So, 24. Juli 2016 | 06:51:31 Uhr

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Seite 1 von 3 [Beitrag 1 bis 25 von 53]erste <123>letzte 
Kleines Photovoltaikpaket für Eigenbedarf
Verfasser:
Loubart
Zeit: 23.01.2016 13:47:05
0
2328008
Hallo zusammen,
meine Idee wäre, ein kleines Photovoltaikpaket mit geschätzt 500-700 Wp zu installieren, um mindestens einen entstandenen Energie-Mehrbedarf durch eine WW-WP zu kompensieren. Kleine Anlage deshalb, weil ich wenig verfügbare Fläche in geeigneter Richtung habe und ohnehin vorhabe, eine kleine Überdachung zu bauen, wo sich eine nutzbare Fläche in Süd-West Richtung ergibt. Eine große Anlage fällt definitiv aus, es geht mir nur um eine Ergänzung mit rel. wenig Investitionskosten. Installation mechanisch kann ich selber machen, für die Elektrik habe ich einen E-Meister zur Hand.

Leider habe ich mit dem Thema bisher nicht näher beschäftigt, habe also nicht viel Grundwissen. Das Paket soll und kann auch nicht den Gesamtbedarf decken und ich möchte gern, so das möglich ist, direkt in eine vorhandene Steckdose einspeisen, weil der Weg direkt zum Energieverteiler zu weit ist.

Kann mir jemand dazu ein paar Tipps geben bzw. auch ein fertiges Paket dazu empfehlen, weil er evtl. selber so eines nutzt ?

noch diese konkrete Fragen :
- welche Fläche muss ich für 500-700Wp etwa haben ?
- welchen Ertrag kann ich in eher ungünstiger geografischer Lage mit 500 - 700Wp erwarten ?
- was gibt es bei diesen Anlagen für die Steckdose rechtlich zu beachten ?
- was passiert, sollte mal mehr Energie als Eigenbedarf entstehen (ich will nicht einspeisen ! )

Danke, wenn mir jemand ein paar Hinweise dazu geben könnte, viele Grüße
Zeit: 24.01.2016 00:55:53
0
2328156
Die Kosten bei so einer kleine PV-Anlage für die Steckdose werden sich höchstwahrscheinlich nie rechnen, da die Arbeitszeit und die Kosten für einen so kleinen Wechselrichter verhältnismäßig zu hoch sind.

Wenn du eine Fassade mit Südausrichtung und ohne Verschattung hast, würde es sich wahrscheinlich mehr lohnen hier 3 kW (rund 10 qm) oder so senkrecht bzw. im 70 Grad Winkel zu installieren. Der Anschluss müsste dann natürlich an den Zähler erfolgen. Eine PVA ohne Einspeisung ist Luxus, aber nicht wirklich rentabel, da du dafür entweder verhältnismäßig viel für den WR oder den Speicher ausgibst.

Warum willst du eigentlich nicht einspeisen?

Grüße
Verfasser:
mannitwo
Zeit: 24.01.2016 08:54:51
0
2328187
Zitat von Loubart Beitrag anzeigen
Hallo zusammen,
meine Idee wäre, ein kleines Photovoltaikpaket mit geschätzt 500-700 Wp zu installieren, um mindestens einen entstandenen Energie-Mehrbedarf durch eine WW-WP zu kompensieren. Kleine Anlage deshalb, weil ich wenig verfügbare Fläche in geeigneter Richtung habe und ohnehin[...]


noch diese konkrete Fragen :
- welche Fläche muss ich für 500-700Wp etwa haben ?
- welchen Ertrag kann ich in eher ungünstiger geografischer Lage mit 500 - 700Wp erwarten ?
- was gibt es bei diesen Anlagen für die Steckdose rechtlich zu beachten ?
- was passiert, sollte mal mehr Energie als Eigenbedarf entstehen (ich will nicht einspeisen ! )




-je nach Modulleistung 5-x m²
- lässt sich nur bei günstiger Lage sagen
- schwieriges Thema. Meinungen gehen weit auseinander. Ruf deinen VNB an ( nicht Stromlieferant ), und stell genau diese Frage.
-passieren tut nichts, der ( alte ? ) Zähler würde sich rückwärts drehen falls er keine Rücklaufsperre enthält. Ist nicht gern gesehen ;-))

Hinweis:In Landsberg wird demnächst eine Zelle frei.
Bei dem Delikt besteht keine Hoffnung auf frühzeitige Entlassung.

