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KWL-Rohre, OG über abgehängte Decke im EG erschließen?
Verfasser:
bk186
Zeit: 05.08.2017 00:46:35
0
2534692
Hallo zusammen,

eine Frage zur Verlegung der KWL-Rohre im Neubau (ca. 175qm 1,5 Geschosse plus Wohnkeller).

Ich habe folgende Rohbau-Geschosshöhen:

KG: 2.75m
EG: 3.00m
OG: 2.6m mit ca 1.35m Kniestock (Satteldach)

Die KWL-Einheit sitzt im Keller im Haustechnikraum.

Mein Plan sieht wie folgt aus (Eigenleistung):

KG: Decke im Flur abhängen und von dort alle Räume mit KWL-Rohren erschließen
EG: Montage der KWL-Rohre in der abgehängten Decke, da sowieso LED-Spots geplant.
OG: Räume werden vom EG aus erschlossen

Macht das Sinn?
Die o.g. Idee ist so entstanden, weil ich gerne Rohre mit rundem Querschnitt hätte (damit nach 30 Jahren die Reinigung besser klappt..) und diese ja im Fußbodenaufbau relativ viel Platz wegnehmen würden.

Ich hätte auch technisch kein Problem damit, wenn die KWL-Rohre in der Betondecke verlaufen, allerdings glaube ich, dass es mit Eigenleistung dann zeitlich schwierig wird, den Bauablauf nicht zu behindern.

Wie aufwendig ist die Verlegung/Befestigung an der Decke verglichen mit den anderen Varianten (im Beton, im Fußbodenaufbau)?

Wäre sehr dankbar für ein paar Ideen.
Verfasser:
Bernd 79
Zeit: 05.08.2017 07:15:21
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2534702
Ich find es sehr aufwendig, weil Du ja alles abhängen und spachteln musst - ob das sinnvoll ist? Damit klaust Du Dir auch die großzügigen Höhen.

Überlege es Dir im EG mit den LED-Spots - würde die gezielt und größer setzen, aber nicht zigfach in den Decken.

Habe zum Beispiel in den Fluren Spots, die mit Einbaugehäusen in die Betondecke gelöst wurden.

Einzig in der Küche abgehangen, weil da sehr viele Spots hin kamen.

Rohre in die Betondecke legen hab ich nen gemütlichen Tag je Geschoss gebraucht. Hatte es so planen lassen, dass die Decke jeweils am Donnerstag/Freitag gelegt wurde, dann hatte ich das Wochenende Zeit.

Hab allerdings die KWL auf dem Spitzboden und von dort die drei Geschosse versorgt.
Verfasser:
bk186
Zeit: 05.08.2017 08:22:58
0
2534710
Danke für den Hinweis.

Die Höhe im Erdgeschoss hatte ich extra so planen lassen, damit noch 15cm abgehängt werden kann. Da hätte ich jetzt weniger Bauchschmerzen, weil noch genug Höhe übrig bleibt.

Ich sehe aber Deinen Punkt. 100qm Deckenfläche abzuhängen für vielleicht eine Handvoll LED-Spots mach wenig Sinn. Die können auch direkt in die Filigrandecke.
Verfasser:
bk186
Zeit: 15.08.2017 21:06:33
0
2537772
Planer und Rohbauer raten mir von Lüftungsrohren in der Betondecke ab, erstens weil mehr Bewehrung und dickere Decken erforderlich sind und zweitens weil beim Verdichten des Ortbetons eine (wenn auch geringe) Gefahr besteht die Rohre zu beschädigen.

Auf das Argument, dass das doch eine übliche Lösung sei, sagt der Rohbauer, dass in diesen Fällen meist im Bereich der KWL-Rohre nicht richtig verdichtet wird und die Statik deutlich drunter leidet.

Frage: was tun? Ist mein Planer zu ängstlich? Ich habe keine Ahnung von Beton Verdichten und kann das Risiko überhaupt nicht einschätzen.
Verfasser:
moggmogg
Zeit: 15.08.2017 23:36:18
0
2537823
Die Geschichte mit dem Verdichten halt ich für eine faule Ausrede. Ich glaube die Beteiligten sind einfach nur zu Faul oder geistig zu limitiert sich dem Thema anzunehmen und raten Dir deshalb davon ab. So haben Sie es ja einfacher.
Zugegeben ist es auch nicht ganz ohne ganze sauber zu rechnen und es gibt auch gewisse Grenzen mit wieviel Rohre ich pro Durchbruch in die Decke gehen kann.
Mein Hausbauer war das zu kompliziert, die Ansage war, Lüftung in Decke machen wir nicht - Punkt!
Mit etwas Kreativität und Planung kann man dennoch ein brauchbares Ergebnis erhalten.
Das ganze Obergeschoss aus der EG Decke zu versorgen halte ich für schwierig. Mindestens die Abluft gehört in Deckennähe z. B. im Bad. Zuluft über Boden ist machbar, würde ich in den Schlafräumen aber sauber planen, d.h. Luftauslass weit weg von Kopfende des Bettes. Übrigens kosten brauchbare und ansehliche Bodenauslässe ein Vielfaches von Deckenauslässen.
Alle Räume über die abgehängte Decke im Flur zu erschliessen halte ich für eine Notlösung. Gezwungener Weise ist dann der Weg für die Luft im Raum arg kurz zu den Überströmöffnungen(Türen).

In meinem Haus habe ich einen Zentralen Schacht von Technikraum im Keller durch die Küche im EG durch die Ankleide im DG. Dieser Schacht enthält Wäscheabwurf Rohr für Zentralstaubsauger und Lüftungsrohre für das OG. Das OG hat eigentlich keine Decke, habe diese aber 50cm unter First in Form tieferliegenden Firstzangen einziehen lassen. Dort läuft auch die Dampfbremse und dahinter die Isolierung. Achtung, Lüftungsrohre auf keinen Fall hinter die Isolierung führen. Habe dann mit 80er Kanthölzer eine Installationsebene geschaffen, bevor die Latten für die Rigipsplatten aufgeschraubt wurden. Dort laufen alle Rohre der Lüftungsanlage und versorgen über Deckenauslässe das DG und man hat keinen Mehraufwand wegen zusätzlicher Platten undSpachteln da diese ja ohnehin dort angebracht werden müssen. Zusätzlich enthält der Schacht noch die Abluft für die Küche im EG.

Im KG habe ich in zwei Räumen (Hobby und Gästezimmer)Abkofferungen an der Decke. Diese waren der Kompromiss aber sie Stören mich dort nicht, da Räume wenig genutzt sind. In den Abkofferungen sind die Rohre für den jeweiligen Raum sowie die Rohre für den Fussbodenauslass im Wohnzimmer EG sowie Rohre für die Abluft EG. Die Rohre für Abluft EG gehen in den Abstellraum durch einen Deckendurchbruch nach oben und sind durch eine Vorständerung an der Wand dort unsichtbar. Sie erschliessen Abstellkammer und Gästebad.
Das Büro im EG wird direkt von Technikraum durch die Decke versorgt.

Es geht also auch ohne Rohr in der Betondecke, aber es erfordert frühzeitig eine entsprechende Planung und ist natürlich abhängig von Grundriss. Be einem kompletten Geschoss die Decke abzuhängen finde ich zu aufwändig.
Verfasser:
bk186
Zeit: 17.08.2017 22:35:29
0
2538444
Danke Dir für die ausführliche Info, das hilft auf jeden Fall.



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