| | | | Zeit:
13.06.2006 17:55:17 |
Hallo Experten, habe im letzten Winter den Dachboden ausgebaut und eine Zwischensparrendämmung aus Mineralwolle eingebaut. Gesamtstärke der Dämmung 20 cm. Trotzden wird es bei diesen Temperaturen unerträglich heiß. Obwohl wir am tags alle Fenster verschatten, hat`s am Abend immer noch über 35°C und es dauert Stunden bis es wieder einigermaßen erträglich wird. Bin für jeden Rat bzw. Tip dankbar. Soll ich die Dämmung wieder raus reißen und es mit Styropur versuchen oder gibt es weniger aufwendige Möglichkeiten? Außerdem frage ich mich ob die Dämmung, wenn sie bei Hitze versagt dies aus bei Minustemperaturen tut. Gruß Holger |
| | Zeit:
13.06.2006 18:05:30 |
würde mich auch interessiern, allerdings hade ich nur 18cm Dämmung, aber gleiches Problem, im Bereich Dachgeschoß 35-40 Grad, Erdgesch. und 1 Obergesch, normale Temperaturen
|
| | Zeit:
13.06.2006 18:07:41 |
Hallo Holger, Wärmedämmung und Wärmeschutz sind unterschiedliche Dinge! Wärmedämmung (Winter) ists bei drinnen warm, draussen kalt... Wärmeschutz (Sommer) brauchst bei draussen heiss, drinnen kühl... Für Wärmeschutz sind massive Werkstoffe ( Holzfaserplatten) erste Wahl... Stefan
|
| | Zeit:
13.06.2006 18:14:22 |
Ich nochmal, Betreff Wärmeschutz, nur als ein Beispiel unter vielen: http://www.pavatex.ch/schweiz/de/004_Bauphysik/003_Hitzeschutz.html Stefan |
| | Zeit:
13.06.2006 18:22:16 |
Hallo Holger,
>>Obwohl wir am Tag alle Fenster verschatten...
ist die Verschattung innen-oder aussenliegend?
Also Vorhänge zu oder Rolldaden runter?
Gruß Werner
|
| | Zeit:
13.06.2006 18:59:27 |
Ist die Dämmung auch richtig ausgeführt , nach den paar Tagen ist eine derartige Aufheizung nicht normal. Vorhänge Innen bringen wenig , weil die Wärme bereits im Raum ist. Gruß HP
|
| | Zeit:
13.06.2006 19:01:39 |
Morgens Lüften bei weit göffneten Fenstern . Tagsüber Fenster zu und verdunkeln mit Außenrolladen oder Außen´markisen. Abends und Nachts lüften ,lüften ,lüften. Die Speichermaterien müssen irgendwann ja die eingespeicherte Energie abgeben können. Und nun kommt gleich Schieb oder buzz und klärt euch auf ,daß ihr mit MIFA einen Fehler begangen habt. @stefans Wärmedämmung und Wärmeschutz sind unterschiedliche Dinge Wo ist denn da der Unterschied , es handelt sich doch immer nur um einen Ausgleich von unterschidlichen Temperaturen und der Abbremsunung béim Ausgleich. Allerdings sind es im Winter meist nur 15°-45° und im Sommer ^-80°, was solls?
|
| | Zeit:
13.06.2006 19:24:29 |
Servus Georg,
lies mal:
http://www.fnr-server.de/pdf/literatur/pdf_225rz_daemmstoff_brosch_260406_kopie.pdf
http://www.fh-augsburg.de/~horschem/BauMaterial/Sonnenschutz.pdf
http://gutex.de/
http://www.bph.tuwien.ac.at/web/Lehre/Lehre-Dateien/Vorl_BPH%20I/Druck_3_W%C3%A4rmeTransport.pdf
http://www.pavatex.ch/content/multimedia/produkte_d/pavatexte_hitzeschutz_d.pdf
...undsoweiter, undsoweiter...:-))
Stefan
|
| | Zeit:
13.06.2006 19:33:23 |
Für mich wäre es auch neu , wenn Dämmstoff im Winter dämmt und im Sommer nicht ....
Zusätzliche Masse bringt auch nichts , denn die dadurch erreichte Trägheit wird in Tagen gemessen und nicht in Stunden . Mit anderen Worten , die Bude heizt sich auf und bleibt warm.
