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Haustechnikforum
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Seite 1 von 4 [Beitrag 1 bis 35 von 120]erste <1234>letzte 
Kosten: Pellets gegen Wärmepumpe - wer gewinnt??
Verfasser:
HP
Zeit:
02.05.2005 23:46:55
179145
Hallo Spezialisten und Preisvergleicher,

nachdem ich mich schon mehrmals im Kreis gedreht habe
und versucht habe meine Meinung zu unserer zukünftigen
Heizung gefestigt zu haben, ist jetzt wieder alles offen.....
Ich hab von meiner Architektin selber zusammengetragene
Kosten-Gegenüberstellung bekommen die sehr ernüchternd ist:
Gas vor Öl (mit und ohne Solar) Pellets und Erdwärme (mit und ohne Solar)
markieren die zweite Hälfte der Tabelle. Betrachtet sind
Pufferspeicher, Kamin, FBH / WH / Radiatoren, Austragung,
Platz (Lagerraum) und Betriebskosten).
Ich stehe jetzt also vor der Entscheidung entweder
ca. 15000 Euro für Gas oder ca. 30000 Euro für Pellets / Wärmepumpe
mit Solar auszugeben.
Da ist Guter Rat (gute Heizung) teuer!

Was mich und auch den Mitarbeiter der das zusammengetragen hat
wundert, ist die schiere Kostengleichheit von Pellets (sinnvollerweise
mit Solar) und WP mit Erdkollektor (mit Solar). D.h WP ohne
Solar sogar günstiger!!!

1.Was meine die Experten generell dazu.
2.Was bekomme ich mit WP für eine Max-Temp beim Brauchwasser?
3.Was hat der Erdkollektor für Auswirkungen (auskühlen des Bodens)
4.Was gibt es für Photovoltaik für Förderungen. (das wäre doch
sinnvoll den Strom für die WP selbst zu erzeugen !!)

Ach fast hät ich es vergessen: DHH 160qm Wfl, Wärmebdarf ca 8-9KW
Bin gespannt
HP
Verfasser:
kmpfbiken
Zeit:
03.05.2005 06:53:29
179164
Hallo HP,
eine gute Vergleichsmöglichkeit findest due hier:
http://www.energieag.at/extrafiles/rechner/heizkostenvergleich/haushalte.php


Schöne Grüße

Jürgen Kempf
Verfasser:
Stefan2
Zeit:
03.05.2005 08:48:35
179190
Hallo HP,

Deine Frage zur Heizungswahl kann ich absolut nicht beantworten. Die richtige Auswahl wird ganz bestimmt eine Frage des Geldbeutels und auch eine Frage der Einstellung zu Alternativenergien sein.
Wovon ich Dir im Moment nur abraten kann, ist mittels PV den Strom für die WP selbst zu produzieren.
Wenn PV, dann nur zur Netzeinspeisung.
Die Vergütung für den eingespeisten Strom beträgt für 2005 (und 20 Folgejahre) 54,5 ct/kWh und damit sicherlich ein Vielfaches des verbilligten Tarifes f. WP-Betrieb.

Viel Erfolg
Stefan
Verfasser:
Friernix
Zeit:
03.05.2005 21:33:38
179515
@HP.

Es fehlt schlicht die Angabe der Wärmequelle für die WP, sowohl für die Investitionskosten als auch für die Verbrauchskosten von zentraler Bedeutung.

Alle! Heizungsbauer die ich kenne (und das sind etliche) verkaufen keine Pelletskessel mehr. Der Mitarbeiter kann sich sein Bett neben dem Brenner aufstellen, mehrfache Aussage: Mit 10 verkauften Anlagen braucht man sich keine Sorgen mehr zu machen. Der Betrieb ist immer ausgelastet.

DIIN ist DIN, wer die nicht versteht ist selber schuld und braucht sich über die Qualität des gelieferten Brennstoffes auch nicht zu beschweren. Oder anders ausgedrückt: Pellets öffnen der Müllverbrennung im grossen Stil jedwedes Tor. Auch wenn´s einigen Päbsten hier im Forum nicht passt!

WP mit Solar ist zwar unter Umweltaspekten schön, reduziert die Betriebszeit der WP. Aber rechnet sich das? Bei den geringen Verbrauchskosten wird die Amortisation des thermischen Kollektors zum Märchen. Wer trotzdem möchte, bitte gerne.

Bitte poste also zuerst Deine WP-Auslegungen und Deine Grundstücksgröße, der ungefähre Ort wäre auch von Interesse.

