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Planung Ringgrabenkollektor / 89584 Ehingen
Verfasser:
Noxes
Zeit: 20.08.2017 17:11:24
0
2539197
Moin,

ich denke so langsam wird es Zeit meinen eigenen Thread zum Thema zu eröffnen. Wir werden demnächst mit Bauen anfangen und ich denke, der Ringgrabenkollektor wird's werden.
Bauort: 89584 Ehingen
Art: EFH (KfW 55, vielleicht 40) mit Keller und Photovoltaik.


Wir stehen zwar noch in Verhandlungen mit diversen Firmen, aber die Planung zum Kollektor kann ja bereits beginnen, hoffe ich.

To-Do-Liste:
Heizlast des Hauses: Noch zu besorgen (genügt auch ein Wärmeschutznachweis?)
Norm-Außentemperatur: -14°C (Ulm, obwohl Ehingen über 20.000 Einwohner hat)
Bodenart in 1,5 m Tiefe: Lösslehm (angewittert), Schluff sandig, schwach tonig, rotbraun, weich bis steif, erdfeucht, Homogenbereich B (Baugrundgutachten liegt vor)

Ich habe auch schon begonnen, unser Grundstück in den Trenchplaner einzupflegen, um eventuelle Schwierigkeiten bei der Planung schon im Frühstadium zu erkennen.
Klick mich

Ich beabsichtige den Thread immer wieder mit fortschreitender Entwicklung zu aktualisieren und hoffe auf viel Input und Hilfestellung. :)

Verfasser:
kub0815
Zeit: 20.08.2017 17:40:58
1
2539204
Ehingen ist kälter wie Ulm nimm lieber -16 Grad wie in Biberach

Verfasser:
hbrockmann
Zeit: 20.08.2017 18:22:31
0
2539217
Verfasser:
Noxes
Zeit: 21.08.2017 10:57:57
0
2539370
Danke mal dafür. Ich habe selber noch keinen Grabenverlauf eingezeichnet, weil mir ohne die Heizlastberechnung ja noch die wichtigste Stellschraube fehlt um das Ganze seriös abzuschätzen.

Ich stelle mir im Moment die Frage ob es sinnvoll wäre, den Kollektor bereits vor dem Keller zu verlegen oder lieber erst, wenn er steht.
Bzw. wäre der Bagger dann ja sogar schon auf der Baustelle und könnte es quasi mitmachen.

Verfasser:
Fuggarex
Zeit: 21.08.2017 12:55:00
2
2539408
Bitte die Rohre unbedingt als erstes legen.
Es kommt sehr viel Aushub zusammen und das ist sehr viel einfacher wenn noch nix am Grundstück steht.

Die Rohrenden mit Paletten sichern dann kann wenig schief gehen.
Im Video sieht man schön wie es auf einem freien Grundstück einfach geht und auch die Paletten sieht man :
Grabenkollektor

Verfasser:
Noxes
Zeit: 21.08.2017 13:37:11
0
2539418
Ich habe nur Bedenken, dass die Abstände zum Aushub des Kellers später nicht genügend, wenn die Leitungen erst einmal unter der Erde sind.
Die Grube wird ja größer als die Dimension des Kellers, nicht dass der Bagger da nicht hin kommt weil schon Rohre liegen..... ?

Verfasser:
crink
Zeit: 21.08.2017 14:10:11
2
2539425
Hi,

erst den Kollektor bauen und dann direkt am nächsten Tag die Kellergrube vom gleichen Baggerfahrer ausheben lassen. Dann wird der Keller gebaut und kurz bevor die Kellergrube geschlossen werden soll packst Du da das warme Ende der Solerohre in Schlaufen schräg an die Kellergrubenwand. Das nennt sich Kellergrubenkollektor und liefert Dir ohne Buddelaufwand zusätzliche Wärme.

Viele Grüße
crink

Verfasser:
Fuggarex
Zeit: 21.08.2017 14:17:51
2
2539428
Schön in diesem Faden zu sehen :
http://www.haustechnikdialog.de/Forum/p/2381331

Verfasser:
Noxes
Zeit: 21.08.2017 23:06:12
0
2539623
@crink @Fuggarex

Danke ihr zwei. Das nimmt mir etwas die Sorgen. So kann ich mich dann erst einmal auf die Planung konzentrieren, der Keller wird mit etwas Pech dieses Jahr gar nicht mehr begonnen. :(

Apropos Heizlast.
Ich habe von meinem Architekten ein Angebot zum Wärmeschutznachweis erhalten. Befähigt ihn das auch zum Errechnen der Heizlast bzw. genügt das nicht zum Abschätzen der Werte?

