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Frage zum Grabenkollektor, hab schon mal was vorbereitet :)
Verfasser:
Martin Dinkel
Zeit: 24.09.2017 11:28:59
0
2550044
Hi zusammen,

wir planen einen Hausbau für nächstes Jahr und sind im Prinzip auch schon recht weit. Für den Heizungsbauer haben wir uns noch nicht wirklich entschieden, denn dessen Angebot war mir etwas undurchsichtig und habe am Ende nur einen Gesamtpreis bekommen.

Meine Frage damals war, ob wir Slinkys (hatte monatelang schon hier gelesen :)) verwenden können, um aus der angebotenen LWWP eine Sole-Wärmepumpe zu machen. Ich habe auch leider noch keine Heizlastberechnung bekommen. Wir bauen massiv mit 42er Ziegel ohne Dämmung außen. Es wird überall Fußbodenheizung verbaut und für die Bäder verwenden wir elektrische Handutchheizkörper (laufen ja fast nie). Wir haben EG 120 m², OG 100 m² und KG 120 m² (so viel brauchen wir zwar nicht, geht aber nicht anders) zu beheizen. Photovoltaik werden ca. 20 - 30 kWp aufs Dach kommen und die Fußbodenheizungsverrohrung möchten wir mit 10 cm Abstand verlegen. Zusätzlich war in unserem Angebot ein 1000 Liter Pufferspeicher drin, von dem 300 für Warmwasser benutzt werden. Meiner bisherigen Recherchen nach sollte ja bei Fußbodenheizung kein Puffer benötigt werden, hätten ja genug Estrich für die Speicherung der Wärme vorhanden (Hausautomation für die Steuerung wäre auch vorhanden). Das Grundstück ist 1068 m² groß und fällt in meiner Zeichnung von oben nach unten knapp 3 Meter ab.

So nun mal zu meinem eigentlichen Punkt. Ich habe schon mal das Tool ausprobiert, komme aber noch nicht ganz klar bzw. weiß nicht ob man das besser lösen könnte:

http://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplanner.html?id=qa4xOJzf30YsXIyP6mWE

Der Bereich oben links wäre komplett leer, da steht auch nichts auf den Nachbargründstücken, außer eine kleine Holzhütte bei ca. dem 9ten Meter auf der linken Seite. Will damit sagen, wir könnten recht nahe an den Rand des Grundstücks und uns des Nachbars Wärme nehmen.

Auf der rechten Seite unter dem gelben Weg zum Haus hin, geht es auch leicht bergab nach unten, da werden wir sowieso etwas aufschütten müssen, damit wir bis zum Ende des Hauses unten mit dem Keller nicht aus dem Boden heraus schauen (dürfen wir laut Landratsamt nicht...).

Kann da mal bitte jemand ein Auge drauf werfen? :)

Ich versuche mich in jedes Gewerk so gut wie möglich einzuarbeiten um mich nicht übers Ohr hauen zu lassen.

Wir haben noch den Vorteil, dass unser Rohbauer diverse Bagger hat und er uns da problemlos einiges aufbaggern kann.

Gruß und vielen Dank
Martin

Verfasser:
winni 2
Zeit: 24.09.2017 12:06:13
0
2550061
Hallo Martin,

sieht ja echt wild aus...:-)

Ich gehe mal davon aus, das es nur eine Wärmepumpe geben wird
und dann brauchst Du nur jeweils einen Soleverteiler kalt/warm.

Die Grabenplanung ohne Heizlast mach keinen rechten Sinn, aber hier
mal eine veränderte Version Deines Kollektors:
Version 1.
Ist aber keine Empfehlung, nur zum lernen...

Wenn Du einen EnEV-Ausweis hast, könntest Du die Heizlastabschätzung
im Planer verwenden. Findest Du bei "Fenster".

Grüsse

winni

Verfasser:
Martin Dinkel
Zeit: 24.09.2017 12:13:54
0
2550063
Hi Winni,

ja, ist schon ein bisschen wild :).

Ja, es wird nur eine Wärmepumpe geben. Wir möchten auch eine Wohnraumlüftung, ich weiß nur noch nicht ob es sinnvoll ist, für diese auch einen Erdkollektor zu legen.

Danke für deine Info. Wir haben in 3 Wochen nochmal einen Termin bei einem anderen Heizungsbauer, denn wir haben aktuell weder einen EnEV-Ausweis, noch eine Heizlastberechnung.

