| | Verfasser: lfx | Zeit:
13.07.2006 17:23:30
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Ich mache mir gerade Gedanken über eine solare Brauchwassererwärmung als Zusatz zur bestehenden Ölheizung im Sommer. Um einige Tage sonnenlose Tage zu überbrücken würde ich einen entsprechenden Pufferspeicher mit verwenden. Dies funktioniert - kein Problem.
Nun meine Frage: Kann ich die an sonnigen Wintertagen gesammelte Solarwärme die ich ja auch im Pufferspeicher gesammelt habe auch zur Heizungsunterstützung mit verwenden?
Beispiel: Erforderliche Heizvorlauftemperatur 60 Grad ( Heizkörperheizung) . Temperatur im Pufferspeicher nur 40 Grad. Die Rücklauftemperatur ist 50 Grad. Da heize ich doch mit der Rücklauftemperatur den Solarspeicher noch hoch. Wie kann man also die Wärmeenergie des kälteren Speichers in den höhertemperierten Heizkreis einbringen?
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Verfasser: Eric Heiligenstein | Zeit:
13.07.2006 17:31:19
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Hallo lfx,
darüber machen sich viele Leute Gedanken. Es wird nämlich oft verschwiegen das aufgrund dieses Mechanismus auch große Kollektoranlagen fast das ganze Winterhalbjahr nix bringen. Selbst viele Simulationsprogramme gaukeln im Winter noch eine gewisse Leistung vor und rechnen die mit den qm Kollektorfläche hoch.
Bringt aber alles nix weil das Temperaturniveau nicht hoch genug ist - auch bei 200 qm Fläche und insgesamt viel Leistung.
Also genau richtig beobachtet. Wir sind zu dem Schluß gekommen das man diese Energie einer Wärmepumpe zuführen sollte.
Das führt aber wieder zu weiteren Fragestellungen. Unsere - sehr neue - Lösung wird hier manchmal heiß diskutiert ! Schau mal unter www.supersolar.de
Gruß
Eric
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Verfasser: GartenJoe | Zeit:
13.07.2006 17:36:39
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... hmm kann es sein das hier Frage und Antwort vom selben Autor sind?
Es lebe die Werbung, was währen wir ohne Sie! |
Verfasser: TGAlex | Zeit:
13.07.2006 17:38:56
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Pst, Herr Heiligenstein, es kommt immer auf die Auslegung der Anlage an, man kann das ganze auch so bauen das niedrige Temperaturen genutzt werden. Übrigens, bei 60 °C Vorlauftemperatur wollen Sie doch nicht ernsthaft eine Wärmepumpe zum Einsatz bringen.
Grüße Alex
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Verfasser: lfx | Zeit:
13.07.2006 18:46:54
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Das heißt für mich daß ich nur eine reine Brauchwasserunterstützung realisieren kann und darauf achten muß daß die Auslegung optimal dem Kosten-Nutzenverhältnis entsprechen sollte.
Es fehlt also - mit den Worten eines Elektrotechnikers gesprochen - es fehlt ein effektiver und einfacher Wärmeenergietransformator. Dann hat aber die intelligente Menschheit bis heute gepennt. Zum Mars fliegen geht einfacher ...
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Verfasser: Frank Jackenkroll | Zeit:
13.07.2006 19:14:48
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@ lfx
Es fehlt dir an der Flächenheizung !
Wenn du Temperaturen bis herunter auf 25 Grad sinnvoll nutzen könntest wäre da schon etwas zu machen.
Und wenn du ein Zimmer renovierst sind sehr einfach schnell ein paar m² Wandheizung oder auch ne Deckenheizung nachinstalliert. Mit so einer Heizung kannst du dann auch die bescheidenen Erträge nutzen die auf niederem Temperaturniveau anfallen.
Und wenn man sich überlegt das man für 500 Euro auch einen Raum mit so einer Heizung nachrüsten kann, dann sollte man ünerlegen ob nicht besser zwei m² Kollektor eigespart werden, dafür aber die anfallenden Erträge im Niedertemperaturbereich nutzbar gemacht werden sollten.
Bei meiner anstehenden Haustechnikerneuerung werde ich von Beginn an alle Komponenten der Solaranlage auf eben diesen Betriebspunkt auslegen.
Das Warmwasser im Sommer ist doch nicht das Problem, das schafft man immer wenn nicht nur Mist gebaut wurde. Wichtiger ist Kollektor, Speicher, Regelung und Heizflächen der Heizperiode gemäß zu planen.
Eine Wärmequelle mit höheren Temperaturen für die Warmwasserbereitung in der Heizperiode ist in beinahe allen Fällen ohnehin vorhanden, wenn nicht gibt es die Möglichkeit gezielt nachzuwärmen.
Selbst das Brauchwasser von 25 auf 45 Grad mittels eines Durchlauferhitzers zu erwärmen während der Heizperiode ist okönomisch wie ökologisch sinnvoll, wenn keine entsprechende Heizung vorhanden wäre.
