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Dämmung unbeheizte Kellerräume, teilweise auskragende Decke
Verfasser:
Gusa
Zeit: 16.03.2017 18:41:15
0
2489495
Im Ug befindet sich ein unbeheizter Teil des Kellers, in dem ich gerne die Decke dämmen würde. Fläche ca. 5,50 x 2,50 Meter.

Daran anschließend befindet sich eine herausgezogene Bodenplatte (Fachbegriff auskragende Decke?) mit einer Fläche von ca 4,20 x 1,3 Meter über der sich der beheizte Essbereich befindet. Daran anschließend die L-förmig ums Haus laufende Terasse.

Decke/Bodenplatte besteht aus 20cm Stahlbeton, Gebäude ist ein Reihenendhaus Bj, 1973. Dach ist gedämmt, Türen und Fenster wurden vor 2 Jahren mit 3-Fachverglasung erneuert.

Wie und womit Dämme ich solch eine Konstrukt?

Schon einmal vielen Dank im Voraus.

Andreas
Verfasser:
winni 2
Zeit: 16.03.2017 19:24:45
0
2489506
Hallo Andreas,

was ist denn unter den auskragenden Deckenteilen?
Direkt Erde?
Und bezieht sich Deine Frage auf die Kellerdecke
oder auch die Unterseite der auskragenden Decke?

Grüsse

winni
Verfasser:
Gusa
Zeit: 16.03.2017 20:05:36
1
2489518
Hallo Winni,

die auskragende Deckenplatte stellt die ums Haus laufende L-förmige Terasse dar. Auf einem Teil befindet sich der beheizte Essbereich.
Unter dem kompletten "L" befindet sich ein in das Erdreich eingelassener Gang, ca 120cm breit, 240 hoch. Das Grundstück ist ein leicht geneigtes Hanggrundstück. Der "Gang" ist nach vorne ca. 100cm offen. Praktisch zum Brennholz aufbewahren/trocknen.

Aber konstruktionsbedingt natürlich eine "elende Kühlrippe". :-)

Ich hoffe man kann mit der Beschreibung etwas anfangen.

Die Frage bezieht sich auf die Kellerdecke inhouse und den Bereich unter dem Essbereich dessen Unterseite sich im Freien befindet.
Verfasser:
winni 2
Zeit: 16.03.2017 20:32:55
1
2489532
Ich würde eine Hartschaumdämmplatte, mindestens Wärmeleitgruppe 035,
verkleben und zur Sicherheit mit Tellerdübeln verdübeln, wenn die Sache keine
besonderen optischen Ansprüche erfüllen muss.
Draussen würde ich das dann mit Gewebe und Armierungsmörtel verspachteln.

Wenn man möglichst viel Raumhöhe erhalten will könnte man
PUR-Dämmung nehmen.

Für die Dämmdicke wäre interessant, wieviel Dämmung evtl. schon
unter dem Estrich vorhanden ist.
Aber generell, viel hilft viel und die Mehrkosten sind schnell vergessen.

Es kann nicht schaden, auch wenn die Wirkung begrenzt wäre, auch
unter der Terrasse zu dämmen.
Bei Deinen Gegebenheiten würde ich mir überlegen, ob es Sinn macht
diesen Gang mit billigen Doppelglasfenstern zu verglasen.

Grüsse

winni
Verfasser:
WalterMB
Zeit: 16.03.2017 21:02:15
1
2489543
Zitat von Gusa Beitrag anzeigen
Hallo Winni,

die auskragende Deckenplatte stellt die ums Haus laufende L-förmige Terasse dar. Auf einem Teil befindet sich der beheizte Essbereich.
Unter dem kompletten "L" befindet sich ein in das Erdreich eingelassener Gang, ca 120cm breit, 240 hoch. Das Grundstück ist ein[...]