Und bevor Du den Rechner von kmpfbiken versuchst, nimm den im www.klima-innovativ.de

Beste Grüße und viel Spaß am Meinungen filtern!
Verfasser:
Klimagott
Zeit:
03.05.2005 22:22:30
179549
@HP
Mit einer Wärmepumpe kannst du Brauchwassertemperaturen bis zu 55°C erreichen. Bei höheren Temperaturen wird die WP unwirtschaftlich und dem Kompressor droht der langsame Hitzetod.
Das reicht nicht zur thermischen Desinfektion.
Der Brauchwasserspeicher darf deshalb nicht zu groß sen. ca. 100-150 Liter pro Person sonst wird die Verweilzeit zu lang. Aber auch nicht zu klein wählen, sonst muß der dritte morgens kalt duschen.

Der Erdkollektor hat bei meinen Kollegen der eine Sole-Wassr-WP mit Erdkollektor betriebt der Vegetation sein Jahren nicht geschadet.

Die Lebensdauer einer Sole-Wasser-WP kann ohne Probleme 30 Jahre erreichen. Einzig es muß ausreichend Heizkreis-Pufferspeicher Vorhanden sein. Merke: Nichts geht über Pufferspeichr, ausser noch mehr Pufferspeicher. Immer nach Herstellerangaben großzügig auslegen. 1000 Liter für eine 10kW WP sind nicht zu viel. 2000 Liter Heizungsspeicher sind besser.

Merke: Immer E-Heizstäbe in den Pufferspeicher setzen (auch in den Brauchwasserspeicher). Dann braucht im Falle eines Defektes niemand zu frieren oder kalt zu duschen. Wenn die WP, hoffendlich erst nach Jahrzehnten kaputt geht, kann es ein paar Tage länger dauern bis die Teile da sind.

Zusatznutzen: Die für den Brauchwasserspeicher notwendige Opferanode (alle 2-3 Jahre tauschen) oder besser noch Fremdstromanode (wartungfrei, nur ab und zu Testknopf drücken) entkalkt das Warmwasser fast vollständig. Nur alle paar Jahre den Kalkschlamm aus den Brauchwasserspeicher spülen (Spülventile vorsehen).

Aber bedenke: billiger Strom für WP kommt fast vollständig aus öffendlich geförderten und bereits abgeschriebenen Kernkraftwerken. Die EVU's kaufn da, wo's am billigsten ist. Das dürften zur Zeit französische Kernkraftwerke sein.
Verfasser:
H. Frank
Zeit:
04.05.2005 08:14:19
179636
@Klimagott

Ja, nichts geht über Puffer.
Aber nicht immer muß man einen riesigen Zusatzpuffer dazustellen. Wenn man bedenkt, daß so ein Einfamilienhäuschen bei nassverlegter FBH eine Estrichmasse von mindestens 25 Tonnen hat, so entsprechen diese doch etwa 6000 Liter Wasser.
Und die WP (nicht die Wärmequelle!) noch zusätzlich an der "untersten" Grenze dimensioniert, so läuft sie auch an der Heizgrenze stundenlang am Stück ohne zu Takten. Und erfreut sich einer langen Lebensdauer und hohen Arbeitszahlen.


H. Frank
Verfasser:
helmutmg
Zeit:
04.05.2005 08:47:51
179646
@HP
Hallo HP,
erstmal eine Frage: Wer sagt dir Preise für die Wärmepumpe von 30.000 €.
Nach meinen Erfahrungen liegen diese incl. Brauchwasserbereitung 300 Liter bei ca. 160 m² zu beheizende Fläche bei ungefähr 7.800 €. Zuzüglich Einbau durch den Heizungsbauer und Erdaushub.
Die entnommene Wärme beträgt in60 – 80 cm Tiefe ca. 3°.
Wenn Du da auf deinem Grundstück keinen Eichenwald pflanzen willst, kriegst Du mit der Vegetation keine Probleme.
Wo wohnt den dein Haus.
Verfasser:
helgo
Zeit:
04.05.2005 08:51:48
179648
Hallo HP,

zu Pellets kann ich nicht viel sagen, außer: ich habe mich für die WP entschieden und als Zusatzheizung einen ganz einfachen 15kW Holzofen mit 50cm Scheitlänge.
Damit war zwangsläufig ein Pufferspeicher nötig, wobei ich einen mit Durchlauferhitzerprinzip fürs Brauchwasser habe. Bei 42 Grad haben wir problemlos schon zu zweit geduscht, ohne dass der letzte was merkt. Ich hoffe, dass ich das auch für 4 Personen hinkriege (wir ziehen am Freitag ein). In der Brauchwasserschlange sind ca. 40l, so dass Legionellen hier keine Rolle spielen sollten.

