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Wirtschaftlichkeit einer eventuelle Umrüstung? WP alt / Neu?
Verfasser:
axelr25
Zeit: 19.11.2017 12:07:56
0
2571932
Hallo zusammen,

könnt Ihr mir mal kurz helfen? Ich kenne mich nicht wirklich gut aus mit der Thematik deshalb frag ich einfach mal. In meinem Haus Bj 2003 wurde eine Nibe Fighter 1210 mit 5,7 kw Leistung ohne Pufferspeicher seinerzeit montiert. Ich habe jetzt häufiger gelesen das die Anlage ein Stromfresser ist.

Bedingt durch den Besuch eines Energieberaters vor ein paar Wochen weiß ich das es aktuell bis Sommer 2019 noch die Möglichkeit der Geförderten Umrüstung bzw. Neuanschaffung gibt. Die Förderhöhe liegt bei mir "angeblich" bei 6750,- Euro weil es sich um eine WP mit Tiefenbohrung handelt.

Das hat mich etwas zum Nachdenken gebracht ob es nicht sinnvoll ist das in 2019 in angriff zu nehmen bevor die Förderung ausläuft.

Was denkt Ihr würdet Ihr sagen kann man mit einer neuen modernen WP aus 2017 eventuell auch mit Pufferspeicher einsparen gegenüber meiner jetzigen. Ich weiß da gibt e diverse Faktoren aber mal so aus dem Bauch raus was sagt Ihr Spezialisten?

vielen Dank im voraus für Eure Antworten
Alex
Verfasser:
Entropie
Zeit: 19.11.2017 12:13:48
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2571938
Wie ist denn deine JAZ? Wieviel kWh elektrisch? Wie viele Betriebsstunden/Starts hat die Anlage schon runter? Wenn du die Anlage selbst importierst und einbaust kann der Austausch sehr günstig sein. Ansonsten Angebot einholen und Rechner anwerfen. Grundsätzlich denke ich das eine SWP locker 20Jahre + leben kann wenn sie gut läuft.
Verfasser:
hanssanitaer
Zeit: 19.11.2017 12:21:52
3
2571945
BJ2003 sicher mit FBHz? Dann wäre im Fall einer modulierenden WP gar kein Puffer sinnvoll. Lieber ein paar Heizkreise (Bad, Wohnräume) daueroffen lassen.
Verfasser:
lowenergy
Zeit: 19.11.2017 12:59:44
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2571964
Zitat von axelr25 Beitrag anzeigen
... frag ich einfach mal. In meinem Haus Bj 2003 wurde eine Nibe Fighter 1210 mit 5,7 kw Leistung ohne Pufferspeicher seinerzeit montiert ... aktuell bis Sommer 2019 noch die Möglichkeit der Geförderten Umrüstung bzw. Neuanschaffung gibt. Die Förderhöhe liegt bei mir "angeblich" bei 6750,- Euro weil es sich um eine WP mit Tiefenbohrung handelt ...
Eine S-W-WP aus 2003 mit wirklich nur 5,7 kW thermischer Leistung!?

Am besten solltest erstmal ein paar mehr Details zur vorhandenen Installation offenbaren ... z.b.:
Wie groß ist das Haus (Wärmebedarf und Heizlast) ... was für eine Wärmeverteilung ( FbH, WH, DH und bzw. oder Heizkörper) ... wo wohnt es (Norm-Außentemperatur) ... wie viele Personen (Bedarf für die Trinkwassererwärmung) ... usw.

Bilder (beispielsweise von Heizkreisverteilern) könnten zudem hilfreich sein!
Verfasser:
axelr25
Zeit: 19.11.2017 22:03:46
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2572247
Hallo, sorry wie immer mache ich den Fehler nicht genug zu sagen ;-( Asche auf mein Haupt.

Also es handelt sich um ein Massives Einzelhaus mit ca. 150qm Wohnfläche. Wir sind nur 2 Personen und haben einen geringen Brauchwasserverbrauch weil ich unter der Woche 4-5 Tage nicht zuhause bin.

Die Anlage hat ca. 34500h und 47000 Starts hinter sich. Fußbodenheizung und eine JAZ von ca.3x ich kann das nicht genau sagen weil wir erst in diesem Sommer eingezogen sind. Meine Berechnung beruht auf den Daten des Vorbesitzers.

Leistung = 7kwh
Laufzeit = 34500h (14 Jahre)
Stromverbrauch pro Jahr Heizung = 5500kwh

@lowenergy: Danke für Dein Nachfrage es sind doch nicht 5,7 es sind 7kw.

Danke Alex
Verfasser:
lowenergy
Zeit: 20.11.2017 06:27:37
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2572295
Also ist die 7 kW Nibe etwa wie auf folgendem Bild wie's in der Bedienungsanleitung auf S. 4 abgedruckt ist installiert ...



... die Fußbodenheizung direkt angeschlossen ... keine Einzelraumregelungen oder irgendwo ein Überströmventil vorhanden und immer konsequent der Mindestvolumenstrom möglich.