Hallo Andreas,

im Prinzip gibt es ja nur 2 Möglichkeiten diese riesige Kältebrücke zu eliminieren.
1. die Kältebrücke vom Gebäude komplett abtrennen.
2. die Kältebrücke komplett einpacken (z.B. Mit Al kaschierten PU Hartschaumplatten). Die Platten müssen aber dauerhaft befestigt werden. Also Isolation oben, unten und Stirnseite. Dein Terassenaufbau muss sich dann nur gering verändern. Die Isolation unten muss tiefer runtergezogen werden, im Idealfall bis Höhe Kellerboden.
3. die Kellerdecken-Isolation ist immer notwendig.

Ich würde die Variante 1. wählen, denn damit hat man durchgehende Flächen zur Isolation. Der Boden Essbereich muss eingepackt werden. Neuer Terassenaufbau notwendig, aber getrennt vom Baukörper.

Grüsse WalterMB
Verfasser:
Gusa
Zeit: 16.03.2017 21:20:54
0
2489553
Hallo Walter,

Variante 1 ist sicher die sauberste und effektivste Variante.
Der Aufwand für Abtrennen, Rückbau und neue Terassenkonstruktion wird sicher Summen im höheren 5stelligen Bereich verschlingen.

Handle ich mir mit der selektiven Dämmung der Kellerdecke und dem Bereich unter dem Essbereich Probleme ein?

Danke und Grüße

Andreas
Verfasser:
jogi54
Zeit: 16.03.2017 21:44:58
1
2489564
Hallo Andreas,

für draußen würden sich ggf. auch Sandwichpaneelen anbieten - gibt es als Sonderposten preisgünstig zu erstehen.

Die Sandwichpaneelen sind aus PUR, muss man nur anschrauben und die Stinnflächen mit beschichteten Blechwinkeln verkleiden. Laut Hersteller frühestens in 50 Jahren streichen, ansonsten zum Reinigen nur abspritzen.

Ich habe mein ganzes Haus damit isoliert... 22cm, U=0,108, λ = 0,023, auch meinen teilweise überkragenden Balkon, der jetzt in der thermischen Hülle verschwunden ist.
Bilder gibt es da.

LG jogi
Verfasser:
WalterMB
Zeit: 16.03.2017 21:59:00
1
2489569
Zitat von Gusa Beitrag anzeigen
Hallo Walter,

Variante 1 ist sicher die sauberste und effektivste Variante.
Der Aufwand für Abtrennen, Rückbau und neue Terassenkonstruktion wird sicher Summen im höheren 5stelligen Bereich verschlingen.

Handle ich mir mit der selektiven Dämmung der Kellerdecke und[...]


Da gibt es keine Probleme besonders wenn Du die freien Aussenwände dann sehr gut isolierst und hydrobierst (wichtig). Dann hast Du ja quasi nur noch den Kellerboden ungeschützt.

Deine neue Terasse muss aber dann auch richtig aufgebaut werden, damit sie nicht reisst oder kippt.
Die Variante 2. mit "Einhausung" ist zwar Fummelarbeit, lass Dir von der Panelen-Isolation von Jogi mal Bilder geben, ist vom Investment interessant.

Grüsse WalterMB
Verfasser:
Gusa
Zeit: 17.03.2017 09:15:48
0
2489643
Vielen Dank für die Info´s und Ideen.

Budgetmäßig wird es "nur" auf eine Dämmung der Kellerdecke und der auskragenden Decke unter dem Essbereich herauslaufen.

Im Bereich des Kellerabganges der unter der auskragenden Decke entlang führt, ist die Stehhöhe auf ca. 2 Metern länge nur 2.05 Meter hoch. Die Dämmung sollte also nicht zu dick sein.

Gibt es eine Materialempfehlung für eine relativ dünne Platte 60-80mm mit guten Dämmeigenschaften, die für einen technisch einigermaßen begabten Laien leicht zu verarbeiten wäre? Das qualtitativ höhere Material und der Umstand der vereinfachten Montage darf natürlich auch etwas mehr kosten.

