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Haustechnikforum
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Seite 1 von 3 [Beitrag 1 bis 35 von 80]erste <123>letzte 
Einrohrsystem
Verfasser:
Doris Schott
Zeit:
23.01.2007 15:34:01
554688
Die Heizkörper in unserem Haus sind über ein Einrohrsystem hintereinander geschaltet. Daher können wir an den vorhandenen Heizkörpern keine Thermostatventile anbringen. Einige der alten Ventile lassen sich aber kaum mehr bewegen (drehen), außerdem wollen wir auch die alten Rippenheizkörper durch moderne Heizkörper ersetzen. Heizungsfachfirmen in unserer Gegend scheinen sich nicht so recht an das System heranzutrauen, alle Versuche Beratungstermine zwecks Sanierung der Heizkörper zu bekommen sind bisher gescheitert.
Können wir die alten Heizkörper ersetzen? Was müssen wir dann bezüglich der Ventile und der Zuleitungen beachten. Ich habe etwas über Bypassventile gelesen, aber wo bekommt man diese zu kaufen? Wer kennt sich beim Einrohrsystem aus und kann uns weiterhelfen.
Ganz vielen Dank schon mal vorweg
Doris
Verfasser:
Merlot
Zeit:
23.01.2007 19:09:12
554843
Ich glaube das schwierigste an der Einrohrheizung ist der hydraulische Abgleich, dafür gibt´s aber Formeln und Tabellen. Wer kann, der kann. Ich kann´s nicht. Aber es ist alles machbar. Natürlich braucht man einen Beipass. Die Heizkörper zu wechseln dürfte kein Problem sein. Es ist nur eine sehr aufwendige Angelegenheit. Es soll ja auch schön aussehen, also müssen auch die alten Anschlüsse freigelegt werden und an die neuen HK´s angepasst werden.
Schreib mal Deinen PLZ-Bereich und vielleicht freut sich ein Meister hier über einen schönen Auftrag.
Verfasser:
Doris Schott
Zeit:
23.01.2007 19:40:43
554875
Hallo Merlot,
wir wohnen im Raum Düsseldorf/ Köln (PLZ 41...) . Habe heute tatsächlich auch noch einen Beratungstermin mit einer Heizungsfirma (am 29. Jan.) organisieren können. Mal sehen!
Doris
Verfasser:
Sockenralf
Zeit:
23.01.2007 21:14:08
554968
Hallo,

was ich nicht verstanden habe ist das, warum an den HK keine Thermostat-Ventile möglich sein sollen?

Die Bypässe müssten doch schon drinn sein, oder?


Oder geht da der VL vom Kessel zum ersten HK, der RL vom ersten HK als Vorlauf zum zweiten, der RL vom zweiten.........?????

Wer macht denn sowas?



MfG
Verfasser:
Schmitt
Zeit:
24.01.2007 08:32:39
555220
Hallo Sockenralf,

Du hast gesagt:

Wer macht denn sowas?

Solche Anlagen hat man früher gemacht.

Heutzutage ist kommt diese diese Art nur noch wenig zum Einbau.

mfG. Schmitt

der letzte Woche von einem Kollegen den Auftrag erhalten hat, eine noch ältere Einrohranlage, die noch eine Kurzschlussstrecke zwischen Vor und Rücklauf hat, zu überprüfen und richtig zum laufen zu bringen.
Verfasser:
Sockenralf
Zeit:
24.01.2007 09:56:03
555274
Hallo,

wirklich nur alle HK in Reihe geschalten?

Ohne irgendeinen Bypass?



Meine Einrohranlage ist ca. 20 Jahre alt und die hat schon Bypässe.

Ich bin überrascht (um nicht zu sagen entsetzt), daß es sowas wirklich geben soll.



