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Erstellungsbericht - Grabenkollektor in einem Wasserschutzgebiet Zone III
Verfasser:
AlexNB2016
Zeit: 24.09.2016 09:56:10
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2411711
Nach erfolgreicher Fertigstellung meines Grabenkollektors, möchte ich mit diesem Thread nochmal die gesammelten Erfahrungen mit euch teilen.

Erstmal aber noch eins vorweg. Ich finde das HTD Forum und die Gemeinschaft echt klasse. Es ist nicht selbstverständlich, dass „fremden“ Personen in dieser Form geholfen wird und das einige wirklich sehr viel von Ihrer privaten Zeit dafür opfern.
Soweit ich es verstanden habe, wurde der Grabenkollektor zusammen mit dem österreichischen Forum in dieser Form entwickelt und es ist auch nicht selbstverständlich, dass das ganze Wissen hierrüber kostenlos für jedermann zugänglich gemacht wird. Vor allem auch die Entwicklung des Grabenmaltools mit Berechnung für Entzugsleistung und Slinkyverlegung und das auch dieses für jedermann zur Verfügung steht.
Das finde ich echt klasse und nochmal vielen, vielen Dank dafür. Ansonsten würde ich wahrscheinlich niemals zu einer Erdwärmepumpe kommen.

Nun aber zu meinem Projekt.
Wie einige schon in meinem Planungsthread verfolgen konnten, baue ich in einem Wasserschutzgebiet Zone III. Erst dachte ich, dass ich dadurch Probleme bekommen würde, zumal der Kollektor ja in Eigenleistung errichtet wird und es somit kein zertifizierter Fachbetrieb ist, der ihn errichtet. Allerdings ist dies nicht so. Der Antrag hierfür ist lediglich ein wenig aufwendiger und es muss vor der Inbetriebnahme nochmal eine Dichtheitsprüfung nach DIN 4640 Blatt 2 durchgeführt werden, die von dem Heizungsbauer der auch die Wärmepumpe in Betrieb nimmt, abgenommen wird. Außerdem muss der Antrag vom Tief- und Heizungsbauer unterschrieben werden und ich muss als Leckageüberwachung einen externen Druckwächter in den Solekreis einbauen, der die Solepumpe im Falle einer Leckage abschaltet. Als Frostschutzmittel sind die gängigen Mittel mit der Wassergefahrenstoffklasse 1 zulässig und somit darf ich den Kollektor auch mit Ethylenglykol betreiben.
Den normalen Antrag selbst musste ich ein wenig nach meinen Bedürfnissen bearbeiten, weil vieles ja in Eigenleistung erfolgt. Zusätzlich habe ich noch folgendes eingereicht:
• Übersichtskarte Maßstab 1:25000
• Lageplan Maßstab 1:5000
• Detail Lageplan
• Bodengutachten
• Detailplan mit Maßen
• Funktionsbeschreibung Ringgrabenkollektor
• Kollektorauslegung – Projekt XXX
• Sicherheitsdatenblatt Frostschutzmittel (Tyfocor)
• Datenblatt PE 100 RC Rohr
• Trenchplaner Sceenshot
• Funktionsbeschreibung externer Druckwächter
Ich habe alle Dokumente, bis auf die ersten vier, hier hochgeladen. Die Adressen und persönlich Daten habe ich rausgenommen. Wer will kann die Dokumente verwenden und nach seinen Bedürfnissen abändern.

Zusätzlich zum Kollektor für die Wärmepumpe habe ich auch eine Soleleitung für einen EWT einer KWL verlegt. Hierfür habe ich einen Ergänzungsantrag geschrieben, den ich auch Hochgeladen habe.

Am Montag und Dienstag letzte Woche war es dann soweit und wir haben den Grabenkollektor errichtet.
Zum Glück habe ich auch Hilfe aus dem Forum bekommen und drei Mitglieder waren vor Ort. Ohne die zusätzlichen Helfer wäre es bestimmt anders abgelaufen, also noch mal vielen Dank für eure Hilfe und Zeit!

So, jetzt komme ich aber endlich zu den Fotos und dem Bericht über den Ablauf der Grabenkollektor Erstellung.