Mit feundlichen Grüßen
Frank
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Verfasser: lfx | Zeit:
13.07.2006 19:45:37
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Ich weiß schon daß ich mit der fehlenden Flächenheizung einen Fehler gemacht habe. Aber 1987 war auch da die Technik noch nicht so ausgereift wie heute. Vermutlich hätte ich dann Probleme mit dem Material und wäre schon am herausreißen. So gesehen habe ich zwar auch nichts optimales aber bis jetzt meine Ruhe gehabt. Aber den Estrich jetzt deswegen rausschlagen - nein - da macht meine Regierung nicht mit. Außerdem wäre das von den Gesamtkosten her dann überhaupt nicht mehr rentabel.
Ja, das kalte Brauchwasser im Winter vorzuwärmen mit einem Durchlauferhitzer das wäre noch eine gute Idee.
Gruß lfx |
Verfasser: Frank Jackenkroll | Zeit:
13.07.2006 20:46:36
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@ lfx
Ist mir schon klar das im Bestand nicht so einfach eine FBH nachzurüsten ist.
Darum habe ich sie dir auch nicht empfohlen, sondern eben eine Wandheizung in erster Linie und alternativ die Deckenheizung.
Beides lässt sich recht problemlos auch im Nachgang sinnvoll einbauen und nutzt die Niedertemperatur ebenso wie die FBH.
Die Wandheizung ist preiswerter. Und eben im Rahmen von üblichen Renovierungsarbeiten ohne zu großen Aufwand realisierbar.
Im übrigen geht es nicht darum im Winter das Brauchwasser mittes eines Durchlauferhitzers vorzuwärmen, es geht darum lediglich solar vorzuwärmen :-))
Mit freundlichen Grüßen
Frank
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Verfasser: Energiesparer51 | Zeit:
14.07.2006 08:47:48
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eine Umschaltung eines Bypasses braucht man auf jeden Fall, den man kann den Rücklauf nur anheben, wenn man höhere Temperaturen hat als den Rücklauf. Das Erwärmen des Speicherinhalts über den Rücklauf wäre in der Tat kontraproduktiv.
Ob die 50 Grad Rücklauf nicht leicht zu senken sind, wäre noch zu prüfen. Abgleich, Pumpenleistung....
Auch nachts kann bei niedriger Vorlauftemperatur die Solarernte wunderbar verheizt werden.
Außerdem muss die Solaranlage so konzipiert sein, dass das erreichte wertvolle Temperaturniveau auch genutzt werden kann und nicht beispielsweise durch Vermischung mit kühlerem Wasser unbrauchbar wird.
Meine Anlage läuft in Übergangszeiten bei etwa 40 °C zur Rücklaufanhebung.
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Verfasser: HarryT | Zeit:
14.07.2006 09:08:22
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Dieses Diagramm sollte jeder mal genau ansehen... (nur so fürs grundlegende Verständnis der solaren Möglichkeiten in Deutschland) http://www.umweltheizung.de/images/TABheizung2.jpg
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Verfasser: lfx | Zeit:
14.07.2006 10:19:15
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So wie ich das jetzt auf Grund eifrigen Stöberns im Internet zu diesem Thema erkannt habe ist für mich der Einsatz eines geeigneten ( schichtgeladenen ?) Speichers die richtige Möglichkeit Aufwand und Nutzen zu optimieren. Da für mich die Brauchwassererwärmung im Sommer im Mittelpunkt steht werde ich den Speicher also so wählen daß er einige Tage abpuffert. Im Winter kann er die wesentlich geringere "Wärmeernte" mit aufnehmen und als Grundenergiesockel weiterverwerten.
Weiters werde ich meine Heizkörper überprüfen lassen inwieweit sie für einen mittleren Temperaturbetrieb ( 45/60 Grad -Betrieb) geeignet sind und eventuell anpassen lassen. Da siehts bei mir vermutlich gar nicht so schlecht aus. Der Heizi ist schon bestellt.
Wenn in einigen Jahren dann mein NT-Kessel zu erneuern ist kann ich dann mit der neuesten effektivsten Technik den Grundwärmeerzeuger nachrüsten. Der Aufwand ist dann begrenzt.
In einem bin ich mir jedenfalls klar: Ein Null-Energiehaus werde ich nie haben. Also gilt es die kostenintensive Grundlast zu minimieren. |
Verfasser: OliverSo | Zeit:
14.07.2006 10:56:48
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Solare Heizungsunterstützung in den Monaten Dezember/Januar im Altbau ist Unsinn. Da hilft auch keine Flächenheizung. In der Zeit kommt fast nichts von der Sonne, und ein paar Prozentpunkte mehr oder weniger von "fast nichts" sind völlig egal.
