So, 21. Dezember 2014 | 03:33:10 Uhr

Haustechnikforum
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nachträgliche Wärmedämmung der Aussenwände, Taupunktverschiebung?
Verfasser:
Olli
Zeit: 03.10.2005 10:12:45
0
248050
Hallo Forum,

ich habe vor, bei unserem Haus (Bj. 1966) nachträglich die Aussenwände (Verblender, Hohlschicht, Kalksandvollstein) zu dämmen.
Aufgrund der Architektur kommt jedoch höchstens eine Füllung der Hohlschicht mit Dämmmaterial in Frage.
Hat da jemand Erfahrungswerte bezüglich Taupunktverschiebung oder Schimmelbildung?

MfG
Olli
Verfasser:
Olli
Zeit: 04.10.2005 07:56:04
0
248543
Wollt nur mal eben meine Frage nach vorne holen
Verfasser:
JoRy
Zeit: 04.10.2005 20:37:18
0
248922
Doppelschalen-Mauerwerk sollte man so lassen.
In Holland gabs ne Menge Experimente mit nachträglicher Füllung zur Dämm-Verbesserung.
Gelang aber wegen der Wandanker scheinbar nie vollflächig und bringt dann nur Nachteile.
Druckschäumung ist ein Risiko für zu lose verblender;
Also Außen drauf oder sein lassen.
-Doppelschalen sind meist schon so gut, dass die Optimierung der Heizung ausreicht.

Gruß JoRy
Verfasser:
Kater Findus
Zeit: 04.10.2005 23:22:41
0
249046
Olli,

hier in England werden seit den zwanziger Jahren ähnliche Wände gebaut, halber Stein, 5cm Luft und noch ein halber Stein. Das Dach liegt auf der inneren Wand auf. Mittlerweile werden viele solche Wände (heißt hier "cavity wall") nachisoliert, indem von außen in einem Raster von ungefähr 50cm Löcher in die Fugen gebohrt werden. Da wird dann gehäckselte Steinwolle eingeblasen. Ist kaum zu sehen und wird schon ein bißchen helfen. Merkt man aber bei den hiesigen zugigen Häsern kaum, wo der Wind durch Luftlöcher in den Wänden unter den unisolierten Fußbodenbrettern durchstreicht.
Den Rest erledigen die einfach verglasten Fenster mit Stahlrahmen.
Grüße von der Insel,

KF
Verfasser:
Stefan.el
Zeit: 05.10.2005 09:20:41
0
249122
Hallo Olli,
interessantes Thema, stehe vor dem gleichen Problem.
(Bj 1936) Habe mir bereits mehrere Angebote eingeholt.

Dämmung mit Mineralwolle:
Es werden ganze Klinker aus dem Mauerwerk genommen, um das Dämmmaterial ein zu bringen. Problem ist, das es nicht gewährleistet ist, das z.B. unter den Fenstern isoliert wird. Durch einen leichten Überdruck wird die Steinwolle ein bisschen zusammen gedrückt. Nachträgliche Fensterausschnitte in einer Aussenwand sind möglich.

Dämmung mit Perlite (S 20)
Durchmesser 1 - 3 mm. Vorteil ist, dass das Material fast wie Wasser überall hin läuft. Nachteil: Wenn der Jalousiekasten nicht dicht mit dem Klinker verbunden ist, "rieselt" das Isoliermaterial raus. Die Aussenwand darf anschließend nicht "angefasst" werden.

Kosten für ca. 220m² Aussenwand ca. 3.000€ für Steinwolle oder 3.500€ für Perlite.

Über Taupunkte sagen die Firmen nicht viel. Das S 20 soll wasserabweisend und dampfduchlässig sein.

@JoRy
Ich glaube nicht, dass ein doppelschaliges Mauerwerk ausreichend isoliert. Beispiel:
Wandaufbau besteht aus Klinker 11cm, Luftschicht 7 cm und Kalksandstein 24cm. Bei einer Aussentemperatur von -5°C beträgt die Oberflächentemperatur der Innenwand in 1 m Höhe gerade mal 15°C. (Raumtemperatur 21°C) Das subjektive Empfinden im Raum ist trotz der 21°C kalt. Die logische Konsequenz ist eine höhere Raumtemperatur (in unserem Fall 23°C) = höheren Energieverbrauch. Da nützt auch ein neuer Kessel nicht so viel. Durch die Isolierung wird die Oberflächentemperatur auf rechnerische 18°C angehoben. Die Raumtemperatur kann dann wieder auf 20-21°C gesenkt werden.
Ergebnis = geringerer Energieverbrauch!!!
2-3° Raumtemperatur bedeuten bei mit ca. 7-10° höhere Vorlauftemperatur!!

