Sa, 26. Juli 2014 | 21:10:46 Uhr

Haustechnikforum
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Seite 1 von 3 [Beitrag 1 bis 25 von 56]erste <123>letzte 
Öltank Entsorgung
Verfasser:
Silver-Joker
Zeit: 29.08.2006 15:49:04
0
462021
Die Frage richtet sich an alle die Öltanks entsorgen oder entsorgt haben. Fachbetriebe ebenso wie Kunden, oder natürlich auch an Sachverständige oder unseren allseits bekannten „Prüfer“.



Wie lösen andere das Öltank Entsorgungsproblem.


Sonderabfallentsorger, mit Entsorgungsnachweis.

Selber reinigen, klein schneiden und zur Deponie fahren. ????

Oder welche alternativen Wege sind bekannt, bzw werden von andere ngenutzt.

Gruß Alfons
Verfasser:
pelletino
Zeit: 29.08.2006 16:08:36
0
462031
Da wir viele Anlagen auf Pellets umbauen kommt auch die Tankdemontage in Betracht.

Vorgehensweise:

Öl abpumpen geht gefiltern meist zum Nachbarn.
Tank sodann demontieren, zerschneiden und soweit reinigen, dann zum Entsorger die t/120.-€.
Verfasser:
Silver-Joker
Zeit: 29.08.2006 16:41:30
0
462044
@ Pelletino,
die Sache mit deinem Entsorger hört sich gut an, Wie reinigst du die Tanks? Was ist das für eine Entsorgungsfirma, was bekommst du für einen Entsorgungsnachweis.



Zum Hindergrund. Meiner Frage

Ich selber bin Inhaber eine Heizungsfirma (Fachbetrieb noch $19 WHG). Öltanks die durch uns ausgebaut werden, fahren wir entweder zu einer Tankbau,- und Tankschutz,- Firma mit der wir seit Jahren zusammen arbeiten, bzw. zum regional zuständigen Sondermüllentsorger, ja nach regionaler Lage des Kunden. Natürlich erhalten wir von diesen beiden Partnerfirmen jeweils einen Entsorgungsnachweis. Original bekommt der Kunde, ein Kopie geht mit den anderen Unterlagen an das Landratsamt, eine Kopie bleibt bei uns in der Kundenakte.

Ich selber bezahle ja nach Tankart Stahl, Kunststoff oder GFK, je nach Größe und ja nachdem, bei welchem der beiden Entsorger wir die Tanks abliefern Beträge zwischen 150,- und 350,- € pro Tank. Da kommst schon so einiges zusammen.

Heute war ich auf der Mülldeponie um Bauschutt abzuladen. Neben mir stand ein Mitbewerber und feuerte fröhlich pfeifend klein geschnippelte Öltanks von seinem Anhänger. Als ich ihn ansprach erklärte er mir das wäre so 100% korrekt, er würde die Tanks klein schneiden, mit Ölbindemittel ausreiben und dann als Kunststoffmüll auf der Deponie entsorgen. Den Entsorgungsnachweis für den Kunden schreibt er selber.

So nun mal Feuer Frei, wie sehen das andere hier ist das so in Ordnung.


Gruß Alfons
Verfasser:
pelletino
Zeit: 29.08.2006 17:29:59
0
462076
Wir reinigen die Tanks mit Sägespänen und alten Lappen. Diese Sachen gehen dann bei uns in die Sondermülltonne.

Nachweis?? Wir geben das hier auf der Deponie ab, das wars. Wichtig ist das die Dinger kleingeschnitten und soweit als möglich sauber sind.
Verfasser:
meStefan
Zeit: 29.08.2006 21:10:12
0
462233
Hallo Alfons,

da macht man ein mord´s Bohei um die ganze Sache, will alles schön korrekt machen und dann kommt einer daher und feuert seinen Kram für einen Zehner auf die Deponie!

