auch Grundlastreduktion betreiben ohne dafür Kostenaufwand zu haben. Das erste sind die Wandwarzen, die Telefone, Küchenstaubsauger oder anderes Gucci Equipment versorgen. Der interessierte Nutzer fasse diese Teile mal im Betrieb an und überlege dann wieviel Watt vonnöten sind das Ding so heiß werden zu lassen. Und ob das überhaupt gebraucht wird.
So kann man sich die erste Zelle auf dem Dach schonmal sparen.
Was die Gefährdung der E Anlage angeht so ist die schon gegeben, nicht bei 200 Watt, es gibt da aber Intelligenzbolzen die betreiben davon 10 Stück an einer Dose. Ist halt ein wenig wie mit den Steckdosenverteilern....

Gruß
Mario
Verfasser:
solarneuling
Zeit: 07.12.2014 10:40:14
2
2156226
Hallo Mario,

du hast sicher mit einigen Deiner Ausführungen nicht Unrecht.
Gleichzeitig aber läßt Du auch den PV-Feind durchblicken. Dadurch
verliert Deine Argumentation leider an Qualität und Du bewegst Dich in die Richtung der Kraftwerkshardliner. Wenn Du die Presse in letzter Zeit gelesen hast wirst Du wissen dass sich der größte Kraftwerkskonzern EON von seinen Kraftwerken verabschieden und sich in Zukunft alternativen Energien zuwenden will.

Die Nummer 2 RWE bietet selbst Ihren Kunden PV-Speicherlösungen an.

Wer dies vor 2 Jahren an den Himmelgemalt hätte, wäre als Spinner ausgelacht worden.

Jetzt zu Deinen Ausführungen zu Grundlast und Versorgung.
Mir ist es total egal wie die Stromversorger das handeln in Zukunft.
Sie werden es sowiso in einer Art und Weise handeln dass sie Geld damit verdienen. Und wenn sie kein Geld verdienen ist mir das auch egal.
Dieser Industriezweig hat ein halbes Jahrhunder wie die Made im Speck gelebt und seine Lizenz zum Gelddrucken auf dem Rücken der Bürger ausgetobt.

Wenn im Extremfall 50 Mio deutsche Stromzähler bei Sonnenschein keine Grundlast mehr abnehmen werden sich die Versorger schon etwas ausdenken um den Stromüberschuss dann gewinnbringend zu vermarkten.

Schon heute werden ganze Stromkontingente nicht benötigter Windenergie on Block zum Spottpreis verhökert, um dann über intelligente Verteilsysteme in dezentrale Batteriespeicher geleitet zu werden. Ein deutsches Unternehmen welche Stromspeichersysteme verkauft, "verschenkt" diese Kontingente als Marketinggag an seine Kunden.

Schon jetzt werden Konzepte durchgespielt z.B. durch intelligente Zähler bei Sonne den Preis auf z.B. 10ct/kW/h zu senken, und wenn keine Sonne scheint auf einen Euro anzuheben.

Das ist das Spiel von Angebot und Nachfrage und tut uns allen nur gut.
Wenn das dann so ist, lohnen sich plötzlich die unterschiedlichsten dezentralen Speichersysteme (Batterie, Pressluft, Pumpspeicher), die heute noch zu teuer sind.
Verfasser:
mariob
Zeit: 07.12.2014 12:25:43
0
2156303
Hi,
@solarneuling, auf die Begründung bin ich jetzt gespannt, warum bin ich "PV Feind"?
Bitte fundiert und transparent.

Gruß
Mario
Verfasser:
hinundher
Zeit: 07.12.2014 12:45:51
0
2156324
Mini PV Anlagen jetzt in Europa vom EU Parlament unterstützt

Aber nicht wirklich

Das Imperium EVU antwortet

Post vom EVU (Elektroversorgungsunternehmen ) an jeden Stromabnehmer in den vergangenen Tagen !!

Zusammenfassung der Wichtigsten Änderungen .

