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31.03.2008 21:44:34 |
Hallo,
beschäftigen uns gerade mit dem Thema Solarkollektoren für einen Einfamilienhausneubau. Haben da aktuell eine Anlage mit Heizungsunterstützung im Blick. Wie funktioniert das eigentlich mit der überschüssigen Wärme im Sommer? Besteht hier die Gefahr einer Überhitzung der Flachkollektoren bei zu wenig Abnahme?
Gruß Fred |
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01.04.2008 17:13:25 |
diese thema wurde hier schon zur genüge durch gekaut,suchfunktion gibts auch hieeer...
aber im allgemeinen kann man sagen,für die kollis ist es nicht schädlich,nur die sole,welche durch sie fließt wird auf dauer stark beansprucht... meine meinung:anlagenstillstand verhindern durch abnahme der überschüssigen wärme für zB pool oder sonstwas...
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Verfasser: me.Daniel Jansen | Zeit:
01.04.2008 17:22:49 |
--aber im allgemeinen kann man sagen,für die kollis ist es nicht schädlich,nur die sole,welche durch sie fließt wird auf dauer stark beansprucht...--
Nein? Womit können Sie diese Aussage untermauern? Selbstverständlich sind häufige Stillstände auch für die Anlage an sich schädlich. Uberstrapaziertes Glykolgemisch neigt dazu zu verklumpenund sich zu zersetzten. Wird richtig schön zäh & schwarz. Fast wie Teer. Irgendwann sind die Leitungen zu, und der Durchfluss geht gegen null. Dies kann man natürlich verhindern, indem man regelmässig den Wärmeträger wechselt, was ordentlich Geld kostet, und den eingefahrenen Solarertrag vernichtet. Man kann es aber auch vernünftig verhindern indem man gar kein Glykolgemisch als Wärmeträger einsetzt.
Gruss me.Daniel Jansen |
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01.04.2008 18:47:57 |
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01.04.2008 21:28:09 |
"Man kann es aber auch vernünftig verhindern indem man gar kein Glykolgemisch als Wärmeträger einsetzt."
Womit die Frage meines Wissens noch nicht beantwortet wurde, wie man die Zuleitungen vor Frostschaden schützt (z.B. bei aufgeständerten Röhren).
Raychem- Bandl ? Frostschutzregelung mit UBV ? Vakuumisolierungen der Zuleitungen ? Schutz der Kollektorfühler vor Nagern ? Was ist da der Stand der Technik ?
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Verfasser: me.Daniel Jansen | Zeit:
02.04.2008 08:45:10 |
@jörg schneider
Wie man die Zuleitung vor dem Einfrieren schützt? Ganz einfach. Mann lässt in Frostnächten die Solarpumpe kurz anlaufen. Die Energiekosten liegen je nach Anlagengrösse und länge der Aussenleitung bei 5-10 Euro /Jahr für den Frostschutz. Mit FK oder einwandigen RK ist sowas natürlich nicht möglich. Da würde der Energieaufwand ins Unermessliche steigen. Vor Nagern schützt das Gewebe mit welchem die Solarleitung sowie die Kollektor-Anschlussleitungen ummantelt sein. In diesem Gewebe ist ein Edelstahldraht Eingearbeitet. Für 5-10 Euro im Jahr lohnt ich nicht der Aufwand einer Vakuum- Dämmung oder sonstige aufwendige Lösungen.
Gruss me.Daniel Jansen
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02.04.2008 10:08:08 |
Gibt von Paradigma ein System ohne Frostschutz!
Aber ich würde eh von zu großen Solaranlagen abraten. Manchmal ist weniger mehr und der Spruch trifft besonders bei Solarthermieanlagen sehr oft zu!
Die überschüssige Wärme im Sommer bzw. die Dampfblase war immer wieder in der Vergangenheit in großen Solaranlagen ein Problem.
Mittlerweile hat die Industrie das Problem erkannt (die meisten) und es (teilweise) recht gut im Griff.
Würde aber das Geld lieber in andere Maßnahmen stecken als in die große Solaranlage. Lieber eine kleinere für BW-Erwährmung und mehr in die Dämmung der Gebäudehülle + Lüftung usw. stecken. Das bringt letztendlich mehr! Gruß
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| | Zeit:
02.04.2008 10:17:56 |
Hallo,
zum Thema Überhitzung habe ich mir auch schon Gedanken gemacht. Über Plattenwärmetauscher oder billiger gebogene Kupferrohre bei Bedarf Wärme in eine im Freien stehende grüne Regentonne abgeben.