Da nächstes Jahr die Heizungserneuerung geplant wird, ist die Maßnahe "absägen" der Terasse (ca. 14 lfd. Meter) und Neuaufbau nicht machbar. Längerfristig ist das der Wunsch meiner Frau im Zusammenhang "Terassenneugestaltung". Aber irgendwie scheue ich da den Aufwand/Kosten.
Verfasser:
WalterMB
Zeit: 17.03.2017 09:50:00
1
2489654
Zitat von Gusa Beitrag anzeigen
Vielen Dank für die Info´s und Ideen.

Budgetmäßig wird es "nur" auf eine Dämmung der Kellerdecke und der auskragenden Decke unter dem Essbereich herauslaufen.

Im Bereich des Kellerabganges der unter der auskragenden Decke entlang führt, ist die Stehhöhe auf ca. 2 Metern[...]


Hallo,
die Isolation muss verrottungsfest sein, weil ja auch Feuchtigkeit bis danhin kommen kann. Ich habe spezielle Schaumplatten für die Aussenisolation der Kellerwände verwendet. Sie waren von der DOW, frag mal im Baumarkt nach, was heute für diesen Bereich angeboten wird. Vergess nicht die Stirnseite der Platte unter dem Frühstücksraum.
In jedem Fall verkleben -wetterfester Kleber- und andübeln plus Unterlegscheibe aus Kunststoff 30 mm Durchmesser (kraftschlüssige Befestigung), ist ja Standard in der Aussenfassade Isolation. Nehme aber keine Polystyrolplatten (EPS), nicht verrottungsfest.

Grüsse WalterMB
Verfasser:
winni 2
Zeit: 17.03.2017 10:11:42
1
2489661
Walter, ich muss dir da einigemale widersprechen:

-Man nimmt keine dampfdichte alukschierte PU-Platte auf der
kalten Seite der gedämmten Fläche.

-Wofür eine Hydrophobierung der Wand?
Macht man höchstens bei saugendem Sichtmauerwerk.

-Polystyrol nicht verrottungsfest?
Das wird hier keine Perimeterdämmung und ist absolut geeignet.

Gute Dämmung, bei relativ geringer Dicke, bietet PUR, XPS mit 027
(Jackodur) und Neopor. Dämmungsleistung in der Reihenfolge der
Nennung.
Unter 80 mm würde ich nicht gehen.
Noch besser wäre Resol-Dämmung, aber da habe ich noch persönliche
Zweifel an der Dauerhaltbarkeit, weil ich da ein gewisses Schrumpfen
der Kanten bei einer nicht abgedeckten Decken-Dämmung feststellte.

Grüsse

winni
Verfasser:
jogi54
Zeit: 17.03.2017 11:14:47
0
2489688
Zitat von WalterMB Beitrag anzeigen
Zitat von Gusa Beitrag anzeigen
[...]


Die Variante 2. mit "Einhausung" ist zwar Fummelarbeit, lass Dir von der Panelen-Isolation von Jogi mal Bilder geben, ist vom Investment interessant.[...]


Bilder / in meinen thread / habe ioch doch schon berlinkt, man muss nur noch etwas skrollen, dann kommen noch einige mehr...

LG jogi
Verfasser:
jogi54
Zeit: 17.03.2017 11:25:27
0
2489691
Zitat von winni 2 Beitrag anzeigen
Noch besser wäre Resol-Dämmung, aber da habe ich noch persönliche
Zweifel an der Dauerhaltbarkeit, weil ich da ein gewisses Schrumpfen
der Kanten bei einer nicht abgedeckten Decken-Dämmung feststellte.[...]

Laut Hersteller

Zitat:
Sto-Resol-Dämmplatte
Wärmedämmplatte aus Phenolharz-Hartschaum nach EN 13166
Anwendung
- außen
- als Dämmplatte im Wärmedämm-Verbundsystem StoTherm Resol Plus
- für trockene und planebene Untergründe
- nicht geeignet im Sockelbereich und im Erdreich
- nicht in abgeschlossenen Räumen anwendbar, außer dauerbelüftete Räume

Eigenschaften
- Nennwert der Wärmeleitfähigkeit λD: 0,020 W/(m*K)
- Eurobrandklasse C-s2, d0 nach EN 13501-1
- vlieskaschiert
- gemäß den Vorgaben der EN 13166

Hinweise
- Bemessungswert der Wärmeleitfähigkeit λ: 0,021 - 0,022 W/(m*K)
- Anwendungstyp WAP nach DIN 4108-10


Die PUR-Isolierpaneelen haben ein λ = 0,023 W/(m*K) und die Oberfläche schon fertig.