Die freien Flächen sind halt dummerweise nicht aneinanderliegend, aber der Heizungsbauer hat mir gesagt, unter einem Bauwerk (in diesem Falle Garage) mit einem Rohr durch ist nicht empfehlenswert. Ich habe aber schon öfters gelesen, dass es schon gängige Praxis ist, oder?

Gruß
Martin

Verfasser:
winni 2
Zeit: 24.09.2017 12:24:14
0
2550071
Ja, ist Praxis.

Die Rohre werden dann so verlegt, das sie kaum Wärmeentzug bringen.
Also gedämmt.

Ein Solekreis für die Lüftung ist realtiv teuer und mit einer feuchtetauschenden
Wärmerückgewinnung auch nicht unbedingt notwendig, bringt aber etwas Kühlung
im Sommer.

Grüsse

winni

Verfasser:
Martin Dinkel
Zeit: 24.09.2017 12:37:29
0
2550077
Alles klar, Danke :).

Zentrale KWL mit Wärmerückgewinnung ist geplant, dann werden wir das vermutlich gleich weglassen. Ich denke, dass neue Häuser sich im Sommer nicht mehr ganz so schlimm aufheizen, hoffe ich zumindest :). Ansonsten wird es eine mobile Klima, Strom sollten wir da ja genug dafür haben :).

Vielleicht hat noch jemand einen Vorschlag für die Verlegung. Slinkys kannte unser Heizungsbauer so nicht, er meinte, dass wir ca. die doppelte Fläche unbebaut (also 600 m²) für Erdwärme benötigen.

Verfasser:
winni 2
Zeit: 24.09.2017 12:44:35
0
2550083
Deinem Heizungsbauer musst Du auf jeden Fall auf die Finger schauen.
Das zeigt schon alleine der geplante Kombispeicher, der oft Gift für die
Effizienz der Wärmepumpe ist.
Ein anderer Punkt wäre da z.B. die oft gewählte 35/28 Grad Auslegung
der Fußbodenheizung . Da geht in Neubauten meist weniger, was die
Effizienz hebt.

Grabenplanungen, wie gesagt, machen kaum Sinn, solange die Heizlast
nicht wenigstens etwa bekannt ist.

Grüsse

winni

Verfasser:
Martin Dinkel
Zeit: 24.09.2017 12:47:36
0
2550086
Okidoki, dann muss ich mich da in 3 Wochen nochmal bemühen. Da haben wir einen Termin bei einem anderen Heizungsbauer. Wir wollen hier ja nicht den billigsten Preis haben, wir wollen uns mit der Firma sicher fühlen und das ist noch nicht so recht der Fall :(

Verfasser:
winni 2
Zeit: 24.09.2017 12:52:05
0
2550089
Einen Heizungsbauer zu finden, der wirklich Ahnung von Wärme-
pumpen hat, ist wohl sehr schwierig und da ist Dein Ansatz gut,
Dich selber in die Gewerke einzudenken und vielleicht Planungen
hier zur Diskussion zu stellen.

Grüsse

winni

Verfasser:
Martin Dinkel
Zeit: 24.09.2017 12:54:53
0
2550090
Danke :).

Ich komme sicher bald wieder auf euch zurück :)

Verfasser:
cacer
Zeit: 24.09.2017 13:44:04
0
2550124
zur hilfe mit dem Heizungsbauer:
Du mußt Ihm deutlich machen, daß beim Ringrabenkollektor deutlich mehr Erdreich erschlossen wird und dadurch vergleichbar mit einem Flächenmäßig viel größeren Flächenkollektor die gleiche Leistung auf viel kleineren Grundstücken möglich ist.
Ringrabenseite
Wenn Er das Prinzip versteht, sollte Ihm das klar werden.
Trotzdem sind die fast immer skeptisch, weil sie angst haben.

edit: irgendwie habe ich den Beitrag zu lange unterbrochen... sorry, die Antwort sollte vor einer Stunde kommen :)

Verfasser:
Martin Dinkel
Zeit: 24.09.2017 14:05:04
0
2550134
Ich werde es versuchen, Danke :)

Verfasser:
Martin Dinkel
Zeit: 24.09.2017 14:34:55
0
2550145
Hab doch jetzt gleich mal eine Heizlastberechnung selber gemacht :):

HT: 0,3 (hab ich mal so gelassen, weiß ich nicht)
Haus Temperatur: 22
A: 569 m²
Ve: 1170 m³
Personen: 4
Lüftung: Zentrale KWL

Transmissionslast: 6828 W
+ Lüftungslast: 605 W
+ Warmwasserlast: 400 W
= Gesamte Heizlast: 7833 W

Klingt das korrekt?