Verfasser:
crink
Zeit: 22.08.2017 10:03:24
1
2539692
Moin Noxes,

einen Ringgrabenkollektor solltest Du bei Außentemperaturen oberhalb von 10 Grad verlegen, sonst sind die Rohre sehr zäh und lassen sich nur schwer bändigen. Falls der Keller also im Winter ausgehoben werden soll wäre es am sinnvollsten, zumindest den Kollektor außerhalb der Kellergrube schon jetzt zu verlegen - natürlich mit genügend Abstand zur Baugrube. Je nach Tiefe der Baugrube und Böschungswinkel kannst Du ausrechnen, bis wohin der Kollektor reichen darf.

Mein Grabenvorschlag sähe so aus: Vorschlag 2 mit Kellergrubenkollektor.

Vor dem Aushub der Kellergrube realisierst Du nur die Teilstücke D, E und F. Diese haben mindestens 3 m Abstand zum Haus, so dass auch ein etwas grobmotorischer Baggerfahrer den Rohren nicht zu nahe kommen sollte, wenn die Kellergrube ausgehoben wird. Dabei darauf achten, dass überall, wo Solerohre in die Kellergrube kommen, diese mindestens 1 m breiter ist als das Haus, so dass zwischen Haus und Solerohren mehr als 1 m Abstand vorhanden ist.

Das kalte Ende der Solerohre verlegst Du von D aus in die Kellergrube gerade am Boden der Grube bis zur Hauseinführung. Das warme Ende dann von F aus in die Kellergrube. Hier werden die Solerohre zu Schlaufen geformt und an die Kellergrubenwand gelehnt. Der Schlaufendurchmesser ist abhängig von der Grubentiefe und dem Böschungswinkel. Das obere Ende der Schlaufen sollte zwischen 1 m und 1,2 m Tiefe liegen.

Heizlast: Für die Planung des Grabens und die Auswahl der Wärmepumpe reicht eine Heizlastabschätzung auf Basis der Werte in der EnEV-Berechnung (im TrenchPlanner siehe Fenster->Heizlastabschätzung). Für die Auslegung der Heizflächen brauchst Du eine raumweise Heizlastberechnung nach DIN 12831 (unter Vorgabe realistischer Raumtemperaturen). Bei Auslegung der Heizflächen achte darauf, dass die Vorlauftemperatur maximal 30 Grad erreicht - das ist wirklich sinnvoll und spart Strom.

Viele Grüße
crink

Verfasser:
kub0815
Zeit: 22.08.2017 10:26:02
0
2539703
Hi Noxes,

stehen da im Rosengarten um dich herum schon Häuser?

Ich halte es sonst für Schwierig ohne vermesser das alles einzuhalten.

Viele Grüsse
Jürgen

Verfasser:
Noxes
Zeit: 22.08.2017 20:18:54
0
2539876
Häuser stehen "noch" nicht in Gänze. Ein Bungalow im Westen steht, im Süden wird gerade die Baugrube ausgehoben. Im Norden ist nichts und im Osten ist ja nur Straße.

Was hältst du für schwierig einzuhalten, ohne Vermesser?

Verfasser:
kub0815
Zeit: 22.08.2017 21:59:35
1
2539899
Das du den baggerfahre genau genug sagen kannst wo die Rohre hinkommen. Bei der Baugrube kommt normalerweise erst Mal ein Vermesser der sagt wo gebuddelt wird. Wenn um dich herum noch nicht gebaut ist die Orientierung nicht so einfach.

Verfasser:
Noxes
Zeit: 22.08.2017 22:52:48
0
2539918
Der Grenzverlauf zwischen unseren Grundstücken ist gut erkennbar. Womit du natürlich Recht hast, sind die Abstände zum Haus und der Garage, das abzuschätzen dürfte schwer werden. Da muss ich mir erst noch etwas überlegen.