Effektiv wird die Heizungsunterstützung in den Übergangszeiten, wenn es deutliche mehr solares Angebot gibt, aber trotzdem noch geheizt werden muss. Da dürfte dann auch bei die die Rücklauftemperatur deutlich unter 50 Grad liegen. Ob es sich dann lohnt, kommt auch auf den Standort an. Hervorragend geeignet sind Standorte in den Alpen mit Traumwetter, aber Frost von Oktober bis Juni, ungeeignet sind z.B. Nebellöcher im warmen Rheinland. Da macht dann aber auch eine Warmwasseranlage keinen richtigen Spass.
Ach ja, um die Grundlast zu minimiere, hilft nur Dämmen, Dämmen, Dämmen. Eine reine WW-Solaranlage ist da der völlig falsche Ansatz.
Oliver
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Verfasser: Andreas Lott | Zeit:
14.07.2006 11:08:51
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Ich mach mir auch Gedanken über solare Heizungsunterstützung. Ein paar Anagaben: Vorhanden Holvergaserkssel 30kW 2200 l Pufferspeicher mit eingebautem Solartauscher Frischwasserstation. Rohrinstallation für Solar vorhanden. Es ist also so, dass ich keinen Solarspeicher für Brauchwasser habe, da ja Friwa-Station. Also wenn ich Solar an den Puffer anschließe ist das automatisch Heizungsunterstützung. Ich denke, im Hochsommer ist es kein Problem, den Puffer auf 60-70° zu bekommen als Vorlauf für die Frischwasserstation. Um in der Übergangszeit einen Nutzen zu haben bräuchte ich wohl 12-15qm Röhrenkollektoren. Die Investitionskosten würden ca. 5.000, € betragen. Ich schätze ich könnte 10rm Holz/Jahr einsparen. Wenn ich für einen Raummeter 50€ Kaufpreis ansetze, gespalten und geschnitten, dann rechnet sich die Solaranlage erst in 10 Jahren. Doch soviel kostet mich das Holz noch nichtmal, da es selbst gemacht wird, also rechnet sich die Investition nicht. Oder hat da noch jemand einen anderen Ansatz? Gruß
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Verfasser: Busokunde | Zeit:
14.07.2006 11:25:26
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@Frank Jackenkroll
Physikalisch ist Arbeit das Produkt aus Leistung mal Zeit. Und die brauchst du um das Haus warm zu bekommen. Also brauchst du bei 25°C Wahnsinnsflächen, da bei trüben Tagen auch die Sonne wenig leistet. Und an der Zeit kann keiner etwas ändern. Stimmt doch, Oder? was machst du dann mit der Unmenge an Energie im Sommer? Ich habe meine 19m² Buso-anlage auf fast 70° aufgeständert(ebenerdig).Das hat mir im Januar über 470 kWh gebracht. Da die Sonne im Februar faul war, wo sie eigentlich höher steht warens nur 220 kWh. Sinnvolle Heizungsunterstützung durch Solar ja. Aber nicht Erwartungen ala Solar-Höffi schüren. Für eine Wärmepumpe brauchst du auch viel meter Brunnen. Das geht nun mal nicht mit einem Pinckelstrahl.
@ifx
Solar ist gut zur Heizungsunterstützung. Flächenheizungen sind notwendig bei einer WP, da diese im Niedrigtemperaturbereich arbeitet. Das Buso-konzept nutzt ja auch die niedrigen Temperaturen. Der Irrtum bei manchen ist eben die Tempertur und nicht die WÄRMEMENGE welche benötigt wird. Wenn keine Leistung da ist, kann auch keine Arbeit erzeugt werden. Ist wie im wahren Leben. Wenn du mehr wisen willst. E-mail reinstellen.
Wolle
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Verfasser: Hahneko | Zeit:
14.07.2006 11:27:11
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@Alle Solarheizer,
möchte nochmals den Gedanken von Energiesparer51 aufgreifen. Haben "gewöhnliche" Heizungen tatsächlich Rücklauftemperaturen von ca. 50 Grad? Das kommt mir schon recht viel vor. Das Rücklaufwasser aus den Heizkörpern ist doch viel kälter. Dann kommen die 50 Grad sicher durch die Vermischung in der Heizungszirkulation zustande, oder liege ich da falsch? Was genau läßt sich tun, um diese 50 Grad ohne wesentlichen Komfortverlust abzusenken? Diese Frage betrifft nicht nur Solar- sondern auch Holzheizer, denn auch da geht es darum, den Puffer möglichst gut auszunutzen um die Nachheizintervalle zu verlängern.