Verfasser:
winni 2
Zeit: 24.09.2017 17:14:35
0
2550192
Ja, wenn Deine Zahlen ansonsten stimmen und das wäre dann schon
fast eine "Worst-Case"- Berechnung, weil H,t 0,3 wäre relativ lausig
und 22 Grad, als Durchschnitt des ganzen Hauses, wirst Du auch eher
nicht brauchen.

Die rund 8000 Watt Heizlast kannst Du auf jeden Fall auf Deinem Grund-
stück realisieren.

Grüsse

winni

Verfasser:
Martin Dinkel
Zeit: 24.09.2017 17:32:08
0
2550198
Na das klingt doch schon mal gut :).

Ich melde mich wieder. Danke winni und cacer

Verfasser:
hanssanitaer
Zeit: 24.09.2017 17:49:24
0
2550206
Wo wird das Haus denn wohnen?
In Regionen mit gemäßigten Auslegungstemperaturen kommt man mit Enthalpie-KWL sicher über die Runden. Im tiefen Bayern würde ich mir das mit dem Sole-EWT nochmal überlegen.
Teuer ist eigentlich nur die Peripherie, bestehend aus Pumpengruppe, Steuerung und Luft-Wasser-WT. Außerdem muss der Solekreis in ausreichender Entfernung zum Grabenkollektor liegen, man geht hier von etwa 10°C Erdtemperatur aus. Die Kosten für den Helios SEWT Bausatz betragen rund 2000€, zzgl Installation.

Dann wärmt der Sole-EWT im Winter die eiskalte Zuluft vor und verhindert ein Einfrieren des Wärmetauschers. Im Sommer wird die nötige Zuluft kräftig abgekühlt und bei schwüler Witterung auch wirkungsvoll entfeuchtet. Diesen Effekt kannst du mit einer Wärmepumpe und Flächentemperierung nicht abbilden, denn Tauwasser auf den Heizflächen wird unweigerlich zu Rutschpartie oder Schimmel führen.

Je nach Verlegung der Slinkies kannst du den SEWT als Baugrubenkollektor ausführen.

Verfasser:
Martin Dinkel
Zeit: 24.09.2017 20:32:29
0
2550278
Hi Hans,

das Haus wird in Bayern ganz im Norden gebaut, somit sollte das mit den Temperaturen schon nicht ganz so schlimm sein wie in den Bergen :).

Ich denke bezüglich der KWL werde ich extra nochmal einen Thread aufmachen, aber am liebsten wäre es uns schon mit Erdwärmetauscher, dann wären wir hier auch nochmal besser dran. Dann könnte man auch im Sommer zumindest ein paar Grad nach unten lüften.

Gruß
Martin

Verfasser:
agerhard
Zeit: 25.09.2017 01:19:02
0
2550347
Linkbezeichnung
Zitat von hanssanitaer Beitrag anzeigen
... Außerdem muss der Solekreis in ausreichender Entfernung zum Grabenkollektor liegen, man geht hier von etwa 10°C Erdtemperatur aus. [...]


Hallo hanssanitaer,

kannst du mir kurz erklären, weshalb man hier Abstand benötigt?

War bei meiner Planung mal davon ausgegangen, daß ich den Sole-WT gleich in den offenen Graben des RGK obendrauf legen könnte.

Danke dir.

Gruß,
agerhard

Verfasser:
hanssanitaer
Zeit: 25.09.2017 12:12:27
0
2550481
Die Soletemperaturen der Wärmepumpe fallen im normalen Betrieb je nach Erdreich auf 0-5°C. (mein Wissensstand)

Der SEWT geht aber von etwa 8-12°C Temperatur des Erdreiches aus.

Wenn du beides in einen Graben schmeißt, gräbt die WP der KWL die Energie ab. Was im Sommer noch ganz angenehm sein mag, führt zur Insuffizienz der Luftvorwärmung im Winter.