Verfasser:
Noxes
Zeit: 27.08.2017 19:16:22
0
2541145
Ich habe mich die vergangene Woche ein bisschen nach TGA-Planern bzw. Bauingenieuren umgeschaut, die mir vielleicht die Heizlastberechnung für unser Haus machen können und bin dabei auf einige Ungereimtheiten gestoßen. Vielleicht kann mir das Forum weiter helfen.

Zur Berechnung der Heizlast für ein Passivhaus muss offenbar zwingend eine Heizlastberechnung nach dem Passivhaus Projektierungspaket erfolgen. So verstehe ich die FAQ eines TGA-Planers dazu:

Zitat:
Können Sie auch die Heizlast für ein Passivhaus berechnen?

Ja. Die Gebäudeheizlast und die jeweilige Raumheizlast. Das Ergebnis ist aber nicht vergleichbar mit dem Berechnungsergebnis der Heizlast nach dem für Passivhäuser relevanten Passivhaus Projektierungspaket (PHPP). Und das Ergebnis muss kritisch hinterfragt werden.


Ein KfW 40 bzw. KfW 55 Haus ist doch aber kein Passivhaus, damit müsste doch dann die "klassische" Heizlastberechnung nach DIN 12831 ausreichen, oder nicht?

Ich frage deshalb, weil das Angebot eines FH-Anbieters das mir vorliegt, einen Heizenergieverbrauch nach PHPP-Berechnung von 18KWh / qm Wohnfläche / Jahr ausweist, ein Passivhaus doch aber 15KWh nicht überschreiten darf. Warum also die Berechnung nach PHPP?

Frage:
Fällt ein ein Haus nach KfW 40/55 Standard in die Kategorie Passivhaus und muss daher nach PHPP berechnet werden?

Verfasser:
winni 2
Zeit: 27.08.2017 19:30:07
2
2541148
Hi,

Du kannst jedes Haus nach PHPP berechnen lassen.
Dabei muss ja nicht zwingend ein Passivhaus herauskommen.
Auch ein Haus mit 18 kWh/m2 Heizbedarf ist ein Niedrigstenergiehaus.

Je niedriger der Heizbedarf, damit auch schon für ein "konventionelles"
KfW 40 (Ein Passivhaus ist auch 40) oder ein KfW 55, desto stärker
machen sich interne und externe Wärmegewinne prozentual bei der
tatsächlichen Heizlast bemerkbar. das können durchaus 50 % Abschlag
auf eine DIN-Heizlast sein!

Von daher wäre es eigentlich zu empfehlen jeden gut gedämmten Neu-
bau nach PHPP zu berechnen.
Aber das ist in der konservativen Bauwelt noch nicht so angekommen,
denke ich.

Grüsse

winni

Verfasser:
Noxes
Zeit: 27.08.2017 20:20:32
0
2541167
@winni 2

Soweit so klar. Also legt die PHPP härtere Grenzwerte an als die DIN. Mir ist nur noch nicht klar, warum die Unterscheidung so gravierend ist. Was macht die Heizlast nach DIN weniger zuverlässig als die nach PHPP, wenn man gerade kein Passivhaus baut (auch wenn man nah dran ist)?

Verfasser:
dyarne
Zeit: 27.08.2017 21:30:51
0
2541186
nein phpp hat keine strengeren grenzwerte, es rechnet genauer weil umfassender.

din vereinfacht und setzt bsplw keine inneren und solaren gewinne an. diese machen aber bei einem passivhaus durchaus 50% aus.

im altbau vielleicht nur 5%, also vernachlässigbar.

dein bauing hat völlig recht wenn er sagt dass einer normheizlast im niedrigstenergiebereich nicht zu trauen ist, weil sie eben typisch 20-50% zu hoch liegt.
dann noch warmwasserzuschläge und schon liegt man bei 100% überdimensionierung.

als medizin wird dann ein puffer eingebaut. so sieht leider zumeist die verbaute realität aus...

phpp rechnet viel umfassender und somit genauer, auch werden dabei 2 szenarien verglichen, der kalte klare tag bei auslegungstemperatur und der graue 0-grad nebeltag.

meistens bringt zweiterer die höhere heizlast...

