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Seite 1 von 2 [Beitrag 1 bis 25 von 34]erste <12>letzte 
Selber Strom herstellen, mit Bach und Generator
Verfasser:
freund77
Zeit: 06.06.2007 21:42:10
0
636537
Habe hier einen 1,5m-Bach 30m neben dem Haus.
Würde gerne einen Generator oder ? ins Wasser hängen, um damit Strom zu erzeugen.

Vielleicht kann mir jemand sagen, ob so etwas einen Sinn machen kann und unter welchen Voraussetzungen das möglich ist.

Wohne mitten im Thüringer Wald, Stromausfälle sind nicht selten.
Das ist der erste Grund(zur Not täte es mir ein Aggregat, welches lediglich die vorhandene PC-Notsromversorgung aufladen kann, daran kann ich auch alles andere von Bedeutung hängen)

Wenn möglich, würde es mich aber auch reizen, nur noch eigenen Strom herzustellen :-))
Brauche am Tag derzeit 6-7KWh, müsste es aber auch noch auf 5 drücken können.

Wo finde ich passende Generatoren?
Verfasser:
Stromguru
Zeit: 06.06.2007 21:52:28
0
636541
Generator im Wasser? Da geht er kaputt:-)))

Ne, Spass beiseite, da gehört schon etwas mehr dazu als ein Generator.
Wasserstaustufe, Wasserabfall, Turbine Generator etc.

Lass es bleiben, nimm lieber eine USV um deinen PC zu stützen, ist billiger.
Du würdest auch die genehmigung der oberen Wasserbehörde brauchen, die würdest du warscheinlich nicht bekommen.
Turbinentechnik und Generatorentechnik ist ein teueres Pflaster.

Strom aus der Steckdose ist billig. Billiger als der Bau eines Kleinwasserkraftwerkes.


Grüße


Stromguru
Verfasser:
Ralf2005
Zeit: 06.06.2007 21:54:38
0
636544
@freund77

rechne mal.. *grins

Und dann kümmer Dich um die Wasserrechte. *nochmalgrins

Gruss Ralf
Verfasser:
freund77
Zeit: 06.06.2007 23:27:25
0
636624
Scheint gar nicht so einfach zu sein, aus bewegtem Wasser Strom zu machen, aber genug Energie hätte der Bach, das weiß ich ganz sicher.

Also vielen Dank für die Antworten, das mit der Genehmigung von einer Wasserbehörde nervt mich ja schon.
Warum schöpft man eigentlich keinen Strom aus dem bewegten Wasser?
..vermutlich, weil es sich nicht lohnt, zu wenig Energie dabei herumkommt und nur bei größeren Anlagen rentabel ist(?)

Hatte mir gedacht, ich lege einen Generator an das Ufer, klebe 4 Paddel an die Welle ;-), leite den Strom ins Haus und lade damit irgendwie 12V-Akkus auf, welche dann die (vorhandene) USV versorgen.

Kurz nach dem Verfassen des ersten Beitrages kam mir aber eine Idee!
Werde mir evtl ein paar größere 12V-Bleiakkus kaufen, diese an die USV schließen und damit 2-3 Tage(~10KWh) überbrücken können, das war hier der längste Stromausfall, ist halt mitten in der Natur, im grünen Band Deutschlands..

Falls es noch andere Möglichkeiten gibt(Windkraft oder so), welche rentabel mindestens 2-3 KWh am Tag liefern können, bitte reinschreiben.
Verfasser:
fdl1409
Zeit: 07.06.2007 00:04:06
0
636654
Kauf dir einen Laptop und ein paar gute Akkus; soll demnächst auch wiederaufladbare Brennstoffzellenakkus geben. Das drückt auch deinen täglichen Strombedarf enorm.

Mußt aber dann mehr heizen ;-)
Verfasser:
Frank Jackenkroll
Zeit: 07.06.2007 00:05:03
0
636655
Hallo zusammen.

ich bin sehr für regenerative Energie. Und ich habe auch einen Bach gleich neben dem Haus :-))))

Ich kenne aber auch die Folgen von intensivem Verbau von Fließgewässern.