Solar(-wasser) lohnt den Aufwand nicht. Bei WP würde ich immer eine Tiefenbohrung machen (habe 2*70m). Die Flächenheizung habe ich selbst verlegt, so dass ich für meine Anlage mit Zusatzofen und passiver Kühlung so in deiner Größenordnung (ein wenig mehr) liege.

Gruß
helgo
Verfasser:
Schönberg
Zeit:
04.05.2005 09:09:20
179660
@Helmutmg:

Bitte keinen Flachkollektor in 60-80cm Tiefe verlegen!

Es gibt einen Grund dafür, warum schon in der VDI-Norm 4640 Blatt 2 auf Seite 12, Punkt 4.2.1 eine Verlegetiefe von 1,2m bis max. 1,5m vorgegeben wird.
Verfasser:
helmutmg
Zeit:
04.05.2005 09:19:46
179667
@ Schönberg
Hallo Schönberg,
ich bitte um Erklärung warum.
Verfasser:
H.A. Bauer
Zeit:
04.05.2005 09:39:15
179675
Hallo HP,

Sie brauchen sich nicht weiter im Kreis drehen, wenn Sie sich für die Wärmpumpe entscheiden.

Nebenbemerkung:
Bei Ihren Preisangaben sollten Sie den WP-Preis drastisch nach unten korrigieren. Ihre Annahme bei Gas-Entscheidung können Sie rundum auch für die WP ansetzen. (wer heutzutage noch eine WP für 30.000 € kauft, müsste eigentlich sofort entmündigt oder zwangsenteignet werden)

Holzheizungen insgesamt sind nicht umweltfreundlicher als Wärmepumpen, aber kosten rund das Doppelte bei der Anschaffung und verursachen obendrein noch Betriebskosten die denen einer Öl-Heizung sehr nahe stehen (bei WP nur ca. 1/2 bis 1/4 der Vergleichskosten).

Da ich weder Produkte verkaufe, oder installiere, erlaube ich mir diese "neutrale und unabhängige" Meinung zu veröffentlichen.

MfG
H.A. Bauer
www.EnEV-Check.de
Verfasser:
C.Kramer
Zeit:
04.05.2005 12:31:12
179738
Hallo,

da wir Wärmepumpen verkaufen kann ich diese Aussage so stehen lassen.
Eine moderne Heizungswärmepumpe mit entweder integriertem oder externem Warmwasserspeicher in der Größenordnung 8-9 kW inklusive Erwärmebohrung mit einer Tiefe von 125 Metern komplet montiert und in Betrieb genommen darf heute nicht mehr als 17500,-- @ zzgl. Steuer kosten.
Wärmepumpen in Verbindung mit Solar ?? Blödsinn macht aus energetischen Gründen überhaupt keinen Sinn.

Weiter Info´s

www. wärmepumpen-online.de
Verfasser:
Klaus D.
Zeit:
04.05.2005 15:41:35
179824
Hallo in die Runde,

auch wir sind derzeit bei der Überlegung, für welches Heizsystem wir uns für unser 145 m2 großes Haus mit "Normalbauweise" entscheiden sollten. Gerade weil dieses Forum fest in der Hand der Wärmepumpen-Befürwortern ist, möchte ich wissentlich der zweifellos vorhandenen Vorteile doch auch ein paar (kritische) Fragen stellen:
- Das Heizverhalten in der Familie ist doch recht unterschiedlich. Ist es denn problemlos möglich, ein Kinderzimmer bis auf 24 Grad zu heizen, das andere nebenan bei 17 Grad?
- Würde das Aufheizen von einer Nachttemperatur von 17 auf 24 Grad oder das nach ausgiebigem Lüften im Bad nicht sehr lange dauern bei einer WP?
- Wie kann ich als absoluter Laie eine gute und eine unbrauchbare Planung der WP unterscheiden? Ich habe das Gefühl, dass eine Standard-WP Anlage wohl bezahlbar ist, aber nach Anpassung an unsere Anforderungen und Wünsche unbezahlbar wird. Viele Heizkostenrechner erscheinen mir zugunsten der WP geschönt. Anlagenpreise von um die 30.000,00 € entsprechen übrigens den von mir erstellten Kostenvoranschlägen.
- Zumindest im Vergleich zu Gas oder Scheitholz, aber auch zu Pellets scheint sich die WP über die gesamte Laufdauer finanziell nicht zu rentieren - wenn man jetzt mal den Umweltgedanken beiseite lässt (soll keine Diskussion werden: gibt schon viele Beiträge dazu)
- Doch damit gleich zum Umweltgedanken und für mich dann auch DIE Frage: Ist es denn wirklich umweltfreundlich, wenn man eine Heizung mit verbilligtem Atomstrom betreibt? Wäre es dann nicht folgerichtig - wenn der Umweltgedanke für mich ausschlaggebend ist - in die Betriebskosten umweltfreundlichen Strom (Solar, Wind, Wasser) mit einzukalkulieren? Er kommt ja nicht einfach nur aus der Steckdose.... In diesem Punkt würde doch eine CO2-neutrale Heizung wie Holz und Pellets punkten?
- Gibt es zu der angeführten Lebensdauer von bis zu 25 Jahren auch andere Erfahrungen?
- Kann hier während des Betriebs seiner WP niemand von Problemen oder Reperaturen berichten, von Wartungsaufwand etc.?

