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Thermostatventile Dimensionierung Schwerkraft
Verfasser:
F. Lorenz
Zeit: 17.09.2003 15:11:47
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Hallo Kollegen,

ich schau mir schon ne ganze Weile die Beiträge zu den Ventilen an, weil ich einen Umbau habe und nun überlege wie die Ventile auszulegen habe.

Die Anlage ist in einem EFH aber uralt war mal Schwerkraft mit 5/4" Leitungen ist aber jetz schon mit ner Pumpe nachgerüstet worden (ca vor 10 Jahren - UPS ungeregelt 25/ 25 )
Jetz sollen im EG 3 alte dementsprechend riesiege Gußradiatoren raus die mit 3/4" bzw ein sehr riesiger (5300Watt) im Wohnzimmer mit 5/4" angeschlossen sind.
NAtürlich auch mit so großen Ventilen. Nun würde ich die alten Ventile rausschmeißen, und bei den beiden 3/4" Anschlüssen normale 1/2" Ventile verwenden aber den großen mit einem 3/4" Ventil anschließen weil ja der Durchfluss 229 l/h beträgt bei 70 / 50°C.
Wie seht ihr das?????
Sollen evtl die blaukappigen Heimeier für Schwerkraft zum Einstatz kommen oder doch größere Ventile???? Immerhin gibt es die Ventile ja immer noch bis DN 32.
Aber alles wird heute nur mit 1/2" angefahren und pfeift auch nicht.
Was würdet ihr machen???

Ich habe auch seit gestern schon die Freeware Download Ausleg-programme in der Fuchtel, aber es scheitert am Druckverlust in der Anlage, die kann man im Nachhinein sehr schwer schätzen, da hilft mir auch kein noch so tolles Programm.!!!! Was würdet ihr machen dass es nicht pfeift?

Danke
MFG
F.Lorenz


Verfasser:
Achim Kaiser
Zeit: 17.09.2003 16:46:22
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Hallo F. Lorenz,

was sind am Rest der Anlage für Ventile montiert ?
Alles noch Handventile oder was ist da eingebaut ?

Gruß
Achim Kaiser
Verfasser:
F. Lorenz
Zeit: 18.09.2003 08:12:46
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Hallo Achim,

es sind schon Ventile montiert, wie gesagt meistens 3/4" Anschluß mit gleich großen Ventil.

Marke Danfoss (aber das wird wohl egal sein)
Ich gehe davon aus, daß die gewechselt wurden als die Pumpe eingebaut wurde. Weil durch Schwerkraft wird ja wohl kein Ventil aufgedrückt. Korrigiert mich wenn ich mich irre.

Achim, meinst du wenn ich normale 1/2" Ventile verbaue, und die anderen alten HK´s mit den alten Ventilen belasse, dann gibt´s Probleme und ich müßte diese abdrosseln?
Da könntest du rechthaben. ALso Evtl alle Ventile tauschen, Ne PimalDaumensogutesebengeht Berechnung starten und Hydraulischer Abgleich wie es im Buche steht.

KEine andere Ideee???
Ich muß jetz auf die BAustelle kurz raus, hab´s eilig.

MFG
F. Lorenz
Verfasser:
Achim Kaiser
Zeit: 18.09.2003 09:05:40
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Hallo F. Lorenz,

ich wollte wissen ...was das für Ventile sind, die bereits montiert sind..Schwerkraft, normale oder was....

Bei alten Schwerkraftanlagen hat das Rohrnetz fast keinen Widerstand.

Bei so alten Anlagen sollten *ausschließlich* typgleiche Thermostatventile eingesetzt werden. Werden Schwerkraftventile eingesetzt dann sollten auf jeden Fall regulierbare Rücklaufverschraubungen eingesetzt werden.

Werden Schwerkraftventile und *normale* Ventile gemischt, gibts meistens Ärger und die *Abgleichspielchen* fangen an.