MfG
Verfasser:
Doris Schott
Zeit:
24.01.2007 13:41:40
555428
Danke erst einmal an alle, die sich mit unserem Problem beschäftigen. Das Haus ist 1975 gebaut worden, damals war es wohl üblich, solche Einrohrsysteme einzubauen. Einige unsere Nachbarn haben die alten Ventile gegen Thermostatventile getauscht mit dem Ergebnis, dass sie alle Ventile öffnen müssen, damit auch noch der letzte Heizkörper in der Reihe warm wird. Dies wollen wir nicht, denn wir wollen einige Zimmer einfach nicht dauernd mitheizen. Zum anderen wollen wir die nun mehr als 30 Jahre alten Rippenheizkörper gegen moderne Heizkörper tauschen. Die Heizungsfachfirma die unsere Heizungsanlage auf den neuesten Stand gebracht hat "kneift" bezüglich Beratung und Tausch von Heizkörpern und Ventilen. Leider! Denn mit der Heizungsanlage selbst sind wir sehr zufrieden. Bevor wir eine Grundsanierung des Hauses durchführen, wollen wir aber erst mal die Heizkörper und Ventile erneuern.
Danke für jedwede Hilfe
Doris
Verfasser:
Rene Bergermann
Zeit:
24.01.2007 15:03:13
555488
Zum anderen wollen wir die nun mehr als 30 Jahre alten Rippenheizkörper gegen moderne Heizkörper tauschen
_____________________________________
Lasst da bloß sein... diese alten Dinger sind das Beste was einem passieren kann! Gute Speichermasse, hoher Strahlungswärmeanteil. Solange sie noch in Ordnung sind, höchstens neu streichen, nicht austauschen!
Verfasser:
stiloangi
Zeit:
24.01.2007 17:09:16
555572
hallo doris,

kämpf dich hiermal durch:

http://www.haustechnikdialog.de/forum.asp?thema=58204&headline=Hydraulischer%20Abgleich%20vorgeschrieben%20?


stilo
Verfasser:
wasnix
Zeit:
24.01.2007 19:37:59
555674
Hallo Doris,

beschreibe die Anlage bitte genauer.
Ein Rohr kommt in den Raum rein,teilt sich auf in den Heizkörper und parallel dazu ein Rohrß
Danach gehen wieder beide zusammen in ein Rohr und dann zum nächsten Raum?
Oder wie schaut die Heizung aus?

Robert
Verfasser:
Hermann N.
Zeit:
24.01.2007 20:32:18
555720
Hallo Doris
Ich habe auch ein Einrohrsystem und auch mit Thermostaten.Bei Danfoss gibt es Steigrohrventile( Bestell.Nr 013G3366)Bei diesen kann man auch den Durchgang pro Heizkörper einstellen.Damit läßt sich auch an Abgleich pro Etage einstellen.
Verfasser:
Doris
Zeit:
25.01.2007 13:15:03
556197
Zwei Rohre kommen aus dem Boden und führen in den Heizkörper. Ist das Uraltventil abgedreht, wird dennoch der dahinter geschaltete Heizkörper warm. Ist das Ventil aber ein Thermostatventil, dann wird der dahinter geschaltet Heizkörper nur dann warm, wenn das davor geschaltet Ventil offen ist, d.h. man müsste alle Heizkörperventile aufdrehen, damit auch noch der letzte Raum in der Reihe warm wird.
Frage an Hermann N.: Bei uns haben Nachbarn auch die Heizkörper mittels solcher Steigleitungen (Umgehungen) umgebaut, aber auch da gibt es Probleme, dass nicht alle Heizkörper richtig warm werden. Haben die etwas falsch gemacht?
Letzte Woche hatten wir einen Energieberater im Haus, der empfahl sogar, alle Leitungen (Rohre) zu den Heizkörpern neu zu verlegen. Wir haben Betondecken und z.T. auch Betonwände. Bei der Vorstellung, alle Heizungsrohre neu zu verlegen, kommt natürlich keine Freude auf.
Danke für eure Hilfe
Doris
Verfasser:
Wolfman
Zeit:
25.01.2007 18:25:06
556433
Hallo,

ich bin zwar kein Heizungsfachmann, allerdings habe ich schön öfter gehört und gelesen, daß die alten Heizkörper wesentlich mehr Strahlungsenergie freisetzen und mehr Masse haben, weshalb sie insgesamt günstig sind. Man kann auch mit niedriger Temperatur fahren als mit den neuen Heizkörpern, die kaum mehr Masse haben.

