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Wie gross ein Ausdehnungsgefäß bei 40l Inhalt und 10m² Rohrenkollektoren?
Verfasser:
Monk 0815
Zeit: 22.08.2005 19:58:12
0
229281
Wie gross soll ein Ausdehnungsgefäß bei 40l Inhalt und 10m² Rohrenkollektoren sein?

Haben Momentan ein 50 Liter mit 2,5 Bar Vordruck drin
und der Druck im Kalten Zustand war mal 2,8 Bar

Jetzt ist der Druck gefallen und nur noch 1 Bar

In dem Kanister bei der Anlage ist jetzt Flüssigkeit!

Kann es sein das das Ausdehnungsgefäß zu Klein ist?

Zur Anlage : 1000 Liter Puffer mir 10,3m² Röhren

Anlage funktionert zwar noch aber das macht mich doch etwas stutzig!?

Verfasser:
Danni
Zeit: 22.08.2005 21:36:20
0
229350
Hallo,

was hat 40 l Inhalt, der gesamte Solarkreislauf oder nur die Kollektoren? Fakt ist, dass das Ausdehnungsgefäß so groß sein muss, dass es den Inhalt der Kollektoren voll aufnehmen kann, ohne dass der Maximaldruck von 6 bar im System überschritten wird. Als Faustregel kann man grob sagen, dass ein Ausgleichsgefäß bei 2,5 bar Vordruck und 3 bar Anlagendruck etwa knapp die Hälfte seines Nennvolumens aufnehmen kann. D.h. wenn in den Kollektoren etwa 20 Liter sind, dann brauchst du mindestens ein 40 Liter- Ausdehnungsgefäß, besser sogar 50 Liter.

Gruß Danni
Verfasser:
stefans
Zeit: 22.08.2005 22:03:47
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229370
hallo Monk

deine Angaben sind zwar nicht umfassend, aber aus der Hüfte geschossen benötigst du ein MAG mit mindestens 80l Inhalt...
Verfasser:
Monk 0815
Zeit: 23.08.2005 08:54:59
0
229477
Der ganze Kreislauf hat einen Inhalt von ca. 40 Liter.
Ein AG mit 50 Liter ist vorhanden!

Ist das AG nun zu klein? Wie gross sollte das richtige sein?

Mein Heizer meint, das 50l muss reichen!

Was tun um abhilfe zu schaffen?

Verfasser:
Monk 0815
Zeit: 23.08.2005 08:58:03
0
229481
Noch was?

Kann man da was machen mit dem Vordruck des AG und dem Anlagendruck?

Verfasser:
Energiesparer
Zeit: 23.08.2005 09:47:55
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229505
Das Ausdehnungsgefaess muss ja nur die durch Temperaturschwankungen bedingte Ausdehnung des Inhaltes ausgleichen und nicht das gesamte Volumen der Anlage aufnehmen koennen. Der Druckabfall und die Fluessigkeit im Auffangbehaelter deuten darauf hin, dass evenetuell durch Ueberhitzung der Kollektoren ein Dampfdruck entstanden ist und dadurch die Fluessigkeit aus dem Sicherheitsventil gedrueckt wurde. Sie muessen die Anlage wieder befuellen und ueberpruefen ob Vorkehrungen gegen moegliche Ueberhitzung getroffen werden sollten.
Verfasser:
Danni
Zeit: 23.08.2005 11:05:40
0
229547
Hallo monk0815,

entscheidend ist weniger der gesamte Inhalt des Solarkreislaufs, sondern der Inhalt der Kollektoren, weil der im Fall des Stillstands gänzlich in das Ausgleichsgefäß gedrückt wird. Dabei wird die Luftblase im Gefäß natürlich komprimiert und der Druck im System steigt dadurch. Je größer das Gefäß ist, um so weniger steigt dadurch der Druck an. Du kannst auch mal einen Vordruck von 2 bar versuchen und einen Anlagendruck von etwas über 2 bar (ca, 2,3 bar) einzustellen. Dann kann das Ausgleichsgefäß das maximal mögliche aufnehmen. Durch die geringe Wasservorlage im Ausgleichsgefäß ist die Anlage aber ziemlich kritisch. Besser ist es ein größeres Ausgleichsgefäß zu wählen. Du liegst auf der sicheren Seite, wenn du die Nenngröße des Gefäßes in etwa doppelt so groß wie den Inhalt der Kollektoren wählst.
Übrigens: Bei www.reflex.de kannst du dir ein Programm zur Berechnung des Ausgleichsgefäßes downloaden. Da kannst du dann alle Anlagenparameter eingeben und es berechnet dir die erforderlich Größe.

