| | Verfasser: WMenzel | Zeit:
21.07.2006 11:25:11
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An einem Kamin Pleva 16,5 x 16,5 cm mit nicht lasiertem Innenrohr war ca. 9 Jahre lang eine normale und wie üblich extrem überdimensionierte Ölheizung angeschlossen. An diesen Kamin soll ein Gas-Brennwertgerät in raumluftUNabhängiger Betriebsweise angeschlossen werden. Zuluft über den Kamin. Kaminlänge ca. 9 m.
Der eine Heizungsbauer sagt: Da braucht man nur ein Kunststoff-Abgasrohr. Die Zuluft kommt über den Spalt zwischen dem Abgasrohr und dem rechteckigen Pleva-Kamin. Der Pleva-Kamin muss vom Kaminkehrer nur sauber gemacht werden. Dann ist da kein Schwefel mehr drin. Ein LAS ist unnötig und nur Geldverschwendung.
Der andere Heizungsbauer sagt: Da braucht man unbedingt ein LAS, also ein konzentrisches Doppel-Rohr, innen für das Abgas und der Ringspalt zwischen dem inneren und dem äußerem Rohr für die Zuluft. Begründung: An der Kamin-Innenwandung hat sich vom Erdöl Schwefel angesetzt. Das bekommt der Kaminkehrer niemals sauber, da kann der putzen so lange der will. Wenn die Zuluft über den Spalt zwischen dem Abgasrohr und dem Pleva-Kamin angesaut wird, ist da immer der Schwefel von der ehemaligen Ölheizung dabei. Da wird es über lang oder kurz Probleme mit dem Gas-Brennwertgerät geben. Durch das äußere Rohr vom LAS wird verhindert, dass Schwefel vom Pleva-Kamin über die Zuluft in den Brenner kommt.
Frage: Welcher dieser Fachleute hat recht und warum (Begündung)?
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Verfasser: Ratzeful | Zeit:
21.07.2006 11:42:19
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Au ja,
das würde mich auch ganz besonders interessieren. Wobei ich annehme, daß der erste Heizungsbaurer recht hat. Wieviel Schwefel kann sich in der Kaminwandung schon festgesetzt haben, und warum sollte er ausgerechnet jetzt rauskommen. Ich tippe da eher auf homöopatische Mengen.
Gruß Ratzeful
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Verfasser: Michael Springl | Zeit:
21.07.2006 12:11:54
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Hallo, die bisherige langjährige Erfahrung der Praxis zeigt, daß die Luftansaugung über den Ringspalt kein Problem ist. Das mit dem befürchteten Schwefel ist eher theoretischer Natur, wenn der Zug vorher gereinigt wird.
mfg Michael
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Verfasser: sukram | Zeit:
21.07.2006 12:13:35
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Ersterer hat recht- der Schornsteinfeger hat aber immer rechter ;-)
Den fragen- der muss kostenlos beraten & den Zug sowieso vorher fegen &alles hinterher abnehmen.
Jedenfalls - in meinem 33jährigen Schiedel zeigt sich an den Schamotterohren nach dem Fegen kaum nennenswertes...
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Verfasser: WMenzel | Zeit:
21.07.2006 13:06:22
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Halllo sukram,
den Schornsteinfeger zu fragen (in Erwartung einer fachlich qualifizierten und richtigen Antwort), halte ich für keine gute Idee. Der Schornsteinfeger wird immer mit inbrüstiger Überzeugung sagen, dass der Kamin nach SEINER Reinigung blizeblank ist. Schon der blose Gedanke an was anderes wäre Majestätsbeleidigung. Nachdem sich viele deutschen Schornsteinfeger mit aller Macht gegen Brennwertgeräte und sonstigen neumodischen Kram gewehrt haben, kann ich mir nicht vorstellen, dass da viel Sachverstand in dieser Hinsicht vorhanden ist.
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Verfasser: Heizer129 | Zeit:
21.07.2006 13:19:11
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@WMenzel
wieso zweifelst du den Sachverstand sämtlicher Fachmänner an ???
