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Haustechnikforum
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News 4992
Wirkungsgradoptimierung: Kamineinsatz + Rauchgaswärmetauscher + Edelstahlschornstein: versottungsgefahr?
Verfasser:
andreas_x
Zeit: 21.04.2007 22:08:41
0
612237
werte holzheizer,
da sich die heizsaison nun langsam neigt möchte ich mich der optimierung unseres kaminsystems annehmen.
wir haben einen kamineinsatz mit aufgesetztem rauchgaswärmetauscher. das rauchgas mündet dann in einen edelstahlschornsteineinzug.
nun meine fragen:
ist es wirklich unabdingbar, die wassertemperatur im rauchgaswärmetauscher >60°C zu halten?
wir haben einen recht robusten wärmetauscher
( link: http://www.kratki.pl/index3.php?m=wymiennik&lg=de )
und wie beschrieben einen edelstahlschornstein, sodass ich keine gefahr der schornsteinversottung sehe.
ich vermute, dass sich der wirkungsgrad der anlage verbessern würde, wenn die eingangstemp. z.b, auf 40°C verringert und damit die dem rauchgas entziehbare wärme erhöht wird.

was meint ihr dazu?
gruß
andreas
Verfasser:
Falk N.
Zeit: 21.04.2007 22:24:12
0
612247
Es geht weniger um die Abgastemperatur, sondern daß mit 60Grad sich am Wärmetauscher kein Kondensat bildet weil es sonst korrodiert, da aus normalem Kesselstahl.Der Wärmetauscheraufsatz hat meist relativ wenig Fläche, eine Steigerung wäre nur durch Flächenvergrößerung denkbar (Rippen).
Verfasser:
HansS aus W
Zeit: 22.04.2007 11:03:19
0
612391
Wenn du ein aufeinander abgestimmtes System mit einer Bauartzulassung durch das DIBT hättest, würdest du dich mit solch einer Frage nicht beschäftigen.
Die Aussagen und Beschreibungen auf den angegebenen link sind für einen Fachmann haarsträubend, und entsprechen nicht den Fachregeln des Kachelofenbauerhandwerkes. (Auch den neuen TROL = Technischen Regeln Ofen- und Luftheizungsbau). D.h.: Der Schornsteinfeger dürfte solch eine Anlage nicht abnehmen. Da mit einer Wahrscheinlichkeit von 99,99 % dein Kamineinsatz mit dem aufgesetzten Rauchgaswärmetauscher keine Bauartzulassung hat. Die CE-Kennzeichnung gilt nur für den Wärmetauscher alleine. Bei einem Schadensfall wird keine Versicherung die Regulierung übernehmen. Da nicht nach Fachregeln eingebaut wurde.
PS: Trotz EU gelten in Deutschland andere technische Regeln wie in Polen!
HansS aus W
Verfasser:
Georg 10 Dieser Benutzer hat eine rote Karte erhalten
Zeit: 22.04.2007 12:31:45
0
612485
Hans

Erstens weisst du nicht, welchen Kaminofen ( mit welcher Zulassung )@ andreas überhaupt hat - er schreibt ja hier nur wegen des Wärmetauschers.
Also solltest du mit solchen Aussagen etwas vorsichtiger sein!!
Hat der Kaminofen eine Zulassung ( der Wärmetauscher hat sie ja) - gibts auch überhaupt keine Probleme, weder mit dem Schornie ( der die Anlage ja abgenommen haben muß, da sie schon den Winter über in Betrieb ist) und schon gar nicht mit einer Versicherung!!!

Gruß Schorsch,
Verfasser:
HansS aus W
Zeit: 22.04.2007 19:43:52
0
612697
Georg 10
Etwas ausführlicher:
Welche Zulassung hat der Wärmetauscher???? Auf der Homepage ist nur ein CE-Schild mit einer polnischen Zulassung. Könnte z.B. nach der Druckgeräterichtlinie sein.
In diesem Fall reicht aber allein das CE-Zeichen als baurechtlicher Verwendbarkeitsnachweis für die „Baugruppe“ (Wärmetauscher + Kamineinsatz) nicht aus. Der Wärmetauscher braucht dann zusätzlich zur CE-Kennzeichnung eine bauaufsichtliche Zulassung nach vorheriger Prüfung zusammen mit dem jeweiligen Kamineinsatz.
Bei dieser Prüfung werden folgende Sachen überprüft:
Brandschutz
Brandsicherheit der Feuerstätte, Hygiene, Gesundheit, Umweltschutz. Soweit erforderlich: Eignung für den Kontakt mit Trinkwasser, hygienische Verbrennung
Nutzungssicherheit
Nutzungssicherheit der Feuerstätte
Energieeinsparung und Wärmeschutz
Energetische Werte.
Auch der „Schornie“ weiß nicht alles. War sogar dem technische Innungswart der hiesigen Schornsteinfegerinnung neu.
Die Versicherung beauftragt bei einem Schadensfall in der Regel einen Sachverständigen. Wenn dieser feststellt, dass das Heizgerät nicht fachgerecht installiert wurde oder nicht die notwendige Zulassungen hat, werden die Leistungen mit gutem Grund verweigern. Durfte dies einmal life in meiner „Ausbildung“ als SV miterleben.
Darum kann man in der Regel davon ausgehen, dass die Nachrüst-Warmwasserwärmetauscher keine bauaufsichtliche Zulassung haben.

Jetzt kann sich hoffentlich jeder den nachfolgenden Satz beantworten ob dies technisch Richtig ist.

Zitat von der Homepage: “Der Wasserwärmetauscher kann in jedem Kamineinsatz eingebaut werden.“

Schöne Grüße HansS

PS: Darum kann man besonders im diesen Forum immer wider von solchen misslungenen versuchen lesen.
Verfasser:
Eckentaler
Zeit: 21.05.2007 13:11:27
0
627363
Hallo,
ich finde den Wärmetauscher aus Polen auch genial ! - haben mir einen bestellt und warte schon sehnsüchtig auf die Lieferung...
Habe Abgastemperaturen von bis zu 500Grad gemessen und da sind bestimmt noch über 5kW zum "rausholen" drinnen!
Mein Schorni (Bezirksschornsteinfegermeister) meinte nur, das ich eine Bestätigung meines Ofenherstellers brauche, das es keine technischen Einwände gegen einen nachgeschalteten Abgaswärmetauscher gibt - diese Bestätigung hab ich von Fröling auch prompt bekommen !
Des weiteren sollte (nicht muß!) der Angaswärmetauscher in einem offenen System mit einem Plattenwärmetauscher an das bestehende Heizsystem angeschlossen werden.
Aber wenn mein Schorni nichts gegen das Teil hat, gibt es auch für mich keinen Grund es nicht einzubauen...!
Und das im Schadensfall die Versicherung nichts zahlen wird interessiert mich erstmal recht herzlich wenig, denn von einem Schadensfall geht sowieso niemand aus und wenn die Versicherung einen Grund finden will, nicht zu zahlen, dann finden sie auch einen anderen !!!!!!!!
Mein Ofen brennt niemals längere Zeit unbeaufsichtig und wenn die Hütte brennt, dann flute ich meinen Keller mit den 20.000l Wasser aus meinem Pool...... ;)
(klingt zwar unrealistisch, aber wenn einer Angst vorm Feuer hat, soll er sich eine Wärmepumpe kaufen...)