Gruß Danni
Verfasser:
JR
Zeit: 23.08.2005 11:30:50
0
229561
Hallo Monk 0815,

ich gehe einmal davon aus, dass die Probleme hauptsächlich jetzt im Sommer auftreten, da
die Energie von 10,3 m² - Röhren bei 1000 l -
Pufferspeicher wahrscheinlich nicht mehr aufge-
nommen werden kann.
Dann passiert folgendes:
Der Pufferspeicher kann keine Energie mehr auf-
nehmen und die Solarpumpe schaltet ab.
Dadurch steigt die Temperatur der Solaranlage
stark an. Bei einem Betriebsdruck von ca. 2,5 bar
beginnt ab ca. 130°C die Anlage zu dampfen, der
Anlagendruck steigt dadurch sehr stark an, bis
das Sicherheitsventil öffnet. Abends kühlt die
Anlage dann wieder ab und der Druck fällt logischer-
weise wieder ab.

Hierzu folgende Lösungsvorschläge:

a)ein 2. Ausdehnungsgefäß mit 50 l montieren
(bei dieser Anlage eigentlich Standartgröße)
b)den Anlagendruck auf 4 bar erhöhen (wenn laut
Hersteller möglich), dadurch wird die Dampf-
temperatur stark nach oben gedrückt
c)Funktion der Regelung bei Übertemperatur
kontrollieren. Ideal wäre, wenn der
Pufferspeicher auf ca. 95°C aufgeladen ist
und der Kollektor trotzdem über 110°C steigt,
einen Verbraucher (z.B. Kellerheizkörper oder
Zirkulationspumpe) solange laufen zu lassen,
(Energievernichtung besser als Anlagenschäden!)
bis die "Übertemperaturen" beseitigt sind.

Verfasser:
Paul2
Zeit: 23.08.2005 16:00:21
0
229670
hallo monk

JR hat nicht unrecht, 100 Liter müssen das sein dann passt das.

Aber den Druck nicht über 3bar im kalten Zustand und das Gefäß mit 2,4 bar vorspannen.

Sonnige Grüße Paul - Sun-kollekt-
Verfasser:
stefans
Zeit: 23.08.2005 16:01:48
0
229671
Hallo Monk,

bins nochmal,

also ich geh davon aus, deine Röhren sind direktdurchströmt, nicht durch Heatpipe gedrosselt,
die Anlage ist bis 6bar nutzbar (Sicherheitsventil), dann tu bitte deinem Wärmeträger den Gefallen, zieh deine Spendierhosen an und gönn ihm das 80l Solarausdehnungsgefäss (wenn möglich mit erhöhter zulässigen Maximaltemperatur von 100°C). Er wird es dir mit viiiel längerer Lebensdauer danken.
Zeit: 23.08.2005 17:45:29
0
229701
Hallo Monk 0815,

schau doch mal hier: http://www.haustechnikdialog.de/forum.asp?thema=22506

Gruß

Peter Schröder
Pneumatex GmbH
Verfasser:
Ralf Kremer
Zeit: 23.08.2005 22:48:06
0
229903
Hallo Monk 0815,

Tipps in Richtung Druckänderung, Vergrößerung des Ausdehnungsgefäßes usw. sind nach meiner Meinung ein Kurieren an Sympthomen.
Ich hab vor einigen Wochen ein ähnliches Problem wie Monk 0815 gehabt. Alle Leidensgenossen hatten eine Gemeinsamkeit: sie besitzen eine Anlage mit Röhrenkollektoren! Wenn bei 10% Marktanteil der 6,7 oder 8 Fall immer noch nur Anlagen mit Röhrenkollektoren betrifft, dann ist das so unwahrscheinlich wie ein richtig dicker Lottogewinn (5 Richtige mit Zusatzzahl aufwärts). Im Sommer haben Röhrenkollektoren keine bessere flächenbezogene Leistung als Flachkollektoren und zumeist ist auch der Speicher im Verhältnis zur Kollektorfläche größer.
Bei 10qm kommen ungefähr 8 Liter Solarflüssigkeit zusammen. Auch mit der Solarflüssigkeit aus den Leitungen sollte ein 40 Liter Ausdehnungsgefäß, wenn alles richtig funktioniert, ausreichen!
Aber anscheinend funktioniert nicht alles richtig und ein nicht unerheblicher Anteil der Anlagen ist nicht eigensicher! Siehe auch hierzu die Frage in www.haustechnik-dialog.de/forum.asp?thema=25047.

