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Umstieg Sole Wärmepumpe - Waterkotte TX 5014.3 C auf NIBE F1155
Verfasser:
mike758
Zeit: 07.02.2018 13:48:38
0
2608861
Hallo liebe Mitglieder,

ich würde mich über eure Hilfe freuen.

Hier vorab die Daten:

Technische Daten zum Haus:
Haus Baujahr 1998
Alles Fußbodenheizung keine Radiatoren
Fußbodenheizung auf ca. 300qm
Davon werden aktuell ca. 150qm beheizt
3 Personen Haushalt
3 Etagen (Keller, Erdgeschoss, Dachgeschoss)
Brauchwasser 300 Liter Speicher wird auch über die Wärmepumpe beheizt
Es gibt keinen Pufferspeicher

Technische Daten der Wärmepumpe:
Modell Waterkotte TX 5014.3 C aus dem Jahr 1998
Leistungsaufnahme bei W10/W35 = 2,6kW
Leistungsabgabe bei W10/W35 = 13,8kW
Leistungsaufnahme bei S0/W35 = 2,6kW
Leistungsabgabe bei S0/W35 = 10,3kW

Daten der Bohrung:
Sole Bohrung
2 Stück (1x 58m und 1x 62m)

Messung 07.02.2018:
Außentemperatur 0 Grad

Daten abgefragt nach 5 Minuten Kompressorlaufzeit
Soleeingangstemperatur = 4 Grad
Soleausgangstemperatur = -0,6 Grad

Am Taktende
Soleeingangstemperatur = 2,2 Grad
Soleausgangstemperatur = -1,5 Grad


Meine 3 Fragen:

1. Sind die Soletemperaturen so ok für das alter des Hauses und der Heizung?
2. Die Leistungsdaten findet ihr ja oben würdet ihr mir die NIBE F1155 3-12 kW oder 4-16 kW empfehlen?
3. Aktuell verbrauchen wir jedes Jahr ca. 6000kWh an Strom für die Wärmepumpe, hat jemand Erfahrung was man sparen kann, wenn man eine Wärmepumpe aus den 90er gegen ein aktuelles Modell wie die Nibe F1155 austauscht.

Vielen Dank und Grüße
Verfasser:
mdonau
Zeit: 07.02.2018 15:20:04
2
2608897
Zitat von mike758 Beitrag anzeigen

Leistungsabgabe bei S0/W35 = 10,3kW
[...]
2. Die Leistungsdaten findet ihr ja oben würdet ihr mir die NIBE F1155 3-12 kW oder 4-16 kW empfehlen?


Kommt drauf an, wie lange die alte WP jetzt bei starkem Frost richtung Auslegungstemperatur gelaufen ist, aber warum mehr Leistung, wenn 10,3kW bisher gereicht haben?
Wie viele kWh Wärme werden an einem Tag mit hartem Frost ohne Sonne
benötigt bzw. wie hoch war die Einschaltdauer an so einem Tag?

Die Einsparung kommt auf die Arbeitszahl an, die ihr bisher erzielt habt,
neben der 1155 gibt es auch noch die Bosch/Buderus/IVT mit 3-12kW.

Je nach Bedarf könnte auch noch die kleine Nibe mit 1,5-6 (7,5) reichen.

Das waren jetzt leider mehr Fragen als Antworten ;)
Verfasser:
Peter_Kle
Zeit: 07.02.2018 15:33:21
2
2608908
So ist es...

Die Mehrleistung bei 10 Grad Sole hast du ... Kurz im Sommeranfang...

Am Ende (im Winter) hat deine jetzige Wärmepumpe aber 10 kW gehabt, so dass die 16kW WP eigentlich nicht zur Diskussion steht.

Im Gegenteil...

Schau mal wie lange deine jetzige WP aktuell läuft. Läuft die nur 15h/24h ist dein Heizbedarf entsprechen 15/24*10 kW
Verfasser:
mike758
Zeit: 07.02.2018 17:48:17
0
2608974
Vielen Dank für eure Antworten.

Ich dachte auch schon, dass die NIBE F1155 3-12 kW optimal ist, bedenkt dass ich aktuell ca. 150qm beheize aber 300qm beheizen könnte.

