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Holzscheitheizung
Verfasser:
haraldv
Zeit: 18.03.2017 14:12:18
0
2490082
Hallo zusammen,

ich plane gerade den Bau eines Zweifamilienhauses (gemeinsame Heizung) mit ca. 80+140 qm Wohnfläche. Vermutlich werden wir eine zentrale Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung verbauen. Ich schätze, wir werden insgesamt (Heizung + Warmwasser) so um die 20.000-25.000 kWh/a an Wärmebedarf haben.

Ich möchte auf jeden Fall die Möglichkeit haben, mit Scheitholz zu heizen, aber nicht ausschließlich.

Also entweder Pellets oder Gas + Holzvergaser oder ein großer Kamin mit Warmasserauskoppelung, alles eingebunden in einen großen Warmasserspeicher.

Die Holzscheitvergaser sind ja ganz schön teuer und das Angebot ist groß. Ich möchte ein solides Gerät aber es muss nichts extravagantes sein. Sind bestimmte Hersteller generell zu empfehlen bzw. gibt es welche, die man meiden sollte?

Wie gehe ich das Thema am besten an? Wie kann ich mir einen Marktüberblick verschaffen?
Ich war letztes Wochenende schon auf der internationalen Handwerkausstellung in München und habe mich bei Haargassner, Brunner und ETA umgesehen aber es gibt ja noch viel mehr.

Vielen Dank für die Hilfe!


Grüße,
Harald
Verfasser:
sukram
Zeit: 18.03.2017 15:29:56
1
2490108
Zitat von haraldv Beitrag anzeigen
ca. 80+140 qm Wohnfläche. Vermutlich werden wir eine zentrale Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung verbauen. Ich schätze, wir werden insgesamt (Heizung + Warmwasser) so um die 20.000-25.000 kWh/a an Wärmebedarf haben[...]



In welchem Land lebst Du?

Zum Einlesen:

Handbuch Bioenergie - Kleinanlagen

Marktübersichten (nicht mehr ganz aktuell)
Verfasser:
haraldv
Zeit: 18.03.2017 16:32:07
0
2490122
Vielen Dank für die Links, werde ich gleich lesen.

Ich wohne in Deutschland, Oberbayern, und dort wird auch das neue Haus stehen.

Grüße
Harald
Verfasser:
sukram
Zeit: 18.03.2017 16:36:02
2
2490123
Mit 25 MWh/a?
Die neue Hütte auf dem Zugspitzplatt steht doch schon, dachte ich ;-)
Verfasser:
haraldv
Zeit: 18.03.2017 16:42:53
0
2490126
Vielleicht verschätze ich mich auch mit dem Energiebedarf :-) ich dachte ich nehme mal 45kWh pro qm + 12,5 kWh für Warmwasser an. Na gut, die Kellerfläche ist mit in der Berechnung, stimmt dann wohl nicht ganz...
Verfasser:
mrtux
Zeit: 19.03.2017 15:01:54
1
2490430
Wird es nur die Standartbauweise bist du bei etwa 10.000-12.000kWh.

Bei der Größenordnung macht ein Holzvergaser nicht mehr so wirklich Sinn. Der Bedarf ist zu klein und die Technik zu aufwändig.

Eine Pelletheizung ist grenzwertig vom Invest, aber noch OK.

Ein großer Kamin führt fast Zwangsläufig zur Überheizung der Räume. In Neubauten liegt die einzelne Raumheizlast weit unter der Leistung des Ofens.

Eine Gastherme an Sich mit Solarthermie kombiniert oder eine Wärmepumpe wäre die günstigste und einfachste Variante.
Verfasser:
haraldv
Zeit: 19.03.2017 15:33:10
0
2490456
Verstehe, bei dem Wärmebedarf ist das schon grenzwertig.

Gibt es denn wasserführende Kaminöfen oder Kachelöfen, die einen Großteil der Wärme in einen Puffer einspeisen und nur einen geringen Teil an die direkte Umgebung abgeben?

Es bringt natürlich nichts, wenn ich 30 Grad im Wohnzimmer habe, aber ich würde eben gerne auch Holze verheizen, da wir davon eh so viel haben...


Grüße,
Harald
Verfasser:
mrtux
Zeit: 20.03.2017 12:41:44
0
2490797
Gibt es denn wasserführende Kaminöfen oder Kachelöfen, die einen Großteil der Wärme in einen Puffer einspeisen und nur einen geringen Teil an die direkte Umgebung abgeben?

Das ist kaum möglich. Denn selbst gute Öfen haben noch 1-2kW Abwärme.
Die Raumheizlast für einen 30m² Raum liegt oftmals unterhalb 1kW. Wenn es Draußen -10°C sind. Daher fast immer würde der Raum doch stark überheizt werden.

Bei vorhandenem Holz wäre der Holzvergaser dann doch die Technik die am ehesten Sinn machen würde, wenn das Holz nicht verkauft werden soll.
Verfasser:
flo79
Zeit: 20.03.2017 13:14:20
0
2490817
Hallo. Mal paar Fragen:

Das Haus wird also 140 plus 80qm Wfl. haben?
Lebst dann du mit Familie oder wird was davon vermietet?
Keller kommt noch dazu? Wird der beheizt?

