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Sanierung EFH mit Grabenkollektor?
Verfasser:
Ulmerle
Zeit: 07.05.2016 23:07:45
0
2373600
Hallo,

nachdem ich hier im Forum bereits gute Ratschläge erhalten habe, gibt es für die Heizung selbst eigentlich nur noch zwei Alternativen - GrabenWP oder LuftWP jeweils mit PV-Unterstützung.

geschätzte Heizlast sind knapp unter 6000 Watt. Nach Grabentool.

gezeichnet habe ich auch schon mehrere Alternativen:

Achtung - Süden ist hier RECHTS!

Vertikal Variante 1

Vertikal Variante 2

Horizontal

Mir persönlich wäre die Variante Vertikal 1 am sympathischsten, da ich hier nur den der Straße zugewandten und einsehbaren Teil des Gartens nutzen müsste und ich im "oberen" Teil frei gestalten könnte. Die Bodenbeschaffenheit kenne ich leider nicht, deswegen gehe ich vorsichtshalber jeweils von Sand aus. Ebenso wäre es so deutlich weniger Aushub.

Wie wäre eure Einschätzung hierzu?

Warum Graben oder Luft? Ich habe bisher bei 5 Heizungsbauern angefragt und alle möchten Richtung LuftWP - und so sehen auch die Angebote aus. Hier würde mich die Sole zwischen 5000 - 7000 € zusätzlich kosten und damit wäre das Ding eigentlich schon fast tot. Außerdem erschienen mir die Planungen auch sehr nach Abwehrhaltung - z.B. LuftWP mit 4 kW geplant, SoleWP mit 10 kW...

Ein einziger Heizungsbauer würde für die SoleWP soviel verlangen wie für ein Kombigerät LuftWP+Lüftungsanlage allerdings müsste ich hier bei der Sole komplett alles selber machen, inklusive befüllen der Sole. Wie das genau funktioniert, habe ich leider noch keine Anleitung dazu gefunden.

Danke für eure Hinweise und noch einen schönen Abend!

Gruß Ulmerle
Verfasser:
crink
Zeit: 10.05.2016 11:18:29
0
2374177
Moin Ulmerle,

da es sich bei Dir um einen Altbau handelt finde ich auch die senkrechte Variante am besten. Allerdings musst Du bedenken, dass senkrechte Teilstücke mehr Abstand untereinander brauchen - weniger als 4 m bringt es nichts, ab 6 m Abstand beeinflussen sie sich nicht mehr nennenswert. Auch ist eine Tiefe von 4 m für "Anfänger" nur schwer realisierbar, gerade wenn Du den Untergrund noch nicht kennst. Deshalb plane lieber mit weniger als 3 m Tiefe, da ist die Baggerauswahl größer.

Ein möglicher Vorschlag könnte so aussehen: Vorschlag 4. Ich habe auf lehmigen Sand umgestellt, denn sonst müsste der Graben noch länger werden. Du wirst nicht drumrum kommen, Details zum Boden herauszufinden. Kein Gutachten mehr in den Unterlagen von Deinem Hausbau? Oder vielleicht Nachbarn danach fragen?

Du kannst auch selbst zum Spaten greifen. Bis in 1,75 m Tiefe buddeln (Sicherheitsvorschriften beachten) und Fotos machen. Boden zwischen den Fingern zerreiben. Schmierig oder krümelig? Dann genau zwei Kilo Boden abwiegen und in den Backofen damit. Dort bei unter 100 Grad Umluft stundenlang immer wieder umrühren und gut durchköcheln, so dass alles Wasser verdampft. Dann noch mal wiegen. So kannst Du den Wasseranteil bestimmen.

Oder probier die Thermomap aus. Dort auf "Europäische Übersichtskarte" klicken, Deine Gegend suchen und draufklicken. Im öffnenden Fenster auf "Standortauskunft" klicken. Interessant ist nun die Klassifizierung in "grob", "mittel" oder "fein" und ob humide (feuchte) Bedingungen vorliegen. Kopier das Ergebnis hier rein, dann können wir das gemeinsam diskutieren.

Sole einfüllen: Erstmal nur Wasser in die Solerohre mit dem Gartenschlauch (für den Drucktest sowieso erforderlich), dann eine Wanne mit Solekonzentrat füllen und mit einer einfachen Tauchpumpe in die Solerohre drücken. Vermischen kann das dann die Soleumwälzpumpe der Wärmepumpe im Spülprogramm, mit jeweils einzeln abgesperrten Solekreisen.

