| | Verfasser: Norbert1 | Zeit:
22.08.2005 12:56:14
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Ich gehe gerade die Unterlagen für mein zukünftiges EFH durch (Eingeschossig,ca 100qm,Kfw 40). Der Architekt gibt den Wärmebedarf mit 4000 kwh für die Heizung an. Heizungsfachleute meinten ,das bei einem solch geringen Verbrauch Öl/Gas Heizungen unwirtschaftlich sind und empfehlen eine Fußbodenheizung und eine Wärmepumpe mit Erdkollektor im Garten (Platz wäre da). Die Wärmepumpenanlage incl. Erdkollektor und Montage (ohne Fußbodenheizung!)soll ca. 10000 € kosten.
Die Wärmepumpe soll,nach Aussage des Monteurs, 20 Jahre halten. Wenn ich weiterhin davon ausgehe ,daß keine Wartungskosten anfallen und in 20 Jahren nichts kaputtgeht, fallen bei den derzeitigen Zinssätzen ,jährliche Kapitalkosten von etwa 1000 € an. Rechne ich 200 € Strom (unser derzeiter Tarif)dazu, komme ich isgesammt auf 1200 € Heizkosten im Jahr.
Mit Direktstromheizung würden die 4000 kwh etwa 650 € ,also gut die Hälfte kosten....
Stimmt die Rechnung , oder sehe ich da etwas falsch ?
Danke schon mal für die Antworten
Norbert
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Verfasser: H. Frank | Zeit:
22.08.2005 13:03:16
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Was kostet das Haus mehr, um mit Direktstrom auf KfW40 zu kommen?
H. Frank
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Verfasser: Norbert1 | Zeit:
22.08.2005 13:31:20
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@ H.Frank
Ich verstehe die Frage nicht ganz , weshalb soll das Haus wegen Direktsrom mehr kosten. Ich plane eigentlich nicht mit einer Direkstromheizung, die Zahlen sind eher zufällig beim "Durchrechnen" entstanden.
Kfw 40 bauen (und relativ klein mit 100 qm), möchte ich , weil ich der Meinung bin ,daß ein grundsätzlich geringer Energieverbrauch sinnvoll ist, unabhängig vom Heizsystem.
Gruß HP |
Verfasser: BrennWert | Zeit:
22.08.2005 13:44:20
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Hallo Norbert,
der Monteur gibt Dir sicher die Ausfallgrantie schriftlich und ohne weiteren Aufschlag?!!!
Wieviel Personen wünschen warmes Wasser ?
Die thision ist doch eine hübsch kleines Gerät!
Warum kommt den Solar als Heizungsunterstützung nicht in Frage ?
Gruß Manfred
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Verfasser: OliverSo | Zeit:
22.08.2005 13:48:00
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KfW40 bezieht sich auf den Primärenergiebedarf, und der ist bei einer Direktstromheizung deutlich höher als bei einer Wärmepumpe. Um trotzdem die geforderten 40kWh/qm/a zu erreichen, muß mehr für die Wärmedämmung ausgegeben werden.
Wenn es allerdings nicht auf die KfW-Förderkredite ankommt, ist die Frage, wenn auch politisch nicht korrekt, doch sinnvoll. Nur ergibt das mit einer Direktheizung kein KFW40-Haus mehr.
Vielleicht geht es auch mit einer Luft-Wärmepumpe?
Oliver
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Verfasser: Hendrik42 | Zeit:
22.08.2005 14:29:23
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Norbert,
ein KfW40 Haus hat einen Primärenergiebedarf von 40kWh. Der Wärmebedarf ist davon normalerweise abweichend, so 30 bis 44kWh/qm/a. Diesen Wert hätten wir gerne.
Wenn der Wärmebedarf tatsächlich 40kWh/qm/a ist, dann brauchst Du ein Heizungssystem mit einer Anlagenzahl ep von kleiner gleich 1 um KfW40 zu erreichen. Das kannst Du z.B. mit einer Außen+Abluft/Wasser WP an Fußbodenheizung und Solarthermie (5qm, 300l) für Warmwasser schaffen. Wir haben für das Paket (WP, Solar, FBH, 137qm Haus) etwa 10kEUR brutto gezahlt (Aufpreis gegenüber Gastherme und normale Heizkörper).
Für 10kEUR zahlt man im Moment weniger als 500EUR/Jahr Zinsen (<=5%), nicht 1000EUR.
Eine Direktstromanlage hat nach meinem Verständnis eine Anlagenzahl ep von >=2, damit müsste also der Wärmebedarf Deinen Hauses <=20kWh/qm/a sein, wenn Du noch KfW40 erreichen willst.