Ich würde mir wünschen, dass insbesondere Bauherren und Hobbyfachleute von ihren Erfahrungen berichten und weniger Verkäufer von WPn. Vielen Dank!

Klaus
Verfasser:
heiznix
Zeit:
04.05.2005 16:07:55
179838
Für einen Kostenvergelich schaut mal da:

http://www.energieag.at/extrafiles/rechner/heizkostenvergleich/haushalte.php?_cur=eur&_zg=1&_verbrauch=600&_personen=1&_geraete=&_tarif=0&_messkosten=1&_nacht=65&_gebaeudeart=2&_flaeche=220

Gruß heiznix
Verfasser:
Klaus D.
Zeit:
04.05.2005 18:35:57
179864
Zu meinem Beitrag von oben noch als kritischer Denkanstoß zum Umweltnutzen und zur Diskussion: http://www.energienetz.de/index.php?pre_cat_open=42&id=114&subid=293&

Klaus D.
Verfasser:
heiznix
Zeit:
04.05.2005 19:00:00
179868
@ Klaus D.

Hallo Klaus,

um es vorweg zu nehmen, ich bin auch einer der WP-Befürworter und baue gerade auch selbst 2 Anlagen. Habe also noch keine Erfahrungen im praktischen Betrieb sammeln können, dennoch überzeugt mich dies Technologie (und steigende ÖL-u. Gaspreise tun ein übriges).

Hier einige (meine) Gedanken zu Deinen Fragen:

>>>Würde das Aufheizen von einer Nachttemperatur von 17 auf 24 Grad oder das nach ausgiebigem Lüften im Bad nicht sehr lange dauern bei einer WP?

Sind diese Werte nicht reine Theorie? In welchem Raum hast Du 24°C und welcher Raum fällt innerhalb einer Nacht um dann ggf. 7K ab?
Beides halte ich für nicht realistisch. Aber selbstverständlich kannst DU mit einer WP 24°C RT erreichen, ist nur eine Frage der Heizflächenauslegung. nach einem Lüftungsvorgang ist der raum schnell wieder auf Temperatur da die Wände, Möbel etc. als Speichermasse dienen.
__________________________________________________
>>> Wie kann ich als absoluter Laie eine gute und eine unbrauchbare Planung der WP unterscheiden? Ich habe das Gefühl, dass eine Standard-WP Anlage wohl bezahlbar ist, aber nach Anpassung an unsere Anforderungen und Wünsche unbezahlbar wird. Viele Heizkostenrechner erscheinen mir zugunsten der WP geschönt. Anlagenpreise von um die 30.000,00 € entsprechen übrigens den von mir erstellten Kostenvoranschlägen.

