| | Verfasser: Ben | Zeit:
11.01.2006 17:37:39
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Hallo,
unser altes Bauernhaus besitzt einen Schornstein, um den ich mir jetzt doch Sorgen mache. Er ist 13m hoch, davon ca. 8m im kalten Dachboden. Innenmaße etwa 22x22cm. Ca. 20 Jahre lang wurden daran 2 Kohlekessel mit je etwa 15KW betrieben. Nach ein paar Jahren ohne Nutzung hängt jetzt mein 6KW 200 Euro Baumarkt-Stahlofen dran, den ich im letzten Jahr mit ca. 8rm trockenem Abbruchholz gefüttert habe. Ich stelle jetzt leider mutmaßlich eine starke Versottung in den oberen 5m des Schornsteines fest. Große schwarze Flecken und starke Feuchtigkeit - siehe Bilder:
http://pfarrgut-taubenheim.goracer.de/schornstein/schornstein2.jpg
http://pfarrgut-taubenheim.goracer.de/schornstein/schornstein1.jpg
Der Putz blätterst ab und einzelne Ziegel werden schon weich.
Ab nächsten Winter soll allerdings wieder ein Holzvergaser mit ca. 30KW an den Schornstein.
Bekommt der Vergaser den Schornstein wieder trocken, oder komme ich um eine Sanierung sich herum? Reicht vielleicht schon eine Dämmung?
Grüße aus Sachsen
Ben
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Verfasser: Rene Bergermann | Zeit:
11.01.2006 18:10:28
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Mit der Dämmung wäre einen Versuch wert, aber ohne Gewähr daß es klappt! Letztendlich ist die Leistung des "Öfchens" viel zu klein für den Schornstein....
Die Wahrscheinlichkeit, daß der Große das wieder hinbekommt ist sehr gering, aber nicht 0.... Schwer einzuschätzen. Ich würde mich aber auf eine Sanierung einrichten, dann ist hinterher die Enttä#uschung nicht so groß. Oder die Freude um so größer wenns doch nicht sein muß!
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Verfasser: Andy2 | Zeit:
11.01.2006 19:25:22
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Hallo Ben, Wenn Du einen Holzvergaser mit 30 KW anschließen möchtest, mußt Du auf jeden Fall den Schornsteinfeger zur Rate ziehen. Denn dieser muß die Anlage abnehmen. Bei Holzvergasern muß ein feuchteunempfindlicher Kamin vorhanden sein. Siehe auch in den Planungsunterlagen der Hersteller. Dein Schornstein sieht aus, als wenn der schon 100 Jahre alt wäre. Die Steine scheinen sich von innen mit Feuchtigkeit vollgesogen zu haben. Dadurch ist der Putz auch abgefallen. Ein viel zu kleiner Ofen der wahrscheinlich jahrelang an einem viel zu großen Kamin betrieben wurde. Und bei einem Holzvergaser kommt oben noch weniger an, da diese im Teillastbetrieb bis ca. 100 °C runter gehen können.
Gruß Andy2
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Verfasser: Ben | Zeit:
11.01.2006 19:39:01
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Hallo Andy2,
komisch nur, das der Schornsteinfeger zuletzt im Dezember gekehrt hat und kein Wörtchen dazu verloren hat. :-(
Ausserdem wurde der Schonstein vor 1 Jahr innen freigeschlagen ( vom Schorni ) und ihm ein guter Zustand bescheinigt.... Damals war allerdings nur der Putz abgefallen - noch keine Flecken...
Der Schornstein ist weit über 100 Jahre alt - das Haus wird jetzt 225 Jahre...
Grüße
Ben
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Verfasser: Andy2 | Zeit:
11.01.2006 21:02:52
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Hallo Ben, bei uns in NRW hätte der Schornsteinfeger so einen Schornstein sofort stillgelegt. Da scheinst Du einen sehr kulanten Schornsteinfeger zu haben.
Gruß Andy2
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Verfasser: Ben | Zeit:
11.01.2006 21:15:53
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Da hab ich wohl noch mal Schwein gehabt.
Vielleicht war er aber auch "nur" nachlässig, denn um den Schornstein unterm Dach zu sehen, muß man noch einen Raum weiter gehen als das Dachfenster ist.