Eine nicht einspeisende Anlage nennt sich Insel. Die darfst du bauen. Aufwendig, aber hoher Spaßfaktor.
Kann aber süchtig machen ;-)))
Verfasser:
Matroschka
Zeit: 24.01.2016 10:14:44
0
2328219
Hier mal ein Anbieter als Beispiel:
Anbieter

Die angegebene PV Leistung sollte passen. Der Ertrag allerdings nur, wenn du einspeist oder einen Zähler ohne Rücklaufsperre hast ...

Wenn man das nicht als Hobby betrachtet, macht so eine Anlage nur Sinn um die Grundlast zu decken.

Alles andere wird aufwändig, da dann eine Regelung her müsste, die die Wettervorhersage berücksichtigt. Aufgrund der Wetterdaten müssten dann entsprechende Verbraucher (WW-WP, Wasserbett, ...) möglichst ohne Komfortverlust primär durch PV gespeist werden.
Die technischen Komponenten dafür gibt es sicher bereits, nur wird das Ergebnis vermutlich so teuer, das eben nur als Hobby zu rechtfertigen ist ;-)


Viele Grüße
Matroschka
Verfasser:
Loubart
Zeit: 24.01.2016 12:26:18
0
2328292
Danke schon mal für Eure Antworten.
Am meisten hilft mir bisher die Antwort von @Matroschka. Genau in diese Richtung gehen meine Gedanken, da ich bedingt durch Lage und Platzverhältnisse keine große Solaranlage installieren kann. Nochmal, es geht vorrangig um die Abdeckung der Zusatzkosten für unsere neue Warmwasser-Wärmepume. Danke auch für den link. Gute Auswahl und Zugriff auf deutsche Produkte.

Inzwischen habe ich auch eine weitere, ähnliche Seite gefunden von GreenAkku. Außerdem habe ich eine Seite gefunden, die Erträge ins Verhältnis zur Lage setzen. Die sagt mir, dass hier im Ort eine 1kWp-Anlage etwa 1100kWh produzieren kann. Das entspricht etwa dem, was unsere WW-WP pro Jahr benötigt. Demnach würde erst eine 1kWp-Anlage den Bedarf vollständig abdecken. Hier geht aber schon das Platzproblem los, wenn ich die Panelgrößen so anschaue. Ich habe noch eine zweite Idee zum Platz, das muss ich aber erst mit dem E-Meister besprechen, ob wir dort eine Steckdose installieren könnten.
Bei Plug&Play muss es bleiben!

Folgende weitere Fragen :
- habt Ihr einen link zu einem Ertragsportal, das getestet ist, also rel. hohe Sicherheit der Erträge bietet?
- hat jemand so eine Plug&Play Kleinanlage z.B. vom Anbieter Solar-pac, GreenAkku oder ähnlich
selbst am laufen und kann ein paar Hinweise aus der Praxis geben?

Und dann noch :
Für den Betrieb meiner WW-WP brauche ich max. etwa 280€ im Jahr. Wenn ich jetzt eine kleine Anlage mit knapp 1100kWh kaufe, kostet die bei Selbstbau knapp 2000€. Wenn ich jetzt rechne, müsste die Anlage in 7-8 Jahren voll amortisiert sein. Liegt hier irgendwo ein Denkfehler? Oder warum soll sich das nie amortisieren (z.B. lt. @Wissbegierighochzehn) ?

Danke für weitere Info's und viele Grüße
Verfasser:
mannitwo
Zeit: 24.01.2016 12:39:39
0
2328304
Hier auch ein Link zu Plug&Play!


Beachte die Anmerkung des Admin, vor allem wenn dir jemand etwas empfiehlt und verlinkt.