Deshalb würde ich die alten Heizkörper drinnen lassen, solange sie noch dicht sind.

Es gibt sogar Firmen, bei denen man noch die alten Heizkörper kaufen kann und es gibt Leute (ich gehöre dazu), die die auch noch kaufen würden, allein wegen der niedrigeren Temperatur die im System gefahren werden kann.

Strahlungswärme ist angenehmer und effektiver!

Gruß vom Wolf
Verfasser:
-jE-
Zeit:
25.01.2007 18:31:34
556436
Du brauchst spezielle Ventile für Einrohrheizung, diese haben einen integrierten Bypass, z.Bsp. Lanzenventil.
Verfasser:
Karl-Heinz K.
Zeit:
25.01.2007 18:50:40
556453
Hallo erstmal !
Es gibt z.B von Heimeier Einrohrventile die natürlich mit Thermostatventil funktionieren . Die Dinger haben eine Einstellschraube um eine gewisse Menge Heizwasser in den Heizkörper zu befördern . Der größere Anteil geht aber zum nächsten Heizkörper . Ist nicht einfach einzustellen aber es geht . Mitunter sind mehrere Einstellversuche erforderlich . Rechenformeln helfen da nicht weiter , da ist der Praktiker gefragt (nicht der Baumarkt ) .
Das geht natürlich auch mit neuen Heizkörpern .
Bei deinem Nachbarn sind mit Sicherheit die Ventile nicht richtig eingestellt .
Einrohrheizungen sind das Grauen für Heizungsbauer (mich eingeschlossen ) .
Trotzdem viel Erfolg , KHK
Verfasser:
Hermann Nie.
Zeit:
25.01.2007 21:23:08
556573
Hallo Doris,
Die Ventile schau dir bitte einmal bei Damfoss an.Diese werden unten am Ausgang vom Heizkörper angeschlossen.Das Ventil hat von unten rechts den Vorlauf und links den Rücklauf. über den Vorlauf ausgang wird der Heizkörper nach oben mit einem Thermostatvenitl dazwischen an den Heizkörper oben angeschlossen. Links vim Ventil ist eine Kappe aufgeschraubt. Diese kannst Du abschrauben und dahinter ist eine Imbusschraube,womit Du denDurchgang trosseln kannst. Ich habe 5 Heizkörper auf jeder Etage hintereinander angeschlossen.Ich fahre meine Heizung mit einer Kennlinie 0,60.( niedrige Vorlauftemperaturen ) Bei mir werden alle Heizkörper gleich warm.
mfg
Hermann N.
Verfasser:
Achim Kaiser
Zeit:
25.01.2007 22:11:56
556620
Ich liebe Einrohrsysteme und meine laufen wie ein Uhrwerk.
Man muss nur wissen was man tut, dann gehts ganz easy.

Kein Graus und auch keine Horror.

Ein Bild von den eingesetzten Einrohrventilen wäre hilfreich.

Gruß
Achim Kaiser
Verfasser:
Miru
Zeit:
26.01.2007 09:25:32
556832
Hallo,

wir haben auch ein Einrohrsystem (Bj.1974)
Bei uns sieht es so aus, das eine Ringleitung im Keller läuft.

An dieser Leitung ist jeweils der Vorlauf mit einem Winkel eingelötet, der Rücklauf vom Heizkörper geht dann auch wieder in die Ringleitung.

Wir haben normale Thermostate von Heimeier und auch schon einige Gliedheizkörper gegen Flachheizkörper getauscht.
Alles ohne Probleme, überall wirds warm und die Thermostate regeln auch.

Im Moment versuchen wir noch eine FBH über ein RTL zu integrieren.