Viele Grüße
crink
Verfasser:
Ulmerle
Zeit: 11.05.2016 12:22:59
0
2374465
Hallo,

also auf die Schnelle aus der ThermoMap kopiert:

Mögliche Nutzungsbeschränkungen
Auf Basis der verfügbaren Informationen liegt der gewählte Standort nicht in einem Schutzgebiet.
Die topografische Auswertung dieses Standorts ergab eine Hangneigung geringer als 15°. Daher sind bei der Installation einer geothermischen Anlage keine Probleme hinsichtlich Entlüftung und Betrieb zu erwarten.
Der an diesem Standort dominierende Bodentyp nach der anerkannten WRB-Klassifizierung ist Cambisol. Mit diesem Bodentyp sind prinzipiell keine Einschränkungen der Installation und des Betriebs einer geothermischen Anlage verbunden.

Klimatische Bedingungen
Die über mehrere Jahre gemittelten Klimadaten ergeben einen Jahresdurchschnitt der Lufttemperatur von 8.58 °C, das Jahresminimum dagegen beträgt -4.00 °C. Der Jahresniederschlag liegt bei 815 mm. Die höchste monatliche Niederschlagsmenge von 105 mm tritt auf im Monat Juni. Demzufolge herrschen humide Bedingungen in dem gewählten Gebiet vor.

Bodeneigenschaften
Generell wurde für die Abschätzung des oberflächennahen geothermischen Potenzials (vSGP) von ungesättigten Verhältnissen des Bodens ausgegangen.
Die dominierende Korngrößenverteilung nach der ESDAC-Bodenart-Klassifikation ist grob (siehe obenstehende Grafik: das Körnungsdreieck zeigt die ESDAC-Klassen mit den Prozentanteilen von Sand, Ton und Schluff).

Oberflächennahe geothermische Situation
Die Wärmeleitfähigkeit des Bodens wird im Wesentlichen durch Bodenart, Wassergehalt und Trockenrohdichte des Materials bestimmt. An diesem Standort schwankt die Leitfähigkeit zwischen 0.89 W/mK und 1.21 W/mK. Bei den vorherrschenden humiden Bedingungen ist ein Wert von 1.21 W/mK wahrscheinlich. Diese Werte wurden mit Hilfe der KERSTEN-Formeln (1949) berechnet. Hierzu ist es notwendig, einen Wert für die Trockenrohdichte anzunehmen, welche das Verhältnis zwischen Masse und Volumen des Materials beschreibt. Der in diesem Fall zugrundeliegende Wert liegt bei 1.3 g/cm³.
Nach Auswertung dieser geowissenschaftlichen Parameter ist der gewählte Standort in hohem Maße geeignet für die Nutzung des auf die Wärrmeleitfähigkeit bezogenen oberflächennahen Geothemiepotenzials (vSGP) ohne Einschränkungen.
Für ein vollständiges Anlagendesign sind weitere detaillierte Daten notwendig, um ein Kollektorsystem optimal zu installieren und effizient zu betreiben. Treten Sie deshalb bitte in Kontakt mit einen Berater für oberflächennahe Erdwärmeinstallationen.

Ich habe hier noch eine andere Beschreibung für die Region gefunden:
Potenziale zur Nutzung Oberflächennaher Geothermie mit Erdwärmesonden in der Region Donau-Iller

...Durch stetige Absenkungs- und
Ablagerungsvorgänge bildete sich eine schwach geneigte Aufschüttungsebene, auf der sich
abwechselnd Süßwasser- und Meeresmolasse ablagerten. Charakteristisch für das Molassebecken
ist die ungleichmäßige Verteilung und Mächtigkeit der unterschiedlichen Molasseschichten,
die heute im Untergrund als Sandsteine, Kalke und Mergel bis in 5 km Tiefe reichen.
In den Kaltzeiten wurde dieses Gebiet durch die alpinen Gletscher überformt. Über die Molasseschichten
lagerten sich eiszeitliche Sedimente und Schotter ab und die Landschaft erhielt ihren
heutigen Formenschatz aus Grund- und Endmoränen, Seen und Mooren...

