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Prinzip Schornstein an einer Ölfeuerungsanlage
Verfasser:
Dieter94
Zeit: 21.03.2017 00:35:16
0
2491055
Guten Tag,
ich rätsle grade an einem Fall herum.

Folgendes ist meine Frage:
Wenn ich einen Gebläsebrenner (z.B. Weishaupt WL5/1-A habe (40Kw)) habe
und ihn an einen Wärmetauscher (Brennkammer/Wärmetauscher) Luft/Luft setze bläst er mit einem gewissen Druck in die Kammer.
Nun sind ja aber die gängigen Schornsteinsysteme nach dem Unterdruckprinzip ausgelegt.
Wie genau funktioniert bei einer ÖL/Gas Feuerungsstätte mit Gebläsebrenner also der Abgaszug?
Wie entsteht bzw. wieso ist ein Unterdruck benötigt um die Abgase hinauszusaugen?
Der Brenner selbst müsste doch mit seinem Gebläse einen Überdruck erzeugen, mit dem er die Abgase selber hinausleitet?

Der Brenner hat z.B. die Angaben: Druck vor Mischeinrichtung:2,5-3,6 mbar (je nach Leistung), Feuerraumdruck (0,3-0,5mbar)


Ich stehe vermutlich grad etwas auf dem Schlauch und begreife eine einfache Sache nicht.
Ich bitte trotzdem darum, dies einmal deutlich darzulegen.

-Am Brenner ??Überdruck??
-Am Schornstein Unterdruck (Prinzip Schornsteinzug, unterschiedliche Temp/Dichte erzeugt Druckausgleichsströmungen kenne ich)
-??Wohin geht der Überdruck des Brennergebläses??
Verfasser:
schorni1
Zeit: 21.03.2017 07:16:01
0
2491070
RICHTIG:

ÜBERdruck HINTER der Mischeinrichtung des Brenners

Umwandlung in Mischenergie für die Flamme



UNTERdruck im Feuerraum, gegeben durch den Schornsteinzug

ODER

ÜBERdruck im Feuerraum wenn die Widerstände des Wärmeerzeugers höher sind als die Druckdifferenz das Schornsteins
Verfasser:
Dieter C.
Zeit: 22.03.2017 20:34:45
0
2491713
Namensvetter, hast Du das kapiert, was uns da der Schorni mit wenn oder aber erklärt ??

ich habs nicht kapiert, aber das macht nichts

Die Heizungen ind en von mir errichteten Gebäuden habe auch gewärmt, ohne dass ich mcih um Unter ode rÜberdruck im Steigrohr gekümmert habe.
Verfasser:
schorni1
Zeit: 22.03.2017 21:10:32
0
2491724
Gut, dann erklär ichs extra nochmal für die Ingenieure:


- ein Schornstein zieht mit -10 Pascal am Kesselstutzen

- der Wärmetauscher hat einen Widerstand von 5 Pascal

- welcher Druck herrscht im Feuerraum?..................... UNTERdruck -5 Pa !




- ein Schornstein zieht mit -10 Pascal am Kesselstutzen

- der Wärmetauscher hat einen Widerstand von 15 Pascal

- welcher Druck herrscht im Feuerraum?..................... ÜBERdruck +5 Pa !
Verfasser:
Dieter C.
Zeit: 23.03.2017 11:35:44
0
2491884
Schorni, Du theoretisierst.

Dein erwähnter Unterdruck dank Kaminsog mag schon existieren, interessiert aber keinen.Der hat keine heiztechnische Bedeutung und nur das interessiert an einem Heizkessel. Bestenfalls hält er den Kamin und Heizraum durch seine Luftbewegung trocken.

Entscheidend ist der Brenner-Startvorgang, in diesem Augenblick drückt das Gebläse Luft von aussen in den Brennerraum, welches einen Überdruck erzeugt und über den Kamin entweicht, gleich, ob der Brenner zündet oder nicht.

Die Frage des TE war: Wie entsteht bzw. wieso ist ein Unterdruck benötigt um die Abgase hinauszusaugen

Die Antwort einens Ingenieurs, der KEIN KK ist: Der Unterdruck im Kamin entsteht durch die Wärmedifferenz (Wärme zieht nach oben), allgemein unter dem Ausdruck "Kaminwirkung" auch bei anderen technischen Problemen bekannt. Und zum zweiten Teil der Frage: Die Abgase werden nicht (mit Gewalt) "hinausgesaugt" sondern sie steigen gemütlich mit dem entstandenen Unterdruck-Sog nach oben und wenn sich ein "Wärmedeckel" auf dem Kamin bildet, gibts keinen Sog, sie bleiben sie einfach im Kamin und Brennerraum drin. Der Unterdruck ist also nicht unbedingt erforderlich aber nützlich.

Wenn der Brenner sich einschaltet, bläst das Gebläse mit Überdruck den Brennerraum und Kamin frei, dashalb startet der Zündvorgang nicht sofort sondern erst nach ca. 10 Sek. nach dem Gebläsestart, damit der Überdruck Brennerraum und Kamin von evtl. verbliebenen Abgasen freibläst. Die Verzögerung hat bei HEL-Betrieb evtl. auch was mit der Ölvorwärmung zu tun
Verfasser:
schorni1
Zeit: 23.03.2017 18:31:56
0
2492048
Schön blumig erzählt.