LG jogi
Verfasser:
Gusa
Zeit: 17.03.2017 11:59:26
0
2489703
Hallo Jogi,

danke für die Info, ich hab deine Sandwich-Platten schon angesehen.

Der zu dämmende Kellerbereich teilt sich auf 2 kleine Kellerräume und ein Stück dazwischenliegendem Flur auf. An der Decke befinden sich ziemlich viele Rohre/Leitungen.
Da ist also ziemliches "Geschnippel" nötig. Ich würde die Platten anstossen lassen und den Bereich zwischen Leitungen und Decke mit Steinwolle ausstopfen. Wäre sowas ok?

Mit den ziemlich massiven Sandwichplatten stelle ich mir das aufwändiger vor.

Mit einer BauderPIR DAL in 60mm würden schon 024 erreicht. Vom Händling (Schneiden und Verarbeitung) hätte das wahrscheinlich Vorteile.
Verfasser:
winni 2
Zeit: 17.03.2017 12:53:35
0
2489732
Danke für den Hinweis, Jogi.

Bei mir hängen die Platten an der Decke des Mülttonnenraums,
der keine Türe hat und es hat hier ein Klima-Split Aussenteil, das
durch ein unverglastes Gussstahlfenster ausbläst.
Also bestens belüftet. :-)

Das ist aber auch noch so ein für mich ungeklärter Sachverhalt
bei Resolplatten. Mal werden die auch für Innenanwendungen
verkauft, mal nicht.
Vielleicht gibt es unterschiedliche Treibmittel?

Guso, ist Dir klar, das 024 der Wärmeleitwert ist und nicht der
U-Wert der 60 mm Platte?

Grüsse

winni
Verfasser:
WalterMB
Zeit: 17.03.2017 14:07:40
0
2489757
Zitat von winni 2 Beitrag anzeigen
Walter, ich muss dir da einigemale widersprechen:

-Man nimmt keine dampfdichte alukschierte PU-Platte auf der
kalten Seite der gedämmten Fläche.

-Wofür eine Hydrophobierung der Wand?
Macht man höchstens bei saugendem[...]


Winni,

Die Hydrophobierung bezog sich auf Endzustand, wenn alle Keller Aussenwände isoliert werden und mit Erde angeschüttet sind, Regenwasser Schutz Diffusion in den Keller.

Im Erdreich verlegte Isolation mit EPS dringend abzuraten - verrottet. Die DOW hatte dafür speziell entwickelte Iso-Platten.

PU Schaum ist zwar ein hervorragender Isolator aber in Feuchtmedien nicht hydrolysefest (habe selber 20 Jahre PU Entwicklung betrieben und kenne die Schwachstellen).

Aber jeder sollte so seine Erfahrungen sammeln.

Grüsse WalterMB
Verfasser:
winni 2
Zeit: 17.03.2017 15:01:23
0
2489778
Okay, Du meinst also eine Dämmung der Kellerwände vom
Sockel bis in die Erde.
Das ist dann eine Perimeterdämmung und da würde ich auch kein
EPS verwenden.

Was Du allerdings mit "Hydrophobierung" an dieser Stelle meinst,
verstehe ich nicht?
Normalerweise wird zunächst die Wand ab Sockel abgedichtet,
z.B. mit Bitumendickschicht und dann die Perimeterdämmung
angebracht.