Das Problem bei unseren so emsig dahinplätschernden Bächen ist die doch sehr geringe Höhendifferenz.
Um das zu kompensieren müssen doch gehörige Wassermengen über sehr lange Bachstrecken dem Bachlauf entzogen werden um genug Energie über die Fallhöhe aufzubauen.

Was ich aber auch bedauere ist das viele alte Mühlwässer völlig ungenutzt ihren Mühlbach entlangfließen um letztlich ungenutzt die erreichte Fallhöhe mit Getose abzubauen.

Viel ist da zwar nicht zu gewinnen, aber wenn man die Möglichkeiten ohne stärkere Beeinträchtigung der Gewässer nutzen würde wäre die Wasserkraft in Deutschland sicherlich gut für ein weiteres Prozent der Stromversorgung. Zumal die Mühlengebäude in aller Regel die Wasserrecht haben die notwenig wären.

Für uns Bachanrainer ist aber nix zu machen, da gibt es kaum Genehmigungen.

Mit freundlichen Grüßen

Frank

Verfasser:
freund77
Zeit: 07.06.2007 08:01:45
0
636705
Verfasser:
fdl1409
Zeit: 07.06.2007 08:40:34
0
636718
@Frank Jackenkroll

Habe ein altes Mühlengebäude, gerade saniert und auf Erdwärme umgerüstet. Mein Traum wäre es den Strom dafür mit dem Wasserrad zu produzieren.
Keine Chance. Die Mühle ist seit Ende 60er nicht benutzt worden; das Wasserrecht erlischt wenn es 3 Jahre nicht genutzt wurde. Praktisch aussichtslos es zurück zu bekommen. Ewiges Genehmigungsverfahren ( wir reden über Jahre ) mit marginalen Erfolgsaussichten. Werd es nicht mal versuchen.
Man geht ja heute dazu über, selbst die alten Wehre in den Bächen für viel Geld abzureissen. Stichwort Wanderfischprogramm. Und die bestehenden Wasserkraftwerke bekommen immer höhere Auflagen bezüglich Fischtreppen, Restwassermengen usw.

Finanziell auch bei ganz kleinen Wasserkräften aussichtslos. Die Kosten wären astronomisch. Das Mühlrad ist kaputt, Graben und Teich müssten ausgebaggert werden, das Stauwehr ist kaputt, einen Generator gab es nie. Dann muß das ganze auch noch automatisiert werden oder es muß ständig jemand da sein der alles überwacht. Die Gräben müssen ständig gesäubert und alle paar Jahre ausgebaggert werden.
Der Ertrag wäre bescheiden. Bei 5 Meter Fallhöhe und vielleicht 200 Liter pro Sekunde komme ich auf 7 kW netto, und das auch nur in der wasserreichen Zeit. Die Müller sind über die Jahrhunderte mehrfach bankrott gegangen, weil sie im Sommer nie arbeiten konnten und die Kundschaft zur Konkurrenz ging.

Eine so kleine Wasserkraft wie die von freund77 kann man schon aus energetischen Gründen vergessen. Kenne jetzt die Wassermenge nicht, aber wir reden vielleicht über eine Strommenge die für den Betrieb einer Glühbirne reicht. Wenn alles läuft. Das erste Hochwasser wird schon alles wegreißen. Oder ständig die Anlage blockieren. Wie man den Minigenerator bei wechselnden Bedingungen regeln soll ist auch nicht ganz klar.

Würde mich darauf konzentrieren den Strombedarf zu minimieren.
Dir ist schon klar daß der Umweg über Bleiakkus zusätzlich Energie kostet? 20-30% gehen futsch.
Hatte auch mal eine USV. Hab das Ding eingemottet weil es auch im Standby ständig Strom zieht. Außerdem wurde die USV irgendwann selbst zum Problem. Bleiakkus halten nicht ewig, die Kapazität sinkt. Irgendwann hatte ich Probleme daß das Ding ständig auf Störung ging.
Muß man nicht wirklich haben. Es gibt allerlei Möglichkeiten zur Datensicherung. Und wie gesagt stromsparende Laptops mit Lithium-Akkus.