...Die folgende Tabelle ordnet die Potenziale den entsprechenden Wärme- bzw.
Kälteentzugsarbeitswerten in Anlehnung an die VDI-Richtlinie Blatt 4640 zu (EIFER Karlsruhe;
2010):
Potenzial Wärmeentzugsarbeit in kWh/m*a Kälteentzugsarbeit in kWh/m*a
Gering < 75 < 30
Mittel 75 – 100 30 – 40
Hoch 100 – 150 40 – 60
Sehr hoch > 150 > 60...

ich kann leider die Grafik von Seite 10 (Potential 0-100m) nicht einfügen aber das Haus liegt im Südwestlichen Bereich von Ulm Luftlinie zwischen Ulm-Erbach kurz nach dem Bereich mit Potential "sehr hoch".

Ansonsten kann ich auch mal schauen, von zwei Kollegen könnte ich die Bodengutachten bekommen, das eine Grundstück liegt rund 500m entfernt, das andere ca. einen Kilometer und meins ungefähr genau in der Mitte.

Wegen der Tiefe der Baggerarbeiten - ich würde die Baggerarbeiten sowieso vergeben an eine mir bekannte Gartenbaufirma, oder meinst du, dass auch da die große Tiefe eine Herausforderung ist, alleine für uns Laien mit der Kollektorenverlegung?

Gruß Ulmerle
Verfasser:
crink
Zeit: 18.05.2016 10:55:17
1
2376334
Hallo Ulmerle,

grober Boden mit einer Trockenrohdichte von nur 1,3 g/cm³ klingt sandig, aber feucht genug -> äquivalent zu lehmigem Sand in den Grabenberechnungstools. Das von Dir zitierte sehr hohe Geothermiepotential bezieht sich wahrscheinlich auf eine Bohrung. Bodengutachten von 500 bzw. 1000 m Entfernung sind ein Anhaltspunkt, aber nicht wirklich verlässlich.

Grabentiefe von mehr als 3 m ist eine große Herausforderung für alle Beteiligten:
- Bagger muss so tief baggern können, der klassische Minibagger ist damit oft schon überfordert
- Je tiefer der Graben desto größer die Gefahr, dass der Graben einstürzt - je nach Standfestigkeit des Grabenrandes
- Arbeit direkt am Grabenrand ist lebensgefährlich: Es besteht die Gefahr, dass der Rand zusammen mit der drauf stehenden Person in den Graben abrutscht, die Person dabei umfällt und von nachrutschendem Material begraben wird
- Vorbereitung der Slinkies, die dann im Graben versenkt werden, ist durch den großen Durchmesser der Slinkies von mehr als 2 m komplizierter

Deshalb senkrechte Slinky-Gräben mit mehr als 2,5 m Tiefe nur dann realisieren, wenn mindestens ein erfahrener Erdbauer mit von der Partie ist, dem das Projekt vorher ausführlich vorgestellt wurde und der abschätzen kann, ob das bei den vorliegenden Bodenverhältnissen realisierbar ist.

Das soll Dich nicht demotivieren, aber bevor was passiert will ich lieber noch mal ausführlich auf die Risiken hinweisen. Vielleicht ist es in Deinem Fall sinnvoller noch mehr Fläche zu erschließen und dafür weniger tief zu gehen.

Viele Grüße
crink
Verfasser:
Ulmerle
Zeit: 18.05.2016 13:37:26
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2376383
Hallo Crink,

Danke für die Einschätzung.

Gerade heute habe ich jetzt das Angebot für den Bagger bekommen und nach diesem ist meine Begeisterung leider stark gesunken...

Gesamtbetrag nur Baggerarbeiten: 4600€ Brutto

Netto:
Baustelleneinrichtung: 350€
Graben aufmachen 130qm: 1160€
Bomax Ramaxplatte: 400€
Graben verfüllen 30 Std: 1950€
ggf. Material abfahren +17.50€ je m3

In dem Fall, würde ich dann eher zu einer LWP tendieren, da sich der finanzielle Aufwand dann nicht wirklich rentiert.
Verfasser:
crink
Zeit: 18.05.2016 14:07:32
0
2376395
Moin,

handelt es sich bei dem Angebot nur um den Graben oder sind da auch andere Leistungen eingeschlossen? Welcher Grabenplan liegt dem Angebot zu Grunde? Was für ein Bagger bzw. wie schwer?