Wenn das Wasser in der Tonne auch kocht, dann temperaturgesteuert die Grundwasserbewässerungspumpe anlaufen lassen und einfach 5 min 15 Grad kaltes Grundwasser in die Tonne pumpen und überlaufen lassen. Oder ist das auch schon wieder verboten, das Grundwasser zu mißbrauchen?
Michael
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02.04.2008 11:02:05 |
Hallo Ha"uslbauer, gratuliere, dass du dich gleich mit Heizungsunterstuetzung beschaeftigst. Lass dich nicht verunsichern durch die Wasser und sonstwas Diskussion... ;-) Der Normalfall ist vermutlich immer noch eine Solaranlage mit Glykol-haltigem Medium. Am Besten verhindert man Stillstand im Sommer durch 1. gute Hydraulik mit wenig Widerstand so dass du bei hoher Einstrahlung mit sehr hohen Durchfluessen arbeiten kannst - was die Temperatur niedrig genug h"alt. (also _absolut_ _KEIN_ Wellrohr einsetzen, Kollektoren per Tichelmann parallel verschalten). Die Regelung sollte in der Lage sein per Drehzahlregelung der Pumpe die optimale Temperatur vom Dach zu holen. 2. Speicher der gross genug ist (75-100 l/qm) 3. Speicherkuehlung nachts im Sommer: braucht eine Regelung die im Sommer die ueberschuessige Waerme ueber Kollektor (nicht sehr effektiv) oder durch Heizen von Keller-Ra"umen (geht sehr gut bei mir) oder - noch besser - Schwimmbad-Heizung 4. Aufsta"nderung der Kollektoren falls dein Dach flacher als 45Grad ist Durch SImulation mit GetSolar (Demo-Version ist frei) kannst du dir einen Ueberblick verschaffen - siehe auch www.kaminfeuerfan.de Ich komm mit meiner Solaranlage damit ganz gut durch - werde sie heuer erweitern und dabei insbesondere Punkt1 umsetzen (= das Wellrohr rauswerfen). Dort gibts auch noch eine Anlage die wohl ganz gut ausgelegt ist was Stillstand betrifft. Viel Erfolg, Christoph |
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02.04.2008 11:09:45 |
was das Aquasystem betrifft: Das ist ja verbunden mit dem Heizungswasser - was meistens von HBern sowieso nicht aufbereitet wird. Wenn du halbwegs hartes Wasser hast solltest du bedenken dass ueber 60Grad Wassertemperatur Kalkausf"allung extrem zunimmt (siehe Wasserkocher). Und 60Grad werden bei einer Solaranlage leicht mal erreicht. weiteres im thread: Kalkprobleme bei Paradigma Aquasystem |
Verfasser: georg | Zeit:
02.04.2008 11:42:47 |
Überhitzung von Solarkollektoren im Sommer?
Aber ich würde eh von zu großen Solaranlagen abraten. Manchmal ist weniger mehr und der Spruch trifft besonders bei Solarthermieanlagen sehr oft zu!
Die überschüssige Wärme im Sommer bzw. die Dampfblase war immer wieder in der Vergangenheit in großen Solaranlagen ein Problem. _____________________________________________________________________
Und wo liegt das Problem?
Der Eigentümers des großen Gebäudes mit Praxis-Wohnungen, Bistro und ALDI-Markt, das in unserem blauen Prospekt auf Seite 7 abgebildet ist, spricht von 60% solarer Deckungsrate. Man möge sich einmal vorstellen, er würde nach nunmehr fast 7 Jahren von einem sogenannten Busokunden gefragt, warum die Nutzer immer kalt duschen müßten, dann müßte er sich eventuell die Frage gefallen lassen, aus welcher Klapsmühle er entlaufen sei.