Der Ölvorwärmer hat mit der Vorlüftung eines gebläsebrenners NICHTS zu tun. Aber richtig: die Vorlüftung SPÜLT den Brennraum, sie ist aber NICHT für den Aufbau des Schornsteinzuges verantwortlich.


Dein erwähnter Unterdruck dank Kaminsog mag schon existieren, interessiert aber keinen.


ach so, dann kann er also auch wegbleiben oder?

Der hat keine heiztechnische Bedeutung und nur das interessiert an einem Heizkessel.


Den LAIEN wahrschinlich , für den "Heizung = WARM" bedeutet, aber ich glaub hier gehst um mehr oder wird MEHR erwartet.

Bestenfalls hält er den Kamin und Heizraum durch seine Luftbewegung trocken.


Ein Nebeneffekt, man könnte genausogut einen Föhn nehmen oder eine elektrische Beheizung, wer weiß was die Herren INGENIEURE alles für Lösungen erfinden wo es gar keine Probleme dafür gibt....
Verfasser:
schorni1
Zeit: 23.03.2017 20:26:59
1
2492085
Ist die Frage nun mal geklärt oder muss ich vorbeikommen und den Herren mit Kreide was an die Tafel malen?

Die Kreide steck ich mir selbstverständlich in den ARSCH , selbst damit kann ichs Euch noch deutlich hinzeichnen!
Verfasser:
schorni1
Zeit: 24.03.2017 00:34:05
2
2492143
BEEILT EUCH

DIE KREIDE WIRD LANGSAM BRAUN !!
Verfasser:
Dieter C.
Zeit: 24.03.2017 14:28:07
1
2492320
Ja Schorni,ich sitze nicht jeden Tag am Computer im HTD-Forum.
Ich bin inzwischen Rentner. meine Zeit ist äusserst kostbar und sehr begrenzt.
Und - man kann auch mit brauner Kreide schreiben, wenn man eine weisse Tafel nimmt.

Ich wohne in einer Gegend, in der man häufig eine Inversionslage hat und noch schlimmer, auch Fallwinde, hierzulande Föhn genannt, nicht vergleichbar mit dem von Dir erwähnten elektrischen Föhn. Da hat man tagelang KEINEN Zug im Kamin, kontrollierbar an dem Zugmesser, den wir vor Jahren installierten, nachdem der damalige Mectron-Brenner es manchmal nicht geschafft hat, den Brennvorgang in der Heizung zu starten.

Abhilfe schaffte ein neuer Brenner mit starkem Gebläse, der es schafft, den Kamin freizublasen und Luftbewegung von unten in Betrieb zu setzen. Verstärkt haben wir den Effekt durch eine Aussenisolierung des Klinker-Kaminkopfes, damit sich dieser nicht mehr so aufheizen kann von der Sonne und aufsetzen einer sogenannten "Bischofsmütze" auf den Kaminkopfes, sodass die Sonne nicht mehr in die Kaminmündung scheinen kann.

MItgewirkt hat der hiesige GBKKOM, (Gebirgsbezirkskaminkehrerobermeister) in lobenswerter Weise, sonst wäre ich mit dieser Baustelle wahnsinnig geworden und der beauftragte Heizungbaumeister mit. Logisch, das der Kunde verlangte, eine funktionierende Heizung zu haben.,

Ein Fall aus der Praxis, keine Theorie über Zug und Unterdruck
Verfasser:
schorni1
Zeit: 24.03.2017 17:39:00
1
2492365
KLASSE! Perfekt, SO liebe ich das. Auch den Hinweis mit der weißen Tafel!! *like*


Aber nur mal so gedacht, mit dem was ich in meinem jämmerlichen Hauptschulabschluß-Meister-Hirn habe:

Die Luftmenge am Brenner ist immer auf die zu verbrennende Brennstoffmenge abgestimmt, incl Luftüberschuß usw.

Zum Starten gibt es (zumindest bei Einstufen-Brennern) immer nur EINE, genau DIESE Luftmenge. Es ist somit nicht möglich in irgendeiner Weise mit einem anderen Brenner oder sonstwas plötzlich MEHR Luft bis zur Schornsteinmündung durchzublasen, da auch die Vorbelüftungszeit im Steuergerät fest vorgegeben ist.

Ein Unterschied zwischen altem und neuem Brenner KÖNNTE sein, dass der Breneraufbau bzgl Gebläsegestaltung und Luftführung DRUCKstabiler ist, so dass der auch bei Nullzug anfahren kann. Der hat dann evtl anfangs ÜBERdruck im Kessel und vielleicht im Rauchrohr, aber DANN ist im Schornstein spätestens UNTERdruck.

Die aufgeführte besondere Gestaltung der Schornsteinmündung und des Schornsteinkopfes hat an sich auf moderne Feuerungsanlagen praktisch KEINEN Einfluß - auf die DRUCKverhältnisse an der Mündung ohnehin nicht.



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