Grüsse

winni
Verfasser:
WalterMB
Zeit: 17.03.2017 17:12:11
0
2489811
Zitat von winni 2 Beitrag anzeigen
Okay, Du meinst also eine Dämmung der Kellerwände vom
Sockel bis in die Erde.
Das ist dann eine Perimeterdämmung und da würde ich auch kein
EPS verwenden.

Was Du allerdings mit "Hydrophobierung" an dieser Stelle meinst,
verstehe ich nicht?
Normalerweise[...]


Das meine ich mit Hydrophobierung - Bitumen,

Grüsse WalterMB
Verfasser:
jogi54
Zeit: 17.03.2017 21:05:45
0
2489881
Zitat von Gusa Beitrag anzeigen
Hallo Jogi,

danke für die Info, ich hab deine Sandwich-Platten schon angesehen.

Der zu dämmende Kellerbereich teilt sich auf 2 kleine Kellerräume und ein Stück dazwischenliegendem Flur auf. An der Decke befinden sich ziemlich viele Rohre/Leitungen.
[...]


Die Sandwichplatten meinte ich ausschließlich für außen und oberirdisch...

Damals wurden die mit Elektrofuchsschwanz oder Stichsäge geschnitten, ging ziemlich gut.

Meinen Keller habe ich mit Foamglas (2 x 14cm => U=0,12 gegen Erde) gedämmt - Foamglas, weil unkaputtbar, wasserdicht, weder Ratten noch Insekten etc gehen da dran.

Da ich das komplette Haus von außen bis zum Fundamentfuß isoliert habe, und mein Keller über die Kellerwand beheizt ist (Büro, Waschküche, Werkstatt und Heizungsraum in einem), machte bei mir die Iso der Kellerdecke wahrlich keinen Sinn.

Viele Leitungen an der Decke ist immer ein Problem. Wahrscheinlich macht es Sinn, die Zwischenräume mit Steinwolle auszustopfen - die einfachste Variante, falls man da mal wieder dran muss.

Zitat von Gusa Beitrag anzeigen
Mit einer BauderPIR DAL in 60mm würden schon 024 erreicht. Vom Händling (Schneiden und Verarbeitung) hätte das wahrscheinlich Vorteile.
[...]


Vorsicht!!! 024 meint λ = 0,024 W/m K, der U-Wert von 60mm Dicke ist dann 0,37W/m²K.

Bei einem Bodenaufbau:
Fließen
60mm Heizestrich
30mm Trittschalldämung
200mm Betondecke
60mm BauderPIR DAL

erreichst du einen U-Wert von 0,27W/m²K.
Das bedeutet bei RT oben =21°C und Keller 11°C, 5,5m x 2,5m = 37,125W Verlustleistung
ohne Bauder PIR ist der U-Wert 0,86W/m²K
=> 118,25W
somit Einsparung bestenfalls 81,125W. Bestenfalls deshalb, weil die die Decke tragenden Wände zur Decke hin deutliche Wärmebrücken sind, wahrscheinlich wirds am Ende nur die Hälfte.

Bei 240 Heiztagen ergäbe das bestenfalls eine Einsparung 467kWh, bei Gasbrennwertheizung und Gas für 0,05€/kWh 23,36€/a.

Wegen der Überlegung, dass es bei solch alten Häusern keine thermische Trennung zwischen Fundament und Erdgeschossplatte gibt, habe ich mich zu komplett Isolieren des Baukörpers bis zum Fundamentfuss entschieden.
Dabei bin ich davon ausgegangen, dass sich unter der Bodenplatte quasi ein Wärmesee bildet, der den Wärmeabfluss deutlich reduziert.
In der Waschküche (wohl der bodenkälteste Raum) habe ich den Rohbetonboden gefliest.

Lufttemperatur 20,2°C, beheizte Wandtemperatur 20,0 - 21,5°C, Bodentemperatur 18,0 - 19,5°C, Wand zum Nachbarn 17,2 - 18,5°C; d.h. die meiste Wärme/m² fliest Richtung Reihenhausnachbarn ab. Somit scheint meine Annahme richtig gewesen zu sein.