Punkt 8

In diesem Punkt ist ausdrücklich hervorgehoben , das der Netzkunde eine Erzeugungsanlage nur nach ausdrücklicher Zustimmung des Netzbetreibers und nur in Verbindung mit der Errichtung einer Zähleinrichtung und mit einem gültigen Stromabnehmevertrag in Betrieb nehmen darf.

Diese Präzisierung ist notwendig geworden , da nunmehr am Markt

insbesonders Versandhandel und Baumärkte

PV-Anlagen mit Stecker


für eine Einspeisung in eine Anlage des Kunden erhältlich sind.

Die mit dem Betrieb verbundenen Gefahren sind dabei nicht zu unterschätzen und es ist aus Sicherheitsgründen erforderlich , das der Netzbetreiber von jeder Erzeugungsanlage-mag sie noch so Klein sein-Kenntnis hat .

Nach einigen anderen Punkten .

NEU ist ,dass bei widerrechtlichen Einspeisungen durch Erzeugungsanlagen eine Mindestvertragsstrafe von € 1000.-- zur Anwendung gelangt.

Gilt für den Süden Österreichs !

lg.
Verfasser:
solarneuling
Zeit: 07.12.2014 14:12:05
1
2156381
Ist doch klar dass die Versorger auch in Österreich weiter versuchen die Einschüchterung zu verstärken und dabei auch rechtliche Schritte androhen. Fall der Gesetzgeber dabei mitspielt führt das aber nur dazu, dass kaum jemand seine Anlage mehr anmeldet und somit viele Anwender in den Untergrund abtauchen.

Wir haben dieses Thema letzte Woche noch mit dem Lieferanten unserer
PV Anlage Greenakku diskutiert. Er kennt in Deutschland bei einigen tausend Anlagen die er verkauft hat, bislang noch keinen einzigen Rechtsfall. In Deutschland sind auch solch massive Drohungen mit dem Gesetzgeber so noch nicht bekannt. Lediglich in Bayern hat sich wohl ein Landratsamt nicht entblödet und sich vor den Karren der Versorger spannen lassen.

In Griechenlandhaben die Versorger die Regierung erst mal genötigt,
das ganze per Gesetz zu verbieten.
In Italien wurde eiligst zusätzlich zur VDE 4205N Norm eine neue erweiterte Norm geschaffen, die wohl kaum ein Micro Wechselrichter erfüllen kann. Auch AE, die alle europäischen Normen erfüllen, sind in Italien beim Test durchgefallen.

Aber auch das wird nur dazu führen, dass auch in Italien viele Kunden den Stecker ihrer Kleinanlage einfach heimlich in die Steckdose stecken.
Wenn dann irgend etwas vom Versorger passieren sollte wird der Stecker gezogen und es gibt keine Anlage mehr.

Frankreich und die Schweiz sind wohl die Länder in Europa, in denen keine Mini PV Anlagen verkauft werden können, weil dort die Strompreise noch leicht unter oder nicht wesentlich über den Selbstkosten von Solarstrom liegen.
Verfasser:
solarneuling
Zeit: 07.12.2014 14:34:31
2
2156389
Hallo Mario,

Das hast Du kundgetan:
"der PV Schrott ist da Augenwischerei und bringt uns technisch dahingehend in eine Sackgasse das die Grundlast KW immer weniger werden und damit die Netzstabilität massiv gefährdet wird." Zitat Ende

Den gleichen Schwachsinn haben vor ca. 2 bis 3 Jahren die " Kernkaft Freunde" hier im Forum und auch anderswo von sich gegeben.

Auch sollten im Winter 2012 die Züge der Bahn laut Versorgern und der Bahn wegen Strommangel stehen bleiben. War auch alles Schwachsinn und Angstmache.


Leider bist Du nicht der Einzige der auf die Parolen immer wieder hereinfällt. aber Du befindest Dich mit einigen Politikern dqabei in bester Gesellschaft.