Hahneko
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Verfasser: mkienemu | Zeit:
14.07.2006 11:30:00
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Ich würde zustimmen. Wenn man bereits eine sehr günstige Basisheizung hat und versucht diese, durch Solar zu ersetzen, dann bringt das nichts oder wenig. Es setzt aber auch voraus, dass du im Sommer immer mal wieder deinen Holzkessel anwirfst und den Puffer aufwärmst, falls nicht andere Möglichkeiten (DHE) bestehen. In meinem Fall möchte ich die Pelletheizung nicht im Sommer laufen lassen, denn sie wird wg. kurzer Laufzeit nicht sehr effektiv sein, und der Kaminzug wird auch im unteren Bereich liegen und es könnte qualmen. Daher habe ich die 5000 für 10 qm RK investiert, zumal mein Puffer ebenfalls einen Solartauscher bereits hatte. Ich hoffe auch in der Übergangszeit, Februar bis Oktober, den Pelletbrenner herunterfahren zu können. Nächstes Jahr weiss ich mehr. Auf jeden Fall macht es jetzt richtig Spass, nicht mit WW sparen zu müssen, weil der DHE so teuer ist.
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Verfasser: Energiesparer51 | Zeit:
14.07.2006 11:55:25
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Es darf im Heizkreis kein Bypass oder Überstömventil vorhanden sein. Es darf kein Heizkörper in gleicher Weise wirken. Deshalb muus ein hydraulicher Abgleich erfolgen, der zu in etwa gleicher Rücklauftemperatur aus allen Einzelheizkörpern führt. Das Eingreifen der Thermostatventile senkt diese noch weiter ab. Damit die Rücklauftemperatur bei anderen Heizkörpern nicht daruch ansteigt, ist eine geregelte Pumpe erforderlich, die dann die Fördermenge bei gleichem Druck zurücknimmt.
Der Einbau einer geregelten Energiesparpumpe hat bei mir zur weiteren Absenkung der Rücklauftemepraturen und damit verbesserter solarer Rücklaufanhebung geführt.
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Verfasser: Sascha Wenger | Zeit:
14.07.2006 12:48:24
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@HarryT
diese Grafik ist ok, wenn man sie richtig interpretiert - sie sagt zum einen 'im Sommer hat man Überschuß und im 'echten' Winter reichte es selten mit Solar...' und sie sagt auch aus, daß Dämmung sehr wichtig ist - ansonsten, darf man sie quantitativ nicht überbewerten.
Warum?
Wenn man der Grafik glauben wollte, könnte man z.B. entnehmen: - mit 6qm Kollektorfläche in einem Niedrigenergiehaus kann man solare Deckung von ca Mitte Mai bis ca Mitte September erreichen - also ca. 4 Monate. - mit 25qm Kollektorfläche in einem Niedrigenergiehaus kann man solare Deckung von ca Anfang März bis ca Ende Oktober erreichen - also ca 7 Monate.
Diese 7 Monate HeizkesselAusPeriode lassen sich aber auch mit 11qm Flachkollektoren erreichen - letztes Jahr von 14. März bis 21 November. Dieses Jahr schauen wir mal, denn der Winter ging verhältnismäßig lang... Zumal es Möglichkeiten gibt, die Länge dieser Periode systemtechnisch zu beeinflußen, z.B. durch eine geschickte Wahl des Aufstellwinkels der Kollektoren.
Gruß Sascha Wenger
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Verfasser: HarryT | Zeit:
14.07.2006 13:47:50
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... Zustimmung. Die Grafik liefert keine quantitative Information, sondern eine qualitative: im Winter geht fast nix mit Solar...
Gerade letzteres ist aber vielen Solareinsteigern offensichtlich nicht bewusst.
Harry
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Verfasser: Taper | Zeit:
14.07.2006 14:52:52
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@Hahneko Ich würde folgendermaßen vorgehen: in der Heizperiode alle Thermostatventile voll auf, nach ein paar Stunden bewaffnet mit einer Pumpenzange(für die Deckel der Rücklaufverschraubungen), einem Eimer und Lappen(manchmal sind die innen nicht mehr ganz dicht), einem passenden Inbus und einem IR-Thermometer(gibts schon ab 30€) durch das Haus stiefeln und jeden Heizkörper, dessen Rücklauf wärmer ist als bei anderen, bissl zudrehen. Das hab ich auch bei meinem FB-verteiler so gemacht. Nächsten Tag das selbe Spiel. Irgendwann kriegt man es einigermaßen ausgeglichen - vorausgesetzt, die HK sind von der Größe einigermaßen angepaßt. Das Ganze ist der hydraulische Abgleich, den Energiesparer51 meint, den sollte man eigentlich bei jeder Heizung machen.
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Verfasser: FrankB | Zeit:
14.07.2006 15:15:00
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@Busokunde Hallo Wolle,
plane gerade eine Buso-Anlage und suche noch Leute mit "Erfahrung" hier meine mail-URL buso@fewo-balogh.de Gruß FrankB
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Verfasser: Hahneko | Zeit:
14.07.2006 15:55:53
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@Taper,
danke für die Erläuterung. Sollte das der HB nicht schon bei der Inbetriebnahme abgeglichen haben?
