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SHK-Installateure sehen Heizungslabels als Chance für die Energiewende
Verfasser:
BarthJ
Zeit: 12.01.2017 10:50:49
0
2462174
Der Eindruck der Immobilienbesitzer ihr Heizsystem funktioniere noch effizient genug wird doch gerade in der Mehrzahl der Fälle durch den Schornsteinfeger bestätigt. Dort heißt es ähnlich: ".. die ist ja noch richtig gut - da brauchen sie nichts machen". Und diese Aussage/Meinung wird dann noch durch das Messprotokoll bestätigt. Warum sollte ein Immobilienbesitzer dann seine „Altheizung“ modernisieren?
Verfasser:
Martin24
Zeit: 12.01.2017 11:25:30
6
2462189
Ich glaube eigentlich eher, dass es heißen sollte: "SHK-Installateure sehen Heizungslabels als Chance für Mehreinnahmen"

Natürlich ist die Branche begeistert, wenn das Label dazu führt, dass mehr Altanlagen ausgetauscht werden, weil die Besitzer denken, etwas Gutes zu tun oder man ihnen sogar einredet, ihnen bliebe gar nichts anderes übrig.

Ob das für den Nutzer und/oder die Umwelt wirklich besser ist, darf dagegen bezweifelt werden.
Ich kenne so einige Anlagen, in denen alte Niedertemperaturkessel werkeln. Richtig, der Schornsteinfeger sagt regelmäßig "alles okay". Der Heizungsbauer sagt regelmäßig: "Bauen Sie doch endlich einen neuen Kessel ein, der armortisiert sich durch die Einsparung innerhalb weniger Jahre!"
Eine Amortisationsrechnung bleibt der aber immer schuldig.

Wenn ich mir dann eine Heizungsanlage ansehe, die im Jahr für 1200€ Öl verbrennt, deren Austausch aber 12.000€ kosten soll, dann frage ich mich, ob der Kunde nach dem Austausch tatsächlich gar keine Brennstoffkosten mehr hat oder der Tank sogar immer voller wird ...

Ja, warum sollte denn nun der Besitzer so einer Altanlage modernisieren, außer um den notleidenden SHK-Betrieb zu unterstützen?

Grüße
Martin
Verfasser:
sukram
Zeit: 12.01.2017 11:37:03
1
2462196
Zitat von Aus der Begründung der Effizienzbapperlvorlage
3. Haushaltsausgaben ohne Erfüllungsaufwand

Heizungsinstallateure, Schornsteinfeger und bestimmte Energieberater werden ab 2016 berechtigt, freiwillig (und ohne Kostenerstattung) zu etikettieren. Die circa 8 000 bevoll-mächtigten Bezirksschornsteinfeger im Gebiet der Bundesrepublik Deutschland werden ab 2017 durch Artikel 1 Nummer 5 § 18 dieses Gesetzes verpflichtet, die trotz freiwilligen Etikettierens weiterhin bestehenden Lücken im Rahmen der circa alle dreieinhalb Jahre stattfindenden Feuerstättenschau durch Nachetikettierung zu schließen; hierfür erhalten sie – im Gegensatz zu den Berechtigten Artikel 1 Nummer 5 § 16 Absatz 1 dieses Geset-zes – einen finanziellen Ausgleich durch den Bund ...

...Bei einer Kostenerstattung in Höhe von 8 Euro zuzüglich Umsatzsteuer pro gesetzlich etikettiertem Heizgerät belaufen sich in Summe die Kosten für das gesetzliche Etikettieren durch den Bezirksschornsteinfeger nach Artikel 1 Nummer 5 § 17 Absatz 1 dieses Gesetzes im Zeitraum von 2017 bis 2023 auf knapp 63,3 Millionen Euro zuzüglich Umsatzsteuer.

[...]

... Die Personal-kosten der Bundesverwaltung (BAFA/ Bundesstelle für Energieeffizienz (BfEE)) werden mit 735 000 Euro pro Jahr oder für Daraus leitet sich ein Personalbedarf für sechs Bürosachbearbeiter des mittleren Dienstes, einen Sachbearbeiter des gehobenen und einen Referatsleiter des höheren Dienstes ab.

Die jährlichen Gesamtkosten betragen für die Bundesverwaltung circa 735 000 Euro, was für den Zeitraum von 2017 bis 2023 voraussichtlich 5,15 Millio-nen Euro ergibt.

Darüber hinaus fallen einmalig Kosten für die Entwicklung der Software in Höhe von 330 000 Euro und jährliche Kosten für den Druck des Etiketts und der In-fobroschüren in Höhe von 150 000 Euro an.


Zitat von Faz
Bundesrechnungshof kritisiert undurchsichtige Energiewende

Die Regierung schlampt in der Energiepolitik. Zu dem Schluss kommen Prüfer. Sie werfen dem Ministerium von Sigmar Gabriel grobe Mängel und teure Fehler vor.

[...]

Im Zentrum der Kritik steht das von Sigmar Gabriel (SPD) geleitete Wirtschaftsministerium. „Das BMWI hat keinen Überblick über die finanziellen Auswirkungen der Energiewende“, heißt es im noch unveröffentlichten Prüfbericht des Rechnungshofes an den Haushaltsausschuss des Bundestages, der dieser Zeitung schon vorliegt.