Ist vielleicht auch ein Grund weshalb du immer nur Angebote bekommst die teurer sind als woanders da es sich von vorneherein herauskristallisiert das "dieser Kunde" etwas schwieriger sein wird.
also wird von vorneherein etwas mehr aufgeschlagen was ich auch genauso mache wenn Ich Schwierigkeiten erwarten muß.
Gruß Thomas Rawe
hatte auch mal einen Kunden der ziemliches Mistrauen hatte es lag aber auch daran das er in eine Firma gearbeitet hat die ihre Kunden Beschissen hatte.
Damit will ich hier aber nichts unterstellen ;-))
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Verfasser: sukram | Zeit:
21.07.2006 13:20:07
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Es ist wurscht, was Du von Schornis im allgemeinen (was uns im übrigen nicht interessiert) & Deinem Schorni im speziellen hältst und ob's ggf. tls. zutrifft:
Er muss das abnehmen.
Und - "das ist gut so".
Oder lass' es & bau' gleich ein Doppelrohr ein. |
Verfasser: WMenzel | Zeit:
21.07.2006 13:22:40
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Hallo Ratzeful,
"Wieviel Schwefel kann sich in der Kaminwandung schon festgesetzt haben," Schon mal was von Kaminversottung gehört? Da kommt eine ölige und stinkende Brühe aus dem Kamin, nachdem die Kaminwandung usw. durchtränkt sind. Fast alle meine Nachbarn mussten wegen Überdimensionierung ihren Kamine und Heizkessel deshalb sanieren lassen. Dass diese Brühe nur zum Teil aus Schwefel (genauer gesagt schwefelhaltigen Substanzen) besteht ist logisch.
Wieviel? Ich würde sagen ein Teil vom Schwefel, der im bisher verbrannten Öl war. Der restliche Schwefel wurden mit den heiten Abgasen ausgeblasen (siehe u.a. Waldsterben).
"warum sollte er ausgerechnet jetzt rauskommen" Ich bin ja kein Fachmann, deshalb stelle ich im Forum diese Frage.
Ich werde über http://www.bosy-online.de/index.htm Bilder meines im Brennerraum angefressenen Heizkessels (weggeätzte Wärmetauscherrippen) zu diesem Beitrag ins Forum stellen, wenn Bosy so nett ist.
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Verfasser: Hausmann | Zeit:
21.07.2006 13:30:33
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@WMenzwel
ist doch ganz einfach, wenn du denen die sagen es geht misstraust, dann mach es doch so wie es der 2. HB gesagt hat. Ich sehe da kein Problem drin. Nur würde ich VORHER mit meinem schwarzen Mann darüber reden, das hilft ungemein bei der späteren Abnahme. Gruß Thomas |
Verfasser: sukram | Zeit:
21.07.2006 13:31:36
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Kondensieren konnte da nur was, wenn a) der Kessel zu klein für den Zug und b) kein Durchzug im Stillstand (Motorklappe) war.
und "Durchsotten" kann bei einem ordnungsgemäßen Keramik-Innenrohr auch nix- wenn, dann läuft die Brühe unten aus'm Türl 'raus. Wobei diese dann übrigens den Schwefel mitnehmen tät'... und der böse Schorni schon längst gemeckert hätte. Wie auch bei Durchsottung anläßlich der 5jährigen Begehung.
Sukram der mit bisher ca. 5 Schornis & 33jährigem Kessel noch nie ernsthafte Differenzen hatte.
Ich tät' halt mal das besagte Türl aufmachen und selber gucken´...
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Verfasser: WMenzel | Zeit:
21.07.2006 13:44:40
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Hallo Heizer129,
"wieso zweifelst du den Sachverstand sämtlicher Fachmänner an?"
Sämtlicher? Wer sagt das? Z.B. beim Radiofachmann habe ich zum Glück den Richtigen gefunden. Dem kann ich voll vertrauen und da steckt echtes Fachwissen und Praxiserfahrung dahinter. Trotzdem nimmt sich der die Zeit und erklärt mir alles, damit ich verstehe warum er das so macht bzw. empfiehlt. Genau so einen Heizugsbauer suche ich.
Wenn du den vielfachen Fachmann-Pfusch mitmachen hättest müssen, wärest du auch mistrauisch!