In keinem entwickelten Land der Welt ist die Netzstabilität wirklich gefährdet. Dieses Vokabular wurde von den Versorgern erfunden um ihreb Interessen durchzudrücken.
Verfasser:
hinundher
Zeit: 07.12.2014 16:37:19
0
2156464
Zitat von solarneuling Beitrag anzeigen
Ist doch klar dass die Versorger auch in Österreich weiter versuchen die Einschüchterung zu verstärken und dabei auch rechtliche Schritte androhen. Fall der Gesetzgeber dabei mitspielt führt das aber nur dazu, dass kaum jemand seine Anlage mehr anmeldet und somit viele Anwender in den Untergrund abtauchen.


Ist aber Schwierig (unmöglich ) die PV-Panele zu verstecken wenn sie was Leisten sollen!
Verfasser:
mariob
Zeit: 07.12.2014 19:05:46
0
2156552
Hi,
@solarneuling, ja mit dem Schrott habe ich mich wohl ein wenig drastisch ausgedrückt, leider ist meine Feststellung die das es aber so ist.
Den Rest habe ich begründet, aber das macht mich nicht zu dem was Du behauptest. Ich versuche das mal ein wenig weiter auszubreiten warum ich das ganze nicht unkritisch hinnehme.
Wenn ich diese "Kleinstanlagen" z.B. bei ebay sehe fällt mir als erstes auf das diese steckerfertigen Lösungen eigentlich alles mit Schinetzenwechselrichtern bestückt sind. Nicht alles was von da kommt ist schlecht. Ich habe mir mal den Spaß gemacht und mir sowas aus Neugier besorgt. Naja. Nach dem was ich bis jetzt gemessen habe sind die Dinger grottig nicht nur hinsichtlich Wirkungsgrad sondern auch in Bezug auf die Netzqualität.
Ich bin zur Zeit dabei detaillierte Messungen vorzubereiten um eine Aussage treffen zu können wo und warum diese schlechten Wirkungsgrade entstehen. Es ist in meinen Augen nicht einmal der billige Aufbau, der aber mit Sicherheit zum frühen Ableben beiträgt.
Und als jemand der leider mit Elektrotechnik zu tun hat fällt das Zeug bei mir unter die Kategorie " Serienmäßig hergestellter Schrott". Es gibt scheinbar ordentlich gebaute Wechselrichter, diese sind aber eben eine andere Preiskategorie. Und die gibt es auch mit Stecker.
Leider wird im Kapitalismus dem Kunden, der ja nicht zwingend Ahnung von der Materie hat dann eine Effizienz und Eigenschaften vorgegaukelt, die in der Praxis nie erreicht werden. Und da der Trend nunmal nach billig = gut geht ist das Ergebnis was verkauft wird vorhersehbar. Deswegen stehe ich der Geschichte kritisch gegenüber, richtig geplante und auch gebaute Steckeranlagen, richtig betrieben sind schon ok auch wenn Elektrotechnisch fragwürdig. Und solche Aussagen von Dir "Ist alles halb so wild" sind zwar häufig richtig aber mitunter eben auch gefährlich. Ich möchte gerne mal sehen was Du machst wenn Du auf einmal Verantwortung für solche Aussagen tragen mußt.
Deswegen versuche bitte nicht mir Eigenschaften zuzuschreiben die ich nicht habe. Weiter denke ich nicht das Du auch nur die leiseste Ahnung hast zu welchem Preis Energie in D verkauft wird und wie unter anderem die Kleinverbraucher dabei über den Tisch gezogen werden. Wenn das bekannt wäre hätten wir wahrscheinlich wirklich Revolution. Auch in D und ohne Bahnsteigkarten.
Schon deswegen brauche ich keine Parolen. Und da ich mehr oder weniger direkt leider sehr häufig mit Problemen der Netzqualität zu tun habe und ich darf dann versuchen diese Probleme zu kompensieren, mit diesem Wissen würdest Du solche Texte wie Deine nicht schreiben.
Also nochmal, Butter bei die Fische, lies bitte mein Geschriebenes verstehend, entwickele eigene Gedanken, prüfe diese selbstkritisch. Und verschone Dein Umfeld mit Aussagen die bestenfalls Vermutungen sind. Ich bin ein Feind von Schrott, sowas geht am ökologischen Gedanken vorbei, und ich kann Leute gut leiden die bei dem was tun nachdenken sinnigerweise auch bevor sie was tun. Mehr nicht. Im übrigen gibt es einen Herrn Ferraris, der hat außer seinem Herkunftsland nun weißgott nix mit Ferrari zu tun, so einen Herren gab es nichteinmal.