Grüße aus dem Sauerland Georg Haase 57399 Brachthausen
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Verfasser: E_nergiesparer | Zeit:
02.04.2008 11:57:13 |
ich sehe auf Seite 7 einen Hochspannungsmast
http://www.sirius12.de/Download/sirius8.pdf
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02.04.2008 12:35:07 |
@ häuslebauer03: Es gibt eine Reihe von Ideen zu diesem recht ernsten Thema. Etliche davon verniedlichen das Problem. Wenn man Bruno Bosys Bilder sieht sollte man zumindest nachdenklich werden. Sollten Sie sich eine Komplettanlage live ansehen wollen und die Gedanken nachlesen, die da hinter stehen, schauen Sie untenstehenden Link an. Diese Anlage vermeidet Überhitzung durch eine zugeschaltete Luftkühlung, ist darüberhinaus auch noch stagnationssicher. Kaminfeuerfan |
| | Zeit:
02.04.2008 12:35:31 |
@ häuslebauer03: Es gibt eine Reihe von Ideen zu diesem recht ernsten Thema. Etliche davon verniedlichen das Problem. Wenn man Bruno Bosys Bilder sieht sollte man zumindest nachdenklich werden. Sollten Sie sich eine Komplettanlage live ansehen wollen und die Gedanken nachlesen, die da hinter stehen, schauen Sie untenstehenden Link an. Diese Anlage vermeidet Überhitzung durch eine zugeschaltete Luftkühlung, ist darüberhinaus auch noch stagnationssicher. Kaminfeuerfan |
| | Zeit:
02.04.2008 13:40:26 |
Nein? Womit können Sie diese Aussage untermauern? Selbstverständlich sind häufige Stillstände auch für die Anlage an sich schädlich. Uberstrapaziertes Glykolgemisch neigt dazu zu verklumpenund sich zu zersetzten. Wird richtig schön zäh & schwarz. Fast wie Teer. Irgendwann sind die Leitungen zu, und der Durchfluss geht gegen null. Dies kann man natürlich verhindern, indem man regelmässig den Wärmeträger wechselt, was ordentlich Geld kostet, und den eingefahrenen Solarertrag vernichtet. Man kann es aber auch vernünftig verhindern indem man gar kein Glykolgemisch als Wärmeträger einsetzt.Das ist eine Einzelmeinung zu Risiko und Vermeidungsstrategien. Die deutsche Haustechnik- und Solarindustrie hat dem Stagnationsverhalten thermischer Solaranlagen in einer neuen Informationsschrift Sicherheit Thermischer Solaranlagen ein ganzes Kapitel gewidmet, in dem Risiken, Vermeidungsstrategien und alternative Wärmeträgerkonzepte auf „ anerkanntem Stand Technik“ behandelt werden. Hinweis: Beim Googeln unter „anerkannter stand technik“ sind zahlreiche Definitionen und Interpretationen dieses juristischen Begriffs zu finden. Da einige Leser bei Verweis auf zu beachtende juristische Randbedingungen zu stereotypen Spontanreaktionen neigen, sollten ernsthafte Interessenten sich über diese Begriffe im Bedarfsfall informieren. Dietmar Lange |
Verfasser: E_nergiesparer | Zeit:
02.04.2008 13:56:40 |
na ja, das Thema wird ja wohl eher knapp und gesundbetend behandelt. Befürchtungen sollen zerstreut werden. Das gefällt mir eine Einzelmeinung, die mit einer ganz konkreten Lösung und die darüber hinausgehenden Schutz bietet, doch deutlich besser. Ich schicke ab 85 °C im Speicher überschüssige Wärme (kommt bei meiner kleinen steil aufgestellten Anlage nicht allzu oft vor) in den Heizkreis und verheize sie im Keller (den ich im Winter aber nicht heize).
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02.04.2008 14:06:37 |
Frage, reden wir von Seiten 2 bis 5 ? Dietmar Lange
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Verfasser: me.Daniel Jansen | Zeit:
02.04.2008 14:14:34 |
--Im ungünstigen Fall treffen beide Belastungen – Überhitzung und Oxidation – zusammen. Die schützenden Bestandteile werden dann sehr rasch verbraucht, das Fluid überaltert. In der Folge wird die Solarflüssigkeit nicht nur korrosiv (Übersäuerung), es kommt auch zur Bildung von teerartigen Zersetzungsprodukten, die im Fluid nicht mehr löslich sind und so zu Verklebungen innerhalb des Solarkreises bis hin zur Zerstörung der Solaranlage führen.--
Genau das steht im BDH Schreiben. Teer, Verklebungen, bis hin zur Zerstörung der Anlage. Hab ich was anderes gesagt? Nein! Aber unser Herr Lange unterstellt mir ja regelmässig Halbwahrheiten. Zerstörte Anlagen die so aussehen wie auf dem Foto von Bruno, habe ich gewiss schon 30 Stück gesehen (und demontiert). Aber laut Herrn Lange sind dies ja Einzelfälle, und nicht seriös dokumentiert. Ich bezweifle, daß ich allein immer nur "Einzelfälle" Deutschlands zu Gesicht bekomme. Die Anzahl der vercrackten Anlagen ist m.E. sehr hoch.
