Mi, 03. September 2014 | 06:32:41 Uhr

Haustechnikforum
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"Faustformel" für Wärmebedarf
Verfasser:
Thomasek
Zeit: 17.11.2005 09:08:55
0
274031
Hallo zusammen.
Es gibt ja die Faustformeln zur überschlägigen Berechnung des Wärmebedarfs von Wohnräumen.
Mir ist bisher diese bekannt - Leistung = 100W./qm.
Nun hört und liest man aber auch Werte von 80W/qm oder gar 60W/qm und das sind ja schon erhebliche Unterschiede.
Was gilt denn nun aus Sicht erfahrener Heizis am ehesten, immer eine "normale" Dämmung vorausgesetzt?
Und welche Fausformel könnte man diesbezgl. für eine Küche oder ein Bad ansetzen?
Verfasser:
Martin Havenith
Zeit: 17.11.2005 09:12:33
0
274035
Keine!
Alle Faustformeln sind ohne genauere Kenntnis der Gebäudesubstanz falsch!

Ich brauche in meinem Altbau etwa 185 W / m²....mein Kumpel in seinem Neubau etwa 40 W / m²...

Und jetzt?

www.heizungsoptimierung.de.vu
Verfasser:
ThKerkhoff
Zeit: 17.11.2005 09:53:42
0
274066
Mir wurde vor ein paar Tagen hier erst gesagt ..
45 bis 60 W/m²

Es ging dabei um einen Neubau..
Verfasser:
dwonne
Zeit: 17.11.2005 09:57:54
0
274068
Mein Altbau von 1870,200 m², 60-er Mauerwerk ohne Dämmung, neue Fenster(1,1)neues gedämmtes Dach = 70w/m² nach Wärmebedarfsberechnung. Entspricht übrigens genau der Schweizer Formel.
Verfasser:
Martin Havenith
Zeit: 17.11.2005 10:00:40
0
274071
@ dwonne

dann wende doch mal die Schweizer Formel auf die oben gemachten Daten an...

:-)

www.heizungsoptimierung.de.vu
Verfasser:
dwonne
Zeit: 17.11.2005 10:05:17
0
274077
ohne input kein output
Verfasser:
Martin Havenith
Zeit: 17.11.2005 10:07:06
0
274082
;-)
Verfasser:
HarryT
Zeit: 17.11.2005 10:39:59
0
274107
... Wenn ALLLE Häuser genau gleich wären, könnte EINE Faustformel vielleicht passen.

Beim Neubau ist eine genaue Dimensionierung der Heizungsanlage NUR durch Berechnung möglich, aktuell also Heizlastberechnung DIN EN 12831.

Beim Altbau und Kesseltausch liefert dies Anhaltspunkte:
http://www.energie.gr.ch/merkblatter/dim_oel-gas_d_neu.pdf

Die reine Dimensionierung von Heizkörpern ist nicht ganz so kritisch, denn da ist eine Überdimensionierung idR unproblematisch. Da können dann uU 100W/m² im (durchschnittlichen Altbau) als Faustformel passen.

Harry
Verfasser:
Martin Havenith
Zeit: 17.11.2005 10:44:07
0
274111
Eine legale und meist zutreffende Methode:

Bestimmung der Installierten Heizflächen....durch die Wohnfläche geteilt...und schon hast du einen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zutreffenden Wert für deine Wohnung...

www.heizungsoptimierung.de.vu
Verfasser:
Markus SCHÖPF
Zeit: 17.11.2005 16:40:38
0
274418
Hallo zusammen,

vor 20 Jahren haben wir die überschlägige Heizlast mit 100 W/m² für Neubauten gerechnet. Hete rechnen wir mit 50 W/m². Beide Werte beziehen sich auf Berechnungsaußentemperaturen von -15°C. Eine spezifische Heizlast von mehr als 150 W/m² (bezogen auf ein ganzes Gebäude) ist eher etwas für ein Märchenbuch, oder es handelt sich dabei um ein Zelt, dann kann so etwas auch sein.