Mit einer Gastherme und Solar erreichst Du vielleicht gerade ein ep von 1,3, besser geht glaube ich nicht (ich lasse mich aber gerne korrigieren).
Also frag Deinen Architekten mal, was der Wärmebedarf ist, nicht der Primärenegiebedarf und sag hier Bescheid.
Persönlich würde ich bei einem so gut gedämmten Haus keine Sole-WP nehmen, eine kleine Abluft+Außenluft/Wasser WP reicht völlig.
Gruß,
Hendrik
PS. mit einem Pelletsofen kann man auch kleine ep erreichen!
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Verfasser: Hendrik42 | Zeit:
22.08.2005 14:31:50
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Was H. Frank wissen wollte (und mich auch interessiert): was kostet es, das Haus mit einer Direkt-Strom Heizung auszustatten?
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Verfasser: Norbert1 | Zeit:
22.08.2005 15:14:52
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Hallo erst mal alle zusammen
Wie schon gesagt , bin ich eher zufällig auf meine Zahlen gekommen .
@ brennwert
Wie betriebssicher eine Wärmepumpe ist, weiss ich nicht. Zusätzliche Reperatur und Wartungskosten würden aber auch noch zugunsten der Direktheizung ausfallen... @ Hendrik42 & OliverSo
Die Heizung könnte z.b. aus mehreren Ölradiatoren bestehen, und der Strom kommt aus der Steckdose ;-)
Aber im Ernst , worauf ich hinaus will , sind die tatsächlichen Heizkosten pro Jahr. Und bei Hendrik42 kommt ja auch noch der Preis der Wärmepumpe , geteilt durch 20 (Jahre) zu den 500 € Zinsen hinzu.
Nette Grüße HP
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Verfasser: Hendrik42 | Zeit:
22.08.2005 15:21:40
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Norbert,
wir können Dir nicht weiterhelfen, wenn Du unsere Fragen nicht beantwortest: welchen Wärmebedarf hat Deine Bude. Wärmebedarf, nicht Primärenergiebedarf.
Dann schätze ich auch gerne Deinen Strombedarf für das Wärmepumpenszenario.
Gruß, Hendrik
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Verfasser: Norbert1 | Zeit:
24.08.2005 18:47:23
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@Hendrik42
Die 4000 kwh sind der Wärmebedarf der "Bude" Der Warmwasserbedarf ist da nicht mit bei.
Gruß Norbert
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Verfasser: Hendrik42 | Zeit:
24.08.2005 19:29:31
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Hi Norbert,
also 40kWh/qm/a Heizwärmebedarf plus (nach EnEV) 12,5kWh/qm/a Warmwasserenergiebedarf. Das wird kein KfW40 Haus, außer vielleicht mit Pellets, weil die mit einem Primärenergiefaktor von 0,2 gerechnet werden (glaube ich).
52,5 mal ep 0.9 sind nämlich immernoch mehr als 40.
5250 kWh pro Jahr mal ep 1,05 (grob Abluft/Außenluft WP ohne Solar, mit Solar 0,95) durch 3 (EnEV Primärenergiefaktor für Strom) mal Hendriks EnEV Korrekturfaktor für Abluft/Außenluft WP an FBH in KfW60 Häusern von 1,7 sind so 3100kWh Strom pro Jahr.
Es kann sein, daß nach EnEV Deine Nutzfläche An nicht 100qm sondern etwas mehr (10-20%) ist. Das müsste man noch draufschlagen.
Wenn Du das jetzt mit einer Stromheizung vergleichen willst, dann müsstest Du fairerweise den Strombedarf für die Lüftung (die die Abluft WP ja auch macht) abziehen. Das wären etwa 7-900kWh Strom.
3100-700 sind 2400. Bei einem WP Tarif von 11ct/kWh sind das keine 270 EUR pro Jahr plus Zählermiete (bei mir keine 40 EUR/Jahr).
Du kommst also für Heizung und Warmwasser auf so 310 EUR und musst noch etwa 80 EUR für Lüftung zusätzlich ausgeben (ist aber sehr komfortabel).
Hilft das? Es ist alles pessimistisch gerechnet.
Gruß, Hendrik |
Verfasser: Hendrik42 | Zeit:
24.08.2005 19:35:01
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Sorry, den zweiten Zähler brauchst Du für eine Stromheizung ja auch, denn auch da gibt es günstigere Tarife als den Normaltarif. Der fällt also im Vergleich zu einer Direktstromheizung weg.
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Verfasser: Martin Asrav | Zeit:
24.08.2005 20:01:57
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Hallo
@Norbert, wer hat Dir den Direktstromfloh ins Ohr gesetzt?