Gruss me.Daniel Jansen
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| | Zeit:
02.04.2008 15:36:37 |
wenn ich 2 meiner Nachbarn anschau - Brauchwasseranlage mit 6 Kollektoren (=~12qm) auf den 300l WW Speicher um eine moeglichst gut WW-Abdeckung zu bekommen - dann wunderts mich nicht dass die Praktiker oefter Teer sehen. Bei einem werden die Kollektoren auch schon langsam blind (4Jahre)......meine sehen noch ziemlich gut aus.
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Verfasser: me.Daniel Jansen | Zeit:
02.04.2008 17:06:47 |
@pelletsoptimierer
--6 Kollektoren (=~12qm) auf den 300l WW Speicher um eine moeglichst gut WW-Abdeckung zu bekommen - dann wunderts mich nicht dass die Praktiker oefter Teer sehen.--
Tja, aber das ist ja laut Herrn Lange alles nur erstunken und erlogen. Solche Anlagen gibt es einfach nicht. Ich sage diese Anlagen gibt es zu 95% in D, die regelmässig "durchgekocht" werden. Selbst bei den Anlagen, bei denen das Puffervolumen immens gross gewählt wurde um Stillstände zu vermeiden, bzw. aufwendig Notkühler etc. eingebaut sind ist früher oder später ein Wechsel des Wärmeträgers erforderlich. Wahr haben will das natürlich niemand. Und den wenigsten Kunden wird dies vom HB gesagt.
--Bei einem werden die Kollektoren auch schon langsam blind (4Jahre)......meine sehen noch ziemlich gut aus--
Da ist es aber verdammt lange gut gegangen. 4 Jahre ist schon eine stolze Zeit. Die meisten Anlagen die ich kenne/demontiert habe ziehen schon im ersten Jahr sehr viel Feuchtigkeit an bzw. die Dämmung gast aus.
Gruss me.Daniel Jansen ...der schon gespannt auf die Reaktionen unseres Foren- Normen Gurus wartet. Ich denke er stellt mal wieder alles in Frage, und verweist auf Normen oder sonstigen Unfug, in denen das ganz klar so nicht beschrieben ist. Natürlich seriös dokumentiert! Theorie & Praxis. Ein gravierender Unterschied! Ist das wirklich so schwer zu begreifen!?
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| | Zeit:
02.04.2008 17:24:52 |
Gruss me.Daniel Jansen ...der schon gespannt auf die Reaktionen unseres Foren- Normen Gurus wartet. Ich denke er stellt mal wieder alles in Frage, und verweist auf Normen oder sonstigen Unfug, in denen das ganz klar so nicht beschrieben ist. Natürlich seriös dokumentiert! Theorie & Praxis. Ein gravierender Unterschied! Ist das wirklich so schwer zu begreifen!?
Wegen solcher und ähnlicher erwartbarer Reaktionen stand oben ein Hinweis, den ein eifriger Jungmeister sicher übersehen oder nicht verstanden hat.
Hinweis:
Beim Googeln unter „anerkannter stand technik“ sind zahlreiche Definitionen und Interpretationen dieses juristischen Begriffs zu finden. Da einige Leser bei Verweis auf zu beachtende juristische Randbedingungen zu stereotypen Spontanreaktionen neigen, sollten ernsthafte Interessenten sich über diese Begriffe im Bedarfsfall informieren.
Dietmar Lange |
| | Zeit:
02.04.2008 17:40:04 |
Schon toll, so eine solare Heizungsunterstützung. Im Winter wenn ich sie brauche, bringt sie kaum Ertrag. Im Extremfall muss ich sie vor dem Einfrieren schützen. Im Sommer wenn ich die Wärme nicht brauche, muss ich sie kühlen...
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Verfasser: me.Daniel Jansen | Zeit:
02.04.2008 17:49:36 |
Schön, daß der Wärmeträger als "anerkannter stand technik" angesehen wird. Hilft das bei den bekannten Problemen die mit Glykol auftreten? In keinster Weise! Nur mit Normen & Keymarks und sonstigem Müll den der Kunde bezahlt aber gar nicht braucht lassen sich die Probleme nicht lösen. Trotz scheinbar "anerkannten Regeln der Technik".