Einen Abend vorher habe ich das Grundstück nochmal abgesteckt und den Grabenverlauf mit Markierungsspray markiert:


Der Bagger hat es somit einfach und musste nur der Markierung folgen. Wir hatten das Glück, dass wir den Mutterboden links (außen) und den Erdaushub rechts (innen) vom Graben ablegen konnten. Das hat Zeit gespart und die Trennung einfacher gemacht:


Letzte Feinarbeiten, wie den Grabenboden zu Glätten oder letzte Steine zu entfernen, mussten wir dann jedoch selbst mit einer Schaufel oder Harke machen:


Da der Grabenabschnitt unter der Auffahrt schmal und tief ist, wurde der obere Teil erst mit der größeren Schaufel entfernt. Somit haben wir eine Art Abböschung bekommen und das sichere Arbeiten im Graben ist gewährleistet:


Hier wurde die erste Rolle vorsichtig in den Graben gelassen. Damit sie nicht unkontrolliert in den Graben rutscht, haben wir sie mit einem Seil gesichert und langsam runtergelassen:


Nach meinen vorherigen Berechnungen mussten wir ca. 9 m rausgucken lassen, um auch später noch genug Rohr zu haben, um im Hauswirtschaftsraum zu landen. Hierfür haben wir die Rolle erst abgerollt und dann zurück getragen. Dieser Vorgang wurde so lange wiederholt bis wir genug Rohr hatten:


Wie schon öfters hier im Forum beschrieben haben wir die Rolle abgerollt und gleichzeitig die Schlaufen zur Seite falle lassen. Zwischendurch sind wir jedoch ein bisschen durcheinander gekommen und die Rolle war auf einmal verdreht und die Schlaufen konnte man nicht mehr einfach zur Seite fallen lassen. Nach mehrfachem drehen der Rolle in verschiedene Richtungen konnte wir sie aber wieder in die richtige Position bringen. Danach haben wir dann alle paar Slinkys die Rolle ein paar Mal auf der Stelle in Laufrichtung gedreht und dann ging es schon besser:


Auf dem nächsten Bild kann man die Strom- und Wasserleitung sehen, unter der wir unter durch mussten. Zwischen Soleleitung und Strom- und Wasserleitung haben wir noch eine 10 cm dicke Perimeterdämmung gelegt. Ich hatte da vorher gar nicht dran gedacht, aber zum Glück haben wir einen Baustoffhandel in der Nähe und somit konnte die Dämmung noch besorgen:


Zum Schluss hin haben wir Teams gebildet und beide Rohre gleichzeitig verlegt. Zum Fixieren der Slinkys haben wir Kabelbinder benutzt, allerdings hatte ich Kabelbinder mit den Maßen 300 mm x 3,6 mm besorgt. Ich würde auf jeden Fall breitere empfehlen! Die Länge war ok aber sie ließen sich nicht sehr gut greifen:


Hier sieht man nochmal schön wie wir die Rolle auf der Stelle abrollen. Eine dritte Person muss dann natürlich auch leicht an der abzurollenden Seite ziehe, da sich ansonsten nicht viel ändert:


Nachdem wir mit der Fixierung der Rohre fertig waren, wurde am Anfang auch schon wieder verfüllt. Auf dem Bild kann man gut erkennen, dass die Slinkys am Kalten Ende weiter auseinander liegen:


Im nächsten Grabenabschnitt werden sie schon enger verlegt:


Noch einmal von der anderen Seite. Im Hintergrund kann man auch gut die Siebschaufel sehen, mit der wir den Graben wieder verfüllt haben. Steine über 2 cm Größe sind somit nicht in den Graben gelangt, was für die Rohre ja besser ist. Ach ja, die Leitung in der Mitte ist eine 100 m lange Leitung für einen EWT einer KWL. Weil es kaum Mehrarbeit war, habe ich sie mit reingelegt:


Nachdem die ersten ca. 50 cm verfüllt waren, haben wir das erste Mal mit einer Rüttelmaschine verdichtet:


Nach einer weiteren Schicht, ca. 70 – 90 cm über dem Kollektor wurde ein Warnband verlegt:


Hier nochmal ein anderer Grabenabschnitt:


Insgesamt wurde in 3 Schritten mit einer Rüttelplatte verdichtet und zum Schluss ist der Bagger noch einmal drüber gefahren:


Hier einmal das Warme Ende mit Reserve um in den HWR zu gelangen:


Und hier das Kalte Ende. Der Tipp mit der Palette ist super und hat auch sehr geholfen, als wir später die Hauseinführungen erstellt haben:


