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Planungshilfe Ringgrabenkollektor
Verfasser:
crink
Zeit: 30.08.2016 15:30:07
13
2404944
Moin,

für Planung, Bau und Inbetriebnahme eines Ringgrabenkollektors sind mehrere Schritte in der richtigen zeitlichen Abfolge notwendig. Hier folgt der Versuch, das zu systematisieren.


1. Informieren: Bisher ist der Ringgrabenkollektor meistens ein Do-It-Yourself-Projekt, deshalb muss sich der Bauherr vorher gut informieren. Startpunkt ist die Ringgrabenkollektor-Homepage, von hier aus sind mehrere Planungs- und Grundlagenthreads und die Videos erreichbar.

2. Rahmenbedingungen feststellen: Heizlast des Hauses, Norm-Außentemperatur und Bodenart in 1,5 m Tiefe müssen bekannt sein um mit der Planung eines Ringgrabenkollektors beginnen zu können.

3. Grundstück zeichnen: Für die Festlegung möglicher Verläufe von verschiedenen Varianten ist ein ausführlicher Grundstücksplan erforderlich. Hier müssen auch Einfahrt, Gartenhaus, Pool und Wasserrohre eingezeichnet werden. Entweder mit dem Grabenmaltool (einfacher zu bedienen) oder mit dem Trenchplanner (mehr Möglichkeiten).

4. Grabenverlauf festlegen: In Abstimmung mit erfahrenen Grabenplanern (erreichbar über das Forum des Haustechnikdialog.de oder Energiesparhaus.at) herausfinden, ob ein sinnvoller Grabenverlauf für Haus und Garten möglich ist.

5. Untere Wasserbehörde kontaktieren: Da denen der Ringgrabenkollektor meist nicht bekannt ist wird mit denen besprochen, welche Auflagen ein Flächenkollektor erfüllen muss. Meistens beschränken sich die Auflagen auf den Abstand zur Grundstücksgrenze mit mindestens 1 m.

6. Förderung: Vor Beauftragung oder Bestellung Kontakt zum BAFA aufnehmen und klären, wann der Förderantrag gestellt werden muss und was dazu gehört. Gefördert wird eine Wärmepumpe mit JAZ ab 4,5 (mit Ringgrabenkollektor, Flächenheizung und moderner Sole-WP einfach machbar) mit 4000 EUR, im Altbau sogar mit 6000. Evtl. Kombination mit weiteren Förderungen auch mit dem BAFA klären.

7. Heizi suchen: Auch wenn der Kollektor in Eigenleistung erstellt wird ist ein Heizungsbauer notwendig, der dann die Wärmepumpe an den Kollektor anschließt und sie in Betrieb nimmt. Auch für die Förderunterlagen ist der Heizi notwendig.

8. Wärmeverteilung optimieren: Im Neubau dafür sorgen, dass die Flächenheizung mit Heizwasser unter 35/30 Grad auskommt. Je niedriger die Heizwassertemperatur, desto sparsamer wird später geheizt. Eine Auslegung auf 30/26 Grad wäre optimal. Im Altbau mit Heizkörpern so weit dämmen und Heizkörper vergrößern, bis zumindest 40/30 Grad bei Norm-Außentemperatur erreichbar sind. Puffer für das Heizwasser vermeiden, Einzelraumregelung höchstens für wenige Räume vorsehen.

9. Rohre bestellen: Da hier je nach Lieferant Lieferzeiten von bis zu drei Wochen möglich sind ist eine frühzeitige Bestellung erforderlich. Rohrmaß ist meistens 300 m PE-RC Rohr 32x2,9 (bzw 32x3,0). Pro 3 kW Heizleistung der WP ist ein Ringbund mit 300 m notwendig.

10. Baggerangebote einholen: Im Falle eines Neubaus einen großen Bagger mit erfahrenem Fahrer und dessen mögliche Baggerschaufelbreiten anfragen. Bei Altbauten muss der Bagger in den Garten passen. Abrechnung des Baggers nach Stunden ist meistens günstiger als nach bewegtem Erdvolumen, da für einen Ringgrabenkollektor große, aber gleichförmige Erdmassen bewegt werden müssen. Die Planung des Grabens sollte an die Baggerschaufelbreite angepasst werden, das beschleunigt den Aushub des Grabens.

11. Grundstück räumen: Die Verlegung eines Ringgrabenkollektors bedeutet große Erdbewegungen, so dass das Grundstück möglichst frei sein sollte. Sowieso abzureißende Altbauten sollten direkt vor der Kollektorverlegung vom Grundstück entfernt werden.