„Elementare Fragen wie ,Was kostet die Energiewende den Staat?‘ oder ,Was soll die Energiewende den Staat kosten?‘ werden nicht gestellt und bleiben unbeantwortet“, schreiben die Prüfer in dem Dokument. Ihre Kontrollen zeigten, dass die Frage nach der Bezahlbarkeit der Energiewende „noch nicht den ihr zukommenden Stellenwert“ habe. Der Bundesrechnungshof sehe das Risiko, dass es immer teurer werde, die Energiewende nach vorne zu treiben.


Schwere Mängel in der Organisation

Weder hausintern noch in der Regierung oder mit den Bundesländern fänden ausreichend koordinierte Absprachen zur Energiewende statt, bemängeln die Prüfer. Doppelarbeit und doppelte Förderungen seien eine Folge. So gebe es auf diversen, von unterschiedlichen Ministerien gesponserten Internetseiten Stromspar-Tipps, obwohl ähnliche Informationen auch von anderen Organisationen angeboten würden. Energieberatungen könnten auch ohne Staatszuschuss für Verbraucher wirtschaftlich und effizient sein, heißt es.

Dem Ministerium, das seit Amtsantritt Gabriels 2013 die Energiepolitik koordiniert, halten die Rechnungsprüfer schwerwiegende Organisationsmängel vor. Die organisatorische Umsetzung der Energiewende sei „nicht nachvollziehbar“. Neue Stellen seien ohne Bedarfsermittlung und ausreichende Begründung geschaffen worden. Es bestünden große Zweifel, ob „tatsächlich 131 zusätzliche Stellen erforderlich gewesen wären“.

[...]


"Ach was".

Das ist schon keine Watschn mehr, das ist ein Tritt in den voluminösen Hintern,


s.a.:

Bundesämtle für Energieeffizienz


Hat aber Tradition bei dem designierten Herrn "Kanzlerkandidaten"

Rechnungshof rügt [Umweltminister] Gabriels Umgang mit Sachverständigen


Edit Vorschau streikt
Verfasser:
TackaTucka
Zeit: 12.01.2017 15:05:37
2
2462295
Zitat von Martin24 Beitrag anzeigen
Ich glaube eigentlich eher, dass es heißen sollte: "SHK-Installateure sehen Heizungslabels als Chance für Mehreinnahmen"
Noch mehr?

Mein HB ist so voll mit Arbeit, daß seine Mädels mit dem Rechnungsschreiben kaum noch hinterherkommen - in 2016 habe ich zwischen drei und acht Wochen auf Rechnungen warten dürfen.

Über Weihnachten/Neujahr hatte der Laden zwei Wochen dicht - da hielt nur eine Sekretärin die Stellung.
Verfasser:
Martin24
Zeit: 12.01.2017 15:26:55
1
2462306
Zitat von TackaTucka Beitrag anzeigen
Mein HB ist so voll mit Arbeit, daß seine Mädels mit dem Rechnungsschreiben kaum noch hinterherkommen - in 2016 habe ich zwischen drei und acht Wochen auf Rechnungen warten dürfen.


Mmh. 8 Wochen warten auf einen Termin, die Heizung zu reparieren, kann ich noch mit Überlastung erklären. 8 Wochen auf eine Rechnung zu warten ist dann m.E. aber eher miserable Arbeitsorganisation. Wobei jemand, der auf Monate hin ausgebucht ist, sich wohl auch das leisten kann.

Grüße
Martin
Verfasser:
sukram
Zeit: 12.01.2017 16:13:55
4
2462329
Wie kleinlich - das Kläberli kostet grademal ungefähr soviel wie die Elphie.

Jedenfalls was die am Anfang mal kosten sollte.

Apropos- ist euch mal aufgefallen, dass sich unsere Kwalitätspresse plötzlich vor Begeisterung über dies Bauwerk regelrecht überschlägt? Ich meine nicht nur Augsteins missratenes Erbe, das könnte ja unter rächtsradikalem Lokalpatriotismus powered by den in der Branche üblichen Freikarten abgehen, nein, das geht querbeet bis zum anderen Ende Prandtl-Prawda...

Woher das wohl kommt- vielleicht von der 10 Mio - Imätschkampanjeetat, dass da noch obendruff auf's Segeldach kommt? Auch Kwalitätsschreiberlinke "müssen schließlich essen"...

Wer hat eigentlich womit wozu die "BauInfoConsult" für ihr hier zutage tretendes Schaffen bezahlt?:


Der Pöbel hingegen, der muss halt schauen, wo er bleibt -

Hamburger Abendblatt::

Vor Zentralabitur
Schulsenator ordnet bessere Mathe-Noten an

Der Notendurchschnitt in der Probeklausur beträgt nur 3,9. Die Schulbehörde setzt die Zensuren um eine ganze Note herauf.


>"Wir wissen nicht, ob es an den Schülern liegt oder die Aufgaben an sich zu schwer waren", so der Senator.[/i] !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

(c) Bindungsexperten-, Soziale Gereschtischkeits- und Lehrerpartei SPD

jenseits der "privaten Bindungsstätten".
Vom Berliner Bindungsunwesen lernen heißt Wahlsiegen; hingegen die Eltern mal daran zu erinnern, dass sie gefälligst für die Wurf- und Aufzuchtprämien u.v.a.m. gefälligst mehr zu leisten hätten als der gemeine Schweinezüchter- das kommt nicht gut, ...


Die GrünInnen haben diesbezüglich wieder mal den Vogel abgeschossen- diplomierte Nutten für's Altenheim, wo sie schon an den Windeln sparen. Meine Fr...
Freilich- solche Erfahrungen macht man beim Willkommensklatschen nicht.