Wenn Du Dir die vielen Erfahrungsberichte durchliest, die im Supportthread verlinkt sind, wirst Du feststellen, dass die meisten Gräben mit 2 oder 3 Tagen Baggerzeit realisiert wurden - wie Dein Baggerfahrer auf 30 Stunden allein für das Verfüllen kommt ist schwer nachzuvollziehen. Deshalb wäre es am einfachsten, wenn Du nach Stunden abrechnest. Baustelleneinrichtung: Ist damit der Transport des Baggers zur Baustelle und wieder weg gemeint? Ansonsten muss doch nichts "eingerichtet" werden...

Viele Grüße
crink
Verfasser:
DV-Gergen
Zeit: 18.05.2016 15:20:56
0
2376415
ulmerle: in einem anderen Thread (kati) wurden Herstellungskosten für Gräben (allerdings in Direktverdampfertechnik) von 1200 € genannt! Eine Technik, mit der Du Dich vielleicht näher beschäftigen solltest (COP-Werte über 5,0; Effizienzlabel A***)
Kurt
Verfasser:
Ulmerle
Zeit: 18.05.2016 22:49:32
1
2376516
Hallo,

Grabenplan war noch ein horizontaler, aber das Aushubvolumen, an dem das Angebot hängt, wurde dann mit 130 m3 angenommen. Nach dem Planungsvorschlag von Crinks sind es dann nur 100 m3 bei vertikaler Verlegung. Dürfte also günstiger werden, aber immer noch deutlich zu teuer nach meinem Geschmack.

Hatte mich heute bei einem Arbeitskollegen über den Preis dann aufgeregt, der mir nun seinen Baggerfahrer empfohlen hatte. Der würde inkl. Bagger, Sprit und Baggern 120€ auf die Stunde kosten. Das würde sich wieder deutlich besser anhören. Muss jetzt da mal telefonieren, was hier wirklich alles mit dabei ist.


@DVGergen: Ja, Direktverdampfer hatte ich mir sogar selbst schon mal angeschaut, allerdings bei dem Anbieter hier in Ulm kommt seine Maschine (weiss die Marke nicht mehr) nicht auf die JAZ über 4,5 und damit war das Thema für mich wieder erledigt.
Verfasser:
DV-Gergen
Zeit: 19.05.2016 07:38:41
0
2376549
ulmerle: die Nextherm-DV-WP liegen deutlich über JAZ von 5!!
Kurt
Verfasser:
BlueDevil
Zeit: 19.05.2016 08:18:29
0
2376555
Hallo,

ich habe gerade vor ner Woche ein ~40m Teilstück 1,6m Tief und 2,5-3m Breit realisiert. Meine Frau+ Baggerfahrer an einem Tag....

Baggerfahrer hat zwischendrin noch beim verlegen geholfen. Beim zumachen bin ich den Verdichter gefahren...

Preis für Fahrer+Bagger deutlich unter 100€/Stunde

Gruß
Dirk
Verfasser:
lowenergy
Zeit: 19.05.2016 08:23:55
0
2376556
Ich würde alternativ mal z.b. die Kosten für diese Technik abfragen!
Wäre doch mit tieferen schmalen Gräben bestimmt im Gebäudebestandsgarten schonender als mit Bagger!
Verfasser:
Ulmerle
Zeit: 19.05.2016 09:34:28
0
2376573
Wenn ich mir die BaFa Liste ansehe, dann komme ich da auf COPs von 4,3-4,5. Leider sind diese auch nicht SG-ready nach der Aufstellung.
Verfasser:
DV-Gergen
Zeit: 19.05.2016 10:21:54
0
2376585
ich muß nochmal nachlegen: die DV-WP haben einen getesteten COP-Wert von über 5
Kurt
Verfasser:
crink
Zeit: 19.05.2016 10:44:54
2
2376590
Moin,

um die Verwirrung ein wenig aufzulösen: Es geht hier um ein Bauvorhaben mit 6 kW Heizlast. Die von Kurt beworbene DV-WP mit 6,6 kW Heizlast hat bei E4/W35 einen COP von 4,96. In der BAFA-Liste sind die DV-WP mit E-1/W35 angegeben, dort wird für Kurts WP ein COP von 4,42 angegeben. Der Standort, die Verlegetiefe, die Rohrmenge und das erschlossene Erdvolumen des DV-Kollektors entscheiden in der Realität dann darüber, ob eine Erdreichtemperatur direkt neben den DV-Rohren von -1 oder +4 Grad realistischer ist. Ich hab mir Mühe gegeben, das möglichst neutral auszudrücken, damit hier nicht wieder eine endlose Diskussion zu diesem Thema ausbricht, wer sich dafür interessiert möge die Suchfunktion benutzen.