Verfasser:
kub0815
Zeit: 27.08.2017 22:56:29
0
2541213
Beim passivhaus berechnet man eigentlich nicht die Heizlast sondern man plant sie. Grund man muss die 10w Heizlast pro qm erreichen sonst kann man nicht mit Luft heizen. Bei der Heizlast Berechnung ist es anders herum man berechnet was man für Heizleistung pro Raum braucht um sich dann eine Heizung zu kaufen.

Verfasser:
Noxes
Zeit: 11.09.2017 11:26:03
0
2545237
Verstehe. Soweit ist mir das jetzt klar. Aber daraus lässt sich wohl keine allgemeingültige Aussage herleiten, dass bei KfW 55 Häusern automatisch besser nach PHPP gerechnet wird, oder?

Oder anders gefragt: Wann würdet ihr eine Berechnung nach Normheizlast und wann nach PHPP empfehlen? Ist ja nicht ganz unwichtig, je nachdem welche Rechenart mein FH-Anbieter wählt, hat das ja durchaus einen gravierenden Einfluss auf die Auswahl der WP.

Verfasser:
winni 2
Zeit: 11.09.2017 12:03:20
1
2545247
Wenn eine Wärmepumpe eingebaut wird, wäre eine Berechnung
nach PHPP für jeden Neubau zu empfehlen, weil die richtige
Auslegung der Wärmepumpe für die Effizienz und die Anlagen-
kosten u.U. eine große Rolle spielt.

Auch bei KfW55 wird die Heizlast mit einer üblichen Berechnung
schon erheblich überzeichnet, weil interne und solare Wärmegewinne
keine Berücksichtigung finden.
Zur berechneten und realen Heizlast ist dyarne,s Thema interessant:
http://www.haustechnikdialog.de/Forum/t/199288/Auslegung-wieviele-kW-braucht-die-WP

Grüsse

winni

Verfasser:
Noxes
Zeit: 18.10.2017 18:36:16
0
2558480
Ich mal wieder.
Wie ich erfahren habe, rechnet mein FH-Anbieter nach EnEv und nicht nach PHPP. Und nü?
Drauf ansprechen und fragen ob er das auch kann oder sich jemand unabhängigen suchen? Wer rechnet mir denn - zu einem vernünftigen Preis - die Heizlast nach PHPP und vor allem zu welchem Zeitpunkt?

Verfasser:
kub0815
Zeit: 18.10.2017 21:55:38
0
2558584
Die berechnung soll dir der liefern der dir das KFWXX bescheinigt. Oder holst du dir keine Förderung? 5-15% von 100.000 Euros. sollte vertragsbestandteil sein.

https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Neubau/Finanzierungsangebote/Energieeffizient-Bauen-(153)/

Verfasser:
Noxes
Zeit: 11.05.2018 21:28:29
0
2646030
So, mich gibt es immer noch und so langsam tut sich was.

Ich habe mittlerweile die Berechnungen zur EnEV, zumindest mal die notwendigen um für das KfW Programm 153 und auch am Grundrisse des Hauses hat sich noch etwas getan.

Da wir uns etwas verkleinert haben, konnte ich den Kollektor etwas vergrößern. Passt das so?
https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplanner.html?id=tDa5kRPYjargtZzpJMip

Achja, würde es nicht Sinn machen, wenn die Solerohre möglichst nahe bzw. an einer Wand gemeinsam in die Wand laufen?

Verfasser:
winni 2
Zeit: 12.05.2018 10:36:42
0
2646088
Ja, passt, aber ich würde bei der kalten Gegend die Slinkys etwas tiefer
legen und man könnte den Kollektor noch vereinfachen:
https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplanner.html?id=rKCofg9lFXPDUHUdjrhs

Solerohre würde ich so einführen, wie es am besten für den Anschluß
der Wärmepumpe auskommt.

Grüsse

winni

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Planung Ringgrabenkollektor / 89584 Ehingen
Verfasser:
winni 2
Zeit: 12.05.2018 10:36:42
0
2646088
Ja, passt, aber ich würde bei der kalten Gegend die Slinkys etwas tiefer
legen und man könnte den Kollektor noch vereinfachen:
https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplanner.html?id=rKCofg9lFXPDUHUdjrhs

Solerohre würde ich so einführen, wie es am besten für den Anschluß
der Wärmepumpe auskommt.

Grüsse

winni
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