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Haustechnikforum
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Einrohr- oder Zweirohrheizung
Verfasser:
Kathrin
Zeit: 12.08.2005 13:04:02
0
224495
Hallo,
kann mir jemand erklären, wie man eine Einrohr- und Zweirohrheizung zweifelsfrei voneinander unterscheiden kann (nur von außen!) ??
Habe von Installateuren unterschiedliche Auskünfte erhalten, ob in der von mir gekauften Wohnung Einrohr- oder Zweirohrsystem vorliegt! (Anlage vielleicht 30 Jahre oder etwas älter)
Danke
Kathrin
40 ältere Beiträge bis zum 01.01.2006 finden sie hier
Verfasser:
Alex Müller
Zeit: 04.06.2006 18:56:43
0
412799
Hallo zusammen,
der Thread ist zwar schon etwas älter, aber mich amüsiert es doch immer, wenn über Einrohrsysteme geredet wird, als wäre das ein etablierter Standard zum Heizungsrohre verlegen.
Um es mal ganz klar zu sagen: Einrohrsysteme sind UNSINN! Sie bringen ab einer Last von mind. 5 KW im Heizkreis NIX!! Der Wärmeabfall von Heizkörper zu Heizkörper ist einfach zu groß!! In Gebäuden mit durchschnittlichen Raumvolumen hat man höchstens drei Heizkörper, wo das funktionieren kann! Wenn der Heizkreis vertikal ist in einem zwei-dreistöckigen Gebäude, kann man die Billigvariante Einrohrsystem nehmen. Muß dann halt gucken, daß die oberste Etage warm wird! Risiko!! Bei einem horizontalen System, das die Regel ist, hat man ja normalerweise mehr als drei Heizkörper. Jede Wohnung hat mindestens: Wohnzimmer, Bad, Küche, Diele, Kinderzimmer und evtl. Gäste-WC. Da funzt kein Einrohrsystem mehr!!
Mein gutgemeinter Rat, weil Einrohr wirklich Pfusch ist: NEUMACHEN und Zweirohrsystem rein!! Spart Energie und Ihr könnt vernünftig heizen! Kost zwar Geld, so'ne Erneuerung, aber langfristig lohnend!
Irgend so'n Schlaumeier hat hier im Forum irgendwann mal geschrieben, er hätte so 300 Heizkörper mit Einrohr laufen. Sorry, das ist ein Traumtänzer, es sei denn, es wären 100 Heizkreise zu je 3 Heizkörpern. Dann könnte es gehen.
Also, Finger weg von Einrohr!
mfg am
Verfasser:
Werner Harms-OL
Zeit: 04.06.2006 21:25:17
0
412873
Hallo Alex,

die Praxis zeigt uns da aber was Anderes.

Deiner Theorie nach dürften die Heizungen in Hunderttausenden von Reihenhäusern aus den 60gern und 70gern nicht funktionieren.

Jeder Heizungsbaumeister hat die Theorie der Einrohrheizung auf der Meisterschule gelernt. Wenn dann alles genau berechnet und auch so ausgeführt wird, dann funktioniert es auch. Einrohrheizungen sind allerdings nichts für Laienschrauber.

Trotz allem ist eine Einrohrheizung aber eine Billigversion.

MfG. Enerfix
Verfasser:
Alex Müller
Zeit: 18.06.2006 10:52:20
0
419795
Hallo Enerfix,

>>die Praxis zeigt uns da aber was Anderes.

Naja, MEINE Praxis (und die dutzender Kollegen, die teils in den 70ern schon Heizungen installiert und gebaut haben) zeigt mir das Gegenteil, von dem was Du sagst. Die beste Rechnerei hilft nix, wenn es nun mal nicht geht ... Theorie und Praxis ist nicht immer dasselbe.

>>Deiner Theorie nach dürften die Heizungen in >>Hunderttausenden von Reihenhäusern aus den 60gern und >>70gern nicht funktionieren.