Mit freundlichem Gruß

Ralf Kremer

Verfasser:
stefans
Zeit: 23.08.2005 23:14:07
0
229910
Hallo Ralf,

bezugnehmend auf:
www.haustechnik-dialog.de/forum.asp?thema=25047
die meisten Röhrenkollektoren dürften ausfallen, weil
die Glasröhre mechanisch zerstört wird oder das Vakuum verloren geht.( Glas-Metalldichtung)
Wenn man geeignete Wärmeträger (hochtemperaturbeständig) verwendet, Mindestneigung von 25 besser 30° einhält (bessere Entleerung beim Ausdampfen),das MAG nicht zu knapp dimensioniert sollte es bei sorgfältigem aufbau zu keinen grösseren Problemen kommen. Ist halt alles einwenig mehr ausgereizt bei den Röhren, Fehler sowohl bei der Planung (Kollektorfläche-Speichergrösse-Wärmeabnahme) als auch bei der Ausführung werden härter bestraft.
Verfasser:
Monk 0815
Zeit: 24.08.2005 09:46:57
0
229984
Hallo, Heute Morgen war mein Heizungsbauer da, und hat die Anlage nochmals gefüllt, gespült und entlüftet, seine Aussage war,
12 Liter Kollektorinhalt und 40 liter insgesammt, da muss das 50 Liter MAG Ausreichen, aber fakt ist,die Flüssigkeit ist über das Überstömventil ausgetreten!
Auch der steht jetzt vor einem Rätzel, da er die Anlage vor Installation vom Hersteller berechnen hat lassen.
Auf die Frage ein grösseres Mag einzubauen folgende Antwort:
Wohin Sellen?
Das ist wirklich ein Problem, wir haben keinen Platz!
Vielleicht klapps dann mit einem zweiten.

Probleme über Probleme.

Wenigstens ist mein Heizer ein sehr kompetenter Mann und kümmert sich!

Ich habe auch gelesen das das Überstömventil bei 6 bar Öffnet, kann man da nicht was machen (z.B. 8 Bar)
Oder ist das zu viel für meine Anlage?
Verfasser:
Paul2
Zeit: 24.08.2005 17:31:44
0
230292
hallo

da stellt sich die Frage, steht hier einer oder 2 auf dem Schlauch.

Mann das liegt an der Gefäßgröße, den Druck zu erhöhen bringt da nichts.

Kannst ja einen Stopfen reindrehen dann hast du eine kleine Bombe im Keller viel Spass damit.

Gruß Paul
Verfasser:
stefans
Zeit: 24.08.2005 20:00:47
0
230399
Hallo Monk,

solange das Gefäss nicht MINDESTENS 80l gross ist, wird dein Heizungsbauer bei dir sein Lager aufschlagen können. Woher weiss er denn, dass 50l MAG gross genug ist? Frag Ihn doch einfach, wenn er das nächste mal wieder nachfüllt...
Verfasser:
Ralf Kremer
Zeit: 24.08.2005 22:59:06
0
230488
@Stefans
Monk's Heizungsbauer kann vermutlich rechnen!
Warum braucht man einen 80 Liter Gefäß, wenn man nur 10 Liter + die Menge an Solarflüssigkeit aus den Leitungen unterbringen will?

Mit freundlichem Gruß

Ralf Kremer
Verfasser:
stefans
Zeit: 24.08.2005 23:45:51
0
230501
Hallo Ralf,

ich glaub ja auch, dass er rechnen kann;-),aber weiss er was er rechnen muss?

Wenn die Anlage in Stagnation kommt (ich schätz mal bis über 270°C )werden mindestens 15-17 l Solarflüssigkeit in Dampf umgesetzt, der einiges mehr an Volumen einnimmt als im flüssigen Zustand. Wenn du es ganz genau wissen willst, benötigst du die Datenblätter des Herstellers (der Solarflüssigkeit). Für praktische Zwecke, allso für uns ausreichend genau hat Peter Schröder ja schon alles gesagt...da müssen wir das Rad nicht immer wieder neu erfinden...
Verfasser:
stefans
Zeit: 25.08.2005 00:25:26
0
230513
Tschuldigung ,

da hab ich mich missverständlich ausgedrückt:
nicht 15-17 l werden in Dampf umgesetzt, die wären dann ja fast alle im Überlaufbehälter. Der Dampf schiebt den Anlageninhalt ins MAG.



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