Über Nacht hatte ich auch einen Drucktest mit Luft gemacht. Hierfür hatte ich mir die nötigen Verschraubungen besorgt, um alle Leitungen in Reihe zu schalten. An den Enden war auf einer Seite ein Absperrventil und auf der anderen Seite ein Druckmanometer. Wir haben die Leitungen mit 5 bar beaufschlagt und am nächsten Morgen standen noch 4,6 bar an. Allerdings habe ich mir dann einen „Lecksucher“ gemixt, um die Verschraubungen zu überprüfen (Hierfür muss man einfach Wasser mit Spülmittel mischen). Diesen habe ich dann über die Verschraubungen gekippt und siehe da, an den Verschraubungen beim Druckmanometer war eine kleine Undichtigkeit. Erkennbar an kleinen Blasen, die sich dann bilden. Siehe auch Foto. Nach erneutem abdichten war dann alles dicht:


Einen Tag später wurde dann auch schon die Sandplatte erstellt und Soleleitungen liegen erstmal noch am Rand:


Nachdem die Sandplatte fertig war, konnten wir uns an die Hauseinführungen machen.
Ich habe mich als Schutzrohr für Kabuflex DN63 entschieden, also jede Soleleitung in ein einzelnes Schutzrohr. Der Grund ist auch der, dass ich für die Soleleitung des EWT für die KWL sowieso ein einzelnes Rohr gebraucht hätte und es Kabuflex nur in 50 m Rollen gibt. Des Weiteren ist es auch um einiges günstiger als z.B. DN110.
Vor der Verlegung haben wir das Schutzrohr über die Soleleitungen gestülpt und dann gemeinsam verlegt. Dadurch haben wir einen Arbeitsschritt gespart und mussten die Leitungen nicht nachträglich durchschieben.
Auf dem Foto sieht man die Leitungen der WP, wo sie im späteren HWR wieder raus kommen. Zwischen dem warmen und kalten Enden habe ich eine Perimeterdämmung gepackt. Ich wollte sie so dicht bei einander haben, weil später der warme Soleverteiler an der Wand sitzen soll und der kalte davor. Natürlich aber auch alles eingedämmt:


So sah es dann nach getaner Arbeit aus:


Einen Tag später (Freitag letzte Woche) wurden dann die Fundamente aushoben und ich hatte die rausguckenden Ende nochmal ein bisschen eingekürzt und als Regenschutz, abgeschnittene Flaschen auf den Schutzrohren befestigt:


Mittlerweile wurde auch sogar schon die Bodenplatte erstellt. Wie man sieht, habe ich die Soleleitungen der WP nochmal mit einem Band fixiert um sie gerade zu halten. Dadurch das Kabuflex so flexible ist, würden die Schutzrohre nicht von alleine hochstehen. Der Vorteil beim Verlegen überwiegt jedoch. Die Fixierungsseile kann ich später ja einfach wieder abschneiden. So hängen die Leitungen aber auch nicht „in der Wand“ und die Maurer haben mehr Platz zum Arbeiten:


Alles im Allen hat gut geklappt.
Die Vorbereitung hier im Forum ist super und ich denke jeder der wirklich Lust dazu hat und sich damit auseinander setzt kann so einen Grabenkollektor erstellen.

Was ich hier immer wieder gelesen habe mit „der Grabenkollektor soll vor der Bodenplatte erstellt werden“, kann ich nur bestätigen. Ich weiß gar nicht wo wir sonst den ganzen Erdaushub zwischengelagert hätten. Das ganze Grundstück sah aus, als wenn eine Bombe eingeschlagen hätte.
Bei mir wurde zwar schon das Haus eingemessen, aber der Baggerfahrer hatte es echt drauf und ist gut an den Markierungen vorbei gefahren. Lediglich eine Markierung musste neu gemacht werden.

Vom Zeitaufwand her haben wir am ersten Tag 10 Stunden für Grabenaushub, Kollektorverlegung und die ersten 50 cm verfüllen gebraucht. Am zweiten Tag haben wir dann in 8 Stunden den Rest verfüllt und das Grundstück wieder begradigt.
Zwei Tage später haben wir dann nochmal 2 Stunden für die Hauseinführungen gebraucht.