MFG
Frank
Verfasser:
freund77
Zeit: 07.06.2007 09:58:24
0
636767
Hallo fdl1409
dass eine USV Strom verbraucht, ist mir bewusst: Ich brauche sie hier, weil es hier auch starke Netzschwankungen gibt(sehe ich manchmal an den Glüh und Energiesparlampen)
Meine USV stabilisiert die Spannung, muss daher sein

Den Strom von der USV und dem PC habe ich mal gemessen, bzw den Verbrauch pro Tag, auch mal eine ganze Woche gemessen, ist sehr gering(hat mich selber erstaunt)
Habe die ~USV 800 von Mustek

Nuja, Bleiakkus halten 3-5 Jahre, denke ich. Danach kaufe ich für ca 20Euro eine neue, baue sie ein und habe weitere 3-5 Jahre Ruhe.
Wenn ich allerdings 10 KWh in Bleiakkus speichern will, sieht die Sache sehr anders aus, habe es gestern durchgerechnet, bräuchte grob 800Ah bei 12V, das würde 600-1000Euro kosten, da sehe ich für mich keinen Sinn darin.
Vielleicht kaufe ich mir eine mit 100Ah für ~80Euro, dann müsste es für das Allernötigste, incl Notbeleuchtung für 2-3Tage reichen



Verfasser:
freund77
Zeit: 07.06.2007 11:31:36
0
636836
@ fdl1409
Die Leistung des (1,5m-)Baches würde mE weit mehr als eine Glühbirne zum leuchten bringen.
Am besten wäre, ich würde in die nahe gelegene kleine Brücke eine Turbine einbauen, das Wasser muss eh durch/unter der Brücke durch.
Da würden sich jede Menge KWh erzeugen lassen.
Ich weiß, es erfordert eine Genehmigung und auf so einen Zirkus lasse ich mich nicht ein (schade!)
Ansonsten würde ich hier evtl Strom ohne Ende erzeugen^^
Überschuss könnte ich problemlos verheizen
Im einfachsten Fall würde sogar eine Turbine, eine Leitung und am anderen Ende ein paar Heizkörper ausreichen.Den E-Heizungen ist es ja nicht so wichtig, ob sie 20 oder 150 Volt bekommen, solange keine zu hohe Spannung anliegt.
Den Überschuss im Sommer könnte man einspeisen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Wasserkraft

Nunja, hake ich es halt erstmal ab.
Früher wurden hier mit der Kraft des Wassers Bäume zurechtgeschnitten, heute bringt das Wasser nicht einmal eine Glühbirne zum Leuchten -was für eine Verschwendung!
Verfasser:
mitiku
Zeit: 07.06.2007 11:59:51
0
636860
Schau mal hier.


http://www.maurelma.ch/Produkte/Wasser/wassserkraftwerk.pdf

Gruß mike
Verfasser:
dämmspezi
Zeit: 07.06.2007 12:04:59
0
636866
Hallo Kasperfreundchen


Warum fragst du eigentlich nicht deinen "Cheffe" www.KasperF.de

Bei jeder anderen Frage "weiß" er doch auch Rat, denkst du wenigstens.

Oder ist dir die kostenpflichtige Internetberatung zu teuer.


Gruß
Verfasser:
freund77
Zeit: 07.06.2007 12:33:19
0
636888
Toller Beitrag!! Sehr hilfreich!!!