Was soll man von Heizungs-Fachleuten halten wenn bei "nur" 2 Befragten jeder dieser Fachmänner genau das Gegenteil (bezogen auf die Aussage des anderen Fachmannes) sagen? Lassen wir da abstimmen, was 2 + 2 ist?
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Verfasser: karl-f | Zeit:
21.07.2006 17:20:03
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Hallo,
ob da ein Doppel-Rohr rein muss oder nicht wird rechnerisch gemäß EN 133384 (Europa-Norn, früher DIN 4705) ermittelt.
siehe http://www.sss2000.de/abgas.htm
Dem Feger, bzw. dem Bauamt ist eine entsprechende Berechnung als Funktionsnachweis so oder so vorzulegen..
Mache HLS-Betriebe können diese Berechnung offenbar nicht selbst machen. Deshalb wird behauptet das auf jeden Fall ein Rohr eingebaut werden muss.. In diesem Fall bekommt der Betrieb die Berechnung i.d.R vom Hersteller des Rohres, legt diese dem Feger vor..
Hier kostet die Berechznung 98,- Eur: http://www.top-kamine.de/Schornsteine/Querschnitts.htm Wird bei Auftragserteilung verrechnet...
Bei mir gibts die Berechnung für 75,- Eur.. http://www.php3000.de/energy/modules.php?name=Feedback&index=1#title so daß die 98,- bei ggf. erforderlichem Doppel- oder Einfachrohr nicht mehr anfallen....
Bei entsprechnedem rechnerischem Nachweiß "MUSS" der Feger die Sache abnehmen...
Außer dem Einbau eines Rohres in den Schornstein gibt es in manchen Fällen auch noch andere Möglichkeiten..
So läßt sich Versottung z.B. oft auch durch äußere Wärmedämmung des Schornsteins im kalten Dachbereich sowie durch Wärmedämmung der Abgasleitung vom Wärmeerzeuger zum Schornstein vermeiden....
"Normale" Schornsteine arbeiten im Unterdruck (thermischer Auftrieb). Brennwertgeräte haben sehr niedrige Abgastemperaturen und einen Ventilator, arbeiten im Überdruck...
Das Plewa-Rohr muss also dicht sein... Habe mal ein Buderus-Brennwertgerät (nach Berechnung) an einen normales (ohne Dichtungen) vorhandenes "feuchteunempfindliches" Edelstahlrohr (ca.15m, 113mm Durchmesser mit mehreren seitlichen Sprüngen) angeschlossen..
Der Feger hat natürlich nichts kapiert, kam dann mit einem Spezi der Feger-Innung. Die wollten dann mit Gummiblasen das Edelstahlrohr an Ein- und Ausgang verschließen und einer Überdruckprobe unterziehen...
Begriffsstutzig wie die sind haben sie dann aber nach ein paar Std. wenigstens das Prinzip der Berechnung verstanden. Im Edelstahlrohr war nämlich gar kein Überdruck vorgesehen...
Im Eingangs geschilderten Fall wird allerdings höchstwahrscheinlich mindestens ein "feuchteunempfindlicher" Schornstein erforderlich sein...
Erdgas besteht nämlich zu einem erheblich größerem Teil aus Wasserstoff als Heizöl. Es fällt also mehr Dampf, bzw. Kondensat an...
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Verfasser: Michael Springl | Zeit:
21.07.2006 18:36:01
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Hallo karl-f WMenzel spricht von einer raumluftunabhängigen Feuerstätte, mit einem Kunststoffrohr für die Abgase und einer Zuluftführung in dem entstehendem Ringspalt. Bei einem Abgasrohr von 8 cm (normalerweise üblich) und einem 16,5 x 16.5 cm großem Plewa entsteht ein Ringspalt von 4,25 cm. Gefordert ist für die Luftzuführung mind. 3 cm, also o.k.
Wie du auf eine angeblich notwendige Berechnung des Doppelrohrs kommst ist mir ein Rätsel. Wolltest du für die berechnung oben 75,00 €? Idealerweise macht du gleich noch Werbung für dich, wohlgemerkt für eine nicht notwendige Auslegung und Berechnung für diesen Fall.