Gruß,
Stefan.el
Verfasser:
Thülle
Zeit: 19.10.2005 20:03:21
0
257356
Hallo hab da auch mal eine Frage zur Fassadendämmung.

Haben auch ein Klinerhaus (Verblender,Hohlschicht Kalksandstein)von dem auffüllen der Hohlschicht bin ich auch nicht so überzeugt. aber ich würde dann evtl Aussen ein Wärmeverbundsytem aufbringen.

Jetzt die Fage macht das bei einem Mauerwerk mit Hohlschicht sinn? und was würde es ca. Kosten ca 250m2.


MFG Dirk
Verfasser:
daemmershop.de
Zeit: 01.11.2005 20:06:31
0
264828
Hallo Zusammen,
habe mich gerade erstmals auf dieser Seite umgesehen und interessiert Eure Beiträge gelesen. Leider steht da auch vieles "Ungute" zu Thema "doppelschaliges Mauerwerk".
Ich selber arbeite schon lange mit Silikatleichtschaum WLG 035 (SLS20) als Füllmaterial für Hohlschichten. Es ist richtig, dass sich der Taupunkt bei nachträglicher Füllung verschiebt. Der Taupunkt liegt in der Dämmebene, was auch sein muss. Wichtig ist nur, dass das Füllmaterial als Kerndämmung zugelassen ist! SLS20 ist komplett hydrophobiert! Die marktüblichen Verfahren, ohne Namen zu nennen, haben hierbei Probleme. Entweder muss ein Schweizer- Käse aus der Fassade gemacht werden, um eine komplette Füllung zu gewährleisten, oder die Stoffe sind nur oberflächlich hydrophobiert, was zu Ausblühungen auf der Hausaußenseite führt (habe ich vor ein paar Tagen noch begutachtet!). Tips, welche den Bauherren solcher Immobilien sugerieren, ein WDVS wäre die bessere Lösung, sollten bitte einmal das Einmaleins der Bauphysik lernen: mit der ersten Luftschicht, von Innen gesehen, hört die Bauphysik auf zu rechnen. Somit ist eine gut hinterlüftete Außenwanddämmung erreicht- sonst nichts!!
Füllt man die Hohlschicht, so ergeben sich zwei Faktoren: zum einen wird das Dämmverhalten der Wand verbessert (hierzu hat sich auch die EnEV geäußert), und zum Zweiten erhöhen sich die Oberflächentemperaturen der Wände im Hausinneren, was für uns ein deutlich höheres Wärmeempfinden hervorruft.
Also bitte: wenn, dann richtig!!
Verfasser:
JoRy
Zeit: 04.11.2005 12:48:04
0
266333
Hallo Stefan el,
deine Zahlen sagen fast nichts über den wirklichen Transmissionswärmeverlust aus , sondern nur das du
offensichtlich mit einem taktenden System in zu hohen Vorlauftemperaturen falsch heizt.

Ich möchte wetten, ich kann die Anlagenparameter so umstellen, dass du das schlechte Gefühl von kalten Wänden bei 21° Luftraumtemp. vergessen kannst.

Gruß JoRy
Verfasser:
Gerd U
Zeit: 17.01.2006 17:11:21
0
319937
Da bei und der "WAF" wegen der kalten Wände nicht erreicht wurde (sogar ich spüre das), kommt morgen der SLS20-Einbläser. Die Heizung ist eine BBS2N in wunderbar modulierender Betriebsweise. Da Taktet garnix, bei dem Wetter.
Die Wandoberflächentemperaturen die oben genannt worden sind, entsprechen den gängigen Werten für 'ne einfache Doppelschale.
http://www.trotherm.de/NachtraeglicheDaemmung.php
http://www.kiel.de/Aemter_01_bis_20/18/Klimaschutz/Sanieren_und_Sparen/Kerndaemmung.htm

Ich werde mich nochmal melden, wie's gelaufen ist.

Grüße aus der verschneiten Nordheide
Gerd U
Verfasser:
Frank Hiller
Zeit: 22.01.2006 20:11:23
0
324178
Guten Tag!

