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Haustechnikforum
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E-Verteiler oder Schaltschrank
Verfasser:
smoe
Zeit: 26.12.2005 22:57:03
0
301575
Für die Installationen in Häusern werden üblicherweise E-Verteiler genommen. Die Geräte zum Einbau haben alle eine genormte Bauform. Die Verdrahtung hängt im Innenraum mehr oder weniger lose herum. Wenn die Abdeckungen zu sind dann ist „außen hui, innen pfui“.
Wenn ich aber eine zentrale Steuerung einbauen will habe ich ein Problem. Die Steuerung passt nicht in die Rahmen. Selbst bei Logo, Easy,.. nimmt die Verdrahtung derart zu, das mir die lose Verlegung gar nicht gefällt.
In industriellen Schaltschränken passen Steuerungen, Klemmleisten, Relais, und Kabelschächte schön hinein. Nur was wird das EVU sagen wenn ich den Stromzähler, LS Schalter,... auf die Montageplatte schraube? (mit Hutschiene) Die Verdrahtungsschächte sorgen zwar für ein sauberes Bild, aber die Drähte und Anschlüsse sind ja zu sehen. Wäre etwas ungewöhnlich und gefährlich für einen „Sicherungskasten“ im Haus.
Wie wird so was gelöst?

smoe
Verfasser:
dieter.s.
Zeit: 27.12.2005 07:31:08
0
301638
ich weiss ja nicht , wo das ist, aber in hamburg kommt der Zähler des EVU in die KZV (Keller-Zähler-Verteilung), der Rest in eine (Klein)-Verteilung, je nach Aufwand.
Verfasser:
elo22
Zeit: 27.12.2005 07:43:59
0
301639
Guck mal bei moeller.net. Da gibbet alles was dein Herz begehrt. Ob dein EVU/VNB das erlaubt steht in den Tab die dir dein Elektromeister erklärt.

Lutz
Verfasser:
heiznix
Zeit: 27.12.2005 08:20:13
0
301644
So was wird gelöst indem Du zusätzlich zum e-Verteiler einen Schaltschrank für Deine Regelungstechnik hast.

http://www.rittal.de/

Gruß heiznix
Verfasser:
littelboytom
Zeit: 27.12.2005 09:04:29
0
301658
hallo smoe

In Industrieanlagen kleinerer Art, handhabten wir das immer so,
1. Feld:
Einspeisung (HAK), Zähler (montiert auf VDE-Zulässigem Plastikteil damit der Zähler vollkommen isoliert zur Montageplatte war), Telefonanschlußkasten
Trennwand zu den retlichen Schaltschränken, SS natürlich mit Sichtfenster und Beleuchtung für den Herrn vom EVU.


2. Feld: Allgemeinverteiler, Agbänge, ...
....

Letztes Feld: Meßanlagen, SPS, ...

Bisher hatte sich noch kein EVU-Mitarbeiter beschwert

Wenn Drähte und Anschlüße zu sehen sind dürfte sich daran keiner stören.

Und bitte was soll daran gefährlich sein, wenn du alles VDE gerecht ausführst?
Du hast ja dann nirgend blanke Kontkatstellen an die du dran fingern kannst?
Und das Schaltschrankschloss zählt als Spezialwerkzeug und somit es es eh nur unterwiesenen Personen gestattet sich daran zu wagen.

Außerdem das was hinterm Zähler ist dürfte den EVU-Mann nicht interessieren, da der nur die Unterschrift deines Elektriker sehen will, dass die Anlage hinter dem Zähler ordnungsgemäß installiert ist.

NIE VERGESSEN STROM MACHT KLEIN SCHWARZ UND REGUNGSLOS

Guten Rutsch ins neue Jahr

Gruß Tom
Verfasser:
MMS
Zeit: 27.12.2005 09:24:25
0
301667
Die im Innenraum (hinter der Abdeckung) "herumhängenden" Leitungen sind in DE "Stand der Technik", in der Schweiz z.B. gibt es für sowas Haue vom EVU, dort ist die Verwendung von Leitungsführungskanal angesagt.

Was natürlich nicht heisst dass man in DE nicht auch Leitungsführungskanal verwenden kann!