Du brauchst mindestens eine LuftWP. Je nach Region hast Du da auch gewisse Phasen mit "Direktstrom".
Aber für Energiesparhaus 60 oder 40 ist die Luftwärmepumpe teilweise gut geeignet, insbesondere wenn Du nur 100m² baust.
Streng genommen ist sie sogar sinnvoller als im PH.
Gruß Martin
PS bei den 100m² kannst doch auch ein PH bauen. Sind doch bestimmt nur 10Kilo mehr Dämmung und 4 Gläser mehr ;-)
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Verfasser: ralfspleet | Zeit:
24.08.2005 20:03:22
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Hallo, ein KfW 40 Haus mit einer Stromheizung ist nicht möglch. Damit sollte das Thema erledigt sein.
Der Wärmebedarf des Architekten ist eine Zahl die nicht so sehr verbindlich ist, denn in der Regel hat der Energieverbrauch nach EnEV nichts mit der Realität zu tun.
Hier muss eine Heizlastberechnung durchgeführt werden. Vermutlich ist aber trotzdem eine Wärmepumpe nicht das schlechteste.
Ralf Spleet Dipl.Ing. www.hls-planung.de
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Verfasser: Norbert1 | Zeit:
25.08.2005 21:24:50
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Danke erst mal für die vielen Antworten, aber es geht hier nicht um die Anlagenplanung.
Ich hatte nur festgestellt , das 4000 kwh als Direktstrom (z.B.mit Ölradiatoren als Heizung)650 € kosten .
Mit einer Wärmepumpe würden 200 € Strom und 1000 € Kapitalkosten anfallen.
Also Heizkosten im Jahr :
Direktstrom 650 € Wärmepumpe 1200 €
Ich konnte mir nur nicht vorstellen , daß die Direktstromheizerei (finanziell) günstiger sein soll. Aber das ist wohl so.
Gruß Norbert
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Verfasser: Feger-Jäger | Zeit:
25.08.2005 21:52:31
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Die Investitionskosten für die WP fallen halt weg. Für mich gäbe es da keine Frage. Was nicht da ist, braucht auch keine Wartung. Immerhin: FEGERFREI sind beide Alternativen. |
Verfasser: Hendrik42 | Zeit:
26.08.2005 10:11:23
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Norbert,
wenn Du mit Direktstrom heizt, dann bekommst Du einen besseren Tarif und zahlst nicht 15ct, wie Du das gerechnet hast. Mehr so 8 bis 10ct. Näheres weiß Dein lokaler Energieversorger.
Es ist also noch krasser, als von Dir dargestellt. Du kannst natürlich auch nur grünen Strom kaufen, dann bist Du bei so 17/18ct. Lohnt sich immernoch :-)
Gruß, Hendrik
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Verfasser: JoRy | Zeit:
26.08.2005 10:52:32
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-Die Rechnung hat einige Haken. 1. es ist kein KfW 40 Haus wenn er eine E-Direktheizung einbaut!! 2. Auch ohne die KfW Zinsvergünstigung kann der Jahres/Monats Betriebskosten-Vergleich zugunsten von E-Direkt ausgehen,..... ABER 3. Nur bei den schon veralteten Preisen von 16 Cent/kWh Netto. Da wir schon die Ankündigungen aller großen Versorger haben, dass bis etwa 2010 mit einer Verdopplung gerechnet wird (ich befürchte noch Schlimmeres) bleibt eindeutig in der Öko- UND ökonomischen Bilanz nur die Wärmepumpe.
Gruß JoRy
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Verfasser: Heizkragen | Zeit:
26.08.2005 11:09:43
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Den Wärmebedarf nur mit Stromdirekt decken muss ja auch nicht sein. Wenn kfw40-Haus, dann kann an bis zu 300 Tagen der Heizstab für die Raumheizung sowieso ausbleiben. Wenn und nur wenn eine solare Heizungsunterstützung am besten >30 m² Fläche eingebaut wird. Das ist viel billiger als WP oder gar WP mit Solar. Dann wird der Wärmebedarf die meiste Zeit des Jahres über einfach über die Sonne gedeckt. Und plötzlich erscheint alles in einem anderen Licht.
Keiner soll seine Stromdirektheizung mit Tagstrom befeuern oder wer denkt heute noch ernsthaft an Nachtspeicheröfen?. Dafür gibt es Pufferspeicher, die nachts aufgeladen werden, und ganz dezent an die FBH abgeben. WW würde ich nicht darüber ziehen sondern dezentral nur bei Bedarf erhitzen.
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