@ WMenzel Übrigens 2+2=4. Wenn du auf das gleiche kommst, als es mich wissen und traue meiner Erfahrung.
Noch was: Beide Fachleute haben vermutlich auf Grund der von dir gemachten Vorgaben recht. Dem ersten hast du seine meinung abverlangt, den zweiten hast du mit zusätzlichen Fragen gelöchert. Bei einem solch kritischen Geist geht halt der zweite auf Nummer 100,00% sicher. Ist ja auch kein Problem, ist ja nur dein geldbeutel. Verstehst du was ich meine? Wenn du das willst und in diese Richtung fragst, hat er ja keine andere Chance als dir das anzubieten. Auch wenn es nicht benötigt wird, du würdest es ihm ja doch nicht glauben. Hängt stark von der Fragestellung, dem Gesprächsklima, eventuell von der Richtung ab, in die du in drängst.
mfg Michael
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Verfasser: OldBo | Zeit:
21.07.2006 19:51:17
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Verfasser: karl-f | Zeit:
21.07.2006 20:32:25
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@ Michael Springl
normaler Weise üblich..? Darf ich Sie fragen worher Sie ihr "Wissen" beziehen?
Mit freundlichen Grüßen
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Verfasser: WMenzel | Zeit:
21.07.2006 20:49:24
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Hallo Michael Springl,
es ist nicht so wie du mir unterstellst. Ich habe das folgende bewusst weggelassen, um möglichst unbeeinflusste Meinungen im Forum zu hören.
Den zweiten Heizungsbauer (der Elco nicht kennt) habe ich ich zufällig auf der Straße getroffen, als er zu einem weiter entfernten Nachbarn kam. Beim Gespräch habe ich erwähnt, dass ich die EWFE von 1990 in raumluftUnabhängiger Betriebsweise austauschen muss. Er fragte warum schon nach so kurzer Zeit (16 Jahre). Ich sagte, da sich die Wärmeleitbleche in letzer Zeit immer mehr auflösen und der Wärmetauscher trotz regelmäßiger Reinigung schnell wieder total verkrustet (weißliche Ausblühungen). Er fragte, wie die Zuluft zum Brenner kommt. Meine Antwort: Über den Zwischenraum zwischen dem 70-er Kunststoff-Abgasrohr und dem 16,5 + 16,5 cm Pleva-Kamin (nicht lasiert). Daraufhin sagte er spontan: Aha, da haben wir es schon. Da war sicher früher eine Ölheizung daran. ...
Es gab also keinerlei Beeinflussungen, inquisitorische Fragen, Zweifel oder dergleichen meinerseits! |
Verfasser: Karl-f | Zeit:
21.07.2006 22:05:38
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Hallo,
Schwefel in Verbrennungsprozessen ist immer schlecht..
Dies dürfte allerdings seit den Diskussionen um saueren Regen, Waldsterben... schwefelarme Kraftstoffe.. Katalysatoren.. usw.. allgemein bekannt sein...
Zitat: Der im Treibstoff vorhandene Schwefel nimmt an der Verbrennung im Motor teil und verlässt den Brennraum hauptsächlich als Schwefeldioxid SO2. Die als Schadstoff geltende SO2- Emission wird jedoch nicht durch gesetzliche Abgasgrenzwerte, sondern durch die Minimierung des Schwefelgehaltes in den Treibstoffen limitiert. Sind im Auspuffgas entsprechend hohe Temperaturen (höher als etwa 350 °C) und/oder katalytische Einflüsse vorhanden, wird SO2 zu SO3 aufoxidiert. Beim Abkühlen des Abgases, in welchem sich reichlich Wasserdampf aus der Verbrennung befindet (ca. 1,25 kg H2O pro 1 kg Treibstoff) bilden sich: die schwefelige Säure und die Schwefelsäure, welche als stark hydrophil mehrfache Menge von Wasser an sich binden. Diese Säuren reagieren auch mit verschiedenen Metallen und Metalloxiden, welche aus den Kraftstoff- und Schmieröladditiven, sowie aus dem Motorabrieb stammen und bilden die Sulfate. Vereinfachend bezeichnet man als Sulfate alle Substanzen im Abgas, oder im Kondensat, welche Schwefel beinhalten. Alle diese Schwefelprodukte sind im Hautkontakt und nach Inhalation gesundheitsschädlich, in vielfältiger Hinsicht umweltschädlich (saurer Regen!) und korrosiv..