Oben schreibst du " ungünstige geografische Lage ", wer hat dir die 1100 kWh/kWp ins Ohr gesetzt.
Gute Jahre sind keine Durchschnittjahre!
Verfasser:
Loubart
Zeit: 24.01.2016 12:45:42
0
2328313
Ein Portal, das recht umfangreich berichtet. Ich war selbst erstaunt, ABER : wenn Du ein besseres Portal hast, genau danach hatte ich u.a. grad gefragt. Ich möchte natürlich keine Luftschlösser bauen, daher rechtzeitig, ehe ich den Gedanken in die Tat umsetze, bei Euch Experten nachhaken.

Danke für den link, lese ich in Ruhe ...

Viele Grüße
Verfasser:
mannitwo
Zeit: 24.01.2016 12:55:11
0
2328320
Zitat von Loubart Beitrag anzeigen
Ein Portal, das recht umfangreich berichtet. Ich war selbst erstaunt, ABER : wenn Du ein besseres Portal hast, genau danach hatte ich u.a. grad gefragt[...]



Ein besseres Portal kenne ich nicht.

Der Link von @Matroschka hilft dir zu kaufen.
Mein Link gibt dir die Möglichkeit einen Fehlkauf zu vermeiden.

Entscheiden Sie jetzt! ;-))
Verfasser:
Loubart
Zeit: 24.01.2016 13:26:23
0
2328346
Aber : ein Portal musst Du doch kennen, woraus Du Deine Erkenntnisse gezogen hast.

Es wäre schön, wenn Du noch konkret beschreiben könntest, wo mein evtl. Denkfehler liegt, dass sich so eine Anlage nach 7-8 Jahren amortisiert.
Du rätst ja nur generell von so einer Anlage ab. Das nützt mir nicht viel.

Viele Grüße
Verfasser:
mannitwo
Zeit: 24.01.2016 13:43:04
0
2328358
Zitat von Loubart Beitrag anzeigen
Aber : ein Portal musst Du doch kennen, woraus Du Deine Erkenntnisse gezogen hast.

Es wäre schön, wenn Du noch konkret beschreiben könntest, wo mein evtl. Denkfehler liegt, dass sich so eine Anlage nach 7-8 Jahren amortisiert.
Du rätst ja nur generell von so einer Anlage ab. Das[...]



Schuldigung, aber ich steh jetzt wohl etwas auf dem Schlauch.

Ein besseres als DAS PHOTOVOLTAIKFORUM kenne ich nicht!

Das Beste, dass ich kenne
Verfasser:
mannitwo
Zeit: 24.01.2016 13:53:01
0
2328368
Mist, Bearbeitungszeit abgelaufen!
Verfasser:
Loubart
Zeit: 24.01.2016 14:22:48
0
2328380
Ich hatte das hier gefunden pv.erträge

Das von Dir muss ich jetzt mal näher anschauen. Da findet man sicher auch Erträge je Region ...
Bitte sag noch mal was zu meiner Frage bez. Amortisation. Wo liegt evtl. mein Denkfehler?
Verfasser:
mannitwo
Zeit: 24.01.2016 17:04:34
0
2328481
Zitat von Loubart Beitrag anzeigen
Ich hatte das hier gefunden pv.erträge

Das von Dir muss ich jetzt mal näher anschauen. Da findet man sicher auch Erträge je Region ...
Bitte sag noch mal was zu meiner Frage bez.[...]


Quelle:solar-pac 1040 Schrägdach Plug & Play DEU - Die Solaranlage für die Steckdose
***
"Bei Verwendung des Produktes sind die jeweils geltenden nationalen Rechtsvorschriften, die Anschlussbedingungen des Netzbetreibers und die daraus evtl. folgenden Beschränkungen zu beachten! Der Anschluss ist mit dem Netzbetreiber abzustimmen und darf in Deutschland nur von einem Fachbetrieb für Elektroinstallationen vorgenommen werden."

Ich werde dir keinen Denkfehler suchen und keine Amortisation vorrechnen.

Ich habe dir ganz oben den Hinweis gegeben deinen VNB zu kontaktieren. Wenn der dir grünes Licht gibt ( was ich nicht glaube ) kannst du dein Vorhaben verwirklichen. Vorher darfst du es nicht.
Ich bin kein Aufseher!