12. Ringgrabenkollektor verlegen: Nachdem der Baggerfahrer den Ringgrabenkollektor ausgehoben hat (dabei die Vorschriften für die Arbeit in Gräben beachten), werden die Rohre in Schlaufen auf dem Grabenboden verlegt. Dafür ein Ringbund in den Graben stellen, eine Schlaufe fallen lassen, durch verrücken/drehen des Ringbundes die Größe der Schlaufe auf etwas weniger als Grabenbreite anpassen und den Ringbund vorrollen zur nächsten Schlaufenposition. Fertige Schlaufen mit Kabelbindern/Klebeband fixieren. So alle Ringbunde direkt aufeinander im Graben versenken. Bei senkrechtem oder sehr tiefem Graben werden die Schlaufen außerhalb des Grabens vorbereitet und dann vorsichtig im Graben versenkt.

13. Drucktest: Noch bei offenem Graben kann ein Drucktest durchgeführt werden, so dass evtl. Beschädigungen der Rohre ausgebessert werden können. Falls die Fläche des Grundstücks nicht reicht um den Graben auf voller Länge offen zu behalten wird der Drucktest durchgeführt, sobald alle Rohre im Graben verteilt sind.

14. Graben verfüllen: Direkt auf/neben die Rohre nur Erdreich ohne Steine (bis maximal 10 mm Durchmesser). Diese ca 10 cm dicke Schicht wenn möglich einschlämmen und dadurch guten Kontakt des Bodens zum Rohr herstellen. Danach immer einen halben Meter Boden in den Graben und dann mit einer Rüttelplatte verdichten.

15. Bericht schreiben: Damit der Bau eines Ringgrabenkollektors möglichst von vielen nachgemacht wird sollte ein Bericht mit Fotos vom Bau des Ringgrabenkollektors in einem der beiden oben genannten Foren veröffentlicht werden.

16. Haus vorbereiten: Im Neubaufall kann nun der schon vorhandene Bagger die Kellergrube ausheben bzw. die Bodenplatte vorbereiten. Durch die Bodenplatte bzw. Kellerwand können gleich 2 KG-Rohre gelegt werden für die Einführung der Solerohre ins Haus. Im Altbaufall muss eine entsprechnende Einführung der Solerohre vorgesehen werden.

17. Kellergrubenkollektor: Keller bauen, falls einer geplant ist. Direkt bevor die Kellergrube verfüllt wird kann hier ein Kellergrubenkollektor an der abgeböschten Kellergrubenwand verlegt werden.

18. Solerohre ins Haus: Die Solerohre werden durch vorbereiteten Hauseinführungen geschoben.

19. Soleverteiler: Im Haus werden die beiden Soleverteiler angebracht und mit den Solerohren verbunden. Ab hier sollte mit dem Heizungsbauer zusammengearbeitet werden.

20. Befüllung mit Solekonzentrat: Mit dem Heizi klären.

21. Aufstellung und Inbetriebnahme der WP: Mit dem Heizi klären.

22. Estrichausheizung: Für einen Neubau ist die Ausheizung des Estrichs per Sole-WP die kostengünstigste Möglichkeit, den Estrich zu trocken. Bei sinnvoller Auslegung des Ringgrabenkollektors reicht dessen Leistung auch im Winter, ohne dass der Kollektor oder die WP darunter leiden. Bei einer sehr kleinen WP kann die Heizleistung zu schwach sein, so dass etagenweise vorgegangen werden sollte.

23. Anmeldung in der Wärmepumpen-Verbrauchsdatenbank: Nach Inbetriebnahme ist eine Dokumentation der Anlage und der Verbräuche sehr empfehlenswert.

24. Optimieren: Während des ersten Winters sollte ein eigenhändiger ausführlicher hydraulischer Abgleich durchgeführt werden. Auch die Einstellungen der WP werden während des ersten Winters auf die eigenen Wünsche angepasst.

25. Kontrollieren: Alle Monat mal auf Sole- und Heizwasserdruck schauen, zusätzlich den Strom- und den Wärmemengenzähler überprüfen (auch für die WP-Verbrauchsdatenbank). Solevorlauf- und -rücklauftemperatur prüfen.

26. Weitererzählen: Da das Prinzip bisher nur wenigen Personen bekannt ist fleißig Werbung machen ;-)


Fehlt in dieser Aufstellung noch ein wichtiger Punkt? Es geht nicht darum, das Vorgehen in allen Einzelheiten aufzuführen, sondern einen Überblick zu geben, wann was gemacht werden sollte und was dabei im Groben zu beachten ist.