Bei den Preisen muß zunächst immer geklärt sein ob dieser mit Sondenbohrung oder ohne ist.
Ich selbst habe gerade 2 WP gekauft inkl. je eines Pufferkombispeichers 800/190L. Preis inkl. Regelung und Inbetriebnahme ist 8000 Euro + Mwst.. Dazu kommt eine Sondenbohrung von 2 x 72 m, hausfertig angeschlossen und mit Sole gefüllt für 8500 Euro inkl. Mwst.. Mit ~19.000 Euro hast Du also eine komplette WP-Anlage. Nun bleiben bis 30.000 Euro noch satte 11.000 Euro übrig. Für was? Hier scheinen Dir überzogene, nicht reelle Preise (Abwehrpreise?) angeboten zu werden. Ich kann deshalb @ H.A. Bauer nur zustimmen.
___________________________________________________

Gruß heiznix
Verfasser:
cal
Zeit:
04.05.2005 21:51:42
179943
Hallo zusammen,
ich (Häuslebauer) werde definitiv eine WP in meinen Neubau setzen und habe habe bisher 4 Angebote zu WP´s eingeholt.
30.000 Euros kann nicht sein bei den Dimensionen!
Die Angebote für meine 200 m² Hütte schwanken zwischen 18.000 und 26.000 Euros bei etwa 8 kW inkl. WW-Bereitung und Sonde. Waterkotte, Stiebel und IVT wurden angeboten.
Sind diese Hersteller besonders teuer oder bin ich nur an die falschen Anbieter geraten wenn die nicht teuerer als 17.500 Euros (nach C.Kramer) sein dürfen!

>>>Ich selbst habe gerade 2 WP gekauft inkl. je eines Pufferkombispeichers 800/190L. Preis inkl. Regelung und Inbetriebnahme ist 8000 Euro + Mwst.. Dazu kommt eine Sondenbohrung von 2 x 72 m, hausfertig angeschlossen und mit Sole gefüllt für 8500 Euro inkl. Mwst.. Mit ~19.000 Euro hast Du also eine komplette WP-Anlage.
Gilt der Preis für eine oder zwei WP? Und für welche Leistung? Sonderanlage 2 WP mit 2x800L Pufferkombi?


Zum Thema Solar und WP: Heizungsbauer schauten mich komisch an wenn ich danach Frage, aber keiner konnte mir bisher sagen warum das "Blödsinn" ist.
Bei der WP hoffe ich - Erdsonde - auf eine reale Leistungszahl von 4. Wenn ich dann noch die solare Brauchwassererwärmung - bei richtiger Dimensionierung - von etwa Mai bis September rein aus der solarthermischen Anlage realisieren kann, bleibt die WP in der Zeit ausgeschaltet. Sollte es eng werden, kann die WP ja zur WW-Erwärmung kurzzeitig zugeschaltet werden. Über die betriebswirtschaftliche Schwäche von solarthermischen Anlagen muß man m.E. nicht mehr diskutieren, aber energetisch / umweltfreundlich ist das für mich immer noch sinnvoll.


Gruß cal
Verfasser:
heiznix
Zeit:
04.05.2005 22:38:58
179967
@ cal

Gilt der Preis für eine oder zwei WP? Und für welche Leistung? Sonderanlage 2 WP mit 2x800L Pufferkombi?
____________________________________________________

Dieser Preis gilt für eine WP mit 9kW. Das ganze habe ich eben 2x da eine Schwester und ein Schwager momentan bauen.

Gruß heiznix


Verfasser:
cal
Zeit:
05.05.2005 00:02:59
180003
@heiznix

das passt ja in etwa zu meinem günstigsten Anbieter. Welchen WP Hersteller hast Du warum ausgewählt?

Grüße cal
_____________________________
@Klaus D.
>>>Zu meinem Beitrag von oben noch als kritischer Denkanstoß zum Umweltnutzen und zur Diskussion: http://www.energienetz.de/index.php?pre_cat_open=42&id=114&subid=293&

Danke für den Link! Den sogenannten Öko Autoren von "WP durchgefallen" ist der reale deutsche Energiemix offenbar kein Begriff!
"Arbeitszahlen in der Realität" ist da durchaus objektiver. Aber was solls, Ich baue in der Nähe des Einspeisepunktes eines Wasserkraftwerkes, erhalte also blaue Elektrönchen und hab somit keinen CO2-Ausstoß hahahaha. Ein Bekannter hat sein Haus im Rheinischen Braunkohlerevier, ergo hat er braune Elektrönchen und ein CO2-Problem mit der WP :o). Wenn ich in der Nähe eines KKW lebe bin ich wieder nahezu CO2 frei aber ....
Also realisitischerweise kann m.E. nur der gesamte Strommix herangezogen werden (grob: 30 Kern, 28 Steink. 26 Braunk., 6 Gas, 8 Regenerative und Sonstige). Damit liegt die WP (Sonde) CO2-mäßig besser als Gas & Co.
Neben der solarthermischen Unterstützung werde ich nach der Bauphase also 2006 ff meinen Technikgeldbeutel - wenn ich nach dem Bau noch einen habe - in Richtung Photovoltaik ausrichten. Das ist alles betriebswirtschaftlich nicht sinnvoll aber für mein feeling besser als eine "hochwirtschaftliche"Protzkarre.