Da mir ein Tankwagen fehlt, ich auch die Altölentsorgung nicht unbedingt machen will, erstrecht nicht die Tank´s leer und sauber schrubben, kommt bei mir eben die Tankschutzfirma angefahren, pumpt ab, reinigt die Tank´s und demontiert diese!
Rechnung geht an mich oder direkt an den Kunden, fertig!
Ich habe keine Arbeit damit und meine Leute ´sind noch einigermaßen sauber und riechen nicht wie Ölscheich´s! :o)

Wie gesagt, habe da eine gute und preiswerte Firma an der Hand! Die rechnen mit dem Kunden meist direkt ab, ich bekomme ein paar €uro Provision (Für den Kunden kostet es das gleiche, ob durch mich beauftragt oder direkt!) und ich habe nicht die Gewährleistung an der Backe!

Eine Tankanlage mit 3 x 1.000ltr. Kunststoffbatterietanks inkl. allem drum herum zu entsorgen kostet den Kunden 517,--€ zzgl. MwSt!
4 x 1.000ltr => 604,--€ zzgl. MwSt.
3 x 1.500ltr => 553,--€ zzgl. MwSt.
4 x 1.500ltr => 655,--€ zzgl. MwSt.

Und Kunststofföltanks auf die Deponie fahren finde ich eine große Sauerei, denn da steckt noch einiges an Energie drin, die man in einer Müllverbrennungsanlage gut gebrauchen könnte, aber wir fahren unseren sauberen Jogurtbechermüll ja auch in den Norden über die Grenze zum Verbrennen und die sparen dadurch eine Menge Öl/Gas!
Wir zahlen also noch dafür, das die Müllverbrenner in den skandinavischen Ländern Öl/Gas mit unserem Müll sparen können! Pervers!

Gruß Stefan

Verfasser:
Silver-Joker
Zeit: 30.08.2006 08:05:54
0
462471
Moin Stefan.

Zitat von dir:
"" .. .. alles korrekt machen und dann kommt einer daher und feuert seinen Kram für einen Zehner auf die Deponie .. .. ""

Genau das ist der Punkt, Stefan:

Deshalb habe ich das Thema auch hier ins öffentlich Forum gesetzt, um einfach mal von vielen verschiedenen Forumsteinnehmern zu erfahren wie diese darüber denken.

Sicherlich könnte mann hier einiges sparen, aber eines steht für mich fest, einen Lumpenweg werde ich nicht gehen. Öl, Ölreste, Ölschlamm und ölverschmutzte Betriebsmittel sind nun mal wassergefährdender Sondermüll. Punkt.

Übrigens du kannst dich freuen, dass du einen so günstigen Tankbdschutzbetrieb in der Nähe hast, der in meiner Nähe langt da schon deutlich tiefer in meine Tasche.


Gruß Alfons
Verfasser:
Silver-Joker
Zeit: 30.08.2006 14:17:02
0
462745
Noch mal @ pelletino

Das der Schlamm und die Saägespäne odnungsgemäß in dafür vorgesehene Behälter dem Sonderabfallentsorger zugeführt werden ist schon klar. Dafür bekommst du dann auch deinen Entsorgungsnachweis und es ist diesbezüglich sozusagen "alles palletti".

Nur, wie bekommst du einen Entsorgungsnachweis für die Öltanks. Es ist zwar sicherlich ländesspezifisch etwas unterschidlich geregelt und innerhalb eines bundeslandes legen die einzelnen Mitarbeiter in den einzelnen Wasserbörden der jeweiligen Kreisverwaltung bzw Landratsamt auch ev. nochmal wiederum unterschidliche Maßstäbe an. Einige fordern definitv und ganz konkret im Falle einer Tankerneuerung einen Entsorgungsnachweis für die demontierten Tanks. Kann dieser nicht vorgelegt werden, dan kna es schon mal richtig Ärger mit der Behörde geben.



Noch mal an alle anderen
Wie geht ihr mit dem Thema um, wie entsorgt ihr eure Tanks, Wie handhabt ihr den Nachweisder Entsorgung.

