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Frostschutz bei Solar mit DeltaSol Regler möglich ?
Verfasser:
Holger
Zeit: 11.05.2004 10:56:53
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63699
Hallo,

der DeltaSol Solarregler hat ein Einstellmöglichkeit für Kollektorminimaltemperatur. In der Viessmann Vitosol Anleitung eines Bekannten (Regler sind offensichtlich baugleich) habe ich gelesen, daß man die Kollektormindesttemperatureinstellung auch als Frostschutz nutzen kann: Bei Einstellung z.B. -10° wird die Pumpe bei tieferen Kollektortemp. eingeschaltet. Kann dies jemand bestätigen ? Die Einstellung wäre sehr nützlich für mich, da mein Frostschutz zwar bei ca. -18° liegt, (und die wird es hier am Rhein fast nie), aber im Notfall würde ich doch besser schlafen...
Verfasser:
Hans
Zeit: 11.05.2004 21:23:48
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63700
Würde mich auch interessieren.

Kennt sich denn keiner mit dem DeltaSol B Regler aus ???
Verfasser:
Hannes/esbg
Zeit: 11.05.2004 21:35:50
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Ich würde lieber 10 € in einen besseren Frostschutz (mehr Konzentration) als in einen Regler investieren, der mir im Winter wenn es richtig kalt ist das Boilerwasser von den onehin schon kühlen 10° noch weiter hinunterkühlt um die Kollektoren vorm auffrieren zu schützen.
Man sieht die Bürger von Schilda sind noch immer nicht ausgestorben.

MfG Hannes / esbg
Verfasser:
Holger
Zeit: 11.05.2004 22:02:33
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Mit 10 Euro ist es nicht getan. Einmal Austausch Frostschutz kostet bei meinem Profi Minimum 100 Euro, d.h. Gegenwert 300 Liter Heizöl. Und damit kann man einige kalte Nächte das enthaltene Konzentrat auf
minus 10° halten. Also mit Schilda hat das nichts zu tun. Wahrscheinlich reichen bereits einige Minuten Pumpenlauf, aber meine Frage ist noch offen: Ist die Minimalkollektortemperatur als Frostschutz zu verwenden ?
Verfasser:
2moose
Zeit: 11.05.2004 22:17:15
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63703
Der Laie denkt sich: Ein bisschen was ablassen und durch Frotschutz(konzentrat) ersetzen, um auf -25°C zu kommen kann das ja nicht soooo viel sein.

Der Profi verlangt dafür 100 Euro?

Will auch Profi werden. Wie komm ich auch die Profi-Schule?

Bernhard

Ned so ganz ernst gemeint.
Verfasser:
2moose
Zeit: 11.05.2004 22:28:29
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63704
P.S. Ich könnte NICHT ruhig schlafen wenn Auffrieren oder Nicht-Auffrieren von einem Regler abhängt, der vom Fühler abhängt der vom Strom abhängt der vom Kabel abhängt der von der Klemmstelle abhängt der von der richtigen Einstellung abhängt. Obwohl ich meine Brötchen damit verdiene.

Bernhard

P.P.S. Mit Solarreglern hab ich nix am Hut ;-)

Verfasser:
Holger
Zeit: 12.05.2004 10:39:59
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63705
Ich hab eben mal Resol angerufen, übrigens sehr kompetenter Telefonsupport. Die Kollektorminimaltemperatur ist sogar für den Frostschutz vorgesehen ! Vornehmlich für den Einsatz der Regelungen in südlichen Ländern (kein Frostschutz in der Anlage), aber bei der Einstellung -10° auch hier in Köln sehr nützlich. Damit ist das Thema Frostschutz für mich erledigt. In den letzten 10 Jahren gab es hier in Köln nur ganz wenige Nächte, in denen die Temperatur
unter -10° gefallen ist, ist also von der Wirtschaftlichkeit kein Thema.
Verfasser:
Henning Becker
Zeit: 14.05.2004 09:58:18
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63706
Hallo Hannes,


Schilda ist nicht denken! Es ist aber kein schlechter Gedanke die Sicherheit zu erhöhen: einmal in 10 Jahren oder in 100 Jahren könnte die Solaranlage nicht einfrieren. Mit Frostschutzmittel dieses zu lösen ist sicher Ökologisch schlechter als einaml in diesem Zeitraum die Kollektor zu heizen. An Energie geht in diesen Fall sowieso nur ca. 100 Watt die Stunde in den Kollektor.(Also max. 1€ pro Tag wenn nicht sowieso die Sonne scheint und der Kollektor arbeitet).