Dann dürfte wenig Potential zur Optimierung der Hausheizkreishydraulik gegeben sein, wenn aktuell die Heizkurvenparameter und die einzelnen Volumenströme schon so optimal wie's geht eingestellt sind.

Daher wird letztendlich nur durch Austausch der Wärmepumpe eine weitere Verringerung des Strombedarfs zu realisieren sein.
Ob sich das Ganze aber rechnet wird davon abhängig sein, welche Maschine mit welchem Gesamtkostenaufwand zu installieren wäre.

Eins der optimalsten Gerät dürfte in diesem Fall übrigens eine leistungsgeregelte Sole-Wasser-Wärmepumpe wie z.b. die kompakte vollmoulierende Nibe F1155-6 (1,5 - 6 kW th) mit integriertem Trinkwarmwasserspeicher und definitiv ohne einen zusätzlichen Pufferwasserspeicher im Hausheizkreis sein.
Verfasser:
axelr25
Zeit: 20.11.2017 22:24:53
0
2572675
Hallo lowenergy,

es ist genau diese WP die Du dort abgebildet hast und ja auch direkt an die FB angeschlossen, keine Einzelraumregelung und kein Überströmventil vorhanden.
Danke für Deine Einschätzung, erlaube mir nochmal die Frage warum kein Pufferspeicher? Ich hatte gedacht das dieser die Laufzeit der WP bzw. die Starts der WP optimiert. Die Einfache Logik weniger start gleich längerer Haltbarkeit?

Des Weiteren verweist Du auf eine Nibe die wie ich denke nicht so gut sein sollen oder welche Meinung hast Du zu dem Hersteller? Gibt es alternativen oder sind die gut?
Was denkst Du ist theoretisch an Einsparung nur durch den WP Austausch zu realisieren? 20%

Was kostet so ein Einbau wenn alles gut zugänglich ist inkl. Abbau der alten Anlage? Denkst Du das ist in 2 Tagen durch einen Heizungsbauer zu realisieren?

Tschüss Alex
Verfasser:
lowenergy
Zeit: 21.11.2017 06:41:27
2
2572728
Moin Alex,
wenn überhaupt ein Austausch der Wärmepumpe, dann solltest definitiv eine modulierende Maschine wählen. Die würde die thermische Leistungsabgabe immer bedarfsgerecht in das Heizkreiswasser einleiten und zudem die Wärmequelle schonen.

Alternativen zur genannten Nibe 1x55 Baureihe gibt's z.b. von Junkers, Alpha Innotec und anderen Herstellern ... die ausgewählte Maschine sollte eine relativ kleine Minimalleistung können und eben ausschließlich mit dem Verdichter entsprechende Maximalleistung um die Heizlast bei Norm-Außentemperatur abdecken zu können. Dazu auch mal lesen:
http://www.haustechnikdialog.de/Forum/t/199288/Auslegung-wieviele-kW-braucht-die-WP

Ein Pufferwasserspeicher ist überflüssig ... würde unnötige zusätzliche Kosten verursachen und nix bringen ... bringt eher meist eine Verschlechterung der Effizienz.
Dazu gibt's genügend Diskussionen hier im HtD-Forum ... gut auf den Punkt gebracht:
Ein Pufferwasserspeicher mit ein paar hundert Litern Inhalt ...
Zitat von fdl1409 Beitrag anzeigen
... ist völliger Quatsch.

160m2 Estrich 50mm hat Speicherfähigkeit wie etwa 3.000 Liter Wasser.

Bei einer WP mit z.B. 8 kW kannst du mit dem Puffer 4 Minuten Abschaltzeit überbrücken.
Die Abkühlung der Räume in 2 Stunden Abschaltzeit liegt bei wenigen Zehntelgraden, mit Sicherheit unter 0,5°. Die Abschaltzeit fällt überdies meist in ein Zeitfenster, bei dem die WP wegen steigender Außentemperaturen sowieso abschaltet ( Mittag ).

Mit einer Fußbodenheizung kannst du Taktzeiten von mehreren Stunden fahren. Brauchst du da zusätzliche 4 Minuten?? ...


Ein paar weitere Tipps und Informationen findest übrigens hier:
Verfasser:
JoRy
Zeit: 21.11.2017 07:03:34
0
2572735
Das ist völlig richtig.
Wir haben die Wärmespeicherkapazität von FBH jahrelang beschrieben und
deshalb darauf hingewiesen, dass ERR und Zeitpausen weitgehend unsinnig sind.

Ich habe Anlagen mit Puffer gebaut, aber nur in Kombination mit STA und oder
wf-Kamin. ----Ansonsten sind Puffer unsinnig.
Deshalb fahre ich seit zig Jahren in meinen Häusern auch BW-WP für
WW + Lüftungsfunktion, damit sich die Heizung nur um den gerade optimalen
VL kümmern kann.

Gruß JoRy
Verfasser:
leluno
Zeit: 21.11.2017 08:38:59
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2572757
Zitat von axelr25 Beitrag anzeigen
JAZ von ca.3x[...]


Was für ein Kompressor ist denn verbaut? Vielleicht macht es Sinn; nur den Kompressor gegen ein Modell ein bis zwei Nummern kleiner zu tauschen.



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