Wenn du wider erwarten von deinem regionalen VNB die Genehmigung erhalten solltest, ist ein Zähler mit Rücklaufsperre erforderlich - der zusätzliche kosten verursacht, genauso wie der Anschluss durch einen konzessionierten Elektriker. Wieder Kosten. Über 1000kWh/kWp erreicht man in D nur bei optimaler Ausrichtung nach Süden, keine Verschattung und ca. 30° Neigung. Ohne Schmutz,Schnee oder Taubendreck.

Anmerkung: In D ist die Elektroenergieversorgung hauptsächlich in vier Großunternehmen aufgeteilt ( G4 ). Diese vier kämpfen mit Hilfe ihrer Lobbyisten mehr oder weniger erfolgreich gegen eine Dezentralisierung der Elektroenergieversorgung. Das Wirtschaftsministerium scheint sie hilfreich zu unterstützen.

Jedes neue Solarmodul ist in ihren Augen ein Sargnagel für das bestehende System. In diesem Zusammenhang wird seit Jahren die private Erzeugung von Erneuerbarer Energie erschwert.

Nun kommst du und willst auf ganz einfachen Weg ( Plu&Play ) deinen Stromkauf verringern. Wenn das nun jeder machen würde?

Denk mal an die viele Aktionäre. Vom Börsenwert der RWE oder e-on ist nur noch 10% von ihrem ehemaligen Höchstständen übrig.

Und du redest von Amortisation!

Viel Glück!
Verfasser:
psy.35i
Zeit: 24.01.2016 17:15:53
0
2328483
hat deine WW-WP einen 2. Wärmetauscher für den Öler?
der macht dir das WW für gut 60€ im Jahr, bei 2 Personen wahrscheinlich billiger

warum kostet das WW über die WW-WP 280€? kommt mir irgendwie viel zu hoch vor
1100kWh Verbrauch bei AZ3 sind 3300kWh Wärme für WW
das sind bei einem dT von 35K über 220L WW pro Tag!
also jeden Tag ne Badewanne voll?
Zeit: 24.01.2016 18:07:31
0
2328514
Weil die Photovoltaikanlage nicht genau dann anfängt den Strom zu liefen, wenn deine BW-WP ihn braucht. Ich würde schätzen, dass du mit der Idee keine 20 % beim Strom für die BW-WP einsparst, aber man kann den Strom ja auch an anderen Ecken verbrauchen. Meiner Meinung nach wäre das Ganze mehr eine Spielerei.

Du hast ordentliche Wissenslücken was die Thematik angeht. Ich würde dir empfehlen, dich erstmal richtig einzulesen.

@mannitwo
1000 kWh/kWp sind in Deutschland kein Kunststück. Man darf nur nicht im Norden wohnen.

Grüße
Verfasser:
k4st
Zeit: 24.01.2016 19:08:11
0
2328560
Wenn jemand sich eine WP installiert und dann einfach eine kleine PV Anlage dranhängt, so fällt das meist nicht auf. Der Verbrauch ändert sich ja kaum.
Wenn der Zähler rückwärts läuft, ist es Betrug am Versorger!
Juristisch einwandfrei meldet man das dem Versorger; anders sollte man zumindest ein schlechtes Gewissen haben und wenn man erwischt wird , nich anfangen zu weinen!
Verfasser:
mannitwo
Zeit: 24.01.2016 19:53:05
0
2328610
Zitat von k4st Beitrag anzeigen
Juristisch einwandfrei meldet man das dem Versorger; anders sollte man zumindest ein schlechtes Gewissen haben und wenn man erwischt wird , nich anfangen zu weinen![...]



Landsberg hatte ich weiter oben schon erwähnt ;-))


@Wissbegierighochzehn hat geschrieben:
Zitat:
@mannitwo
1000 kWh/kWp sind in Deutschland kein Kunststück. Man darf nur nicht im Norden wohnen.


Kaum.
Auch in SH gibt es Anlagen mit mehr als 1000 kWh/kWp.

Der TE hat " ungünstige geografische " Verhältnisse erwähnt, was das auch immer bedeuten mag.