Was allerdings von Meldungen wie diesen:
Wissenschaftler will Erde mit Schwefel kühlen http://www2.onnachrichten.t-online.de/dyn/c/84/64/45/8464452.html http://service.spiegel.de/digas/servlet/find/DID=47514662 ..usw..
im Gegensatz zu diesen:
Technologien zur Verhinderung von Schwefelemissionen http://dc2.uni-bielefeld.de/dc2/abgas/abgas04.htm
zu halten ist weiß ich auch nicht????
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Verfasser: Ratzeful | Zeit:
21.07.2006 23:12:41
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womit wir ziemlich OT wären....
Gruß Ratzeful
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Verfasser: WMenzel | Zeit:
23.07.2006 07:28:57
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Zur spontanen Aussage des zweiten Heizungsbauers, der die betreffende Heizungsanlage und die Schäden nie gesehen hat, gibt es einige Verdachtsmomente, die ich ihm nicht gesagt hatte.
Die Abgasanlage ohne LAS wurde durch den Kaminkehrer widerwillig, aber offiziell genehmigt, ohne dass dabei Mauschelei oder Überredungskünste seitens des ersten Heizungsbauers im Spiel waren. Widerwillig nur deshalb, da die Kaminkehrer 1990 sowieso und grundsätzlich gegen dieses neumodische Zeugs waren. Viele Kaminkehrer sind (aus bekannten Gründen) auch heute noch prinzipiell dagegen, haben aber eingesehen, dass sie dagegen nichts machen können. Nur um das mal klarzustellen sukram: Ich bin für eine unabhängige Prüfinstanz zum Thema Sicherheit, also für die Kaminkehrerpflicht. Aber nicht als Verhinderer oder Schikanierer. Wenn, dann erwarte ich von denen zeitgemäßen Sachverstand und objektive Beratung.
Zurück zu den Indizien:
1. Im Kunststoff-Abgasrohr war eine Revisionsöffnung vorgeschrieben, die bei mir aus örtlichen Gegebenheiten im waagerechten Teil (Kesselausgang -> Kamin) lag. Dieses Teil war ein Alu-Rohr mit einer ovalen Öffnung nach unten. Zum druckdichten Verschluss diente eine "Manschette", ebenfalls aus Alu. (Ich werde über Bosy ein Bild der Zulassung ins Forum stellen). Man kann sich vorstellen, dass sich an der unteren Kante (1-3% Gefälle zum Heizkessel) permanent ein Wassersack vom Kondensat bildet. Genau da wurde das Alu durchgefressen.
2. Das Kunststoff-Abgasrohr mündet beim EWFE Micromat (*) in den unteren Teil des Wärmetauschers. Das Konsensat aus dem Kunststoff-Abgasrohr läuft zuerst ca. 7 cm über den untersten Teil des Wärmetauschers (Kondensatwanne?), beim EWFE aus Alu (bei der Thision aus Edelstahl) bis es in den Kunststoff-Syphon tropft. Genau unter dem Eintritt des Kunststoff-Abgasrohres ist bei mir das Alu durchkorrodiert. (Ich werde über Bosy ein Bild der Teile-Zeichnung ins Forum stellen. * Beim Elco Thision ist das (als einer von ganz wenigen Gas-Brennwertkesel) leider auch heute noch genau so. Bei vielen anderen Herstellern mündet das Kunststoff-Abgasrohr unter dem Heizkessel direkt in das Kunststoff-Syphon. Das Kondensat aus dem Kunststoff-Abgasrohr fließt also nicht mehr durch den Heizkessel sondern geht direkt in das Kunststoff-Syphon.
3. Der nächste Kamin mit Ölfeuerung ist Luftlinie ca. 7 m entfernt In meiner Anlage gab es also nachweislich 2 Fälle von Alu-Korrosion durch das Kondensat im Kunststoff-Abgasrohr.