Hier noch ein Link http://www.umweltstation-iffens.de/radio.htm
Verfasser:
freund77
Zeit: 07.06.2007 12:53:06
0
636899
@mitiku
Vielen Dank, ich schaue es gerade durch

@dämmspezi
Packe doch -nach Möglichkeit- etwas mehr Sinn und Verstand (und mehr Herzlichkeit) in Deine Beiträge.
Da ich gelernter Elektriker bin, vermute ich, dass ich ein wenig mehr Ahnung vom Strom habe als Konrad Fischer, "dem sein" Spezialgebiet liegt eher u.a. im langfristigen Bauen und Erhalten
Darum frage ich ihn hier nicht
Verfasser:
Uli1
Zeit: 08.06.2007 07:55:58
0
637280
Der Bach im Ort hier ist deutlich breiter als 1,5m und unser Müller bringt im Jahresschnitt so ca. 3 kW raus.
Die meisten Tage hat er nicht ausreichend Wasser um die volle Leistung zu fahren und die restlichen Tage muß er sehen wie er das Hochwasser los wird.
Er sagt klipp und klar, wenn an der Turbine/Generator was ist, lohnt es sich nicht mehr da was zu reparieren. Die läuft im übrigen seit 80 Jahren. Allein der Unterhalt des Wehrs und der Gräben frißt das meiste des Ertrags wieder auf, obwohl der das meiste in Eigenleistung macht.

War übrigens schon vor 100 Jahren nicht gerade ein lukratives Geschäft. Eine Spinnerei hier hatte damals schon errechnet, daß es billiger ist, den Strom mit Dampf zu machen als weitere Wasserkraftwerke an der Iller bzw. deren Kanäle zu bauen. Die Hochwasserschäden und Unterhaltskosten überstiegen die Betriebskosten von Dampfmaschinen bei weitem und dazu kam, daß man in der Leistung fixiert war.

Heute kommen noch viele Ausgaben für Gutachten und Ausgleichsmaßnahmen (bei Neuanlagen) dazu und machen die Sache allenfalls bei wirklich großen Anlagen rentabel. Kleinanlagen kann man völlig vergessen.

mfg
Verfasser:
freund77
Zeit: 08.06.2007 09:03:47
0
637305
Nun kann ich die Sache wirklich guten Gewissens ad acta legen,
Vielen Dank für den Erfahrungsbericht, sehr interessant.
3KW im Schnitt müssten ca 26000KWh im Jahr sein, wenn es sich trotz dieser Menge nicht lohnt, müssen die Kosten und der behördliche Aufwand wirklich groß sein.
Verfasser:
fdl1409
Zeit: 08.06.2007 09:50:45
0
637329
@freund77

Die 3 kW kriegst du nur wenn das Wasser mehrere Meter hoch aufgestaut ist. Bei fast alles Mühlen gibt es ein Stauwehr mehrere hundert Meter oberhalb der Mühle. Über einen Mühlgraben mit geringem Gefälle wird das Wasser dann zum Mühlteich und weiter zur Mühle geleitet. Dort hat man typischerweise ein Gefälle von 4-7 Metern zur Verfügung. Hängst du das Rad einfach so in den Bach dann sind es nur wenige Zentimeter, entsprechend geringer ist der potenzielle Ertrag. Außerdem ist der Wirkungsgrad dann geringer, mit einem Eigenbau wird es schwierig auch nur 50% zu erreichen. Deshalb Glühbirne.
Die Nennleistung kriegt man auch nur bei guter Wasserführung. Bei einer Wasserkraftanlage mit 3 kW hat man eine Stromausbeute von 10-15.000 kWh pro Jahr.
Verfasser:
heizerhermann
Zeit: 08.06.2007 10:17:45
0
637341
Nur mal zur Richtigstellung: 100Liter Wasser/Sekunde ergeben bei 3 Meter Gefälle ca.3 KW theoretische Leistung, wovon man im Idealfall etwa 70-75 % (Bei großen Turbinen/Generatoranlagen) herausholen kann!
Verwirklichen kann man ein solches Projekt nur unter Umgehung der Genehmigung und Einsatz von sehr viel Idealismus, Arbeit und Technikwissens( für jede Wassermengen/Gefälle-Konstellation ergibt sich eine bestimmte Turbinenart und Bauweise)! Der Generator ist das geringste Problem!
MfG heizerhermann1
Verfasser:
Motzi1986
Zeit: 08.06.2007 20:05:29
0
637690
Hallo,

ich bin vor ca. 15 Jahren mal für einen Kuzurlaub in der Britagne gewesen.
Nähe des Mont Saint Michel haben wir in einer alten umgebauten Mühle übernachtet.
Das Gasthaus hiess, wie könnte es auch anders sein, "Le Moulin"
Ich glaube, ich habe es im Netz wiedergefunden:
Franzosenmühle