Viele Grüße
crink
Verfasser:
HFrik
Zeit: 30.08.2016 16:29:51
0
2404964
Geht statt dem Heizi auch ein Kältetechniker? Der ist ja eigentlich der Fachbetrieb für die Wärmepumpe.
Verfasser:
crink
Zeit: 30.08.2016 16:33:15
0
2404967
Hi HFrik,

guter Hinweis, der Kältetechniker wäre genauso geeignet, ist nur eher unüblich für den typischen Häuslebauer, zum KÄLTEtechniker zu gehen, wenn er WÄRME im Haus haben will ;-)

Viele Grüße
crink
Verfasser:
Örnie
Zeit: 30.08.2016 16:33:54
0
2404968
Super Checkliste zum abarbeiten!!!

Eine kleine Ergänzung hätte ich, bzw. vielleicht war ich auch nur allein zu blöd....

Bei den beiden Hauseinführungen für die Kollektoren darauf achten das diese relativ nebeneinander sind und nicht wie bei mir drei Meter auseinander.... :-( Mist!
Verfasser:
hbrockmann
Zeit: 30.08.2016 19:59:10
0
2405029
bei "rohre bestellen" hast du die bafa verlinkt..

ach ja..
wenn man einen "willigen" heizi oder kälti ;-) gefunden hat, mir bitte auch eine nachricht schicken.
dann kann ich den nach rücksprache mit in die liste der "grabenkollektorfreundlichen" firmen aufnehmen..
Verfasser:
crink
Zeit: 31.08.2016 20:15:48
0
2405320
Danke für den Hinweis, hier der Thread mit den Bezugsquellen der Rohre.

Viele Grüße
crink
Verfasser:
crink
Zeit: 07.09.2016 15:43:50
0
2407057
Hallo,

noch ein paar Details zu Punkt 5 (untere Wasserbehörde kontaktieren): Normalerweise ist so ein Ringgrabenkollektor (als Spezialform eines Flächenkollektors) anzeigepflichtig und muss einen Monat vor Start es Vorhabens angezeigt werden. Bei der Realisierung müssen dann die Vorgaben der unteren Wasserbehörde eingehalten werden, also zB 1 m Grenzabstand oder höchstens Wassergefährdungsklasse 1 als Sole (zB Ethylenglykol).

Nur im Wasserschutzgebiet III oder bei sehr hoch stehendem Grundwasser ist eine formale Genehmigung des Kollektors mit komplizierteren Auflagen erforderlich.

Viele Grüße
crink
Verfasser:
hbrockmann
Zeit: 08.09.2016 07:36:01
1
2407198
wäre es nicht evtl. sinnvoller die planungshilfe auf der homepage zu pflegen und einfach darauf zu verlinken?
dann können änderungen/ergänzungen direkt eingepflegt werden..
(hier ist ein spätes nachträgliches ändern von beiträgen ja so nicht möglich)
Verfasser:
Morpheus1978
Zeit: 08.09.2016 11:55:10
0
2407268
Zitat von crink Beitrag anzeigen
Hallo,

noch ein paar Details zu Punkt 5 (untere Wasserbehörde kontaktieren): Normalerweise ist so ein Ringgrabenkollektor (als Spezialform eines Flächenkollektors) anzeigepflichtig und muss einen Monat vor Start es Vorhabens angezeigt werden. Bei der Realisierung müssen dann die[...]



In BW ist der Slinky wohl schon bekannt , im Flyer auf Seite 11 steht folgendes :

4.1 Allgemeine Regelungen
Erdwärmekollektoren ohne Kontakt zum Grundwasser
und außerhalb von Wasserschutzgebieten werden
als flache Erdaufschlüsse anzeigefrei errichtet. Materialauswahl
und Herstellung unterliegen grundsätzlich
den allgemein anerkannten Regeln der Technik.
Der Bodeneingriff ist vergleichbar mit der Errichtung
eines unterkellerten Gebäudes.........

Anbei der Link zum Leitfaden zur Nutzung von Erdwärme mit Erdwärmekollektoren
Verfasser:
crink
Zeit: 08.09.2016 15:42:49
0
2407320
Hallo Morpheus,

danke für den Hinweis, in BW also komplett anzeigefrei - wenn die Voraussetzungen stimmen, das ist natürlich am einfachsten. Ich liebe den föderalen Staat: Überall unterschiedliche Regeln... Den einen Meter Grenzabstand sollte man trotzdem einhalten, auch damit ein später nebenan errichteter Kollektor kein Problem bedeutet.