Und dann ist da noch die Sache mit der geregelten Pumpe: Könnte wetten, daß bei mir keine drinnen ist. Das würde dann doch bedeuten, daß bei weitgehend geschlossenen Thermostatventilen das heiße Heizungswasser durch die Zirkulations(Bypaß-)leitung gepumpt wird, und dann ist die Rücklauftemperatur auch wieder fast so hoch wie der Vorlauf? Oder bringe ich etwas durcheinander?
Hahneko
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Verfasser: Frank Jackenkroll | Zeit:
14.07.2006 22:25:38
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@ Busokunde
Ich habe kein Wort davon geschrieben das lfx mit Solar komplett heizen könne !
Du gibt für deine Anlage einen Ertrag von 670 kw für Januar/Februar an. Bei welcher Temperatur ?
Unabhängig von der Temperatur gehe ich bei deinen 19 m² Flachkollektor während der Heizperiode, also dem Zeitraum Oktober bis Ende April von, zugegeben nun geschätzten, 3000 kw aus.
Warum sollte ich diese 3000 kw nicht über eine Flächenheizung nutzen ?
Die Flächenheizung erlaubt auch die Nutzung der niederen Temperaturen ohne Wärmepumpe, stellt im Fall den wir hier diskutieren eine Zusatzheizung dar.
Und wo ist das Problem 3000 kw über eine Wandheizung an den Wohnraum abzugeben ? Dafür bracht es nun wirklich keine nennenswerten Flächen, das ist über die Heizperiode ein Klax, da komme ich ja mit weniger als 10 m² hin.
Diese 3000 Kw sind aber in vielen Fällen schon mehr als der sinnvolle Ertrag in der Sommerzeit, weil die 4 Hintern im Durchschnittshaus nunmal keinen höheren Warmwasserbedarf haben.
Ich bin überzeugt das sich mit nur wenigen Heizflächen im Niedertemperaturbereich die Wirtschaftlichkeit sehr vieler bestehender Anlagen problemlos verdoppel lassen würde.
Bei einer Übertemperatur von nur 5 Grad, also im Extremfalle von nur 25 Grad Vorlauf vom Kollektor, habe ich noch immer eine Heizleistung von ca. 75 Watt je m² Wandheizung.
Bei 25 Grad Vorlauf liegt die Grenztemperatur in meinen Berechnungen die noch lohnen "geerntet" zu werden. Das habe ich auch zum Ausdruck gebracht.
Wie schon gefragt würden mich weiter Daten von dir sehr interessieren, es ist nicht so leicht Aussagen zum Niedertemperaturbereich der Kollektoren zu bekommen, so nenne mir bitte bei welchen Vorlauftemperaturen du deine Erträge erzielt hast. Auch die Daten wärend der gesamten Heizperiode würden mich sehr freuen.
Mit freundlichen Grüßen
Frank
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Verfasser: Zufall | Zeit:
15.07.2006 10:58:54
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@Frank Jackenkroll,
ich habe meine Buso-anlage seit Dez 05. bis ende Mia lag ich so knap an die 3000kwh. hab die genauen Zahlen nicht hier. wir hatten ja in den anderen Wintermonaten relativ wenig Sonne. Habe ach PV-Anlage mit 8,6 kWp laufen. da läßt sich gut feststellen das die Wintermonate ab Febr dieses Jahr schlechter waren. Die temperaturen lagen in den wintermonaten(Jan in der ertagszeit von 10-14 Uhr bis zu 75°C Vorlauf bei außen -10°C. Die Aufständerung bringts. Und damit die leistung. Ich war bei Solar nicht bei der flächenheizung sondern bei der Erzeugung.Lies dir das nochmals durch. Wenn die Sonne schwach scheint brauchst du sehr viel Fläche um Ertrag zu haben.
Wolle
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Verfasser: Frank Jackenkroll | Zeit:
15.07.2006 11:48:12
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@ Zufall
Ich würde bei meinem Konzept eben nicht eine Vorlauftemperatur von 75 Grad erreichen, sondern die Energie bei wesentlich niederigeren Temperaturen in den Puffer fahren.
Warmwasser bekomme ich günstiger über die ohnehin laufende konventionelle Heizung.
Im Sommer Solar für das Brauchwasser.
In Heizperioden Solar konsequent auf Niedertemperatur fahren.
Glaubenskrieg :-)))))))))
Versuch macht klug !
Mit freundlichen Grüßen
Frank |
Verfasser: juergenk | Zeit:
15.07.2006 12:14:50
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@ HarryT
> im Winter geht fast nix mit Solar...
stimmt ;-)
ich hatte vom 6.11.2005 bis 8.2.2006 genau 144 kWh Solar (11,2 qm Flach, süd, 28°)
Rest 02.2006 = 71 kWh März = 227 April = 386 Mai = 599 Juni = 518 Juli = 141 bis 14.7.