Andererseit gibt er natürlich auch Gegenargumente für den spontanen Ausruf des zweiten Heizungsbauers: In meiner Wohngegend gibt es fast nur Ölheizungen. Schwefel, genauer gesagt schwefelhaltige Verbindungen können genauso gut aus der Umgebungsluft kommen.
Hat der zweite Heizungsbauer aus dem heutigen Wissenstand und euren Erfahrungen Recht?
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Verfasser: OldBo | Zeit:
23.07.2006 10:51:01
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Verfasser: Heizer129 | Zeit:
23.07.2006 11:39:40
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@WMenzel
also du hast einer der ersten Brennwertgeräte.
dummerweise wurden diese noch mit minderwertigen Materialien auch weil damals noch wenig Erfahrungen was die Haltbarkeit anging vorlag hergestellt
deshalb brauchst du aber nicht befürchten das bei neueren ausgereiften Geräten die Bessere Materialpaarungen verwenden dieses auch passiert.
also kannst du bedenkenlos auch einen Kessel direkt in diesen Schacht anschließen.
Gruß Thomas Rawe
PS.: kann auch den anderen Heizungsbauer verstehen der sich auch durch ein Doppelrohr erstens
absichern will und
mit Kompetenz glänzen kann.
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Verfasser: Michael Springl | Zeit:
24.07.2006 12:35:54
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@ karl-f ""normaler Weise üblich..? Darf ich Sie fragen worher Sie ihr "Wissen" beziehen? ""
Sorry, versteh die Frage jetzt nicht. Noch was, wenn beide mit dem Vorname unterschreiben bleibt man normalerweise im www. beim du.
mfg Michael |
Verfasser: Michael Springl | Zeit:
24.07.2006 12:56:16
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@wmenzel
""es ist nicht so wie du mir unterstellst. Ich habe das folgende bewusst weggelassen, um möglichst unbeeinflusste Meinungen im Forum zu hören. Den zweiten Heizungsbauer (der Elco nicht kennt) habe ich ich zufällig auf der Straße getroffen, als er zu einem weiter entfernten Nachbarn kam.""
Hallo, ich habe dir doch nicht unterstellt, daß du was bewusst weggelassen hast. Dieses Thema ist aber doch ein Beispiel, wie man durch (bewusstes oder unbewusstes) weglassen, ein Thema/Gespräch in eine Richtung bringen kann. Du hast Infos, deine Partner aber nicht.
In deinem ersten Beitrag hast du nicht berichtet, daß es ein EWFE-gerät mit jetzt 16 jahren Betriebsdauer gibt. Für mich hat sich das so gelesen, daß du jetzt eine Ölheizung hast und du dann zukünftig auf eine GasBrennwertheizung gehst.
Deine Korrosionprobleme mit unbehandeltem Alu im Abgas-/Kondensatbereich würde ich jetzt auch nicht auf den Schwefel im alten Ölkamin zurückführen, da hast du selbst im reinen Gasbetrieb erfahrungsgemäß schon Probleme, wenn du leicht saures Kondensat auf ungeschütztes Alu lossläßt. Auch weis ich nicht, ober der 1990 gereinigt wurde, wie schon vorgeschlagen. Ob Thision das heute noch mit alu so hat, weis ich nicht, da gibt es andere Spezialisten.
Zu deiner Revisionsöffnung. Wenn möglich so drehen, daß halt dann kein Kondensat im Deckel stehen bleibt, sondern abläuft.
Noch ne (für viele warscheinlich eine ketzerische) Frage: Wie lange sollte deiner Meinung nach das Brennwertgerät (Stand 1990) den halten? Sind 16 Jahre ausgereizter Betrieb bei dem Wissensstand von damals nicht nicht genug?
mfg Michael
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Verfasser: WMenzel | Zeit:
24.07.2006 15:58:40
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Hallo Michael Springl,
wenn du dir schon die Mühe einer Antwort machts, sollst du auch Antworten von mir bekommen.