Ich sehe, ich hab' heute wieder meinen depressiven Tag.
Eigentlich: Woche.
Eigentlich schon das ganze Jahr...
Verfasser:
hanssanitaer
Zeit: 12.01.2017 16:25:06
5
2462336
Die Branche oder auch deren Lobbyisten sind dem Kunden in Kontext von Förderkrediten, Bafa-Zuschüssen und alle dem anderem Sparwahn eigentlich eine vollständige Amortisationsrechnung schuldig. Was der Staat hier wahllos an Geldern verschleudert, ist zum Himmel schreiend.

Man würde sich wünschen, der liebe Gott stattet jeden Tag nur 10 Neugeboren mit etwas mehr technischem Sachverstand und weniger Papagei-Genen aus.
Verfasser:
Brombaer
Zeit: 12.01.2017 18:04:29
8
2462402
viel hilfreicher für die Kunden wäre ein Effizienzlabel der SHK Installateure oder TGA Planer 🤓
Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit: 12.01.2017 18:30:14
0
2462419
Umfragen ,Trendschätzungen und Analysen von Bauinfo consult gelten eigentlich als seriöse Quellen für die deutsche Bauwirtschaft.

In dem verlinkten Artikel waren 16 % der befragten Installateure zum Befragungszeitpunkt (siehe Grafik) voll und ganz, 52 % überwiegend der Meinung, dass sich durch die neuen Effizienzlabel der Absatzanteil an hocheffizienten Heizsystemen deutlich erhöhen wird, siehe




Anfang 2017 liegen noch keine abschließenden Bilanzen der Heizungsindustrie über den Absatz Wärmeerzeuger Deutschland 2016 vor.

Vorläufige Daten aus dem 2. Halbjahr 2016 lassen aber bei

Brennwertgeräten Gas / Öl
• Wärmepumpen

Zuwachsraten im Bereich bis 10 % erwarten.

Damit wären die Erwartungen der befragten Handwerker für 2016 eingetroffen.

Es ist schwer nachvollziehbar, was diese Sachfragen mit der Hamburger Schulpolitik, der Elbphilharmonie oder mit einem seltsamen Vorschlag zur Betretung von Behinderten zu tun haben.

Zum allgemeinen Frustabbau ist ein Haustechnikforum das falsche Mittel.

Es gibt übrigens zum gleichen Thema auch abweichende Umfrageergebnisse.
Schlussfolgerungen sollte man aber erst dann ziehen, wenn zuverlässige Bilanzen zum Wärmemarkt Deutschland 2016 vorliegen

Dietmar Lange
Verfasser:
sukram
Zeit: 12.01.2017 18:53:23
1
2462436
Allgemeine Anfrage:

Hat irgendjemandes Anlage von seinem Heizer schon eine geklebt gekriegt?
bekanntlich startete das Pflichtkleben durch den Schorni erst vor 12 Tagen ;-)


Das Thema betraf uneffizientes Verwenden öffentlicher Gelder, eig.: Untreue.

Aber "was nicht passt, wird passend gemacht" so ein Landespolitiker einer unkorrekten Partei...

Darum geht es: Am 13. Dezember
hatten alle angehenden Abiturienten
an Gymnasien und Stadtteilschulen
eine Probeklausur in Mathematik unter
den Bedingungen des ersten Zentralabiturs
geschrieben, das in diesem Jahr
in allen 16 Bundesländern abgehalten
wird. Die Aufgaben in den Bereichen
Analysis, Analytische Geometrie und
Stochastik wurden den Beispielaufgaben
nachempfunden, die das Berliner
Institut für Qualitätsentwicklung im
Bildungswesen (IQB) für das Zentralabitur
entwickelt hat.
Die ersten Ergebnisse von zehn
Gymnasien und Stadtteilschulen waren
niederschmetternd. Der Notendurchschnitt
lag bei 3,9. Bei der Mathe-Abi-
Klausur 2016 betrug der Mittelwert gut
3,2. Rabe hat daraufhin, wie berichtet,
die Heraufsetzung der Zensuren um
eine Note angeordnet, damit den Schülern
kein Nachteil entsteht.

Q: H. Abendblatt von heute

Berliner Abiturienten darf man lt. FAZ manche Aufgaben gar nicht mehr stellen, die hierzuland' im Südwesten vor 40 Jahren zur mittleren Reife führten- aber hier wird sich auch schon angeglichen.
Verfasser:
sukram
Zeit: 13.01.2017 12:41:32
0
2462775
Zitat von sukram Beitrag anzeigen
Allgemeine Anfrage:

Hat irgendjemandes Anlage von seinem Heizer schon eine geklebt gekriegt?
bekanntlich startete das Pflichtkleben durch den Schorni erst vor 12 Tagen ;-)

Das Thema betraf uneffizientes Verwenden öffentlicher Gelder, eig.:[...]



Soodele, damit wäre diese Frage auch schon beantwortet: wir prrrrrrrräsentieren die

CO2OnInline - Handwerkerumfrage 2016 auch zum >70-Millionen-Effizienzbapperl (pdf) und zur Bappelei im allgemeinen, die doch diametral der oben zitierten Kwalitätsumfrage widersprechen...