Viele Grüße
crink

Ps @hbrockmann: Ja, wenn die Liste vollständig ist, dann kann ich sie mir auch als Bestandteil der Webseite vorstellen. Also noch ein wenig reifen lassen.
Verfasser:
Hopfensack
Zeit: 18.09.2016 14:40:31
0
2409799
Hallo Crink,

was mir persönlich gerade fehlt ist der Hinweis möglichst eine Flächenheizung einzusetzen um in Verbindung mit dem Grabenkollektor ein optimales Gesamtsystem zu erreichen.

Gerade im Neubau sind Empfehlungen immer gut ums sich Gedanken zu machen.

Ich suche jetzt schon seit einigen Stunden den Thread wo mal eine Angabe zur optimalen Vorlauf bzw. Rücklauftemperatur der FBH/WH zu finden war.

Bleibt es bei 30/27 VL/RL?

Wenn man diese Vorgabe schon vor Auftragsvergabe an den Heizi gibt, spart man sich eventuell nachträglichen Optimierungsaufwand.

Letztendlich nutzt der beste Ringgrabenkollektor nichts, wenn der Rest Mist ist.

Gruß Mirko
Verfasser:
crink
Zeit: 18.09.2016 16:43:44
0
2409828
Zitat von crink Beitrag anzeigen
8. Wärmeverteilung optimieren: Im Neubau dafür sorgen, dass die Flächenheizung mit Heizwasser unter 35/30 Grad auskommt. Je niedriger die Heizwassertemperatur, desto sparsamer wird später geheizt. Eine Auslegung auf 30/26 Grad wäre optimal. Im Altbau mit Heizkörpern so weit dämmen und Heizkörper vergrößern, bis zumindest 40/30 Grad bei Norm-Außentemperatur erreichbar sind. Puffer für das Heizwasser vermeiden, Einzelraumregelung höchstens für wenige Räume vorsehen.

Hallo Mirko,

reicht das Zitierte oder möchtest Du noch was hinzufügen?

Viele Grüße
crink
Verfasser:
winni 2
Zeit: 18.09.2016 17:34:55
0
2409844
Hallo crink,

Sind 30/28 wirklich "optimal"?

Ich würde vielleicht schreiben "30/26 Grad sind sehr gut, weniger wäre noch besser
für die Effizienz der Wärmepumpe."
Und
"Die realisierbaren Vor-und Rücklauftemperaturen sind auch von der Dämmqualität
der Gebäudehülle abhängig".

Grüsse

winni
Verfasser:
crink
Zeit: 18.09.2016 17:51:45
0
2409850
Hallo winni,

danke für die Anregungen, ich werde sie in die Liste aufnehmen, die dann später auf der Ringgrabenkollektor-Homepage erscheint. Weitere Korrekturen/Erweiterungen der Ablaufplanung sind gern willkommen.

Viele Grüße
crink
Verfasser:
Hopfensack
Zeit: 18.09.2016 19:13:46
0
2409872
Hallo Crink,

was mir persönlich gerade fehlt ist der Hinweis möglichst eine Flächenheizung einzusetzen um in Verbindung mit dem Grabenkollektor ein optimales Gesamtsystem zu erreichen.

Gerade im Neubau sind Empfehlungen immer gut ums sich Gedanken zu machen.

Ich suche jetzt schon seit einigen Stunden den Thread wo mal eine Angabe zur optimalen Vorlauf bzw. Rücklauftemperatur der FBH/WH zu finden war.

Bleibt es bei 30/27 VL/RL?

Wenn man diese Vorgabe schon vor Auftragsvergabe an den Heizi gibt, spart man sich eventuell nachträglichen Optimierungsaufwand.

Letztendlich nutzt der beste Ringgrabenkollektor nichts, wenn der Rest Mist ist.

Gruß Mirko
Verfasser:
dyarne
Zeit: 19.09.2016 13:06:25
0
2410092
ich habe als ergänzung eine verlegehilfe ringgrabenkollektor geschrieben...
Verfasser:
crink
Zeit: 21.09.2016 15:33:31
1
2410871
Hallo Mirko,

30/26 sind im Neubau schon eine sehr gute FBH-Auslegung. Weniger Spreizung macht meiner Meinung nach keinen Sinn, da muss die Heizungsumwälzpumpe zu viel arbeiten. Noch niedrigere Temperatur macht durchaus Sinn, ist aber meistens nur mit Betonkernaktivierung zu erreichen.