Gruß
Michael
Verfasser:
Karl-Heinz K.
Zeit:
26.01.2007 12:16:33
556991
Hallo Achim !
Also wer da gerne dran rumschraubt ist ein Held oder er lügt . Wer rennt schon gerne durchs Haus und dreht an den Schrauben rum , zumal die Ventile oft in Ecken eingebaut sind wo man gar nicht an die Schraube rankommt .
Einmal richtig eingestellt funktioniert das auch immer , aber wehe man will ein neues Ventil oder nen Heizkörper , dann geht das wieder los .
Mir machts keinen Spaß , gibt schöneres .
Schönen Tag noch , KHK
Verfasser:
Achim Kaiser
Zeit:
26.01.2007 12:33:25
557004
@KHK,

wieso rennst du durchs ganze Haus und drehst an allen möglichen Schrauben ???

Ich habe leise und dezent anklingen lassen, dass man einfach wissen muss was man tut.

Wer z.B. in eine reitende Einrohranlage voreinstellbare Thermostatventilunterteile einbaut weiss nicht was er tut.

Wer bei Vorschaltventilen mit einregulierbarem Bypass nicht weiss wie er die vorhandenen Massenstromverteilung ermittelt und demnach das neue Ventil einzustellen hat, der weiss nicht was er tut.

Wer in Einrohranlagen Zweirohrventilkombinationen einbaut, dass alle nachfolgenden Heizflächen kalt bleiben wenn der Heizkörper abregelt weiss auch nicht was er tut.

Hirn einschalten und *VORHER* überlegen was man anstellt bewahrt einen in 98% der Fälle vor unliebsammen Überraschungen. Leider ist manchmal bei einigen die Denkphase nur von Mittag bis 12.00 Uhr und wenns nicht gleich schellt wirds nacht.

*Designmängel* durch falsche ursprüngliche Planung lassen sich natürlich nicht mit 2 Stellschrauben beheben. Auch der Wuschtraum aus einer Einrohranlage die mal auf 80 oder 90 Grad Vorlauftemperatur ausgelegt wurde mit 60 Grad Vorlauftemperatur zu betreiben geht in die Hose.

Das alles liegt aber nicht am *Einrohrsystem* sondern an der Tatsache dass es zu jeder Zeit Pappnasen gab und auch heute noch gibt.

Gruß
Achim Kaiser
Verfasser:
Martin Havenith
Zeit:
26.01.2007 12:37:19
557008
Hallo Achim

Heizungsbau ist doch alles ganz einfach.... besonders die Einrohrheizung!

;-))
Verfasser:
Achim Kaiser
Zeit:
26.01.2007 12:44:14
557017
Servus Martin,

Latürnich .... watt denn sonst ?

Gibt wesentlich schwierigere Situationen....
Du weisst doch....wenns Kastensprungverbot zuhause gibt liegts immer am hydraulischen Abgleich ;-))

Gruß
Achim
Verfasser:
Karl-Heinz K.
Zeit:
26.01.2007 13:28:04
557069
Ihr seid Helden...
Verfasser:
stiloangi
Zeit:
26.01.2007 15:26:07
557198
der kaiser schrieb:

Designmängel* durch falsche ursprüngliche Planung lassen sich natürlich nicht mit 2 Stellschrauben beheben. Auch der Wuschtraum aus einer Einrohranlage die mal auf 80 oder 90 Grad Vorlauftemperatur ausgelegt wurde mit 60 Grad Vorlauftemperatur zu betreiben geht in die Hose.

Das alles liegt aber nicht am *Einrohrsystem* sondern an der Tatsache dass es zu jeder Zeit Pappnasen gab und auch heute noch gibt.