Bei dir dürfte eine ähnliche Lösung deutlich schwieriger sein, wenn ich richtig verstanden habe, wie dein Haus gebaut ist - aber so wirklich kann ich mir das nicht vorstellen.

LG jogi
Verfasser:
winni 2
Zeit: 18.03.2017 11:39:56
0
2490025
Jogi, Du hast in Deinem Beispiel einen Heizestrich angenommen.
Dann berechnet sich die Verlustleistung vom Temperaturniveau
der Fußbodenheizung, nicht gegen Raumluft.
Das ist glaube ich ein logischer Standartfehler in vielen Heizlast-
berechnungen?

Die Kellertemperatur im Haus meiner Mutter liegt mit Keller-
deckendämmung und Betonwänden, alte Eisenfenster, eher bei
8 Grad am milden Niederrhein.

Grüsse

winni
Verfasser:
jogi54
Zeit: 19.03.2017 00:56:08
0
2490278
Zitat von winni 2 Beitrag anzeigen
Jogi, Du hast in Deinem Beispiel einen Heizestrich angenommen.
Dann berechnet sich die Verlustleistung vom Temperaturniveau
der Fußbodenheizung, nicht gegen Raumluft.
Das ist glaube ich ein logischer Standartfehler in vielen Heizlast-
berechnungen?[...]

Hallo winni,

klar hast du Recht - ich habe ja erstmal die optimistischste Rechnung (die so vom Anbieter gemacht wird) aufgemacht, um dann zu sagen - kannste von träumen.

Am Ende sind die Wärmebrücken/Wärmesenken viel entscheidender, als die Betrachtung der Position der Wärmequelle

Zitat von winni 2 Beitrag anzeigen
Die Kellertemperatur im Haus meiner Mutter liegt mit Keller-
deckendämmung und Betonwänden, alte Eisenfenster, eher bei
8 Grad am milden Niederrhein.[...]


So ganz ehrlich - "am milden Niederrhein" sollten die Erdreichtemperaturen = Kaltwassertemperaturen nicht unter 10°C fallen, dann mag ein Keller mit 8°C zwar zu einem furztrockenen Keller führen, aber meines Erachtens halt auch zu unnötig hohen Energieverlusten. Bei ~min 10°C Erdtemperatur sollte die RT im Keller im Mittel so 14 - 16°C betragen. Trocken bekommt man auch anders hin , denn mit total kaltlüften.

Über die Außen- und Innenwände geht bei einer Kellertemperatur extrem viel Wärme verloren - über die senkrechten Wände als auch, egal wie gut isolierten Decken des Kellers.

Und jetzt geh ich erstmal in die ...

LG jogi
Verfasser:
winni 2
Zeit: 19.03.2017 01:06:06
1
2490281
???

Grüsse

winni

P.S. Schlaf gut.
Verfasser:
Gusa
Zeit: 19.03.2017 18:05:48
0
2490516
Ich versuche zur Verdeutlichung mal ein paar Bilder einzustellen.
Hoffentlich klappts....

Rechts die Garage ebenerdig, Treppe zum "Gang" unter der L-Förmigen Terasse:
https://flic.kr/p/STPdB4

Hier der Essbereich, drunter der "Gang":

https://flic.kr/p/SvgS67

Hier Frontansicht "Terrasse":

https://flic.kr/p/T6cJTR
Verfasser:
jogi54
Zeit: 19.03.2017 20:25:59
0
2490606
Zitat von Gusa Beitrag anzeigen
Ich versuche zur Verdeutlichung mal ein paar Bilder einzustellen.
Hoffentlich klappts....

Rechts die Garage ebenerdig, Treppe zum "Gang" unter der L-Förmigen Terasse:
https://flic.kr/p/STPdB4
[...]

Hallo Gusa,

mit den Bildern klappt, wenn auch etwas mühsam...

so etwas nennt man eigentlich eher einen Balkon:

Zitat von wikipedia
Eine Terrasse (von lat. terra = Erde, Erdboden) ist eine überdachte oder nicht überdachte größere Fläche (Plattform) an einem Haus, die für den Aufenthalt im Freien vorgesehen ist.[...]