Zur Slinkyverlegen muss ich auch noch was sagen.
Die Tabelle vom Grabenmaltool haut gut hin, allerdings haben wir anscheinend nicht oft genug in Teilabschnitten die Längen kontrolliert und hatten zum Ende hin ein paar Meter zu viel übrig. Ich hatte zwar auch Holzlehren mit den Abständen erstellt, aber vieles macht man später doch nach Augenmaß. Wir haben dann zum Teil die Kabelbinder wieder geöffnet und die Slinkys enger verlegt. Es ging dann auch nur noch nach Gefühl und wir haben uns danach gerichtet, wieviel Meter wir am Ende brauchen. Hat auch geklappt, jedoch liegen ein paar Meter im letzten Graben jetzt enger als geplant.
Als Tipp: Kontrolliert öfter den Rohrverbrauch auf Teilabschnitten!

Ich freue mich schon, wenn es soweit ist und die WP in Betrieb genommen werden kann.
Ich werde euch auf jeden Fall auf dem Laufenden halten und davon berichten.

Als Abschluss nochmal vielen Dank an alle die zu meinem Grabenkollektor beigetragen haben, ob in der Planung oder Hilfe vor Ort. Ohne euch wäre es sicher anders abgelaufen.

Viele Grüße
Alex
Verfasser:
crink
Zeit: 24.09.2016 10:23:57
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Hallo Alex,

danke für den ausführlichen Bericht, gerade für Unentschlossene dürfte der eine gute Hilfe sein. Darf ich die Bilder für die Ringgrabenkollektor-Homepage verwenden und auf diesen Thread verlinken?

Viele Grüße
crink

Ps: Wäre schön, wenn Du weiter so ausführlich vom Aufstellen und der Inbetriebnahme der WP, dem Estrichausheizen und dem ersten Winter berichtest. Und die Protokollierung der Verbrauchsdaten in der WP-DB ist ja sowieso Pflicht ;-)
Verfasser:
dyarne
Zeit: 24.09.2016 11:49:27
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servus alex,

toller bericht!!!

Zitat von AlexNB2016 Beitrag anzeigen
...Soweit ich es verstanden habe, wurde der Grabenkollektor zusammen mit dem österreichischen Forum in dieser Form entwickelt und es ist auch nicht selbstverständlich, dass das ganze Wissen hierrüber kostenlos für jedermann zugänglich gemacht wird. Vor allem auch die Entwicklung des Grabenmaltools mit Berechnung für Entzugsleistung und Slinkyverlegung und das auch dieses für jedermann zur Verfügung steht....

der grabenkollektor wurde vor rund 6 jahren beginnend von den beiden forum-gurus frank und bernd entwickelt.
von frank kam der neue ansatz die rechteckfläche in einen schlauch rund ums grundstück aufzulösen, von berrd kamen die slinkies.
das ganze wurde von beiden weiter und weitergedacht, erste pilotanlagen gebaut und dann kam crink mit seinem großartigen grafischen tool dazu.
und dem unermüdlichen support hier im forum...

in A haben wir das lange verfolgt, erste individuelle anlagen sind auch enstanden.
im esh-forum hat das pilotprojekt mit der anlage von richard die völlig transparent geplant, gebaut und betrieben wurde/wird den durchbruch bewirkt, sodaß heuer bei uns wohl mehr anlagen als in D gebaut werden. (oder doch nicht?)

die foren bleiben trotzdem nur spielwiese für freaks und pioniere und ambitionierte selbermacher und sind von den stückzahlen her für die industrie kaum relevant. dort ist aber seit heuer der erste hersteller im boot, der voll auf den ringgrabenkollektor setzt. ich bin sicher in derselben zeit die das konzept bisher gebraucht hat wird es zum industriestandard werden ... ;-)


ich erlaube mir auf deinen verlegebericht auch konkret mit anmerkungen einzugehen...

Zitat von AlexNB2016 Beitrag anzeigen
...Nach meinen vorherigen Berechnungen mussten wir ca. 9 m rausgucken lassen, um auch später noch genug Rohr zu haben, um im Hauswirtschaftsraum zu landen. Hierfür haben wir die Rolle erst abgerollt und dann zurück getragen. Dieser Vorgang wurde so lange wiederholt bis wir genug Rohr hatten: ...
diese mühsame arbeit kann man sich durch rausreversieren von ausreichend schleifen ersparen. eine schleife hat rund 4-5m



Zitat:
Den Rohrbund in den ersten Grabenabschnitt manövrieren, Bund öffnen, benötigte Meter lt Plan für Anbindeleitung ‚herausreversieren’ (1 Schleife -> ~5m). Dazu den Rohrbund 1m abrollen, mit dem Fuß das abgerollte Rohr zur Seite drücken und den Bund darüber zurückrollen; dadurch löst sich die nächste Schleife von selber auf der richtigen Seite vom Bund. Wiederholen bis die benötigten Meter seperiert sind...