Gruss Henning Becker
Verfasser:
Hannes/esbg
Zeit: 14.05.2004 22:30:52
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63707
@ Henning Becker

Ein Liter Frostschutzkonzentrat (Lebensmittelechtes Polypropylenglykol) kostet etwa 4,50 bis 5,50 € in einer kleinen Solaranlage sind etwa 25 l Gesamtinhalt an Frostschutzmix enthalten, die reale Differenz bei einem Schutz von -10 auf -25° liegt etwa bei 4 bis 5 l Frostschutzkonzentrat welches ich mehr brauche. Damit kann ich aber bei jeder Temperaturkapriole ohne einen einzigen Hintergedanken ruhig schlafen, ohne mich auf irgendwelche Schaltschwellen oder eventuell ausgeschaltene Reglerfunktionen verlassen zu müssen. Ich habe schon viele aufgefrohrene Anlagenteile gesehen und ein hoher Anteil davon hatte eine elektrische Begleitheizung oder "Zwangszirkulation" durch eine Umwälzpumpe die dann leider gerade steckte.

Spätestens dann ist die Frage um wieviel eine angepasste Frostschutzfüllung mehr gekostet hätte kein Thema mehr.

Mit Grüßen zum Nachdenken!

Hannes / esbg

Verfasser:
Udo Rostek
Zeit: 15.05.2004 07:05:32
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63708
Frostschutz besteht in der Regel aus Glykol. In zig Millionen Autos ist es Ethylen-Glykol und in anderen Anlageb ist es 1,2Propylen-Glykol.

Je nach Lieferant und Art des Frostschutzes liegt der Preis bei 1,2 € pro Liter bis zu über 5 € pro Liter Konzentrat gerechnet.

Zusätzlich ist der Frostschutz grundsätzlich ein Korrosionsschutzmittel.

Und jetzt Achtung:
erst ab ca. 40 % Frostschutzkonzentrat und 60% Wasser
ist gewährleistet, daß es beim Frieren keine Sprengwirkung gibt !
Sprengwirkung : Anomalie des Wassers ... dehnt sich bei Kälte, ab Temperaturen unter +4°C.

Das Gemisch nenne ich Sole und 40/60 ergibt Frostschutz bis -25°C.
Etwas Sole aus der Anlage nehmen (1/4 Liter z.B.) und ab in die Tiefkühltruhe damit bei -15...-20 °C und dann selbst beurteilen was passiert.
Bei Konzentrationen unter 40% gibt es EISKLUMPEN mit SPRENGWIRKUNG.
Wenn es zur Klumpenbildung kommt (örtlich meist sehr eng begrenzt) hilft auch kein Aufheizen mehr, weil die Pumpe nix mehr wälzt.

Bei Sole ab 40% bildet sich eine Art Gelee, die nix sprengt und die Pumpe schafft meist noch den Gelee...

Die Sole hat 4 Aufgaben zu erfüllen: Wärmetransport, Frostschutz, keine Sprengwirkung und Korrosionsschutz.
Der Punkt mit der Sprengwirkung veranlasst mich immer mit 40% Glykol-Anteil die Sole zu betreiben.

Propylenglykol ist sogar ein Lebensmittelzusatzstoff und auch in einigen Wundsalben als Heilmittelzusatz enthalten und darf verdünnt sogar ins Abwasser (nach meinem Wissensstand, unverbindliche Ausage !).
Ethylenglykol ist nach meiner Erfahrung gleichermaßen verwendbar, wesentlich preiswerter, in zig Millionen Autos erprobt, darf aber nicht ins Abwasser (ist auch kein Lebensmittelzusatzstoff z.B. zum Versüßen von herben Weinen).

Aerometer, das sind die Dinger mit Schwimmkörpern zum Messen der Glykolkonzentration, sind aufgrund der unterschiedlichen Dichte für Propylenglykol und Ethylenglykol unterschiedlich.
Mit Refraktometern (ca. 80€-Gerät) lässt sich alles (fast alles) messen, Glykole bis Batteriesäure.

mit sonnigen Grüßen
Udo Rostek



Verfasser:
Holger
Zeit: 15.05.2004 10:54:55
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63709
Mein Frostschutz liegt bei exakt -15° in der Anlage. Erst ab diesem Zeitpunkt wird die Sole klumpig. Ab -10° läuft die Pumpe. Bei Temperaturen über -10° schaltet die Pumpe wieder aus. Hier in Köln war es z.B. in diesem Winter nur in 3 Nächten unter minus 10° Grad kalt. So ca. -14°. Selbst da hätte mein vorhandener Frostschutz noch gereicht. Allein ein brauchbarer Frostschutzmesser kostet doch schon 80€, ein Kanister Konzentrat 60€. Kleine Gebinde gibt es nicht, dazu kommen die Lohnkosten für das Füllen der Anlage. Also unter 100 Euro geht da garnichts, da ist mir die DeltaSol Einstellung lieber, und ich kann damit sehr gut schlafen.
Verfasser:
c.trinker
Zeit: 15.05.2004 13:40:12
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63710
@Udo ;-)

haste nicht ein bisschen übertrieben?
Weit wann wird es in BRD unter -20°C?