Beim Wärmemengenzähler ist schon lange die Batterie leer, ich habe aber heute mal den Stundenzähler zurückgesetzt. Morgen Nachmittag lese ich wieder ab, dann kann ich euch schreiben wie viele Stunden von 24 Stunden die Wärmepumpe gelaufen hat.

Dann bleiben noch meine 2 Fragen übrig ob die Soletemperaturen aktuell so ok sind und ob jemand schonmal eine Wärmepumpe aus den 90ern gegen ein aktuelles Modell getauscht hat, mich würde einfach interessieren was man ca. sparen kann (aktueller Stromverbrauch ca. 6000 kWh im Jahr).

Also dann bis morgen und vielen Dank
Verfasser:
rokra
Zeit: 07.02.2018 19:12:38
0
2609024
Meine 1. Waterkotte von 1982 habe ich 2004 in eine Fedder getauscht. Dazu natürlich auch Effizienzpumpen dazugenommen. Seit dem ist ist der Stromverbrauch um 50% gesunken. Ohne Pumpentausch wurde ich die WP nicht tauschen. Dann kann sie auch weiterlaufen.
Roland
Verfasser:
Tommeswp
Zeit: 07.02.2018 19:30:15
1
2609032
Zitat von rokra Beitrag anzeigen
Ohne Pumpentausch wurde ich die WP nicht tauschen.

Die Hocheffizienzpumpen sind bei den aktuellen Geräten eh meist schon integriert.
Verfasser:
mike758
Zeit: 08.02.2018 14:20:43
0
2609485
Laut der Anleitung von Peter_Kle habe ich nun den Heizbedarf berechnet.

Beheizte Fläche 150qm von möglichen 300qm
Heutige Temperatur -1 bis -6 Grad
Laufzeit der Wärmepumpe innerhalb von 24 Stunden = 11 Stunden und 30 Minuten
Stromverbrauch der Wärmepumpe inkl. der 2 Pumpem in dieser Zeit = 32kWh

11,5/24x10 = 4,79
Verfasser:
mdonau
Zeit: 08.02.2018 14:38:44
0
2609497
Je nach Leistung der Umwälzpumpen und was man noch durch niedrigere
Vorlauftemperaturen rausholen kann, bietet eine 3-12kW reichlich Reserven,
denn gänzlich unbeheizt ist der Rest ja nicht, sondern wird von der beheizten
Fläche mitgeheitzt
, es sei denn es ist eine Dämmung vorhanden?

Man könnte schauen, ob man durch einen abgesenkten Betrieb (reduzierter
Volumenstrom) in der ungenutzten Fläche nicht die Vorlauftemperatur reduzieren
kann, das hätte eine bessere AZ zur Folge bei gleicher Wärmemenge also weniger Stromverbrauch.

Der Unterschied, ob Voll- oder Teilbeheizt wird dabei wahrscheinlich nicht
so gravierend ausfallen wie man glauben mag
-> einfach mal probieren und schauen, wo sich der Bedarf nach 3-4 tagen
eingependelt hat.

Zum optimalen Betrieb der FBH und Wärmepumpe gibt es sonst hier im Forum
genug zu lesen.
Verfasser:
mike758
Zeit: 08.02.2018 18:21:58
0
2609624
Hallo,

danke mdonau für deine Antwort.

"es sei denn es ist eine Dämmung vorhanden?"

Die Wände sind für das Baujahr 1998 gut, Außen ein 36,5cm Ytong und von innen davor gemauert ein 11,5cm Hochlochziegel. So sind die Nachteile beider Steine ausgeglichen. Denn der Ytong isoliert gut, speichert dafür die Wärme nicht gut und lässt Schall besser durch, der Hochlochziegel isoliert zwar nicht so gut, speichert dafür aber gut Wärme und bremst den Schall besser. Mit Putz Innen und Außen ergibt sich eine Wandstärke von ca. 51cm.

"Man könnte schauen, ob man durch einen abgesenkten Betrieb (reduzierter
Volumenstrom) in der ungenutzten Fläche nicht die Vorlauftemperatur reduzieren
kann, das hätte eine bessere AZ zur Folge bei gleicher Wärmemenge also weniger Stromverbrauch."