Ein sehr interessantes Verfahren zur nachträglichen
Dämmung von Außenwänden ist eine innenliegende Dämmung
mit speziellen Kalziumsilikatplatten, die innenseitig
montiert werden.

Diese Platten regulieren (durch ihre hohe Aufnahme-
fähigkeit) die Wasserdampfdiffusion.
Eine Platte mit 25mm Stärke kann, bezogen auf eine
24cm KS-Wand, den Wärmeverlust um ca. 50% senken.

Diese Werte ermitteln sich für das Fabrikat
redstone "Masterclima".

Schönen Tag noch!

Frank Hiller
Verfasser:
Theo H
Zeit: 23.01.2006 11:06:02
0
324651
innenliegende Dämmung
mit speziellen Kalziumsilikatplatten, ???????????????

nur bei Altbausanierung hernehmen wenn man außen durch Denkmalschutzgründen keine iso aufbringen kann.


2te Schale abtragen bei 24 cm Mauerwerk 18 cm iso aufbringen und verputzen, saubere Lösung
Verfasser:
Georg Fiebig
Zeit: 23.01.2006 11:32:08
0
324686
2te Schale abtragen bei 24 cm Mauerwerk 18 cm iso aufbringen und verputzen, saubere Lösung

Das ist die beste Lösung, auch wenn Ziegelphysiker was dagegen haben.

MfG Georg
Verfasser:
Interessierter Laie
Zeit: 23.01.2006 11:56:18
0
324701
@Frank Hiller
ich habe nichts gegen die Calciumsilikat-Platten, im Gegenteil, aber, wie mein Vorredner schon erwähnt, müssen nur in "begründeten" Ausnahmefällen.

Und mal ganz nebenbei - was sie empfehlen ist "illegal": bei einer 24 KS-Wand komme ich mit 25mm CaSi auf einen U-Wert von ca. 1.0, nach EnEV muss nach einer Sanierung ein Wert von 0,45 erreicht werden.

Nennen sie uns doch dafür mal die benötigte Casi-Dämmstärke und den Preis/m2 und beurteilen sie dann u.a. die Wirtschaftlichkeit.

Verfasser:
Gerd U
Zeit: 23.01.2006 12:03:14
0
324706
@Frank:
Die seltsame Hersteller-Beschreibung der Dämmeigenschaft von Kalziumsilikat-Platten relativiert sich, wenn man sie einer gängigen Einheit nennt:
WLG 0,065
Das vielleicht mit 2,5 cm?
Hingegen bekommt man mit 'ner Kerndämmung 7cm mit WLG 0,035.
Was ist für Doppelschalen da wohl angesagter?

(Im Keller haben wir allerdings die Platten mit Erfolg verbaut)

Grüße, Gerd U
Verfasser:
Theo H
Zeit: 23.01.2006 12:25:19
0
324731
Calciumsilikat-Platten nur in Aussssnahmefällennn,

ansonsten entspricht es nicht der Regel der Technik.

Schadenersatzansprüche!!!!!! murks Pfusch usw.



nur bei Altbausanierung wenn es nicht anders geht kruzi .... .


andere Anwendungsmöglichkeiten die hier besprochen werden sind von sogenannten selbsernannten Hobbypfuscher.
Verfasser:
Gerd U
Zeit: 24.02.2006 08:31:53
0
352264
So. Gestern war der SLS20 Einbläser hier.
Er wollte allemöglichen Steckdosen Fensterrahmen u.ä. abkleben, damit's nicht reinstaubt.
Nö, sag ich, das MUSS dicht sein, wenn's hinterher nicht absaufen soll.
Also staubende Löcher notieren und (Zentral)-Staubsauger in Dauerlauf. Nicht zu glauben, wo das überall durchpfeift.
Das wird jetzt abgedichtet, und gut ist.