120 EUR pro Stunde finde ich auch noch ein wenig teuer, hängt aber auch von der Größe des Baggers ab. Also verschiedene Tiefbauer kontaktieren und Stundenpreis für einen Bagger, der möglichst effizient einen Graben mit 3 m Tiefe und 0,5 m Breite ausheben kann, erfragen.

Viele Grüße
crink

Ps @BlueDevil: Dein Graben ist fertig? Ich würde mich freuen, wenn Du in Deinem Thread dazu berichtest, als Beitrag für die Wette.

Pps @Kurt: Ich hab kein LinkedIn-Profil...
Verfasser:
Ulmerle
Zeit: 23.01.2017 21:53:52
0
2468068
Hallo,

gut Ding will Weile haben - nachdem wir mit unserer Sanierung immer weiter fortgeschritten sind ist jetzt auch das Thema Heizung wieder auf den Tisch gekommen.

Eigentlich hatten wir uns schon für eine Luft-Wasser-WP entschieden und ich war schon beim Ausfüllen unseres Bafa Antrags. Dazu sagen muss man noch, dass wir es jetzt doch noch auf KfW 55 geschafft haben und mir dann der Unterschied zwischen 3500 € Förderung oder 12500 € Förderung einfach zu groß war... und jetzt das kalte Wetter, hatte mich dann komplett überzeugt.

Unsere Heizlast wurde jetzt durch den Energieberater wie folgt berechnet:

Gebäudeheizlast
Norm - Heizlast 5006 W
Zusatz - Aufheizleistung 0
Auslegungs - Heizleistung 5006 W

Spezifische Werte
Netto-Heizlast / beheizte Gebäudefläche 192,8 m² 26,0 W/m²
Netto-Heizlast / beheiztes Gebäudevolumen 432,3 m³ 11,6 W/m³
Wärmeübertragende Umfassungsfläche A 539,7 m²
Spezifischer Transmissionswärmeverlust HT' 0,21 W/(m²K)


Unser WP Hersteller wird Bartl sein. Zum Einsatz kommt das Modell Eco 2 S mit 800 Pufferspeicher und Frischwasserstation. Direkt Verbunden über den Sunny Home Manager mit unserer PV Anlage. Die Heizung hat lt. BaFa Liste eine Nennwärmeleistung von 8,1 kW.


DIe Eco 1 S ist laut Hersteller für Heizung und Wasser zu klein (BafaListe 5,1kW). Allerdings wäre jetzt die auch nur 100€ günstiger für uns.


Jetzt meine Frage, auf was lege ich jetzt meinen Graben aus? auf die 5 kW oder auf die 8kW?

Laienhaft hätte ich gesagt, dass die größere Dimensionierung nicht zu schlimm wäre, da ich dann möglicherweise den PV-Strom tagsüber besser nutzen kann und die Wärme im Puffer speichern kann.

Crinx hatte ja auch schon einen weiteren Vorschlag 4 mal gemacht. Darauf aufbauend: Wäre diese Variante 5 etwas? Allerdings muss ich sagen, dass zwischen (Fertig)Garage und Haus nur ca 1 m Platz ist und darüber noch der Dachvorsprung ragt. Unter die Einfahrt sollte ich ja besser nichts mehr legen, auch wenn das wasserdurchlässige Steine sind, oder?

Schonmal herzlichen Dank für eure Mühe und eure Antworten

Gruß Ulmerle
Verfasser:
Ulmerle
Zeit: 25.01.2017 09:37:33
0
2468648
Hallo, darf ich nochmals auf mein Thema aufmerksam machen?
Verfasser:
Ulmerle
Zeit: 30.01.2017 09:45:29
0
2470933
Kann mir jemand zumindest einen Hinweis geben bezüglich der Auslegungsgröße des Grabens? Also ob ich auf die 5kW des Hauses oder die 8kW der WP abziehlen muss?
Verfasser:
DP13
Zeit: 30.01.2017 12:34:52
3
2471002
Hey ulmerle!

Also, wenn du eine 8kw Wärmepumpe hast, dann brauchst du 3x300m Rohr.