Gruß Alfons
Verfasser:
stefans
Zeit: 30.08.2006 14:43:39
0
462759
Servus Alfons,

bin nicht zu Hause und kann deshalb den Papierkram für Details nicht einsehen, aber aus dem Gedächnis:

GFK-Erdtank 10m³ in Bayern letztes Jahr stillgelegt.
Tankreinigung hat Fachfirma übernommen, sind mit Spüli, Lappen und Ölbindemittel angerückt und haben dann die Reinigung und Ausserbetriebnahme dem Landratsamt angezeigt. Monate später ist dann unangemeldet eine Beamtin vom Wasserwirtschaftsamt mit ner Digicam vorbeigekommen und hat alles " für die Akten dokumentiert".

Damit (wahrscheinlich ab Anzeige in Landratsamt)ist der Öltank nur noch ein Behältnis in meinem Garten, für das keine besonderen Vorschriften mehr gelten.
Da kann ich jetzt Regenwasser sammeln oder ihn kurz und klein schneiden und verteilt auf ein paar Monate dem Hausmüll mitgeben, oder , oder, oder...

Oder ist es doch ganz anders?

Prüfer, bitte übernehmen Sie.



Stefan
Verfasser:
Silver-Joker
Zeit: 30.08.2006 16:38:09
0
462827
Jepp, des Prüfers Meinung täte mich hier auc hmal interessieren.

Übrigens Stefan, deine Vorgehensweise für eine Stillegung war 100% korrekt.

Nur mir geht es hier um das zeitnahe und korrekte Entsorgen der Tanks, beim Austausch gegen neue Heizöllagerbehälter.

Gruß Alfons
Verfasser:
roadrunner1_de
Zeit: 30.08.2006 17:13:51
0
462836
Hallo ,

habe dieses Thema nur zufällig gesehen und mich an eine Firma in Döbritschen erinnert die bundesweit Heizanlagen inkl. Öltanks entsorgt. Sicher nicht uninteressant da dieser Betrieb kein Geld möchte sondern "eine Mindestrestmenge von 1350 Litern Heizöl" zur Kostendeckung verlangt.
Bei Metalltanks waren es ein paar Liter mehr.

Sofern einem die Restmenge egal ist sicher auch eine interessante Alternative zumal die komplette Anlage (egal wie groß) entsorgt wird und der gesamte Heizraum besenrein übergeben wird.

Die homepage habe ich leider nicht mehr , aber die Firma treibt auch in ebay Ihr Unwesen , bei Interesse einfach mal Auktion 200013258409 anklicken.

...und bevor mir wieder irgenwelche Werbung unterstellt wird : Ich habe mit dem Betrieb nichts zu tun und auch dessen Dienste nicht in Anspruch genommen. Ist mir nur so in Erinnerung geblieben.

Grüße ,
roadrunner1
Verfasser:
Silles
Zeit: 30.08.2006 19:14:16
0
462901
LOl meine Tanks wurden nicht gereinigt sonderen nur unter und oben verschlossen, raus mit dem Schrott und dem Altwarenhändler mitgegeben- gezahlt ? NIX was der damit macht ist mir doch egal ....
Verfasser:
christian123
Zeit: 30.08.2006 22:24:38
0
463052
Wir haben im Oktober 05 einen 9800l kellergeschweißten Tank von Tankschutzfirma demontieren lassen. Kosten für die Demontage 720 € incl Mwst. Der Abttransport des Schrottes hätte 100€ pauschal gekostet.
Wir haben die Schrott dann selbst abtransportiert und dafür noch 120€ vom Schrotthändler bekommen.

Gruß Christian
Verfasser:
Prüfer
Zeit: 30.08.2006 22:57:02
0
463074
Über das Wasserhaushaltsgesetz und die Anlagenverordnung (VAwS) ist die Entsorgung von Alttanks nicht geregelt. Es ist auch für die VAwS-Sachverständigen kein offizielles Thema bei Prüfungen

In Hessen gibt es für die Prüfer einen Katalog mit Mängelziffern, in dem alle möglichen Mängel aufgelistet sind. Auch fehlende Nachweise für bestimmte Sachen sind da erfasst.
Nicht mit dabei sind Mängelkennziffern für fehlende Entsorgungsnachweise bei Tankstilllegungen.