Gruss me.Daniel Jansen |
Verfasser: georg | Zeit:
02.04.2008 17:50:09 |
Wenn ein Bundesindustrieverband Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik e.V, ein Bund der Energieverbraucher, ein Bund der Biertrinker, oder ein Bund der Kartoffelesser irgendetwas publizieren und/oder verlautbaren lassen, so dient das in erster Linie bei allen dem gleichen Zweck, nämlich Mitgliedsbeiträge zu kassieren um damit vor allen Dingen Vorständen und Präsidenten ein überdurchschnittliches Einkommen zu sichern.
Wenn denn bei Ersterem irgendetwas über Sicherheit oder Unsicherheit von Solaranlagen zu lesen ist, so mag das für das Groß deutscher Kollektoren und daraus erstellter Anlagen zutreffen und wird von selbsternannten Hilfswissenschaftlern oft als Stand der Technik bezeichnet und von ihnen als Maß aller Dinge betrachtet, propagiert und manchmal sogar in Gesetzestexte lanciert. Dies wiederum führt oft dazu, daß man Kunden, die ein gutes Heizsystem haben möchten und auch noch Energie sparen wollen raten muß, intelligent gegen gesetzliche Vorschriften zu verstoßen.
... die Dampfblase war immer wieder in der Vergangenheit in großen Solaranlagen ein Problem... _____________________________________________________________________
Dampfblase?
Wer ist die Dampfblase?
Hier braucht man noch nicht einmal dreimal zu raten. Grüße aus dem Sauerland Georg Haase 57399 Brachthausen
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| | Zeit:
02.04.2008 18:03:29 |
Dietmar verweist zu Recht auf den anerkannten Stand der Technik.
In jedem Streitfall wird ein seriöser Gutachter hier ganz klar die Position teilen was bei häufiger Stagnation passieren kann.
Das hat und würde Dietmar nie bestreiten. Die Hochtemperatur Crackeigenschaften sind uns sehrwohl bekannt.
Aber es ist nun mal Stand der Technik, dass eine Solarthemie Anlage wenn richtig geplant und ausgeführt so gut wie nie in Stagnation gehen muss.
Außerdem unterscheiden wir aus der Praxis immer noch die systembedingt selten, aber möglich auftretende Stagnation und unkontrollierte,laufende Anlagen-Stagnationen.
Wir hatten so einen Kunden. Bayerischer Beamter-, Lehrer im Vorruhestand mit 50 und Wohnsitze in Spanien und am Bodensee.
Bei den üblichen Sommeraufenthalten in Spanien hat dieser sparsame Schwabe den Strom seiner ganzen Haustechnik prinzipiell ausgeschaltet. Nur die Alarmanlage lies er an.
Nach erster Neubefüllung nach nur 2 Monaten Betrieb haben wir in ausführlicher Einweisung darauf aufmerksam gemacht, dass 1. die Bodenseeregion zu dem wärmsten in D gehört und 2. er durch die Abschaltung den Anlagenschutz und Kollektorschutz außer Kraft gesetzt und damit eigentlich die Gewährleistung und Garantie selbst beendet hat. Aber wir wollten kulant sein. -das war ein Fehler. Es gibt Leute, da ist Kulanz eine Einladung zum Mißbrauch.
Dieser deutsche Staatsdiener hat weiter bis ins nächste Jahr abgeschaltet und die braun/schwarz gecrackte Sole dann reklamiert. -- hauen darf man solche "Pädagogen" ja nicht; -leider
Dann versuchte er mit Rechtsschutz zu klagen , machte ein Jahr weiter Ärger und verlor dann sehr viel Geld weil er alle Kosten seit der ersten Inbetriebnahme und das Verfahren zu tragen hatte, weil er grob fahrlässig (entgegen expliziter Einweisung und Bedienanleitung) die Stagnationen selbst verursacht hatte. Sogar seine Rechtsschutzversicherung hat ihm den Marsch geblasen weil wir die Dokumentation weitergereicht haben, dass die Fehlbedienung wider besseres Wissen mit Vorsatz geschehen war.
Es gibt so Kunden, die können auch nach Einweisung mit Engelsgeduld, mit der Bedienanleitung der Anlage und mit allen info´s zur Technik nichts anfangen, weil sie nicht wollen. Den Regler verblomben hatte er sich verboten.