Grüße,

Markus Schöpf
Verfasser:
Martin Havenith
Zeit: 17.11.2005 16:44:08
0
274423
Oder um einen Altbau aus dem vorigen Jahrhundert....

185 W / m²

Aber das war vor den Optimierungsmaßnahmen...

Oder um einen Industriebau....130 w/ m²....

Oder um einen nachkriegsneubau...

www.heizungsoptimierung.de.vu
Verfasser:
Achim Kaiser
Zeit: 17.11.2005 16:46:43
0
274425
Ist blos komisch, dass bei meinen *Berechnungen* der angebliche Faustformelwert nie rauskommt.

Irgendwas mach ich da wohl falsch :-))

Gruß
Achim Kaiser
Verfasser:
Martin Havenith
Zeit: 17.11.2005 16:47:51
0
274427
Genau das meine ich....

aber: Heizkörper können nie zu groß sein

:-))
Verfasser:
Bennad
Zeit: 17.11.2005 16:54:35
0
274429
Hallo Martin

++++aber: Heizkörper können nie zu groß sein++++

Ist aber unschön ...Raum könnte schnell überheizt werden durch bleibende Regelabweichung.
Wenn natürlich in allen Räumen die HK zum gleichen Prozentsatz überdimensioniert sind ...wäre es natürlich wieder super ...denn dann kann (muss) die Heizkurve runter :)

Gruss Bennad
Verfasser:
Markus SCHÖPF
Zeit: 17.11.2005 16:55:15
0
274430
@Martin

Ich habe in den 90er Jahren ein Messgerät entwicklet, das es erlaubt den Wärmebedarf eines besthenden Hauses empirisch festzustellen. Im Zuge von unzähligen Messungen an allen möglichen Gebäudearten wurde einige recht interessante Aspekte festgestellt. Zum Beispiel, dass Gebäude aus dem vorigen Jahrhundert gar nicht so schlecht waren. Mein eigenes Haus stammt aus 1927 und hatte vor der Sanierung einen spzifischen Wärmebedarf von 108 W/m². Die Faustformel findet übrigens nur im Wohnbau Wnwendung.

@Achim
Nach welcher Methode rechnest Du denn?

Grüße

Markus Schöpf
Verfasser:
Martin Havenith
Zeit: 17.11.2005 16:59:47
0
274433
@ Markus

Oops....

Vor-voriges Jahrhundert.....(1872)

Und: Wärmedurchgang ist bei diesen Gebäuden oft garnicht das Problem....Lüftungswärmebedarf durch Fugenlüftung kommt ja noch hinzu.

Dann bist du bei den Altbauten Ruckzuck auch über 200...

Und: Das Verfahren kenn ich...so haben wir meine 1,3 ermittelt...
Verfasser:
Achim Kaiser
Zeit: 17.11.2005 17:00:58
0
274434
*Berechnen* ....wie sich das gehört --> EN 12831.

*Schätzen* nie nach m² :-)

Eigenes Verfahren über die Kubatur.

Gruß
Achim Kaiser
Verfasser:
Markus SCHÖPF
Zeit: 17.11.2005 17:04:04
0
274436
Das Verfahren auf Grundlage des Volumens finde ich auch besser als das Verfahren nach m². Bei einem normalen Haus ist jedoch beides fast deckungsgleich. Die EN 12831 verwene ich natürlich auch, aber nicht in der Vorprojektphase und Grobabschätzungen. Da ist mir das wirklich zu aufwendig.

Grüße
Verfasser:
Martin Havenith
Zeit: 17.11.2005 17:06:12
0
274439
@ Bennad

genauuuuuu

daher mein obiger Vorschlag über die Rückrechnung der anderen Heizflächen...

Wenn die nicht zu grob verschätzt sind, dann passt es..