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hallo herr kaiser,

mit ihrem gesunden selbstvertrauen in die eigene arbeit stellen sie doch wohl auch ihre geliebten einrohrsysteme um, versehen mit einer neuen kesselanlage, auf nt-betrieb.

oder sagen sie den kunden, alles neu macht der kaiser, was damals richtig geplant war, ist heute falsch,
sind keine reserven da, sorry, hat ne pappnase gebaut......

daher die liebe zu einrohrsystemen?

glücklicherweise sind die meisten alten anlagen überdimensioniert, so dass man, wie bei mir, das einrohrsystem im obergeschoss belassen kann und die anlage im nt-bereich läuft, nicht ganz optimal zur zeit, kommt ja noch der neue kessel und der hydraulische abgleich, aber dann.:))

stilo



Verfasser:
Hermann N.
Zeit:
26.01.2007 17:06:49
557260
Hallo Doris,
gehst die Fernwärme direkt ins Heizungsnetz? Ich gehe über einen Tauscher .Ich erwärme mein Heizungswasser nur durch den Tauscher,wobei im Fernwärmerücklauf ein Regelventil sitzt.Dieses wird über einen Außenfühler und einem Raumfühler geregelt.
Gruß
Verfasser:
Achim Kaiser
Zeit:
26.01.2007 19:58:51
557383
@Stilo

>mit ihrem gesunden selbstvertrauen in die eigene arbeit stellen sie doch wohl auch ihre geliebten einrohrsysteme um, versehen mit einer neuen kesselanlage, auf nt-betrieb.


*Meine* Einrohranlagen brauche ich nicht auf NT-Betrieb umstellen die laufen seit mehr als 25 Jahren witterungsgeführt im NT-Bereich und das ohne Probleme.

Es gibt auch genug Altanlagen die zwischenzeitlich auf einen NT Kessel umgerüstet wurden und die absolut problemlos laufen.

Es geibt auch genügend andere Beispiele.......

Also was sollen die Allgemeinschauplätze .... sie nutzen im Einzelfall alle nix.

>oder sagen sie den kunden, alles neu macht der kaiser, was damals richtig geplant war, ist heute falsch,
sind keine reserven da, sorry, hat ne pappnase gebaut......

Dummes Zeug.
Was damals richtig geplant war läuft auch heute absolut problemlos.
*Sorry hat ne Pappnase gebaut* ist gar nicht notwendig, denn der Betreiber kennt in der Regel die Mängel oder Schwachstellen seiner Anlage nach 20 oder 25 Jahren Betriebsferahrung sehr genau. In der Regel stellt sich die Frage mit welchem Aufwand ist eine Änderung der Anlage möglich um diese Unstimmigkeiten zu beheben.

Allerdings lässt sich an den grundsätzlichen Parametern der Anlage ohne Aufwand nicht viel ändern.
Eine Anlage die auf 80 Grad *berechnet* wurde (nicht gedaumt) hat keine sonderlich großen *Reserven*,
denn die Berechnungsgrundlage hat sich seit über 20 Jahren nicht geändert also wo solls herkommen ??

Reserven kommen nicht vom *Kesselaustausch* sondern sind in den Heizflächen und dem Rohrleitungssystem entweder vorhanden oder eben nicht.:
War an der alten Anlage eine entsprechende Regeleinrichtung (Nennt sich Mischer mit Regelung oder auch von Hand bedient) vorhanden dann wurden sie auch dort schon genutzt.....welch Wunder oder übersteigt das die Vorstellungskraft ?

Mir ist noch kein Kunde begegnet der nach 20 Jahren absolut keine Ahnung von seiner Anlage hatte....hab ich vielleicht die falschen Kunden oder was ??

Fummel ruhig ne zeitlang an deiner Einrohranlage irgendwann wirst du feststellen das es an einer Einrohranlage am Heizkörper nichts abzugleichen gibt.
Einrohranlagen werden Strangweise abgeglichen und dann hat sichs auch schon.

Verändern des Bypassverhältnisses ist dann noch mal ne ganz andere Baustelle von der man wenn man keine Ahnung hat was passiert und wie sich die Maßnahmen auswirken ganz einfach die Finger lassen sollte.

Es gibt schon Heizungsbauer die sich auskennen ... nur ist oftmals der Unterschied zwischen Realität und Wunsch ein ganz gewaltiger.

3 Ausgaben *schoner Wohnen* zu lesen reicht eben in der Praxis doch nicht ganz aus um eine Heizungsanlage zur vernünftigen Betriebsweise zu bewegen.