Manchmal möchte man die 150° Dampfsole rauslassen wenn jemand daneben steht.
Gruß JoRy
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| | Zeit:
02.04.2008 18:26:41 |
Aber es ist nun mal Stand der Technik, dass eine Solarthemie Anlage wenn richtig geplant und ausgeführt so gut wie nie in Stagnation gehen muss.
Das interessiert mich jetzt doch: Wie wird das "richtig" gemacht?
Oliver
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| | Zeit:
02.04.2008 19:25:55 |
Mit richtigem Speichervolumen, ordentlichem Anstellwinkel und kurzer thermischer Länge.
Dazu passend der stolze Hinweis eines sehr sonnigen und kräftigen Fachberaters, den dieser einem Kunden gegeben hat:
"Da schauns wie gut die Anlage lauft. Es ist jetzt erst 11 Uhr am Vormittag und die bringen schon über 95°. Werdens sehen, der Speicher ist dann ganz schnell voll."
Das ist der Stand der Technik wie er in der Praxis aussieht.
Aber gut. Wer's mag....
Grüße
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Verfasser: E_nergiesparer | Zeit:
02.04.2008 19:34:01 |
Ist das richtige Speichervolumen nur deshalb die Lösung, weil ein ausreichend großer Speicher auch ausreichend große Verluste hat? Ohne Verluste hilft wohl auch ein 5000 l-Speicher nicht gegen 3 Wochen Dauersonne im August.
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Verfasser: E_nergiesparer | Zeit:
02.04.2008 19:44:49 |
@ Ihro Gnaden Jory: Ws ist, wenn der Nutzer den Strom nicht absichtlich abstellt sondern dies nach Urlaubsantritt und Abwesenheit durch Auslösen einer Sicherheitseinichtung der Elektroinstallation passiert oder durch einen Stromausfall? Darf eine Soalranlage deshalb vielleicht nur über eine USV laufen und muss diese den Ausfall dem Eigentümer per Handy melden damit dieser sofort Gegenmaßnahmen veranlassen kann?
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| | Zeit:
02.04.2008 20:01:01 |
ich denke wir sind uns hier alle einig,nämlich stillstand verhindern. einfach mal ein wenig kreativ sein und schon findet man die lösung, hat man einen pool,ab in den pool damit(freuen sich die frauen,denen 30 grad noch gänshaut bereiten) hat man nen feuchten keller,ab dafür... hat man ein auto,vielleicht den motor solar vorwärmen,damit er keinen kaltstart machen muß!?! und und und es gibt blöde und gute ideen,aber alle führen meistens zum erfolg.......
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| | Zeit:
02.04.2008 21:31:49 |
@me.Daniel Jansen: Jetzt mal unabhängig von dem theoretischen BDH- Kram, der die Situation vor Ort eh nicht berücksichtigt, weil man sich den Leitungsverlauf nicht immer aussuchen kann. Ausserdem wage ich zu bezweifeln, ob da reale Systeme oder nur Versuchsaufbauten getestet wurden, die eine Leitungsführung in den Keller wo sie meist hinführt eh nicht berücksichtigt. Oder die haben keine Schwerkraftbremsen im System gehabt oder so. Zutrauen könnt man´s denen ja.
Weg von der grauen Theorie: Man nehme jetzt also entsalztes oder wenigstens kalkarmes Wasser, weil Leitungswasser nicht anzuraten ist und eh mehr hält als dieser "Drückend Kochend" Kollektormurks mit Glykol, was nur ne Verschlimmbesserung bedeutet oder heißt, der BDH hat nix besseres in der Schublade (kein Wunder).
Man nehme einen bestehenden Bau z.B. 30 Jahre alt. Ebenso alte Heizung und wenig bekannt. Wär´s da nicht besser, ohnehin eine Systemtrennung per PWT einzusetzen ? Heizung auf 2bar, Solar auf 4 oder mehr ?
Der Kollektor ist vielleicht frostfest, was ist bei Stromausfall mit den Leitungen? Wär da ne USV nicht anzuraten ? Bei Computern im Netz ist das Standard.
Mich interessiert rein die technische Realisierung ohne den Normenquatsch, den keiner braucht.
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| | Zeit:
03.04.2008 00:42:13 |
Jörg Schneider Heizung auf 2bar, Solar auf 4 oder mehr ? Genau so soll es sein und das Problem habe ich bisher auch noch nicht lösen können. Es sei denn, man baut sicherheitsventile mit 10 bar Abblasdruck ein. Könnte dann aber nachher auf dem Pufferspeicher stehen: "Ich bin 2Tanks" Ohne Systemtrennung kommt die gesamte Anlage ins schleudern.
