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Dichtigkeitsprüfung von Gasleitungen
Verfasser:
Markus O.
Zeit: 02.12.2005 08:29:20
0
284873
Hallo Forumler

Ich habe da mal eine Frage zum Prüfen von Galeitungen bei mir im Hause.

Ich habe das mit der Leckmenge nicht ganz begriffen. Eine Gasleitung darf also eine bestimmte Menge an Gas verlieren, ohne dass die Leitung als Undicht gewertet werden kann. (kleiner 1,0 Liter meinte der Prüfer)
Bezieht sich das auf die gesamte Gasanlage (Keller + 3 Wohnungen) oder nur Abschnittsweise für meine Wohnung ??

Danke den Fachleuten für eure Auskunft.
Markus O. :-)

Verfasser:
Werner Siebel
Zeit: 02.12.2005 08:36:18
0
284879
Hallo

Das würde mich auch brennend interessieren.

Gruß
Werner
Verfasser:
Björn
Zeit: 02.12.2005 08:43:06
0
284883
Hallo,

Der Wert der Leckmengenmessung bezieht sich auf einzelne Anlagen.

Abschnitte sind:

Verteilleitung ( Zuleitung von der Hauseinführung zu den Einzelnen Zählern )

Anlage (Anlage beginnt ab dem Zähler und endet beim Gasgerät)


so long

Björn
Verfasser:
Markus O.
Zeit: 02.12.2005 12:15:44
0
284989
Hallo Björn

Vielen Dank für deine Antwort.

Ich verstehe das dann so, das in der gesamten Anlage, (die von der Hauseinführung über die Wohnungszähler (3 Stk.)bis zu den jeweiligen Verbrauchern in den Wohnungen) die Leckmenge nicht 1,0 Liter oder mehr betragen darf. Geringer 1,0 Liter in gesamter Anlage heisst DICHT !?

Habe ich es richtig verstanden???

Danke, Gruß aus dem Norden
Markus
Verfasser:
Björn
Zeit: 02.12.2005 12:48:36
0
285010
Hallo Markus,

Nein, die Anlagen werden jede für sich betrachtet:

Wenn Du in Anlage für Wohn. 2 eine Leckrate von 5 hast, dürfen die anderen Anlagen Weiterbetrieben werden, nur die betroffene Anlage muss Außer Betrieb genommen werden.

Genauso sieht das Theoretisch mit der Zuleitung aus, heißt:

Wenn Zuleitung ( Hauptabsperrung bis Zählerbalken )
undicht, dürften Theoretisch die Nachfolgenden Gasanlagen ( 3 Stück) Weiterbetrieben werden, was aber logischerweise nicht möglich ist.

Als Rat lass Dir aber asagen, das Fachleute auf die Möglichkeiten der Weiterbetreibung nur im Notfall zurückgreifen, weil man die Leckmengenmessung sorgfältigst Dokumentieren muss und keiner sagen kann wie lange sich die Anlage noch im Zugelassenen Bereich aufhält.

Ich persönlich unterteile ganz klar: Dicht oder Undicht.
Und wenn Undicht dann Außerbetriebnahme, es gibt immer Möglichkeiten zur Kurzfristigen WW- Bereitung oder Wohnungsheizung, auch im Winter.

Dafür ist Gas zu gefährlich das sollte auch jedem Hausbesitzer klar und es Ihm seine Familie oder Mieter wert sein.

so long

Björn
Verfasser:
kuuurt69@gmx.de
Zeit: 02.12.2005 12:51:55
0
285014



lhola die waldfee
dicht ist die leitung nicht.

aber

es liegt eine unbeschränkte gebrauchsfähigkeit bei einer gasleckmenge von kleiner 1l/h vor.
nach trgi 3.5.4 96.
genauer wortlaut.

liegt eine unbeschränkte gebrauchsfähigkeit vor, so können die leitungen weiter bertieben werden.

über 1l/h verminderte gebrauchsfähigkeit müss innerhalb von 4 wochen nach feststellung die gebrauchsfähigkeit hergestellt werden.

bei grenzwerten knapp unter 1l/h würde ich die leitungen schon mal ausschäumen lassen.
sicher ist sicher

gruß kuuurt
Verfasser:
Michael Springl
Zeit: 02.12.2005 13:41:59
0
285047
@ Markus O.
@ Björn

Die Aufspaltung in einzelne Abschnitte ist für die Gebrauchsfähigkeitprüfung laut TRGI nicht vorgesehen.
Der Punkt 3.5.3 der TRGI, in dem es um die Gebrauchsfähigkeit geht, zitiert "Niederdruck- Leitungen", wobei laut TRGI Punkt 2.2 die Leitungsanlage als Sammelbezeichnung für die Innenleitungen und die Ausenleitungen definiert ist. Und die " Innenleitung" ist die im Gebäude verlegte Gasleitung nach der Hauptabsperreinrichtung (HAE). Also die Verteilungsleitung vor der Zähler und die Verbrauchleitung/en) nach dem Zähler.

Die Werte bis 1 Liter/h (Gebrauchsfähig), bis 5 ltr/h (Reparatur innerhalb von 4 Wochen), über 5 Ltr/h (sofortige Ausserinbetriebnahme) gelten ab der Hauseinführung bis zu den Gasgeräten. und zwar gleichzeitig für alle Leitungsabschnitte. Denn die sind im Betrieb auf und das Gas kann währenddessen gleichzeitig austreten. Und nicht nur aus den betrachteten leitungsabschnitten einzeln.

Unabhängig davon, ob es sich um ein Einfamilienhaus (Beispielsweise 1 Meter zwischen Hauseinführung und Zähler und 3 Meter zwischen Zähler und Gaskessel) oder um ein 12- Familienhaus ( 20 Meter zwischen Hauseinführung und Zähler in den Stockwerken und 12 x 5 Meter zwischen Zähler und dem Durchlauferhitzer in der Wohnung).
Soweit zur Theorie.

In der Praxis wissen die GVU´s und die VIU´s aber schon zu unterscheiden, ob es sich um eine kurze Anlage mit wenigen Verbindung handelt oder ob viele Leitungsteile mit vielen Verbindungen handelt.

In Absprache mit den örtlichen Gasversorgern, die den Unterschied zwischen Einfamilienhaus und 12-Familienhaus kennen, wird bei größeren Anlagen u. U. im Einzelfall eine Aufspaltung in Leitungsteile geduldet, wenn der Rest der Anlage dann auch in Ordnung gebracht wird.
So wäre eine Leckgasrate von 0,9 ltr/h an einer Vebindungsstelle mit Gasgeruch fahrlässig, wenn es sich um das beschriebene Einfamilienhaus mit 4 Meter Gesamtrohrlänge handelt. Während sich die 0,9 ltr/h bei dem beschriebenen 12 Fam.-Haus nach 30 Jahren Betriebsdauer (ohne Gasgeruch) um vernachlässigbar handelt.

mfG Michael Springl
Verfasser:
Markus O.
Zeit: 06.12.2005 07:49:22
0
287422
@ Michael

Vielen Dank für deine Mühe in Sachen "Erklärbär". Ich kenne zwar die TRGI nicht, aber es klingt sehr einleuchtend und verständlich.
(Aber offensichtlich sind sich nicht mal die Fachmänner einig in der Interpretation und Ausführung.)

Danke und Grüsse

Markus