Seite 4 rechte Spalte erste Zeile; auch wenn wir da ein Viertel draufschlagen, weil die ab Sept 'rausging:
"Überschaubar" ;-)

Aber immerhin sind noch "14,1% der Altanlagenbesitzer am Bapperl und seiner Aussage interessiert".
Und finden keine. Oder eine falsche,


Über das Rätsel, wie solch unterschiedliche Umfrageergebnisse zustande kommen, können wir nun gerne weiter philosophieren ;-)
Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit: 14.01.2017 00:27:00
0
2463086
Zitat von sukram Beitrag anzeigen
Zitat von sukram Beitrag anzeigen
[...]



Soodele, damit wäre diese Frage auch schon beantwortet: wir prrrrrrrräsentieren die

CO2OnInline - Handwerkerumfrage 2016 auch zum >70-Millionen-Effizienzbapperl (pdf) und zur[...]



Siehe oben

Es gibt übrigens zum gleichen Thema auch abweichende Umfrageergebnisse.
Schlussfolgerungen sollte man aber erst dann ziehen, wenn zuverlässige Bilanzen zum Wärmemarkt Deutschland 2016 vorliegen


Dietmar Lange
Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit: 14.01.2017 13:23:12
0
2463267
Zitat von sukram Beitrag anzeigen
Zitat von sukram Beitrag anzeigen
[...]



Soodele, damit wäre diese Frage auch schon beantwortet: wir prrrrrrrräsentieren die

CO2OnInline - Handwerkerumfrage 2016 auch zum >70-Millionen-Effizienzbapperl (pdf) und zur[...]


Ehe man über Unterschiede bei den Umfrageergebnissen von Bauinfo consult und CO2 Online diskutiert, sollte man zunächst zur Kenntnis nehmen, welche Fragen zu den Effizienzlabeln gestellt wurden.

Wenn bei abweichenden Fragestellungen abweichende Antworten gegeben werden, ist das eigentlich normal und kein Grund, die Label in Bausch und Bogen als unsinnig zu erklären.

Zur Erinnerung

In der News vom Haustechnikdialog ging es um Zustimmung oder Ablehnung zu der Fragestellung:

„Durch die neuen Energielabel wird sich der Absatzanteil hocheffizienter Heizsysteme deutlich erhöhen“

Die an SHK Handwerker gestellten Fragen von CO2 online kann sich jeder selbst ansehen.

Die Antworten der meisten Handwerker zu der Frage von Bauinfo consult sind plausibel, siehe

Aus für Niedertemperaturgeräte, Brennwertgeräte jetzt Mindeststandard

Für die weniger effizienten Niedertemperaturgeräte, die die im Abgas enthaltene Energie nicht nutzen, bedeutet die Neuregelung das Aus. Aufgrund verschärfter Effizienzanforderungen im Rahmen des Heizungslabels erhalten Neuanlagen künftig keine CE-Zulassung mehr. „Da ein Vertrieb in Europa ohne die CE-Zulassung nicht möglich ist, wird die Niedertemperaturtechnologie komplett vom Markt verschwinden


Energie-Label für alte Heizungen Pflicht

Dietmar Lange
Verfasser:
sukram
Zeit: 14.01.2017 14:19:24
0
2463292
Tschast for ze Records gilt das kursiv zitierte übrigens nicht für reine WW-Bereiter, Warmlufterzeuger, wahrscheinlich auch weiterhin Wechsel/Umstellbrandkessel .... weis freilich hier wie überall allgemein "unter den Tisch" fällt

Zitat von VERORDNUNG (EU) Nr. 813/2013
Artikel 1

Gegenstand und Anwendungsbereich

(1) Mit dieser Verordnung werden Anforderungen an die umweltgerechte Gestaltung im Hinblick auf das Inverkehrbringen und/oder die Inbetriebnahme von Raumheizgeräten und Kombiheizgeräten mit einer Wärmenennleistung ≤ 400 kW festgelegt, einschließlich solcher, die Teil von Verbundanlagen aus Raumheizgeräten, Temperaturreglern und Solareinrichtungen oder Verbundanlagen aus Kombiheizgeräten, Temperaturreglern und Solareinrichtungen im Sinne des Artikels 2 der delegierten Verordnung (EU) Nr. 811/2013 sind.

(2) Diese Verordnung gilt nicht für
a) Heizgeräte, die eigens für den Einsatz von gasförmigen oder flüssigen Brennstoffen ausgelegt sind, die überwiegend aus Biomasse hergestellt sind;

b) Heizgeräte für feste Brennstoffe;
[...]
d) Heizgeräte, die Wärme ausschließlich für die Bereitung von heißem Trink- oder Sanitärwasser erzeugen;

e) Heizgeräte zur Erwärmung und Verteilung gasförmiger Wärmeträger wie Dampf oder Luft;[...]

etc. pp.

Insoweit informiert der grüne Franz im Ländle seine Schäfchen falsch, aber er hat wohl schon im Freiburger Öko-Institut gelernt, dass man der "guten Sache" manchmal eben durch "Selektion" etwas "nachhelfen" muss.

Nur mit dem letzten Satz hat er recht - auch deswegen werden sie vom Markt verschwinden.
Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit: 14.01.2017 15:13:30
0
2463314
Insoweit informiert der grüne Franz im Ländle seine Schäfchen falsch, aber er hat wohl schon im Freiburger Öko-Institut gelernt, dass man der "guten Sache" manchmal eben durch "Selektion" etwas "nachhelfen" muss.

Nur mit dem letzten Satz hat er recht - auch deswegen werden sie vom Markt verschwinden.


Wer die Entstehungsgeschichte der EU Effizienzlabel für Heizgeräte verfolgt hat sollte wissen, dass die Arbeiten in der EU für weitere Geräteklassen laufen.