@ Holger Habt ihr eventuell eine massive Wand (z.B.Giebel) im Raum , der nach Süden ausgerichtet ist ? Dann könnte das zutreffen , was ich oben geschrieben habe .
Gruß HP
|
| | Zeit:
13.06.2006 19:36:55 |
Jawoll Georg, hier bin ich ... @ Holger Außig Dein Problem ist altbekannt, tausenfach hier und in anderen Foren diskutiert, nur Georg und die gesamte deutschen Architekten- und Bauingenieursgilde will's einfach nicht wahrhaben. Du bist halt zu blöd zu Lüften ... So einfach ist das. Und manche Schlauberger sagen Deine Dämmung sei zu dünn ... Des Rätsels Lösung siehst Du hier: http://www.konrad-fischer-info.de/2139bau.htm#Lichtenfelser%20Experiment Wer mit Sinn und Versand dämmt, macht das mit Masse; vorzugsweise mit massivem Holz (wie ich; es braucht nicht unbedingt Pavatex/Gutex, ist aber auch okay). stefans gibt hier die richtigen Links. @ Georg Fiebig Klar, lieber Georg, die eingespeicherte Hitze muss irgendwann wohin: Nämlich in den frühen Morgenstunden, wenn es sich stark abgekühlt hat, kann die Hitze liebend gerne ins Schlafzimmer wandern. Und bei MiWo wandert sie halt unmittelbar in die Wohnräume und heizt sie schön bis zum Abend auf .... Dass das alles so schwer zu kapieren ist ... (bist doch eingentlich kein Dummer)
|
| | Zeit:
13.06.2006 19:41:14 |
Servus HP,
schon die PDFs durchgeschaut???
Da steht alles drinnen.
Und kommt mir jetzt nicht mit Ziegelphysik, das sind HOLZFASERPLATTEN...:-)))
Stefan
|
| | Zeit:
13.06.2006 19:49:38 |
@Holger Außig & joergi Was für Fenster habt ihr im Dachgeschoß? Mit Rolladen oder ohne ? Oder welche Beschattung habt ihr? Welche Áußem und Innen Temperaturen sind bei euch am Tag und Nachts? @buzz So lieber buzz , Tagestemperatur Dachoberfläche Sonnenbestrahlung 60- 70° Viel Speichermasse vorhanden!!!!!!!! Nachts 21° Außentemperatur . Wie willst du es dann schaffen die gespeicherte Energie wieder abzugeben und an was?? Und am nächsten Tag kommt schon wieder die nächste Ladung! Warum ist es in Innenstädten nachts wärmer als auf dem platten Land ? Warum werden in Großstädten nacht´s die Straßen gewässert , wenn Speichermasse doch so gut ist? |
| | Zeit:
13.06.2006 20:06:56 |
Servus Georg, kurz zum Städtebau:-) in der Stadt ists normalerweise wärmer als aufm flachen Land, weil: Viele Leute, viele Maschinen, viele Autos, viel Abwärme...auf kleiner Fläche konzentriert sind. Ausserdem keine Verdunstungskälte durch Pflanzen, Wasserflächen usw. Die erhöhte Transpiration der Stadtmenschen kannst da glatt vergessen...:-)) Keine Beschattung der Steinwüste, tägliche Sonneneinstrahlung wird optimal gespeichert... Das geschieht natürlich bei deinen Dachziegeln auch. Aber die sollten bei einem guten Dach hinterlüftet sein und die aufsteigende Warmluft sollte durch den Firststein abziehen können...Schau dir duch mal eine gute Dachkonstruktion an und achte auf die Details... Was so leicht aussieht, ist manchmal ein Meisterwerk. Wie so oft im Leben:-)) Stefan
|
| | Zeit:
13.06.2006 20:08:09 |
Lieber Georg, tja, wenn einer frühmorgens um 4 oder 5 Uhr noch 21 Grad hat, dann isser in Afrika ... Es gibt wunderbare Grafiken (aus der deutschen Praxis) die realistische Hochsommer- Temperaturen darstellen, wie schnell diese durch MiWo durchsausen und wie stark sie durch Masse gepuffert werden und mit deutlich geringeren Temperaturen in den frühen Morgenstunden in Wohnräume eindringen. Muss sie halt mal (für Dich) raussuchen. Aber mal was anderes: Stell Dir doch mal den Kölner Dom als Holzskelett-Bau mit eingeblasener Dämmung vor ... Dann gehnse alle nur noch mit Badehose rein ... Und gestern war er voll mit Menschen, die sich einfach mal abkühlen wollten. Denk mal drüber nach.