Grüße cal
Verfasser:
HP
Zeit:
05.05.2005 01:04:16
180016
Danke das war ja eine geballte Ladung an Info`s.

Ein paar Dinge waren wohl nicht ganz verständlich: Pellets mit Solar 30000.- inkl. Kamin, FBH, Pufferspeicher; WP ohne Solar 25500, mit Solar 30500.- (je ohne Kamin).

Und wer spielt dann bei der WP in der Oberliga oder kann mann auch ein günstigeres Gerät kaufen??

Gibt es zu Radiatoren , FBH und WH auch einen Preisvergleichrechner oder sind die Systeme so unterschiedlich dass mann sie nicht vergleichen kann?? (gehört u.U. ins andere Forum) aber hier gibts ja die gleichen Spezialisten.

Danke
HP
Verfasser:
Weisi100
Zeit:
05.05.2005 07:27:04
180023
Ein guter Hersteller mit entsprechedem Qualitätstandart und hervorragendem Kundendienst ist zum Beispiel:

- Junkers

http://www.junkers.com/de/de/ek/index.html
Verfasser:
heiznix
Zeit:
05.05.2005 09:26:35
180036
@ cal

Ich habe Bartl gewählt weil die sich seit jahrzehnten mit WP-Technik beschäftigen und auch (sie sind in Ulm) nicht zu weit weg sind.

www.bartlwp.de

Gruß heiznix
Verfasser:
helmutmg
Zeit:
05.05.2005 12:38:23
180114
@cal
Hallo Cal,
für Deine 200m² Hütte kommst Du locker mit einem Preis von ca. 10.000 € klar.
Preis bezieht sich aus Erdkollektor/Direktverdampfer
zuzügl. Erdaushub und MwSt.
Verfasser:
Klaus D.
Zeit:
06.05.2005 08:42:44
180382
@HP
Nach einem kleinen Hinweis von dritter Seite: Es lag mir fern, einen Nebenthread aufzumachen - sorry. Dir geht es in erster Linie um den wirtschaftlichen und weniger um den Umweltaspekt. Danke für die Antworten von heiznix und cal und HP viel Glück bei der richtigen Entscheidung
Verfasser:
cal
Zeit:
06.05.2005 09:47:40
180405
@helmutmg

hallo helmutmg,

hört sich gut an, leider hab ich jedoch nur ca. 170 m² nutzbare Grundstücksfläche mit Lehmboden. Habe daher aktuell von Kollektoren abgesehen und muss wohl Sonde realisieren. Ist ein Direktverdampfer eine Luft WP? Von Luft (war die Anfangsüberlegung) bin ich wegen dem hohen Schallpegel der niedrigen Leistungszahl und dem riesen Gerät abgekommen.
Nichtsdesdotrotz würde mich natürlich konkret interessieren wo man sich diese preisliche Größenordnung (von welchem Hersteller/Lieferanten?) anbieten lassen kann, da es ja für die WP m.E. egal ist ob Sonde oder Kollektor. Wie bereits gepostet möchte ich natürlich noch einen WT für eine solarthermische Anlage vorsehen.

Was ist eigntlich mit Spiralkollektoren!?!
Habe jetzt bei IVT von Spirakollektoren gehört. Kann mir aber nicht vorstellen dass Die Nachlieferung von Entzugsleistung des Erdreichs ausreichend ist, um bei so eng verlegter Entzugsfläche genügend Wärme ohne Vereisung nachzuliefern.

Grüße cal

Verfasser:
heiznix
Zeit:
06.05.2005 09:50:52
180408
@ helmutmg

für Deine 200m² Hütte kommst Du locker mit einem Preis von ca. 10.000 € klar.
Preis bezieht sich aus Erdkollektor/Direktverdampfer
zuzügl. Erdaushub und MwSt.
____________________________________________________

Da bin ich jetzt aber auf detailliertere Info's gespannt.
Was ist in den 10.000 Euro enthalten?

