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LWWP oder Gas+Solar
Verfasser:
dasch85
Zeit: 08.02.2018 11:45:23
0
2609351
Hallo,
dies ist mein erster Beitrag. Ja das Thema wurde schon oft diskutiert, aber hier mal meine Situation:

Wir planen einen Hausbau, 2 Vollgeschosse, 139qm, kein Keller, Süd-West Ausrichtung in Berlin. Insbesondere fragen wir uns, welche Heizungslösung wir nehmen sollten. Standardmäßig würde eine DAIKIN Altherma Luvitype LWWP verbaut werden. Wenn ich danach suche, finde ich fast nur Beiträge mit Problemen. Gut, das könnte auch in der Natur des Menschen liegen eher über Probleme zu diskutieren, als einfach mal zu berichten, dass alles gut läuft.

Das Haus bekommt 36,5cm Porenbeton ohne extra Dämmung.

Alternative: Gas + Solarthermie + leicht verbesserte Dämmung. Aufpreis hierfür wären etwa 5k EUR.

Ich frage mich, was nun auf Dauer günstiger ausfällt. Man liest manchmal, dass die Anschaffungskosten einer LWWP höher wären und es sich deswegen nicht unbedingt rechne. Hier ist es nun anders herum, dass sogar Gas aufgrund der EnEV Auflagen teurer in der Anschaffung wäre.

Was ist nun günstiger in der reinen Unterhaltung (Verbrauch+Wartung)? Kann man das pauschal sagen?

Momentan ist bei uns eine kWh Wärmepumpenstrom 4-5 mal teurer als 1kWh Gas. Dazu kommt die Einsparung durch die Solarthermie. Hat eine LWWP da überhaupt eine Chance günstiger im Betrieb zu sein? Was sind gängige JAZ einer DAIKIN aus der Praxis?
Wie rechnet man bei Gas? Kann man hier sagen 1kWh Input bringt 1kWh Wärme?

Hinzu kommt, dass ich Angst vor der Lautstärke einer LWWP habe. Ich will Ruhe und meine Nachbarn sicher auch. Ein Bekannter, der Wärmepumpen verbaut, beruhigte mich ein bisschen, er meinte, dass DAIKIN eigentlich das beste auf dem Markt ist; und leise sollen sie auch sein. Das widerspricht nun den ganzen Videos und Erfahrungen, die man im Netz findet (die waren zum Teil auch schon 10 Jahre alt).

Also daher möchte ich hier nochmal direkt fragen, wie so die Erfahrungen mit einer LWWP, insbesondere von DAIKIN sind.

Vielen Dank fürs Lesen.
Verfasser:
Fritzli
Zeit: 08.02.2018 11:55:09
0
2609357
Wie sähe es denn mit dem im Forum propagierten Ringgrabenkollektor + SWWP aus?
Verursacht im Neubau beim Aushub keine grossen Extrakosten und wird mW. stark gefördert. Damit müssten im Neubau mit sinnvoller Flächentemperierung JAZen von 5.x möglich sein, sodass günstiger als Gas. Dank SWWP wäre auch die Thematik der Geräuschentwicklung gelöst. Bessere Dämmung wäre auch nicht vorgeschrieben, aber sicherlich sinnvoll.

Ich persönlich halte Gas und ST im Neubau für Unsinn.
Verfasser:
mdonau
Zeit: 08.02.2018 11:59:07
0
2609362
Sinnvoller wäre:

bessere Dämmung und ggf eine SoleWP mit Erdkollektor oder Bohrung (mit BAFA Zuschuss meist nicht wesentlich teurer)
Die Abrundung wäre noch eine PV-Anlage dazu.

Dazu muss man aber das Gesamtpaket betrachten,
dabei sollte die thermische Hülle als erstes betrachtet werden, denn viele stellen könne
sehr günstig deutlich verbessert werden. insbesondere Bodenplatte und obere Geschossdecke. Danach die Wärmeverteilung.

Denn daran kann man später nur mit großem Aufwand etwas ändern.

Der minimerte Heizbedarf macht die Wärmeerzeugung dann auch meist günstiger,
besonders langfristig gesehen aber auch bei der Anschaffung.
Verfasser:
dasch85
Zeit: 08.02.2018 12:11:29
0
2609377
Ja SoleWP wären eine tolle Sache, die mich sehr reizt. Wenn das mit Zuschuss tatsächlich nicht wesentlich teurer wäre, wäre das wohl die beste Lösung. Was wäre eine grobe Größenordnung an Aufpreis gegenüber LWWP?
Grundstück ist übrigens 18 x 25m. Auf einem Streifen von 3x25m wird dem hinteren Nachbarn ein Geh-, Fahr-, und leitungsrecht gewährt. Könnte es da Probleme mit dem Graben geben?
Finanziell sind wir schon ziemlich am Limit. Wenn Geld kein Problem wäre, würde ich sofort eine Tiefenbohung machen. Aber wir müssen halt sehr schauen was sich wirklich lohnt..
Verfasser:
dasch85
Zeit: 08.02.2018 12:19:33
0
2609387
Apropos bessere Dämmung. Für einen kleinen Aufpreis hätte ich folgendes Angebot:

Dämmpaket für eine energetisch verbesserte Gebäudehülle, bestehend aus
- zusätzlicher und/oder verbesserter Fußboden- und Dachdämmung zu Lasten der jeweiligen Raumhöhen,
- Außenwandmauerwerk mit Lambda 0,09
- Gewährleistung Wärmebrückenfaktor einschl. Berechnung und Nachweis
Anmerkung: Option auf Zirkulations- leitung entfällt!

Lohnt sich das?
Verfasser:
mdonau
Zeit: 08.02.2018 12:25:18
0
2609394
wirf doch mal ein paar Daten in den Ring :
EnEV Gutachten (Ht, Hüllflache etc.)
Aufbaubeschreibung der einzelnen Bauteile,
zeichne dein Grundstück imTrenchplanner ein.

140m2 ist ja kein Luxuspalast, da sollte man
mit den kleinen geräten 5-6kW hinkommen,
besonders wenn man bedenkt, dass die
Berechnungsmethoden veraltet sind

zirkulation ist eh energieverschwendung... bei eurem kompakten haus
sollten die wege eh kurz sein.
Verfasser:
dasch85
Zeit: 09.02.2018 23:17:40
0
2610281
Danke für den Tipp mit dem Trenchplaner. Ich hab jetzt einfach mal einen senkrechten Kollektor an der Grundstücksgrenze entlang gelegt (ein horizontaler scheint zu viel Freifläche haben zu wollen). Dabei komme ich auf 4500kWh.

Man könnte das Grundstück noch besser ausnutzen um auf 5700kWh zu kommen.

Habe ich das so richtig gemacht? Könnte das also was werden, oder sieht es zu eng aus?



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