Ich würde tendenziell wenn Aufwand geringere Rolle spielt zu einer Überdimensionierung des Kollektors tendieren. Bessere AZ durch höhere Sole Temp.

Wieso du aber eine 8kw Wärmepumpe für eine Heizleistung von max. 5kw genommen hast versteh ich nicht. Und das werden einige hier im Forum auch nicht verstehen. Genauso der 800l Pufferspeicher ist für eine Wärmepumpe in den meisten Fällen eher negativ wie positiv anzusehen. Man benutzt anstelle des 800l Wasserpuffers in der Regel den 10.000l Estrichpuffer eines Hauses. ;)

Vorschlag 4 find ich aber an sich gut gelungen. einmal um Haus. Sind Einfahrt und Garage schon realisiert?

Gruß, Dominik
Verfasser:
winni 2
Zeit: 30.01.2017 12:48:30
2
2471010
Tolle Werte für eine Sanierung!
Da kommt hier kaum ein Neubau auch nur in die Nähe....

Ich hoffe mal, der "Pufferspeicher" ist nur für die Frisch-
wasserstation?

Ich würde noch auf die 5,1er umschwenken.

Die ist nicht zu klein, sondern auf den Punkt ausgelegt,
wenn das Projekt wie berechnet umgesetzt wird.
(Wird die Fußbodenheizung auf niedrigere Temperaturen,
als 35/30 ausgelegt, was zu empfehlen ist, steigt auch
noch die real verfügbare Leistung der Wärmepumpe)

Die Heizlast wird wegen interner und externer Wärme-
gewinne eh nicht erreicht, wenn das Haus bewohnt ist.
Ist es unbewohnt, gibt es kein Warmwasserbedarf.
Und wenn es doch mal noch kälter werden sollte, gibt es
da sicher noch einen Heizstab in der Wärmepumpe,
als Bake-Up.

Grüsse

winni
Verfasser:
Ulmerle
Zeit: 30.01.2017 20:45:30
0
2471251
Hallo, danke für die Antworten.

Die Einfahrt ist aktuell mit Waschbetonplatten ausgelegt. Wird aber sowieso erneuert mit wasserdurchlässigen Steinen, deswegen die Idee mit Variante 5.

Ich gehe nochmals auf den Heizungsbauer zu und dann schaue ich, dass ich die 5 KW WP bekomme und dann soll er so einen Heizstab mit dazuhängen.

Ich halte euch auf dem laufenden.
Verfasser:
winni 2
Zeit: 30.01.2017 20:53:53
0
2471254
Ich kenne die Wärmepumpe nicht, aber i.d.R. haben die
Wärmepumpen so was wie einen Heizstab eh ab Werk eingebaut.

Wenn nicht, könnte man auch einen elektrischen Heizlüfter
oder ähnliches im Bedarfsfall aufstellen.

Grüsse

winni
Verfasser:
crink
Zeit: 30.01.2017 21:16:43
2
2471268
Moin Ulmerle,

sehr gut, die geringe Heizlast macht die Planung einfacher.

Bartl: Weder die 1S noch die 2S haben einen zeitgemäßen COP, sicher, dass das der richtige Hersteller für Dich ist? Die kleine mit 5,1 kW würde genau passen, ich sehe deshalb keinen Grund, die größere zu nehmen. Speziell, da Du einen Riesen-WW-Speicher planst, so dass die Nachheizzeit des Warmwassers eher eine untergeordnete Rolle spielen dürfte.

Die Grabenlänge legst Du auf Deine Heizlast aus (ca 5,5 kW inkl WW), die Anzahl der Rohre im Graben legst Du auf die Leistung der WP aus (2 Rohre mit je 300 m 32er Rohr für die kleinere, 3 Rohre für die größere).

Größere Dimensionierung der WP führt zu niedrigeren Sole-Temperaturen und höheren Heizwassertemperaturen -> größerer Hub der WP -> mehr Stromverbrauch. Zusätzlich bekommst Du im Herbst bei warmer Quelle und sehr großer Leistung der WP evtl. Taktprobleme bei nicht optimaler Senke. Lieber die kleine WP mit sinnvoller Quelle und großzügiger Senke: Lege die FBH auf 32 Grad oder weniger aus, falls möglich.