Ob ein Umweltministerium von BW jetzt darüber informieren muss, welche Wärmeerzeuger erst in der Zukunft mit Labeln versehen werden müssen, darüber kann man streiten.

Aus einer Unterlassung eine Falschinformation abzuleiten, das ist schon recht verwegen.

Dietmar Lange
Verfasser:
sukram
Zeit: 17.01.2017 14:12:43
1
2464875
Zitat von sukram Beitrag anzeigen
Wie kleinlich - das Kläberli kostet grademal ungefähr soviel wie die Elphie.

Jedenfalls was die am Anfang mal kosten sollte.
[
...]

Der Pöbel hingegen, der muss halt schauen, wo er bleibt -

Hamburger Abendblatt::

Vor Zentralabitur
Schulsenator ordnet bessere Mathe-Noten an

Der Notendurchschnitt in der Probeklausur beträgt nur 3,9. Die Schulbehörde setzt die Zensuren um eine ganze Note herauf.

>"Wir wissen nicht, ob es an den Schülern liegt oder die Aufgaben an sich zu schwer waren", so der Senator.[/i] !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

(c) Bindungsexperten-, Soziale Gereschtischkeits- und Lehrerpartei SPD[...]



Joarrr- und wir alle dürfen nun "gutes tun" und mitbezahlen:
Länderfinanzausgleich
Bayern zahlt jetzt auch für Hamburg

Jetzt ist auch Hamburg im Finanzausgleich der Länder zum Empfänger geworden. Die ohnehin schon kleine Zahl der Zahlerländer ist im Vorjahr damit weiter geschrumpft – von vier auf nur noch drei.
....



Schaffen wir hier im Südwesten auch noch- bzgl. PISA & Konsorten hat's schon angefangen; und alle sind ganz erstaunt...
Verfasser:
sukram
Zeit: 19.01.2017 13:56:33
1
2465856
...Und das zum Thema ist zu lesen auf
Zitat von Enbausa ;-)
Tatsächlicher Energiebedarf wird nicht berücksichtigt

Heizungslabel nutzt Verbrauchern nichts
[...]
Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative forsa-Umfrage im Auftrag der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz bei mehr als 1000 Hausbesitzern. Fast die Hälfte der Befragten lehnt auch die neuen Effizienzlabel für ältere Heizungen ab. Schornsteinfeger müssen diese ab Januar 2017 auf mehr als 15 Jahre alte Heizkessel kleben. Das Label soll Hausbesitzer zum Austausch alter Öl- und Gasheizungen motivieren.

„Die Rückmeldungen der befragten Hausbesitzer zeigen deutlich, dass das komplexe Thema Heizung nicht über ein Energielabel dargestellt werden kann“, bilanziert Elke Dünnhoff, Leiterin des Projekts Energiekennzeichnung bei der Verbraucherzentrale. „Die Heizungslabel mit ihren Piktogrammen sind selbst erklärungsbedürftig. Sie berücksichtigen weder den tatsächlichen Energiebedarf des Hauses noch die unterschiedlichen Preise für Öl, Gas, Holz oder Strom.“

[...]


Das Energielabel für alte Öl- und Gasheizkessel lehnen 44 Prozent der befragten Verbraucher ab. Nach ihrer Auffassung ist eine Heizungsmodernisierung eher von der finanziellen Situation und einem Heizungsdefekt abhängig als von einem Label. Die Befragten monierten zudem, dass der Zustand der Heizung bei der Effizienzbewertung auf dem Label nicht berücksichtigt wird. Der tatsächliche Energieverbrauch, eine angepasste Regelung und eine gute Isolierung der Heizungsrohre bleiben unberücksichtigt. „Dies sehen viele Verbraucher kritisch“, stellt Dünnhoff fest.

14 Prozent der Hausbesitzer mit älteren Heizungen planen ohnehin, diese in den nächsten beiden Jahren auszutauschen. Ein darüber hinausgehender Effekt durch das Altanlagenlabel konnte in der Untersuchung nicht nachgewiesen werden. Hans Weinreuter, Energiereferent der Verbraucherzentrale, fordert deshalb eine zeitnahe Evaluation des Heizungslabels und eine bessere Bewerbung vorhandener Beratungsangebote. Quelle: Verbraucherzentrale / pgl


>70 Mio für Siggis Renomee - falls das überhaupt messbar ist; Nützliches hätte freilich pro Kessel weit mehr als das Zehnfache gekostet.

Exkurs: Erneuerungswillenbekundung vs. Realität - Ölfeuerstätten:

Jahr.. Neu .....Gesamtbestand
2012 53.500 5.820.200
2013 49.500 5.647.600
2014 48.700 5.622.000
2015 xxxxxx 5.631.200 (Datenlage hier unklar / nicht verifizierbar)


(Fast) Jeder möchte eben als Gutmensch angesehen werden... eines der deutschen Krankheiten.
Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit: 19.01.2017 23:25:53
0
2466164
>70 Mio für Siggis Renomee - falls das überhaupt messbar ist; Nützliches hätte freilich pro Kessel weit mehr als das Zehnfache gekostet.


Man kann über „Siggi“ denken was man will. An der Einführung der Energieeffizienzlabel ist er völlig unschuldig.
.
Diese ungeliebten „Kläberli“ sind eine Konsequenz einer EU Richtlinie von 2010,siehe hier

Die Europäische Union legt bei der Vergabe von Effizienzklassen den europaweit einheitlichen Rahmen fest. Zentral ist dabei die EU-Rahmenrichtlinie 2010/30/EU (PDF: 798 KB) des Europäischen Parlaments und des Rates vom 19. Mai 2010 über die "Angabe des Verbrauchs an Energie und anderen Ressourcen durch energieverbrauchsrelevante Produkte mittels einheitlicher Etiketten und Produktinformationen".