Leider fehlen an allen Bildern jeweils links und rechts ein Teil, diese Teile würden viele Fragen beantworten.

Bild mit dem Treppenabgang - da ist weder eine Garage zu sehen, noch eine "Terasse" so nicht zuordenbar

Bild mit "Essbereich" ??? wie hängt das mit dem Treppenabgang zusammen ??

Bild Frontansicht "Terrasse": Hier wüsste man gerne, was da links und rechts tatsächlich die Gebäudegrenze ist. Man kann in etwa ahnen, dass das diese versetzte Reihenhausbauweise ist, mit ziemlich schwierigen Verhältnissen, wenn man solche außen Isolieren möchte.
Was ist denn das für ein Dachrinnen-Abwasserrohr-Chaos am linken Bildrand???
Ist da tatsächlich auch noch ein Versatz in der Brüstung drin?
Interessant wäre auch, ob die "Front" am Balkon durchgehend eine tragende Wand ist (wahrscheinlich).

Der umlaufende Balkon ist natürlich eine tödliche Wärmebrücke.

Gibt es, soweit zwischen Kellerwand und EG-Wand kein Versatz ist, zwei Möglichkeiten
- inklusive Gang darunter ins Gebäude integrieren
- Abreißen und ggf. freistehend neu errichten (vorher die Außenwand bis in den Keller sehr gut isolieren)

Ob, und was du wirklich machen willst - das zu entscheiden kannst nur du. So wie es jetzt ist, ist der Balkon "Terrasse" eine sehr große Wärmebrücke - da wird von Kellerdecke isolieren - wenn angrenzend - sowieso fast nichts außer der Arbeit übrig bleiben.

LG jogi
Verfasser:
Gusa
Zeit: 20.03.2017 18:11:02
0
2490925
Hier noch ergänzende Aufnahmen:

Ostseite mit Garage:
https://flic.kr/p/T4rgAE

Südseite mit Terasse, die Konstruktion hat eine Versatz.
Die Röhre links ist Entwässerung:
https://flic.kr/p/T4r7W5

Ansicht Terasse:
https://flic.kr/p/RT4GHx
https://flic.kr/p/SVEUZK

Zum linken Nachbar gibt es höhenmäßig einen Versatz.
Eigentlich müsste man, wie schon vorgeschlagen die Terasse mit einer Betonsäge abtrennen, die Front über alle Geschosse dämmen und die Terasse neu aufbauen.
Rechnen wird sich das nicht wirklich.

Der Essbereich befindet sich teilweise über dem Gang ums Haus und über dem angrenzende Ölkeller.

Ich werde die Kellerdecke und den Bereich unter dem Essbereich dämmen.
Alles andere macht vom Aufwand aktuell leider wenig Sinn.



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Dämmung unbeheizte Kellerräume, teilweise auskragende Decke
Verfasser:
Gusa
Zeit: 20.03.2017 18:11:02
0
2490925
Hier noch ergänzende Aufnahmen:

Ostseite mit Garage:
https://flic.kr/p/T4rgAE

Südseite mit Terasse, die Konstruktion hat eine Versatz.
Die Röhre links ist Entwässerung:
https://flic.kr/p/T4r7W5

Ansicht Terasse:
https://flic.kr/p/RT4GHx
https://flic.kr/p/SVEUZK

Zum linken Nachbar gibt es höhenmäßig einen Versatz.
Eigentlich müsste man, wie schon vorgeschlagen die Terasse mit einer Betonsäge abtrennen, die Front über alle Geschosse dämmen und die Terasse neu aufbauen.
Rechnen wird sich das nicht wirklich.

Der Essbereich befindet sich teilweise über dem Gang ums Haus und über dem angrenzende Ölkeller.

Ich werde die Kellerdecke und den Bereich unter dem Essbereich dämmen.
Alles andere macht vom Aufwand aktuell leider wenig Sinn.
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