Ben
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Verfasser: HM | Zeit:
11.01.2006 21:28:50
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Hallo Ben,
Bei Dir ist noch nichts verloren! Klar, die Flecken bekommt man nicht mehr weg aber einstürzen wird er auch nicht. Jedenfalls nicht solange die Ziegel und Fugen noch einigermaßen fest sind. Damals wurden zum schornsteinbau noch keine so harten Klinker verwendet wie heute.
Bei einem Holzvergaser ist bei deinen Schornsteindaten eine Sanierung sozusagen "Pflicht" Zusätzlich würde ich eine wasserdichte Ausführung des Kopfes empfehlen (Einkleiden mit Schiefer, Blech o.ä,). Ein sanierte Schornsteinkopf kann des eindringende Regenwasser nicht mehr durch seine "Eigenwärme" verdampfen. So kommt es oft zu Schäden durch Wasser und Frost, der Kopf drudelt trompetenförmig auf.
Als Übergangslösung ist eine Dämmung des Kaltbereiches oder zumindest eine Abdeckhaube eine gute Idee. Und als wichtigstes: Den Feuchtegehalt des Holzes MESSEN (nicht schätzen)!!! Unter 20% gibt es erfahrungsgemäß kaum derartige Probleme.
Gruß Holger
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Verfasser: Gregor Weyrich | Zeit:
11.01.2006 22:30:23
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Hatte auch mal das Problem gehabt: Würde mir ein Angebot eines Schornsteinsanierers geben lassen (also abreißen und neu aufbauen mit entsprechenden Kaminsteinen; ist nicht so teuer wie auf den ersten Blick). Alternativ einen sogenannten Opferputz mit Luftkalkmörtel und mit Herrn Ruf sprechen von www.solubel.de. Insgesamt tendiere ich zum Neuaufbau durch ein spezialisiertes Unternehmen.
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Verfasser: Ben | Zeit:
11.01.2006 22:49:40
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Ich hatte eher an ein Edelstahlrohr gedacht...?
Kostet so 700 Euro + Lohn.
Ben
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Verfasser: Ben | Zeit:
11.01.2006 22:50:46
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PS: Als Einsatz in den bestehenden Schornstein natürlich.
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Verfasser: Gregor Weyrich | Zeit:
11.01.2006 23:07:21
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Ja, schon. Was ist mit der Säure (und dem Schmotter), der innenseitig austritt? Und im Sommer anfängt zu stinken? Klar, zukleistern. Bis in ein paar Jahren der Leidensdruck zu groß wird oder der Schornstein zusammenfällt - aber dann hast noch Dein Edelstahlrohr. Das wird stehen wie 'ne "Eins".
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Verfasser: Wadex-Abgastechnik | Zeit:
12.01.2006 07:33:15
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Guten Morgen, nach Betrachten der Fotos ist wohl jedem der Teilnehmer an diesem Thread klar, daß es sich hier um eine ziemlich starke, klassische Schronsteinversottung handelt. Diese Versottung kann nur gestoppt werden, wenn das Problem (nicht auf den Wärmeerzeuger angepasster Querschnitt des Abgasweges) an der Wurzel beseitigt wird.- Durch eine Querschnittsanpassung. Durch diese Maßnahme kommt von innen keine weitere Feuchte nach und der Schornstein trocknet langsam ab. Erst wenn diese Austrockung erfolgt ist, sollte man über die Idee von Herrn Weyrich (mit dem Opferputz) nachdenken. Zudem stellt der Betrieb eines Holzvergaserkessels - wie Andy2 schon erwähnte - an den Abgasweg ganz besondere Anforderungen. Er muß feuchtigkeitsunempfindlich sein, so daß in jedem Fall ein Innenrohr in diesen Schornstein eingezogen werden muß. Aber darauf wird auch der Heizungsbauer des Vertrauens, der diese Anlage irgendwann einmal installieren wird, hinweisen. Eine Isolation des Schornsteins von außen wird nicht viel bringen, weil der Querschnitt für den angeschlossenen 6 KW-Ofen viel zu groß ist. Mit Außenisolierungen kann man übrigens - wenn überhaupt- nur vorsorglich etwas erreichen. Wenn die Versottung erst einmal eingetreten ist, dann behindert gerade die Außenisolierung den Austrocknungsprozess des befallenen Mauerwerks und ist daher der Sache eher nicht dienlich. Die Feuchtigkeit muß weg vom Mauerwerk, nicht darin "gefangen" werden. Ich würde raten, sich möglichst schnell zum Einbau des Holvergasers durchzuringen oder zumindest ein ganz konkretes Modell auszusuchen, damit der passende Querschnitt ermittelt werden und die Sanierung schon heute - mit dem alten Ofen - durchgeführt werden kann. Behelfsweise wird der 6 KW-Ofen sicherlich auch an diesem Edelstahlrohr funktionieren. - Aber der Feuchtestrom wird gestoppt und der Schornstein kann im Frühjahr langsam abtrocknen. Mit internetten Grüßen Thomas Prell |
Verfasser: bibi | Zeit:
13.01.2006 22:43:24
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hallo liebes forum,
was haltet ihr von dem kamin - schluck...