Energieeffizienz von Produkten

Der liebe „Siggi“ saß zu diesem Zeitpunkt in der Opposition, siehe



Kabinett Merkel II

In seiner politischen Verantwortung liegt lediglich das deutsche Energieeffizienzlabel für Heizungsaltanlagen, das erstmalig ab Januar 2015 für Heizungsaltanlagen älter als 15 Jahre auf freiwilliger Basis vergeben wurde.
Über direkte Auswirkungen auf dem deutschen Markt existieren noch .keine nachvollziehbaren Analysen.
Trotzdem einige gesicherte Zahlen zum Nachdenken.


2014 waren von 681.000 in Deutschland verkauften Wärmeerzeugern 6,8 % Ölbrennwertgeräte.
Diese wurden fast ausschließlich im Gebäudebestand eingebaut, da nach Angaben von Destatis in Neubauten kaum noch Ölgeräte eingebaut werden.

2015 waren von 710.000 verkauften Wärmeerzeugern 8,5 % ölbrennwertgeräte

Datenquelle:


I[url=http://www.bdh-koeln.de/fileadmin/user_upload/Daten_Fakten/BDH_Marktentwicklung_2005-2015.pdf]http://www.bdh-koeln.de/fileadmin/user_upload/Daten_Fakten/BDH_Marktentwicklung_2005-2015.pdf[/url

Im ersten Jahr von Siggis Kläberlie wurden also trotz abstürzender Heizölpreise deutlich mehr Ölbrennwertgeräte verkauft.

Für 2016 liegen noch keine abschließenden Zahlen vor. Veröffentlichte Halbjahresbilanzen lassen aber wieder ein deutliches Wachstum erwarten.

Das sind keine Umfrageergebnisse sondern Marktbilanzen der deutschen Heizungsindustrie.
Ganz so blöd wie hier dargestellt, scheint die Idee mit dem Label für Heizungsaltgeräte wohl nicht gewesen zu sein.

Verbindlich ist dieses Kläberli aber erst ab Januar 2017, Diskussionen dann frühestens in einem Jahr.

Dietmar Lange
Verfasser:
sukram
Zeit: 20.01.2017 00:03:04
0
2466170
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
In seiner politischen Verantwortung liegt lediglich das deutsche Energieeffizienzlabel für Heizungsaltanlagen, das erstmalig ab Januar 2015 für Heizungsaltanlagen älter als 15 Jahre auf freiwilliger Basis vergeben wurde.[...]


Ja, und genau darum geht es doch hier ausschließlich, nicht?

Zur Klarstellung-es geht mir nicht um die Kleberei an sich, sondern um dessen Nullaussage bzw. die Art der Einteilung, bei der noch nicht mal so grundlegende Dinge wie Heizkurve oder Auslastung/Dimensionierung eine Rolle spielen.

Es GAB ja Vorschläge, wie man#s richtig hätte machen können.. Hätte richtig gekostet (der schmalste Vorschlag 50-80€) - aber richtig genützt.

Die Schornis weisen als Ergänzung obiger Daten aus
......NT neu
'13 16.700
'14 16.800
'15 19.000

und
Bestand Brennwert
'13 354.500
'14 386.400
'15 500.000

letzeres wollte ich nicht bringen, weil mir die "runden" 500.000 nicht koscher vorkommen und diese Daten "Nebenbei" erwähnt werden; aber wie oben mittels der CO2online-Umfrage dargelegt, scheint die freiwillige Bappelei durch Heizer sehr selten vorgekommen zu sein, ergo kann der bW-Anstieg wohl kaum auf die Kleberei zurückzuführen sein.
Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit: 20.01.2017 02:57:54
0
2466180
Die Schornis weisen als Ergänzung obiger Daten aus
......NT neu
'13 16.700
'14 16.800
'15 19.000

und
Bestand Brennwert
'13 354.500
'14 386.400
'15 500.000

letzeres wollte ich nicht bringen, weil mir die "runden" 500.000 nicht koscher vorkommen und diese Daten "Nebenbei" erwähnt werden; aber wie oben mittels der CO2online-Umfrage dargelegt, scheint die freiwillige Bappelei durch Heizer sehr selten vorgekommen zu sein, ergo kann der bW-Anstieg wohl kaum auf die Kleberei zurückzuführen sein.


Nur mal zur sachlichen Klarstellung.

Ich habe nicht behauptet, dass der Marktzuwachs bei Ölbrennwertgeräten des Jahres 2015 auf das Effizienzlabel für Altanlagen zurückzuführen ist,

Dieser statistisch recht gut abgesicherte Zuwachs 2015 und der zu erwartende Zuwachs 2016 hat aber fast ausschließlich im Gebäudebestand stattgefunden da die amtliche Statistik von Destatis für die Beheizung von fertig gestellten Gebäuden klar ausweist, das in Neubauten 2015 Öl als Primärenergieträger vernachlässigbar war,

Ich gehe mal davon aus , dass der BDH demnächst auf einer Bilanzpressekonferenz oder auf der ISH 2017 die Marktdaten Wärmeerzeuger Deutschland 2016 vorstellen wird,

Im ersten Halbjahr 2016 lag nach Zahlenangaben im deutschen Wärmejournal der Marktzuwachs bei Öl-Brennwerttechnik bei + 13 % !
Das sind gesicherte Fakten. Ein gestiegener Heizölpreis schadet als Ursache für den Anstieg bei Ölbrennwertgeräten der Jahre 2015 und 2016 aus.