Übrigens, gibt es im PV Forum einen Userkreis der 900terter Jäger. Jede kWh über 900kWh/kWp löst Jubel aus. Kunststück?
Verfasser:
Loubart
Zeit: 25.01.2016 11:05:59
0
2328867
@Wissbegierighochzehn : im Eröffnungsbeitrag von mir steht, dass ich "eine Idee" habe und mich mit PV noch "nicht näher beschäftigt, also nicht viel Grundwissen" habe. Also : na klar habe ich Wissenslücken.
Wenn ich nun wegen meiner Idee erst mal einen Tiefenkurs in PV machen muss, brauche ich dann keine Fragen im Forum mehr stellen sondern würde eher anderen mit meinem Wissen helfen. So tue ich es anderer Stelle auch, insofern ich kann. Mir ging es ja grad darum, abzuklären, ob das nur ne "fixe Idee" ist.

Aus den bisherigen Antworten habe ich herausgelesen :
- es gibt solche Anlagen, die ich als Idee hatte, allerdings sollte man die auf dem deutschen Markt
nicht ohne weiteres betreiben. Mindestens ist aber der VNB, lese ich als Netzbetreiber, anzufragen.
- die Ausbeute wird zwar lt. dem Portal "pv-ertraege.de" für meine PLZ mit 1100kWh bei 1000Wp
angegeben, was aber hier einerseits sogar für den Norden bestätigt, anderseits bezweifelt wird. (?)
- die von mir vorgerechnete Amortisationszeit wird (daher) erst gar nicht besprochen.

Demnach werde ich jetzt den VNB anfragen, wo ich zufällig sogar einen kenne, der mir sicher ne umfassende Antwort geben kann. Frage mich allerdings, warum man dann Steckdosenanlagen anbietet, die eh so wenig Strom produzieren, dass sie kaum die Grundlast abdecken. Na gut, wir sind ja in Deutschland ...
Dass die (vllt.) erreichbaren 1000kWh nicht ausschließlich der WP zukommen würden, ist mir natürlich klar. Die Idee war ja lediglich, den Mehrverbrauch durch die WP in kWh aus PV hinzuzufügen. Ja klar ist das mehr Spielerei und dauert sicher ein paar Jahre, ehe sich das amortisiert. Aber die Investition würde ich machen und den Platz für ne kleine Anlage hätte ich. Wenn meine Idee wirklich NUR Schrott ist, dann funktioniert das eben nicht und gut.

Was mir bisher fehlt ist erstens eine Antwort auf die Frage, ob jemand so ein Plug&Play installiert hat, gerne auch mit Genehmigung, und dazu was aus der Praxis sagen kann, also Endpreise, Probleme, wirkliche Leistung in Bezug auf die Vorhersagen etc. pp.
Zweitens wäre es noch interessant, was man denn dann für eine Anlage mit rund 1000kWp dann (mehr) ausgeben müsste, wenn man das als Einspeisungsanlage betreibt. Überschuss würde ich aber eh kaum haben. Von mir auch bis 1500kWp, mehr geht beim besten Willen von der Fläche her nicht.

@psy.35i : meine WW-WP hat diesen Wärmetauscher und ich habe beim Umbau hierfür sogar schon Anschluss an den Kessel plus Ladepumpe mit installiert. Das war aber ne Vorsichtsmaßnahme, weil ich nicht wusste, ob die WP allein auch im Winter problemlos unser WW bereiten kann. Das ist nun bewiesen, dass es bestens funktioniert. Die WW-WP hatten wir vom Grundsatz her installiert, um die rel. warme und reichlich vorhandene Kellerluft zu kühlen und vor allem zu TROCKNEN. Auch das ist mittlerweile ein Erfolg. Daher wäre es zwar vielleicht etwas günstiger vom Endpreis her, aber meine wichtigen Zweitfunktionen wäre im Eimer. Außerdem würde ich meinen GB145 dann für die WW-Bereitung zu höheren VLT zwingen müssen, was ich beim erreichten Stand, den Du kennst, auch nicht wirklich möchte.