Hochsommer ab Juni wird Ertrag weniger, weil häufiger mittags mein Speicher schon voll ist. Ich "vernichte" keinen Ertrag zwangsweise, Anlage schaltet ab, sodass meine Zahlen nicht bereinigt werden müssen.
juergenk
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Verfasser: Taper | Zeit:
15.07.2006 12:18:41
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@Hahneko Das allgemeine Problem ist 1.) Zeit - und eine Anlage einzuregeln kostet Zeit, funktionieren tut sie auch so, 2.) Fachkompetenz, wie soll jemand, der bloß Rohrleger wird, weil er sonst nix kriegt, verstehen wie das funktioniert? wo selbst die Altgesellen das Prozedere nicht einsehen. Wenn die Anlage wenigstens halbwegs erfolgreich nach der Außentemperatur geführt wird, ists schon die halbe Miete, E-Pumpe wär natürlich besser. Gruß Lutz |
Verfasser: lfx | Zeit:
15.07.2006 13:13:30
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Jetzt habe ich eine Menge Meinungen dazu gesehen und komme zur Einsicht daß eine Heizungsunterstützung auf Grund der Gegebenheiten nicht ratsam ist.
Also bleibt die Brauchwasserunterstützung. Die Auslegung sollte für drei ( maximal 4 Personen) reichen.
Ich stelle mir das nun so vor: Ich habe momentan einen 160 L Verticell-Speicher unter dem Biferral. Einen Speicher brauche ich auf jeden Fall wobei mir dann ein geschichteter Pufferspeicher mit integrierter Brauchwasserzelle so um die 200 L richtig erscheinen würde. Dann hätte ich immer Warmwasser, Solareintrag könnte immer mitverwendet werden und die Laufzeiten meines Brenners werden durch die größere Speichermenge optimiert . Der jetzt benutzte Verticell wird dann stillgelegt. Nach dem Ende des NT-Kessels wird dann ein ?Gas-Brennwerter eingebaut. Gas ist verfügbar. Um Platz für den Speicher im Heizraum zu gewinnen entferne ich einen 1500L Nau-Batterietank von denen drei vorhanden sind. Bei einem Verbrauch unter 2000L/Jahr kann ich dann mit dem Restvolumen immer 1 1/2 Jahre auskommen. Inzwischen muß man das Öl sowieso wie an der Börse beobachten und ev. auch kleinere Mengen nachordern. Mit dieser Methode bin ich die letzten Jahre nicht schlecht gefahren.
Was mich jetzt noch von euch interessieren würde: Wie groß müßte etwa die Kollektorfläche sein und welcher Speichertyp käme da in Frage. Ich erwarte keine exakten Angaben sondern mir dient das zur Orientierung. Ins Detail muß ich mich dann schon selbst einarbeiten - schon um zu wissen ob die Angebote dann auch stimmen.
Gruß lfx
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Verfasser: Busokunde | Zeit:
15.07.2006 13:29:43
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@Frank Jackenkroll
Wei der Zufall manchmal so ist.
Am 9.01 30 kWh 11.01.31 kWh 22.01 25 kwh bei T-Außen max -10°C
ich hab mal nachgesehen. bis Ende Mai hatte ich 2674kWh seit Januar. Ab der zweiten Maidekade bis Juni mußßte ich noch zeitweise Heizen.
Zum Thema niedere Temp.
das geht schon mit niederen Temperaturen, nur erzeugst du keine nennenswerte Energiemenge, weil die auftreffende Strahlungsmenge geringer ist, also brauchst du dann viel Fläche zur Erzeugung. Ansonsten wäre es ja ein Perpetum Mobile. Wo nichts reingeht kann auch nicht mehr rauskommen. Ich habe Euren Dialog mit Arnt verfolgt. Ideen sind immmer gut. Aber nicht alle gehen. Energieerhaltungssatz. Mit meiner Aufständerung an der Garagenwand fange ich eben in den Wintermonaten, wenn die Sonne genügend bringt eben auch das meiste ein. MeinSolateur meint auch das bringt nicht allzuviel. 100% Süden und 65-70° Anstellwinkel und das Busokonzept der Pufferbeladung bringt eigentlich sehr gute Erträge. Wenn du dir die Websuite von Frank Berger mit den Ertägen der unterschiedlichen Busoanlagen anschaust. stellst Du fest, da Niederzier einKfw 40 Haus ist, aber in dem Januar nicht im günstigsten Winkel(beschattung durch Erker)und relativ Flach keine Ertäge hat http://solar.webseiten.cc/Anlagen/Brilon/Live_Brilon/live_brilon.html
Ich habe vor 30 Jahren Energetik studiert, bin jetzt aber anderweitig tätig.
Wolle
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Verfasser: Frank Jackenkroll | Zeit:
15.07.2006 14:11:40
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@ Busokunde
Ich muß da wohl nochmal etwas deutlich machen :-)))
Ich behaupte nicht das man, wie bei mir gegeben, ein Bestandshaus solar heizen könnte.