Kannst du was zur Dämmung/Bauweise sagen? Dach, Wand, Fenster?
Wie groß ist das Grundstück?
Wie groß wird der Ausfstellraum für einen möglichen Kaminofen?
Möchtest du das Feuer sehen oder ginge eben auch ein Holzvergaser usw. im Keller?

Gruß Flo
Verfasser:
haraldv
Zeit: 20.03.2017 22:22:14
0
2491024
Zitat von flo79 Beitrag anzeigen
Hallo. Mal paar Fragen:

Das Haus wird also 140 plus 80qm Wfl. haben?
Lebst dann du mit Familie oder wird was davon vermietet?
Keller kommt noch dazu? Wird der beheizt?

Kannst du was zur Dämmung/Bauweise sagen? Dach, Wand, Fenster?
Wie groß ist das[...]



Genau, 140 + 80 (ca). Wir stehen erst am Beginn der Planungsphase. Auf den 140 qm lebe ich mit Familie, die 80 sind vermietet. Das Gebäude ist komplett unterkellert und wird mit geheizt (Nutzung als, Lager, Werkstatt, ggf. Fitness, Arbeitszimmer.

Massivbauweise, Dämmung etc. noch unklar. Ggf. etwas über die gesetzlichen Anforderungen hinaus, wenn es sich lohnt.

Das Grundstück hat ca. 2.000 m². Der Ofen würde im Erdgeschoss im Wohnzimmer stehen, wobei vermutlich Wohnzimmer, Esszimmer, Küche und Eingangsbereich ziemlich offen gestaltet sind, das Treppenhaus ist auch in der Nähe des Ofens, so dass die Wärme auch in den ersten Stock ziehen kann.

Meine erste Idee war ja ein Holzvergaser im Keller (siehe erster Beitrag), allerdings habe ich den Energiebedarf ggf. falsch eingeschätzt. Wenn der Vergaser wenig zu tun hat lohnt es sich halt nicht, ist ja ein teurer Spaß.

Möglicherweise bin ich auch einfach noch etwas zu früh dran mit diesen Fragen, so lange Wärmebedarf des Gebäudes und der einzelnen Räume noch unklar sind.

Im Idealfall hätte ich eine Möglichkeit, Holzscheite zu verheizen und zusätzlich eine bequeme Alternative wie Gas oder Pellets.

Grüße,
Harald
Verfasser:
Woldler
Zeit: 21.03.2017 12:03:57
0
2491171
Servus,
also unser Haus steht im Fichtelgebirge und hat einen Wärmebedarf von ca. 13000 kWh inkl. WW.
Die Heizung besteht aus einem HDG Holzvergaser mit 15KW und einem 1000L Pufferspeicher. Und einem alten Öler als Notheizung.
Das ganze ist recht bequem bei einem Niedrigen Energieverbrauch wie bei dir.
Im Winter 1x am Tag den Ofen voll packen, das reicht bis zum nächsten Tag. Wenns unter -15 geht muss man halt früh und abends einmal vollpacken.
Lass dich nicht verunsichern, das funktioniert echt gut.

Grüße
M.
Verfasser:
mrtux
Zeit: 21.03.2017 18:01:30
0
2491291
Das es Funktionwsfähig ist hat niemand bestrtitten. Aber wirtschaftlich ist so eine Anlage für so einen geringen End Energieverbrauch nicht.
Verfasser:
Woldler
Zeit: 21.03.2017 20:48:49
0
2491367
Na ja,
also die Kosten pro kWh sind eigentlich unschlagbar niedrig. Also mit Sprit, Verschleiß, Auto, Strom, usw. kommt mir ein Ster Holz auf max. 8 Euro. Die Anlage hat 2004 ca. 6000 Euro gekostet und läuft seitdem Störungsfrei. Das einzige was ich bisher investiert hab, ist eine Hocheffizienzpumpe, weil die wesentlich weniger Strom braucht als eine konventionelle Pumpe. Die Motorsäge ist 30 Jahre alt und der Holzspalter ebenso. Das ist schon ewig abgeschrieben.
Das ist für mich wirtschaftlich.
Grüße
M.
Verfasser:
flo79
Zeit: 21.03.2017 22:29:34
0
2491425
woldler. Das ist erfreulich zu hören.

Allerdings ist es heute kaum möglich einen Markenholzvergaser komplett montiert mit allem für 6.000 Euro zu bekommen.

Wir ham z.B. auch sehr große Waldflächen. Aber keine Zeit und ich wollte auch keinen Platz für Puffer usw. aufwenden. Deswegen haben wir uns für eine Sole-WP entschieden und verkaufen das Holz lieber.

Aber bei Harald sind noch viele Punkte offen. Wenn alle Daten stehen kann man weiterschauen. Wichtig sind hier auch konkrete Angebote das man mal Zahlen hat.



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