Aus rechtlicher Sicht ist das auch logisch.
Die Entsorgung von Abfall fällt nicht in den Rechtsbereich WHG.
Hier ist das Abfallrecht einschlägig, z. B. das

KrW-/AbG
Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz
"Gesetz zur Förderung der Kreislaufwirtschaft und
Sicherung der umweltverträglichen Beseitigung von Abfällen"

Das Gesetz richtet sich nicht an Otto Normalverbraucher.

Ich will mich jetzt nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, aber ich glaube, wenn die Wasserbehörden bei Tankstilllegungen einen Entsorgungsnachweis fordern, schießen sie etwas über ihr rechtliches Ziel hinaus und machen das nur aus persönlicher Sorge.
Auch ich verlange die Nachweise, weiß aber dass ich das nicht muss.
Ich werde das Thema einmal bei den Behörden vertiefen.

Zu den rechtlichen Anforderung im Detail bei der hier diskutierten Abfallbeseitigung kann ich weiter nichts offizielles sagen.

Meine "private" Meinung ist folgende:

Wenn die (zerschnittenen) Kunststofftanks augenscheinlich sauber sind, ist das mit Sicherheit kein Sonderabfall, und ein Umweltschaden wird daraus nicht entstehen.
Ansonsten müsste auch das Abwasser aus der Waschmaschine, in der die ganzen Klamotten des Tankreinigers gewaschen werden, speziell entsorgt werden.

Die Frage ist oftmals, wo wird von den Privatleuten, die ihren Tank selber reinigen, das ganze ölgetränkte Reinigungsmaterial entsorgt.
Bei Stilllegungsprüfungen werden mir oftmals Annahmescheine von Deponien oder anderen Entsorgungsbetrieben vorgelegt. Wenn dort gegen "Quittung" solche Abfälle angenommen werden, müssen die wissen, was die tun. DIE unterliegen dem KrW-/AbfG.

Ich habe schon den Eindruck, dass die Privatleute sich bemühen, das Zeug gesetzeskonform los zu werden. Das Umweltbewusstsein ist mittlerweile bei allen so groß, dass wir nicht unterstellen brauchen, das Ölzeug wird in den Wald geworfen. Einzeltäter wird es möglicherweise geben. Die werden aber dafür in der Hölle braten (beheizt mit Altöl).

Auch der Verfasser @Silles (heutiger Beitrag von 19:14) gehört mit dazu und soll braten..
Es sollte ihm nicht egal sein, was mit seinem Abfall passiert. Er sollte zumindest davon überzeugt sein, dass der Abfallannehmer damit weiter ordentlich umgeht.

Gruß
Prüfer
Verfasser:
stefans
Zeit: 31.08.2006 00:02:38
0
463125
Danke Prüfer,

so dachte ich mir das auch in meiner kleinen Welt.

Aber besser gefragt:-)


Stefan

Verfasser:
stefans
Zeit: 31.08.2006 00:15:25
0
463136
Ganz vergessen:

Das Wasserwirtschaftsamt wollte bei mir keine Papiere einsehen und hat auch nichts gefordert.

Auf meine Frage nach dem tieferen Sinn der Sache, da ja ein zertifizierter Fachbetrieb seine ganze Kompetenz schon in den Tank investiert hatte, meinte die Beamtin, sie überprüfe abschliessend nur dass kein Ölschaden aufgetreten ist, und zwar während der gesamten Betriebszeit des Öllagers bis zur Stilllegung...

Dann liess sie mich achselzuckend zurück...;-)


Stefan
Verfasser:
J. Simon
Zeit: 31.08.2006 09:33:13
0
463227
Hallo Meister Hofrogge, hallo alle,

mein nachbar hat das auch so gemacht, daß er die Tanks zerschnitten hat, dann mit Ölbindemittel gereinigt (erist der Ortsrbrandmeister) und die dann zur Deponie gefahren. Die Bindemittelreste und den ganzen Schmodder hat er bei der Sondermüllsammelstelle abgegeben. Das hat nur die Deponiegebühren (120 Euro/Tonne) gekostet und die Arbeit. Aufgetrennt hat er die mir der Flex soweit ich weiß. Der HB war dabei und der "Prüfer" hat alles abgenommen.