Aus den Bestandsdaten der Schornis für Brennwertgeräte ist nicht ableitbar, welche Zuwachsraten für Ölbrennwertgeräte im Gebäudebestand vorlagen, da es sich da um kumulierte Daten handelt. Man sieht lediglich, dass die Marktdurchdringung der Brennwerttechnik im Gebäudebestand wächst, wenn man den Bezug zum Gebäudebestand Deutschland herstellt.

Statistische Daten sollte man immer vorsichtig, emotionslos und ohne vorfasste Meinungen interpretieren.

Sicher ist lediglich, dass Zuwachsraten im zweistelligen Prozentbereich nachweisbar sind.
Eine Analyse der Kaufmotive ist eine Angelegenheit für Motivationsforscher, Ich halte mich lieber an statistische Datenanalysen und stelle dazu Fragen nach Korrelationen im Sinne der mathematischen Statistik,

Da aber das Papperl bisher eine sehr kurze Lebensdauer hat, stehen noch keine längeren Zeitreihen für Analysen zur Verfügung. Aus den Ergebnissen von zwei Jahren sind nur Hypothesen aufstellbarm die aber noch nicht vernünftig mathematisch prüfbar sind,

Aus dem erkennbaren Umstand, dass jemand den Siggi offensichtlich nicht mag, folgt noch nicht, dass eine von ihm veranlasste spezielle Gerätekennzeichnung keine messbaren Effekte bewirkt.

Dietmar Lange
Verfasser:
sukram
Zeit: 20.01.2017 16:49:50
0
2466440
Zitat von sukram Beitrag anzeigen
[...]Der Pöbel hingegen, der muss halt schauen, wo er bleibt -

Hamburger Abendblatt::

Vor Zentralabitur
Schulsenator ordnet bessere Mathe-Noten an

Der Notendurchschnitt in der Probeklausur beträgt nur 3,9. Die Schulbehörde setzt die Zensuren um eine ganze Note herauf.

>"Wir wissen nicht, ob es an den Schülern liegt oder die Aufgaben an sich zu schwer waren", so der Senator.
!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

(c) Bindungsexperten-, Soziale Gereschtischkeits- und Lehrerpartei SPD

jenseits der "privaten Bindungsstätten".
Vom Berliner Bindungsunwesen lernen heißt Wahlsiegen; hingegen die Eltern mal daran zu erinnern, dass sie gefälligst für die Wurf- und Aufzuchtprämien u.v.a.m. gefälligst mehr zu leisten hätten als der gemeine Schweinezüchter- das kommt nicht gut, ... [...]


Zitat von SpOn
[...]SPIEGEL ONLINE: Herr Albrecht, bei einer Probe-Abi-Klausur in Mathe haben Hamburger Schüler nur einen Notenschnitt von 4,1 erreicht - den Schulsenator Ties Rabe dann auf 2,9 angehoben hat

[...]

SPIEGEL ONLINE: Und was ist schiefgelaufen?

Albrecht: Eine genaue Prüfung steht noch aus, aber für das schlechte Abschneiden der Schüler gibt es wohl vor allem zwei Gründe: Zum einen wurde in einigen Fällen Stoff abgefragt, der im Unterricht noch gar nicht durchgenommen wurde. Bis zu den Matheprüfungen gibt es ja noch drei Monate Unterricht. Wir sind davon ausgegangen, dass die für das Abitur relevanten Inhalte schon von allen Lehren vermittelt worden sind, das war aber nicht der Fall. Zum anderen sind die Fragen aus dem zentralen Aufgabenpool anders formuliert als von den Schülern gewohnt.

SPIEGEL ONLINE: Da kann es doch nicht viele Unterschiede geben, Matheaufgabe ist Matheaufgabe.

Albrecht: Das stimmt so nicht. Denken Sie etwa an den TOEFL-Test: Selbst jemand, der fließend Englisch spricht, kann da durchfallen, einfach, weil er nicht versteht, was genau von ihm erwartet wird. Bei der theoretischen Fahrprüfung ist es genauso. Es macht also schon einen großen Unterschied, ob man mit der Art der Aufgabenstellung vertraut ist.


SPIEGEL ONLINE: Und warum hat der Schulsenator die Noten nachträglich verbessert?

Albrecht: Wir haben die Bedingungen der Klausur ja künstlich verschärft. Da ist es nur fair, die Noten entsprechend anzupassen.



Wir fordern:

Nur noch Multiple-Choice-Aufgaben in der "Reifeprüfung"!

Ihre MissBuildungsexperten von der SPD.
Verfasser:
kathrin
Zeit: 20.01.2017 18:35:24
3
2466495
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
Man sieht lediglich, dass die Marktdurchdringung der Brennwerttechnik im Gebäudebestand wächst, wenn man den Bezug zum Gebäudebestand Deutschland herstellt.