Zitat von AlexNB2016 Beitrag anzeigen
... Zwischendurch sind wir jedoch ein bisschen durcheinander gekommen und die Rolle war auf einmal verdreht und die Schlaufen konnte man nicht mehr einfach zur Seite fallen lassen. Nach mehrfachem drehen der Rolle in verschiedene Richtungen konnte wir sie aber wieder in die richtige Position bringen. Danach haben wir dann alle paar Slinkys die Rolle ein paar Mal auf der Stelle in Laufrichtung gedreht und dann ging es schon besser:...

genau wie du schreibst: der knackpunkt damit es keine spannungen gibt ist das richtige verhältnis zwischen abrollen, fallen lassen und nachdrehen zu finden. wenn man das hat ist es möglich den kollektor komplett ohne spannungen und ohne ausdrehen zu legen.
man sollte dazu nie mehr als 2 schleifen vorlegen und sofort versuchen sie vom bund her in größe und lage anzupassen...

Zitat von AlexNB2016 Beitrag anzeigen
...Auf dem nächsten Bild kann man die Strom- und Wasserleitung sehen, unter der wir unter durch mussten...
da ist es alternativ möglich direkt an der kreuzung eine tiefere mulde zu baggern und mit dem rohr gerade bei der kreuzung durchzutauchen...

Zitat von AlexNB2016 Beitrag anzeigen
...allerdings hatte ich Kabelbinder mit den Maßen 300 mm x 3,6 mm besorgt. Ich würde auf jeden Fall breitere empfehlen! Die Länge war ok aber sie ließen sich nicht sehr gut greifen...
ich würde genau die empfehlen ... ;-)
sie haben den vorteil daß wenn sich beim füllen etwas bewegt und spannung aufs rohr kommt der kabelbinder einfach reißt...

Zitat von AlexNB2016 Beitrag anzeigen
...Hier sieht man nochmal schön wie wir die Rolle auf der Stelle abrollen. Eine dritte Person muss dann natürlich auch leicht an der abzurollenden Seite ziehe, da sich ansonsten nicht viel ändert...
perfekt beschrieben. sonst macht man nur eine riesenschleife in die luft.
die koordination zwischen bunddrehern und schleifenlegern ist überhaupt das um und auf für eine geschmeidige verlegung.

Zitat von AlexNB2016 Beitrag anzeigen
...Siebschaufel ...
super!
sollte bei steinigen böden zum standardinventar einer ringgrabenkollektorbaustelle werden...

Zitat von AlexNB2016 Beitrag anzeigen
...Und hier das Kalte Ende. Der Tipp mit der Palette ist super und hat auch sehr geholfen, als wir später die Hauseinführungen erstellt haben...
;-)
ich hab sie nur immer umgekehrt eingebaut.
die glatte seite zum späteren ausgraben, dafür die rohre an den palettenfüßen hochgeführt. so kann der bagger mit der schaufel beim freilegen richtig am holz runterkratzen...

toller kollektor - tolle doku!

danke retour ... ;-)
Verfasser:
AlexNB2016
Zeit: 24.09.2016 17:15:33
0
2411794
@ crink:
Die Bilder kannst du gerne auf der Ringgrabenkollektor-Homepage verwenden und auch auf diesen Thread verlinken.

Zitat von crink
Ps: Wäre schön, wenn Du weiter so ausführlich vom Aufstellen und der Inbetriebnahme der WP, dem Estrichausheizen und dem ersten Winter berichtest...

Das habe ich vor. Deshalb habe ich auch einen neuen Thread eröffnet ;-)

@ dyarne:
Die Idee für die Zuleitung zum HWR vorher einfach zwei Schlaufen abzunehmen, um in meinem Fall ca. 9 m zu haben, ist ein sehr guter Tipp! Darauf sind wir gar nicht gekommen.