Ja das würde natürlich gehen, aber z.B. im Schlafzimmer reichen uns 18 Grad. In jeder Etage gibt es einen Heizkreis der Fußbodenheizung, welcher immer entlang an den Außenwänden eines Zimmers verläuft, dieser ist auf jeder Etage außer im Keller an, so komme ich auf die gewünschte Temperatur von 18 Grad im Schlafzimmer, das ist für uns angenehm und im Schlafzimmer würde es zu warm wenn ich vollflächig die Fußbodenheizung aktivieren würde, zudem haben wir auch keine Thermostate zur Einzelraumregelung.

Den Keller mit 100qm beheizen wir nicht, im Winter haben wir im Keller immer um die 16 Grad auch ohne dass die Fußbodenheizung dort an ist. Würde es Sinn machen diesen zu beheizen (wie du schreibst mit reduziertem Volumenstrom) nur um die VL Temperatur der Wärmepumpe zu senken?

Danke und Grüße
Verfasser:
mdonau
Zeit: 08.02.2018 18:47:41
0
2609635
kommt halt auf den Aufbau an,
wenn man nun z. B. nur das EG beheizt
und der Vorlauf für 21° Raumtemperatur
bei einer Aussentemperatur X ein Vorlauftemperatur von vielleicht 30° nötig ist
und damit über Boden und Decke keller und DG
auf 16/18° mitheizt
kann man ggf. Durch aktivieren der Heizflächen bzw. umverteilen der Wärme das abfliessen nach oben/unten reduzieren, was den Betrieb der
Wärmepumpe effizienter macht, da 1° mehr im Vorlauf 2,5% mehr Strom verbraucht.

kommt man mit 26° aus, spart das theoretisch 10%

Thermodynamisch optimiertes heizen
und nutzung des Selbstregeleffekts.
Verfasser:
Sido
Zeit: 08.02.2018 19:21:54
0
2609655
Hallo mike,
ich weiß, hier im Forum wird meist Nibe empfohlen...
Aber schau dir doch mal die Bosch Sole-WPs an:
Junkers STM120-2, Buderus WSW196i oder Bosch Compress 7000i LW. Die Geräte sind technisch baugleich und modulieren von ~1.3 - 11.8kW, für dich also perfekt! Dann musst du keine Angst haben, dass das für die 300qm nicht reicht oder für die 150qm in der Übergangszeit zu klein ist.

Viel Erfolg,
Sido
Verfasser:
driver55
Zeit: 08.02.2018 19:25:14
0
2609659
Ich komme mal von einem anderen Blickwinkel.
Irgendwie seltsam. Du möchtest jetzt (unbedingt) die WP ersetzen und sparen, wie effizient die aktuelle WP aber läuft, hat dich in der Vergangenheit nicht wirklich interessiert (Stichwort Batterie WM-Zähler...).

Wie kommt's dazu?
Weshalb werden überhaupt nur 50% vom Haus beheizt? Ok, Keller mit 100 m² hast schon geschrieben und die anderen 50 m² im OG?
Welche Temperaturen habt Ihr aktuell im Haus? Speziell Wohnen. 23°C oder eher nur 21°C?

120 m wären/sind für die große/aktuelle WP und die 300 m² m.M.n. zu wenig.
(Ich vergl. das mit unseren 140 m (120 m lt. Berechnung) für unsere 130 m² / KfW60 / 6 kW-WP)

Wieivel Einsparpotenzial vorhanden ist, hängt von mehreren Faktoren ab:
- aktuelle Raumtemperaturen
- aktuelle Vorlauf / Rücklauftemperaturen
- aktuelle AZ / JAZ der WP
- wie bereits vorgeschlagen, Keller evtl. leicht temperieren um Vorlauf ggfs. reduzieren zu können
....