Story am Rande: Man kann eine Riesensauerei mit dem Zeugs anrichten.
Nachdem wir eine rieselnde Stelle im Keller abgedichtet und geprüft hatten, wurde fröhlich eingeblasen ("Läuft gut!").
Das höhersteigenden Schüttgut fand dann in einer oberen Etage einen Ausgang, über den es sich in den Montageschacht ergoss, der im Keller neben der abgedichteten Stelle endete.
Da lagen also ca 300 Liter SLS20 "extrafein" in der "Waschküche" in der auch noch die Gefiere, Trockner, Vorrat an Reinigungs und Körperpflege und bergeweise Wäsche beherbergt waren.
Das Zeugs staubt wie Teufel, hatte sich in jede Ritze verkrochen und floss, wie das Wasser im Comic, beim Öffnen der Tür in den Flur.
Die Einblasmaschine ist vom Typ "Heinzelmann", konnte den Berg also wieder wegsaugen.
Der Staub in den Geräten und Regalen ist Sache des Auftraggebers.
Also Tschüß erstmal, Gerd U
Verfasser:
Interessierter Laie
Zeit: 24.02.2006 09:19:46
0
352290
@Gerd U
Wäre mal interessant, noch einen Erfahrungsbericht/ nach einer Winterperiode hier abzustellen, da hier teilweise schon recht merkwürdiges über SLS 20 zu lesen war.
Wie wurden beispielsweise Wärmebrücken festgestellt und behandelt, wie war der Wandaufbau, wie teuer war die Aktion?

Wenn allerdings der "Einbläser" so stümperhaft vorgeht und nicht mal vernünftig abdichtet, ist der Ärger vorprogrammiert, ich hoffe den gibts noch nach 2 Jahren um ihn belangen zu können.

Verfasser:
HP
Zeit: 24.02.2006 10:19:45
0
352339
Da haben wir ja wieder ein Thema......,
besonders erheiternd sind die Vorschläge
wie Wand einreißen und neu bauen etc.

Auf keinen Fall darf hier Mineralwolle oder
Material mit ähnlichen Eigenschaften eingebracht
werden (Stichwort: Dampfsperre)
Da Olli die Wandstärken nicht gepostet hat,
kann man zum derzeitigen U wert nichts sagen.

Trotzdem ist , entgegen daemmershop.de´s ,Aussage
die Wand als Ganzes zu betrachten .
Im Zweifelsfalle ist zu prüfen ,
ob die Hohlschicht überall dicht ist.

Lösungen wurden oben schon erwähnt ,
(fachgerechte!) Außen- oder Innendämmung,
da schließe ich mich an.

Gruß HP
Verfasser:
Quit
Zeit: 02.12.2006 16:26:46
0
522730
Moin
Wer hat denn mal langfristige Erfahrungen mit der Redstone-Masterclimaplatte? Wir wohnen in einem Altbau, reichlich Stuck außen... Außendämmung scheidet also aus. Weil ein komplett neues Bad ansteht, in einem Raum des bisher kein Bad war, denken wir daran die Bad-Aussenwand (Giebelwand) innen mit Redstone-Masterclima zu verkleiden. Wandstärke ca. 25cm Rotziegel, 100a alt.
Die Badezimmer-Installationsvorwand würde die Masterclima Fläche ca. zur Hälfte wieder verdecken. Ist es überhaupt sinnvoll die Masterclima-Platten auch hinter der Vorwand aufzubringen?
In den Fensterlaibungen können aus Platzgründen keine Masterclima-Platten aufgebracht werden. Handeln wir uns damit in den Laibungen dann doppelte Schimmelgefahr ein? Weil die Wand danach teils gefliest wird werden die Platten wohl angedübelt werden müssen. Sind dort vorprogrammierte Schimmelpunkte? Wie sehen die Langzeiterfahrungen insgesamt aus?
Danke
Verfasser:
Rudolf Rippler
Zeit: 02.12.2006 23:25:50
0
522896
@Quit
die Redstone Calciumsilikatplatten haben eine Wärmeleitf. (Lambda) von 0,065 W/mK, wie auch die von alle anderen Herstellern.
Allen ?
Nein. Minopor von Hasit hat 0,045 W/mK. Schreiben sie jedenfalls auf der Homepage.
Verfasser:
Interessierter Laie
Zeit: 04.12.2006 14:38:10
0
523785
@Quit
*Grundsätzlich "lebt" eine CaSi-Platte davon, dass sie ihre Feuchtigkeit ungehindert wieder abgeben kann, wobei 1/2 Fliesenbelag unschädlich sein soll.
* Fliesen halten ohne weiteres auf den geklebten Platten.

Masterklima sind am teuersten / von Epasit gibts etwas preiswertere Platten. Fensterlaibung würde ich unbedingt mit Laibungsplatten 20mm versehen, den Platz bekommt man, wenn man den Putz dort entfernt.
Vorsicht bei Altputzen: Gipsputz ist eventuell zu entfernen.