Ich denke, das ist ein gangbarer Weg und ist zumindest nicht illegal.

J. Simon
Verfasser:
glange
Zeit: 31.08.2006 10:10:35
0
463256

Moin,

wie denn jetzt? Geiz ist Geil auch bei den Fachbetrieben???

Ölentsorgung und Tankentsorgung sollte man Spezialisten überlassen! Das Risiko, dass Öl dort hin gelangt wo es nicht hin gelangen darf ist mE zu groß. Merke ein Tropfen Öl verseuchen ca. 1000 Liter Grundwasser!

Tank zerschnipseln, Spüli, Lappen, Sägemehl - Das ist doch nicht das tägliche Brot eines SHK-Mannes.

Ich finde es im übrigen nicht fair, den Selberschraubern hier im Forum zu raten einen Fachmann ausführen zu lassen, aber im Gegenzug dann Spezialarbeiten selber machen zu wollen um ein paar Euros sparen zu wollen.

Sorry, Leute nix für ungut!

Grüße
Gerolf
Verfasser:
ray
Zeit: 31.08.2006 10:40:13
0
463276
moin,

eigentlich sollte es kein Problem sein, zerschnittene Tankreste in einer Müllsammelstelle -meist deponien, wo allerdings bis auf Kompost/Grünschnitt kein Industrie oder Siedlungsabfall mehr deponiert wird - zu entsorgen. Seit Juni 2005 darf nix unbehandeltes (in diesem Falle in einer MVA verbranntes) mehr deponiert werden.

Man bringt also sein mehr oder weniger verölten PE-tankschnipsel im Plastiksack zum onkel Deponiebetreiner-Angestellten- "Herr der Müllsammelmulden" und der wird normalerweise auf die restmüllmulde oder sogar Kunstoffmulde zeigen. Das geht alles duch den großen Schornstein. Wenn man dann noch den Sack mit dem verssauten Putzlumpen/Ölbindemittel/Katzenstreu/Ölwasser bei "ölhaltige Abfälle" abgibt, dürfte auch kein Problem enstehen--ggf. geringer Aufschlag wg. Sondermüll (wird dann auch verbrannt, aber ggf. vorher gewässerschützend gelagert).


Meine Erfahrung: außer ausgewiesene Problemstoffe(Quecksilber,. Plutonium, Nervengifte :-)) kann man für 120-165€/t alles in der "Deponie" bzw. Müllsammelstelle als Restmüll entsorgen.

Wenn man dem Schrotti einen zerflexten Öltank mit NAchweis übergibt, bin ich übrigens schon der Meinung, das DER dann dafür sorgen muß, das kein Restöl von seiner 7,5tonner-Pritsche ins nächste Biotop läuft..wenn ich als Bastler einen Motorblock von som Gussheizkörpergeier abholen lasse, dann sorge ich ja vorher auch nicht für eine besenreine Ölwanne...im Hochofen sind sie alle gleich ob mit HEizöl-EL oder 5ltr altölschlamm im Sumpf. Wer seinem Schrotti das nicht zutraut oder nicht selber zur Deponie fahren kann/will, der beauftragt dann halt den Entsorgerfachbetrieb und hat "nur" ein Geldproblem.

sachgerecht durchgefüht sind beide Lösungen gleichwertig.

Gruß

raymond

PS. ich werden z.B. versuchen meine alten PE-Tanks selber zu reinigen, wenn Aufwand + ordentliche Entsorgung Restöl mit Reiniger + Ölschlamm mich als Privatmann deutlich billiger kommen als Reinigung durch einen Fachbetrieb. Das ich dabei den Gewässerschutz beachte versteht sich von selbst, wenn was passiert, bin ich der Dumme. Falls ein Fachbetrieb sogar günstiger ist (Geräte vorhanden + oft Entsorgung für so einen Betrieb dank Rabatte deutlich günstiger als für Privatmann) günstiger (Kosten + Arbeitsaufwand) ist, werde ich den natürlich ebenso vorziehen
Verfasser:
Silver-Joker
Zeit: 31.08.2006 12:35:03
0
463335
@ Gerolf Glange

Danke für deine ausführlich Meinung.