Gruß heiznix
Verfasser:
helmutmg
Zeit:
06.05.2005 10:06:47
180426
@Heiznix
Hallo Heiznix,

WP 12 KW Aussenkollektor 600m Kollektorlänge

Scrollkompressor
Kältekreis
Edelstahl-Plattenwärmetauscher
Expansionsventil
Trockner
HD und ND Pressostate
Flüssigkeitssammler

Elektrische Ausstattung
Sicherungen
Startkontakte
Start-Verzögerung
Begrenzer
Kabel und Klemmen

Hydraulischer Kreislauf
3stufige Umwälzpumpe
Ausdehnungsgefäß
Sicherheitsventil


Brauchwasserbereitung 300 Liter incl. Heizstab
Verfasser:
Friernix
Zeit:
06.05.2005 16:40:25
180547
@cal

"leider hab ich jedoch nur ca. 170 m² nutzbare Grundstücksfläche mit Lehmboden. Habe daher aktuell von Kollektoren abgesehen und muss wohl Sonde realisieren"

Rechne doch bitte mal: Bodenaustausch 200 qm x 1 m Tiefe zu Sondenbohrung 2x 70 m...

Direktverdampfung Erdreich ist ein Kollektor aus PVC-ummantelten Kupferrohren. Was heißt nutzbare Fläche? Der Kollektor darf auch unter wasserdurchlässigem Pflaster liegen, er muß nur diffusionsoffen sein. Werden´s dann ein paar qm mehr?
Verfasser:
Ernie
Zeit:
06.05.2005 22:16:38
180678
@hp

Habe jetzt nur deine Fragen gelesen und keiner der zwischenzeitlichen Antworten.

zu 1.) Ich bin kein Experte. Bei meinem groben auf mein BV bezogenen Vergleich (KfW-40-Haus) zwischen WP und Pellets/Solar ging die WP eindeutig als kostengünstiger hervor. Habe mir dazu einfach eine simple Exceltabelle und die Warmwasser/Heizbedarfe p.m. aus der EnEV (monatlich) als Grundlage genommen und die Kosten nach regionalen Gegebenheiten überschlagen.

zu 2.) Bei vernünftigen Anbietern (z.B. Acalor) erreicht man Temperaturen von über 60 Grad ohne(!) Heizpatrone. (schlichte Heizgasumkehr)
Halte ich aber für zu hoch, 45 Grad tuns auch und der elektr. Energiebedarf der WP sinkt dadurch beträchtlich.

zu 3.) Wenn der Erdkollektor ausreichend groß (i.v. zur Heizfläche) und tief ausgelegt wird, gibt es keine Probleme mit Auskühlung.

zu 4.) Einspeisevergütung nach EEG z.Zt. knapp 55 cent netto und einen etwas verbilligten Kredit (um die 4%eff. bei 10J Laufzeit) der KfW (Programm 140). WP-Stromtarif je nach Gebiet pro kWh im einstelligen Centbereich oder etwas darüber. Es ergibt daher aus ökonomischen Gründen keinen Sinn, den mittels PV-Anlage erzeugten Strom selbst zu verbrauchen (WP). Daher speist man diesen ein und erhält die Einspeisevergütung. Für den Eigenbedarf kauft man Strom wie gehabt.
PV-Anlagen sind teuer! (geht bis zu 6000,- Eur brutto pro kwpeak komplett)

Gruß

Ernie
Verfasser:
cal
Zeit:
07.05.2005 11:21:01
180807
@friernix

>>>Rechne doch bitte mal: Bodenaustausch 200 qm x 1 m Tiefe zu Sondenbohrung 2x 70 m...

Hier meine Rechnung nach EP-Preisen aus Tiefbauerangebot für Erdarbeiten:

Bodenaushub: 200x3,35=670 euros
abfahren und Entsorgen: 200x13,2=2640 euros
Mutterboden: 200x7,16=1432 euros
Verdichten: 2hx50=100 euros
Macht 4842 Euros + Märchensteuer

Sonde 8 kW 4960euros plus 1000 Einrichtung Antrag etc. plus Märchensteuer als Festpreis!

d.h. für 1118 euros darf das Material für den Flächenkollektor, einsanden und verlegen (ggf. Eigenleistung) nur kosten wenn der Boden ausgetauscht würde.

So ein günstiges Angebot habe ich bisher leider noch nicht gefunden.

Die Nachteile des Flächenkollektors aus meiner Sicht: spätere Vegetation, tiefwurzler? Teich? bessere (konstantere ab 15 m tiefe) Vorlauftemperatur kommen noch hinzu.

Hätte ich einen eigenen Bagger würde das wegen dem angesprochenen Bodenaustausch m.E. noch immer nicht ausreichen.