Günter Riga www.solar-international.eu
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| | Zeit:
03.04.2008 01:56:46 |
@ Interessenten, eine fachliche juristisch belastbare Definition für den Begriff „anerkannten Stand Technik“ nochmals siehe hier . Dampfplaudereien zum Thema kursiv. @me.Daniel Jansen: Jetzt mal unabhängig von dem theoretischen BDH- Kram, der die Situation vor Ort eh nicht berücksichtigt, weil man sich den Leitungsverlauf nicht immer aussuchen kann. Ausserdem wage ich zu bezweifeln, ob da reale Systeme oder nur Versuchsaufbauten getestet wurden, die eine Leitungsführung in den Keller wo sie meist hinführt eh nicht berücksichtigt. Oder die haben keine Schwerkraftbremsen im System gehabt oder so. Zutrauen könnt man´s denen ja.
Weg von der grauen Theorie: Man nehme jetzt also entsalztes oder wenigstens kalkarmes Wasser, weil Leitungswasser nicht anzuraten ist und eh mehr hält als dieser "Drückend Kochend" Kollektormurks mit Glykol, was nur ne Verschlimmbesserung bedeutet oder heißt, der BDH hat nix besseres in der Schublade (kein Wunder).Hinweis. Wenn sich grob 90% der Fachkreise Deutschlands im Sinne einer juristischer Definition zum Stand Technik März 2008 zu einer fachlichen Position bei Sicherheit von thermischer Solaranlagen verständigt haben, die auf einer Homepage eines Industriefachverbandes mit Marktabdeckung von über 90% bei Wärmeerzeugern Europa für jedermann nachlesbar sind, dann steht es jedermann frei, dies als Meinung von Biertrinkern, Kartoffelessern oder theoretischen Kram zu bezeichnen. Gerichte, Gutachter, Versicherungen usw. sind jedoch erfahrungsgemäß bei ihrer Meinungsbildung konservativ und folgen nicht unbedingt den hier oft lesbaren flotten Sprüchen. Wer im Laufe seiner beruflichen Praxis in Rechtsverfahren in Sachen Gewährleistung für Solarwärmetechnik schon eigene Erfahrungen sammeln konnte, kann über manche Expertenmeinungen hier in Kenntnis deutscher Rechtspraxis nur den Kopf schütteln. Die Hinweise von JoRy sollten zur Kenntnis genommen werden. Dietmar Lange |
Verfasser: E_nergiesparer | Zeit:
03.04.2008 07:55:48 |
wenn ich den Hinweis von Jory auf den zitierten Fall ernst nehme, schließe ich für mich daraus, dass es mir gar nichts nutzt eine Anlage zu haben, die nach den aaRdT aufgebaut ist. Ich brauche eine, die im Ernstfall wirklick keinen Schaden nimmt, damit ich so einen Rechtsstreit mit dem ich meinen Schaden nur vergrößere erst gar nicht zu führen brauche. Und damit bin ich aus Sicht des Anlagenbesitzers wieder bei den hier geäußerten Einzelmeinungen, die mit zusätzlichen technischen Maßnahmen Schäden sicher verhindern wollen.
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| | Zeit:
03.04.2008 08:52:48 |
"wenn ich den Hinweis von Jory auf den zitierten Fall ernst nehme, schließe ich für mich daraus, dass es mir gar nichts nutzt eine Anlage zu haben, die nach den aaRdT aufgebaut ist. Ich brauche eine, die im Ernstfall wirklick keinen Schaden nimmt"
Genauso isses. Ich hab geschrieben, dass ich an technischen Lösungen interessiert bin und nicht, wie ich mich im Falle des Falles auf die anerkannten Regeln der Technik verlassen kann, die ich evtl. dann gerichtlich durchsetzen kann.
Also bitte Herr Lange: Entweder äussern Sie sich technisch fachlich dazu oder lassen es. Die Verweise auf DIN, BDH und das ständige Geschwätz über Dampfplauderei hab ich langsam satt.
Eine technisch richtig ausgelegte und installierte Anlage braucht keine juristischen §§, die läuft einfach und gut ist. Meinetwegen sogar ohne Förderung und dem keymark- Gewichse.
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