Ja der Kamin wurde vom Kaminkehrer im Schweiße seines Angesichts ordnungsgemäß gereinigt. D.h. er hat das übliche gewichtsbeschwerte Beserlchen ein paar mal an der Kette heruntergelassen. Da der "Kehrbesen" des Kaminkehrers rund und der Kamin rechteckig, kann man sich die Kehrerfolge in den Ecken vorstellen.
Leider konnte man aus örtlichen Gegebenheiten den Deckel der Alu-Revisionsöffnung nicht so so drehen, daß kein Kondensat im Deckel stehen bleibt, denn dann hätte der Kaminkehrer nicht hineinschauen können. zum Glück konnte ich den Kaminkehrer überzeugen, dass diese Revisionsöffnung bei meiner Abgasanlage nicht erforderlich ist. Um "seinen" toten Vogel als dem Kunststoff-Abgasrohr herauszubekommen muss man dieses sowieso "zerlegen". Für die optische Kontrolle genügten ihm die Messöffnungen. Also wurde in Abstimmung mit dem Kaminkehrer das Alu-Teil herausgenommen und durch ein Kunststoff-Abgasrohr ersetzt. Seit dem ist alles dicht geblieben.
Wie lange sollte deiner Meinung nach das Brennwertgerät (Stand 1990) den halten? Sind 16 Jahre ausgereizter Betrieb nicht genug? Antwort: 16 sind mir zu wenig. Es sollten schon mindestens 25 Jahre sein. Der Micromat war ja auch teuer genug. Was würdest du sagen, wenn die Elco Thision (bei den von Heizungsbauern verlangten Preisen) nach nur 16 Jahren am Ende ihrer Lebensdauer wäre? Es kommen auf den Materialpreis ja immer die Einbaukosten!
Was verstehst du unter "ausgereizter Betrieb"? |
Verfasser: HarryT | Zeit:
24.07.2006 18:00:08
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@WMenzel: Kennst du eigentlich diesen Beitrag? "Korrosionsschäden am Wärmetauscher der MAN-Brennwertheizung" http://www.haustechnikdialog.de/forum.asp?thema=16980
Der Thread geht thematisch in die Tiefe, vielleicht handelt es sich bei dir um einen ähnlichen Fall...
Harry
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Verfasser: Michael Springl | Zeit:
25.07.2006 12:55:21
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Hallo WMenzel ""16 sind mir zu wenig. Es sollten schon mindestens 25 Jahre sein. Der Micromat war ja auch teuer genug. Was würdest du sagen, wenn die Elco Thision (bei den von Heizungsbauern verlangten Preisen) nach nur 16 Jahren am Ende ihrer Lebensdauer wäre? Es kommen auf den Materialpreis ja immer die Einbaukosten! Was verstehst du unter "ausgereizter Betrieb"?""
Hallo, zur Lebensdauer von heute eingebauten Elco´s werde ich nichts sagen, da mir darüber keine erfahrungen vorliegen. Auch andere können dir nicht sagen, ob das Gerät deine gewünschten 25 Jahre hält. Das kann man immer erst im nachhinein. Die Frage war, ob 16 Jahre von einem EWFE- Brennwertgerät (aus dem jahre 1990) Betriebsdauer nicht genug sind. Bei einem Pionier der Brennwerttechnik? Mit dem Wissen von damals? und der relativ kurzen Erfahrung mit gas- Brennwert? Bei reinem Heizbetrieb läuft das Gerät normalerweise an mind. 210 Tagen bis 240 Tagen, bei einem Gerät mit Warmwasserbereitung 365 Tage. Einige Forumsteilnehmer wollen ihre Heizgerät während der Heizperiode jetzt durchlaufen lassen. Das belastet den Brenner, das Gebläse, die Elektroden, die Zündüberwachung,....
Rechne dir mal aus, wieviele Kilometer ein Auto auf dem Tacho hätte, bei gleicher Laufzeit und durchschnittlich 30km/h. Das geht dann so bei 60000 km im Jahr an. Und das jetzt mal 16 jahre. Von jedem normale Auto würde man dann auch keine 100% Funktionssicherheit mehr für die nächsten 9 Jahre verlangen. Und die Kiste wäre wahrscheinlich schon mehrfach irgendwann stehen geblieben. Trotz guter Wartung, neuer Reifen, ...