>>>Werden´s dann ein paar qm mehr?
Hinsichtlich der Fläche könnte ich sicherlich auf 200m² kommen, aber rund ums Haus alles aufbuddeln bei o.g. Kalkulation?

@helmutmg
welchen Anteil hat der Erdkollektor in Deiner Rechnung?

bin gespannt auf Rückmeldungen!

Gruß cal
Verfasser:
Steffen
Zeit:
07.05.2005 21:16:44
181038
Hallo Friernix,

bei Lehmboden und Deiner verfügbaren Fläche und dem angegebenen Wärmebedarf der Hütte funktionieren auch sogg. Künettenkollektoren oder Erdwärmetauschersonden z.B. www.calox.de
Hier brauchst Du nur 2m tiefe und 4m-10m lange Gräben ziehen die berechnete Anzahl EWT rein zuschlämmen und wieder Boden drauf fertig.

Auszug aus Internetseite:
Beispiel: 7,0 kW Heizleistung - Sole-Wasser-Wärmepumpe (SWP)

Sondenfeld mit 5,5 kW Kälteleistung bestehend aus:
10 - 12 Stück EWTS 2 m lang, Normleistung 500 Watt mit je 25 lfd. m Anbinderohrleitung (Vor- und Rücklauf zum Verteiler), Anzahl der EWTS entsprechend einer Leistungsplanung, die auf dem vom Auftraggeber/ Kunden auszufüllenden Fragebogen basiert.

Dann rechnet sich WP immer!

Steffen


Verfasser:
Frirnix
Zeit:
07.05.2005 22:44:51
181082
@ cal

Das Angebot kommt mir unrealistisch vor:
Aufgefüllt wird nicht mit Mutterboden, simpler Kies genügt. Verdichten ist im Garten Quatsch... Der Preis für abfahren und entsorgen scheint mir übertrieben.

Ich kenne Kollektoren, die trotz überhalb der Frostgrenze bestens funktionieren. Es kommt auch etwas auf den Platz an, an dem Dein Haus wohnt.

Vergiss den Schmarrn mit der Vegetation. Die Kondensation der Luftfeuchte am Kollektor ist entscheidend. Die bringt letztlich mehr Feuchte in den Boden und das begünstigt das Pflanzenwachstum.

Direktsysteme sind gegenüber allen Soleanlagen weit im Vorteil. Die geothermische Tiefenstufe beginnt ab 30 m und steigt bis 100 m um 2 Grad. Rechnerisch werden beide mit 0° C gerechnet. Das hat seinen Grund. Die Einsparung der Solezirkulationspumpe und die wegfallende Umsetzung der Temperatur auf die Sole bringen energetisch eine gewaltigen Vorteil.

Die Entzugsleistung sollte 50 W/qm nicht unbedingt übersteigen, Permanentvereisung und Tundraeffekt! Abhängig vom Wetter... (nur zur Sicherheit für obergescheite ABER WENN WIR EINE NEUE EISZEIT...)

Künette bedingt eine sorgfältige Auslegung um nicht in die Permavereisung zu kommen, dito Grabenkollektor.
Verfasser:
lapskauz
Zeit:
07.05.2005 23:17:30
181103
@cal

- nur zur Rückmeldung:

habe letzte Woche Erdkolletor für meine Hütte verlegt.

ca. 250 m² auf 1,5 m Tiefe = 550 Euro.
zuzügl. 3x100 m Rohre = weit unter 1000 Euro.

Da konnte keine Bohrung mithalten! (-bei mir ist schönster weißer Sandboden und auf 1,2 m Grundwasser / da wegen Baugrube eh eine Grundwasserabsenkung notwendig war, hat mein Tiefbauer diese einfach um die ganze Fläche gelegt - ohne Aufpreis! (sehr nett!))

Verlegt habe ich 3x 100 m für ne kleine Anlage, gleichzeitig auch 40 m EWT für die integrierte Lüftung, passte alles hervorragend und vom Preis her voll OK, meiner Meinung nach!

Andere Preise würden mich natürlich auch interessieren!

Schöne Grüße
Verfasser:
helmutmg
Zeit:
09.05.2005 06:11:00
181425
@Cal
Preise waren für Waärmepumpenanlage(Erdkollektor)
komplett.Kollektorlänge ca. 440m.
Verfasser:
helmutmg
Zeit:
09.05.2005 06:50:33
181427
@Cal
Sorry Cal,
hier die richtigen Daten:WP 12 KW Aussenkollektor 600m Kollektorlänge
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