Viele Grüße
Verfasser:
mannitwo
Zeit: 25.01.2016 19:20:00
0
2329151
Zitat von Loubart Beitrag anzeigen
Was mir bisher fehlt ist erstens eine Antwort auf die Frage, ob jemand so ein Plug&Play installiert hat, gerne auch mit Genehmigung, und dazu was aus der Praxis sagen kann, also Endpreise, Probleme, wirkliche Leistung in Bezug auf die Vorhersagen etc. pp.
Zweitens wäre es noch interessant, was man denn dann für eine Anlage mit rund 1000kWp dann (mehr) ausgeben müsste, wenn man das als Einspeisungsanlage betreibt. Überschuss würde ich aber eh kaum haben. Von mir auch bis 1500kWp, mehr geht beim besten Willen von der Fläche her nicht.



Hallo @Loubart,

1. Ich habe keine dieser " Plug&Play " Anlagen.

Meine Kenntnis stammt aus dem verlinkten Thread im PV Forum. Diesen Thread verfolge ich nicht mehr.
Wenn du ihn gelesen hättest, dürften einige Fragen von dir längst beantwortet sein.

2. Hier könnte wieder der Hinweis auf das fehlende, noch nicht angeeignete Wissen stehen.

Ich versuchs.

Für eine Anlage mit 1000kWp benötigst du das Dach vom Kölner Dom oder wenigstens einen stillgelegten Truppenübungsplatz ;-)))

Die Einheit Wp stellt die maximale Leistung eines Solarmodul unter optimalen Bedingungen dar.
Ein Standardmodul hat heute 250-300 Watt Peakleistung ( auch mehr ). Wenn von diesen ( ich bleibe bei 250W ) zum Beispiel 4 Stück in Reihe oder parallel verschaltet werden addieren sich die Leistung, im Beispiel auf 1000Wp, kurz 1kWp!
(Für netzeinspeisende Anlagen werden eine Anzahl Module in Reihe geschaltet, damit dem Wechselrichter eine ausreichend hohe Gleichspannung zur Verfügung gestellt wird.
Dies nennt sich " String ".)
Die können eine Spitzenleistung von 1 kWp/h erzeugen. Ob sie das schaffen, hängt von der Sonneneinstrahlung und der Ausrichtung ab.
Für diese 4 Module braucht es eine Fläche von ungefähr 6,5m².

An diesem " kWp " hängt die ganze PV Vergleicherei.

Auf vielen Privatdächern befinden sich Anlagen von 4-5 kWp und mehr. Mit diesen Anlagen lassen sich im Jahr, in Deutschland zwischen 800 und 1200 Kilowattstunden pro installiertem Kilowattpeak erzeugen. Auch weniger oder mehr. Geschrieben: 1000 kWh/kWp.
Vielleicht ist dir nun der Fehler bei dir aufgefallen ;-))

Mit dieser Verhältnisangabe kann man Anlagen miteinander vergleichen.

Ganz anders ist die Vergleichbarkeit der Anschaffungskosten einer Anlage in Form eines Angebot ( und der eventuellen Amortisation ).

Hier werden die Kosten pro installierte Kilowattpeak miteinander verglichen.
Die Angebote sollten wegen der besseren Vergleichbarkeit " Schlüsselfertig " beinhalten.
D.h. eventuelles Gerüst, Modultyp, Wechselrichterfabrikat, Netzanschluss, Zählerschrank, Anmeldung beim VNB enthalten.

Wenn die Anlage aufgebaut ist, musst du deine Anlage noch selbst bei der Bundesnetzagentur registrieren lassen.

Wenn der VNB ( Verteilnetzbetreiber ) die Einspeisung genehmigt hat, kann deine Anlage schon fast in Betrieb gehen.
Vorher kommt noch ein Mitarbeiter vom VNB und tauscht deinen jetzigen Zähler gegen einen elektronischen Zweirichtungszähler aus.
Damit wird Bezug und Einspeisung erfasst.

Dann kannst du, wenn die Sonne scheint, nun selbst Strom für deine BWWP erzeugen und für alle anderen Elektroverbraucher im Haus.

Und wenn du mal keinen Strom selbst verbrauchst, wird dieser ins Netz eingespeist und ermöglicht deinen Nachbarn erneuerbare Energie zu nutzen ohne selbst welche zu erzeugen.

Für den eingespeisten Strom bekommst du die Einspeisevergütung. Ist aber heute nicht mehr als ein Obelix.