Dort hat uns der Eigentümer ganz stolz seinen Generator gezeigt, mit dem er über das alte Mühlenrad Strom erzeugt.
Er sagte, das es so gut funktionieren würde (auch wirtschaftlich), dass er überlegt das zweite ungenutzte Mühlenrad ebenfalls zur Stromerzeugung zu reaktivieren.
Die Ganze Anlage sah schon recht aufwendig aus.

Ich bin leider nicht mehr dagewesen, un zum telefonieren reicht mein französisch nicht aus.
Man beachte aber:
Bereits 1992 war der Generator der Mühle am Netz!!!


Herzliche Grüße
Motzi1968
Verfasser:
northcup
Zeit: 11.06.2007 07:02:55
0
638870
@freund77

lass Dir den Spass an der Sache nicht ausreden. Es gibt so viele Wege - gerade unter Deinen Bedingungen - die ans Ziel fuehren. Vor einem halben Jahr hab ich mit einem kleinen 13 Watt PV-Modul und einer Auto-Batterie angefangen und das kleine 12 Volt Netz leistet schon Erstaunliches. Moeglichst autark zu sein ist ein Ziel, was mich auch immer wieder antreibt. Ausserdem macht es ein riesen Spass abends unter der "Solar-Dusche" das warme Wasser zu geniessen und dann auf der solarbeleuchteten Terasse den Tag ausklingen zu lassen. :-)

@an die dasrechnetsichnicht fraktion

legt doch fuer einen Augenblick mal Euren Taschenrechner zur Seite und schaut mal vorsichtig ueber den Tellerrand ?! Richtig... das sieht manN/Frau die Zukunft. Um eins und eins zusammen zu zaehlen brauche ich keinen Taschenrechner - sondern meinen Verstand. Energie wird teuer werden - sehr teuer. Diesen Faktor lasst ihr bei Euren "Berechnungen" regelmaessig unter den Tisch fallen. Uebrigens... wie rechnet sich eigentlich der USV-Zweitwagen... oder die HIFI-Anlage mit Flachbildschirm ?

Unabhaengigkeit ist in der Wirtschaftlichkeitsberechnung ein starker Multiplikator. Und solche Menschen wie freund77 bauen an der Zukunft mit. Von diesen Leuten wuenschte ich mir ein paar mehr im Dialog.

Herzliche Gruesse,
Klaus
Verfasser:
fdl1409
Zeit: 11.06.2007 07:53:39
0
638880
@northcup

Es geht nicht nur um esrechnetsichnicht

Es geht auch aus jahrzehntelanger Beschäftigung mit der Materie darum daß es technisch ausgesprochen aufwändig ist, arbeits- und wartungsintensiv und vor allem darum daß es verboten ist und keine Chance auf Genehmigung hat.

Frank
Verfasser:
northcup
Zeit: 11.06.2007 08:15:59
0
638890
@fdl1409

Hallo Frank,

ich spreche von den Wegen, die weder verboten noch genehmigungspflichtig sind. Ich spreche davon, die Augen aufzuhalten und alles zu hinterfragen. ( Ich kenne auch ein Beispiel aus Thueringen. Unser Urlaubsgastgeber mit Haus und Hof hat sich erfolgreich gegen Behoerdenwillkuer durchgesetzt und jetzt seine eigene Wasserver- und Entsorgung. )

BTW: Wie rechnet sich die Erdwaerme fuer Dein Anwesen ?