Annahme: Aktuelle JAZ läge bei 3,5 und eine NEUE WP erreicht (locker) 5, dann würde sich der "Stromverbrauch" von ca. 6000 kWh auf ca. 4200 kWh reduzieren. (ca. 400 EUR p.a. bei 0,22 EUR/kWh)
Verfasser:
Sido
Zeit: 08.02.2018 19:25:24
0
2609660
In der Übergangszeit zu GROSS ist, meinte ich!
Verfasser:
mdonau
Zeit: 08.02.2018 19:35:52
0
2609666
richtig.. erstmal das maximum rausholen,
da ist noch Potential, wmz reaktivieren und Daten
produzieren, dann kann man abschätzen, ob sich ein
vorzeitiger austausch lohnt.

auf die alternative aus der Bosch-gruppe
hatte ich auch schon hingewiesen.
Verfasser:
feanorx
Zeit: 08.02.2018 19:49:54
0
2609677
Wie hoch ist die Vorlauf/Rücklauftemperatur jetzt bei Minusgraden am Taktanfang und Taktende bei einem Heiztakt(kein WW) und wie lang geht ein Takt? Gibt es einen Puffer für die FBH?

Mit einer neuen WP wäre ungefähr eine JAZ Verbesserung von ca. 4 auf 5 möglich wenn man von durchschnittlicher Wintervorlauftemp von 35°C bei 5k Spreizung ausgeht.

Dann kommt es auch darauf an wie gut die alte WP in die Heizanlage integriert wurde bzw die neue integriert wird.
Puffer, hydraulische Weichen, WW Verluste, schlechter/kein hydraulischer Abgleich und unnütze Umwälzpumpen kosten zusätzlich Effizienz und beeinflussen die JAZ.

Mal angenommen man schafft die 5 anstatt einer 4 dann würde der jährliche Stromverbrauch um 1200kwh sinken

ps: Driver war schneller :)
Verfasser:
mike758
Zeit: 08.02.2018 22:12:19
0
2609757
Hallo,

danke für eure Antworten.

"Irgendwie seltsam. Du möchtest jetzt (unbedingt) die WP ersetzen und sparen, wie effizient die aktuelle WP aber läuft, hat dich in der Vergangenheit nicht wirklich interessiert (Stichwort Batterie WM-Zähler...)."

Habe mich sehr dafür interessiert, bin auch in der Materie drin, doch jetzt gibt es noch die Förderung wer weiß wie lange noch und wir machen alles selber, vielleicht hole ich mir die Nibe Wärmepumpe wie manche hier aus dem Forum aus Finnland, mit der Förderung dann ja fast geschenkt. Warum also nicht.

Ich habe so einen WM-Zähler wo man zwar die Batterie tauschen kann, doch dieser danach trotzdem nicht mehr funktioniert. Daher will ich jetzt nicht den Betrag X in einen neuen investieren, wenn die neue Wärmepumpe einen integriert hat.

"und die anderen 50 m² im OG?"

Schlafzimmer und noch 2 leer stehende Zimmer, da reichen die 18 Grad über den Kreis der nur entlang an der Außenwand läuft.

"Welche Temperaturen habt Ihr aktuell im Haus? Speziell Wohnen. 23°C oder eher nur 21°C?"

21 bis 23 Grad
Flur 21 Grad, Wohnräume 22 Grad und Bad 23 Grad
Schlafräume und leer stehende Räume nur Außenkreis 18 Grad

"120 m wären/sind für die große/aktuelle WP und die 300 m² m.M.n. zu wenig.
(Ich vergl. das mit unseren 140 m (120 m lt. Berechnung) für unsere 130 m² / KfW60 / 6 kW-WP)"


Daran kann ich ja erstmal ohne größeren Aufwand nichts machen und die Soletemperaturen, (siehe oben) sind ok. Es würde sich nicht lohnen mehr zu bohren oder Kollektor zu verlegen (ganzen Garten auf usw..).

"Gibt es einen Puffer für die FBH?"
Nein (alle Werte habe ich im 1. Beitrag zusammengefasst)

"Annahme: Aktuelle JAZ läge bei 3,5 und eine NEUE WP erreicht (locker) 5, dann würde sich der "Stromverbrauch" von ca. 6000 kWh auf ca. 4200 kWh reduzieren. (ca. 400 EUR p.a. bei 0,22 EUR/kWh)"

Das hatte ich auch mal so grob berechnet und bin auch auf eine Ersparnis von 1500 bis 2000kWh gekommen.
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