Ist auch in vielen Fällen so! ;-)) Ehrlich! Außerdem ist es Energieverschwendung.

>>Jeder Heizungsbaumeister hat die Theorie der >>Einrohrheizung auf der Meisterschule gelernt. Wenn >>dann alles genau berechnet und auch so ausgeführt >>wird, dann funktioniert es auch. Einrohrheizungen >>sind allerdings nichts für Laienschrauber.

Naja, Laienschrauber sind wir mit Verlaub nicht. Und wie gesagt - Unterschiede bestehen zwischen Theorie und Praxis. Ich kann Dir jedes Einrohrsystem berechnen und bauen kann es garantiert keiner. Ich kenne so viele Einrohrsysteme, wo behauptet wurde, man könnte das zum Laufen bringen - aber es geht einfach nun mal nicht, sobald da mehr als drei Heizkörper drinhängen. Das sagt mir Jahrzehntelange Erfahrung. Nix gegen Dich (bitte nicht übel nehmen), aber die Heizungsbauer, die heute noch Einrohrsyteme bauen und teils richtig scharf argumentieren, wollen angeben und sich profilieren. Da halt' ich nix von. Außerdem ist Zweirohr sowieso logischer.

>>Trotz allem ist eine Einrohrheizung aber eine >>Billigversion.

Da stimme ich zu. Es war auch nie ein Standard. Jeder ernstzunehmende Heizungsbauer rät davon ab - übrigens auch schon vor Generationen!! Im Haus meiner Großeltern (!) - Baujahr ca. 1925 - ist von jeher ein Zweirohrsystem dringewesen!

Trotzdem danke, daß ich da mal wieder mit jemandem diskutieren kann. Ich find's erfrischend ;-))

Gruß AM
Verfasser:
Alex Müller
Zeit: 18.06.2006 10:58:40
0
419798
Hallo,
kleiner Nachschub, zur Vollständigkeit: Ein weiteres Argument gegen das Einrohrsystem ist natürlich das abnehmende Wärmeaufkommen. Daher müssen im Einrohr-Heizkreis die Heizkörper nach hinten hin größer werden. Hab' ich nun zehn-zwölf Heizkörper da hängen, hab' ich vorne ein schmales Gerippe hängen und hinten einen zig Meter breiten "Kasten". Sieht schon blöd aus dann. Häufig können die letzten Heizkörper gar nicht groß genug sein, wenn ich hinten 20° weniger hab' als vorher. Alternativ könnt' ich natürlich vorne mit 20° mehr reingehen, aber das ist energiebilanzieller Wahnsinn, außerdem macht man sich mit zu hohen Temperaturen den Estrich kaputt.
mfg
am
Verfasser:
Achim Kaiser
Zeit: 18.06.2006 12:28:37
0
419846
Alex,

wieviele Einrohrsysteme hast du denn in deinem Leben schon *gebaut* und anschliesend *nicht* geflucht ?

Wenn wir mal die *Parolen* weglassen, dann können wir uns über *Technik* unterhalten.

*Gut geplante Einrohrsysteme* laufen genauso problemlos wie Zweirohrsysteme, meistens genau so lange bis ein *planloser* Heizungsbauer anfängt dran rumzupfuschen und in seiner Ahnungslosingkeit mehr Flurschaden veranstaltet als gut macht.

Wie an allen Anlagensystemen und -konzepten gibts Vor- und Nachteile und ich muss *wissen* was passiert wenn ich in die Anlage eingreife und was verändere, wie sich die Dinge auswirken.

Auch ein *ausgelutschtes* Zweirohrsystem verträgt keine *hirnlosen* Erweiterungen .... blos sind da *die Grenzen* vielen einfach geläufiger.

Gruß
Achim Kaiser
Verfasser:
Werner Harms-OL
Zeit: 18.06.2006 13:33:33
0
419893
Moin Achim,
ich stimme Dir vollkommen zu. Auch in Norddeutschland funktionieren Einrohrsysteme einwandfrei, wenigstens solange, bis irgendwelche Hirnis daran herumschrauben.