Was ich sagen möchte und mit Argumenten unterstütze ist lediglich das eine Solaranlage auch ein Konzept haben kann, besser haben sollte, bei dem der solare Deckungsgrad eben nicht bei 8 Prozent liegt, sondern mit nur sehr geringem Mehraufwand auch im Bestand an die 20 Prozent kommen kann.
Das ist doch wohl ein Argument, oder ?
Das man mit nicht limitiertem Aufwand ein Haus auch komplett solar beheizen kann wissen wir, das sind Nischenlösungen die durchaus betreffs ihre wirtschaftlichen und ökologischen Sinnhaftigkeit hinterfragt werden müssen.
Hier geht es mir darum die kleinen Anlagen möglichst effizient zu nutzen.
Da die Zeit aber das nacheinander der Dinge ist wird es wohl klüger sein wenn ich erstmal umsetzte was ich für mich als preiswerteste Lösung gefunden habe, mit viel Hilfe in diesem Forum.
Dieses Konzept werde ich dokumentieren und zur gegebenen Zeit vorstellen, ganz ungeschminkt und mit harten Fakten unterlegt.
Wenn ich mit einer Solaranlage für unter 10.000 Euro eine Primärenergiesubstitution von 5000 kw hinbekomme, bei einem Jahresenergieverbrauch von 25000 kw, dann bin ich mit der Anlage zufrieden, mehr erwarte ich nicht an Verzinsung, bin ja kein Spekulant :-))))))
Das wären heute, noch heize ich mit Öl, 3,4 Prozent Verzinsung. Es werden schon bald besser Verzinsungen sein, leider.
Die 10.000 Euro sind übrigens ausgelegt für ein marktfähiges Produkt aus der Hand des Solarteurs. Da ich Selbstbauer bin und auch noch beste Großhandelskonditionen habe komme ich mit bedeutend kleineren Beträgen hin. Das kann aber nicht Ziel eines tragfähigen Konzeptes sein.
Was die volkswirtschaftlichen Dimensionen der Solartechnik anbelangt bin ich sowiso lange nicht so missmutig gestimmt wie die Meisten hier Schreibenden.
Wertschöpfung im Handwerk kann mir kein Greuel werden. 60 - 70 Milliarden Euro an diesjähriger Auslandsrechnung für Rohöl sind mir da schon mehr ein Dorn im Auge. Und dies nicht weil ich dem Ausland kein Einkommen gönnen würde, sondern weil der weitaus größte Teil dieses Geldes für global gesehen schwachsinnige Dinge verbraten wird, wie Hotels in Dubai und anderen Käse, da haben die Menschen in den Ölregionen wenig davon, nachhaltig sogar nur Schaden und Armut.
Eine Einsparung von nur 20 Prozent würde eine jährliche Summe von 12-14 Milliarden Euro freisetzen.
Das genügt um Millionen von Solaranlagen zu installieren die sich selbst finanzieren und nebenbei die Wertschöpfung in den jeweiligen Volkswirtschaften steigern.
Das alles mit steigender Tendenz bedingt durch die Verknappung des Öls.
Und, damit niemand aufheult, mir ist auch klar das ich mit einem sparsameren Auto mehr Öl einsparen kann wie mit einer Solaranlage, darum habe ich ja ein sparsames Auto. ( In Frankreich gebaut :-)))) )
Mit freundlichen Grüßen
Frank
P.S.: Außerdem "muß" ich mit 14 rm/a Brennholz langfristig hinkommen, weil ich der Meinung bin das uns 7 Personen nicht mehr zusteht !
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Verfasser: Karl-f | Zeit:
15.07.2006 16:00:28
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@ Busokunde
666% Zustimmung!
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Verfasser: Frank Jackenkroll | Zeit:
15.07.2006 16:36:41
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Ich will es nicht übertreiben und höre auch gleich auf, aber einen Denkanstoß möchte ich euch noch mitgeben :
Die Stillstandsemperatur eines Kollektors liegt bei einer Temperatur X.
Dies ist der Betriebspunkt an welchem die Wäremverluste durch Strahlung und Konvektion sich die Waage halten mit der in Wärme umgestzten Stahlung.
Wenn ich nur dies Stillstandtemperatur "ernte" habe ich einen Ertrag von 0 Watt.
Jede Reduzierung der Temperatur im System erhöht den möglichen Wärmeertrag, vorausgesetzt man kann diese Wärmemenge abnehmen.
Habe ich im Winter bei minuns 10 Grad Lufttemperatur eine Kollektortemperatur von zum Beispiel 75 Grad si freut man sich am Anblick der Temperaturanzeige, ist dem Betriebspunkt an dem man 0 Watt erntet aber schon sehr nahe.
Bei einen Delta Teta Vorlauf/Umgebung von nur 42,5 Grad habe ich aber auch nurnoch die Hälfte der Veruste. Nicht den doppelten Ertrag, sondern überhaupt erst einen Ertrag.