Zitat Glange
"Moin,
wie denn jetzt? Geiz ist Geil auch bei den Fachbetrieben???
Ölentsorgung und Tankentsorgung sollte man Spezialisten überlassen! Das Risiko, dass Öl dort hin gelangt wo es nicht hin gelangen darf ist mE zu groß. Merke ein Tropfen Öl verseuchen ca. 1000 Liter Grundwasser!

Zitat Ende

Ich denke mal, an dieser Stelle sollte ich noch mal erwähnen, dass ich seit 1999 eine Fachbetriebszulassung na §19 Wasserhaushaltsgesetz habe, und Ich selber, ebenso wie meine Mitarbeiter sehr sorgfältig mit Öl umgehen.

Auch geht es hier nicht um Geiz ist Geil, sondern um Wettbewerb. Ich betreue im meinem Kundenkreis mehr als 350 Ölheizungsanlagen. Durch die Sondersituation in Hessen müssen alle davon vom einem Sachverständigen überprüft werden, ich habe in den letzten 18 Monaten über ca. 300 Öllageranlagen auf Vordermann gebracht, durch Umrüstung auf Einstrang, nachrüsten von Antiheberventilen etc. in der gleichen Zeit habe ich in etwa 250 Sachverständigen-Prüfungen beleitet. Ein Teil der Tankanlagen sind jedoch aufgrund des Alters oder anderer Umstände in einem Zustand, den der Sachverständige nicht mehr abnimmt, diese Anlagen müssen dann erneuert werden.

Beispiel: Die Tankanlage die ich grade letzte Woche erneuert habe, ich habe die Tanks zum Sondermüllentsorger gefahren und dafür 820,- Euro bezahlt. Vergleich mal mit dem Mitbewerber (sieh mein zweites Posting weiter oben) den ich diese Tage auf der Deponie getroffen habe, der hat für die gleiche Entsorgung in etwa 20 Euro bezahlt, zuzüglich ca. 100,- € Löhne für seine Mitarbeiter für Kleinschneiden und Reinigen. Wettbewerbsvorteil 700,-€ knallharte Euronen. Damit kann er eine Tankerneuerung bei sonst gleichwertiger Ausführung 15 bis 20 Prozent günstiger anbieten.

Ich sehe das im übrigen sehr ähnlich wie du. ich selber bin auch keine Freund davon, die Tanks einfach auf die Deponie zu werfen, und zu hoffen dass da nichts mehr ins Grundwasser gelangt.

Ich will und ich werde auf jeden Fall, auch weiterhin korrekt entsorgen, und meinen Kunden einen ordentlichen Entsorgungsnachweis anbieten, also werde ich auch künftig nicht einfach so mit Putzlappen und Sägespänen ausgeputzte Tanks auf die Deponie kippen.

Interessant wäre z.b. eher die Alternative die klein geschnittenen und gereinigten Tanks in einem flüssigkeitsdichten Transportbehälter zur nächsten Müllverbrennungsanlage zu geben. Denn bei der Verbrennung dürfte es bezüglich Gewässerschutz eher weniger Bedenken geben.



Zitat Glange
Tank zerschnipseln, Spüli, Lappen, Sägemehl - Das ist doch nicht das tägliche Brot eines SHK-Mannes.
Ich finde es im übrigen nicht fair, den Selberschraubern hier im Forum zu raten einen Fachmann ausführen zu lassen, aber im Gegenzug dann Spezialarbeiten selber machen zu wollen um ein paar Euros sparen zu wollen.
Sorry, Leute nix für ungut!
Grüße
Gerolf

Zitat Ende

Kein Problem du stellst hier deine sachliche Meinung rein, ich hatte ja ausdrücklich darum geben. Also ebenfalls nix für Ungut, ist alles OK was du schreibst.