Trotzdem ist in der heutigen Zeit ein Einrohrsystem nicht "Stand der Technik".

Ich habe schon viele Einrohrsysteme wieder zum Leben erweckt nachdem irgendjemand meinte, er könne einfach mal Ventile oder einen Heizkörper auswechseln.

Neue Einrohrheizungen baue ich siet Jahren nicht mehr.

MfG. Werner Harms-OL
Verfasser:
Achim Kaiser
Zeit: 18.06.2006 14:50:10
0
419956
Servus Werner,

>Trotzdem ist in der heutigen Zeit ein Einrohrsystem nicht "Stand der Technik".

Soweit schmeiss ich dieses System nun doch nicht weg ;-).

Grade bei Klein- und Kleinstanlagen bin ich da (zwischenzeitlich wieder) gegenteiliger Meinung.

Zwar brauchen *alle* Hersteller der heissen Brüter (Gas-Brennwertfraktion mit 2 l Wasserinhalt) angeblich keine Mindestumlaufwassermengen mehr, nur laufen Anlagen die im Vollastbetrieb grade mal 200- 300 l Umlaufwassermenge in der Stunde zusammenbekommen wie ein gehbehinderter Opa am Krückstock....

Nachdem die Kisten heutzutage wunderbar modulieren und auch noch eine Pumpenleistungsregelung meistens eingebaut ist, die Delta-T abhängig arbeitet nutze ich genau dieses *verpönte* System um meinen Anlagen das Laufverhalten anzuerziehen, das ich haben will...

Die ach so verpönte Einrohrheizung ist - mit Hirn eingesetzt - ein wunderbares System um das Taktverhalten deutlich zu verbessen .... manchmal ists wohl so, dass todgesagte länger leben ;-)).

Gruß
Achim
Verfasser:
Werner Harms-OL
Zeit: 18.06.2006 15:02:39
0
419965
hallo Achim,

das hat mit Sicherheit Vorteile, wenn Du nur 2 oder 3 KW an eine Brennwertherme hängst.

MfG. Werner Harms-OL
Verfasser:
Alex Müller
Zeit: 19.06.2006 08:54:22
0
420154
Das mit den Parolen weglassen find' ich o.k. War auch nicht als solche gedacht, da so etwas nix in'nem Forum zu suchen hat.
Nur sollten dann die eingefleischten Einrohr-Fans sich auch dran halten und nicht gleich anfangen mit irgendwelchen (aus meiner Sicht unhaltbaren) Aussagen lospreschen, wie z.B., daß das mit Einrohr solange gut ginge, bis ein "Hirni" dran rummacht. Oder zu behaupten (sinngemäß), jeder der ein Einrohr nicht zum Laufen kriegt (egal wieviele Heizkörper), hätte keine Ahnung und sei einfach zu doof dazu. Daher einfach mal die Frage: Was für eine Faszination hat Einrohr eigentlich? Seht Ihr da eigentlich ÜBERHAUPT keine Grenzen der Funktionsbereitschaft? Ich kann von Dutzenden Einrohrsystemen sagen, daß sie nicht funktionieren und da haben z.T. viele Fachleute rumgemacht. Es kann ja wohl nicht sein, daß es nur eine "erlesene Elite" gibt, die über Einrohr-Geheimwissen verfügt, aus dem hervorgeht, wie man x-beliebig viele Heizkörper in Einrohr zum Laufen kriegt. Bitte klärt mich auf *schulterzuck*. So'ne Berechnung würde ich gern mal sehen ... "Das geht" zu sagen ist leicht ...
Verfasser:
Achim Kaiser
Zeit: 19.06.2006 09:17:37
0
420167
Alex,

es gibt ne Menge unterschiedlicher Bauformen von Einrohrsystemen und *jede* hat so ihre Eigenheiten.