Das ist m.E. wenig überraschend, da seit Herbst 2015 für Neuinstallationen Brennwert Vorschrift ist (mit einer Ausnahme), und zwar aufgrund der ERP- oder Ökodesign-Richtlinie. Zitat aus dem Artikel: "Grundsätzlich wird bedingt durch die Mindesteffizienzkriterien in ganz Europa ein Brennwertgebot gelten. Dadurch werden Heizwertgeräte mittelfristig von den Märkten verschwinden. "

In diesem Zusammenhang sehe ich auch den Anstieg von neuen NT-Geräten in 2015 - da haben etliche kurz vor Torschluss noch rasch ein neues NT-Gerät einbauen lassen, weil sie aus irgendwelchen Gründen während der nächsten Jahre (noch) kein Brennwertgerät wollen.
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
Im ersten Jahr von Siggis Kläberlie wurden also trotz abstürzender Heizölpreise deutlich mehr Ölbrennwertgeräte verkauft.

Ich sehe den Zusammenhang gerade umgekehrt: WEGEN der abstürzenden Heizölpreise wurden wieder mehr Ölbrennwertgeräte verkauft - vorher war die Tendenz WEGEN des hohen Ölpreises weg vom Öl, "dank" niedrigem Ölpreis besteht dieser preisbedingte Grund für einen Umstieg auf einen anderen Energieträger nicht mehr so stark.

Ob das Heizungslabel einen Einfluss auf das Austauschverhalten hat oder nicht, sieht man m.E. nicht an der Zu- oder Abnahme einzelner Kategorien während der ersten 1-2 Jahre - hier überwiegt der Einfluss der ERP-Richtlinie, der Austauschpflicht für über 30-jährige Konstanttemperaturkessel sowie der aktuellen Energiepreise.

Wenn dagegen die Austauschrate von alten Geräten etwa ab 2016/2017 mit dem Heizungslabel zunimmt, also prozentual mehr Altgeräte als früher ersetzt werden (gleichgültig, auf welche Neugeräte und Energieträger gewechselt wird), dann könnte man diese Änderung dem Heizungslabel zuschreiben - ausser es gibt andere, "wichtigere" Ursachen dafür.

Das Heizungslabel ist ein erster Schritt, um den Endkunden klar zu machen, dass der vom Schorni bescheinigte Abgasverlust nicht die gesamten Verluste abdeckt, dass also ein altes Gerät u.U. nicht so effizient ist, wie es den Anschein hat, dass mit einem effizienteren neuen Gerät u.U. erheblich Energie gespart werden könnte. Ob das im Einzelfall jedoch wirklich zutrifft, dafür genügt m.E. ein rein gerätebasiertes Label nicht - ein gut optimiertes NT-Gerät kann effizienter laufen als ein Brennwertgerät in einer schlecht geplanten und nicht optimierten Anlage. Die Berechnungen und Überprüfungen für den Einzelfall würden aber den Kostenrahmen für ein einfaches Heizungslabel weit übersteigen.

Dass die Heizungsbranche jede gesetzliche Vorschrift und jeden Anreiz für einen Geräteaustausch begrüsst, ist eigentlich klar, denn das generiert Arbeit und somit Einkommen.

Die Frage ist eher, welchen Einfluss das Label auf die Hausbesitzer hat - und auf diese Resultate wird man wohl noch 2-3 Jahre warten müssen.

Schönen Abend + Gruss

Kathrin
Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit: 21.01.2017 01:41:15
0
2466624
@Kathrin

Die Frage ist eher, welchen Einfluss das Label auf die Hausbesitzer hat - und auf diese Resultate wird man wohl noch 2-3 Jahre warten müssen.


Völlig einverstanden, siehe oben

Sicher ist lediglich, dass Zuwachsraten im zweistelligen Prozentbereich nachweisbar sind.
Eine Analyse der Kaufmotive ist eine Angelegenheit für Motivationsforscher, Ich halte mich lieber an statistische Datenanalysen und stelle dazu Fragen nach Korrelationen im Sinne der mathematischen Statistik,

Da aber das Papperl bisher eine sehr kurze Lebensdauer hat, stehen noch keine längeren Zeitreihen für Analysen zur Verfügung. Aus den Ergebnissen von zwei Jahren sind nur Hypothesen aufstellbar, die aber noch nicht vernünftig mathematisch prüfbar sind,


Gruß

Dietmar Lange
Verfasser:
Leser110
Zeit: 21.01.2017 10:04:55
0
2466676
Hallo,

mal was zum Lesen:

https://www.verbraucherzentrale-rlp.de/media245799A.pdf

v.G.
Verfasser:
kathrin
Zeit: 21.01.2017 11:44:50
1
2466717
@Leser110

Danke für den Link, sehr informativ! :-)

Hier anklickbar verlinkt: https://www.verbraucherzentrale-rlp.de/media245799A.pdf

Titel:
"Verständlichkeit der Energielabel für Heizkessel und Warmwasserbereiter und des Effizienzlabels für Heizungsaltanlagen.
Ergebnisse von zwei Gruppendiskussionen und einer repräsentativen Verbraucherbefragung"
(14.12.2016)

Schönen Tag + Gruss

Kathrin



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Website-Statistik

SHK-Installateure sehen Heizungslabels als Chance für die Energiewende
Verfasser:
kathrin
Zeit: 21.01.2017 11:44:50
1
2466717
@Leser110

Danke für den Link, sehr informativ! :-)

Hier anklickbar verlinkt: https://www.verbraucherzentrale-rlp.de/media245799A.pdf

Titel:
"Verständlichkeit der Energielabel für Heizkessel und Warmwasserbereiter und des Effizienzlabels für Heizungsaltanlagen.
Ergebnisse von zwei Gruppendiskussionen und einer repräsentativen Verbraucherbefragung"
(14.12.2016)

Schönen Tag + Gruss

Kathrin
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