Muss man sich da die Wärmeübertragungseigenschaften kaputt machen, und "sprengfreies" Gemisch einfüllen?
Tipp: Glykolgemische vom Fachmann einfüllen lassen.

Wegen der Temperaturbelastung:
Regelmäßig (z.B. nach drei Jahren) austauschen lassen.



Liebe Grüße
c.trinker, Fachinstallateur, Schladming, Austria
christian.dot.trinker@gmx.dot.at Spamschutz: ".dot" löschen
Verfasser:
Brandstetter
Zeit: 15.05.2004 16:42:43
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63711
Frostschutzmittel in der Solaranlage Heizungsanlagen

Generell gehört der Forstschutz Jährlich überprüft!
Es ist ratsam ihn alle 3 Jahre auszutauschen
Er kann von einem Korrosionsschutzmittel in eine Korrosive flüssigkeit umschlagen und er verliert seine Frostschutzfunktion.
Kleiner Selbstversuch für den Leihen :Flüssigkeit in ein Glas Füllen und einen Eisennagel eintauchen, wird er nach ca 1 Woche Rostig gehört der Frostschutz ausgetauscht .
Das verdünnen mit Wasser oder anderen Mittel ist vorab mit dem hersteller zu klären.
Man sollte möglichst immer den gleichen Frostschutzmittel Typ verwenden.
Bei Mischungen mit anderen Fabrikaten oder Herstellen kann es zur Klumpenbildung aufschäumung oder sogar im schlimmstenfall zur Agressieven Säure führen.
Im Auto wird er zum Teil Jährlich gewechelt!

Das einbringen des Frostschutzes ist nur mit Spezielen Spülpumpen machbar .Damit wird die anlage auch gleich Luftfrei. Die ausführung sollte daher ein Fachbetrieb übernehmen.
Zeitaufwand ca. 1 Stunde.
Mfg D.B.



Verfasser:
Fritz Poggenklas
Zeit: 15.05.2004 17:42:54
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63712
Ich schliess mich mal 2Moose an.
Der Regler hat ein Kabel, und alles was ein Kabel hat ist früher oder später defekt.
Denkt daran, alles was schief gehen kann geht irgendwann schief.

Gruß Fritz
Verfasser:
Udo Rostek
Zeit: 15.05.2004 20:01:42
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63713
Propylenglykol als Fostschutz für Solaranlagen hat versch. Handelsnamen; z.B. TYFOCOR-L, ILEXAN P
Ein Aräometer kostet etwa 12 €
10 Liter Konzentrat, also mit 60% Wasser verdünnt ergibt das 25 Liter Sole kostet 43 € und das ist ungefähr die Menge für eine 10m²-FlächenKollektor mit Zuleitungen usw.

Die Sole hat in der Regel eine Haltbarkeit von 20 (zwanzig) Jahren.
Wird die Sole jedoch überhitzt, altert sie vorzeitig.
Also auch den pH-Wert messen : pH >8 und die Sole ist i.O.
pH-Wert< 7,5 und die Sole ist komplett zu erneuern.

Frostschutz Vol% Dichte bei 20 °C
-4 °C 10 1,005 kg/l
-8 20 1,018
-11 25 1,023
-16 32 1,030
-19 35 1,033
-24 40 1,038

Wenn ich jetzt auf das Mischkreuz verweise. werden wohl einige dieses nicht kennen ?
Das Kreuz: links oben Anteil A links unten Anteil B
rechts oben Anteil AX rechts unten Anteil BX
in der Mitte die gewünschte Mischung

Beispiel: gemessen wird -16°C = 32%=A Mischung -24°C = 40%
Konzentrat 99% = B
AX = 99-40 = 50 Anteile A BX=40-32 =8 Anteile B

Die gesamte Sole = 58 Anteile, davon 50 Anteile vorhandene Mischung mit 8 Anteilen Konzentrat ergänzen, etwas Prozentrechnung jetzt und man erhält die zu ergänzende Menge....

So kann man auch z.B. Warmwasser berechnen:
38 °C gewünscht Das Kaltwasser hat 8°C und das Brauchwasser hat 65 °C.
ergibt 27 Anteile mit 8°C und 57 Anteile mit 65 °C ergibt 38 °C warmes Wasser.

mit sonnigen Grüßen
Udo Rostek




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