Bus / SPS verdrahtet man normalerweise mit Reihenklemmen (z.B. Phoenix Contact, Wago, Weidmüller - ich empfehle derzeit Weidmüller PushIn).

Ich "reserviere" normalerweise die obere und die untere Hutschiene(nreihe) für Reihenklemmen (wenn Leitungen von oben und von unten eingeführt werden, sonst nur jeweils die obere oder die untere). Die Bus- bzw. SPS-Geräte kommen dann dazwischen, ebenfalls RCDs und LS.

Wenn man denn will kann man jeweils auf die zweite Hutschiene(nreihe) Leitungsführungkanal montieren - und an beiden Enden des waagerechten Leitungsführungskanals geht man senkrecht um den waagerechten LFK miteinander zu verbinden. Bei solchen Geschichten arbeite ich normalerweise mit doppelt breiten Feldern damit der "Verschnitt" durch den Leitungsführungskanal nicht ganz so gross ist.

Gruss
Markus
Verfasser:
smoe
Zeit: 27.12.2005 12:08:23
0
301752
Hallo alle. Danke für die schnellen Antworten

Vorab Infos zu meiner Person.

Ich bin in AT zu Hause. Vor 20 Jahren habe ich E-Installateur gelernt. Bin dann in die Industrie gewechselt wo die Verteiler und Schaltanlagen ganz anders ausgeführt werden. Die letzten Jahren als SPS-Programmierer tätig. „Normale“ Installationen in Privathäusern sind mir vertraut.

Für meinen eigenen Um-Neubau möchte ich aber mehr. Die E-Meister in meiner Umgebung arbeiten immer noch so wie vor 20 Jahren. SPS setzten sie nicht ein. In meinen Haus habe ich eigentlich nur einen zentralen Platz wo ich die ganze E-Technik unterbringen kann. Für Zähler und Vorzählerteil muss ich wohl einen Standardverteiler nehmen. Nur dieser lässt sich richtig plombieren. Die FI’s, LS, Klemmen, Steuerung in einen eigenen Verteiler direkt darüber. Bei der sichtbaren Verdrahtung wäre zwar der „Fingerschutz“ bei den Bauteilen gegeben, aber gut sieht das im Privathaus nicht aus.
Welche SPS haben eine passende Bauform für den E-Verteiler? Mir bekannt ist Logo, Easy, LCN. Welche noch?

@MMS
Machst du zwischen den LS Reihen auch einen waagrechten Verdrahtungsschacht?

smoe
Verfasser:
fidi
Zeit: 27.12.2005 17:59:53
0
301979
Moin

Die PHARAO von Theben ist für die Hutschienenmontage
habe bei mir 5 Stck laufen
3 für Rolladen
1 für Lichtsteuerung Haus Außen mit Panik,Zeit,Bereichssteuerung und Alarmsteuerung
1 Gartenbewässerung 5 Magnetventile für Regner

alles im Hager Verteilerschrank Abgänge von der SPS
in Flexibel auf Stockklemmen und von dort aus in NYM


Gruß Fidi
Verfasser:
littelboytom
Zeit: 27.12.2005 23:26:32
0
302188
hallo fidi

was hast du für magnetventile bei deinen regnern eingebaut?

Bitte um antwort

littelboytom@aol.com

gruß tom
Verfasser:
MMS
Zeit: 28.12.2005 09:29:32
0
302265
Leider kann ich nichts Konkretes zu den Installationsvorschriften in AT sagen. Einige Sachen sind dort wohl anders geregelt als in DE.

Bei guter Planung und wenn es gerade wirklich passt kann man die Reihenklemmen auf die Buskomponenten bzw. RCD / LS direkt senkrecht durchverdrahten, ansonsten kann man einen Leitungsführungskanal ja für zwei (obere und untere) Hutschienen verwenden.

Weiterhin kann man mit einem guten RCD/LS-System viel gut machen. Derzeit präferiere ich ABB Pro M compact. Sehr durchdacht, oben und unten zwei Klemmstellen, 3-Phasen-Schienen für RCD links/rechts verfügbar, Personenschutzautomat kann auch über Schiene angeschlossen werden u.s.w. u.s.w. Kann aber sein dass AT zweipolige LS mit N-Trennung vorschreibt, da weiss ich nicht was da besonders geeignet ist oder ob es da ein gutes "System" dafür gibt.