Zurück zum Thema
Es kommt auf die Ausrichtung der Firma an. Es ist sicher nicht das täglich Brot eines jeden SHK Betriebes. Als Fachbetrieb na §19 und mit dem Standort in Hessen sieht das ganz schon etwas anders aus. Wir arbeiten täglich an Öllageranlagen die wir im Interesse unserer Kunden in einen Zustand versetzen der den Anforderungen der VAWS gerecht werden.

In den Fällen in denen nur die Erneuerung der Tankanlage das gewünschte Ergebnis bringt, bieten wir unseren Kunden einen kompletten Service an. Wir Pumpen das noch vorhandene Öl in transportable Zwischenlagerbehälter, Demontieren die alten Tanks, montieren die neue Öllageranlage, und pumpen das Öl wieder zurück in die neuen Tanks. Ölschlamm, verschmutzte Betriebsmittel ebenso die alten Tanks transportieren wir ab, und führen diese der ordnungsgemäßen Entsorgung zu.

Für den Kunden bedeutet das, ein Ansprechpartner, ein Termin, und nur einen Tag Monteure und Ölgeruch im Haus. Hier steht weniger das sparen im Vordergrund sondern die Tatsache, wenn ich das mit meiner Mannschaft angehe, dann hat der Kunde eben, wie gesagt, nur einen Ansprechpartner und alles ist an einem Tag geregelt, bei zwei Firmen muss die Terminabstimmung schon 111%tig gut stimmen damit alles in einem Tag klappt. Die andere Firma müsste morgens uns auch nachmittags auf Abruf kommen zum Umpumpen etc. das würde sicherlich sehr schwierig. Der Kunde hätte mehrere Tage Belästigung durch Monteure, Dreck und Geruch zu ertragen.




Wie gesagt, ich werde auch weiterhin sorgfältig entsorgen, mit entsprechendem Entsorgungsnachweis.

An alle Forumsteilnehmer, mich interessiert dabei nach wie vor eure Meinung.

Phuu, wieder mal viel zu viel geschrieben, aber wie will man es kürzer formulieren ohne wichtiges weg zu lassen.

Gruß Alfons
Verfasser:
guni
Zeit: 31.08.2006 14:34:28
0
463424
Tach
meine Meinung: Wenn es keine gesonderten Vorschriften über die genaue Entsorgung gibt würde ich auch so verfahren: Vor Ort kleinschneiden und reinigen und dann ab zur nächsten Müllverbrennungsanlage.
Bei uns in der Müllverbrennungsanlage wurden (werden?) auch Altölabfälle verbrannt. Bei Anlieferung an die Müllverbrennungsanlage bekommst Du auch nen Wiegeschein. Den würde ich mit Auftragsnummer/Kundennamen versehen und abheften. Damit kannst Du zumindest glaubhaft machen, wo die Tanks abgeblieben sind.

OT: Nach Einführung der Altautoverordnung wurde bei uns im Landkreis dieses Verfahren für Hobbyschrauber mit Exotenautos akzeptiert, die mangels Ersatzteilversorgung auf Schlachtautos angewiesen waren: Konntest Du Wiegeschein für Karosserie, Rechnung für Altreifenentsorgung und Altölentsorgung sowie Wiegeschein Müllverbrennung nachweisen, war das der zuständigen Behörde lieber als ein fingierter Kaufvertrag mit polnischen Käufer.....

grüße
guni
Verfasser:
glange
Zeit: 31.08.2006 14:35:25
0
463425
Moin Alfons,

ich will Dir im keinen Fall unterstellen, dass Du die Aufgaben der Tankentsorgung nicht gewissenhaft durchführst. Nicht umsonst engagierst Du Dich ja mit diesem Thread. Eine Konzession habe ich Dir im übrigen auch unterstellt, allerdings glaube ich, dass wenn diese Möglichkeit der Entsorgung Schule macht, eben auch mal jeder x-beliebige Lehrling diese gewissenhaft durchzuführend Arbeit macht. Wenn Du ehrlich bist, ist diese Möglichkeit nicht so abwägig.