Fotot auf
http://www.absinthe-forum.de/
aber nur für kurze zeit - danke
liebe grüsse
bibi
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Verfasser: OldBo | Zeit:
13.01.2006 23:14:43
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Verfasser: bibi | Zeit:
13.01.2006 23:19:14
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super danke OldBo werde es gleich weitergeben
gN8
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Verfasser: jayjai2001 | Zeit:
06.03.2007 08:53:26
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Hallo, heute morgen machte meine Frau mich auch Aufmerksam, was da oben doch für schwarze Flecken in unserem Schlafzimmer endstehen. Ich dazu sagen das wir im Oktober 2006 in unser neues Heim eingezogen sind.Wir haben Nachtspeicher Öfen.Da in unserem haus ein Kamin vorhanden war, unser alter Ofen zu Groß haben wir uns einen neuen gekauft. 7 KW.Wir haben dann noch ein paar Auflagen vom Schornsteinfeger erhalten, unter anderem mussten wir die Regenschutzplatte über dem Kamin entfernen, und konnten Ihn dann betreiben. Bei der letzten Abnahme, wir hatten Ihn schon vorher angemmacht, erklärte mir der Schornsteinfeger das wir nicht zu nasses Holz verfeuern dürften.Ich habe also nur bestelltes Kaminholz verfeuert, was min. 2 Jahre abgetrocknet war. Jetzt vermute ich das der Regen der letzten Wochen, und da hatten wir ja ne menge von, dafür verantwortlich ist. Wenn ich auf den Dachboden gehe, ist der Kamin aussen richtig feucht.Ich kann´den Mörtel mit dem Finger abkratzen. Da wir so gut wie Pleite sind, kommt für uns auch keine Kostenintensive Reparatur in Frage. Deshalb wollte ich euch Fragen was wäre denn der Schlimmste Supergau der uns jetzt passieren könnte?? Ich werde natürlich unverzüglich die Schwarzen Tapeten entfernen.Das gleiche gilt für all den schwarzen Mörtel oben am Kamin.Dann hoffen wir das er im Sommer durch trocknet. Dann werde ich alles mit Nikotinschutzfarbe behandeln.Alles neu verputzen.Nochmals eine allu Beschichtete Folie aufziehen, und neu Tapezieren. Oder Ratet Ihr mir von einem dieser Möglichkeiten ab???Ich bin ein wenig unsicher!! Erst mal schöne Grüße JJ
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Verfasser: NorbertS | Zeit:
15.03.2007 22:06:44
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hm, ein Freund von mir hat sich auch im Dez. 2006 einen Kaminofen in die gute Stube gesetzt. 6 kw an einen Zug mit den wahnsinnigen Innenmaß von 24*24 cm . Dazu ein Abgasrohr vom Ofen zum Kamin von ca. 3 m. Danach kommt noch das Dachgeschoss und ein 3 m hoher Kaltboden.
Seit ca. Mitte Jan. hat er Probleme mit braunen feuchten unangenehm riechenden Verfärbungen im Kinderzimmer an der Stelle wo der Kamin hochgeht.
Am Kamin auf dem Kaltboden läuft die Suppe bräunlich runter. Auch er hofft das es eindringendes Regenwasser ist.
Ich denke dass seine Hoffnung sich nicht erfüllen wird.
Ohne eine entsprechende Sanierung des Kamins mit einem Edelstahlrohr wirds sowohl bei ihm wie auch bei Ihnen nicht funktionieren können.
Gruss NorbertS welcher auf ein Edelstahlrohr spart *g*
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