Wärme im Puffer speichern: Eine übliche Haus-PV mit weniger als 10 kWp liefert Dir an bewölkten Tagen im Winter sowieso weniger als 1 kW im Winter, so dass auch die kleinere WP das schon voll ausschöpfen kann. Rechne nach und Du wirst feststellen, dass die größere nur sehr wenig zusätzlichen PV-Strom direkt verwerten kann. Im Gegenteil ist im Winter eine möglichst kleine, aber dafür länger laufende WP eher im Vorteil. Insgesamt kommt im Winter eh nur sehr wenig Strom von der Sonne.

Vorschlag 5 gefällt mir, allerdings gerne nur 2,5 m tief, das ist leichter zu realisieren auch mit einem kleineren Bagger, der gut in den Altbaugarten passt. Kaltes gerades Ende dann nur 1,5 m tief und warmes gerades Ende, da nah an Garage/Haus, sehr vorsichtig verlegt und auch 1,5 m tief. Am besten den geraden Graben hier etappenweise von Hand öffnen, Rohr rein und gleich wieder verschließen und verdichten, damit das Haus nicht abrutscht und keine Risse bekommt. Hängt vom Boden ab, im Zweifelsfall Profi fragen - oder doch keine Variante einmal ums Haus rum realisieren und bei Vorschlag 4 bleiben.

Viele Grüße
crink
Verfasser:
Ulmerle
Zeit: 02.02.2017 21:19:15
0
2472381
Hallo,

kurzes Update:

Seitdem ich meinem Heizungsbauer am Montag auf die Mailbox gesprochen habe, dass mir die 8kW Anlage zu groß ist, habe ich seitdem keine Reaktion erhalten. Kein Rückruf bisher. Werde mich morgen nochmals dahinter klemmen.

Inzwischen habe ich aber auch herausgefunden, dass mein Heizungsbauer außer Bartl auch Weishaupt und somit Dimplex verbauen würde. Da sehen nach der Bafa Liste die COPs ja etwas besser aus wie bei Bartl. Welches Modell aber da das passendste wäre...? Leider fangen ja da die kleinsten erst bei 6 kW an, aber immer noch besser wie 8.

Ob ein Wechsel noch möglich ist, kann ich nicht sagen.

Falls jemand noch eine Empfehlung zu Weishaupt/Dimplex hätte, dann gerne her damit. Ansonsten melde ich mich wieder, wenn ich mehr weiss.

Gruß Ulmerle
Verfasser:
crink
Zeit: 03.02.2017 10:48:15
0
2472530
Moin Ulmerle,

zu den Dimplex/Weishaupt-WPs hat sich feanorx ein bisschen eingearbeitet, wenn ich das richtig erinnere. Im Forum ist nur wenig dazu zu lesen - und das klingt positiv. Frag auch Mike_Do, der benutzt eine kleine Dimplex-WP. Seine Daten in der WP-DB sehen sehr gut aus. Du hast ja schon einen Blick in die BAFA-Liste geworfen, dort sind die Modelle mit hohem COP und mit 6 kW Leistung die sinnvollen.

Viele Grüße
crink
Verfasser:
Ulmerle
Zeit: 03.02.2017 23:15:12
0
2472810
Danke für die Hinweise,

wenn ich das richtig sehe, dann gibt es auf der Homepage von Weishaupt 3 WPs die passen könnten:


WWP S6 ID Daten Seite 22
WWP S6 IDTDaten Seite 30
WWP S6 IDT-2Daten Seite 30

wobei mir der Unterschied bei den letzten beiden nicht wirklich klar ist. Was wäre denn eure Präferenz? Eine der letzten, da etwas leiser und COP nochmals minimal besser? Der Unterschied zwischen den letzten beiden ist mir nicht klar. Nur neueres Modell?



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Sanierung EFH mit Grabenkollektor?
Verfasser:
Ulmerle
Zeit: 03.02.2017 23:15:12
0
2472810
Danke für die Hinweise,

wenn ich das richtig sehe, dann gibt es auf der Homepage von Weishaupt 3 WPs die passen könnten:


WWP S6 ID Daten Seite 22
WWP S6 IDTDaten Seite 30
WWP S6 IDT-2Daten Seite 30

wobei mir der Unterschied bei den letzten beiden nicht wirklich klar ist. Was wäre denn eure Präferenz? Eine der letzten, da etwas leiser und COP nochmals minimal besser? Der Unterschied zwischen den letzten beiden ist mir nicht klar. Nur neueres Modell?
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