Bis hierher war alles ziemlich einfach.

Du bekommst vom VNB nun monatlich einen Asterix, einen Abschlag auf deinen ( möglicherweise ) eingespeisten Strom, die Einspeisevergütung.
Dieser Betrag wird nach der Jahresablesung mit der Menge deines selbst verbrauchten Strom verechnet. Die selbst verbrauchten Kilowattstunden werden vom Vorschuss abgezogen.

Nun verdienst du richtig Kohle.
Das lockt wen?
Richtig, das Finanzamt ( eigentlich kommt es schon weiter oben ins Spiel, aber ich will dir ja nicht die Freude vermießen ).

Du hast dich als Unternehmer angemeldet, hast eine neue Steuernummer bekommen und darfst nun für mindestens zwei Jahre monatlich eine Umsatzsteuervoranmeldung online an das FA übermitteln.
Nach zwei Jahren reicht dem FA eine jährliche Umsatzsteuermeldung.

Die kannst nun zusammen mit der Einkommenssteuererklärung abgeben.
In dieser Steuerklärung versteuerst du auch deinen selbst verbrauchten Strom, denn darauf wird Umsatzsteuer fällig, und die Einnahmen aus dem Verkauf deines Überschussstrom werden mit deinem persönlichen Steuersatz besteuert.
Hinweis: dafür konntest du dir die Mehrwertsteuer für die PV Anlage vom FA erstatten lassen. Auch ein paar Aufwendungen kannst gegenrechnen.

Ich hoffe, ich habe nichts vergessen.
Das bezieht sich auf eine netzeinspeisende PV- Anlage. Der Standard.

Ach die Kosten für die Anlage.
Über den Daumen, umso kleiner umso teurer. Weil die Sowiesokosten bei einer kleinen Anlage mehr auf das " Kilowattpeak " durchschlagen.
Deshalb kann vorher ein Aussenstehender kaum deine ( eventuelle ) Amortisation ausrechnen.

Dann wäre da noch die nicht einspeisende PV Insel.

Heute nicht.

Gruß
Manfred

Willst du immer noch deine BWWP mit Solarstrom antreiben?
Verfasser:
Loubart
Zeit: 25.01.2016 19:39:33
0
2329157
Hallo Manfred,
zuerst mal : sicher hast du gemerkt, dass ich nur aus Versehen das k eingefügt habe. Natürlich meine ich Wp, sollte nach meinen Infos zum gedachten Zweck der "Idee" auch klar sein. Sarkasmus kann man haben, braucht man aber hierbei nicht zwingend.
Danke für die umfangreichen Info's zum einspeisen. Nun weiss ich noch mehr, warum ich von Anfang an KEINE Einspeisung wollte.
Mehr nützen würden mir konkrete Hinweise zu Plug&Play. Dabei - jetzt richtig - meine ich Syteme von 1000 - max 1500 Wp.

Wenn Du dazu noch was konkretes mitgeben kannst, lese ich das gerne.
Dass solches nicht Dein Anspruch ist, habe ich verstanden. Hier geht aber nur so eine kleine Anlage oder gar nichts.

Vielen Dank und schönen Abend
Verfasser:
mannitwo
Zeit: 25.01.2016 19:54:19
0
2329171
Zitat von Loubart Beitrag anzeigen
Hallo Manfred,
zuerst mal : sicher hast du gemerkt, dass ich nur aus Versehen das k eingefügt habe. Natürlich meine ich Wp, sollte nach meinen Infos zum gedachten Zweck der "Idee" auch klar sein. Sarkasmus kann man haben, braucht man aber hierbei nicht zwingend.
Danke für die[...]



Sarkasmus. Ich?

Ein Fleißbienchen hätte ich erwartet. Sarkasmus. Ein Fremdwort! Ist Humor für dich auch ein Fremdwort?

Ein Maßeinheitenmißbrauch aufgedeckt. Hurra! Das Forum ist voller Besserwisser - ich wollte auch mal....
Klappt nicht alle Tage.

Zum Threadthema habe ich alles gesagt.