Dein Heizi wird stöhnen und evtl. keine sinnvolle FBH-Auslegung liefern können für die Vorgaben (gib auch vor, dass die Bäder nur 23 und der Rest des Hauses 21 Grad warm werden sollen und dass die Heizkreislängen zwischen 60 und 100 m liegen sollen) - dann frag skyme hier aus dem Forum, ob er Dir eine optimierte Auslegung rechnet - oder benutze die Tabelle von HFrik und setze Dich da selbst ran.

Viele Grüße
crink
Verfasser:
Hopfensack
Zeit: 21.09.2016 17:04:18
0
2410894
Hallo Crink,

danke für den Hinweis mit der 30/26 VL/RL Temperatur.

Ich habe einen befreundeten Heizi, der zwar Lieber Pelletkessel verkauft aber vielleicht kann ich ihn ja beknien mal sich damit auseinander zu setzen.

Ansonsten habe ich Hfrink seine Excel schon abgespeichert. Dafür brauch ich aber mehr als eine ruhige Minute.


Mit der groben Anordnung des Grabens bin ja schon sehr zufrieden. Zwei Kreise sollten auch ausreichen.
Aktuell überlege ich noch einen dritten oben drauf zu legen um diesen als Backup oder zu passiven Kühlung zu nutzen.

Bei der passiven Kühlung, spricht da etwas gegen eine Verlegung direkt auf den zwei anderen Kreisen?

Wie wird das an die WP angeschlossen? Beim überfliegen von Richards Thread hab ich das glaub überlesen.
Verfasser:
crink
Zeit: 22.09.2016 09:47:52
1
2411075
Hi,

passive Kühlung per Sole-WP läuft über dieselben Solerohre, die auch fürs Heizen verlegt werden. Dazu muss innerhalb der Wärmepumpe eine Wärmetauscher eingebaut sein, der die Kälte der Soleflüssigkeit direkt auf das Heizwasser überträgt, so dass nur die beiden Umwälzpumpen laufen müssen.

Es gibt auch Modelle (wenn ich mich recht erinnere von Waterkotte), wo Heizkreis und Solekreis zum Kühlen direkt miteinander verbunden werden können, so dass auch in den Heizungsrohren Sole fließt.

Manche Bauherren verlegen im Ringgraben noch ein zusätzliches Rohr für die KWL, um per Solewärmetauscher im Kernwinter die von der KWL angesaugte Außenluft vorzuwärmen bzw. im Hochsommer die angesaugte Außenluft abzukühlen.

Viele Grüße
crink
Verfasser:
Hebras
Zeit: 23.07.2017 09:22:50
0
2528393
Vielen Dank für die Planungshilfe,

genau das brauche ich.

Ich werde einen im PLZ Gebiet 257XX einen bauen.

Über Hilfe würde ich mich sehr freuen.

Grüße

Hebras
Verfasser:
Stefanseiner
Zeit: 02.08.2017 07:17:08
0
2533742
Hallo,
ich plane derzeit ebenfalls eine WP mit (Ring-)Grabenkollektor zu verbauen.

Frage:
Gibt es Nachteile, wenn der Graben keinen Ring bildet sondern die Schläuche in einem geraden Graben einmal hin und wieder zurück verlaufen?

Bei uns steht sowieso ein 80m langer Graben für Wasserleitungen + Strom etc. an,
die Idee ist diesen Graben anstatt 30cm breit und 1m tief zu graben "einfach" entsprechend breiter und tiefer graben zu lassen um unter den Leerrohren für die Kabel den Grabenkollektor zu verlegen, das würde viel Aufwand ersparen aber eben keinen Ring bilden.
Verfasser:
dyarne
Zeit: 08.08.2017 19:02:21
0
2535772
hallo stefan.

du mußt den thermischen kurzschluß zwischen warmen und kalten ende vermeiden.

das geht entweder durch 3-4m abstand zwischen den hin- u retourgräben oder durch doppelstockverlegung, indem du das warme ende tief und gerade verlegst und das kalte darüber in schleifen...

siehe bsplw hier...



Aktuelle Forenbeiträge
JoRy schrieb: Das ist völlig richtig. Wir haben die Wärmespeicherkapazität von FBH jahrelang beschrieben und deshalb darauf hingewiesen, dass ERR und Zeitpausen weitgehend unsinnig sind. Ich habe Anlagen mit Puffer...
Peter Brand schrieb: @Kathrin: Guten Morgen und danke fürs erste Feedback. Ja, die sporadischen sind immer nett. An sich dürften wir den Fehler erst seit einigen Wochen haben. Habe bei der Fernbedienung in der untersten...
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