Gruß
Achim Kaiser
Verfasser:
Doris
Zeit:
26.01.2007 23:25:13
557515
Viel klüger bin ich noch nicht geworden. Aber die alten Ventile müssen ausgetauscht werden, denn Frau hat nicht genug Kraft, diese aufzudrehen. Immer mit der Rohrzange an das Ventil gehen, macht weder Spaß noch Sinn. Das gilt zwar momentan nur für zwei Ventile, aber....
Am Montag Nachmittag kommt ein Heizungsfachmann. Ich werde Euch mitteilen, was er sagt bzw. empfiehlt.
Danke vorerst für alle Ideen, Vorschläge etc.
Doris
Verfasser:
Heinzi Besserwiss
Zeit:
27.01.2007 12:04:26
557686
Hallo Doris, hallo Herr Kaiser,

nartürlich hat Herr Kaiser recht. Ich habe meine Anlage auch vor zwei Jahren umgebaut.
Die Physik ist ganz einfach. Die notwendige Wärmemenge muß einfach durch das Rohr durchpassen. Die Ströungsgeschwindigkeiten sollten dabei kein Rauschen im Rohr verursachen, wenn das bisher ging geht es auch in Zukunft.
Ein hydraulischer Vorabgleich der Heizkörper ist nicht notwendig, da 50 % des Volumenstrom sowieso am Heizkörper vorbei geht! Ich habe meine Heizkörper zwar voreingestellt aber nur weil ich aus Designgründen viel zu große Heizflächen habe.
Herr Kaiser hat nartürlich auch recht, daß das system Strangweise abgeglichen werden muß. In meinem Fall waren die Geometrien fast gleich so daß das auch nicht notwendig war.

Nun zu den Fragen von Doris.

Ja Du kannst die Heizkörper ersetzen. Du benötigst für die Heizkörper besondere Anschlußblöcke (geeignet für Einrohrsystem). Diese lassen das Wasser weiter im Kreis laufen, auch wenn Dein Heizkörperventil den Wasserfluß zu Deinem Heizkörper verschließt. Ich denke Du willst den Umbau nicht selber machen oder? Dein Heizungsbauer sollte es eigentlich wissen wie es geht. Sonst melde Dich nochmal und ich nenne Dir entsprechende Links zu den Anschlußblöcken!


Gruß Heinzi
Verfasser:
Doris
Zeit:
29.01.2007 16:02:38
559184
Hallo,
das Einrohrsystem bei uns hat laut Heizungsfachmann die Besonderheit, dass es die Ventile (sitzen mittig über den beiden Leitungsrohren) wohl schon seit ewigen Zeiten nicht mehr gibt. Er meinte, der damalige Installateur hätte da etwas eingebaut, was er noch nirgendwo sonst gesehen hätte. Laut Heizungsfachmann sei auch das System mit Steigleitungen als Überbrückungen nicht empfehlenswert. Er will das Ganze umbauen, so dass er später Thermostatventile anschließen kann und meinte, der Umbau würde 3 - 4 Tage in Anspruch nehmen. Dazu muss aber in allen Räumen (3 Bäder, 6 Räume) der Fußboden aufgestemmt werden, d. h. als Folge müssen dann auch noch die Fußböden erneuert werden. Irgendwie ist das großer Mist!!! Wir warten jetzt mal auf seinen Kostenvoranschlag - der wird uns dann wahrscheinlich ziemlich schocken!
Doris
Verfasser:
Achim Kaiser
Zeit:
29.01.2007 17:02:33
559232
Wie wärs denn mit nem Bild vin den Wunderdingern ?

Hat schon manches Mal geholfen.