Hier im Forum wird oft bis aufs Messer diskutiert, wenn es um Konzessionen, Vorschriften geht. Besonders die Legionellen/Trinkwasserleitungsdiskussion dürfte allen bekannt sein. Auf der anderen Seite wird in dem Bereich der Tankentsorgung versucht diese Vorschriften zu "umschiffen".
Deshalb ist man natürlich nicht kriminell, aber nachdenklich mach mich das schon, wenn jeder kleine Betrieb (unter Kostendruck) diese Arbeiten selbst macht.

Viele Grüße
Gerolf
Verfasser:
meStefan
Zeit: 31.08.2006 16:34:20
0
463523
Bei Kaiserslautern haben sie mal im Wald eine wilde Öl-Tank- Deponie, Altölfässer und Autowracks gefunden!
Eines Tages kam einer und hat alte Öl- Tanks in die Grube geschmissen und das Altöl hinterher gekippt!
Da er beobachtet wurde, wurde er wegen dieses Umweltdeliktes angeklagt und verurteilt.

Der Typ hatte in den Kleinanzeigen der Zeitungen Werbung für die Tankentsorgung gemacht und weder ein Gewerbe angemeldet noch war er in irgend einer Weise ein Fachmann!
Er war billig und hat so sein Taschengeld aufgebessert.

Heute ist er pleite und sitzt ein!

ABER nicht nur er muß eine Menge zahlen und wurde ordentlich bestraft, nein auch seine "Auftraggeber", denn diese müssen sich von der ordentlichen Entsorgung durch einen Fachmann versichern!
So wurden aber die Kunden zu "Mittätern" in Sachen Umweltverschmutzung!


Was das Flexen an einem Öl- Tank angeht, das sollte man nicht machen!
Kunststofftanks kann man nicht flexen, da der Kunststoff schmilzt und die Scheibe verklebt.

Bei Stahltanks sollte man die Flex auch weg lassen, denn diese verdampft durch die Hitze das restliche Öl an den Wandungen und durch die Funken kann das Öl/Luftgemisch sehr laut reagieren!

In meiner Lehrzeit habe ich diese Erfahrung machen dürfen und war drei Meter hinter mir an die Wand geknallt, der Tank war nicht mehr oval, sondern rund und ein großes scharfkantiges Loch entstand!
Mein Gehör kam mit der Zeit dann auch irgend wann wieder!


Meine Empfehlung: Immer einen Fachbetrieb entsorgen lassen und am besten Rechnung und Entsorgungsnachweis gut aufheben!

Verfasser:
ray
Zeit: 31.08.2006 18:10:57
0
463583
moin,

@ Stefan: nur aus Neugier..wie konnte es denn zu diesem Unfall in deiner Lehrzeit kommen? ..ich meine jetzt nicht den technischen Hintergrund.

Gruß

raymond
Verfasser:
clevertherm
Zeit: 31.08.2006 19:50:03
0
463646
Moin!

Jetzt muß auch ich meinen Senf dazugeben:

Nach einer Innenreinigung mit abermillionen Küchentüchern und anschließendem Ausreiben mit Sägespänen fuhr ich die drei (nicht zerlegten) Stahltanks direkt zur Müllumschlagstation unseres Wegezweckverbandes (= Müllabfuhr). Die ölverschmierten Tücher usw. wurde ich dort auch los.

Kosten: null Komma nix
Entsorgungsnachweis: keiner

viele Grüße
Arnt
Verfasser:
Silles
Zeit: 31.08.2006 19:59:15
0
463649
Da war bestimmt POWER dahinter wenn das dickerchen so weit fliegt :-)
und bevor ich es vergesse , es gibt auch scheiben für die FLEX womit man Kunstoff schneiden kannn...

Prüfer du handlampe wenn ich schmore dann mit Steak und Bier...
Seite 1 von 3 [Beitrag 1 bis 25 von 56]erste <123>letzte