Der Denkfehler liegt im angestebten Temperaturniveau während der Heizperiode.
Je niederiger die nötige Tempertur für meinen Bedarf ist, desto häufiger werde ich Erträge erzielen.
Jetz gebe ich aber die Diskussion auf und höre nicht auf eure Einwände, stattdessen werde ich die Umsetzung planen, damit ich im Winter basten kann :-)
Mit freundlichen Grüßen
Frank
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Verfasser: Karl-f | Zeit:
15.07.2006 16:57:49
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Zitat: Eine Einsparung von nur 20 Prozent würde eine jährliche Summe von 12-14 Milliarden Euro freisetzen.
Das genügt um Millionen von Solaranlagen zu installieren die sich selbst finanzieren und nebenbei die Wertschöpfung in den jeweiligen Volkswirtschaften steigern.
Außer Wasser- Wind- und Sonnenenergie gibts es ja auch noch die nachwachsenden Rohstoffe.
Eine der ertragreichsten Pflanzen ist Mais (sieht man schon an der Größe der Pflanzen).
Mais kann als Silage gelagert und im Winter zu Biogas (ohne Umweg/Verluste über Tiere/Gülle) verarbeitet werden.
Biogas kann in die vorhandenen Gasleitungsnetze eingespeist werden.
Mit Gasabsorptionswärmepumpen kann die im Gas enthaltene Energie zu Heizzwecken um 30% bis 40% erhöht werden...
Mit Biogas können "Erdgas-KFZ" betrieben werden.
In Deutschland werden Bauern "Flächenstillegungsprämien" gezahlt.
Wie würde die Rechnung aussehen wenn über Energiepflanzenfruchtfolgen stillgelegte Flächen für die Bio-Heiz-Gasproduktion eingesetzt werden würden?
Hier habe ich ein paar Zahlen gefunden: http://www.agriserve.de/Volkswirtschaftliche-Bedeutung.html http://de.wikipedia.org/wiki/Biogas http://www.fachverband-biogas.de/ http://www.biogas.ch/orientie.htm http://www.chemlin.de/chemie/biogas.htm
Frage mich allerdings immernoch mit wieviel "KWh in Form von Gas pro Jahr" realistisch gerechnet werden kann.
Wer weiß weiter?
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Verfasser: Zufall | Zeit:
15.07.2006 17:04:06
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@Frank Jackenkroll,
selbstverständlich holst du mit deiner Anlage vieileicht 10% mehr raus als ich, da bei mir Heizkörper sind. Das wichtigste ist aber der bessere Anstellwinkel und bei vergleichbaren Anlagen(siehe die von Guido Jansen) kommt dann etwas mehr. Meine Anlage hatte im Jan 24kWh/m² die von Guido Jansen 22/m². Das ist der Unterschied des Anstellwinkels erheblich zu sehen, trotz Fußbodenheizung und neuerem Haus. Denk noch mal drüber nach. Meine Anlage hat auch nur 8 T€ gekostet(Material). Viel Spaß
Wolle
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Verfasser: Frank Jackenkroll | Zeit:
15.07.2006 17:07:26
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@ lfx
In deiner gegebene Situation mußt du besonderen Wert darauf legen preiswert und möglichst klein zu bauen.
4 Personen haben keinen hohen Wasserbedarf, Baukosten für Leitungen, Speicheranbindung, Komponenten wie Solarstation sind beinahe fix, eagl ob die Anlage etwas größer oder kleiner ausfällt.
So leid es mir als Solarfan auch tut, in diesem Falle würde ich dir nicht zu einer Solaranlage raten, sondern eher noch zum vorzeitigen Tausch deiner Kesselanlage.
Dies sowohl was die Wirtschaftlichkeit angeht, als auch was die ökologische Komponente angeht.
Wenn dein Ölkessel aber einen Wirkungsgrad von über 90 Prozent hat, dann lass das Teil stehen. Gas war langfristig immer der teurere Energieträger und wird es auch wieder sein. Suche im Netz nach entsprechenden Gegenüberstellungen.
Das eingesparte Geld investiere am schwächsten Punkt der Gebäudehülle in Dämmmaßnahmen.
So wirst du für deinen Geldbeutel den größten Nutzen erreichen, und auch ökologisch den größten Nutzen erzielen können.
Dir die Solaranlage ans Herz zu legen wäre in diesem Fall unehrlich dir gegenüber. Mehr als 200 Liter Heizöl im Jahr würdest du niemals einsparen können mit der von dir gewünschten Solaranlage, da wirst du für das gleiche Geld größere Einsparungen erzielen mit anderen Baumaßnahmen.
Optimiere deine Anlage, kontrolliere die Rohrdämmungen, lass mal eine Wärmebildaufnahme vom Haus machen. Gib ein paar Euro für einen Energieberater aus, das wird sich lohnen, für Geldbeutel und Umwelt !
Mit freundlichen Grüßen
Frank
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