Mit den Kabelbindern hast du natürlich recht. Im Falle von zu großer Spannung auf das Rohr, z.B. beim Verfüllen, ist es natürlich besser wenn der Kabelbinder nach gibt und nicht dass das Rohr in Mitleidenschaft gezogen wird.
Dann nehme ich meine Aussage zurück und ich empfehle doch keine breiteren Kabelbinder ;-)
Ich meine wir haben es ja auch trotzdem hinbekommen, es war zum Teil halt nur schwer den Kabelbinder auf den ersten cm fest zu ziehen.

Mit der Palette andersrum hast du recht. Am warmen Ende habe ich es gemerkt, dass anders rum besser gewesen wäre. Wir mussten mit Schaufeln und Händen die Palettenfüße frei legen, um die Palette entfernen zu können. Am kalten Ende mussten wir sowieso mit Schaufeln und Händen arbeiten, weil wir da von der Seite gekommen sind.
Verfasser:
HeinerD
Zeit: 25.10.2016 20:48:37
0
2423831
Wow, bin wirklich begeistert von der Arbeit ! Stark. Wäre gerne beim Abrollen dabei gewesen :-)

Jetzt zu meiner Fragen. Wie hast Du es dir denn im Inneren des Hauses mit dem Anschluss an die WP gedacht? Die Abstände zwischen KALT und WARM sind ja doch sehr großzügig - gibt es hier einen Grund?!
Da ich auch eine Hauseinführung von zwei unterschiedlichen Seiten plane, interessiert mich Deine Motivation dahinter.

IViel Erfolg und gutes Gelingen, dass Ihr schon zu Weihnachten heizen könnt :-)

Falls Du eine Zeichnung oder ein Bild hast, wäre ich dankbar, wenn Du das bei Gelegenheit hochlädst.

Grüße

HeinerD
Verfasser:
AlexNB2016
Zeit: 15.11.2016 17:08:29
1
2432972
Hallo Heiner,

Entschuldigung, dass ich erst so spät antworte. Ich war Ende Oktober/Anfang November im Urlaub und war ehrlich gesagt seit dem auch gar nicht mehr im Forum unterwegs.

Das hast du falsch verstanden. Das kalte und warme Ende sind sogar sehr dicht beieinander, dichter geht gar nicht. Ich hatte es eigentlich auch so beschrieben. ;-)
Zitat von AlexNB2016 Beitrag anzeigen
.....Auf dem Foto sieht man die Leitungen der WP, wo sie im späteren HWR wieder raus kommen. Zwischen dem warmen und kalten Enden habe ich eine Perimeterdämmung gepackt. Ich wollte sie so dicht bei einander haben, weil später der warme Soleverteiler an der Wand sitzen soll und der kalte davor. Natürlich aber auch alles eingedämmt:


Die zwei Leitungen, die weiter weg aus dem Boden kommen sind jeweils Ein- und Austritt für den Sole-EWT der KWL.

Hier nochmal zwei Fotos, wie es zur Zeit im HWR aussieht. Fertigstellung ist im Februar/März geplant, somit wird es nichts mit an Weihnachten schon zu heizen :-D

4 Leitungsenden für zwei Solekreise. Ich hatte mich allerdings bei meinem Vorpost vertan. Die beiden Leitungen an der Wand sind jeweils das kalte Ende/Austritt WP und die beiden Leitung zum Raum das warme Ende/ Eintritt WP.


Hier Ein- und Austritt für den Sole-EWT der KWL. Diese befinden sich auf der anderen Seite des HWR.


Viele Grüße
Alex
Verfasser:
Chris MD
Zeit: 03.02.2017 09:00:24
0
2472500
Wow. Klasse Bericht. Hat bei mir wieder mehr Licht ins Dunkle gebracht. Vielen Dank!

Und wie läuft die WP bis jetzt? Habt ihr eure Senkseite auch exakt planen lassen?

Gruß
Verfasser:
AlexNB2016
Zeit: 15.02.2017 19:18:47
0
2478674
Moin Chris,
Vielen Dank!

Der Hausbau zieht sich bei mir ein bisschen hin und die letzten zwei Monate ist auf Grund des Wetters nicht viel passiert. Die WP wird voraussichtlich erst Anfang April installiert und in Betrieb genommen.