Ich mach gerade das gleiche bei mir zu hause....

jeder Neue HK wird überdimensioniert...so das am Ende die Heizkurve im tiefen Keller ist....

Und wenn mein Kessel freckt, macht brennwert einen Sinn.
Verfasser:
OliverSo
Zeit: 17.11.2005 17:12:19
0
274446
In meiner bescheidenen Hütte (Bj 1983) habe ich Heizbedarfe für die einzelnen Räume zwischen 60 und 140 W/qm (ok, letzteres ist das Badezimmer mit gewünschten 24 Grad). Je nach Nutzung, Anzahl der Aussenwände usw. Wer da mit Faustformeln anfängt, hat schon verloren.

Oliver
Verfasser:
Martin Havenith
Zeit: 17.11.2005 17:14:28
0
274448
Nun ja, Achims weg ist nun mal der beste...

EN 12831...
Verfasser:
Achim Kaiser
Zeit: 17.11.2005 17:18:22
0
274449
@Markus,

es ist doch ein riesen Unterschied ob du mal an einem Projekt mal *überschlägig was schätzen musst*, dass nachher überarbeitet wird um eine Größenordnung in den Raum stellen zu können oder ob hier *Bastelvorgaben* abgegeben werden, mit denen nachher versucht wird so ne Kiste zu bauen.

*Faustformeln* sind für mich *Kontrollwerte*, keine Ausgangswerte für eine Dimensionierung.

Natürlich kann man drauf zurückgreifen, wenn man ein ordentliches Maß an Erfahrung hat und täglich damit umgeht.

Wenn sowas allesdings von Leuten gemacht wird, die keine Ahnung von der Materie haben und die ganze Anlage nach Telefon und Höhrensagen zusammenpfriemeln, dann geht das einfach nur daneben.

Wenn das Ganze dann noch *Neubau* heisst und so ein komischer EnEV-Nachweis getürkt wurde in dem eine Angabe zur K-Abweichung anmacht wurde...dann hat das *ganz sicher* mindestens 10 Punkte...die Waschmaschine gibts aber erst ab 101 Punkte :-)

Gruß
Achim Kaiser
Verfasser:
markus.schoepf
Zeit: 17.11.2005 21:17:20
0
274676
@OliverSo:
Beachte bitte meine Ausführung: "Eine spezifische Heizlast von mehr als 150 W/m² (bezogen auf ein ganzes Gebäude) ..." Wenn man die von Dir angegeben Werte auf das ganze Haus bezieht, werden wir etwa 100W/m² herausbekommen. Das ist exakt der Wert, den wir vor 20 Jahren als Stand der Technik angenommen haben.

@Achim:
Ich schätze Deine Aussage, gehe mir Ihnen auch weitgehend konform. Als Gutachter und Lehrbeauftragter der Wirtschaftskammer sehe ich wirklich häufig wie in der Praxis mit der En 12831 umgegangen wird. Ich kenne auch die getürkten ENEv Nachweise und freuch mich schon heute auf die Energiepässe in wenigen Monaten. Also als Praktischer Theoretiker mache ich mir nichts vor. Mir ist lieber eine mit Überlegung auf Erfahrungswerte basierende Auslegung eines Objektes als eine total vermurkste Berechnung nach EN 12831 die irgendeine Sekretärin bei einem Heizungsbauer mal schnell zwischen zwei Telefonaten hingetippselt hat.

Grüße

Markus
Verfasser:
wekoch
Zeit: 18.11.2005 18:05:38
0
275287
Hallo Markus
Ich habe in den 90er Jahren ein Messgerät entwicklet...
Mich würde interessieren, was das für ein messgerät oder Messmethode ist, da ich daran denke, den Heizkessl zu ersetzen und gerne den Wärmebedarf meines Hauses kennen würde.
Grüße
Werner Koch
Verfasser:
OldBo
Zeit: 18.11.2005 18:10:54
0
275293
Moin Markus,

Informationen über das Messgerät würden mich auch interessieren :>))

Gruß

Bruno