Die alten Anlagen laufen extram auf Wassermenge und reagieren sehr fein unterschiedliche Ventile.

Zum Vergleich 5300 Watt bei Delta T 15 Grad
Schwerkraftventil 3/4" Danfoss rund 45 mbat Druckverlust...Geht :-)
RA-N 15 Ventil Danfos rund 360 mbar Druckverlust....Vergessen !!!

Delta T 20
Schwerkraftventil 1/2" 93 mbar
Schwerkraftventil 3/4" 25 mbar
RA-N 15 1/2" 195 mbar....Vergessen !!!!
RA-N 20
Verfasser:
Achim Kaiser
Zeit: 18.09.2003 09:13:20
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*grummel....

RA-N 15 1/2" 195 mbar....Vergessen !!!!
RA-N 20 3/4" 105 mbar....hart an der Grenze....

plus Druckverlust aus den RL-Absperrverschraubungen....

Wenn die 5300 Watt tatsächlich gefordert werden...und du baust ein normales 1/2" Ventil, dann viel Spaß dabei...

Entweder die komplette Anlage auf ein System umstellen....oder auf die Schnauze fallen, dazwischen spielt sich bei Schwerkraftanlagen nicht allzuviel ab...und wer *hirnlos* blos einbaut was er grade am Lager hat...den bestraft meistens das Leben durch viel Gerenne beim einregulieren...und ein unglücklicher Kunde bedankt sich :-))

Gruß
Achim Kaiser
Verfasser:
F. Lorenz
Zeit: 18.09.2003 09:55:52
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Danke Achim,

hört sich ja sehr aufbauend an. Aber wird wohl Realität sein, tja das Leben ist hart aber dafür ungerecht.

Ich werde mir dann wohl wirklich die ganze Anlage vornehmen müssen.

Aber wo ich immer noch net ganz durchsteige:
Wie kommst du auf die Druckverluste der Ventile???
Mit den kv-Werten kann ich ja auch nur sehen, wie der Durchsatz bei 1 bar Druckverlust über die Armatur ist.

Woher ziehst du die 360 mbar vom Danfoss RA-N 15??
Vielleicht war ich da grade Kreide holen in der Schule(-:

MFG F. Lorenz
Verfasser:
Achim Kaiser
Zeit: 18.09.2003 10:25:21
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Hallo F. Lorenz,

für sowas hab ich entweder nen Datenschieber...wenns ganz schnell gehen muß oder es gibt ein Proggi von Danfos QuickCalc, kann man glaube ich von der Homepage runterladen und dann verschicken die noch eine CD mit einem Programm nennt sich DANBasic, da gibste Heizleistung ein..Temperaturspreizung, gewünschte Regelabweichung und kannst dich durch alle lieferbaren Ventile klicken und kriegst alle Druckverluste berechnet.

Das ganze ist nicht aufbauend, dass sind mir die liebsten Anlagen. Extrem flache Anlagenrohrnetzkennlinie...fast keinen Widerstand in der Teilsträngen um die man sich nen Kopf machen muß...blos die Ventile richtig ausgelegen...und funzt...so einfach ist das ;-))

Größten Heizkörper nehmen...hier Ventil und Druckverlust festelegen..und den Rest auf den Wert auslegen...fertig.

Die Anlage macht nicht mehr als 10 mbar Druckdifferenz ...kann also von den Rohrleitungen her gesehen fast vergessen werden... ausser... irgendwann hat mal einer was erweitert...und *modern installiert* und ein 12 er Kupferrohr verschlampert oder sowas in der Klasse....

Ansonsten..wenns ne original Altanlage ist...macht die fast alles mit, nur keine extremen Auslegungsunterschiede bei den Ventiltypen.
(Damals musste *mit Hirn* gebaut werden, denn Schwerkraft kannte keine Pumpen...wer nix bei der Anlage dachte...den bestrafte das leben sofort :-))

Gruß
Achim Kaiser



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