Bzgl. der FBH's Auslegung habe ich nur eine Berechnung 35/27°C vorliegen. Die FBH wird frühestens Mitte März verlegt und ich bin noch am überlegen mit der Temperatur weiter runter zu gehen. Allerdings bin ich mir nicht sicher ob es sich wirklich rechnet. Zur Zeit ist überall bis auf das Bad und Gäste-WC ein Verlegeabstand von 15 cm geplant, im Bad und Gäste-WC 10 cm. Alternativ dache ich überall 10 cm Verlegeabstand zu haben und im Bad dann noch ein Stück Wandheizung. Würde aber fast 1500€ mehr Kosten.
Jedoch egal wie ich mich entscheide, kein Heizkreis wird über 100m lang sein.

Viele Grüße
Alex
Verfasser:
teutates
Zeit: 09.03.2017 07:37:09
0
2486710
Moin Alex,

ein sehr schöner Thread mit sehr interessanten Bildern, die mir bei meiner Planung und Ausführung auch sicherlich helfen werden. Schade nur, daß ich mich nicht schon früher mit dem Thema befasst habe, weil ich sonst sehr gerne bei Dir geholfen hätte - meine Eltern wohnen in Hagen. ;)

Hat sich im letzten Monat denn schon wieder was getan?

Gruß,
Sven
Verfasser:
Lupo1
Zeit: 09.03.2017 13:38:11
0
2486853
Hallo Alex,

bezüglich dem Mehrreis deiner FBH und WH:
Bei unserem EFH wurde im EG und OG auf 173m³ 4 WH Kreise und 19 FBH Kreise verlegt. Der gesamte Bedarf an 16x2 Aluverbundrohr für EG/OG waren 1500m, für WH wurde 14x2 Aluverbundrohr verwendet um die kürzeren Kreise im Druckverlustbereich der FBH zu kommen.
Bei mir dürfte die dichtere Verlegung der FBH ca. 300m an 16x2 Rohr, sowie je 2 Kreise je Verteiler ausmachen. Hinzu kommen noch Material für 4 Wandheizungen und zusätzlich 2 Kreise je Verteiler.
Die zusätzlichen Wandheizungen würde ich hier nicht heraus nehmen, wenn dann könnte man weniger FBH Rohr einlegen. Eine Wandheizung in den Bädern ist fast ein muss, im Wohn/Essbereich aber empfehlenswert. Durch erschließen von mehr Fläche kannst du weniger Rohr in eine vorhandene FBh einlegen und erhälst eine effektivere Auslegung.
Du kannst dich mit HFrik Tabelle deine Auslegung selbst vornehmen.
Mache einen eigenen Threath hierzu auf, wer einen RGK erstellen kann dürfte mit einer WH an die Wand montieren auch keine Probleme haben.

Wolfgang.
Verfasser:
AlexNB2016
Zeit: 17.03.2017 21:12:42
1
2489883
@Sven:
Wo baust du? Bei Bedarf und Zeit kann ich dir gerne helfen.
Mittlerweile hat sich schon wieder einiges auf dem Bau getan und ab nächster Woche beginnt auch mein Heizungsbauer mit seinen arbeiten. Bis die WP in Betrieb genommen wird, dauert es aber bestimmt noch Ende April.

@Wolfgang:
Vielen Dank für deinen Beitrag.
Ich habe mich mittlerweile auch für die Wandheizung im Bad entschieden. Alternativ hätte ich sonst einen elektrischen Handtuchheizkörper nehmen müssen um auf die errechnete Heizlast zu kommen.
Ansonsten habe ich es bei dem VA von 15 cm und im Bad und WC von 10 cm belassen. Die kosten alles auf 10 cm zu bringen sind mir zu hoch und würde ich glaube ich niemals einsparen können. ca. 1800€ wären es insgesamt mehr für mehr Rohr, Stellmotoren, größerer Verteiler, neue Berechnung der Auslegung, extra Arbeitswand, etc...
In Eigenleistung kann ich aus zeitlichen gründen leider nichts selber verlegen und muss somit alles machen lassen.

Viele Grüße
Alex
Verfasser:
teutates
Zeit: 20.03.2017 11:48:42
0
2490779
Moin Alex,

Salzhausen (Westlich von Lüneburg) wird es bei uns, also mit 70km Entfernung nicht gerade um die Ecke. Wenn es Dir passt und ich das nächste Mal in Hagen bin, würde ich gerne mal vorbeikommen und mit Deine Installation aus der Nähe anschauen.

Gruß,
Sven



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