Mann muss da die Kirche etwas im Dorf lassen, sonst ist der Schrank voll mit Leitungsführungskanal. Ausserdem geht das nur mit einem Schrank mit breiten Feldern gescheit - die Standardfelder mit 12 TE und dann beidseitig mit Leitungsführungskanal senkrecht vorbei - kann man voll knicken. Je nach Hersteller gibt es die Standardschränke auch in einer tiefen Ausführung, da drin ist dann massig Platz.

Keine Ahnung was da in AT lieferbar / zugelassen / vorgeschrieben ist.

Gruss
Markus
Verfasser:
MMS
Zeit: 28.12.2005 09:40:20
0
302273
Achso.

Wenn Du auf einen Industrieverteiler gehst hast Du bez. der Geräte natürlich ganz andere Möglichkeiten. Dann kannst Du auch mal bei Phoenix Contact nachsehen bzw. auch das Busklemmensystem vom Wago bzw. Beckhoff besichtigen.

Diese Systeme können u.a. auch IP über Ethernet - tolle Sache entweder für Anlagenkopplung (bei grösseren Objekten) oder als Interface für eine IP-basierende Visualisierung. Kanalpreise bei Beckhoff / Wago sind sehr interessant.

Ein nicht-IP-fähiges System würde ich (mir) heute nicht mehr einbauen.

Gruss
Markus
Verfasser:
smoe
Zeit: 28.12.2005 21:58:15
0
302814
Einen Industrieverteiler will ich eben nicht verwenden. Das passt einfach imho nicht ins Privathaus. Alles soll schön in einen normalen E-Verteiler hinein. Doppelte Breite wäre kein Problem und ist auch sehr sinnvoll bei den bei uns häufig verwendeten 2pol. LS-Schaltern (N-Abschaltung).
IP-fähigkeit bei einer Steuerung die das ganze Haus bedient ist auch klar.
Ich bin immer noch auf der Suche nach Steuerungen die in den Schacht passen. Damit meine ich nicht die Hutschiene unterhalb. Sondern die (genormten?) Gehäuseabmessungen wie sie z-B. FI, LS, usw haben.

smoe
Verfasser:
MMS
Zeit: 28.12.2005 23:39:15
0
302870
Ich bin nicht so sehr mit SPS befasst dass ich da im Bezug auf einen Standard-VT viel dazu sagen kann. Der (DE) Standard-HVT kommt mit DIN-Schienen, leistungsfähige SPS-Systeme setzen oft auf anderen Schienen auf und scheren sich nicht um das in der Gebäudeinstallation gängige REG-Format.

Vielleicht kommt man da mit einem tiefen Verteiler weiter - ich habe aber keine Ahnung ob man da die Schienen tiefer legen kann oder ob nur der Raum zwischen Schiene und VT-Rückwand fix grösser ist.

Im Zweifelsfall einfach mal bei Beckhoff, Wago und / oder Phoenix anfragen, die verkaufen den Kram und sollten eigentlich wissen wie man das am Besten verbaut.

Bei der Gelegenheit kann man dann auch gleich klären was die Visu-technisch können und wo die Kosten hingehen ...

Bei den gängigen GLT-Klein(st)steuerungen wie Moeller, Theben, Peha, Siemens Logo etc. etc. mangelt es AFAIK durchweg wohl am IP-Interface - wobei es am europ. Markt wohl über 100 dieser Systeme gibt, veilleicht auch eins mit IP-Interface.

LON kann so ziemlich alles was man sich wünscht, der Integrationsaufwand kann gegen unendlich gehen wenn man Komponenten unterschiedlicher Hersteller zur Kooperation überreden muss und die Software kostet ein paar Euros. Ggf. hat LON den Vorteil dass man eine Heizungsregelung komplett anflanschen kann

Dann gäbe es noch den EIB - mein Favorit.

Aber für jemanden der sich beruflich mit SPS auskennt alles keine sinnvollen Alternativen.

Gruss
Markus