@Rudolf Rippler
Minopor = Multipor/Xella <>Calciumsilkat.
Wesentlich Preiswerter, aber Kapillarität ist nicht so gut. M.E. aber bei Ziegelbauweise ohne Schlagregenbelastung durchausverwendbar.

Da im Badezimmer mit erhöhter Luftfeuchte zu rechnen ist, würde ich eventuell Lüftung vorsehen.
Verfasser:
Günther Fischer
Zeit: 28.04.2007 10:47:43
0
615921
Hallo,

ich bin auch schon ne ganze Weile am Überlegen, ob ich mir die Hohlschicht mit Perlite füllen lasse. Da ich direkt eigentlich vom Bau komme, habe ich mir überlegt, diese Art von Isolierung vielleicht nebenberuflich selbstständig zu gestalten. Kann mir jemand sagen, wo ich solche "Einblasmaschinen" herbekomme bzw. wo ich mich näher erkundigen kann?
Danke im Voraus.
Verfasser:
Grocho
Zeit: 04.05.2007 17:41:36
0
619152
Guten Tag Zusammen,
habe mit großem Interesse die Beiträge gelesen. Ich bin selbst Eigentümer eines Bungalows (1961) mit Hohlwandisolierung. Beschäftige mich seit einiger Zeit auch mit dem Thema, Hausisolierung. Über Perlite und sonstige Isolierungsmaßnahmen bin ich auf einer Messe auf ISOSCHAUM gestoßen. Kann mir jemand dazu etwas berichten? Mit Perlite sehe ich mich laut der Berichte meiner Bauchschmerzen bestätigt, bei späteren Renovierungsarbeiten (z.B. Fenster) plötzlich bis zum Hals in Perlite zu stehen.

Gruß MG
Verfasser:
Diethelm Wissing
Zeit: 12.07.2007 00:42:27
0
657715
Seit 1979 verarbeite ich "AMINOTHERM" Dämmschaum in Deutschland und BENELUX. Ich habe noch nie eine Reklamation im zweischaligen Mauerwerksbereich gehabt, die nicht umgehend ausgebügelt werden konnte.

Da die Niederländische und Englische Bauweise zu ca. 90% aus zweischaligen Mauerwerken besteht, hat man dort wesentlich mehr Erfahrung, da es in Deutschland nur im Norden diese Bauweise gibt.

Im vergangenen Jahr hat allein die Firma AMINOTHERM mehrere hundert Häuser unter staatlicher Überwachung in diesem Gebiet ausgeschäumt. Die Bauherren wurden mit sehr hohen Prämien vom Staat unterstützt.

Taupunkt und Schimmelprobleme gibt es überhaupt nicht. Im Gegenteil. Wir setzen den Dämmschaum äußerst erfolgreich zur Schimmelbeseitigung ein.

Ein zweischaliges Mauerwerk von außen zu Dämmen ist irrsinnig. Die Dämmplatten kann man genausogut an die Dorfkirche nageln.
Die Wärme geht doch von innen durch die Tragende Wand und verpufft in der Hohlschicht. Die Dämmplatte an der Außenseite des Klinkers kommt da gar nicht zum Einsatz, weil da ja keine Wärme hinkommt.

Also bei Millionen Neubauten in ganz Europa legt man die sogenannte Kerndämmung in die Luftschicht. Warum wollt Ihr da was Neues erfinden, wenn sich diese Art der Dämmung seit ca. 20 Jahren bestens bewährt hat. Ob ich nun erst die Dämmplatte an die Innenschale befestige und dann den Klinker vormauere, oder ihn nachträglich in die vorhandene Luftschicht drücke ist bauphysikalisch völlig egal. Außerdem gibt es auch bei Neubauten keine Dampfbremsen.

Als Material verarbeite ich in senkrechten Wänden nur Dämmschaum, weil dieser eine zusammenhängende Dämmplatte ergibt, die nicht nachsacken kann.

Falls jemand Fragen über das nachträgliche Einbringen von Dämmstoffen in Wand und Dach hat, kann mich auch gerne anrufen.
www.hausisolierung.com 0172 2686347
Verfasser:
Altbau-Stefan
Zeit: 04.09.2007 16:18:17
0
686673
@Gerd U.

wie lebts sich nun mit der Dämmung?
Ich wills auch machen, aber mir raten diverse Leute wegen der am Hohlschichtanker rücklaufenden Feuchtigkeit ab.

Kannst du uns nach 2 Monaten intensiven "Sommer" mal paar Eindrücke hinterlassen?

Gruss Stefan
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