Beispiel ....
alte Anlage, reitende Ausführung, mit Schwerkraftventilen....

Da schraubst du nur ein voreinstellbares Thermostatventil rein und die Anlage ist *fertig*.

*Vorher* war ein alter DIN- oder Röhrenradiator dran und du kommst mit ner Heizplatte mit integriertem Ventileinsatz ums Eck...Widerstände passen nicht mehr....Anlage ist *fertig*.

Liegen solche Knieschüsse nun am System oder einfach dadran, dass nichts beim Umbauen *gedacht* wird ?

Natürlich gibts auch jede Menge *verplante* Einrohranlagen....erbsengezählt und ausgelutscht bis zum letzen Hosenknopf....die *brauchen* 80 oder 90 Grad Vorlauftemperatur .... dadrauf wurden sie einst *ausgelegt*...

Einrohrsysteme im Geschosswohnungsbau funktionieren problemlos...man kann ja auch 2 oder 3 Heizkreise pro Wohnung *planen* und muss nicht 10-15 Heizkörper auf einen Ring hängen....5 tuns auch...wer hat nun Schuld an solchen Konzepten ?

Das *System* oder der, ders *verplant* oder *verbockt* ?

Auch ne 2-Rohranlage kannste so *verplanen* dass dir die Haare zu Berge stehen ... tröpfchenoptimiert und zu Tode gerechnet.

Hirnlose Systemparameter und bescheidene Hydraulik treiben dich zum Wahnsinn bis die Anlage läuft...

Ich laufe hier garantiert nicht Werbung *für* Einrohrsysteme, aber so schlecht wie sie manchmal dargestellt werden sind sie mit Sicherheit nicht.

Gruß
Achim Kaiser
Verfasser:
Werner Harms-OL
Zeit: 19.06.2006 11:54:21
0
420272
@Alex Müller

Ich war wohl ein wenig grob, aber es ist so, der Achim Kaiser hat recht.

MfG. Werner Harms-OL
Verfasser:
Dr.j.Cole
Zeit: 06.01.2007 14:19:05
0
543620
hallo jory
mein beklopptes einrohrsystem funktioniert seit 1979. mein haus hat 340 m2 wohnfläche.ich hatte noch nie
probleme mit wärme verluste,jeder heizkörper, sogar der letzte im dachgeschoß läst sich wunderbar regeln.
dein ausdruck "beklopptes einrohrsystem " hast du wohl von irgendwelchen handwerkern oder unwissenden menschen übernommen.
auch die meinung im forum, das einrohrsystem eignet sich nur für ein kleines haus.:alles dummes zeug
und klischee.
von firmen und handwerkern zum grossteil abgelehnt.: weniger material verkauf! weniger arbeitsaufwand!
kein fachwissen.
keine ahnung vom einstellen der drucke.
fazit.:arbeiten welche man seit jahren macht ist OK, alles neue sch-------.
mfg Dr.j.Cole
Verfasser:
magura
Zeit: 03.10.2007 14:02:37
0
706099
...ab wann wurden denn Zweirohrysteme verbaut.

Unsere Verrohrung ist von 1983. Offenabr kann man ja von aussen nicht zweifelsfrei erkennen, ob es sich un Ein/Zweirohr system handelt...

Wir haben da ein Problem mit den Heizkörpern...http://klick!!!
Verfasser:
magura
Zeit: 03.10.2007 14:21:05
0
706109
...meines Wissens gibt es auch Einrohrsystem mit hydraulischer Parallelschaltung...http://de.wikipedia.org/wiki/Einrohrheizung
Verfasser:
magura
Zeit: 03.10.2007 14:41:02
0
706125
..auch diese Seite ist interssant: klick!

Hier ist zu entnehmen, dass ein hydraulischer Abgleich offenbar nur bei Zweirohrsystemen stattfindet und bei Einrohrsystemen die Regelung des Volumenstroms am Heizkörper erfolgt.

Irgendwie verstehe ich so langsam nix mehr...