Gruesse aus dem Odenwald,
Klaus
Verfasser:
berthu
Zeit: 11.06.2007 09:00:45
0
638907
Hallo Freund77,
Laß Dich von Deiner Idee nicht so leicht abbringen. Turbinen, Wasserfangsysteme und Netzeinspeisung für jede erdenkliche Situation baut www.ac-elektronik.it.
Bei uns sind die Netzbetreiber um jeden Solar-KW froh, warum nicht eine 24-Stunden-Lieferung irgendwo mitten im maroden Netz? Eine Netzeinspeisung ist heute viel einfacher, als jede Insellösung! das gleich gilt für Windkraft. Zum Kosten Nutzen: andere schrauben halt am Auspuff des unbezahlten Autos herum!?
Viel Erfolg
Verfasser:
DUD_
Zeit: 11.06.2007 16:55:40
0
639191
Der Gedanke die Wasserkraft zu nutzen ist sicherlich sinnvoll, aber die vielen vielen "Aber" sollte man nicht vernachlässigen.

Mein ehemaliger Nachbar hat seine Wasserkraft wieder reaktiviert.

Damit dieses überhaupt möglich wurde, kam ihm zu Gute, dass er auf sein Staurecht nie verzichtet bzw. verkauft hatte, da er dieses neu mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nie zurück erhalten hätte.

Es wurden vielfältige Untersuchungen angestellt in welcher Form die Wasserkraft nutzbar wäre. Durchflussmessungen im Rahmen einer Diplomarbeit erstellt usw.
Verschiedene Firmen wollten ihm auch gerne auch das Beste und usw. verkaufen - richtig mal über das Jahr gerechnet hätte sich die Investition innerhalb von 30 Jahren nicht gerechnet.

Aber der Gedanke das "Müllers Gold" für sich selbst zu nutzen ließ ihn nicht los.
Nun kam die Überlegung was es kosten würde die vorhandene Turbine zu überarbeiten und wie man was regeln könnte.
Einen interessierten Mitstreiter fand er dann in einem E-Ing. der sich zusätzliches Wissen aneignen wollte für seinen eigenen Betrieb.
Einen Mühlenbauer hat er auch gefunden der die Turbine überarbeiten konnte. Einige kleinere Umbauarbeiten waren auch in der Mühle nötig, z.B. Fundament für den Generator.
Ein neues Saugrohr wurde installiert und dann die Regelungen.

Früher diente der Mühlenteich als Puffer, da früher am Tag gemahlen wurde und über Nacht wurde dann neu aufgestaut. Nun geht sehr wenig Wasser über die normmalen Schotten. Denn im Regelfall ist 24 Stunden am Tag bis zur max. Staumarke aufgestaut und das Wasser läuft nun durch die Turbine.

In Spitzenzeiten kommt er nun auf eine Leistung von 8 kw. Aber dieses natürlich nicht täglich, da die Wassermenge nicht ausreichend ist.

Die Anlage wird von ihm eigentlich mehr als Hobby betrachtet, denn selbst unter der Verwendung der eigenen Mittel und viel Eigenleistung wird es sich fast nicht rechnen.

Abgesehen von den negativen Einflüssen die es nun gibt - waren jahrelang die Weiden am Fluß trocken ist ein Großteil nun nicht mehr zu bewirtschaften, bei plötzlichen stärkeren Regenfällen kommt es zu Überstauungen - ist es halt nett anzusehen wie ein Hobby ggf. den Aufwand deckt.
Niedermühle

Grüße aus der Heide

Dierk
Verfasser:
Uli1
Zeit: 12.06.2007 08:27:33
0
639513
Was man vielleicht mit Kindern basteln könnte, wäre ein Art schwimmende Mühle. Aber wie schon gesagt: Leistung minimal (Glühbirne wird schon schwierig werden, sollte eher eine Stromsparlampe oder eine LED Lampe sein).
Solche Schiffe (aber eben in großer Ausführung) lagen früher fest vertäut in der Donau. Diese war damals nur in der Form nutzbar, da die schweren Hochwasser eine direkte Nutzung, mit Stauwehren und Wasserrad wie an kleinen Bächen, unmöglich machten.
Aber das ist sicher nicht unter Energiesparen oder Ertrag anzusiedeln. Nur Hobby und Basteln aus Spaß.


mfg
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