|
| | Zeit:
13.06.2006 22:01:46 |
Mein lieber buzz , dann erkläre uns doch mal , warum die Wärme , die von der "hohen Masse" gespeichert wird , "freiwillig" bis in die frühen Morgenstunden "wartet" und dann erst nach außen fliest , anstatt sich schon tagsüber in den (angeblich) kühlen Wohnraum zu begeben ? Übringends , wenn hohe Masse dämmt , dann verbringe mal einen Sommer im Plattenbau . @ stefans Meine Wohnung befindet sich in einem historischem Industriegebäude. Aufgrund der Fassade habe ich eine Haus-in-Haus Konstruktion mit umfassend 180 mm Mineralwolle gewählt. Innenemperatur momentan 22 Grad C auch ohne Holzfaserplatten. Heizwärmebedarf im letzten Winter übrigends 1800 kwh (WF ca 100 qm) Gruß HP
|
| | Zeit:
13.06.2006 22:13:10 |
also in meiner jetzigen wohnung dachboden mit 300 mm dämmung ist es auch sehr warm nach dem lüften geht es . im neuen haus (auch dachgeschoss) schön kühl ca 18 C (gerade im bau) auch 300 mm dämmung der Sparren mit isover, nur hier haben wier alles dreifachverglast die scheiben sind innen nie warm wie bei 2 fach. ich werd mal bei der fensterfirma anrufen warscheinlich haben die wärmeschutzglas verwendet. selbst im wintergarten wird es nicht heiß, obwohl noch keine beschattung dran (können wir uns wohl sparen) heute bei 29 C sind es innen ca 22 ich hoffe das das im winter nicht nachteilig ist.
egon
|
| | Zeit:
13.06.2006 22:18:41 |
@ HP Weil vor dem Wärmefluss immer wieder Masse (das heißt WIDERSTAND) ist; deshalb braucht sie so lange (& wartet nicht). Lieber den Sommer verbringen in einem Beton-Plattenbau als in Deinem Styropor-Haus, wetten? Solltest Dir mal einen Physik-Baukasten für die Grundschule schenken lassen ... (oder beim KF vorbeischauen).
|
| | Zeit:
13.06.2006 22:24:01 |
Servus HP, ..."Meine Wohnung befindet sich in einem historischem Industriegebäude. Aufgrund der Fassade habe ich eine Haus-in-Haus Konstruktion mit umfassend 180 mm Mineralwolle gewählt..." Hört sich doch gut an. Du hast alles drin, was gibt:-)... Masse UND Dämmung... Steht in keinstem Gegensatz zu meiner Meinung. Prima! Stefan
|
| | Zeit:
13.06.2006 23:58:06 |
Hallo Holger, für den sommerlichen Hitzeschutz taugen die leichten Dämmstoffe nicht. Die Sonnenstrahlung besitzt viel zu viel Leistung als dass ein paar cm Dämmstoff diese Energie aufhalten könnten. Zum Hitzeschutz brauchts Dämmstoffe die zusätzlich Wärmespeicherkapazität (~Masse) besitzen um den Energiedurchgang zu Puffern (->Phasenverschiebung). Dieses Thema kommt alle Jahre mehrmals wieder hier im Forum, zB... 2003: http://www.haustechnikdialog.de/forum.asp?thema=1962 2004: http://www.haustechnikdialog.de/forum.asp?thema=10642 2005: http://www.haustechnikdialog.de/forum.asp?thema=23153 2006: http://www.haustechnikdialog.de/forum.asp?thema=44539 2007: ... Harry
|
| | Zeit:
14.06.2006 10:33:56 |
http://www.fh-augsburg.de/~horschem/BauMaterial/Sonnenschutz.pdf
mal lesen besonders seite 20
|
| | Zeit:
14.06.2006 10:35:38 |