Gruß
Achim Kaiser
Verfasser:
stiloangi
Zeit:
29.01.2007 17:11:31
559241
hallo doris,

nimm dir noch nen anderen hb vor, sag ihm, was du willst und was du nicht willst- die rohre wechseln-
lass dich nicht beirren, auch ich hab zwei einrohrheizkreise und die funktionieren prima mit thermostatventil.
es liegt nur am hydraulischen abgleich, wenn das rohrnetz genug durchlässt, macht es ja im moment auch, ihr friert ja nicht, die heizkörper werden warm.
das thermostatventil sorgt ja lediglich dafür, dass die temperatur geregelt wird und nicht ständig die uraltventile auf oder zu gedreht werden müssen.
ein problem kann höchstens sein, dass ihr immer ziemlich hoch heizen müsst, wenn nicht genug heizkörperfläche vorhanden ist, deshalb würd ich lieber empfehlen die alten gussheizkörper drinzulassen.
ich kann mir nicht vorstellen, dass dadurch das voreinstellen der notwendigen volumenströme an irgendwelche grenzen stößt und der letzte heizkörper nichts mehr abbekommt.
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

du schreibst:



Einige unsere Nachbarn haben die alten Ventile gegen Thermostatventile getauscht mit dem Ergebnis, dass sie alle Ventile öffnen müssen, damit auch noch der letzte Heizkörper in der Reihe warm wird. Dies wollen wir nicht, denn wir wollen einige Zimmer einfach nicht dauernd mitheizen.


------------------------------------------------------------------

wenn die umwälzpumpe an der neuen heizungsanlage stark genug ist, dann schafft sie es, auch durch die gedrosselten ventile genügend wasser zu befördern.
wenn ich alles richtig begriffen habe bisher, müsste der jeweils letzte heizkörper mit voll geöffnetem zulauf oder rücklauf arbeiten und die vor ihm mehrundmehr gedrosselt werden.
aber nicht mit den thermostatköpfen, da stellst du am schluss nur die von dir gewünschte raumtemperatur ein.

----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
du schreibst:

Die Heizungsfachfirma die unsere Heizungsanlage auf den neuesten Stand gebracht hat "kneift" bezüglich Beratung und Tausch von Heizkörpern und Ventilen.
---------------------------------------------------------------------

die heizungsanlage ist nicht auf dem neuesten stand, denn es gibt sie nur in ihrer gesamtheit, also kessel als wärmeproduzent und heizkörper als wärmeabnehmer.
du bist dann der wärmenutzer:)

eigentlich müsste diese firma ran und ihr werk vollenden, wird aber wohl ohne streit nicht machbar sein und bis der ausgetragen ist.......
also ist der weg jetzt wohl richtig, eine neue firma zu beauftragen, du musst nur eine finden, die den hydraulischen abgleich beherrscht:)
und dafür allerdings auch bezahlen, es sind etliche stunden, die dabei draufgehen, ohne dass man zunächst was sieht.

aber später merkt mans dann-

eine heizungsanlage zum wohlfühlen.

stilo





--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Verfasser:
-jE-
Zeit:
29.01.2007 19:13:57
559326
@stiloangi

Vielleicht einfach mal die Tastatur in Ruhe lassen, wenn man keine Ahnung hat.
Verfasser:
stiloangi
Zeit:
29.01.2007 19:24:55
559336
nanu, war doch etwas falsch?

was denn bitte?

stilo
Verfasser:
wasnix
Zeit:
29.01.2007 20:10:34
559367
Hallo Doris,


wie wärs den,wenn Du einmal die Anlage beschreibst-ein Photo wäre nett-
oder willst Du nicht??

Robert
Verfasser:
Karl-Heinz K.
Zeit:
29.01.2007 20:26:21
559378
Ich bleib dabei , die meisten Heizungsbauer mögen keine Einrohrheizung - auch wenn Herr Kaiser was anderes behauptet . Trotzdem brauchst du dir den Fußboden nicht unbedingt aufschlagen zu lassen .
Laß dir an allen Heizkörpern die Ventile neu machen , mit Steigleitung und Thermostatventil . Wenns sein muß auch gleich den Heizkörper . Danach müssen die Ventile einreguliert werden und dann funktioniert das auch . Dein Problem wird sein , jemanden zu finden der das kompetent durchführt . Frag doch mal Herrn Kaiser . Der " liebt " Einrohrheizungen .
Schönen Abend noch , KHK
Seite 1 von 3 [Beitrag 1 bis 35 von 80]erste <123>letzte