Gruß
Mario
Verfasser:
hinundher
Zeit: 07.12.2014 20:44:18
2
2156623
@ mariob

Thema verfehlt

es geht um

werden Mini PV Anlagen jetzt in Europa vom EU Parlament unterstützt

bekommst du für sooo viiile Buchstaben von irgendwo ein Honorar bezahlt die gar nicht zum Thread Titel passen??
Verfasser:
KatzeMinkaMorle
Zeit: 08.12.2014 11:28:44
0
2156862
In der Schweiz gibt es so etwas schon.

Siehe: www.adegeranium.ch

Rechnet sich so etwas für den Privathaushalt?

Gruß

MS
Verfasser:
Peter_Kle
Zeit: 08.12.2014 11:58:17
0
2156876
So schwer ist das doch nicht zu rechnen.

260 Watt Peak Modul --> 260 kwh / Jahr Ernte bei optimaler Ausrichtung

790 Franken / 3120 kwh ( optimale Ernte von 12 Jahren ) = 0,25 Franken / kwh

Und lohnt sich das für dich ??

Wenn du das Teil einfach an den Balkon hängst, wie es die Bilder zeigen wird das nix mit "optimaler Ernte". Dann geh mal von der halben Ernte und doppeltem Strompreis auf 12 Jahre aus.

Und alles nur vorausgesetzt du bekommst den ganzen Strom verbraucht bzw min vergütet.

Vielleicht hilft dir das noch:
http://www.heise.de/ct/artikel/Lichtfalle-1975784.html
Verfasser:
KatzeMinkaMorle
Zeit: 12.12.2014 11:08:44
0
2159184
Angebot:

Es gibt hier ein 500 Dächer Programm vom Landratsamt A-bg. gefördert.#

Das Angebot einer Firma lautet wie folgt:

3,98 kWp PV-Komplettanlage incl. Montage und Inbetriebnahme, Endpreis
6.990 €.

15 Module Q Cells poly 265 W, 1 Wechselrichter Kostal Piko, Montagesystem für Schrägdach. Jahresertrag wird mit bis zu 3600 kWh
vorgegeben.

Ist dies ein "gutes" Angebot?

Gruß
MS
Verfasser:
winni 2
Zeit: 12.12.2014 12:05:18
0
2159218
Wenn das der Brutto-Preis ist, ist er wohl
aktuell i.O.

Qualifiziertere Antworten bekommst Du hier:

http://www.photovoltaikforum.com/angebote-f41/

Auch bzgl. geplanter Komponenten und Auslegung.


Grüsse

winni
Verfasser:
JoRy
Zeit: 12.12.2014 12:32:52
2
2159228
Die beschriebenen Drohungen von E-Versorgern, auch wenn in A
sind nichtig nach EU-Recht.

Nur wenn ein Stromliefervertrag mit Mindestabnahmemenge abgeschlossen
ist und diese unterschritten wird könnte sanktioniert werden.
Aber auch das nur sehr schwer.

Wer mit einer Inselanlage in sein Stromnetz an die Dose geht und nicht
an der Zähleranlage manipuliert, der bleibt in seinem Eigentum und
kann nie belangt werden.

Alles hohle Drohungen der Strom-Mafia.

Gruß JoRy