Verfasser:
Martin Dinkel
Zeit: 21.12.2017 07:29:29
0
2585788
Moin,

ich hole mal meinen Thread wieder nach oben. Wir waren nun vor ein paar Wochen bei einem Heizungsbauer, der uns auch überaus sympathisch ist und uns in den nächsten Tagen ein Angebot unterbreiten wird.

Zu dem Thema Ringgrabenkollektor kann er aber nicht viel sagen, ist aber grundsätzlich aufgeschlossen dafür. Als Sole-Wärmepumpe verbaut er immer Viessmann, davon sei er überzeugt. Er schätzt für unser Haus 7 KW (das hatten wir ja auch schon ähnlich raus) als Pumpengröße. Er hat bisher immer nur normale Flächenkollektoren oder Tiefenbohrungen gemacht.

Jetzt meinte er, dass wir für die Korrekte Auslegung vom Hersteller der Rohre eine Berechnung bräuchten, wie viele Kollektorfläche wir benötigen. Gibt es da einen Hersteller der Rohre, der so etwas macht? Oder kann ich dem Ringgrabenkollektor-Tool da vertrauen? Gelesen hatte ich ja schon, dass der Ringgrabenkollektor bei Heizungsbauern eher unbekannt ist, aber für unsere Belange die beste Möglichkeit der Heizungstechnik darstellt.

Gruß und Danke
Martin

Verfasser:
FranksBude
Zeit: 21.12.2017 08:49:32
0
2585825
Moin Martin,

der Heizungsbauer gibt eh keine Gewährleistung auf einen von dir erstellten Kollektor. Dem Tool kann man aber vertrauen - bisher lese ich immer, dass die Werte sogar besser sind als vorhergesagt.
Die Daten der Solepumpe solltest du evtl. hier nochmal einstellen, aber auch da habe zumindest ich hier noch nicht gelesen, dass die irgendwo zu klein gewesen wäre für 3x300m PE-RC.

Gruß
Frank

Verfasser:
Martin Dinkel
Zeit: 21.12.2017 09:04:35
0
2585830
Hi Frank :),

Danke für die Info. Ich werde Bescheid geben, welche Pumpe wir im Angebot haben werden. Ich hoffe wir bekommen den Kollektor bei uns so unter.

Gruß
Martin

Verfasser:
FranksBude
Zeit: 21.12.2017 09:11:57
0
2585833
...und der ist ja eh schon zu groß. Also Reserven satt. :)

Verfasser:
DV-Gergen
Zeit: 21.12.2017 09:44:50
0
2585841
Hallo Martin.
Wenn Du vorhast eine große PV-Anlage zu installieren solltest Du Dir - im Hinblick auf den Betrieb einer WP - mal diese Seite ansehen:www.0-energiekonzept.de
Kurt

Verfasser:
Martin Dinkel
Zeit: 21.12.2017 18:10:00
0
2586068
Danke euch :).

Noch eine andere Frage fällt mir aber ein. So wie ich das Grundstück im Tool gezeichnet habe, fällt es ja nach unten hin 3 Meter ab. Ist es ein Problem, dass die Kollektoren weiter unten im Boden liegen als die 1,20 - 1,50? Hintergrund ist der, dass wir noch nicht genau wissen, wie weit wir aufschütten müssen. Da wir aber am Anfang sehr viel baggern müssen, würden wir die Kollektoren einfach mit rein legen. Ich gehe aber davon aus, dass wir dann eher um die 2 Meter Tiefe liegen würden. Sonst müssten wir das alles genauer planen.

Gruß
Martin

Verfasser:
winni 2
Zeit: 21.12.2017 18:50:51
0
2586089
Hallo Martin,

kein Problem, solange die waagerechten Slinkys zum Schluss
nicht höher als ca. 1,5 Meter liegen.
Mehr Tiefe bringt mehr Leistung und etwas höhere Sole-
temperaturen.

Grüsse

winni

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Frage zum Grabenkollektor, hab schon mal was vorbereitet :)
Verfasser:
winni 2
Zeit: 21.12.2017 18:50:51
0
2586089
Hallo Martin,

kein Problem, solange die waagerechten Slinkys zum Schluss
nicht höher als ca. 1,5 Meter liegen.
Mehr Tiefe bringt mehr Leistung und etwas höhere Sole-
temperaturen.

Grüsse

winni
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