@ buzz zitat: Lieber den Sommer verbringen in einem Beton-Plattenbau als in Deinem Styropor-Haus, wetten? Solltest Dir mal einen Physik-Baukasten für die Grundschule schenken lassen ... (oder beim KF vorbeischauen). Warum ?, weil ich der 22 Grad C Innentemperatur bei 30 Grad Außentemperatur habe ?, Weil ich 1800 kwh Heizenergie für 100 qm brauche ? ist Deiner Meinung nach Mineralwolle = Styrupor ? ....Kopfschüttel.... Es wird immer wieder der gleiche Blödsinn mit der "speichernden Masse" geschrieben . Im Sommer wird angeblich Sonnenwärme gespeichert , und nach außen abgegeben , obwohl es im Raum angeblich kühler ist. Die gleiche Wand speichert im Winter ebenfalls Sonnenwärme , gibt diese aber angeblich nach innen ab , obwohl es draußen kälter ist . (Die Wand arbeitet dann als Wärmepumpe...... :-)))) ) Es gibt genug Beispiele wo Dämmung funktioniert , im Sommer und im Winter . Das Problem ist nur die fachgerechte Ausführung , da kann man viel falsch machen . Daher hatte ich weiter oben einige Fragen an den Tradstarter gestellt , aber leider hat dieser sich nicht mehr gemeldet. Gruß HP
|
| | Zeit:
14.06.2006 10:57:08 |
Hallo Hp Daher hatte ich weiter oben einige Fragen an den Tradstarter gestellt , aber leider hat dieser sich nicht mehr gemeldet. Die haben ja auch IHREN Zweck erfüllt ,die Werbung ist wieder verbreitet. An Alle , ich habe nichts gegen Speichermasse , sie schluckt wunderbar Spitzen ab. Im Sommer wirds es nicht so schnell warm, im Winter nicht so schnell kalt ,wenn die Heizung ausfällt. Ansonsten kann ich Hp nur zustimmen. @Stefans Keine Beschattung der Steinwüste, tägliche Sonneneinstrahlung wird optimal gespeichert... Und genau deshalb kühlt es in der Innenstadt nachts nicht so stark ab. @buzz Lieber Georg, tja, wenn einer frühmorgens um 4 oder 5 Uhr noch 21 Grad hat, dann isser in Afrika ... Ne in ner deutschen (oder sonstige ) Innenstadt , na mehreren Tagen mit hohen Tagestemperaturen. |
| | Zeit:
14.06.2006 11:06:02 |
@HP: Offensichtlich kapierst du den Unterschied nicht: Im Winter liegen rund 15-20° Oberflächentemperatur an der Innenwand an und diese sollen gegen eine Außentemperatur von minimal -10° gedämmt werden. Also keinesfalls mehr als 30° Temperaturdifferenz, und das nur mit geringen tageszeitlichen Schwankungen. Im Sommer heizt der unendlich starke Strahler die Dachziegel aber uU auf 80° auf. Diese Dachziegel strahlen ( Wärmestrahlung!) von außen auf die Dämmschicht UND dies mit extremer tageszeitlicher Schwankung... An der Innnenwand soll die Oberflächentemperatur trotzdem möglichst konstant bei 20° bleiben. Im Falle des sommerlichen Hitzeschutzes ist also mindestens gegen die doppelte(!!!) Temperaturdifferenz zu dämmen und die abgegebene Leistung (Sonne) unterliegt extremer tageszeitlicher Schwankung. Gegenexperiment was nützt deine beste Dämmung im Winter wenn du nur 10 von 24 Stunden heizen würdest? Was könnte helfen damit dann nicht schon nach wenigen Stunden die Heizwärme durch die Dämmung wandert und es im Raum nach einigen Stunden Heizpause noch angehm warm ist? Speichermasse hilft auch in diesem Fall. Harry
|
| | Zeit:
14.06.2006 11:09:32 |
@Georg Fiebig: ... Könnte es sein, dass der "IVPU · Industrieverband Polyurethan-Hartschaum e.V." in seinen Veröffentlichungen irgendwelchen Tendenzen unterliegt?
Harry
|
| | Zeit:
14.06.2006 11:15:10 |
| |