Servus!
Verfasser:
Loubart
Zeit: 25.01.2016 20:11:36
0
2329182
"Danke für Deine zahlreichen Infos zum ...." war das Fleißbienchen.

Na dann, auch Servus !
Verfasser:
mannitwo
Zeit: 25.01.2016 21:05:35
0
2329217
Zitat von Loubart Beitrag anzeigen
"Danke für Deine zahlreichen Infos zum ...." war das Fleißbienchen.

Na dann, auch Servus !



Hilft jetzt auch nicht mehr!

Erst loben, dann kritisieren!




;-))
Verfasser:
Matroschka
Zeit: 25.01.2016 21:31:43
0
2329232
@mannitwo: Respekt! Gute Erklärung, aber für so viel Text bin ich viel zu faul :-o

@Loubart: mit Grundlast meine ich die Menge an Strom, die rund um die Uhr durch den Zähler rauscht. Das sind bei mir irgend was zwischen 30 bis 50 Watt. Damit wären wir bei einem 200 Wp Spielzeug (Thema Anschluss wurde je bereits angesprochen).
Vielleicht macht je nach Gegebenheiten auch noch irgend was um die 500 Wp Sinn, mehr aber definitiv nicht. Dann nur noch mit Einspeisung und ab 4 bis unterhalb 10 kWp.

Angenommen du hast einen Zähler mit Rücklaufsperre, tatsächlich 1 kWp angebunden und deine WP würde auch nur 1 kW benötigen. Wie lange läuft das Teil pro Tag, um WW zu bereiten?
Was passiert mit dem restlichen Strom, der im Sommer den Tag über produziert wird?
Genau - du verschenkst diesen, je mehr umso größer die PV Anlage ist :-o

Für diesen "Winter" haben wir nach meinem Gefühl sehr viel Sonne gehabt, für PV Erträge bleibt da trotzdem nicht viel über.

Der effektive Ertrag bei dieser Art des Betriebs wäre bei mir mit 500 Wp bei etwa 30% -> 150 kWh im Jahr. Um mehr rauszuholen müsste wesentlich mehr Regelungstechnik her.
Das ist dann eher was für die Bastler, ähem Maker heißen die ja heute ;-)

Schreibe mal, was dein VNB zu deiner Idee sagt. Ich bin auf jeden Fall auf die Antwort gespannt.


Viele Grüße
Matroschka
Verfasser:
Loubart
Zeit: 26.01.2016 10:26:57
0
2329436
@Matroschka :
Danke für die Ergänzung und für das klare Statement zur noch sinnvollen Leistungsgröße.
Inzwischen habe ich auch noch direkte Zuschriften von Betreibern solcher kleinen P&P - Anlagen erhalten.

Sobald ich Antwort vom VNB habe natürlich Info hier.

Ein Punkt, den ich nicht ganz nachvollziehen kann, sind die extrem unterschiedlichen Aussagen zum machbaren Ertrag in Bezug auf die Leistungsangabe.
Beispiel :
Du schreibst, "Der effektive Ertrag bei dieser Art des Betriebs wäre bei mir mit 500 Wp bei etwa 30% -> 150 kWh im Jahr." ...
Eine direkte Zuschrift eines Besitzers sagt mir, dass mit einer 350Wp-Anlage gut 350kWh erzeugt wurden, konkret, in zwei Jahren 760kWh angefallen sind.
Hinzu kommt die schon beschriebene Aussage des Portals 'pv-Erträge.de', welches mir für unsere Region
für eine 1kWp-Anlage etwa 1100kWh angibt.

Als Laie mit bisher null Bezug zu Ertragsangaben sind diese großen Differenzen schon verwirrend. Daher wäre es schon interessant, wenn noch weitere Nutzer zu realistischen Erträge eine Aussage tätigen könnten.
Die Ausrichtung hier wäre fast exakt SW, ohne Schatten. Neigung kann ich frei wählen, es ist also keine vorgegebene Neigung vorhanden. Außerdem wäre die Fläche jederzeit bequem per Hand zu erreichen, womit Verschmutzungen und Schnee nicht so sehr ins Gewicht fallen würden.

Viele Grüße
Seite 1 von 3 [Beitrag 1 bis 25 von 53]erste <123>letzte