Was ist ein ausgereizter Betrieb? Die Luftmenge wird durch Drehzahlgesteuerte Gebläse immer mehr gegen Lamda 1,x geführt und "kippt"(CO, eventuell Rußbildung) bei der geringsten Verschmutzung leichter um, der Brenner brennt durch, die Geräte sind besser isoliert und die Wärme staut sich im Gerät durch bessere Isolierungen, durch Kondensation läuft die Brühe innen runter, unsere Abgasleitungen sind jetzt permanent feucht,...
Und das wir uns jetzt nicht falsch verstehen. Vorgenannte Maßnahmen sind für einen Energieeinsparenden Betrieb durchaus sinnvoll und notwendig. Und auf einige Punkte haben die Hersteller bis heute ja reagiert. Nur, ob die Kisten das 25 Jahre mit diesen Betriebszuständen durchhalten, wie von dir gewünscht, kann dir heute keiner garantieren.
Mir ist es auch lieber, wenn Heizungen u. a. wg. meiner Wartungen 25 Jahre durchhalten, aber wenn dann nach 16 jahren größere Reparaturen anstehen, dann sollte man schon mal in Richtung neue Heiztechnik denken.
mfg Michael
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Verfasser: Vermieter | Zeit:
25.07.2006 13:17:42
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Moin, moin
Dank an Michael Spingl für sein Verständnis für den Wunsch nach einer langlebigen Heizung !! -ohne Arroganz -mit sachgerechter Aufklärung
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Verfasser: HarryT | Zeit:
26.07.2006 08:36:58
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...mit sachgerechter Aufklärung ?
"Einige Forumsteilnehmer wollen ihre Heizgerät während der Heizperiode jetzt durchlaufen lassen. Das belastet den Brenner, das Gebläse, die Elektroden, die Zündüberwachung,...."
Durchlaufen belastet weniger als Starts und Stops bzw aufheizen und abkühlen. Und "durchlaufen lassen" ist nicht das Ziel, sondern eine möglichst gleichmäßige, effiziente und eben verschleißarme Betriebsweise: nicht an und aus, nicht aufheizen, Brenner aus, abkühlen, zünden, Brenner an, aufheizen, Brenner aus, abkühlen usw... sondern ein konstanter Betrieb mit mit modulierender Leistung.
Brenner morgens an, Brenner Abends aus. :-)
Harry
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Verfasser: WMenzel | Zeit:
26.07.2006 15:06:17
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Hallo karl-f,
Michael Springl hat schon recht, wenn er sagt "Abgasrohr von 8 cm (normalerweise üblich)", da wir hier von kleinen Einfamilienhäusern reden.
Ich habe z.B. ein 70-er (mm) mit allgemeiner Zulassung von 1989. Heute sind 80-er bei Leistungen bis ca. 20 kW anscheinend üblich.
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Verfasser: WMenzel | Zeit:
26.07.2006 15:21:49
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Hallo Michael Springl, hallo HarryT,
ich habe die Frage "Durchlaufen besser wie Takten" zwecks Übersichtlichkeit als neues Thema eingestellt.
Bitte nur dort die Vor- und Nachteile diskutieren.
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Verfasser: HarryT | Zeit:
27.07.2006 09:10:15
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@Meister Springl: ... weil es gerade so schön passt: "Bedingt durch die deutlich abgesenkte Anzahl von Starts werden betroffene Bauteile wie Zündtrafo und Zündelektroden weniger belastet und die in den Verbrennungsprozess einbezogenen Bauteile weniger häufig den Temperaturschwankungen zwischen Brennerbetrieb und Ruhestellung ausgesetzt. Die geringere Beanspruchung der Materialien erhöht die mögliche Einsatzdauer sowie die Betriebssicherheit und senkt zugleich die Wartungskosten."
Zitat aus: "Der Linie entlang. Vorteile der Modulation bei Gas-Brennwertgeräten" von Ralf Krüger, Technischer Leiter Brennwerttechnik bei MAN Heiztechnik GmbH, Hamburg. http://www.myshk.com/ikz-praxis/p0312/031204.php
Harry
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